Der Pappelweg befindet sich nördlich der Bahngleise, insofern ist die Beschreibung des Standortes für den neuen Treffpunkt der Drogenszene, den die Stadt einrichten möchte, mit dem Namen dieser Straße etwas irreführend, denn es ist ja wohl kaum davon auszugehen, dass die Drogenabhängigen erst auf den Radweg wechseln (der nach Kellen führt) und später über die Bahngleise klettern. Also: Richtiger wäre die Bezeichnung Kalkarer Straße. Dort befindet sich südlich der Bahnstrecke ein Wäldchen, in dessen idyllischer Mitte die Stadt Kleve den neuen Treffpunkt einrichten möchte – und diesmal nicht in Form eines geschlossenen (bzw. halboffenen) Containers, sondern in Gestalt eines Wartehäuschens, wie sie früher an Bushaltestellen eingerichtet worden sind.
Doch wird der neue Standort, den der Rat in seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche mehrheitlich beschloss, akzeptiert werden? Man man das mit einigem Grund bezweifeln, oder ist wirklich anzunehmen, dass die suchtkranken Menschen sich 1,5 Kilometer über Lohengrinstraße und Kalkarer Straße bis hin zu dem Wald fortbewegen? Andreas Gebbink (NRZ) malt zudem auch noch das Horrorszenario aus, dass benebelte Menschen die vielbefahrene Straße überqueren und zum Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmer werden, denn zwischen Fußgängerweg und Wartehäuschen liegt die Haupteinfallsstraße der Stadt aus östlicher Richtung. Einen Weg direkt entlang der Bahngleise gibt es nicht, die Firmen an der Kalkarer Straße haben ihre Grundstücke bis direkt an die Bahntrasse – und hoffentlich kommen die zukünftigen Nutzer des Wartehäuschens nicht auf die Idee, die Bahngleise selbst für den Weg dorthin zu nutzen. (Scherze, die einem auf der Zunge liegen, verbieten sich hier.)


Ja, mir ist der aktuell rege Betrieb in dem Wäldchen auch schon aufgefallen. Wenn es auch während der dunklen und kalten Jahreszeit so bleibt, läge es für die Stadt Kleve sogar bestimmt sehr nahe, dort zur Steigerung der Verkehrssicherheit noch eine weitere Unterführung zu bauen. Selbstverständlich wieder so für ca. EUR 17 Mio (oder mehr?) – dann aber unter der B 57 hindurch!?
Update Drogentreffpunkt:
Wer täglich von Kleve nach Bedburg-Hau fährt, der kann seit einigen Wochen die Käufer für Drogen auf ihrem Weg von und zu dem Standort im Pappelwäldchen an der Kalkarer Straße hinter der Brücke des Klever Ringes sehen. Dieser von der Stadt Kleve eingerichtete neue Standort mit Wartehäuchen wird derzeit verstärkt von diesem Personenkreisen angenommen.
Scheinbar haben Hinweise der jüngeren Vergangenheit, bei denen seitens der Ordnungsbehörden die Szenemitglieder immer wieder auf die neue Aufenthaltsmöglichkeit hingewiesen und Werbung seitens der Stadt Kleve dafür gemacht hatte, gefruchtet. Jedenfalls scheint sich das nun auszuzahlen, wie die hohe Anzahl an laufenden und fahrradfahrenden Käufern auf dem Grünstreifen entgegen der Fahrtrichtung der Kalkarer Straße täglich zeigt.
Hier muss man als Autofahrer inzwischen aufpassen und schon mal einen großen Schlecker Richtung Mittellinie fahren, wenn die ein oder andere Person nach ihrem Konsum leicht neben sich stehend auf Wolke sieben, diesen Grünstreifen Richtung Innenstadt entlang wankt. Wie das in der dunkleren Jahreszeit dann werden soll weiß ich noch nicht. Jedenfalls fahre ich dort, wenn eine Person dort entlang läuft, nicht mehr die erlaubten 70 km/h sondern nur noch 40 km/h sicher ist sicher.
Wie man aber nun seitens der Stadt erfuhr werde noch geprüft, ob man noch für Beleuchtung und zudem für Müllbehälter sowie Sanitäranlagen an dem neuen Standort sorgen könne. Die Behörden wollen aber zunächst abwarten, ob das Buswartehäuschen weiterhin so rege wie im Moment genutzt wird, ehe weitere Infrastruktur in dem Wäldchen geschaffen wird.
So wie es aktuell ist wäre es wohl eine Win Win Situation, denn die Drogensüchtigen haben im Pappelwäldchen nach des Bahnhofes ihre Anlauf- und Konsumstelle und wären zumindestens im Moment aus anderen Teilen der Innenstadt heraus.
Wie außerdem den Printmedien zu entnehmen war, machte Bürgermeister Markus Dahmen (parteilos) in der letzten Ratssitzung wohl darauf aufmerksam, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamtes (OSD) den Treffpunkt „nach wie vor im Fokus haben und dort nach dem sprichwörtlichen Rechten schauen“.
Eine Drogensucht, den damit verbundenen Konsum, die Konsumenten / Süchtigen die täglich ihren Stoff benötigen, dass wird niemand in Kleve unterbinden können.
Also sollte man die aktuelle Standortsituation positiv sehen und schauen wir mal, wie sich das noch weiter entwickelt.
Aktuelle Statistiken , ganz leise gehalten 🤫 seit THC Freigabe “ Psychische Störungen „bei Jugendlichen gestiegen. Die schon ohne THC 🧠geschädigten bekannten Figuren sollten wegen Beihilfe… Körperverletzung i. d. Knast ☝🏼 ,empfehle für das Pack die 5⭐ Südamerika Prisiones 👍🏼😂
7.) Also ! Wer sich ,mit vollem Einsatz ,ohne Rücksicht auf Verluste 🥶 ,Klever „AMPELMÄNNCHEN“ Problematik widmet ( Bei Erfolg sei ihm /ihr eine Straße gewidmet )😳 hat meinen Respekt. 🙄 😎
Und jetzt auch noch der Streit um Ampelmännchen…als hätte Kleve nicht weitaus größere Probleme…
Einen menschenwürdigen Platz für die Abhängigen, das ist eine Aufgabe, die bekommt man hier nicht mit dem Verstand und erst recht nicht mit dem Herz gelöst, weil der Irrsinn in den Köpfen der Entscheider, z.B. an einem Millionentunnel unter drei Bahngleisen festgebunden ist.
„Würde mich sehr wundern, wenn sich die Drogensüchtigen auf den begehrten Rängen, den weitausschweifenden Rampen und dem wohlfühlfreundlich gestaltetem Tunnel dieser Unterführungsanlage nicht auf Anhieb wohl führen werden.“
Sehe ich auch kommen.
Die geplante Unterführung regt mich auch auf, weil sie einfach völlig überflüssig ist.
Es würde reichen, wenn der RE10 funktioniert.
Wo ist das Problem? Und wozu eine Verlagerung der Szene? Bis 2028 können sich die Drogensüchtigen schon noch irgendwie dort treffen, wo bis vor kurzem der Container stand. Und kurz danach wird dort dann der Herr Uhrenhaus vom Tiefstapelamt der Weltmetropole Cleve sein Weltkulturerbe-verdächtiges Monument anläßlich seines Wechsels in den Ruhestand vollendet haben: Eine ca. 12,5 Mio Euro teure, dem Herrn Uhrenhaus angemessen großzügig angelegte, amphitheatergleiche Unterführungsanlage unter den beiden noch verbliebenen Bahngleisen hindurch, bei der jedoch der Verkehrswert des Alleenradwegs und der Knotenpunkt mit Abzweig zur van den Bergh-Str. völlig auf der Strecke bleibt. Würde mich sehr wundern, wenn sich die Drogensüchtigen auf den begehrten Rängen, den weitausschweifenden Rampen und dem wohlfühlfreundlich gestaltetem Tunnel dieser Unterführungsanlage nicht auf Anhieb wohl führen werden. Zumal die dort zusätzlich vorgesehenen Spielereien mit an den Wänden herablaufenden Wasser zu einer erheblichen Verbesserung der hygienischen Verhältnisse führen wird: Die Drogensüchtigen können sich dort nicht nur ihre Extremitäten, Utensilien und so waschen, sondern die Dealer auch noch gleich ihre Hände in (vermeintlicher) Unschuld.
Die Preise hausieren, das Geld fehlt in den Taschen, aber beim Bau einer völlig übertriebenen Unterführungsanlage lässt es sich noch ungehemmt verprassen!
Eine Unterführungsanlage für 2,5 Millionen Euro würde doch reichen! 10 Millionen Euro ade! Warum?
Hallo Zusammen.
Ich bin auch der Meinung das, das der falsche Standort ist. Wie hier schon erwähnt wurde wird das neue KAG in der Nähe gebaut. Es laufen jetzt schon die Drogenabhängigen am Bahnhof am Wohnmobilplatz bis hin zur Hochschule unter der Brücke die sich dann ihre Spritze setzten. Da ich draußen beruflich unterwegs bin habe ich das schon mehr als einmal gesehen. . Wäre der Standort in Kellen Selfkant keine Option? Da besteht ja bereits eine Gebäude was als Not Unterkunft genutzt wird. Wo einige Drogenabhängigen sich schon Morgens auf dem Weg machen. Und es ist zur Zeit 24 Stunden bewacht.
Bei näherer Betrachtung bin ich jetzt entsetzt. Die Bedenken, die Andreas Gebbink angeführt hat, sind ernst zu nehmen.
Und welchen Mehrwert bringt ein „Wartehäuschen“ im Nirgendwo für die Drogensüchtigen? Da können sie sich doch gleich an die nächste Bushaltestelle setzen.
Ich bin ebenfalls der Meinung das dies der falsche Standort für die Drogenabhängigen ist. Ich denke das wenn die Abhängigen den Pappelweg benutzen ist dies unter Umständen auch eine Gefahr für die Schulkinder die den Weg mit dem Fahrrad benutzen. Außerdem würden die Abhöngigen direkt am Neubau des KAG vorbeilaufen. Herr Gebbing ist ja der Meinung das der Container nicht direkt gegenüber der Schule stehen darf. Hier weis ich aber nicht was besser ist. Warum behält man den ursprünglichen Platz einfach nicht bei und versieht diesen mit einem Sichtschutz. Möglicherweise hätte man auch die Möglichkeit in dem vorhandenen Gebäude wo sich die Fahrradwerkstatt / Garage befindet einen Raum für die Caritas zu schaffen.
Ich glaube unsere Politik trifft hier eine krasse Fehlentscheidung.