Black is beautiful? Die Geschmäcker mögen verschieden sein, aber der Neubau der Klever Filiale des dänisches Möbelhändlers Jysk am Hagebaumarkt präsentiert sich dem Betrachter als so massiver schwarzer Klotz, dass manche sich gar an den Sarkophag von Tschernobyl erinnert fühlen. Auf jeden Fall bekommt der Begriff Scandi-noir – mit dem normalerweise die düsteren Krimis aus dem hohen Norden (in der Regel mit depressiven Kommissaren bzw. Kommissarinnen, die angesichts des zynischen Verbrechertums, dem sie Einhalt gebieten möchten, gerne auch schon mal Regeln brechen und stets kurz vor dem Rauswurf stehen) bezeichnet werden – eine ganz neue Bedeutung.
Für Kleve ist die Aufwertung des Jysk-Standortes insgesamt aber eine gute Nachricht. Die Kette, vielen noch als „Dänisches Bettenlager“ ein Begriff, war am bisherigen Standort an der Albersallee beengt untergebracht. Der Autor selbst war auch Augenzeuge, wie es bei einem etwas stärkeren Regenfall durchs Dach tropfte – nicht gerade ideal für ein Möbelhaus. Insgesamt bekommt Kleve damit so eine Art kleines Ikea, was einer bestimmten Zielgruppe (zu der beispielsweise Studierende gehören) sicherlich entgegenkommen dürfte. Die Qualität der bei Jysk erhältlichen Möbel ist auch OK (Beleg: eigene Gartenmöbel). Wer auf Skandidesign steht und sich im Stile der dänischen Sachlichkeit so einrichten möchte wie die gemütskranken Kommissare aus den Filmen, wird dort verlässlich fündig.
Der neue Standort am Klever Ring dürfte allerdings die unbefriedigende Situation an der Kreuzung Flutstraße weiter verschärfen. Kürzlich erst postete Kinobetreiber Reinhard Berens, dass bei ihm regelmäßig Filmzuschauer zu spät zu Vorstellungen kommen, weil an den Kreuzungen auf dem Weg zu ihm alles drunter und drüber geht. Tatsache ist: Die fragliche Kreuzung, die jetzt auch noch die Jysk-Kunden (von denen die meisten sicher mit dem Auto kommen) aufnehmen muss, wurde konzipiert, als der Hagebaumarkt aus dem Zentrum in die Peripherie gezogen ist. Seitdem kamen noch eine Jet-Tankstelle und der Hähnchenbrater KFC hinzu. In der Verwaltung gibt es aber nach kleveblog-Informationen Pläne, das Gelände auch „von hinten“ zu erschließen, über die Fujistraße. Der Bauausschuss berät morgen dazu.
Am alten Stadort von Jysk an der Albersallee will sich offenbar der Discounter Tedi mit einer weiteren Filiale niederlassen.


Die hier beschriebene Kreuzung gehört locker zu den schlimmsten in der Kreisstadt. Wer sie aus der Flutstraße kommend von Süd nach Nord überquert wartet als Wagenlenker locker mehrere Minuten. Fußgänger drücken den Bettelknopf, warten dann oft noch länger als die Wagenlenker, und sollten besser rennen, um nicht schon auf der Mittelinsel von erneutem „Rot“ ausgebremst zu werden. Langsam gehende Behinderte benötigen für eine legale Überquerung 2 (!) Grünphasen und etliche Minuten. Folge: Fast niemand lässt sich irritieren und ignoriert die rote Ampel.
Das versetzt natürlich die vierrädrig fahrende Fraktion in Wut, die müssen kurz bremsen. Ich sehe es in meiner Kristallkugel: Irgendwann wird mitten auf der Kreuzung jemand krankenhausreif geschlagen.
Die Klever Beamten haben natürlich NULL Einfluss auf ihre Kollegen in anderen Verwaltungen, niemand kennt die. Ebenfalls kennt niemand den kurzen Dienstweg. Verwaltungsleute werden für Anwesenheit bezahlt; faxen wäre ja Arbeit.
Seufz.
[Frustrede ENDE]
Wird bestimmt lecker warm an heißen Sommertagen da drinnen im zukünftigen Bettenlager .. sorry …Jysk. Da kann man dann auch gerne etwas länger Probeliegen. Oder nimmt den 10 Euro Standventilator im Ramschbereich gleich mit.
Entweder sieht man da für die Zukunft schwarz oder man hat sich vom Klever Rathaus Style inspirieren lassen?
Ernsthaft: Ich wundere mich wie eine Kette Jysk überhaupt weiterhin expandieren kann – meiner Beobachtung kaum bis recht wenig los an Publikum, vor allem im lukrativen Schlafbereich. Aber sie sind weit verbreitet quasi überall präsent, genau wie Freßnapf.
Ich erinnere mich grade an die schwarzen Geschäfts- und Betriebsgebäude der Firma IsoNELL in Bedburg-Hau an der Bedburger Weide im Gewerbegebiet. Dort lässt sich mehr Detailarbeit in der Architektur ablesen. Gefällt mir besser als das, was ich auf dem Artikelfoto hier sehe…
Dankeschön! @10
Dagegen hat Aldi Stil
@6:
Dass die Stadt Kleve rund solche Kreuzungen wie am Landwehr immer weiter mit Baugenehmigungen u.a. für Tankstellen, Bettenlagern und Hühnerbratreaktoren dicht tackert, wird wohl auch an Straßen NRW liegen.
Passt da nicht noch mehr hin, damit man Straßen NRW um eine andere Ampelschaltung bitten kann? Ein Ampelschaltungsgebäude hätte da doch sicher noch Platz.
Was den Verkehr dort und in der Innenstadt angeht, kann man nur noch von einer Katastrophe sprechen.
Wie schön, dass zumindest die geplante Umgehungsstraße 220b den LKW und PKW Verkehr wieder in die Oberstadt führt. Da schließt sich doch der Kreis mit der Unterstadt, da freuen sich nicht nur die Anlieger zur Hauptverkehrszeit. Eine tolle weitere Wurst ist das für Kleve.
Wer ist der Investor?
@2 Günther Hoffmann Ich sehe es auch, schon ohne Pils
@7
Wenn Sie gewissenhafter wären als Sie sind, würden Sie nicht solchen Unsinn schreiben. Denn Sie würden erkennen, dass ich längst nicht unter jeden Artikel die Schleuse thematisiere, wie Sie es im Kommentarstrang zur Kaskade falsch behauptet haben. 😉
@8 hier bitte
https://www.strassen.nrw.de/de/einrichtungen-und-standorte.html
Regionalniederlassung Niederrhein
Hauptsitz Mönchengladbach
Breitenbachstr. 90
41065 Mönchengladbach
02161 409-0
kontakt.rnl.nr@strassen.nrw.de
oder
Straßenmeisterei Kleve
Am Forsthaus 10
47533 Kleve
02821 7452-0
aber die Klever werden nicht viel ausrichten können, das läuft alles über die Regionalniederlassung Niederrhein
Das ist mal so richtig Hygge!
Gibt es bei der Bundesstraßenverwaltung für solche Dinge denn eine konkrete Anlaufstelle?
Werter HPL:
noch keine Kommentar zum Thema Schleuse? Immerhin wird ja ziemlich nah am Spoykanal gebaut 😉
Für alle die sich über die Verkehrssituation aufregen, die Straßenkreuzung am alten Hotel Kleve bzw. Swertz Hagebaumarkt der Kreuzungsbereich „Am Landwehr“ „Klever Ring“ ist eine Bundesstraße, die B9 und damit hat die Stadt Kleve mit dieser Kreuzung und der Ampelschaltung rein rechtlich überhaupt nichts zu tun, sondern diese obliegt in der Hege und Pflege bei „Straßen NRW“, wie alle Bundesstraßen und Autobahnen in unserem Bundesland.
Die Stadt Kleve kann nur „Straßen NRW“ bitten ggf. die Ampelsteuerung nochmals anzupassen, diese ist aber schon 2023 schonmal, auf Grund des hohen Verkehrsaufkommen, optimiert worden, ob zum Bessern bleibt mal dahingestellt.
Thema Kreisverkehre es muss auf dafür die Fläche im Bereich einer Kreuzung vorhanden sein, denn ein Kreisverkehr benötigt immer mehr Grundfläche als eine Kreuzung.
Also nicht immer über die Stadt meckern, bürokratissche Mühlen mahlen nun mal langsam. Das hat man an der fertiggestellten Ringstraße vor 2 Jahren gesehen, dort nahm „Straßen NRW“ die alte Ampelanlage am Kreuzungsbereich Ringstraße / Stechbahn / Römer Straße erst nachdem die Umbaumaßnahme abgeschlossen war, wieder in Betrieb. Nur um dann festzustellen zu müssen das die Ampelsteurung in der Zwischenzeit so defekt war, das es keine Ersatzbauteile mehr dafür am Markt gab und die komplette Ampelanlage europaweit neu ausgeschrieben werden musste und wurde dann letztlich nach Monaten mit einem Notampelbetrieb, dann komplett samt Steuerung erneuert.
Schade das man von Anfang an nicht an diesen Kreuzungen Kreisverkehr gebaut hat. In Spanien hat jedes Kuhdorf einen Kreisverkehr. Auch wer mit dem Fahrrad hier unterwegs ist, fast unzumutbar.
Gefühlt noch schlimmer ist die Nachbar-Kreuzung am alten Hotel Kleve. Nicht bedarfsgesteuert und ich habe regelmäßig das Erlebnis, dass sie ein Hängerchen hat und bestimmt 5min nicht umschaltet.
Warum passiert da nichts…?
Ein erster wichtiger step wäre es, wenn die Ampelanlage mal anständig regeln würde. Viel zu oft stehe ich dort abends länger als 5 Minuten, teils als einiges Auto, bis ich grün habe.
Also, nach (2) 🙄 3 Pilsener Urquell 🤪 sehe da ein besch…. 🤫 schlechtes Plagiat der Kaaba in Mekka 😇 , oder evtl. auch nur eine neue architektonische Preziose zum Ruhm+ Ehre Klever Politik ? 🤔 😳
Wie so häufig wird in Kleve erst einmal gebaut und errichtet und dann „geplant“.
Das Chaos ist, wie beschrieben, schon vorprogrammiert, zumal ab Januar 2027 auch noch die
Spyckstraßenbrücke (Abriß/Renovierung) gesperrt werden soll.
Getreu dem Motto: Lass Dich überraschen… 😉