Seerosen aus KaLi, Mohnblumen aus Kellen, Gerstengrannen unbekannter Provenienz

rd | 01. Juni 2020, 18:33 | 2 Kommentare
It’s a strange world: Seerosen in Kamp-Lintfort (Landesgartenschau) (Foto: Joachim Schäfer)
Mohnblumen in einem Gerstenfeld: Könnte von Monet sein, ist aber auch von: Joachim Schäfer

Schon im Sachkundeunterricht der Grundschule lernte man die Getreidesorten zu unterscheiden: Die Gerste hatte die längsten Grannen, was sich übrigens vom althochdeutschen grana (Barthaar) ableitet, falls es jemanden interessiert. Auf Platz 2 war der Weizen, auf Platz 3 der Roggen, und der Hafer fiel ganz raus, weil der sich von anderen Getreidearten in der Form des Fruchtstandes unterscheidet, der als Rispe und nicht als Ähre ausgebildet ist. Das zeigt, dass er in der Systematik weit entfernt von anderen Getreidearten steht. (Foto: Joachim Schäfer)


Corona aktuell: Hausbesuche in Sammelunterkünften, 4 neue Fälle, Kurve geht nach oben

rd | 01. Juni 2020, 18:25 | 1 Kommentar
Nicht gut: Deutlicher Aufwärtstrend

Aktuelles aus dem Kreishaus: „Am Pfingstwochenende wurden sowohl in Goch als auch in Emmerich am Rhein zahlreiche Leiharbeiter in Sammelunterkünften, die in der niederländischen Fleischindustrie tätig sind, auf COVID-19 getestet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Ergebnisse lägen noch nicht vor. Die Maßnahmen seien in Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf erfolgt. Diese Testungen werden, so Landrat Wolfgang Spreen, möglicherweise tausende Menschen betreffen. Der Landrat hatte das Land Nordrhein-Westfalen über den Krisenstab der Bezirksregierung um personelle Unterstützung für die Kontrollen dieser Sammelunterkünfte gebeten. Diese Unterstützung wurde nun durch das Land NRW gewährt.

Ursprünglich sollten zwei externe Teams für Testungen am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag zur Verfügung stehen. Diese Testungen wurden durch das Gesundheitsamt des Kreises Kleve in kürzester Zeit vorbereitet. Schlussendlich standen die beiden Teams der Stadt Krefeld zu je drei Personen zunächst nur am Pfingstsonntag zur Verfügung. Aufgrund der bereits erfolgten Vorbereitungen übernahmen dann kurzfristig zwei mobile Probenentnahme-Teams des Kreises Kleve die Testungen am Pfingstmontag.

Am Pfingstsonntag wurden die Probenentnahmen in allen priorisierten Sammelunterkünften in Goch abgeschlossen. Hierbei handelt es sich um Unterkünfte mit Indexfällen und Sammelunterkünfte von Leiharbeitern, die in der niederländischen Fleischindustrie tätig sind. Am Pfingstmontag waren die beiden Teams des Kreises Kleve zur Testung der Leiharbeiter in Emmerich am Rhein unterwegs. „Ich danke insbesondere den beiden Helfer-Teams aus Krefeld sowie den freiwilligen Helfern aus dem Kreisgebiet vom Deutschen Roten Kreuz, vom Malteser Hilfsdienst und von der Johanniter-Unfall-Hilfe für die kurzfristige Bereitschaft, den Kreis Kleve erneut zu unterstützen“, so Landrat Spreen.

Die amtliche Corona-Statistik, die am Samstag und Sonntag ausgeblieben war, lieferte für den Montag nun eine Gesamtzahl von 709 Fällen, in den vergangenen sieben Tagen gab es (wegen der positiv getesteten Leiharbeiter (v. a.) aus Emmerich) 55 neue Fälle, also rund doppelt so viel wie in den Wochen zuvor. Die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner, die als Indikator für die Wiedereinführung der Einschränkungen gilt, beträgt aktuell 17,7 und ist damit glücklicherweise immer noch weit vom Grenzwert 50 entfernt.

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve



Pf(ingstf)oto

rd | 01. Juni 2020, 13:59 | 2 Kommentare
Ein durchaus rätselhaftes Bild, bis dann der Groschen fällt… (Foto: Der Kalkarer)

Lieber Leser, die Redaktion wünscht frohe Pfingsttage und wird dir die restlichen Stunden des Festes mit einigen schönen Aufnahmen aus den Werkstätten unserer geschätzten Lichtbildner versüßen. In den kommenden Tagen nehmen wir auch die Produktion von ganzen und halben Sätzen wieder auf, und vielleicht fangen wir tatsächlich am besten an mit der als „Ordnung zur Kompensation der Folgen der Coronavirus SARS-CoV-2-Epidemie für Studium und Lehre an der Hochschule Rhein-Waal“ titulierten amtlichen Bekanntmachung 11/2020  der HSRW, über die in den Kommentaren schon einiges zu lesen ist, und die – Corona hin, Corona her – ein in der deutschen Hochschullandschaft vermutlich einmaliges Dokument ist.


Corona: 16 neue Fälle, 11 davon Leiharbeiter

rd | 29. Mai 2020, 21:09 | 2 Kommentare
Nicht kaputtzukriegen: Coronavirus

Nach 16 neuen festgestellten Infektionen ist die Zahl der insgesamt vom Coronavirus befallenen Menschen im Kreis Kleve auf 705 gestiegen – ein Zusammenhang mit den am Mittwoch bekannt gewordenen Fällen erkrankter Leiharbeiter aus Osteuropa, die in niederländischen Schlachthöfen arbeiten, liegt auf der Hand. Elf der Neuinfizierten sind laut Kreis Kleve als Zeitarbeiter erfasst. Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen, die sich zuletzt auf etwa 30 eingependelt hatte, ist auf 58 hochgeschnellt. Die Gesamtzahl der in der Stadt Kleve festgestellten Erkrankungen mit dem Coronavirus beträgt 94.

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

Gestern vermeldete der Kreis Kleve einen deutlichen Anstieg der Sozialhilfeempfänger (heute wird von Bedarfsgemeinschaften gesprochen). Hier der Text der Pressemeldung:

Die Zahl der Menschen, die im Kreis Kleve auf SGB-II-Leistungen angewiesen sind, ist im Mai deutlich gestiegen. Wies die April-Statistik noch ein Plus von 67 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) gegenüber dem Monat März aus, so verzeichnete das Jobcenter Kreis Kleve im Mai 264 zusätzliche BG. In den insgesamt 8.094 Bedarfsgemeinschaften leben 14.778 Menschen, davon 10.850 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den verbleibenden 3.928 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. „Gut zwei Monate nach Beginn der Corona-Pandemie sind die Folgen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt deutlich sichtbar“, so Landrat Wolfgang Spreen. „Wie lange und in welchem Umfang sie sich auf die SGB-II-Zahlen im Kreis Kleve auswirkt, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.“ Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im Januar 2020 konnten 160 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Weitere 84 Menschen arbeiten nun in einem Minijob.