kleveblog möchte auflösen

Knifflig

Das aktuelle RP+-Bezahlschrankenrätsel ist etwas kniffliger, aber wir versuchen mal eine Lösung: Es fahren Busse. In Geldern ist der Umstieg in die Bahn möglich.

Bekanntlich ist die Strecke vom 16. August bis zum Dezember zwischen Kleve und Geldern gesperrt, und im nächsten Jahr nimmt sich die Bahn dann den Abschnitt zwischen Geldern und Krefeld vor, sodass bis ca. Mitte 2022 die Bahnfahrt nach Düsseldorf eine Schienenersatzverkehrodyssee wird. Für Pendler aller Wahrscheinlichkeit nach unzumutbar. Es bleibt zu hoffen, dass, wenn dann im kommenden Jahr die 60 Millionen Euro in neue Stellwerkstechnik verbaut sind und die Fahrt mit der NordWestBahn endlich etwas zuverlässiger wird, noch genügend Interessenten vorhanden sind, die das Angebot dieser Verbindung zu nutzen bereit sind.

Deine Meinung zählt:

7 Kommentare

  1. 7

    Mmuuuh, psst, heute nur Mmuuuhgeflüstere! Heute so gegen 17 Uhr beim Grasen am Klever Bahnhof beobachtet, mmuuuh warme Nachmittagssonne auf das Fell scheinen lassen: Zum ersten Mal seit langer Zeit stehen an einem Sonntag keine NIEderRheinStier-Expresszüge auf den Abstellgleisen gegenüber dem Stellwerk tatenlos herum, mmuuuh gähnende Leere. Vermmuuuhtlich sind schon alle Expresszüge wegen der angekündigten, hoffentlich nur vorübergehenden Stillegung des Bahnhofs Kleve frühzeitig in den Urlaub gefahren, mmuuuh ab in die Spätsommer-, Herbst- und Winteranfangferien. Nur am Bahnsteig steht – im Teilschatten des Bahnhofsgebäudes – noch ein Expresszug herum, der um 16:35 Uhr eingefahren ist und um 17:21 Uhr wieder abfahren soll, mmuuuhläutchenstill mit abgestellten Dieselmotoren. Und auf den Fahrtzielanzeigern auf dem Expresszug steht nicht wie sonst ein Fahrtziel wie Düsseldorf, Duisburg, Krefeld oder Geldern und auch nicht “Nicht einsteigen”, mmuuuhnee. Nein, heute hat der Triebwagenführer in weiser Voraussicht des drohenden Unheils “Pssst. Zug schläft!” als Text für die Fahrtzielanzeiger eingegeben, mmuuuh immerhin scheinen sich im Umfeld des Expresszugs auch alle dran zu halten. Also, schlaf gut, NIEderRheinStier-Express, erhol Dich gut und fahr bald endlich pünktlich (aber spätestens ab dem 04. Dezember wieder), mmuuuhtschö!!!

     
  2. 6

    @5

    Ja, die Stellwerke sind noch mechanisch, bis auf das Gleisbild-Relaisstellwerk in Kleve (allerdings jetzt nur noch 1/10 der ursprünglichen Grösse).

    Aber die arbeiten deswegen nicht langsamer, nur personalintensiver.
    Und das schlimmste in unserer Wirtschaftsform ist, wenn man doch tasächlich Menschen bezahlen muss!!

    (
    Gut, bei Beamten, verbeamteten Lehrern, Apothekern, Rechtsanwälten, Ärtzen und Politikern scheint das kein Problem, deren Privilegien sind in Stein gemeisselt. Keine(r) von denen schwimmt im Haifischbecken der vielgelobten freien Marktwirschaft, alle bedienen sich in irgendeiner Form aus Zwangsbeiträgen des Bürgers oder haben (Rechtanwälte) festgelegte Gebührenordnungen – die doch in einer freien Konkurrenz überflüssig wären. Alle sind zudem in priviligeriten Versorgungssystemen untergebracht, die dem normalen Bürger nicht zr Verfügung stehen.

    Postler und Bahnler hat man hingegen aus dem Beamtenverhältnis ins Haifischbecken geschmissen. Um dann bei Fahrdienstleiter-Ausfall (wie erinnern uns, Mainz, vor einigen Jahren) deren Systemrelevanz krokodolstränenreich zu bewehklagen.
    )

    Also man braucht mehr Personal, aber bei den Zugdichten am linken Niederrhein arbeiten sie trotzdem genauso schnell wie eine automatisierte Lösung.

    Es hat ja jahrzehnte vorher bei wesentlich höheren Zugdichten (Fernverkehr, Güterzüge, in Kleve die Strecken nach Nijmegen, Spyck und Xanten, Gleisanschluss Union ) auch ohne Probleme funktioniert.

    Da war übrigens noch Personal vor Ort dass auch Weichen und Signale reparieren konnte, die kommen jetzt 100km entfernt mit dem Auto her. Wenn jemand verfügbar ist.

    Nicht in Abrede stellen will ich natürlich, dass -aus technischer Sicht- sich das System Bahn im Gegensatz zum Autoverkehr natürlich für eine Vollautomatisierung geradezu anbietet, inklusive “automatisch fahrerlosem Betrieb”.

     
  3. 5

    @3 viele Teile des Stellwerksystems sind noch mechanisch, das kann man im Zug immer schön beobachten, wenn man zB in Hau steht und auf den Gegenzug wartet.
    Klar, die Eingleisigkeit ist auch ein Problem, aber hängt mitunter mit der alten Technik zusammen + die Flächen der zweiten Spur wurden an privat verkauft und in zB Kevelaer wäre gar kein Ausbau mehr möglich da Bebauung teils bis an die Schienen geht.

    Juckt mich zum Glück nicht mehr, das Elend tue ich mir nicht mehr an

     
  4. 4

    Nixmmuuuh, denn da bleibt mir einfach das Mmuuuh im Halse stecken. Aber, nixmmuuuh, siehe meinen Kommentar Nr. 321 hier: https://www.kleveblog.de/nordwestbahnaergerprotokoll/#comment-428708
    Da hatte ich schon Ende Juli gemmuuuht, was drohte, nixmmuuuh, aber Kleve ist nun endgültig isoliert. Nixmmuuuh, da gibt es auch einen Link zu der fahrplanmäßigen Schienen-Entwöhnung. Da helfen auch keine besetzten Stellwerke mehr, nixmmuuuh. Vermmuuuhtlich besteht nun aber für die nahezu vollständige abgeschottete (und zum Teil auch selst schuldige) Stadt Kleve die Gelegenheit, durch das Vermieten von Express-Draisinen nach Geldern das Stadtsäckel etwas aufzufüllen.

     
  5. 3

    Was wird denn eigentlich genau gemacht? 60Mio für stallerkserneuerungen? Bin ich so ahnungslos oder ist das echt viel? Das muss ja schon ziemlich alt gewesen sein. Ich dachte immer, der Hauptgrund das es so schlecht läuft ist die eingleisigkeit…

     
  6. 2

    Schienenersatzverkehr ist ja gut und schön. Vielleicht auch vor dem Hintergrund einer später modernisierten Betriebstechnik akzeptabel. Aber nur wenn ich von Kleve nach Goch fahre. Vielleicht auch noch bis Kevelaer. Aber wenn ich nach Duisburg oder Düsseldorf pendele, wir die Hin- und Rückfahrt zum Event. Unzumutbar. Da bleibt nur in Zeiten des Klimawandels der Umstieg auf den fossilen Individualverbrenner. Kleve ist und bleibt der A… der Welt. Oder zumindest von NRW.

     
  7. 1

    Abseits der Bezahlschranke:

    Strreckensperrungen derart biblischen Ausmasses (AC-MGladbach im übrigens ebenfalls vollgesperrt, aber nicht so lang) habe ich zu Bundesbahnzeiten NIE (!!!) erlebt.

    Das ist schlicht nicht mehr normal was da abgeht. Bekommt der niederrheinische Bürger den ausfallenden steuersubventionierten Bahnverkehr eigentlich rückerstattet?

    Selbst der eingefleischteste Bahnfetischist kommt doch inzwischen nur noch mit dem Auto nach Kleve.

    Wo ist eigentlich ProBahn?

    Was haben die eigentlich in all den Jahren für die Strecke erreicht? Und wo hört man die jetzt mal?

    Wenn man wirklich Bahnfahren msus, ist es wahrscheinlich wie früher: Über Emmerich geht es schneller.

    Aber da stehen ja auch Streckensperrungen an. 3. Gleis Betuwelinie.