Eines der größten Ereignisse in der Geschichte Kleves wurde nur vom Kreis-Wirtschaftsförderer bemerkt…

Schwimmende, sechseckige Inseln mit Lampions würden aus dieser Nacht eine Sternstunde machen

Es klingt ein wenig wie Nordkorea auf Speed, ist aber nur ein ganz normaler Erguss unseres geschätzten Kreis-Wirtschaftsförderers Hans-Josef Kuypers, der – natürlich – in der Ergebensheitspublikation seines Vertrauens, der Rheinischen Post, veröffentlicht wurde, offenbar ohne dass jemand noch einmal darüberliest und die Reißleine zieht, wenn von einer „Sternstunde“ die Rede ist, wenn Andreas Henseler (!) und Joachim Rasch (!) eine Sache „ausgeheckt“ hatten, wenn „einmal mehr […] der Applaus für die Wiederwahl von Sparkassen-Vorstand Wilfried Röth […] verhallt“, wenn „einmal mehr […] sich die Freude über die hohe Auslastung des Hauses und die damit verbundene hohe Zahl von Mietverträgen breitgemacht“ hatte.

Die Sternstunde, die der Rest der Welt verpasst hatte, war dann – auf der Mitgliederversammlung des Technologiezentrums Kleve (TZK), von der in der Kuypers-Kolumne die Rede ist – eine Präsentation von drei Studenten der Hochschule Rhein-Waal (Blanca Paschen, Erika Schmidt und Alvaro Burgos), die „voller Motivation“ steckten und im Falle von Blanca Paschen sogar „die Anwesenden in ihre Träume blicken“ ließ, nicht ohne noch zu erwähnen, dass ihr „die Kreis-Wirtschaftsförderung die ,Startrampe TZK‘ empfohlen“ habe.

Es geht um „schwimmende Inseln“, die Gewässer automatisch von einem Zuviel an Schadstoffen befreien sollen. Oder, im sinnbefreiten Singsang von Hans-Josef Kuypers ausgedrückt: „Unaufdringlich und geräuschlos werden ihre schwimmenden Sechsecke – kaum einen Quadratmeter groß, mal hübsch bepflanzt, mal als Lampion-Träger ausgestattet, mal als Sockel für bildende Kunst unterwegs – auf die Wasseroberflächen in Stadt und Land geschickt.“ Schön auch: „Volksbank-Vorstand Frank Ruffing jedenfalls, enger Nachbar des Spoy-Wassers und ebenfalls in der Lenker-Runde des TZK vertreten, outete sich spontan als einer der ersten Interessierten.“

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2 Kommentare

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    Es ist mir wurscht, wer in welcher Form Engagement für den Spoykanal publiziert wird. Ein Haar ist in jeder Suppe schnell gefunden. Und doch ist jedes, wirklich jedes Engagement für das Gewässer, das eine Wertschöpfung mit sich bringt, wertvoll. Auch unser Förderverein Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. steht mir Frau Paschen in Kontakt und konnte ihr schon manche Türe zeigen, hinter der sie Support bekommen könnte. Sie hat eine gute Idee auf dem Weg zu bringen und reiht sich damit ein in die Gruppen derer, die sich für dieses Stück Kleve engagiert einsetzen. Ob Ruffing, Keypers oder wer auch immer mit solchen Engagements in Berührung kommen und goldener Worte dafür finden, das ist gut. Die Haare in der Suppe zu suchen fördert kein Engagement