City-Fete Huisberden Dorfplatz

Eine auf einem zerfledderten Plakat im Wartehäuschen einer Bushaltestelle am Kalflack angekündigte Veranstaltung, die sich „City-Fete Huisberden“ nennt, erscheint in diesen Zeiten unvorstellbar. Aber, diese Frage stellt sich natürlich auch, kann man sich ein solches Fest auf dem Dorfplatz des Ortes überhaupt vorstellen? Gab es die „City-Fete“ tatsächlich in jenem Juli 2020, zwischen den Wellen der Pandemie, oder hängt das mintgrüne Plakat nun schon seit knapp zwei Jahren dort und verweist auf eine Veranstaltung im unschuldigen Sommer des vorvergangenen Jahres? Wenn ja, wie sah die „City-Fete“ damals aus? Bestand sie aus mehr als einem Bierwagen, um den die Dorfjugend sich scharte? Sahen die heimischen Besucher sich selbst als Teil einer „City“, im Gegensatz zu den aus den umliegenden Dörfern (Till, Erfgen) stammenden Gästen, die unter ihnen abfällig als „Landeier“ bezeichnet wurden? Wie teuer war das Glas Bier? Wurden Alt und Pils aus den gleichen Gläsern ausgeschenkt, einfach, weil es praktischer ist? Gab es ein Begleitprogramm (Glücksrad, Tombola) mit Gewinnmöglichkeiten (Frühstückskorb)? Fragen, zu deren Erörterung sich der trübe Ostermontag bestens anbietet.

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12 Kommentare

  1. 12

    Ausnahmsweise stimme ich JB (ungern) zu.

    Das Schornsteinfeger (Un)-Wesen treibt Blüten. Mein Ölbrennender ist über 30 Jahre alt und der Schornsteinfeger meines Vertrauens freut sich kaputt. Er darf jetzt jedes Jahr rund 50 € abrechnen und die Werte werden noch immer besser. “Fein’ tschöppken” mit der Lizenz zum gelddrucken. Ersatzweise geht noch Corona-Test anbieten in verkehrsgünstiger Lage mit großem Parkplatz. Da ist staatlich subventionierte auch jede Menge Kohle zu machen….

     
  2. 11

    @4 @8 nein, betrifft nicht mich selbst, sondern einen Freund, der in Rindern wohnt.
    Eigentlich möchte iche es nicht all zu breit treten, aber das macht mein Bekannter ja schon selbst, deshalb hier einen Grossteil der Story. Sämtliche Schritte und die Korrespondenz mit dem Amt habe ich in Original einsehen dürfen. Ebenso die Rechnung des
    @4 . 1: als Beauftragter tritt er in amtlicher Funktion auf.
    In der 2. Woche die Behörde zu informieren, dass man in amtl. Funktion schriftlich, fernmündlich und per Einwurf in den Briefkasten aufgefordert hat, kurzfristig einen Termin anzubieten, wobei das einen Marathon an Anstrengungen bedeutet hätte.
    Am 20. Januar stand er dann vor der Türe, war noch so dumm, seine Rechnung abzugeben, wurde aber mit Hinweis auf Corona nicht eingelassen.
    Dass es dumm war, die Rechnnung zu präsentieren, zeigt deren Inhalt.
    Grundpreis 24,70 , Abgaswegeüberprüfung 41,89 ,
    Hoheitliche Gebühren : Feuerstättenbescheid bis zu 3 Gebäuden 12,-
    Grundwert Feuerstättenschau 14,-
    Feuerstättenschau an Abgasanlage 2,40
    Zuschlag je Feuerstätte 7,20
    Überprüfung Ausserbetriebnahme und Dämmung 3,60
    Summa Summarum 105,- Märchenstezuer 20,- Rechnungsendsume 126,-
    Nette Anmerkung vom Schornsteinfegermeister ist dann noch : Sollten in 2021 noch weitere Arbeiten gemäss Feuerstättenbescheid notwendig werden, werden diese gesondert berechnet.
    Im Klartext : Ich sahne ab, zum Messen darf dann der Nachfolger anrücken.

    Jetzt ist man geneígt, zu denken, ja, wer eine Riesenanlage betreibt ist selbst Schuld , das dachte ich auch.
    Aber wenn man dannn vor der Monsteranlage steht, kann man sich nur ungläubig kratzen
    All diese o.g.Positionen beziehen sich auf einen einzigen Viessmann Gaswandkessel 24kW in Brennwerttechnik.
    Die Abgasanlage besteht aus doppelwandigem Viessmann Schornstein, insgesamt schätzungsweise 7 m über Flurhöhe, mit 2 Knie`s um aus der Dachöffnung zu kommen.

    Das riecht dann auch für mich nach öffentlich sanktioniertem Raubrittertum, und da die Behörde in seiner Eile, möglichst viel Geld vor seiner Pensionierung zusammen zu raffen, höchst willfährig durch amtliche Drohung nachhelfen wollte, fand mein Bekannter es billig, die beiden Akteure, Sachbearbeiterin Amt, und Schornsteinfegermeistere mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde zu begücken.
    So weit, alles noch im Rahmen des klever Landrechts, aber interessant wurde es dann, dass das Schreiben der Dienstaufsichtsbeschwerde (Adressatin war die Landrätin) von ebendieser Sachbearbeiterin, gegen die sich eine der Beschwerden richtete, beantwortet wurde.
    Da hat wohl jemand in Verwaltungsrecht geschwänzt.
    Dann war das Mass aber auch voll, und hat mein Bekannter eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Landrätin beim Regierungsbezirk eingereicht.
    Seitdem scheinen die amtlichen Mühlen noch eifrig zu mahlen.

    @8. Bildungsferner Das mit der Gefahrenabwehr ist so eine Sache, der Kessel in Brennwerttechnik erfordert einmal jährlich eine Reinigung (einfach einen Eimer sauberes Wasser in den Abgasschacht schütten) , und hat daneben eine eigene Kontrolleinrichtung, zu vergleichen mit der Abgaskontrolle im Auto, die auch selbstüberwachend ist.
    Deshalb ist eine 2-järliche Messung durch den Schornsteinfeger verpflichtet, der CO und Wirkungsgrad nachmisst.
    Nur, bei CO im ppm- Bereich und einem Wirkungsgrad über 100-% (Brennwerttechnik !) ist das auch nur teure ABM .

    Da lobe ich mir die Niederlande, Schornsteinfegerbesuch wird durch die verpflichtete Feuerversicherung überwacht, und Schornsteinfeger befinden sich in wirtschaftlicher Konkurrenz.

    @9 Müt richtig, soll, sollte, ist aber wie bei Kirchens, man muss daran glauben.
    Aber schon Goethe mutmasste ” die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.”

    @6 Nur mal so :
    Wie gesagt, mich betrifft es ja erstmal nicht, aber ich möchte Sie einmal sehen, wie Sie über 125,- für rein garnichts denken würden.

     
  3. 10

    Da wir einen Kamin haben, kommt der nette Herr jetzt 2x im Jahr, und er trinkt keinen Kaffee, hat ne Maske auf und hält Abstand, so what. Und das wichtigste, nach ca 6 Minuten ist er verschwunden. Habe mir allerdings die Frage gestellt, welcher Stundenlohn dabei herauskommt, wenn er nach 1 Lied ( es lief Otherside von den Peppers) wieder weg ist, und den ganzen Tag in dem Bezirk bleibt. Vll haben sie deshalb immer so ein sonniges Gemüt…..

     
  4. 9

    Ich freue mich immer, wenn mir ein Schornsteinfeger über den Weg läuft ………. er soll ja Glücksbote sein
    Kann man in diesen Zeiten wirklich gut gebrauchen ……

    Mir fällt dann auch immer, Mary Poppins Chim-Chimeney / Chim-Chimeney chim-chim cheree, ein. 🙂

     
  5. 8

    Das Geilste ist das [er] schon in 14 Tagen
    hier rumflippen kan, dass Leute, die sich einer Feuerstelleschau verweigern, Gott weiß was sonst gehören und von einem unfähigen Dezernat für Gefahrenabwehr deren Mitglieder usw. usw.

     
  6. 7

    Mmuuuh, halber Wege zwischen dem nun völlig entdachten Klever Bahnsteig und dem Kleoland-Gebäude an den Bahngleisen, also gegenüber einem meiner Einfallswege in Stadt, steht auch so eine Art Wetterschutzhütte, mmuuuhGrünerContainer. Da halten sich meist solche auf, die ganz tief gefallen sind, mmuuuhCrackDrugsAndAlcohol. Als Schutz vor dem Wind ist der Eingang meist mir einer Fahne verhangen, mmuuhTürersatz. Auf der Fahne prangt kopfüber – und das zeugt nicht nur in bemmuuuhenswerter Weise von einer nüchternen Sichtweise auf die eigene Sozialisation, sondern auch von einer gehörigen Portion Selbstironie – das Logo und der Schriftzug von Schalke 04, mmuuuhChapeau! Nur Mmuuuht, mmuuuhKopfHoch!

     
  7. 6

    Wenn man anfängt, sich über den Schornsteinfeger aufzuregen, hat die Pandemie einen wirklich geschafft.

    JB le Rond (Autokorrektur will immer ‘Rind’ draus machen), atmen sie doch mal tief in den Bauch. Die Sache kann noch dauern… 😉

    (Keine Satire)

     
  8. 5

    @ Jean-Baptiste le Rond d’Alembert. Sie müssen den Schornsteinfeger nicht reinlassen, Sie sind allerdings dazu verpflichtet, Ihre Heizungsanlage in einem funktionstüchtigen Zustand zu erhalten. Ich glaub es gibt niemanden der ersticken möchte wegen Ihres Revoluzzertums. Da kannste besser einen Fachbetrieb beauftragen der sich mit Öl, Gas oder Pellet/Holzsch…öfen und so auskennt.

     
  9. 4

    Dienstaufsichtsbeschwerde???
    Von wem gegen wen???
    Und warum??
    Habgier im Amt??

    Und was ist dadurch beendet?
    Die Feuerstellenschau?
    Ich hoffe nicht.

     
  10. 3

    @ Artikel : kann man sich ein solches … überhaupt vorstellen?
    Leider kann man sich im Kreis Kleve anscheinend noch vieles vorstellen was munvorstellbar sein sollte.
    Während der Grenzübertritt aus den Niederlanden nur mit Corona-Test gestattet wird, aber tunlichst ganz unterbleiben sollte, scheinen manche Branchen sich nicht so einen Kopf zu machen.
    Ein Bekannter von mir, der in der Niederung wohnt, hatte Anfang des Jahres einen ziemlichen Stress mit dem Kreis Kleve, Abt. Gefahrenabwehr, weil die dem Kreisschornsteinfegermeister die schützende Hand reichten.
    Der dort noch bis zum 1.April amtierende amtlich bestellte Feger meinte, noch kurz vor seinem Ruhestand das Geld für eine Feuerstättenschau einsammeln zu müssen.
    Wäre ja auch zu schade, wenn man das Geld dem Nachfolger gönnen müsste.
    Auch ein Hinweis auf die Pandemie, und dass man da nicht als Virenvektor von Haus zu Haus pilgern sollte, liess den Mann nicht davon abhalten. “sein” Geld noch eben in den Ruhestand mitzunehmen, wobei er dabei nicht vor falschen Beschuldigungen und Anzeigen zurückscheute.
    Erst eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Regierungsbezirk stoppte dann diesen Irrsinn.
    Jetzt berichtet mir dieser Bekannte, dass der Nachfolger im Amt des amtlich bestellten Bezirksschornsteinfegermeisters fröhlich seine Touren in der Niederung dreht, um sich vorzustellen.
    Kinder sollen möglichst nicht zu Schule und Kita gehen, auch sonst sind vermeidbare Kontakte zu meiden, und dann geht der schwarze Mann amtlich beauftragt von Haus zu Haus um Viren zu verbreiten ?
    Irgenwie hat man im Kreishaus den Schuss immer noch nicht gehört. oder ist einfach unfähig, im Pandemielage zu denken.
    Vielleicht könnte Kleveblog da nmal nachhaken, ob, und wenn überhaupt welches denn da die Gedankengänge im Kreishaus sind. Die Schreiben führen Alle den Betreff 3.1 -32 ….
    Wäre einmal interessant, zu erfahren, wie man im Kreishaus so über die Pandemie denkt.

     
  11. 2

    @JeMaHzi Und ich hatte mich schon gewundert, warum ausgerechnet das Datum unleserlich war…

     
  12. 1

    Das ist ein “Dauerplakat” bei dem nur das Datum jährlich, so es denn stattfinden darf, neu aufgeklebt wird 😉