Wenig bekannte Fakten über Kleve

rd | 04. Januar 2008, 17:26 | 4 Kommentare

Wussten Sie, dass…

  • die CD 1983 in Kleve im Whisky-Saloon erfunden wurde? (Deshalb – und nicht wegen Beethovens Neunter – die Bierdeckelgröße. Mein Freund Georg hat aber auf die Weiterentwicklung verzichtet. Zu prosaisch.)
  • die meisten Autounfälle in Kleve beim Rückwärtsfahren passieren? (Wegen der raffinierten Straßenführung. Ergebnis einer privaten Umfrage.)
  • die Post in der Innenstadt auch Nachtzustellung anbietet? (Alter Marketing-Trick: Nachteil in Vorteil verwandeln. Der Briefträger ist so langsam.)
  • die Autofahrer in Kleve hoffnungsvoll der Einführung einer Feinstau-Plakette entgegensehen? (Rot = Kreisverkehre tagsüber verboten.)
  • in der City nur noch Apotheken, Bäckereien und Handyläden erlaubt sind? (Die Ausnahmegenehmigungen für die anderen Geschäfte laufen Ende Januar aus.)
  • betaling in hfl mogelijk is?
  • dass die Sitzschwäne in der Fußgängerzone ursprünglich auf eine Idee von Josef Beuys zurückgehen? (Der aber wollte sie als Hasen darstellen und aus Rama modellieren.)
  • Rathaus, Hallenbad, Krankenhaus und Recyclinghof in sechs Wochen in einem Ringtausch ihre Gebäude wechseln? (Später werden im Zuge des Neuen Kommunalen Gebäudemanagements die Gebäude nach und nach abgerissen und mit Reise nach Jerusalem neu ausgespielt.)
  • die meisten Klever “Entschuldigen Sie, ich habe Sie nicht richtig verstanden, können Sie das bitte wiederholen?” zwar sagen können, aber vokal- und konsonantenärmer aussprechen? (Hä?)


Sitzstreik (6)

rd | 31. Dezember 2007, 19:07 | keine Kommentare

Bank

Die verwaiste Kochlöffel-Tüte zeigt an, dass dieser Ort in der Nähe der Schwanenburg noch vor kurzem der Austragungsort eines vorsilvesterlichen Festschmauses mit Blick auf das Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten gewesen sein muss. Doch nun: kein Sitzenbleiber, nirgends. Vielleicht 2008…



(Auch sprachliches) Unglück

rd | 31. Dezember 2007, 13:47 | keine Kommentare

Unterzeile

Sicher, zwischen den Jahren sind in den Redaktionen die Sprachpoliteure grundsätzlich ausgeflogen (oder leicht angeheitert im Dienst), und über Weihnachten kann man sicher auch mal relativ plötzlich Übergewicht bekommen – aber, obwohl die Unterzeile in der NRZ von heute anderes behauptet, ganz bestimmt nicht auf der Altrheinbrücke in Griethausen, während man gerade einen Stock in die Tiefe werfen will. Was dort passierte, ist eher eine Sache des Gleichgewichts – und das hat die 7-Jährige (gute Besserung von dieser Stelle!) wohl leider verloren.

Neujahrsvorsatz: Zumindest einmal pro Woche durch Sag es treffender blättern!


Draisine, Bimmelbahn – und dann?

rd | 29. Dezember 2007, 14:28 | 6 Kommentare

Kurz vor der Jahreswende erfährt eine staunende Öffentlichkeit, dass die endmoränenhaften Tücken der Topographie (will sagen: oben ist höher als unten) in Kleve künftig mit einer Bimmelbahn überwunden werden sollen, die vom Bahnhof stadtaufwärts bis zur Kolpingstraße fährt und dann wieder runterjuckelt.

Zweifelsohne handelt es sich dabei um eine weitere Ausprägung jenes Retrotrends, der unsere kleine Stadt so lebens- und liebenswert macht. Dazu gehört auch, dass irgendwelche Leute sich Gedanken machen, auf den alten Bahngleisen in Richtung Nimwegen eine Draisinenstrecke zu errichten.

Das Potenzial dieses Trends ist unermesslich. Postkutschen, Gaslaternen, Schaufelraddampfer und Außenklos klopfen schon an. Die Idee mit den Postkutschen sollte allein schon deshalb verwirklicht werden, um Reisenden den folgenden Satz zu ermöglichen (am besten ins Handy gesprochen): “Ich nehme gerade die Postkutsche zum Flughafen…”