35,8°… 35,3°… 33°… 27,5°… 26°… 24°… 22,5°… 24,1°… 33,5°… 34,1°… 30,5°… 27,8° 31,5°… 34… 23,3°… 26,9°… 33,2°

rd | 08. August 2020, 14:04 | 2 Kommentare
Glut in 151,677 Millionen Kilometer Entfernung und hier auch.
Cyberkühlung für Geplagte

Was ein Wochenende! Hubert Reyers (wetter-niederrhein.de):„Meteorologen haben mal weit in die Vergangenheit zurückgeschaut: Die aktuelle Dürre am Niederrhein, die nun schon drei Jahre andauert, ist für die Böden und die Vegetation die extremste Trockenheit seit mindestens 1766.“

(Quelle für die Temperaturen: buienradar.nl, Stand Dienstag, 12:04 Uhr)



1000 Arbeitsplätze, jetzt ist Ulrike Ulrich dran

rd | 07. August 2020, 12:07 | 64 Kommentare

Dass der Flughafen Weeze tausend Arbeitsplätze geschaffen hat, ist das Mantra, das die CDU vor sich her trägt, um die nicht enden wollende Serie von Millionenzuschüssen für das gescheiterte „Leuchtturmprojekt“ des Kreises Kleve zu rechtfertigen. Und, auch wenn das Wochenende vielleicht zu schön ist, um sich mit den Wortschwällen zu beschäftigen, mit denen die Wähler in die Irre geführt werden sollen, müssen wir uns an dieser Stelle dem großen Abschiedsinterview widmen, das die scheidenden Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag, Ulrike Ulrich, dem neuen Lokalchef der Rheinischen Post, Ludwig Krause (herzlich willkommen zurück!), gegeben hat, denn da wird das Märchen von tausend Arbeitsplätzen unverdrossen weiter zum Besten gegeben – oder sogar noch gesteigert, denn nun sind es sogar fast schon 7047 Mitarbeiter! Großes Kino!

Das Wort hat also Ulrike Ulrich (in Klammern kleveblog-Erläuterungen dazu): „Nach den aktuellen Zahlen der zuständigen Agentur für Arbeit ungefähr 1000. (Zuständig ist die Agentur für Arbeit in Wesel. Dort hat kleveblog nachgefragt. Eine solche Aufstellung ist dort nicht bekannt. Und selbst, wenn es sie gäbe, dürfte sie aus Gründen des Datenschutzes nicht nach außen gegeben werden. 5 Pinocchios auf einer Skala von 1-5!) Direkt angestellt am Flughafen sind 82. (So steht es zumindest im Geschäftsbericht des Flughafens, was aber nichts darüber sagt, wie vielen Vollzeitstellen das entspricht. 0 Pinocchios!) Hinzu kommen die Flugbegleiter, die Piloten, der Sicherheitsdienst, die Reinigung, die Mitarbeiter der Tankanlagen, das sind dann noch einmal rund 800. (Der Reihe nach: Die Piloten sind in Malta angestellt, tragen also zum deutschen Sozialversicherungssystem nichts bei. Die Flugbegleiter arbeiten unter prekären Bedingungen (bezahlt werden nur die reinen Flugstunden), selbst wenn man pro in Weeze stationierter Maschine 5 Flugbegleiter rechnet, sind wir dann jetzt erst bei 25. Der Sicherheitsdienst kann bei sechs oder sieben Starts pro Tag auch nicht in Vollzeit gerechnet werden, außerdem absolvieren viele der Mitarbeiter eine (vom Arbeitsamt subventionierte Ausbildung). Wir sind großzügig: 20. Summe 45. Das heißt, im Bereich der Reinigung und Tankanlagen müssten noch einmal 755 Mitarbeiter beschäftigt sein, um auf die Zahl von „rund 800“ zu kommen. 5 Pinocchios!) Und dann kommen noch 135 für die Geschäfte und die Reisebüros hinzu, so dass im Juni die Zahl bei 1000 lag. (Welche Geschäfte? Der eine Kiosk? Der völlig sinnlose Informationsstand der Kreis-Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft? Ein paar Teilzeitbeschäftigte in Reisebüros seien zugestanden. 4 Pinocchios!) Schaut man dann beispielsweise noch auf Parookaville mit 30 Mitarbeitern und 6000 Aushilfen, sieht man die Kreise, die das zieht. (Parookaville nutzt das Gelände! Nicht den Flughafen!! Außer die paar DJs, die mit Privatjets anreisen. 5 Pinocchios!)

kleveblog meint: Der Durchschnitt von 3,6 Pinocchios zeigt: Wir haben es mit einem Paradebeispiel politischer Unverfrorenheit zu tun.



Corona constant

rd | 04. August 2020, 15:17 | 25 Kommentare

Weiterhin 923 Infektionen:

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve


Hochschule: Der Präsident spricht selbst, Pressesprecherin geht nach Kamp-Lintfort

rd | 04. August 2020, 12:01 | 7 Kommentare
Versetzt nach Kamp-Lintfort: Gabriele Stegers

(Aktualisiert) Ihr war es zu verdanken, dass die Außendarstellung der Hochschule Rhein-Waal in den vergangenen Jahren professionell geworden war. Als Marketingchefin und Pressesprecherin sorgte Gabriele Stegers seit 2017 an der HSRW dafür, dass der Schwall an verrückten Nachrichten, der in den Jahren zuvor über die Presse ergossen wurde, fokussierter floss und ein bisher nicht gekanntes Kriterium namens Relevanz Einzug hielt bei der Entscheidung, was nach draußen gegeben wurde und was nicht.

Doch erfolgreiche Arbeit führt an der HSRW nicht unbedingt dazu, dass man auf seinem Posten bleiben kann, und so verlässt nun Gabriele Stegers die Stabsstelle Kommunikation und Marketing. Die Kommunikationsfachfrau, die vom Hochtief-Konzern an die Hochschule gewechselt war, geht zur Fakultät Kommunikation und Umwelt nach Kamp-Lintfort. Das teilte der Präsident der Hochschule Rhein-Waal, Dr. Oliver Locker-Grütjen, heute persönlich im für ihn typischen gestelzt-gespreizten Stil der Öffentlichkeit mit. Unter dem Betreff „Umstrukturierung der Stabsstelle und des Teams Kommunikation und Marketing“ versandte Locker-Grütjen die folgende Mail an die Presse:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne setze ich Sie darüber in Kenntnis, dass Frau Stegers seit dem 1.7. nicht mehr für die Pressearbeit der Hochschule Rhein-Waal im Präsidium verantwortlich ist. Frau Stegers ist in die Fakultät Kommunikation und Umwelt an den Standort Kamp-Lintfort gewechselt. Vor dem Hintergrund einer breiten Umstrukturierung der Stabstelle und des Teams Kommunikation und Marketing der Hochschule wenden Sie sich bitte, zunächst bis auf Weiteres, an mein Sekretariat oder Frau Dr. Radtke, meine Persönliche Referentin.“

kleveblog meint: Man kann vermuten, dass dieser Wechsel nicht ganz freiwillig erfolgt ist, und die Tatsache, dass die neue Aufgabe nicht einmal umrissen wird, scheint darauf hinzudeuten, dass es sich eher um eine Form der Beschäftigung handelt, die im Japanischen als 窓際族 (madogiwa zoku, Fenstergucker) bezeichnet wird. Das Wort „gerne“ ist auch nicht dem Handbuch der ordentlichen Kommunikation entnommen, und der Umstand, dass der Dank für das bisher Geleistete fehlt, spricht auch für sich – bzw. gegen das Vorhandensein von Umgangsformen an der HSRW überhaupt.