Materborner Ladesäulenrätsel, die Auflösung

rd | 22. Dezember 2020, 14:11 | 8 Kommentare
Mitnichten ein Schildbürgerstreich

Bürgersteig, Rasenfläche, Heckenbewuchs – das Umfeld der neuesten Ladesäule für Elektroautos mutet derzeit etwas absurd an, doch das wird sich ändern: „An der Säule werden noch Parkplätze errichtet“, so Stadtwerke-Chefin Claudia Dercks zu kleveblog. Aus terminlichen Gründen sei die Installation der Station vorgezogen worden, Anfang des Jahres sollen die Abstellplätze folgen. Natürlich seien auch vorhandene Parkplätze auf ihre Eignung geprüft worden, aber – die Materborner Kirmes! Da die Parkflächen während des Volksfestes anderweitig genutzt werden (und dann nicht für Aufladevorgänge genutzt werden können), habe man den neuen Standort ausgewählt.



Überraschung aus dem Off: Guido Winkmann attackiert Landrätin, mit dem „Mandat von mehr 30.000 Menschen“

rd | 22. Dezember 2020, 14:01 | 44 Kommentare
So hatte sich Winkmann nach der Kommunalwahl bei seinen Anhängern bedankt

Eigentlich hatte er die berühmten 100 Tage abwarten wollen, doch die „derzeitige Situation“ lasse ihm keine andere Wahl: „Die Situation erfordert auch mal kritische Worte – auch in Pandemiezeiten“, so Guido Winkmann. Der Überraschungskandidat , der die vergangenen Landratswahlen zu einer spannenden Angelegenheit gemacht hatte, mischt sich wieder in die politische Debatte ein. Dabei nimmt er für sich das „Mandat von mehr als 30.000 Menschen“ in Anspruch – die Wähler, die bei der Kommunalwahl im September für den Bundesliga-Schiedsrichter aus Kerken votiert hatten.

Die Entscheidung der Landrätin, das Impfzentrum im Wunderland zu errichten, hat den parteilosen Kandidaten aufgebracht. Das Impfzentrum dort entstehen zu lassen, sei, so Winkmann, „nicht nur äußerst fragwürdig, es wird auch den Zusammenhalt im Kreis Kleve nachhaltig schwächen“. Mit der Ortswahl habe die Landrätin dazu beigetragen, Nord- und Südkreis weiter auseinander zu dividieren. Es handele sich zudem auch um einen Ort, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar sei. Winkmann: „Eine Impf Quote ist auch davon abhängig, inwieweit ich die Menschen transparent mitnehme und eine zentral gelegene und gut erreichbare Örtlichkeit anbiete.“

Er bittet die Landrätin darum, die Vergabe- und Auswahlentscheidung für das Wunderland sorgfältig dokumentiert darzulegen, um so für Transparenz zu sorgen. Er vergleicht die Kreis Klever Entscheidung mit Lösungen an anderen Orten: Recklinghausen habe an einem zentralen Ort eine Leichtbauhalle aufbauen lassen, Krefeld am zentralsten Ort der Stadt ein Containerdorf.

Die ganze Pressemitteilung von Guido Winkmann lesen Sie hier (PDF-Dokument)



128 neue Fälle an einem Tag, erstmals mehr als 50 Menschen im Krankenhaus – die Corona-Bescherung für den Kreis Kleve

rd | 22. Dezember 2020, 13:31 | 16 Kommentare
Trotz Lockdown und Sozialdistanz: Die Zahlen schießen in die Höhe

(Aktualisiert) Die Bescherung, die sich das Coronavirus für uns ausgedacht hat, sieht so aus: 128 neue erkannte Fälle meldete der Kreis Kleve soeben, der höchste Anstieg, den es seit Ausbruch der Pandemie gegeben hat.

Drei Menschen aus Geldern, Emmerich und Rees sind gestorben, alle drei älter als 80 Jahre. In den Krankenhäusern des Kreises Kleve werden zur Zeit 51 Menschen mit einer Coronainfektion behandelt – auch dies ein neuer Spitzenwert. Die Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt rund 126, dieser Wert wurde nur wenige Tage Anfang November übertroffen.

Nur die Zahl der Menschen, die in Quarantäne sind, ist auf einem erstaunlich niedrigen Niveau: Zurzeit dürfen 1648 Menschen die eigenen vier Wände nicht verlassen. Seit Ende Oktober war dieser Wert relativ stabil bei 2000, mit Ausschlägen bis zu 2500. Man könnte fast auf die Idee kommen, dass es sich um eine Art Weihnachtsamnestie handelt. Die Auflösung ist aber ganz einfach: Da nun bei einem Vorfall in einer Schule wegen der Ferien nicht mehr die ganzen Klassen und halben Kollegien „weggesperrt“ werden müssen, verkürzt sich in diesen Gruppen der Rattenschwanz erheblich.

Ein Großteil des außerordentlichen Zuwachses spielte auf der anderen Rheinseite: In Emmerich gab es 20 neue Fälle, wovon ein Großteil auf einen Ausbruch in einer Pflegeeinrichtung (Martinus-Stift, Elten) zurückzuführen sind. In Rees gab es 28 neue Fälle, dort lag die Inzidenz gestern bei 291 – der mit Abstand höchste Wert im Kreisgebiet. Auslöser in der Stadt ist ein Ausbruch in der Seniorenwohnanlage Agnes-Heim (25 Fälle).

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

Weitere Ergänzung: Das Corona-Info-Board der Stadt Goch führt auf, wie sich die jeweiligen Zuwächse sich auf die 16 Kommunen des Kreises verteilen. Hier der Link: Corona-Info-Board.


Coronakurve zum 4. Advent: Zweithöchster Stand

rd | 20. Dezember 2020, 21:34 | 26 Kommentare
Anstieg seit drei Wochen

Nun also doch noch die Corona-Sonntagskurve, die leider seit drei Wochen wieder nur eine Richtung kennt: steil nach oben. Seit Freitag 78 neue Fälle (insgesamt 4217), in dieser Woche 369. Anfang November waren es noch mehr als 400 pro Woche, danach schien sich eine Entspannung anzudeuten – allerdings leider nur kurz.

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

Weitere Ergänzung: Das Corona-Info-Board der Stadt Goch führt auf, wie sich die jeweiligen Zuwächse sich auf die 16 Kommunen des Kreises verteilen. Hier der Link: Corona-Info-Board.


Sehr stimmungsvolles Vierteradventsbild

rd | 20. Dezember 2020, 18:39 | 1 Kommentar
Kranz, improvisiert

(Kurvenaktualisierung scheint ja heute auszufallen.)