Steintürmchenmann, was ist da los?!

rd | 19. Oktober 2018, 18:17 | 5 Kommentare
Markus Gern mit Hund Floh vor seinen Steintürmchen in Tiergartenwald… ist nun Schluss damit?
Kompromissloses Verhalten, verbale Attacken… was ist passiert? (Foto: Rauno Vollrath)

Hat die Hochstapelei ein Ende?

Seit Jahren sind die Steintürmchen, die Markus Gern am nordwestlichen Ende des Tiergartenwaldes aufstellt, Spaziergängern ein steter Quell der Beschaulichkeit. Vor mehr als vier Jahren begann der 54-jährige Klever, ein Buddhist, damit Kieselsteine, die er im Wald findet, aufzutürmen. An einer Wegeskreuzung stehen mittlerweile so viele der filigranen Gebilde, dass man unwillkürlich an die Skyline einer Stadt aus irgendeinem Fantasyfilm denkt. Markus Gern selbst bezeichnet sein Werk als „dreidimensionales Mandala“, dessen Wesen einige der so genannten Vollkommenheiten aus der buddhistischen Lehre widerspiegele – Konzentration, Disziplin und Strebsamkeit.

Doch jetzt scheint die entrückte Tätigkeit in irdische Verstrickungen geraten zu sein. An einem Baum in der Nähe der vollgetürmten Wegeskreuzung entdeckten Spaziergänger gestern in einer Klarsichthülle einen handgeschriebenen Zettel:

Liebe Freunde!

Nach kompromisslosen Verhalten und verbalen Attacken gegen meine Person habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, das „Projekt Steine“ bis auf weiteres zu beenden! Viele Dank für jahrelange Freundschaft und Unterstützung und viele nette Begegnungen! 

Euer Markus und Floh

Was genau passiert ist, war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Allerdings regen sich nun die Freunde des Hoch-Staplers, die das Ende der friedvollen Waldaktivität zu verhindern suchen. Ein Anhänger brachte unterhalb des ursprünglichen Zettels eine Botschaft an: „Zum einen [muss ich] dir erst einmal sagen, wieviel Freude mir diese Gebilde die ganzen letzten Jahre über gemacht haben… und Dir danken, dass Du sie gegen alle anfänglichen Widerstände, wie Du uns einmal erzählt hast, jeden Tag gehegt und gepflegt hast… Leider gibt es immer diese Leute, die sich nur stark und gut fühlen, wenn etwas schlechtreden oder zerstören können. Aber ich glaube ganz fest, die Steinmännchen-Fans sind in der Überzahl! Daher, liebe Spaziergänger, schreibt Markus doch hier auch einmal, dass die Steinmännchen zum Klever Waldbild gehören und erhalten werden müssen. Ich hoffe sehr, dass Du Deine Meinung vielleicht nochmal überdenkst.“

kleveblog meint: Hoffentlich!



Neue Lounge in der Schlossstraße: Kleve erweitert außengastronomisches Angebot!

rd | 17. Oktober 2018, 14:50 | 12 Kommentare
Zeit zum Chillen

Die Weltstadt Kleve, Heimat von Stil und Geschmack, präsentiert sich der Öffentlichkeit in Wurfweite ihres Wahrzeichens mit einer neuen, chilligen Außengastronomie. Zwischen „Blauer Himmel“ und „Bar & Brot“ eröffneten zukunftsgewandte Wirte an der Schlossstraße eine Lounge, die dazu einlädt, sich einfach mal hinzufläzen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Der Kunde hat die Wahl zwischen rostfarbenen Designsofas und coolen Matratzenlagern, die einem das längst verloren geglaubte Jugendheimgefühl zurückbescheren. Getränke bitte selbst mitbringen!



Die besondere Erscheinung: Der 13. KLEVER ist da!

rd | 15. Oktober 2018, 14:36 | 6 Kommentare
Wieder mal ein „pralles Blatt“, so viel Eigenlob sei gestattet: der neue KLEVER

Große Porträts, opulente Optik – auch in seiner 13. Ausgabe zeigt Der KLEVER einmal mehr, warum das Magazin in der niederrheinischen Presselandschaft einmalig ist: Es bietet das, was ein Touchscreen nicht leisten kann.

Die Zeitschrift, die ab sofort im Zeitschriftenhandel und in den Buchhandlungen der Stadt erhältlich ist, stellt drei besondere Menschen in den Vordergrund:

• den gelernten Bäcker und Erzieher Nils Roth, den Klever Marktbesucher von seiner Kaffeebude kennen, der auf ein spannendes Leben zurückblickt und der noch viele Ideen für die Stadt hat,

Elisabeth Seifert-van de Loo, deren Haus an der Niers in den sechziger-und siebziger Jahren ein Treffpunkt der Kulturszene war,

• und den Schriftsteller Christoph Klimke, in dessen Werk seine Kindheit und Jugend in Kleve eine tragende Rolle spielt.

Weitere Menschen, die in dem Magazin zu Wort kommen, sind der Briefträger Helge Jansen („Klever, die jeder kennt, die keiner kennt“), die zurückgetretene Hochschulpräsidentin Dr. Heide Naderer und der Weltreisende Theo M. Schlaghecken.

Optisch besonders gewürdigt werden darüber hinaus der vergangene, nicht enden wollende Sommer, das neue Schwimmbad im Sternbusch, Fundstücke aus dem Spoykanal und – als kleine Zeitreise – eine Klever Metzgerei aus den sechziger Jahren.

Der KLEVER dankt allen Autoren, Fotografen und Ideengebern, die zum Gelingen der Ausgabe beigetragen haben. Die nächste Ausgabe wird bereits Mitte Dezember erscheinen. 


kleveblog: 1. Dürrerätsel, sehr schwierig

rd | 15. Oktober 2018, 13:39 | 11 Kommentare
Die MS Vitesse, 2002 auf der Werft Centromost Stocznia, Plock, erbaut, passiert Stromkilometer 852. Aber wieviel Strom ist genau drin?

Der Pegel des Rheins fällt wie eine kaputte Sojus-Rakete, zuletzt stand der Zeiger nur noch auf 26 Zentimeter – ein historisches Allzeittief, zwei Zentimeter unter dem bisherigen Tiefststand, und satte 959 Zentimeter unter dem bisherigen Allzeithoch (986 cm, 3.1.1926, die Älteren werden sich noch erinnern). Das Bild entstand bei einem Pegelstand von 28 Zentimetern.

Die Frage aber an die für solche Verrenkungen immer zu habende Lesergemeinde ist: Wieviel Wasser (Volumen) ist auf dem Bild mindestens zu zu sehen? (Bevor Korinthenkacker kommen: Absolute Transparenz unterstellt, das Schiff darf als komplett abgebildet gelten.) Lösungsversuche bitte als Kommentar einsenden!

Derjenige, der dem errechenbaren Mindestwert am nächsten kommt, erhält ein Exemplar des soeben erschienenen neuen KLEVERs, bei mehreren gleichen Lösungen derjenige, der sie als erster einsandte.