Hokus Krokus

rd | 17. Februar 2019, 12:57 | 3 Kommentare
Blütenmeer trifft es hier: Ca. 17.000 Frühlingsboten in Zyfflich

Das Wetter zwingt einen raus, weit raus, und dann erblickt der Randwanderer am Ortseingang von Zyfflich eine rekordverdächtige Ansammlung von Krokussen, die den Unbilden des Winters ein zartes Rosé entgegensetzen und uns zeigen: Es geht weiter, immer weiter…

(Ein semiphilosophischer Beitrag aus der Reihe pittoresker Sonntagsbilder)





Kleve wächst und wächst und wächst – jetzt schon 53.374 Einwohner!

rd | 15. Februar 2019, 19:24 | 11 Kommentare
Berlin ist noch weit weg, aber: Kleve wächst stürmisch

Werden Goch, Kranenburg und Uedem bald geschlossen? Tatsache ist: Die Einwohnerzahl Kleves geht durch die Decke – mit den bekannten Folgen unter anderem für den Wohnungsmarkt. Wie die Stadt Kleve jetzt mitteilte, leben zum Stichtag 31. Dezember 2018 exakt 53.374 Menschen in der Kreisstadt. Damit ist Kleve jetzt schon 1,4 % von Berlin, der Einwohnerzahl nach gerechnet. (Leider wächst Berlin noch etwas schneller, sodass die Chancen, die Hauptstadt einzuholen, denkbar gering sind.)

Laut letzter verfügbarer Zahl des Landesamtes für Statistik lebten vor zwei Jahren noch rund 3000 Menschen weniger in der Stadt. Der Behörde IT NRW zufolge hatte Kleve 2016 genau 50.301 Einwohner. Interessanterweise findet sich auf der Website der Stadt Kleve eine ganz andere Zahl. Dort wird für das Jahr 2015 eine Einwohnerzahl von 52.037 angegeben. Wikipedia wiederum führt eine Zahl aus dem Jahre 2010 an – demnach lebten vor knapp einem Jahrzehnt 49.477 Menschen in Kleve. Das Überspringen der 50.000-Marke hatte für die Stadt einige Bedeutung, beispielsweise durfte zuvor das gesamte Stadtgebiet zum Sperrgebiet für Prostitution erklärt werden. Dies ist hinfällig geworden, seit mehr als 50.000 Menschen in der Stadt leben (ohne dass allerdings bisher jemand in diesem Sinne unternehmerisch tätig geworden ist).

Für Jörg Boltersdorf, Sprecher der Stadt Kleve, war unter anderem eine Änderung des Steuerrechts für den sprunghaften Anstieg der Einwohnerzahl verantwortlich. Boltersdorf: „Mit Einführung der Nebenwohnsitzsteuer im Jahre 2016 ist die Zahl der Nebenwohnsitze deutlich geschrumpft und die Anzahl der Hauptwohnsitze stark gestiegen.“ Er betrachtet den Zuwachs der vergangenen Jahre als normal. Auch die Hochschule habe ihren Anteil an dem beachtlichen Wachstum: „Zuwächse durch Studenten sind aufgrund der gestiegenen Zahl der Studienplätze weiterhin vorhanden. Gespräche mit Studenten zeigen, dass ein Wohnsitz in nächster Umgebung zur Hochschule bevorzugt wird.“

Der Wohnungsmarkt in Kleve ist aufgrund des Zulaufs relativ angespannt. Zwar werden allerorten Gebäude aus dem Boden gestampft und nähern sich auch der Fertigstellung, allerdings bewirken insbesondere die neu entstehenden Mehrfamilienhäuser vor allem eine Wanderungsbewegung aus den Ortsteilen – ältere Menschen lassen ihre übergroßen Einfamilienhäuser mit verwaisten Kinderzimmern und nervigen Gärten in Donsbrüggen oder Materborn zurück und suchen barrierefreie, mit dem Aufzug zu erreichen Wohnungen mit Fußbodenheizung in Obergeschossen. Für andere wird es zunehmend schwieriger und teurer, ein Zuhause in der Stadt zu finden.



Bernd Zevens stößt seine Hotels ab

rd | 14. Februar 2019, 17:30 | 13 Kommentare
Immer für eine Überraschung gut: Bernd Zevens (r., bei einer Pressekonferenz mit dem PR-Berater Markus Bremers)

Das Leben ist nicht viel anders als ein Monopoly-Spiel – am besten steht man da, wenn man Hotels hat. Bernd Zevens, der vielfältig aktive Investor aus Kleve, in der Lokalpresse gerne als „Multi-Unternehmer“ bezeichnet, hatte diesen Grundsatz verinnerlicht. Als vor Jahren die ehemaligen Betreiber des „Hotels Cleve“, denen Zevens die Immobilie am Rande des Industriegebiets vermietet hatte, in die Insolvenz gingen, gründete der ebenso wortkarge wie zupackende Millionär 2011 seine eigene Hotelkette.

Die Unternehmung startete mit einem Haus in Kleve, es kamen Zukäufe in München und Kitzbühel hinzu, in seiner Heimatstadt baute er am Ufer des Spoykanals das Rilano-Hotel, und zuletzt sorgte ein großzügiger Hotelneubau in Kevelaer, der sich der Fertigstellung nähert, für Aufsehen.

Doch nun hat Bernd Zevens offenbar genug vom Betten-Business. Wie die Rilano-Gruppe vermeldet, übernimmt eine bislang nicht In Erscheinung getretene Firma das Hotelgeschäft der Klever. Die Immobilien selbst bleiben allerdings in der Hand von Zevens. Der Deal, der zum 1. März wirksam werden soll, steht zwar noch unter dem Vorbehalt eines laufenden Fusionskontrollverfahrens, doch die Zustimmung dürfte reine Formsache sein, da eine marktbeherrschende Stellung nicht auszumachen ist.

Neuer Eigner der Herbergen wird ein Unternehmen namens GS Star, das zur Gorgeous Smiling Hotels (GSH)-Gruppe gehört. Gründer und Geschäftsführer der GSH sind Heiko Grote und Andreas Erben. Holger Behrens, Mitgründer und Geschäftsführer der Rilano-Gruppe, übernimmt zunächst sämtliche Anteile von Zevens – und gibt dann seinerseits 60 % der Geschäftsanteile an die GSH-Gruppe ab. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt, Behrens soll Geschäftsführer der Rilano-Hotels bleiben, die auch weiterhin unter eigenem Namen firmieren werden. Für die Mitarbeiter des Unternehmens werde sich nichts ändern, betonte Behrens.

Aktuell unterhält die Rilano-Gruppe sieben Häuser in München, Hamburg, Kleve, Wolfenbüttel und Kitzbühel. Das achte Hotel in Kevelaer soll in diesem Jahr eröffnen. Die neuen Eigner planen eine weitere Expansion, im Gespräch sind neue Hotelstandorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und in Großbritannien.

Zuletzt war Bernd Zevens als Immobilienaufkäufer kurz vor Weihnachten in Erscheinung getreten, als er die Übernahme des Deutsche-Bank-Gebäudes an der Herzogstraße bekannt gab. Das Bankhaus wollte sich von der Immobilie trennen, ein Großteil des Gebäudes wird langfristig von der Hochschule genutzt. Auch das benachbarte Gebäude, in dem der Modehändler Mensing ansässig ist, sowie die Filiale des Klever Kaufhofs gehören bereits zum Immobilienportfolio von Bernd Zevens.


Nicht vergessen!

rd | 14. Februar 2019, 09:56 | 13 Kommentare
Und mit einer Valentinsrose für 99 Cent von Aldi, soviel sei verraten, wird der Tag bestimmt unvergesslich