Geschenkideen für den wahren Klever

rd | 17. November 2019, 20:43 | keine Kommentare
Auch in der Varietät Love erhältlich

Eine fast unnatürliche Intensität soll ihn auszeichnen, dazu eine starke Süße nach roten Beeren wie Himbeere und Brombeere. Nur untergeordnet wirken Wacholder, Koriander und Zitrus. Ach ja, und leichte Ingwernote mit minimaler Schärfe ist auch im Spiel, sodass die Alkoholspur bestenfalls als mitschwingend bezeichnet werden kann. Nach und nach kommen wohl auch noch Nuancen von Koriander sowie süßlich-bittere Lakritze durch. Diese Geschmacksentfaltung geht nach Meinung von Fachleuten einher mit einem minimalen Brennen und einer deutlichen Trockenheit im Mundraum. Nun kann jeder überlegen, ob diese Vielfalt an Aromen in irgendeiner Weise auf den Klever Unternehmer Bernd Zevens übertragen werden kann, denn das so beschriebene Getränk, erhältlich beim bekanntlich stets gut sortierten Spirituosen- und Weinhändler Peters, ist ein Gin, der von seinen Produzenten, dem andalusischen Familienunternehmen González Byass, MOM genannt wurde. Die Krone passt auch irgendwie, aber bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass das Getränk als Hommage an die britische Queen Mum konzipiert wurde. Die reichlich zum Einsatz kommenden Beeren, insbesondere in der Love-Variante, sollen das Getränk für Frauen attraktiver machen. Vermutlich aber dürfte es auch in einschlägigen Klever Kreisen als humorvoll gemeintes Weihnachtsgeschenk zum Einsatz kommen (Preis: 29,95 bzw. 23,95 Euro (Love)).





Überschriften/Teaser, die einem jede Hoffnung rauben

rd | 16. November 2019, 13:35 | 12 Kommentare
Gute Nachrichten, versehen mit ein paar kleinen Einschränkungen

Die Rheinische Post, in vielerlei Dingen das Zentralorgan für gute Nachrichten, hat sich einmal mehr mit der Stadtentwicklung beschäftigt und die Erkenntnisse – vermutlich aus irgendeiner Ausschusssitzung – in eine euphorisierende Überschriften-/Teaser-Konstruktion gepackt, die wohl den Eindruck vermitteln soll, dass der Markt Linde, derzeit nur noch ein Schatten früherer Tage, umgebaut wird.

Naja, wenn da nicht ein paar Einschränkungen wären.

Der „neue Markt“ sei bereits in Sicht, so das Blatt, schon „bald“ werde es immerhin „Pläne“ für die Gestaltung geben, allerdings nur, „wenn“ dereinst ein Gutachten vorliegen werde, und selbst in diesem Fall wird nicht mit der Neugestaltung begonnen, nein, eher noch konjunktivisch „soll“ damit begonnen werden.

Ein Beispiel, wie ein solches Vorgehen in Raum und Zeit aussieht, zeigt sich am Backermatt, wo ein Mehrgenerationenplatz (evtl. mit Basketballkorb) entstehen soll. Am 25. Oktober 2017 stellte die Stadtverwaltung die Pläne für die Gestaltung in einer Bürgerversammlung in der Volkshochschule vor. Dann geschah erst einmal lange nichts. Und nichts. Und nichts. Im Sommer 2019 untersuchte ein Spezialunternehmen den Baugrund auf Blindgänger (keine Gefahr). Seitdem: Nichts. Und nichts.

Übertragen auf den Markt Linde heißt das: Wenn – vielleicht – „bald“ die Pläne für die Gestaltung vorliegen, wird – vielleicht – zwei Jahre danach irgendwas passieren. Betonung auf: irgendwas.

Der Vollständigkeit halber sei auch hinzugefügt, dass es im Frühjahr 2013 (!!!), also vor sechs Jahren, im Rahmen des so genannten „integrierten Handlungskonzepts“ einen Stadtspaziergang unter Führung der damaligen Stadtmarketing-Chefin Ute Schulze-Heiming (heute: Marks) gab, der das Thema Plätze behandelte. Martin Fingerhut, engagierter und streitbarer Bürger, nahm dran teil und verfasste für kleveblog einen Bericht (Ein Stadtspaziergang (viel zu lernen)), der sich auch dem Markt Linde widmete. Damals schrieb er:

Marktplatz Linde: Alle sind sich einig, dass er seit vielen Jahren vernachlässigt ist. Obwohl er eigentlich den Beginn des Stadtkerns markiert, lädt er nicht dazu ein, die Stadt zu besuchen. Wer am eoc gekauft hat, fährt an der Linde vorbei nach Hause, ohne ahnen zu können, dass es in Kleve weitere Geschäfte und eine schöne Fussgängerzone gibt. Dirk Posdena erläutert, dass aus Sicht des Stadtplaners der Platz „weder Fisch noch Fleisch“ sei, weil er sowohl Parkplatz wie auch Marktplatz wie auch Grünfläche sei. Aus Sicht der Bürger scheint die Mischung nicht problematisch, weil der Platz groß genug ist, mehrere Funktionen nebeneinander zu erfüllen. Das Grün, das seit langem eigentlich eher ein Braun ist, steht allerdings wie eine Trennwand, hinter der die Stadt verborgen liegt. Es hätte seinen eigene Ecke verdient, vielleicht an der Ringstraße.

Nun, im Jahre 6 nach der damals schon nicht sonderlich spektakulären Erkenntnis, „sollen“ also schon „bald“ immerhin „Pläne“ für die Gestaltung in Angriff genommen werden, allerdings nur, „wenn…“

Wie gesagt: Lasset alle Hoffnung fahren!



Déjà-vu

rd | 15. November 2019, 16:43 | 9 Kommentare
Fatale Ähnlichkeiten zu einer Sauerei vor Ort: US-Botschafterin Yovanovitch bei ihrer Zeugenaussage

Eine Frau, die drei Jahre ihren Job gut ausgeführt und sich insbesondere um den Kampf gegen Korruption verdient gemacht hat, dann aber nach einer Schmutzkampagne zwielichtiger Gestalten auf Betreiben eines alten weißen Mannes ohne Angaben von Gründen aus dem Amt entfernt wird… irgendwie beschleicht den Betrachter des Hearings in Washington das ungute Gefühl, dass so ein Geschehen, wie es die ehemalige Botschafterin der Vereinigten Staaten in der Ukraine, Marie Yovanovitch, erlebte, schon mal aus nächster Nähe mitzuverfolgen war. Allerdings regiert in Nordrhein-Westfalen der dicke Teppich, unter den alles gekehrt wird, während die USA im Vergleich dazu einigermaßen zivilisiert erscheinen, weil sie sich immerhin um Aufklärung bemühen.


Urteil gegen Sprinterin rechtskräftig

rd | 15. November 2019, 12:51 | 6 Kommentare

Das beim Landgericht Kleve ergangene Urteil gegen eine 27-jährige niederländische Sprinterin aus Amsterdam ist rechtkräftig. Es wurde von keiner Seite ein Rechtsmittel eingelegt. Am 04.11.2019 hatte die 1. Strafkammer (110 KLs 31/19) die Sportlerin wegen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und 6 Monaten verurteilt.