Corona: Dann testen wir mal eben gut 100 Kontaktpersonen in Geldern

rd | 29. Juli 2020, 13:21 | keine Kommentare
Eine Feier, 100 Kontaktpersonen

Droht da die nächste Corona-Keule im Kreis Kleve? Soeben teilte die Kreisverwaltung mit, dass gut hundert (!) Personen, die in Geldern auf einer Feier mit einem Infizierten in Kontakt gekommen waren, auf das Virus getestet werden. Details zu der Feier würden aus Datenschutzgründen nicht mitgeteilt, so die Kreisverwaltung. Kreis-Sprecherin Ruth Keuken: „Zahlreiche Gelderner Bürgerinnen und Bürger werden am heutigen Mittwoch, 29. Juli 2020, durch das Gesundheitsamt des Kreises Kleve auf das Corona-Virus getestet. Sie alle hatten vor wenigen Tagen an einer großen privaten Festveranstaltung teilgenommen, die außerhalb des Kreises Kleve stattgefunden hat. Ein weiterer Gast hatte nun als Corona-Indexfall von seiner Teilnahme an diesem Fest berichtet. Seit Dienstagnachmittag ermittelt die Stadt Geldern in enger Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve mit Hochdruck die Kontaktpersonen des erkrankten Gastes. Bislang wurden über 100 Kontaktpersonen ermittelt. Zwei Teams des Gesundheitsamtes testen heute diese Personen, die bereits unter Quarantäne stehen. Die Kontaktpersonenermittlung weiterer Gäste läuft noch. Alle Kontaktpersonen werden getestet.“



Wer ist Rolf Janßen, was will er? Neue Gesprächsrunde heute in der Bahnhofshalle

rd | 28. Juli 2020, 11:46 | 83 Kommentare
Bürgermeisterkandidat Rolf Janßen vor mittelständischer Kulisse (Foto: Grüne/Gottfried Evers)

Fünf Männer wollen eine Frau beerben, die jedoch denkt gar nicht daran, sich beerben zu lassen: Das ist die Situation in Kleve rund sieben Wochen vor der Bürgermeisterwahl. Sonja Northing, 2015 mit einer überwältigenden Mehrheit (knapp zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler votierten für sie) ins Amt gewählt, tritt wieder an, und gleich fünf Männer glauben, die Sache besser machen zu können und haben ihren Hut deshalb ebenfalls in den Ring geworfen (um mal eine der mieseren Lokaljournalismusmetaphern zu verwenden): Michael Kumbrink (parteilos), Daniel Rütter (FDP), Udo Weinrich (Offene Klever), Wolfgang Gebing (CDU) und Rolf Janßen (parteilos, von den Grünen unterstützt).

Man muss nun kein intimer Kenner der Kleve Politik sein, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die drei Erstgenannten, obwohl sie sich in der Ratsarbeit oder als Strippenzieher einige Verdienste erworben haben, eher die Außenseiter im Rennen sind. Wahrscheinlicher erscheint es, dass von den drei anderen Kandidaten zwei in die Stichwahl ziehen und am Ende der Wähler zwischen Northing oder Gebing, Northing oder Janßen oder Gebing oder Janßen zu entscheiden hat.

Der große Unbekannte dabei ist Rolf Janßen, aus Zyfflich stammend, ehemaliger Chef der Umweltbetriebe der Stadt Kleve, kurz in Karlsruhe und nun Geschäftsführer der Kreis Klever Abfallwirtschaft GmbH. Anders als Northing, die kennen zu lernen der Klever in den vergangenen fünf Jahren reichlich Gelegenheit hatte, und Gebing, der im Grunde schon immer da war, war Janßen bisher in Kleve wenig präsent.

Das ändert sich nun im Wahlkampf, und heute nun haben die Klever Bürger eine gute Gelegenheit, den Kandidaten näher in Augenschein zu nehmen (soweit die Corona-Regeln das zulassen). Um 19 Uhr lädt Bürgermeisterkandidat Rolf Janßen (parteilos) interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, mit ihm über Wirtschaft und Umweltschutz zu diskutieren. Als Experten anwesend sind Joachim Beckers, Chef des gleichnamigen Klever Elektrounternehmens, Helmut Poen, Geschäftsführer der Pietsch Rohstoffe GmbH sowie William Megill, Bionikprofessor an der Hochschule Rhein-Waal. Die Gesprächsrunde findet in der Bahnhofshalle Kleve statt.

Selbst ist der Mann: Großreinemachen in der Bahnhofshalle (Foto: Screenshot Instagram-Story)

Nach der Auftaktveranstaltung Ende Juni (Thema Innenstadtgestaltung und
Einzelhandelsförderung) ist dies nun die zweite Veranstaltung dieses Formats. Die bekannten coronabedingten Abstands- und Hygieneregelungen sind einzuhalten. Besucher werden gebeten, Schutzmasken mitzubringen und sich in die bereitgelegten Liste einzutragen.



Corona-Update

rd | 27. Juli 2020, 15:57 | keine Kommentare
Heute mal leicht schräg fotografiert: 6 Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve


Boulderhalle Kliff: Der Expertentest – 👍

Marek Daute | 27. Juli 2020, 12:35 | 1 Kommentar
Abhängen von leicht bis schwer – die bunten Wände der Boulderhalle Kliff
Wer danach noch einen Tischtennisschläger halten kann…

Seit nunmehr zwei Wochen öffnen sich die Schiebetüren der Kliff Boulderhalle am Rande des Klever Industriegebiets. Bouldern (englisch boulder = Felsblock), das seinen Ursprung in den USA hatte und sich besonderer Beliebtheit bei den Studierenden erfreut, fordert eine gesunde Mischung aus Geschick, Balance und Kraft. Aber auch Familien, die einfach mal zusammen abhängen wollen, können die Familienhierarchie anhand der verschiedenfarbig gekennzeichneten Schwierigkeitsstufen neu ausbouldowern. Welche Möglichkeiten aber bietet die neue Anlage in Kleve?

Wer sich entschließt, ein paar Stunden in der Kletterhalle zu verbringen, dem sei geraten, Sportkleidung anzuziehen (Kletterschuhe zum Ausleihen kosten drei Euro), die Fingernägel frisch geschnitten zu haben, sich auf Muskelkater gefasst zu machen und nicht das Gespräch mit anderen Kletterfreudigen zu scheuen. Gerade der Austausch mit erfahrenen Boulderern ist für Neulinge in der Regel erkenntnisreich und verhindert zukünftige Abstürze.

Die Boulderetikette ist zwar nicht in Stein gemeißelt, doch auf die Frage, an welcher Route man gerade hängt, sollte nicht mit „bunt“ geantwortet werden – jeweils eine gleichfarbig markierte Ansammlung von Haltepunkten steht für eine Route, die es zu befolgen gilt. Doch die zwei Betreiber Alexander Schmitz und Philip Becker stehen stets mit Rat und Tat zur Seite und klettern im Notfall auch händchenhaltend mit dir zusammen ans Ziel. Sehr netter Service! Um eine Route erfolgreich zu beenden, sollte am letzten „Stein“ (markiert durch einen roten Streifen) eine kontrolliert stabile Position ca. drei Sekunden gehalten werden. Die Parcours in den verschiedenen Schwierigkeitsstufen sind gut konstruiert, werden allerdings von Zeit zu Zeit umgebaut, damit die künstlichen Felshänge auch Stammgästen noch neue Herausforderungen bieten.

Wenn dann nach der zweiten Runde Klettern endgültig alle Glieder erschöpft sind und die Finger an manchen Stellen schon aufreißen, liefert die gesunde Auswahl an Erfrischungsgetränken einen wohlverdienten Ausklang in den Liegestühlen außerhalb der Halle. Um den müden Muskeln Entspannung zu gönnen, stehen auf der oberen Etage diverse Sitzgelegenheiten, aber auch eine Tischtennisplatte und eine (noch überschaubare) Auswahl an Sportequipment zur freien Verfügung.

Fazit: Die Klettermöglichkeiten in der neuen Halle sind mindestens so gut wie in Nimwegen, die Preise sind absolut fair. Kliff ist eine Bereicherung für alle Klever, die lernen wollen, abzuhängen und dabei nicht abzustürzen – was einem im Leben ja immer helfen kann.