wetter-niederrhein.de/vertretung

rd | 03. Juni 2018, 12:27 | 4 Kommentare

Viele fragen sich: Wo hört das Internet eigentlich auf? Die Antwort am Postdeich lautet: An diesem Kabelstumpf. Weiter kommen die Bits nicht mehr. (Foto: Thomas Osterkamp)

Während das von einer Baggerschaufel durchtrennte Kabel weiterhin in der Sonne geröstet wird und darauf wartet, wieder mit dem anderen Ende verbunden zu werden, sodass Hubert Reyers das, was er übers Wetter weiß, wieder mit der Welt teilen kann, übernimmt kleveblog gerne die Vertretung. Ein Blick in den Himmel sagt: Heute sehr schön. Nicht ganz so heiß wie in der vergangenen Woche, aber, wenn die Sonne durchkommt, und sie kommt von Zeit zu Zeit durch –– puuuh! So etwa bleibt es auch in den kommenden Tagen, aber ab der Wochenmitte wird’s – bei nach wie vor recht soliden Temperaturen – niederschlagsgeneigter.



Für die indischen Momente im Leben

rd | 30. Mai 2018, 13:00 | 4 Kommentare

Am Ganges? Oder am Rhein? Lediglich der Schatten des Pylons verrät den Schauplatz…



wetter-niederrhein.de, Update

rd | 29. Mai 2018, 16:54 | 2 Kommentare

Alles gucci, aber die Luft ist so schwül wie ein Film von Francois Truffaut, der Himmel grummelt wie der Darm nach einem Döner – sichere Zeichen für Blitz und Donner in den nächsten Stunden. Passen Sie auf, lieber Leser, lassen Sie sich nicht von Jupiters Feuerpfeilen grillen!

PS. Einem Kommentator ist zu entnehmen, dass infolge einer durchtrennten Leitung der gesamte Postdeich (!!!) ohne Internet ist. Vorschlag: Umbenennung der Straße in Kein-Internet-Deich. Die Telekom ist aber offenbar unschuldig, das sollte auch mal gesagt werden.


Jürgen Marcus, 1948-2018: Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

rd | 29. Mai 2018, 13:53 | 3 Kommentare

Ich weiß noch, dass Jürgen Marcus den Samstagabendfrieden in unserer Familie vor eine Herausforderung stellte. Meinem Vater war sein Auftreten nicht geheuer, womöglich hing das mit seiner zumindest durchscheinenden, aber Anfang der 70-er Jahre nicht öffentlich gemachten Homosexualität zusammen, und so bevorzugten wir insgesamt den deutlich erdigeren Tony Marschall („Heute hau’n wir auf die Pauke“), was aber in den Fällen, in denen Jürgen Marcus in der ZDF-Hitparade vor Marschall landete, schwere Krisen auslöste, in denen mein Bruder und ich insgesamt anzweifelten, dass es in dieser Welt mit rechten Dingen zugeht. Der Musikgeschmack ändert sich, man verliert die Helden und Antihelden seiner Jugend aus den Augen, und irgendwann erfährt man, dass der Schlagersänger sich zu seiner Homosexualität bekennt, dass er an der fatalen Lungenkrankheit COPD leidet und nun, wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag, nach langem Siechtum in München gestorben ist. Man erfährt, dass er im Nachkriegsdeutschland in Herne geboren ist, dass er eine Lehre zum Schlosser absolvierte. Nebenbei reussierte er in Beatbands, und man kann sich vorstellen, dass der Weg auf die Bühne weit verlockender war als der zur Werkbank. Sein Lied „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ die Generation der heute ca. 50-Jährigen noch bis ins Grab begleiten.

(Wenn ich noch einen schönen Nachruf finde, werde ich ihn verlinken. Und da ist er, aus der geschätzten taz natürlich:)

„… wie ein neues Leben“