Schwerer Orkansturm Sabine: Schneise der Verwüstung (und es hat noch gar nicht richtig angefangen)

rd | 09. Februar 2020, 13:56 | 9 Kommentare
Hasenberg: Pfeilschnelle Moleküle prallen gegen den Rahmen des Mountainbikes und reißen es aus der Vertikale. Dem Besitzer bleibt nur die Verschrottung

Live-Ticker: Lieferando-Kuriere, die gegen den Wind ausliefern müssen, erhalten Sabinezulage (0,01 ct/km), Hinweis an die Kunden: Bitte nur schwere Gerichte mit vier mal Käse bestellen, damit die ausgemergelten Kuriere am Boden bleiben +++ USK teilen mit: Ab 18 Uhr werden Gelbe Säcke abgeholt +++ Windräder können ab sofort zum Gurkenschneiden benutzt werden +++ Am Flughafen Niederrhein läuft der Betrieb normal (keine Starts, keine Landungen abgesagt – Zwinkersmiley) +++ Rhein fließt seit 14:45 Uhr rückwärts (rechtsrheinisch heißt solange linksrheinisch und linksrheinisch rechtsrheinisch) +++ Was würde passieren, wenn alle Klever gleichzeitig ihren Fön auf Stufe 3 einschalteten und nach Osten hielten? Wissenschaft, bitte klären +++ Fun Fact: Die Luft, die Sie gleich einatmen, war vor einer halben Stunde noch in Schottland (außerhalb der EU) +++

In der wie ausgestorben wirkenden Großen Straße fliegen zentnerschwere Äste wie Laub durch die Gegend
Print hat den Böen aus dem Westen nichts mehr entgegenzusetzen (Symbolbild für den Zustand der Branche, der „Westen“ steht in dem Fall für die Bedrohung durch die Digitalisierung aus dem Silicon Waaly)
Backwerk, Große Straße: Die Markise hat sich aus der Verankerung gelöst und taumelt wie ein trunkener Karnevalist im Wind
Hinweisschilder, die mit der Breitseite gen Westen ausgerichtet sind, knicken ab, als wäre ein Auto dagegen gefahren. Rettungskräfte haben das Objekt unter Einsatz ihres Lebens notdürftig abgesichert
Herzogbrücke: Der Gott des Zufalls wirft Blumencontainer um und lässt andere stehen. Wir ver-stehen: Das Schicksal, es ist und bleibt unbegreiflich. Wir Menschen müssen wieder demütig im Angesicht der Schöpfung werden
Das „a“ und das „n“ sind schon entkleidet, bald wird die Deutsche Bank vermutlich ganz nackt dastehen. Sabine wütet zerstörerischer als 17 nordafrikanische Audibanden aus Utrecht


Deichschau… hält

rd | 08. Februar 2020, 17:34 | 17 Kommentare
Noch nicht fertig und schon einer schweren Belastungsprobe ausgesetzt: Der neue Deich vor Warbeyen hält, was er zu halten verspricht – Unmengen von Wasser
Blick nach Westen, dem abfließenden Wasser hinterher
Rheinkilometer 852: Mare embricana


Montag schulfrei – wg. Orkan/Sturm Sabine

rd | 07. Februar 2020, 18:09 | 6 Kommentare

Am besten die ganze Zeit am Computer spielen, das ist am sichersten – wer hätte gedacht, dass Eltern einmal einen solchen Rat zum Wohle ihrer Kleinen geben?! Doch am Montag ist es so weit: Wegen eines zu erwartenden Sturms mit Orkanböen wird die Stadt Kleve am kommenden Montag den Unterricht in den Grundschulen und weiterführenden Schulen ausfallen lassen. Statt am Computer zu sitzen, könnte der Nachwuchs die Zeit aber auch nutzen, um mal die Spülmaschine auszuräumen. Nur so eine Idee.

Hier die Mitteilung der Stadt im Wortlaut: „Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes in ganz Nordrhein-Westfalen in der Nacht von Sonntag (09.02.2020) auf Montag (10.02.2020) mit schweren Sturm- und Orkanböen zu rechnen, die den ganzen Montag noch anhalten sollen. Zum Schutz der Schülerinnen und Schüler entfällt aus diesem Grund am Montag, 10.02.2020 der Unterricht an den Grundschulen, an der Karl Kisters Realschule, an der Joseph Beuys Gesamtschule, an der Gesamtschule am Forstgarten, am Freiherr-vom-Stein Gymnasium und am Konrad Adenauer Gymnasium in Kleve.“


Jetzt auch Kumbrink! Klever Bürgermeisterwahl: Wer will noch mal, wer hat noch nicht?

rd | 07. Februar 2020, 16:30 | 108 Kommentare
Michael Kumbrink sucht derzeit Unterstützer
kleveblog-Projektion: Ab MitteMai mehr Kandidaten als Einwohner

Die Klever Politik hatte den Schock des Dienstagabends noch nicht ganz verdaut, als die Grünen der Stadt im Kolpinghaus nahezu einstimmig für den parteilosen Rolf Janssen als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl votierten. Alle dachten, es gebe nun also mittlerweile vier Kandidaten für das höchste Amt der Stadt – doch in Wahrheit waren es da schon fünf!

Amtsinhaberin Sonja Northing (parteilos) strebt auf dem Ticket der SPD eine zweite Periode an der Spitze der Stadt an. Wolfgang Gebing (CDU) will das Rathaus für die Christdemokraten zurückerobern. Aus Sicht der Christdemokraten waren die fünf Jahre Northing ein Betriebsunfall. Daniel Rütter (FDP), einstmals Unterstützer von Northing, hält sich selbst nun für besser geeignet als die Amtsinhaberin und lässt sich von seiner Partei ins Rennen schicken. Und nun, laufende Nummer 4, Rolf Janssen.

Doch schon am Dienstag Vormittag gab es eine Nummer 5. Es handelt sich, wenig überraschend für Insider, um Michael Kumbrink, der gerade eben aus der SPD-Ratsfraktion ausgetreten ist – nicht nur, aber auch wegen Groll über die Entscheidung der Sozialdemokraten, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern als letzte von einstmals drei Gruppierungen (auch die Offenen Klever haben sich abgewendet) Sonja Northing zu unterstützen.

Kumbrink persönlich war ins Wahlamt der Stadt gegangen und hatte seinen Wahlvorschlag unterbreitet. Er möchte als unabhängiger Kandidat ohne Rückendeckung einer Partei antreten, allerdings stehen hinter ihm die übrigen Mitglieder der Fraktion der Clever Demokraten (sechs Genossen hatten den Austritt aus der Ratsfraktion erklärt) ((Übrigens sind alle sechs mittlerweile auch aus der SPD ausgetreten)). Nun ist Klinkenputzen angesagt: Die Regularien sehen vor, dass Kumbrink 250 Unterschriften sammeln muss, die sich für seine Kandidatur aussprechen. Stand Donnerstag 17 Uhr hatte er schon 23. Zeit genug hat er.

Ob die Offenen Klever und die Unabhängigen Klever auch noch Kandidaten ins Rennen schicken werden, ist noch nicht bekannt. Der Aktionskünstler Max Knippert (OK) hätte sicherlich Lust dazu, und auch Dr. Fabian Merges (UK) ist sicherlich nicht ganz ohne Ambitionen. Nach derzeitigem Stand (fünf Kandidaten) reichen zwei Kandidaten unter Umständen jeweils 21 Prozent der Stimmen, um in die (per Gerichtsentscheid wieder eingeführte) Stichwahl zu gelangen (21-21-20-19-19, um eine mögliche Verteilung zu nennen). Es wird immer spannender!