Willi gegen Michael, Runde 1

rd | 15. Juli 2010, 11:30 | 20 Kommentare

(Überarbeitet) In der Bild-Zeitung von heute lässt sich der erfolgreichste Unternehmer unserer kleinen Stadt, der nach Duisburg ausgewanderte Touristikunternehmer Willi Verhuven (“Alltours“), über das Vorhaben der Bundesregierung aus, Flugtickets künftig mit 13 bzw. 26 Euro zu besteuern. Das Überraschende: Er stimmt nicht ein in die Litanei der üblichen Jammerer und Drohkulissenerrichter vom Schlage eines Michael O’Leary. Der Ryanair-Chef ließ laut aktueller FAZ während eines Pressetermins in Mainz mit folgender Äußerung aufhorchen:

“Wir werden unsere Stützpunkte in Bremen, Hahn und in der Nähe von Düsseldorf überprüfen und einige Maschinen ins benachbarte Ausland verlegen.”

Verhuven sieht die Dinge komplett anders:

„Der Einstieg in eine wie auch immer umschriebene Besteuerung von Flugbenzin ist längst überfällig. Es kann nicht sein, dass durch Billigfliegerei und Tickets für 9,90 Euro die Umwelt verpestet wird.”

O’Leary schwingt die Standortkeule, Verhuven die Ökokeule – es sieht ganz danach aus, als ob es in dieser Region demnächst noch mehr Unterhaltungsstoff zum Staunen geben wird.

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  1. 20. Berni

    @MeinerEiner
    >Die Eisenbahnklappbrücke soll wieder gangbar gemacht werden,

    Mir wärs lieber wenn Sie wieder befahrbar gemacht würde, und zwar für die Bahn.

     
  2. 19. Der Laie

    @ Killerplautze
    die Vorgehensweise hat doch Methode, erst wird gebaut und damit Tatsachen geschaffen, wenn wir dann schon mal soweit sind, muß das Umfeld sprich Minoritenplatz auch noch neu gestaltet werden.
    Bei dem unsicheren Wasserstand des Alt-Rheines muß bestimmt der Altrhein an der Mündung durch ein neues Wehr aufgestaut werden, damit die Luxus Yachten Kleve ganzjährig anlaufen können.
    Die eingeschworene Fraktion der Abteilung Bau Steine Erden wird sicherlich
    ein preiswertes Anfangsangebot abgeben, mit der Option einer adäquaten Preisanpassungsklausel. Darfs für ein paar Milliönchen mehr sein, aber gerne, so ein Leuchtturm Objekt bauen wir nur einmal.
    Wer so viel Geld in die Hand nimmt, wird sicher einsehen,dass der Meisterbürger für seine Weltreisen dann auch noch ein Fliewatüt anstelle nur eines schnöden PKW´s benötigt.
    Als Hauer Bürger könnte ich mich ja freuen und sagen, typisch Kleve, aber hier leiden die Politiker unter Gedächtnisschwund, die haben erst gar nicht die Pampers angelegt und meinen die eigenen Hinterlassenschaften sollten doch bitte von den Bürgern beseitigt bzw. bereinigt werden.

     
  3. 18. Jochen

    Bin Gocher mit einem kleinen Handwerksbetrieb. Meint ihr mit Onkel Bernd, den Bernd Zevens? Der hat es jetzt auch geschafft, in Kellen am Hohen Weg so zu bauen wie er immer wollte. Erst sagte die Stadt Kleve nein, dann ja. Es ist einfach nur IRRE.

     
  4. 17. Killerplautze

    Nee,nee Herr Messerjocke, ich bin nicht schwarzseherisch drauf.

    Meine ja nicht, dass nur Euer Kirchspiel ein Patent auf ulkige Ausschreibungen, seltsame Grundstücksvergaben, Tochtergesellschaften, Verlustverschleierungen, Wirtschafts- und Finanzexperten und Kiesförderung hat.

    Dat können wir hier schon lange! Da ham wir ein Patent drauf! Dat is bei uns schon Tradition, ihr macht uns da nix vor! Im Gegenteil, ihr könnt noch von uns lernen!

    PS: Ich habe gerade aus dem Fenster gehorcht, ob Loock schon mit den Abrissarbeiten für die äusserst ÜBERFLÜSSIGE Eisenbahnbrücke begonnen hat, damit die zweifelsohne zahlreichen Bootsbesitzer in den sicheren Hotel-Hafen tuckern können.

    “Brauchen wir nicht! Wer Züge sehen will, soll sich gefälligst eine Märklin-Anlage in den Garten stellen”

    Stand da nicht einmal die Entwidmung des Spoykanals inklusive Schleuse als Bundeswasserstrasse aufgrund zu hoher Unterhaltskosten im Raum?
    Ach nee, das kann ja gar nicht sein!

    Wenn der sympathische, bescheidene Unternehmer nur mit einem Lid zuckt, springen Theo, Jürgen und der Rest der Bau-Rasselbande aus der Rathausruine nur mit Pampers bekleidet stundenlang über einen mit 380 Volt geladenen Elektro-Weidezaun und sagen jedesmal Danke, Onkel Bernd.

    Dat müsst ihr uns erst mal nachmachen!

     
  5. 16. Messerjocke

    Killerplautze, schluss jetzt ! Du bist wieder viel zu bockig und schwarzseherisch drauf.

    Limnanthes douglasii… so, so, weiß doch jeder, dass das ein Zitronenadmiral eine Sumpfblume ist.

    Komm mir jetzt nicht mit wetten, dass… Ich würd’se -ehrlich gesagt- nicht annehmen, die Wette.

     
  6. 15. Killerplautze

    @Schnulli, Günter

    Ich habe ein kleines Sommerrätsel für alle Freunde der Botanik:

    Wo wächst diese Blume und gedeiht prächtig? *

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/da/Limnanthes_douglasii1.jpg

    *Ich freue mich bereits auf die faulen Ausreden, weshalb die Kosten für die gedachte Einrichtung der Klappbrücken von der Stadt/Land/EU/ADFC zu 100% übernommen werden. Herrn Zevens sind die Übernahme der Kosten ja nicht zuzumuten aber ich bin mir sicher,seine Firma mit den roten Baggern wird den Bau-Auftrag in bewährter Manier bekommen.

    “Gute Pfründe stonn zusamme”

     
  7. 14. schnulli

    Oh nein, bitte nicht !!!! Die Wiese nicht auch noch zupflastern ! Hier spielt sich wenigstens noch ein bisschen “freies Leben” ab. Auch Menschen brauchen Auslauf – und auch Freiflächen gehören zum urbanen Leben (an alle ambitionierten Stadtplaner, die Kleve solches einhauchen wollen…..)

     
  8. 13. Günter

    Hotel am Spoy Kanal? Gebaut durch M. Zevens, was habe ich denn da am Samstag an der Hoffmann Alle gehört? Und aus dem Hotel Cleve wird ein Altenheim? Ich sehe schon die armen Menschen im Gänsemarsch mit ihren Rollatoren den Berg hoch laufen um in die Stadt zu kommen. Oder bekommt das Hotel-Altenheim eine Haltestelle für den City-Bus? Was passiert eigentlich mit dem ehemaligen Bürogebäude der Union, später Clever Stolz? Wäre doch was für die Stadtwerke Kleve. In Verrechnung mit den ausstehenden Geldern aus der Clever Stolz Pleite. Herr Hoffman, übernehmen Sie!!

     
  9. 12. Killerplautze

    Man könnte es auch Wahnsinn mit Methode nennen. Erst werden unter zu Hilfe nahme von nicht unerheblichen Steuermitteln die Voraussetzungen geschaffen, dann würgt man sie durch eine nationale Luftverkehrsabgabe wieder ab.
    Das verstehe nun einer, wer will. Ich nenne das politisches BSE, wobei wir wieder bei den Wiederkäuern im Stall und in den, ach nee lassen wir das mal….

    Genausowenig verstehe ich es allerdings auch, wenn gewisse Verwaltungen, die sich dem “Think green!” verschrieben haben und neben allem anderen Ressourcen schonenden Massnahmen gerne das handgeklöppelte Öko-Toilettenpapier aus Buntistan von beiden Seiten gebrauchen, ihren 1 Tages-Betriebsausflug nach Börlinn (Welthauptstadt der Herzen!) ausgerechnet mit dem Billigflieger durchführen wollen.

     
  10. 11. Konfuzius a. D.

    Aus der RP:

    Ein Sprecher der Lufthansa sagte gestern, die geplante Steuer werde sich vor allem negativ auf grenznahe Flughäfen wie Düsseldorf, Köln oder Weeze auswirken: “Deren Passagiere weichen dann auf Flughäfen in den Niederlanden aus.” Für diese Vermutung gibt es einen handfesten Grund: Die Niederlande haben vor zwei Jahren selbst eine Luftverkehrsteuer eingeführt, aber nach nur einem Jahr wieder abgeschafft. Die Airports hatten zu viele Passagiere ans Ausland verloren. Ralph Beisel, Sprecher des Flughafen-Verbandes ADV, nennt die geplante Ticket-Steuer deshalb einen “Exportschlager für ausländische Flughäfen”.
    —————————————

    Und wen wird es treffen. Na der Business Manager wird weiterhin Lufthansa am DUS fliegen. Und der Billigflieger? Dann fang im Kreis mal an zu sparen, auch wenn dank Sommerferien die nächste positive Meldung aus Weeze sicher nicht lange auf sich warten läßt.

     
  11. 10. RumsdieKuh4Ever

    @MeinerEiner

    Wenn der symathisch, bescheidene Unternehmer jetzt genau so lange wartet, wie beim ersten Versuch, dann können wir dort intensive Forstwirtschaft betreiben.

    Vielleicht kann er ja die ausstehenden Verbindlichkeiten aus der Insolvenz der Clever Stolz in den Baukosten verstecken und die Gläubiger auszahlen.

    Er ist wirklich ein guter Mensch dieser Charlie Brown.

    An Stelle der Stadtwerke würde ich für Gas und Wasser-Lieferungen auf Vorkasse bestehen.

     
  12. 9. Meiner Einer

    @ Ralf Daute und RumsdieKuh4ever

    Es soll sich um ein 25Mio-Europrojekt handeln, inkl. eigens angelegter Marina. Die Eisenbahnklappbrücke soll wieder gangbar gemacht werden, die Gasleitung wird verschwinden. Die “Duffelt” soll z. B. so wieder näher an die Innenstadt gebracht werden, um die unendlichen Touristenströme aufzufangen. Allerdings wartet MZ noch ab, da eventl. die Kosten für die Brücke und der Gasleitung im Bottich der Hochschulkosten versinken müssen.

    @ ureinwohner

    Der grössere globale Feind ist mir jedenfalls nicht ersichtlich. Auf der einen Seite bedient jemand die Wünsche seiner Kunden, auf der anderen Seite betoniert jemand ganze Straßenzüge. Die bebaute/versiegelte Fläche in NRW steigt stetig, somit kann der Baulöwe sicherlich auch nicht als ökologisch nachhaltig betrachtet werden.

    Schlimmer finde ich jedoch Leute wie Herrn O´Leary, die mit durch Steuersubventionen (Kerosin) und Steuermodellen (Abschreibungen, Saled-and-Leased-back) Flugpreise anbieten, zu denen ich noch nichtmal mit dem Fahrrad fahren kann. Die Menschen verkennen durch 5,99Euro von Weeze bis nach Marrakesh doch die tatsächlichen Kosten. Allein im Vergleich der Bahnkarte Kleve-Düsseldorf.

    Es ist an der Zeit, den Menschen reinen Wein einzuschenken, auch wenn die Wahrheit wehtut. Mit der Gesundheitsreform ist es doch genauso. Warum nicht eine Kopfpauschale, damit die Menschen mal merken, was es pro Kopf wirklich kostet. Bei des deutschen liebstem Kind, dem Auto, interessiert es die meisten Kunden doch auch nicht, was die Klimaanlage oder die Aluflegen Aufpreis kosten. Braucht man halt. Aber wehe, wir sollen für den Flug nach Malle 13 Euro mehr bezahlen, oder vielleicht 5 Euro je Arztbesuch Praxisgebühr.

    Aber viele unserer Politiker sind einfach nur feige, reinen Tisch zu machen. Aus Angst, nicht wiedergewählt zu werden und vielleicht die Pensionen zu verlieren.

    Es ist doch wie mit der Ökosteuer auf Benzin. Wo landet das Geld? In der Rentenversicherung. Und die letzte Anhebung der Tabaksteuer? Löcher stopfen für die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Also: Rasen für die Renten und Qualmen für Afghanistan. Es muss mal aufgeräumt werden, aber da traut sich keiner ran.

     
  13. 8. ureinwohner

    es ist halt nicht von der hand zuweisen das die hauptsächliche unternehmerische betätigung des herrn verhuven dem planeten den wir noch bewohnen tiefere wunden zugefügt hat als die des herrn zevens.

    wer da von ökokeule spricht – ich weis nich.

    der grössere globale feind is mir auf jeden fall klar ersichtlich.

     
  14. 7. ureinwohner

    die die bösen sind oft gut
    und die guten sind gerissen

     
  15. 6. RumsdieKuh4Ever

    @Ralf Daute

    Du willst doch nicht etwa andeuten, dass das Bauamt……

    Nein, DAS kann ich mir nicht vorstellen. 🙂

    (mit Dank an einen anderen Tippgeber!)

     
  16. 5. ralf.daute

    @Rdk4ever Ursprünglich wollte Verhuven dorthin, aber die Seilschaften funktionieren hier eben noch bestens…

     
  17. 4. RumsdieKuh4Ever

    @Herr Zevens plant doch bereits sein nächstes Zuckerstückchen. Das Hotel Cleve wird zur Seniorenresidenz für uns Bestverdiener umgebaut, dafür entsteht auf der bisher einzigen Grünfläche jenseits der Klinkerwüste na, was wohl????

    Richtig, ein Hotel!

    (mit Dank an den Tippgeber!)

     
  18. 3. Becel

    Schwarzes Schaf:
    mit Willi Verhuven sind schon viel geflogen;
    durch den anderen auch!!

     
  19. 2. Schwarzes Schaf

    @Kle-Master
    da gebe ich Dir vollkommen Recht. Solche Unternehmer braucht man.
    Unternehmer, die zu ihrem Wort stehen, denen Profit nicht alles ist!
    Aber ist nicht nach Kleveblog der erfolgreichste Unternehmer aller Zeiten in unserer kleinen Stadt, der allseits beliebte MZ?
    (na ja, es mag vielleicht den einen oder anderen geben, der ihn nicht so mag)

     
  20. 1. Kle-Master

    Bravo ! Da hat der Willi völlig recht und macht abermals nach seiner aufsehenerregenden Investition am Klever Opschlag eine gute Figur.
    Alle Achtung vor solchen gewissenhaften Unternehmern – aus Kleve.