Automatende: Ingo Marks schließt Snackomore

Zu vermieten: Ladenlokal von Snackomore in der Großen Straße

Der Start war etwas ruckelig und sorgte sogar dafür, dass Fernsehsender Kamerateams nach Kleve schickten, doch dann, so schien es, hatte sich der erste (und bisher einzige) Automatenkiosk im Kernbereich der Klever Innenstadt etabliert. Snackomore versorgte seine Kundschaft zunächst rund um die Uhr und später immerhin noch zwischen 6 Uhr und 23 Uhr mit Getränken, Snacks und sonstigen Kleinteilen, außerdem hielt der Laden für ein eher jüngeres Publikum verschiedene Spielmöglichkeiten bereit. Doch zusätzlich zum Warenangebot ist in der vergangenen Woche ein neues Schild hinzugekommen: „Zu vermieten“, so schreibt der Klever Makler Magnus Losch, der sich auf Gewerbeangebote in der Innenstadt spezialisiert hat, auf einem Plakat, das rechts im Eingang hängt.

„Es stimmt“, sagt Multiunternehmer Ingo Marks, der neben Snackomore noch zwei Dutzend weitere Geschäfte betreibt, darunter zahlreiche Tabakwarenläden der Kette Tobacco & more. „Wir hören Ende des Jahres auf.“ Der Grund: „Es macht einfach keinen Spaß mehr.“ Behördenärger einerseits, aber auch Vandalismus andererseits raubten dem Unternehmer die Lust an dem Geschäft.

Der Verdruss fing für Ingo Marks schon an, als er nach den ersten Kioskgründungen in Kleve auf den fahrenden Zug aufsprang und mitten in der City ein leerstehenden Ladenlokal anmietete und darin die Automaten aufstellte. Für die Stadt Kleve handelte es sich um eine Nutzungsänderung, die sie erst einmal so nicht genehmigte. Auch die Größe des Firmenschilds an der Fassade sorgte in der Verwaltung für Unmut – die Gestaltungssatzung der Stadt Kleve erlaubte nur kleinere Tafeln. Im Januar 2024 eröffnete Marks seinen Snackomore-Kiosk, im Vertrauen darauf, dass sich der Bürokram schnell erledigen lassen.

Noch im selben Monat musste er sein Geschäft jedoch wieder schließen. Erst sprach Marks von„technischen Problemen“, dann jedoch nahm der Unternehmer kein Blatt mehr vor den Mund: „Schwachsinnige Vorgaben“ seitens der Stadtverwaltung seien der Grund, dass er seinem Gewerbe an dieser Stelle nicht nachgehen könne. So kündete es ein Aushang in der gläsernen Eingangstür – und die Fernsehteams kamen, um den rebellischen Unternehmer zu interviewen. Erst 68 Tage später konnte Snackomore, diesmal mit allen erforderlichen Dokumenten ausgestattet, wiedereröffnen.

Rund zwei Jahre später fällte Marks den Entschluss, den Laden wieder dranzugeben. „Snackomore trägt sich“, versichert er. Aber durch den verhagelten Start seien ihm neun Wochen verloren gegangen, die nicht wieder aufzuholen gewesen seien. Er habe 20.000 Euro in das Ladenlokal investiert, doch statt solche Investitionen wertzuschätzen, nehme die Verwaltung Unternehmern „jeden Elan“, so die Einschätzung von Marks.

Acht Monate können die Klever den Kiosk noch nutzen, bevor der Vorhang fällt. Links und rechts davon stehen Ladenlokale leer, auf der gegenüberliegenden Seite auch, all dies in bester Innenstadtlage. Das hat es in Kleve seit dem Wiederaufbau nach Kriegsende noch nicht gegeben. Marks selbst betreibt noch sechs weitere Geschäft in unmittelbarer Nähe: Tobacco & more (An der Münze, Fischmarkt, Kavarinerstraße), Games & more (Große Straße), Playmore (Hagsche Dtraße), Flowers & more (Stechbahn). Vor wenigen Wochen eröffnete auf der Kavarinerstraße (im Randbereich der Innenstadt, nahe des ehemaligen Sexshops) ein weiterer Automatenkiosk.

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38 Kommentare

  1. 38

    @ 36, Otto Normalverbraucher

    Klar muss sein, dass eine positive Entwicklung unwahrscheinlicher wird, wenn man nicht weiß, wo man überhaupt hin will. Dazu zählt nicht unwesentlich, dass man eine Marke Kleve aufbaut. Bereits häufig diskutiert, kann ich weder Marke noch Ziel erkennen.

    Markenarchitektur
    Marke – was bedeutet das heute? Ich persönlich habe den Eindruck, dass Marke in Kleve noch sehr klassisch gedacht wird. Da dreht sich dann sehr viel um Auftritt, Gestaltung, Thema, Logo und Marketing.

    Im Thema LAGA wird das besonders deutlich. Dort gestalten u. a. Kinder mit. Das ist an sich eine schöne Idee, die vermutlich gut gemeint ist, macht aber bereits den ersten Fehler im Marketing deutlich: Das Logo wird mit allem vollgestopft, was ihnen zu Kleve und ‚Garten‘ einfällt. Der Schwan, die Burg und die Gießkanne. Kein Vorwurf, aber machen es die Erwachsenen besser? Antwort: Nein!

    Sogar der Chatbot deutet auf den Schwan hin. „Schnatter-Schwan“ heißt es in der Kopfzeile, wenn man ihn öffnet. Schwäne schnattern nicht. Aber das nur am Rande: Der Schnatter-Schwan ist kein Teil einer modernen Markenarchitektur, sondern nur Stückwerk – wie so vieles in Kleve, meine ich.
    Ziel vor jedem Versuch einer Entwicklung muss die Erstellung einer Markenarchitektur sein. Wie wird Kleve heute erlebt, und wie soll es künftig erlebbar werden? Das ist eine wichtige Frage.

    @36, ich habe auf die Gewählten und Üblichen hingewiesen – Ironie! Denn ich meine, dass Kleve mit jenen niemals eine Markenarchitektur aufbauen kann. Innerhalb der Markenarchitektur kommt es auf Verantwortlichkeiten und Rollen an. Deren Besetzung ist vielleicht möglich, aber noch bevor die Arbeit beginnt, wird es in Kleve wahrscheinlich zu Einmischungen oder politischen Absichten kommen – und das wäre zerstörend. Oder anders: Welche Chancen wurden in Kleve durch Beton, ob in so manchen Köpfen oder in den Boden wegen Einmischung bereits für alle Zeiten verbaut? Ganz schlimm wird es, wenn eine Verwaltung zur Markenfindung etwas an „Consulting“ gibt. Wer möchte, kann viel einfacher Geld verbrennen, denn Consulting der Art macht nur dann Sinn, wenn es um den Feinschliff vorhandener Architektur geht – und erst dann dürfen Logo etc. folgen.

    Hochschulentwicklung
    Hochschulentwicklung ist nicht nur Sache der Hochschule selbst bzw. des Landes. Ich meine: Es muss Kleve (an erster Stelle) und dem Umland deutlich besser gelingen, die Entwicklung der Hochschule hin zu einem Ort bzw. zu einer Quelle für neues Gewerbe zu befördern. Hier habe ich den Eindruck, dass aktuell viel zu wenige Klever Gewerbe die Hochschule fordern. Ich meine das Handwerk oder den Einzelhandel, denn beides wird in Kleve – vielleicht eine Überraschung – nicht in einem oder drei Jahren, aber in fünf oder maximal zehn Jahren wahrscheinlich essenziell werden.

    Denn die vergleichsweise hohe Zahl an Arbeitsplätzen im Gesundheitswesen in Kleve wird trotz des steigenden Bedarfs, zum Beispiel in der Pflege, höchstens stabil bleiben, während Behörden und Verwaltungen kaum noch Neueinstellungen vornehmen. Ich rechne mit dem Verlust von mindestens 25 Prozent der Arbeitsplätze in den Jahren 2030 bis 2035, während es zuvor vielleicht nur 10 Prozent sein werden, die aus Altersgründen ausscheiden und deren Arbeit zunächst verteilt und später durch Technologien ersetzt wird. Es bleiben also nur wenige Jahre, um eine neue Struktur aufzubauen. Wo drückt der Schuh? Antwort: Dort, wo man ernsthaft mit der Übernahme von Arbeit durch KI rechnen muss. Vor der KI gibt es derzeit noch eine gewisse Schutzmauer. Der Mörtel bröckelt schon an den Stellen heraus, an denen KI relativ frei einsetzbar ist. Je komplexer jedoch die Ansprüche an die KI werden, desto eher streckt sie die Hände in die Höhe und gibt auf. Das bringt etwas an Zeit.

    Einzelhandel
    Kleve braucht das, was Jeff Amazon und KI nicht leisten können. Vorne Ladengeschäft und hinten Werkstatt. Individualisierung von Hand – ob Goldschmied, Parfüm (Trend in Paris) Schuster etc. Reparaturen werden immer wichtiger. Da reicht kein Reparatur-Café als an sich schöne Idee aus. Eine intelligente Logistik, Abholung und Lieferung innerhalb von 6 Stunden, an der sich viele Gewerbe beteiligen, wäre ein nächster Schritt. Vielleicht kann Politik die Müllgebühren erhöhen, um Lieferungen ohne Papier, Pappe oder Plastik zu fördern? Weniger Müll und Einkauf vor Ort. Denn der neue oder reparierte Schuh muss doch nicht unbedingt im Karton kommen, oder doch?

    Wer Popup-Stores will, muss sie auch wirklich wollen, aber sich die Frage stellen, wer denn dort „aufpoppen“ kann oder will. Die gute Nachricht: Kleve ist ideal für alle Gewerbe/Unternehmen, die in Grenznähe den möglichen Kunden aus NL ohne sofortigen Schritt ins fremde Land kennenlernen und verstehen wollen. Ohne dieses Argument würde ich das Thema Popup-Stores nicht ernst nehmen, denn aus Kleve und Hochschule heraus wird das Interesse für solche temporären Einrichtungen vermutlich gering sein. Bedeutet allerdings: Frau Rohde sollte dann viele Messen besuchen, werben.

    Nur drei von 10 Punkten.

  2. 36

    @35. Konfuzius a.D.

    „Kleve sollte ganz neue Wege gehen. Diese hier zu skizzieren, bringt aber nichts. Denn letztendlich entscheiden wieder die Gewählten und Üblichen.”

    Letzteres ist natürlich wahr, aber der zweite Satz war noch nie ein Argument im Kleveblog oder anderswo nicht über etwas zu diskutieren was Kleve angeht.

  3. 35

    @ 34

    Laut NRZ hat der Rat das Thema Leerstand diskutiert. Kleve sollte ganz neue Wege gehen. Diese hier zu skizzieren, bringt aber nichts. Denn letztendlich entscheiden wieder die Gewählten und Üblichen.

  4. 34

    @11. Konfuzius a.D.

    Welche Entwicklung sollte Kleve Ihrer Meinung nach nehmen?

  5. 33

    Was war eigentlich ind iesem Ladenlokal vor-sagen wir mal- 45 Jahren drinne? Als man noch mit dem Auto durch die Grosse Strasse fahren konnte?

    Weiss das jemand?

  6. 32

    Lieber einen &more-Laden als gar keinen Laden. Aber die Tatsache, dass jemand 20 Läden im Umkreis hat, heißt nicht, dass man sich nicht an Vorgaben halten muss. Bei jedem Gang durch die Stadt empfinde ich das grelle Ladenschild von Snackomore als Beleidung für mein ästhetisches Empfinden, den links davon liegenden Barbershop natürlich ebenfalls. Als die Eisdiele am Fischmarkt ein grell blinkendes Eishörnchen installierte, musste das wieder entfernt werden. Es wurde auch entfernt und seitdem gehe ich da gern Eis essen. Eine Gestaltungssatzung hat schon ihre Berechtigung und führt letztlich dazu, die Attraktivität einer Innenstadt zu erhöhen. Insofern bin ich froh, dass der hässliche Automatenladen verschwindet, ich hätte ihn niemals besucht. Dass dort nun wieder ein Leerstand entsteht, ist bedauerlich und wird sich hoffentlich bald wieder ändern.

  7. 31

    @29.
    Wahrscheinlich Missverständniss ….
    Man kann nicht alles verallgemeinern .
    Besser wäre es, zu unterscheiden, um welche Branche, Größe und gewünschtes Sortiment, es sich handeln soll.
    Eine klare Definition der Zielgruppe und des Produktangebotes ist entscheidend.
    Der kleine Einzelhandel kann u.a. mit haptischem Einkauf, persönlicher Fachberatung, Vertrauen und Bindung, und mit verschiedenen, zusätzlichen, seriösen Serviceangeboten (bitte nichts Essbares oder Getränke!), punkten.
    (Der Kunde ist König)
    Durch z.B. „just-in-time“ (JIT), saisonale Ware, Abrufverträge für Bedarfsfall, Kommissionsware für unregelmäßig abgefragte Ware, oder bei Bedarf sofort verfügbar, Sortimentsoptimierung (ABC-Analyse), Pull-Prinzip statt Push-Prinzip, usw., werden teure Lager (für Ladenhüter) für kleine Einzelhändler überflüssig.
    Sehr wahrscheinlich sind die hohen Geschäftsmieten, u.a. die zusätzlichen Parkgebühren für Einkaufswillige, ausschlaggebend für neue kleine Einzelhändler und kleine handwerkliche Betriebe in der Fußgängerzone, für oder gegen eine Existenzgründung.
    Aber ich bleibe für mich dabei, die optischen und informellen Schaufensterdekorationen, lassen mit den großen Zeitfenstern für Entdeckung von Neuigkeiten, zu wünschen übrig …….

  8. 30

    Was da wohl aus dem Fernen Osten in (…..) gesetzt wurde.
    Bei der Qualität der Kommentare des Verfassers sonst doch wohl noch am Ende die ……

  9. 29

    @26 Der stationäre Handel kann leider oft nicht mit den Internetangeboten konkurrieren. Warum, ist klar. Für den Internethandel braucht man statt Geschäft nur ein gut organisiertes Lager, irgendwo.

    Auf der andern Seite ist Lager für die Einzelhändler in der City teuer.

    Was die einheitlichen Ladenöffnungszeiten, stimme ich zu. Bei der Dekoration geben sich schon viele Mühe, aber da geht oft noch mehr.

    Die meisten sind doch einfach anzulocken (Stichwort Primärbedürfnisse): Wird in einem Laden etwas kleines Essbares oder ein Getränk angeboten, kommen die meisten eher wieder und kaufen wahrscheinlich auch eher. Das ist auch für die Ladeninhaber preiswerter als manche teure Werbekampagne.

  10. 28

    Ich verstehe es nicht und muss es auch nicht verstehen das ein Unternehmer eine Idee hat ein wenig mehr zu investieren und damit zumindest einen kleinen Leerstand in der City auszufüllen . Wenn es Leute gibt die an Tankstellen keinen Tabak oder Alkohol bekommen und ihn dann in solchen Kiosken bekommen können oder auch andere Waren dafür auch natürlich mehr bezahlen müssen und dann noch gefrustet sind das zu bezahlen und dann auch noch den Laden zerstören würde Ich auch aufgeben . Wer soll das denn bezahlen ? Wenn Ihr nicht den Mut habt sowas zu machen dann äußert euch nicht über solche Sachen. Es gibt genug Blödsinn worüber diskutiert wird 🙋‍♂️

  11. 26

    Es ist doch mittlerweile sehr erfreulich, wenn sich Kunden auf den Weg in ein Einzelhandelsgeschäft machen, mit der Absicht, ein Produkt zu erwerben.
    Es liegt doch dann eventuell am Angebot, an der persönlichen Beratungs- und Verkaufsstrategie, wenn die vermeintliche Kundschaft dann wieder das Geschäft, ohne eingekaufte Ware verlässt, um online einzukaufen.
    Könnte man sich eventuell vorstellen, sich Gedanken darüber zu machen, welche nachhaltigen Vorteile man im Einzelhandel für die Kundschaft gegenüber des onlinehandels, anbieten könnte?
    Es wäre auch sehr hilfreich, wenn es einheitliche Ladenöffnungszeiten im Klever Einzelhandel geben würde.
    Ein Schaufensterbummel, wie man ihn vor Jahren kannte, um regelmäßig, interessant dekorierte, Neuigkeiten zu entdecken, ist für einen Einkauf, auch nicht mehr einladend.

  12. 25

    @21 Schön, dass Sie die anfallenden Betriebskosten so anschaulich erläutert haben. War aber gar nicht notwendig.

    „Und dann wünschen Sie sich, daß da noch xx.xxx24/24 Personal anwesend ist ?“

    Nein, natürlich nicht in Automatenläden. 😂😂😂

    Ingo Marks hat ja nun einige Läden mit Menschen drin. Solche Läden sind gemeint.

  13. 24

    Grundsätzlich muss man doch sagen, dass jeder Versuch, „Leben“ in die zahlreichen Leerstände zu bekommen, herzlich zu begrüßen ist. Nicht jede Idee ist auch gleich ein Erfolg, aber zumindest war Engagement zu sehen.
    Man könnte sagen: Lieber mehrere mutige Anläufe als Stillstand.

  14. 23

    @22. Zorro
    Wirklich tragisch, die Mittelschicht hat maßgeblich dazu beigetragen, dass im Onlinehandel Unternehmen wie A… groß und in der Welt mächtig geworden sind und sich inhabergeführte Geschäfte nicht mehr halten können und die Innenstädte veröden. Alle haben mehr oder weniger diese Entwicklung ermöglicht deren Früchte sich in den USA und auch bei den hiesigen Wahlergebnissen zeigen. Die Mittelschicht wird immer kleiner. Die einen rutschen ab, andere haben es nach oben geschafft.
    Wenn die letzte Apotheke in Kleve schließt, fällt dann auch auf, was die Menschen an einer Nahversorgung hatten. Expressversand ist eben nicht dasselbe wie etwas sofort kaufen können.

  15. 22

    Andersrum…wird der „Mittelstand“ bei den angedachten Maßnahmen der Regierung, welche mehrheitlich den Geldbeutel der Mittelschicht belasten werden/sollen, sowieso nicht mehr in die Stadt gehen können um sich irgendwelche Softdrinks zu kaufen…Die angedachten „Reformen“ gehen in die falsche Richtung (meine Meinung) – der Normalo – Bürger wird/soll „geschröpft“ werden

    Von daher ist es mir bald egal wie die Läden aussehen, da ich mir eh nur noch die Energie leisten kann, zur Arbeit zu gehen…das war`s dann

  16. 21

    @19. Das ost ja gerade die Krux, diese Läden sind ja nicht, um Bedarf zu decken. Das Sortiment ist quasi nebensächlich, der Akt des Shoppens, sich was zwischen die Kiemen Stopfen scheint der Hauptgrund, weshalb Leute da hingehen. Ich hatte mal Gelegenheit, den Shop ggü. von der Arbeitsgentur eine ganze Nacht zu beobachtwen. Vielleicht war da eine untypisch verlaufende Nacht, obwohl, das kann ich mir schwerlich vorstellen, ich zweifele schwer daran.ob in der Nacht uberhaupt EK der paar gezogenen Artikel, Energiekosten und technischer Overhead Versicherungen, Reinigungskosten , Steuern und Abgaben, und das Fahrzeug, das man ja haban muß, um Verkauftes wieder nachzufüllen, eingespielt wurden. Dann habe ich es gar nicht über Ladenmiete, Reinigung, Personalkosten ,um die Anlage überhaupt am drexxxgxhen zu halten.
    U.nd dann wünschen Sie sich, daß da noch xx.xxx24/24 Personal anwesend ist ?
    Ich vermute, daß die 9 Wochen, die Marks auf seine Genehmigungen gewartet hat, noch die Wochen mit den Geringsten Verlusten gewesdn sein könnten.
    Ich glaube, Horgeräteakustikrr, Optiker, Apotheken, Ärzteund noch ein paar andere Branchen sind künftig die Einzigen, die in der Cities noch Existenzberechtigung haben, Alles Andere findet sich in Zentren wie dem EOC , Sack- Gelände oder Aldi-Lidl, Kaufland etc wieder.Die City bleibt zunehmend leer, mit allen Folgen die das mit sich bringt.

  17. 20

    „Kleve Ihre Einkaufstadt“ ! 😔 Der/die ein oder andere wird sich a.d. Slogan erinnern. Kleine familiäre Fachgeschäfte mit Historie ,Personal das ihre Waren kannte, wussten das die vorliegende Herren Unterhose mit Eingriff aus Oberägyptischer ( 40 mm Faserlänge ) Maco Baumwolle war .😳 😁 Das und so vieles andere ( sprengt den Rahmen) war die feine Würze einer lange vergangenen
    Konsum Zeit als Einkaufen noch ein Stück ,heute sicher beneidenswerte ,gepflegte Klever Lebensqualität war . 🤔 😎

  18. 19

    Ingo Marks kann gerne weitere Läden in Kleve eröffnen, aber bitte mit Menschen drin.

  19. 18

    @15 Vielleicht eher so: Keiner will mehr den ganzen Tag im Laden stehen und mitkriegen, wie Kunden sich umsehen, beraten lassen und dann im Internet bestellen.

  20. 17

    @6 Kaugummiautomaten sind super. Und bitte genügend anderes Kleinzeug drin als nur Kaugummi.

    Ist aber was völlig Anderes als ganze Läden mit Automaten.

  21. 15

    Kein Wunder, dass bei so viel Meckerei in Kleve, niemand mehr Lust hat, ein Geschäft, in der eigentlich eingeschlafenen „Innenstadt“, zu betreiben…… das ist sehr gut nachzuvollziehen.

  22. 14

    @9 Klever Kind

    „Ingo Marks hat keinen Spaß mehr an seinem Automatenkiosk, u. a. wegen Vandalismus. Was hat er denn gedacht, welches Publikum er mit so einem Laden anzieht?“

    Das ist eine fragwürdige Logik. Vandalismus als zwangsläufige Folge eines Geschäftskonzepts darzustellen, verschiebt die Schuldfrage vom Täter auf das Opfer.

    Victim Blaming: Die Aussage „Was hat er erwartet?“ ist eine klassische Täter-Opfer-Umkehr. Sie legitimiert Sachbeschädigung damit, dass das Angebot (Alkohol, Snacks, Tabak) oder die Form des Verkaufs angeblich ein „schwieriges“ Klientel provoziere.

    Vandalismus ist also kein Gradmesser für die Qualität einer Geschäftsidee, sondern ein unternehmerisches Risiko, das durch mangelnden Respekt vor fremdem Eigentum befeuert wird.

  23. 13

    @10

    Ein Musikkritiker muss doch auch nicht besser Klavier spielen können als Lang-Lang um zu kritisieren.

    Wenn Sie die ‚Meckerei‘ nicht hören wollen, dann rufen Sie diese Seite hier doch einfach gar nicht auf.
    Zum Inhalt: Ich seh das genauso wie 9.

  24. 12

    @10 Warum denn gleich immer so angriffslustig ? Man darf hier doch noch seine Meinung äußern, die ich übrigens teile: solche Geschäfte bereichern die Innenstadt nicht wirklich…

  25. 11

    […]

    Zum Leerstand:
    Vieles lässt sich lösen, dazu sind allerdings andere Akteure notwendig. Das Problem in dieser Stadt, wohl auch gültig für viele andere Städte im Land, scheint mir folgendes zu sein: Es sind oft die gleichen Akteure, die sich seit Jahren an eingerostete Strukturen klammern, obwohl diese für andere längst nicht mehr relevant sind. Und überall der Einfluss von Laienpolitik. Wirtschaftsförderungen reisen mit Themen umher, die sie aus meiner Sicht nur aufwerfen, um noch irgendwie aufzufallen. Buzzwords: Digitalisierung, KI, Zettelwirtschaft. Angebliche Marketingspezialisten greifen Bekanntes auf, ohne wirklich Neues zu wagen – oder wagen zu dürfen. Auf der anderen Seite das hohe Anspruchsdenken der (vermutlich allermeisten) Konsumenten. Man möchte schreien: Nichts gelernt?

    Jammern zu Themen wie Bürokratie & Kosten hilft nicht, wenn eh keine Problemlöser aktiv werden.

    Wie ist das in Kleve?

    Ach ja: Der Automaten-Hype dürfte verzehrt sein.

  26. 10

    @9.
    …. immerhin besser, als Leerstand …..

    Dann eröffnen Sie doch selber ein „wertvolles Geschäft“ in der Klever „Innenstadt“!
    Dieses Rumgemeckere ist einfach nur noch nervig!

  27. 9

    Ingo Marks hat keinen Spaß mehr an seinem Automatenkiosk, u. a. wegen Vandalismus. Was hat er denn gedacht, welches Publikum er mit so einem Laden anzieht?
    Ich bin nicht traurig drum wenn der Automatenkiosk weg ist. Solche „Geschäfte“ haben keinen Wert für die Klever Innenstadt. Ganz im Gegenteil.

  28. 8

    …für die Jüngeren in der Work-live-Balance unter uns, Bäckerei Stertkamp gab’s früher, Anfang der 60iger Jahre auf der Stechbahn, gegenüber der Kleinen Kirche, auf unserem Weg zur Luther-Schule…

  29. 6

    Furchtbar, früher gab es auch an jeder Ecke Kaugummiautomaten……mein Gott die Welt geht unter

  30. 5

    @4 einfach n bisschen mehr Arbeiten! Wo soll denn sonst der Wohlstand (für uns Reiche) herkommen? Und wehe Du bist mal krank!

    GaLiGrü F.M.

  31. 4

    Kahlschlag/Leerstand…den Kopf braucht man demnächst nur noch zum Haare schneiden und telefonieren/surfen und inhalieren (also Friseur/Handyshop/Tabakshop)…der Rest geht für Energie,Drogerie und Essen drauf – vom Gehalt bleibt null…für irgendein Hobby oder Urlaub ganz zu schweigen.

    So sehe ich das

    Die Welt wird zerbombt/zerrüttelt/ausgepumpt/…Kriege wohin das Auge blickt. Damit verbunden Flucht,Krisen,Not,Hunger, Energiemangel,Klima…

    Irgendwie kommt es nahe an „Mad Max“ (End-Zeit-Flim) ran…

    Und nicht nur Kleve Stadt ist leer…lebloser geworden
    Man muss den Blick erweitern…von der Stadt auf die gesamte Geopolitik weltweit…und da wird es politisch…alles, ja alles hängt zusammen und es wird nicht besser, nein…

  32. 2

    Gut, dass der Inhaber nicht mehr so viel Spaß an diesem Automatiek, wie die Holländer sagen, hat. Sonst wären es nachher noch mehr geworden.

    Seelenlose Automatikläden sind das letzte, was die Klever City braucht.

  33. 1

    Ich verstehe überhaupt nicht nicht wer da überteuert einkauft.
    Snackomore 6-23 Uhr. Brüggemeyer 6-22h, kaufland 7-22h. (Früher mal sogar 24h)

    (Und dann noch die durchgehend geöffneten Tankstellen.)

    Wer geht im ungefähr gleichen Zeitfenstern ein geringers Sortiment an gleichen Waren für mehr Geld einkaufen?

    Wenn Kavarinerstr, dann lieber frische Brötchen schon um um 5h bei Heicks. 🙂

    (Vermisse trotzdem die Stadtbäckerei Timemrmanns. Und die vielen anderen. Wann schloss eigentlich die Bäckerei Stertkamp?)