Cafe No. 3 geht neue Wege: Erleben wir in Kleve die Zukunft der Gastronomie?

Elektronische Übermittlung von Kohlehydraten geglückt

Womöglich ist Gastronomie im Kern das Begehren, bedient zu werden und hinterher den ganzen Krempel nicht selbst wegspülen zu müssen. Vielleicht handelt es sich bei dem ganzen Business aber auch im Wesentlichen um einen kommunikativen Akt, der sich lediglich um den Verzehr und Genuss von Speisen und Getränken rankt. So betrachtet, wäre der Konsum von Kaffee oder Carrot Cake lediglich das Amalgam, das dem Gast erlaubt, Befehle zu erteilen und Meinungsäußerungen kundzutun, oder eben mit anderen Gästen in Kontakt zu treten. Nicht jeder weiß, dass das Wort Pub die Kurzform von Public Room ist, mithin also das kommerziell unterfütterte Zurverfügungstellung eines Raums, der dem Individuum die ersehnte Gesellschaft bietet. (Wie verstörend das Fehlen dieser Gesellschaft in einem Pub ist, zeigt exemplarisch Edward Hoppers Gemälde Nighthawks, das die Einsamkeit des Großstadtmenschen thematisiert.) Das alles wird, im klassischen Verständnis von Gastronomie zumindest, eingeleitet mit einer Begrüßung und einem Satz der Art: „Schön, dass Sie hier sind, was kann ich für Sie tun?“

Hopper: Nighthawks (The Art Institute of Chicago)

Dieser Satz aber an sich bringt kein Geld. Fast-Food-Ketten wie McDonald’s haben ihn deshalb schon lange abgeschafft. Stattdessen muss der Kunde (ist er noch Gast?) das tun, was er ohnehin den lieben langen Tag schon macht: auf einen Bildschirm starren und Buttons pushen. Nun gut, es heißt auch Fast Food, und es geht vielleicht mehr darum, möglichst viele Menschen in kurzer Zeit abzufrühstücken als um das Gefühl, einen Ort der Gastlichkeit zu schaffen.

Das aber ist ganz bestimmt nicht das Konzept des Cafes No. 3 in der Kavarinerstraße. Das eingangs der Innenstadt gelegene Lokal, älteren Klevern noch bekannt als Schulte zur Wißen, jüngeren wiederum als Joto & Coco bzw. Koffie Kompanie, hat sich zu beliebten Treffpunkt entwickelt, so beliebt, dass zwischen den Jahren mitunter kein Tisch mehr zu ergattern war. Der Andrang stellte das Personal vor erhebliche Probleme, trotz Mehrfachbesetzung hinter der Kaffeetheke hatten die Mitarbeiter am Ende einer Schicht zehn und mehr Kilometer zurückgelegt. Zum Tisch, zur Theke, in die Küche, wieder zurück zur Theke, wieder zum Tisch – das grenzte schon an Leistungssport.

Deshalb entschied sich das Führungsteam (Anna-Lea Koßbu, Jule Pannen, Shirley Gander) zu einer Neuerung, die womöglich die Gastronomie revolutionieren wird – insbesondere, wenn das Konzept zu Ende gedacht wird. Seit Weihnachten befindet sich auf jedem Tisch ein aufgeklebter QR-Code, verbunden mit dem Hinweis „Speisen und Getränke. Du sitzt an Tisch X. Scan mich!“

Scan! Mich! Jetzt!

Wer das mit seinem Smartphone macht, landet in einem Bestellmenü und kann nun aus der kompletten Speise- und Getränkekarte auswählen, nicht viel anders als bei einem Einkauf bei Amazon. Die ausgewählten Artikel müssen in einen virtuellen Einkaufswagen bewegt werden, und am Ende wird die Bestellung aufgegeben. „Bist du sicher“, fragt die Software, und wer dann einen Button drückt, erhält die Botschaft: „Bestellung übermittelt. Wir servieren deine Bestellung an deinem Tisch.“ Der Autor, neuen Tendenzen in der Gastronomie immer aufgeschlossen gegenüberstehend, machte den Praxistest – und alles funktionierte reibungslos. Und wer, aus der Perspektive des Gastronomen, das Geschäft als die Gewährleistung einer reibungslosen Versorgungslogistik begreift, dürfte sich die Hände reiben. Das Personal hat auf jeden Fall einen Gang gespart. Wenn nun noch die Bezahlfunktion integriert werden würde (im Augenblick noch nicht), säße der Gast an einem Tisch, bekäme ohne ein Wort seinen Latte macchiato und könnte nach dem Verzehr ebenfalls ohne ein Wort das Lokal wieder verlassen. Das hätte sich nicht einmal Hopper träumen lassen.

Gastronomie im Zeitalter ihrer elektronischen Reproduzierbarkeit: Ich weiß, dass du am 28.12.2023 um 16:02:50 Uhr zwei Latte macchiato und einen Carrot Cake bestellt hast

Vielleicht ist Gastronomie aber auch mehr. Beispielsweise interpretiere ich bei meinen Besuchen des Cafés Heicks am Fischmarkt das Ausmaß des kleinen Sidekicks an Keksen neben dem Kaffeeglas als Grad der momentanen Wertschätzung, die ich als Gast genieße. Oder man weiß als Wirt, da kommt Gast XY, der möchte immer etwa eine halbe Gurke in seinem Gin Tonic. Oder aber man möchte als Gast, selbst wenn alle Eventualitäten in den virtuellen Menüs abgedeckt sind, doch lieber mit einem Menschen ausverhandeln, dass die heiße Schokolade wirklich heiß serviert wird. Oder man macht einem Gast schöne Augen. Oder man braucht etwas Inspiration und kreist erst einmal wie ein Geier um die Bestellung („Welchen Wein können Sie empfehlen? Ich mag ja trockene Weine, aber nicht zu trocken, aber auch nicht lieblich…“ – „Da kann ich Ihnen unseren Riesling von Wein Peters empfehlen, ein köstlicher feinherber Tropfen.“). Nicht zu vergessen alle geschätzten Formen der nonverbalen Kommunikation, vom automatisch servierten Latte macchiato (man kennt seine Spezialisten) bis hin zur weithin sichtbar erhobenen Hand mit gespreizten Fingern (bedeutet: fünf Bier, bitte). Derlei Übungen in der Kommunikation fallen in der Gastronomie im Zeitalter ihrer elektronischen Reproduzierbarkeit natürlich weitestgehend weg. Und nun?

Deine Meinung zählt:

35 Kommentare

  1. 35

    @30. Megara

    Ist Ihnen auch aufgefallen, dass sich Studierende, auf der Wiese vor dem „Red Wagon“, mit ihren mitgebrachten Speisen und Getränken niederlassen, und von dort die musikalischen Darbietungen „konsumieren“?

     
  2. 34

    @30 Megara Für die allermeisten Studenten ist der Preis ein wesentliches Kriterium bzw. Ausschlusskriterium. Wie viele der Kunden im Cafe No. 3 sind denn Studenten? Es können nicht viele sein bei den Preisen, die die Quittung zeigt. Es ist völlig in Ordnung, wenn die Betreiberinnen solche Preise nehmen. Solange es Kunden gibt, die diese Preise zahlen, ist das kein Problem. Aber das Argument mit den Studenten als Kunden anzuführen und es anderen anzukreiden ist schon „lustig“.

     
  3. 33

    @30. Megara

    „Wo ist diese Art von Aufregung geblieben, als das neue Red Wagon direkt neben der Hochschule für exakt ein Publikum aufmachte: Rentner. (und auf keinen Fall auch nur ein Student erwünscht, pfui basta).“

    Wieso sollten Studenten dort nicht erwünscht sein? Zwar sehe ich dort auch eher ältere Kundschaft, aber das kann andere Gründe wie z.B. die Preise, die heutzutage in der Gastronomie üblich sind, haben, die Studenten sich nicht ohne nur selten leisten können. Das bei Studenten das Geld nicht locker sitzt, merkt man auch schon daran, dass die beiden Imbisse in der Nähe der Hochschule kaum bis gar nicht studentische Kundschaft haben. Die Mensa ist für Studenten deutlich billiger. Auch bei der vorherigen Betreiberin war das Red Waggon kein Anziehungspunkt für Studenten. Mag sein, dass es ein wenig mehr waren, aber auch vor dem Betreiberwechsel war das Red Waggon kein Magnet für Studierende. Warum auch? Bei gutem und halbwegs warmen Wetter nutzen die Studenten den Campus insbesondere die Rasenflächen als Aufenthaltsort und bringen sich selbst Getränke mit. Das ist mit Abstand am billigsten.
    Auch daran, dass mittwochs relativ wenige Studenten dafür umso mehr Beschäftigte der Hochschule Kunden beim gelben Wagen sind, sieht man, dass die Preise in der Gastronomie die Hauptursache für das Wegbleiben der Studierenden sind. Dazu mag noch kommen, dass Studenten sich nicht von der Klientel angezogen fühlen, die im Red Waggon einkehrt.

     
  4. 31

    wird einem auf einmal schlagartig klar,

    einer“r“

    🙂

    warum es so wenige cafés in Kleve gibt, die auch nur ein Fitzelchen nett und gemütlich sind

    Es reicht ja auch eins.
    Wanders.
    🙂

    ( Früher auch noch Schürings, Heselmann , Bollinger, Tesch, Lensing, T24, Cafe Lust – laut kleveblog das Beste. Cafe Luna und No3. aber auch gut. )

    Weil hier fast schon in hämischer Negativität das Projekt von Klever Studentinnen runtergemacht wird.

    ?

    Welche Klever Studentinnen machen das Projekt denn runter ?

     
  5. 30

    Wenn man die Kommentare hier liest, wird einem auf einmal schlagartig klar, warum es so wenige cafés in Kleve gibt, die auch nur ein Fitzelchen nett und gemütlich sind (sprich exakt zwei, Sommerwirtschaft und Cafe no.3): Weil hier fast schon in hämischer Negativität das Projekt von Klever Studentinnen runtergemacht wird. Wo ist diese Art von Aufregung geblieben, als das neue Red Wagon direkt neben der Hochschule für exakt ein Publikum aufmachte: Rentner. (und auf keinen Fall auch nur ein Student erwünscht, pfui basta).

     
  6. 29

    Vielen Dank für den Artikel. Das erspart mir Frust. Ich gehe in ein Cafe wegen des menschlichen Kontaktes. Und sei es nur wegen einer Bestellung und/oder eines Lobes: „Der Kaffee war sehr gut, Ihr Lokal ist eine Bereicherung für Kleve“. Digitalwälle um Menschen herum haben wir genug.

     
  7. 28

    Was (neben der allgemeinen Genderei) hier auch nervt:

    Die Duzerei !

    Diese Unsitte findet man inzwischen ja auch bei national-Express in den Zügen in der Schriftkommunikation. Bis zu den Durchsagen ist man noch nicht vorgedrungen, traut man sich womöglich noch nicht.

     
  8. 26

    Physische QR Codes können auch durch Überkleben manipuliert werden, um Phishing zu betreiben. Das heißt dann Quishing.

    https://www.chip.de/news/Vorsicht-vor-gefaelschten-QR-Codes-Wer-zu-schnell-scannt-muss-tief-in-die-Tasche-greifen_184791315.html

    Generell sollte man bei QR Codes, die es ja mittlerweile an jeder Ecke gibt, vorsichtig sein.

    @25 Ein einmal vor Ort gemachtes Foto reicht bei statischen/physischen QR Codes aus, um Unsinn damit zu treiben.

     
  9. 25

    Jeder darf ja so seine Skepsis äußern und mit Sicherheit ist es eine kleine Schwachstelle im System, dass man, wenn man einmal den Qr-Code und damit den Link zu der Website hat, theoretisch von überall aus etwas bestellen kann, obwohl man garnicht vor Ort ist. Es wäre mMn trotzdem ein feiner Schachzug, den QR Code hier nicht öffentlich zu posten, damit man den Inhabern da nicht zusätzlich Probleme bereitet.

     
  10. 24

    Nachtrag: Zuletzt gab es als „Winter-Special“ zwei verschiedene Suppen, aber eben über Wochen auch immer die gleichen.

     
  11. 23

    Es wäre schon gut, wenn die Tagessuppe, das in der Regel einzige warme Gericht, öfter wechseln würde.

     
  12. 22

    @19.
    Das ist für Kleve keine neue Idee. 😉
    Einen, in dieser Art, kleinen Gastronomieladen „Suppenküche“, gab es tatsächlich schon kurze Zeit in Kleve.

     
  13. 20

    Hallo Ralf,
    danke für den QR-Code. Ich habe mir gestern das Kavarinerbrot mit Süßkartoffel, Feta und Pinienkernen bestellt und soeben das Kavarinabrot mit Ziegenkäse, den No.1 Bagel, die Erbsen- und die Rote Linsen-Kokos-Suppe bestellt. Ich hoffe, es schmeckt den vor Ort an Tisch 12 anwesenden Gästen 😉

     
  14. 19

    Ich könnte mir als Gastronomie durchaus, statt immer Cafetarien, eine Suppenküche vorstellen (to stay & to go). Nicht vegane, und vegane Suppensorten.

    Und somit ausschliesslich Suppen zu moderaten Preisen.

    Mein Ideenvorschlag:

    "Suppenkaspar"

    wohlschmeckend – neue Sinne entdecken

    So oder so: to stay or to go ?!

    Meine Meinung. 🙂

     
  15. 18

    Glaube, die neuen Inhaberinnen haben unterschätzt, was es bedeutet, ein Café dieser Größe zu führen. Ist eben nicht nur eine hippe Idee, so was zu machen. Die Chefinnen-Rolle auszufüllen sowie gute Personalführung und effektive Logistik fallen auch nicht vom Himmel.

    Vorschlag: Wenn die Laufwege zu lang sind, optimiert den Service hinter der Theke und macht Selbstbedienung. Geht doch bei Heicks auch. Allerdings arbeiten da noch Leute, die den Service-Gedanken verinnerlicht haben und ihre eigene Person zurücknehmen. Persönlichkeitsentwicklung steht nun mal nicht im Arbeitsvertrag.

    Im No. 3 hatte ich schon öfter den Reflex, dabei helfen zu müssen, eine Tasse Kaffee auf dem Tisch abzusetzen, so unsicher wirkte das Personal. So was sollt man mit Anfang 20 doch können, oder ist das eine zu hohe Erwartung?

    In meinem langjährigen Stammcafé in einer Großstadt haben nur Student/innen gearbeitet. Die stringente Personalführung dort hat für einen angenehmen Service-Standard gesorgt. Es war vor allem ganz klar, wer Chef/in ist und wer Personal.

     
  16. 17

    Gibt es im Restaurant am Reindersmeer schon 2 Jahre. Aber das Personal nimmt auch noch persönliche Bestellungen entgegen für das ältere Publikum. Und immer sehr geduldig und freundlich.
    Café 3 möchte wahrscheinlich keine Ü50 Leite bewirten, zumal es beim letzten Besuch um 15 Uhr keinen Kuchen mehr gab. Sind ins Stadtcafe ausgewichen, welches sich mit der neuen Generation positiv entwickelt hat und keine überzogenen Preise hat. So ist es halt. So erfolgt die natürliche Auslese.

     
  17. 15

    Und ich persönlich denke, dass es ab dem 01.01.24, bei den jetzigen Preisen, es nicht bleiben wird.Tendenz steigend! Das mit der Ausgangstür hinten, müsste auch mal geregelt werden, finde ich. Meine Meinung. Schönes, neues Jahr ’24.

     
  18. 12

    Wenn auch noch die Bezahlfunktion integriert wär, sprich, man genötigt würde, bargeldlos zu zahlen, gäb’s halt kein Trinkgeld mehr.

    Ich halte das Ganze für eine ausgesprochen dumme Idee. Es entfällt ja mit dem QR-Code ja auch die Möglichkeit zu fragen: „Sind Sie noch zufrieden?“ Manchmal ist das erst der Anstoß, noch etwas zu bestellen. Besonders auch bei Gruppen.

     
  19. 11

    Da ich meinen Kaffee in gemütlicher Atmosphäre, ohne QR-Codes und weltweiter , Überwachung, genießen möchte, bevorzuge ich hierfür mein Zuhause. Ich liebe die „Kaffeehaus-Tradition“, die anscheinend in Kleve abhanden gekommen ist.

     
  20. 10

    Wenn das Scannen des QR-Codes incl. digitaler Bestellung die Wartezeit zwischen Platz nehmen und bedient werden schon mal verkürzt, wäre es ein Vorteil. Denn die war oft zu lang, selbst wenn nicht so viel los war.

    Cafe No. 3 ist vor allem wegen der großzügigen Räumlichkeiten/Atmosphäre beliebt, und ja, natürlich wegen des Kaffees, der aber mittlerweile teils überteuert ist. Wegen des super Service geht dort wohl keiner hin. Das Essensangebot ist auch schon auf Sparflamme gesetzt.

    Wahrscheinlich ist damit zu rechnen, dass sich die Inhaberinnen bald selber überflüssig machen. Wundern würde es mich nicht.

     
  21. 9

    Klever Gastronomie ? Dazu auch die ( EXITUS 😢 ) proletarische KLE Kneipenkultur, die mit
    dem Blaumann“ a .d. Theke ( Menschen die bei der Arbeit transpirierten 😱 ) standen + meist ein enges 💕 liches Verhältnis zu Wirt + Bedienung hatten ? Die würden für so eine …… 🤫 sicher
    (verständlich ) wenig Verständnis haben. 😁 🍻

     
  22. 8

    Den QR Code ins Netz stellen ist vielleicht nicht so ne gute Idee. Kann ja jeder Schelm jetzt auf Tisch 12 buchen.

     
  23. 7

    Das gilt ebenso wie für die Markthalle „Op de Botter“. Für derartige Läden ist die Hipsterdichte in Kleve einfach zu gering. Wird sich nicht halten.

     
  24. 6

    Natürlich möchte ich den Betreiber*innen hier keinesfalls eine aktive Rolle unterstellen, die Onlinezahlungen sind ja auch bequem, aber wir merken immer weniger wie wir uns einem Orwell’schen 1984 in etwas abgewandelter Form nähern.

    Viele viele andere Stellen die uns nicht bekannt sind – Apple, Samsung, der QR-Code-Betreiber, der Netzbetreiber und in der Folge auch viele geheimdienstliche Stellen, sind in der Lage zu wissen wer wir sind, wo wir uns aufhalten, was wir essen, und wie lang. Kamera und Mikro sind auch unbemerkt aktivierbar, daneben alle möglichen Lagesensoren etc. etc. Die Informationen benötigen nicht viel Speicherplatz und von demselbem sind tausende Petabytes bei prtentiell überachenden Stellen verfügbar, zur Speicherung für immer und ewig.

    Wir sind in Orwells 1984 mit dem Unterschied, dass wir nicht offen gezwungen werden, sondern hinterrücks und uns die Umstände vorgaukeln wir würden das freiwillig tun…ist ja unsere Entscheidung.

    Ich maße mir nicht an das zu werden, ob es gut oder schlecht ist. Alles hat seine zwei Seiten.
    Die meisten von uns fahren ja auch Auto, weil der Nutzen sehr gross ist und wir nehmen in Kauf, dass wir bei Unfällen dabei auch unser Leben verlieren könnten.

     
  25. 5

    @ Zampano: Ganz genau! Immer schön billig bleiben. Die Gastronomen verdienen sich doch, allgemein bekannt, eine goldene Möhre. Aber in den Kuchen geben sie nur Gemüse und nutzen nicht mal eine Backmischung? Früher ging auch Milchpulver zum löslichen Kaffee. Warum Milch? Mal ehrlich: Milch ist doch ekelhaft. Dann auch noch verarbeitet zu Schaum – hoffentlich erregt das nicht den Krebs, sorry, Gast.

    Was glauben Sie, warum so viele Menschen in der Gastronomie arbeiten wollen? Sie sollten Gastro-Kritiker werden. Oder schreiben Sie schon fleissig Rezensionen? Mit Ihren Preisvorstellungen finden Sie „ALLDIE“ zustimmenden Leser:innen.

     
  26. 3

    Effizienz in Ehren, aber derartige Auswüchse – gerade im Gastrobereich – sind doch völlig am Thema vorbei. Heisst u.a., daß Leute, die nicht permanent dieses Hilfsmittel von Kommunikationsgerät „am Mann“ haben, von der Verköstigung ausgeschlossen sind?
    Ein Laden, der – so hip er auch ist – für einen Möhrenkuchen + 2 Kaffee mit aufgequirlter Milch knappe 15 Euronen abknöpft, ist mir schon suspekt. Nein Danke!

     
  27. 2

    Da ich eigentlich nur wegen des Essens (und nicht unbedingt für die Mitarbeiter*innen) in ein Restaurant o.Ä. gehe, finde ich das völlig okay. Tendenziell hat man weniger Wartezeit und man muss sich nicht genau dann entschieden haben, wenn zufällig gerade die Bedienung am Tisch erscheint.

    Nur wie sicher das mit dem (gleich bleibenden) QR-Code ist, weiß ich nicht. Ich könnte ja drei Stunden nach meinem Besuch mit dem selben Code nochmal bestellen. Pech für die Personen, die dann möglicherweise gerade am Tisch sitzen.