kleveblog wünscht frohe Ostern!

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11 Kommentare

  1. 11

    Fünfte Fortsetzung der kleinen Geschichte

    „Ähm…“
    „Ja, was gibt es denn?“
    „Also bei der Erschaffung der Menschen war ja ein Nachteil dabei…“ sagte der Mensch.
    „Ich habe Dich schon geschaffen und Du wandelst schon seit tausenden von Jahren auf der Erde und jetzt möchtest Du was? Eine nachträgliche Änderung? Stell Dir vor jeder käme zu mir und will noch dieses oder jenes geändert haben! Katzen zum Beispiel; Wäre unglaublich praktisch für die, wenn die fliegen könnten! Aber was für ein Chaos gäbe es dann! Vögel, die nicht mehr einfach davon fliegen können, weil die Mieze das auch kann! Nicht auszudenken!“
    „Ja, ich weiß. Ich will ja auch keinen Vorteil für mich allein, sondern auch für alle anderen.“ sprach der Mensch etwas verzagt.
    „Du verblüffst mich immer wieder aufs neue. Woher der Sinneswandel?“
    „Mein Nachbar hat seid einigen Tagen Hühner und die laufen frei herum. Nur abends kommen die in den Wintergarten, den hat er extra für seine neuen Gefährten umgebaut…“
    „Sorry, aber das ist nichts neues. Tierliebe Menschen gab es schon immer. Also was ist der Grund?“
    „Naja und manchmal „verirren“ die sich auch in meinen Garten, inzwischen kennen die mich schon ganz gut und sind zutraulich geworden. Und dabei ist mir aufgefallen wie entspannt das Leben sein kann und wie klug sie sind, die können sogar richtig neugierig sein…“
    „So so und was möchtest Du gerne geändert haben?“
    „Also das mit dem Nachteil…“ druckste der Mensch herum „Fehler nicht korrigieren zu können und Fehler immer wieder zu machen… Also eigentlich ist das vor allem ein Nachteil für alle anderen…“
    „Ist mir auch schon aufgefallen.“ der Sarkasmus in der Stimme war nicht zu überhören.
    „Wäre es nicht möglich Fehler doch noch zu beheben? Und vielleicht Fehler nur einmal zu wiederholen?“
    „Ja so einfach ist das nicht! Welchen Vorteil würdest Du denn dafür hergeben?“
    „Also diese Tierfabr… ähm die riesigen Hühnerfarmen und wenn ich es recht bedenke alle Ställe in denen Tiere nicht frei herumlaufen können und nie rauskommen an die frische Luft und das Tageslicht.“
    Ein Glucksen und schließlich schallendes Gelächter war zu vernehmen.
    „Und was willst Du essen? Viel Fleisch wäre dann ja nicht da.“
    „Es gibt die Möglichkeit Insekten zu züchten, die sind sehr proteinreich und sollen sogar ganz gut schmecken…“
    „Das will ich gar nicht so genau wissen, aber Insekten artgerecht halten vor dem Schlachten, ja?“
    „Versprochen!“
    „Also gut, ich werde sehen was ich tun kann.“
    „Danke!“ murmelte der Mensch.

    Das war der Oster Choral in sechs Teilen.

    Anmerkung vom Chef: Hühner sind tatsächlich besonders schlau. Wer hätte denn sonst die Welt gerettet?

     
  2. 10

    Vierte Fortsetzung der kleinen Geschichte

    Anderer Ort (irgendwo im südlichen Asien) und Zeit:

    Der Edelholzhändler musste sich bald wieder nach einem neuen Waldgebiet umsehen. Dieses war fast vollständig abgeholzt. Für die wenigen kostbaren Bäume – meistens eine der Mahagoni-Arten – mussten viele Bäume mit nicht so edlem Holz gefällt werden, deshalb wurden riesige Waldflächen gerodet. Mit der Zeit erodierte der Waldboden und verlor seine Humusschicht. Die Edelhölzer erzielten zu Hause in Hamburg sehr hohe Preise, da die Schiffbauindustrie Mahagoni als besonders witterungsunempfindliches und beständiges Holz schätzte und Möbel mit Mahagoni-Funier modern und sehr beliebt waren.

    Jahrzehnte später in einem südamerikanischen Regenwald

    Riesige Rinderherden so weit das Auge reichte. Nur am Horizont war noch Regenwald auszumachen. Der sollte aber in Kürze auch gerodet werden. Die Bulldozer standen schon bereit und fraßen sich Meter für Meter immer weiter in den Urwald rein. Fuhr man in die entgegengesetzte Richtung sah man die früheren Weiden, die nach und nach unbrauchbar geworden waren. Vertrocknet und dann erodiert.

     
  3. 9

    Dritte Fortsetzung der kleinen Geschichte

    Anderer Ort und Zeit:

    Der Doge von Venedig schaute finster drein nachdem er die Nachricht erhalten hatte. Die Nachricht kam aus Dalmatien und besagte die Wälder an der Adriaküste seinen gerodet und man sei so weit wie möglich in das Landesinnere vorgestoßen und habe auch dort an Holz herausgeholt, was zu holen gewesen war. Nun sei alles gerodet und nach Venedig verschifft worden, mehr gäbe es dort nicht. Der Doge nippte am Wein, seinem Lieblingswein aus der Toskana, doch der wollte heute absolut nicht schmecken, war dies doch die zweite Hiobsbotschaft in diesem Monat gewesen. Die erste hatte nicht gut geklungen. Doch jetzt wo er eine zweite fast gleichlautende Nachricht bekommen hatte, die sich von der ersten lediglich darin unterschied, dass sie nicht aus Istrien sondern aus Dalmatien kam, hatte seine Laune den Tiefpunkt erreicht. „Woher kriege ich das Holz für die Schiffe, die die alten oder gesunkenen Schiffe ersetzen sollten? Gar nicht zu reden von einer Vergrößerung der Handelsflotte und einer Erweiterung des Stadtgebietes!“
    „Orazio, denk doch nicht immerzu ans Expandieren, dass kann doch auf Dauer nicht gut gehen. Bald gibt es an der ganzen Adriaküste keinen Baum mehr, wenn das so weiter geht!“
    „Ja, ja“ grummelte der Doge und dachte bei sich „Frauen wissen es natürlich immer besser, insbesondere die eigene Frau und warum waren dann bisher alle Dogen Männer? Ist doch klar! Wäre Venedig sonst so reich und mächtig? Gäbe es den Markusdom? Die vielen prachtvollen Palazzi? Natürlich nicht!“

     
  4. 8

    Zweite Fortsetzung der kleinen Geschichte (@6)

    Jahrtausende später:

    „Wo soll ich bloß das Holz herkriegen?“ der Siedemeister war ratlos. Im ehemals bewaldeten Gebiet südlich von Lüneburg war kaum noch Wald. Statt dessen hatte sich die fruchtbare Erde verflüchtigt und übrig geblieben war sandiger Boden, der außer der genügsamen Heide kaum Pflanzen genug Nährstoffe bot. An den Anbau von Feldfrüchten war nicht zu denken. Allenfalls ein paar Schafe und Ziegen konnten in dem kargen Gelände weiden und ein bisschen Wolle oder Milch oder etwas Fleisch liefern.
    „Über die Ostsee kommt doch Nachschub aus den unendlich weiten Wäldern im Osten und der Hamburger Hafen ist auch nicht weit entfernt.“ meinte ein Salzsiedereibesitzer.
    „Aber was das alles kostet!“ Der Siedemeister raufte sich die Haare.
    „Das schlagen wir einfach auf den Preis auf. Das machen alle so!“
    „Und was ist, wenn die Wälder im Osten auch irgendwann mal abgeholzt sind? Wo sollen wir dann das Holz herbekommen? mischte sich ein dritter Sieder ein.

     
  5. 7

    @6 Fortsetzung kleine Geschichte

    „Ich möchte allen anderen Tieren überlegen sein“ entgegnete der zukünftige Mensch.
    „Ahhh ja“ kam es skeptisch zurück. „Und warum, wenn ich fragen darf?“
    „Das liegt doch auf der Hand! Weil ich klüger als alle anderen Tiere bin!“
    „Wenn ich Dich mit mehr Vorteilen, als alle anderen Tiere haben, erschaffe, dann wäre das ungerecht.“
    „Nicht, wenn ich auch einen kleinen Nachteil hätte.“
    Nach einer Weile und reiflichem Überlegen kam die gebrummte Antwort:
    „Na gut. Dein Nachteil wird folgender sein: Du und Deine Nachfahren könnt erkennen, dass Ihr Fehler macht. Es wird aber sehr schwer für Euch sein Fehler zu korrigieren und zu vermeiden einmal gemachte Fehler immer wieder zu begehen.“
    „Das wird kein Problem sein, denn ich habe nicht vor Fehler zu machen“ sagte der zukünftige Mensch leichthin.
    So kam es, dass der Mensch erschaffen wurde. Zunächst glaubte er an einen Irrtum als er sich endlich auf der Erde befand. „Eine schmächtige Statur, kein Furcht erregend gefährliches Gebiss und fliegen kann ich auch nicht. Na prima“ Die Stimmung des frisch gebackenen Menschen war ziemlich im Eimer. „So war das nicht abgemacht!“ knurrte der Mensch und blickte wütend nach oben.
    „Gemach, gemach. Das nennt man Evolution. Deine Nachkommen werden sich über Jahrtausende entwickeln und dann tritt das ein, was wir besprochen haben.“
    „Und wie bitte soll ich mich entwickeln und meine Nachfahren?“ fragte der Mensch entgeistert.
    „Herrje! Der eine weiß nichts mit seinem Rüssel anzufangen und der andere weiß nicht wozu er freie Hände hat! Ist Dir nicht aufgefallen, dass Du anders als z.B. der Tiger nicht vier Beine zum Gehen brauchst sondern nur zwei? Deine Hände können Werkzeuge halten und damit arbeiten!“
    „Werkzeuge? Arbeiten?“ schwirrte es im Kopf des Menschen.
    „Wart‘s ab. Das mit der Evolution braucht seine Zeit.“ war der Versuch den Menschen ein bisschen zu beruhigen.

     
  6. 6

    Das Huhn ist entgegen der landläufigen Meinung ein schlaues Tier. Warum? Während der Schöpfung der Welt als eine Tierart nach der anderen geschaffen wurde, stellte das zukünftige Huhn besorgt fest wie sich die bereits erschaffenen Tierarten wie beispielsweise Luchse, Füchse und Wölfe mit dem Jagen abmühten um satt zu werden. Daraufhin bat das Huhn darum kein Jagdtier sein zu müssen, sondern sich in Ruhe sein Futter suchen zu dürfen. „Ok, dann isst Du eben Würmer und Körner“ kam die Antwort. Erleichtert scharrte das soeben erschaffene Huhn auf der Erde nach Würmern und schätzte sich glücklich ob der Beschaulichkeit seines Daseins. Aber die friedliche Ruhe hielt nicht lange, denn ein Fuchs näherte sich dem Huhn… Der zukünftige Elefant sah die Gefahr in der das Huhn schwebte, hatte aber ebenfalls keine Lust sich auf schweißtreibende Jagd zwecks Nahrungsbeschaffung zu begeben. Als er an die Reihe kam erschaffen zu werden, fragte der Elefant ob er wohl so groß erschaffen werde könne, dass niemand ihn jagen könne, aber er wolle wie das Huhn ebenfalls nicht jagen müssen. Nach einem längeren Schweigen kam die mürrische Antwort „So geschehe es.“ Der Elefant betrat die Welt und sah verwundert an sich herab auf seine klobigen Füße und dachte „wie kann ich mit denen nach Würmern scharren? Weder Schnabel noch ein praktisch geformtes Maul mit dem ich Beeren pflücken oder Gras rupfen könnte.“ Ein Räuspern war zu vernehmen. „Der Rüssel! Ich habe Dir einen Rüssel gegeben damit Du Blätter und Gras pflücken und Wasser ansaugen kannst.“
    „Aha, also Vollvegetarier“ seufzte der Elefant.
    Als Letzter war der zukünftige Mensch mit dem Erschaffenwerden dran. „Und, was für Sonderwünsche hast Du?“

     
  7. 5

    Das Ostereierverteilen überlasse ich Jüngeren seit mir mal vor einigen Jahren an Ostern ein Ohr abgeschlossen wurde. Der Typ war Jäger und hatte von seiner Frau Munition zu Ostern geschenkt bekommen. Wollte er dann gleich mal ausprobieren.

    @Mäuse Hab ich vollstes Verständnis für. Ich kann‘s auch nicht leiden, wenn Jagd-affine Vierbeiner vor meiner Wohnung rumlungern.

     
  8. 4

    Mich würde mal die “Rasse” interessieren. Schwarmintelligenz an…

    Gestern gab es einen Artikel in der Rheinischen Post zum Thema “Hühner in der Seelenwanderung”

    Immer noch interessanter als verbogene Mülleimer-Deckel.

    Et gibt von alles…

     
  9. 3

    Ebenfalls frohe Ostern!

    @Schwarzer Kater Dann solltest du aber mal mit gutem Beispiel voranzugehen und deine Pfoten vom Mauseloch lassen! Ja, ist schon klar, Mäuse legen keine Eier und überhaupt…

     
  10. 2

    Frohe, fröhliche, friedliche, freudige, fanantastische Ostern, wünsche ich allen!!!
    Die Hühner sind der Halt in schweren Zeiten. Die glücklichen unter ihnen essen, was die Wiese hergibt, halten ihr Mittagsschläfchen unter Büschen im Garten und nehmen ein Sandbad in der zu diesem Zweck vom Menschen zur Verfügung gestellten Sandkiste und last but not least leisten sie den Hobbygärtnern unter uns angenehme Gesellschaft denn Regenwürmer und anderes in der Erde lebende Getier werden bei der Gartenarbeit oft an die Oberfläche befördert. Ein Hoch auf 🐔🐣🐥🦊!

    stop!

    🦊 bleib mal lieber in Deinem Wald, da gibt es auch was zu fressen. 🌳🌲🌳🌳🌲🦊🌳🌲🌳