Stadt zählt Hunde, klingelt an jeder Haustür

Zahlen deine Halter, Nelli?

Grob gerechnet, hält einer von zehn Klevern einen Hund. Aktuell geht die Stadt Kleve davon aus, dass 4406 Hunde in der Stadt leben. Das sind die, die bei der Verwaltung angemeldet worden sind. Gibt es darüber hinaus noch mehr? Das ist die große Frage, die die Stadt Kleve ab Mitte April mit beträchtlichem Aufwand klären möchte: Jeder Haushalt in Kleve wird kontrolliert!

Ab dem 15. April 2026 wird die Stadt Kleve in Zusammenarbeit mit der Springer Kommunale Dienste GmbH im gesamten Stadtgebiet eine Hundezählung durchführen. Das hatte die Stadtverwaltung zum Ende des vergangenen Jahres bereits angekündigt. Jeder Haushalt in Kleve wird dann besucht und auf eine mögliche Hundehaltung überprüft. Stellt die Stadt Kleve eine unangemeldete Hundehaltung fest, werden Nachzahlungen fällig.

Bei der Bestandsaufnahme wird jeder Haushalt im Stadtgebiet mindestens einmal durch Mitarbeitende des beauftragten Unternehmens besucht. An der Haustür werden die Anwohnerinnen und Anwohner dazu befragt, ob sie Hunde halten. Ein Recht zum Betreten der Wohnräume haben die Mitarbeitenden selbstverständlich nicht. Wohnungen dürfen demnach nur dann betreten werden, wenn Bewohnerinnen und Bewohner das explizit erlauben. Alle Mitarbeitenden des Unternehmens können mit Dienstausweisen belegen, dass sie im Auftrag der Stadt Kleve unterwegs sind. Die Besuche finden montags bis samstags statt. 

Falls im Zuge der Kontrollen nachgewiesen wird, dass Hunde nicht angemeldet wurden, muss die Hundehalterin oder der Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung und einem Bußgeld rechnen. Eine unterlassene Hundeanmeldung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Die An- und Abmeldung eines Hundes kann ganz einfach online unter www.kleve.de/hundesteuer erledigt werden. Die Übersendung der Hundemarke erfolgt dann in der Regel innerhalb weniger Wochen. Grundsätzlich gilt, dass Klever Bürgerinnen und Bürger einen Hund innerhalb von zwei Wochen nach Aufnahme in den Haushalt bei der Stadt Kleve anmelden müssen.

Die Hundesteuer nach der Hundesteuersatzung der Stadt Kleve beträgt zur Zeit jährlich, wenn von einer oder mehreren Personen gemeinsam in einem Haushalt

  • ein Hund gehalten wird 60 Euro,
  • zwei Hunde gehalten werden 90 Euro je Hund,
  • drei oder mehr Hunde gehalten werden 108 Euro je Hund,
  • ein oder mehrere Hunde gemäß Anlage 1 der Landeshundeverordnung sowie § 10 LHundG NRW gehalten werden 480 Euro je Hund.

Gefährliche Hunde im Sinne dieses Gesetzes sind Hunde, deren Gefährlichkeit nach Absatz 2 vermutet wird oder nach Absatz 3 im Einzelfall festgestellt worden ist.

Gefährliche Hunde sind Hunde der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden. Kreuzungen nach Satz 1 sind Hunde, bei denen der Phänotyp einer der dort genannten Rassen deutlich hervortritt. In Zweifelsfällen hat die Halterin oder der Halter nachzuweisen, dass eine Kreuzung nach Satz 1 nicht vorliegt.

Im Einzelfall gefährliche Hunde sind

  1. Hunde, die entgegen § 2 Abs. 3 mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität ausgebildet, gezüchtet oder gekreuzt worden sind,
  2. Hunde, mit denen eine Ausbildung zum Nachteil des Menschen, zum Schutzhund oder auf Zivilschärfe begonnen oder abgeschlossen worden ist,
  3. Hunde, die einen Menschen gebissen haben, sofern dies nicht zur Verteidigung anlässlich einer strafbaren Handlung geschah,
  4. Hunde, die einen Menschen in Gefahr drohender Weise angesprungen haben,
  5. Hunde, die einen anderen Hund durch Biss verletzt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben,
  6. Hunde, die gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen oder andere Tiere hetzen, beißen oder reißen.

Die Feststellung der Gefährlichkeit nach Satz 1 erfolgt durch die zuständige Behörde nach Begutachtung durch den amtlichen Tierarzt.

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46 Kommentare

  1. 46

    @45 Es war keine Berichtigung Ihres Kommentars, sondern eine Bestätigung plus Zusatzinfo.

  2. 44

    @43 Ja, in Graz wurde sie 2019 abgeschafft, aber ansonsten gibt es sie in Österreich meist.

  3. 43

    TOLL … unsere Tochter studiert in Graz (A) und dort gibt es gar keine Hundesteuer !
    Wäre ja auch mal eine Idee … wieviel Beamte man sich dadurch ersparen könnte!

  4. 42

    @40 Achtung: Wenn er anfängt, Pakete, auch für die Nachbarn, anzunehmen, könnte es schon ein steuerpflichtiges Gewerbe sein…

  5. 41

    Was ist eigentlich mit meinem Robo-Hund? Muss ich den nun auch anmelden oder ist der steuerfrei?

  6. 40

    Die Hunde sind doch nur ein kleiner Teil!
    Die Meinung fast aller Parteien zu den Kürzungsvorschlägen sind inzwischen auch protokolliert, besser gelistet, leider für Normalsterbliche nur begrenzt verständlich:

    https://ris.kleve.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZYUEPrrJWmDlECyxG4lkPlNXGRLjyKB3cC48Su7AU2ox/Anlage_1_-_Rueckmeldung_der-Fraktionen_Baustein_A_Aufwendungen.pdf

    Leider gibt es hier mehr Leute die sich für die Hundesteuer interessieren als Personen die bei der Online-Befragung mitgemacht haben (gerade sind es dort 24)…. https://beteiligung.nrw.de/portal/kleve/beteiligung/themen/1024378

    Im Ratsportal gibt es noch weitere intressante Dokumente beim Unterausschuss Haushaltssicherung, die ich hier nicht alle verlinken will, da sie eh alle öffentich sind.

    Mir ist noch nicht klar, ob es jetzt nur noch ums finanzielle Kürzen geht, also Rasenmäher bei den freiwilligen Leistungen oder noch um die Entscheidung, was die Stadt inhaltich eigentlich so machen will und soll (mal abgesehen davon, was sie durch Vorschriften des Bundes, des Landes machen muss) – und dann natürlich auch bezahlen muss.

  7. 39

    @24

    Vermögensteuer

    Die wird doch gar nicht erhoben.

    @37

    gut sichtbar von der Straße aus am Haus angebracht werde

    Wo ist denn da der Sinn? Die Adresse der Halter angemeldeter Hunde hat die Stadt doch eh. Diese Haushalte werden wahrscheinlich auch nicht primär aufgesucht.

    Helferhunden, Therapiehunden, Besuchshunden

    Können die (wie Blindenhunde) nicht eh vond er Steuer abgesetzt werden?

    können dies direkt der Steuerstelle melden.

    Ich glaub die Zeiten in denen das Anschwärzen gang und gäbe war wünscht sich keiner zurück. Gibt ja schon genug Stress wenn ein normaler Bürgher einen Falschparker meldete (was ich eigentlich ok finde)

    @23

    Nach 14 Tagen erhielt ich den (Hunde) Steuerbescheid und die Steuermarke.

    Cool, dann dürfen Sie ja jetzt offiziell überall hinkacken. 🙂

  8. 38

    An 34

    Sie haben ja schon Recht mit ihren Ausführungen
    Ich teile sie zu 100%

    Ich wollte der Diskussion sowas wie ein bisschen Wokeness beisteuern
    So in die Richtung Du kannst denn Stuss den ich verzapfe nicht mit Beweisen widerlegen also hab ich Recht und du bist ein Fasch….

    Satire halt
    Bin halt ein Schelm

    Ich vermisse die Daumenfunktion

  9. 37

    @35 Rainer Hoymann

    Jau, das wäre es doch:

    Jedes Jahr erhalten Hundehalter mit dem Steuerbescheid einen kleinen, kreisrunden Aufkleber für jeden gemeldeten Hund. Dieser muss – ähnlich wie die TÜV-Plakette beim Auto – gut sichtbar von der Straße aus am Haus angebracht werden und wechselt jährlich die Farbe.

    Das dient nicht nur der behördlichen Kontrolle, sondern nutzt geschickt das „Anschwärz-Prinzip“ zur Effizienzsteigerung: Nachbarn, die regelmäßig einen Hund beobachten, aber den passenden Aufkleber am Haus vermissen, können dies direkt der Steuerstelle melden.

    Noch weiter gedacht: Künftig könnte dieser Aufkleber mit einem elektronischen Tag ausgestattet werden. Die Fahrzeuge der Müllabfuhr würden das Signal bei der wöchentlichen Leerung automatisch erfassen und die Daten direkt an die Verwaltung übermitteln, wo sie digital „verwurstet“ werden.

  10. 36

    Offtopic: Ich bin der Meinung, dass das Halten von Helferhunden, Therapiehunden, Besuchshunden, Epilepsiewarnhunden oder andere Assistenzhunden von der Hundesteuerpflicht befreit werden sollte.

  11. 35

    Mir schwebt folgender Aushang an unserer Hauseingangstür vor: „In diesem Haus wohnt auch EIN Hund.

    Dieser ist ordnungsgemäß angemeldet.“

    Man hilft schließlich, wo man kann :-).

  12. 34

    32.
    Sie wissen aber schon, dass sich ein Hund in besseren Naturgebieten, als bewusst, von Menschen der Einfachheit halber, in Wohnstraßen, „ausgeführt“ zu werden?
    Ich weiß, wovon ich schreibe!
    Haben Sie praktische Ahnung von guter, naturbewusster Gartenkultur und Gartenarbeit!
    Sie mögen doch schöne Vorgärten in denen sich Vögel, Bienen, Käfer und Erdgetier wohlfühlen, ODER?
    Es ist sehr unangenehm, da zu gärtnern, wenn das als Hundeklo benutzt wird ….. die Hunde können nichts dafür, wenn sie von den Menschen dort bewusst hingeführt werden!!!

  13. 33

    KI sagt:

    „Laut Berichten aus den Vorjahren liegen die Erträge für die Stadt meist zwischen 250.000 € und 300.000 €“

    Ob man bei dieser Einnahme für NICHTS (bzw. ein paar Hundeköteltüten), mal für einen großen und ordentlichen Hundeplatz in Kleve sorgen könnte?

    Da überall im öffentlichen Bereich Leinenpflicht herrscht, muss jeder der sich an Recht und Ordnung hält, mit seinem Pfiffi auf einen Hundeplatz um ihn artgerecht zu halten. Genau deshalb betreibt die Stadt Kleve in Verpachtung einen fragwürdigen „Hundeplatz“ an der Spyckstraße. Neben einem, milde gesagt – ungepflegten – Unterstand und „lustigen“ Publikum, kostet diese Traumlocation 4,00 Euro pro Hundebesuch.

    In Nordrhein-Westfalen gibt es zahlreiche kostenlose Hundeplätze, wie auch eingezäunte Hundewiesen, auf denen sich Hunde frei austoben können.

    Wenn Kleve sich v. g. bei künftiger Hundesteuer von mindestens 250.000 Euro per anno nicht leisten kann, da soll einer den Klever Rat verstehen (?).

  14. 31

    Zu 11

    Könnte auch ein Hinweis auf einen im Stadtgebiet ansässigen WOLF sein

  15. 30

    Als steuerzahlender Hundebesitzer vermisse ich im Klever Stadtgebiet den ein oder anderen Müllbehälter, um seine kleinen roten Tütchen ( und nicht nur die) zu entsorgen. Vielleicht könnte man mit den Einnahmen aus der Hundesteuer dort mal ein wenig nacharbeiten…

  16. 29

    24 .) 🤏🏼 Frage ! Ist die „Sekt Steuer“ 👍🏼 noch aktuell um endlich die Kaiserliche Kriegsflotte flott zu machen um unsere schönen🌴 Pazifischen Kolonien🌴 😢 zurück zu holen ? 😳 😇

  17. 28

    @23. Kann man davon ausgehen, dass Sie die Hundesteuer jetzt nicht mehr zahlen? Das würde mich beruhigen… Aber ziemlich geile Idee gewesen 😂

    Bei Ihrer Rechnung haben Sie jetzt nicht berücksichtigt, dass der einmal aufgespürte Hund nicht mehr verschwiegen werden kann und fortan jedes Jahr Geld ins Stadtsäckel bringt, während die Erhebung eine einmalige Angelegenheit ist (Wiederholungsbesuche inkludiert). Natürlich ohne Hausdurchsuchung.

    Warum nicht Geld einsammeln für Gehwegreinigung, Abfallbehälter für Hinterlassenschaften und deren Wartung etc ?

  18. 27

    @24 Habe mal durchgezählt, bin von zwölf der genannten Steuerarten betroffen. Wobei Steuerklasse 1 am meisten reinhaut. Mittlerweile zahle ich zusätzlich freiwillig in die RV ein, um das zu versteuernde Einkommen zu verringern 🙃

  19. 26

    @23. Jens-Uwe Habedank

    Sehr interessant …… und was haben Sie dann mit Ihrer persönlichen Steuermarke gemacht?
    😉

  20. 24

    Abgeltungssteuer
    Baulandsteuer
    Beförderungssteuer
    Biersteuer
    Börsenumsatzsteuer
    Branntweinsteuer
    Einkommensteuer
    Energiesteuer
    Erbschaftsteuer
    Ergänzungsabgabe
    Feuerschutzsteuer
    Getränkesteuer
    Gewerbesteuer
    Grunderwerbsteuer
    Grundsteuer
    Hundesteuer
    Hypothekengewinnabgabe
    Investitionssteuer
    Jagd- und Fischereisteuer
    Kaffeesteuer
    Kapitalertragsteuer
    KFZ-Steuer
    Kinosteuer
    Kirchensteuer
    Körperschaftsteuer
    Konjunkturzuschlag
    Lohnsteuer
    Mineralölsteuer
    Ökosteuer
    Rennwettsteuer
    Schaumweinsteuer
    Schenkungsteuer
    Solidaritätszuschlag
    Spielbankabgabe
    Spielkartensteuer
    Stabilitätszuschlag
    Stromsteuer
    Tabaksteuer
    Tanzsteuer
    Teesteuer
    Tonnagesteuer
    Umsatzsteuer
    Vergnügungssteuer
    Vermögensabgabe
    Vermögensteuer
    Verpackungssteuer
    Versicherungssteuer
    Wechselsteuer
    Wertpapiersteuer
    Zuckersteuer
    Zündwarensteuer
    Zweitwohnungssteuer

  21. 23

    Sehr Lustig – Auf der einen Seite setzt die Stadt ALES daran die ihr (zurecht zustehende) Hundesteuer einz zu treiben. Ob die grenzwertigen Aktionen, bis hin zur genötigten Hausdurchsuchung, da auf Verständnis stossen mag fraglich sein.

    Gehen wir mal davon aus, dass 4.000 Hunde in Kleve „schwarz“ sind ( Das ist schon sehr hoch gegriffen) – Das wären dann 240.000 Euro an Mehr-Einnahmen; Was kostet denn dann so eine Aktion wie diese übergriffige „Hundezählung“..?

    In Kleve gibt es keine Pferdesteuer – gleichwohl aber werden Reitwege im Reichswald stets und ständig ( so z.B. nach Kiryll in 2007 – wo Allein die Reitwege zunächst mal, und eben nicht die Wege für Spaziergänger, renoviert wurden) gewartet/ gepflegt.
    Pferdewege sind wichtiger als Menschenwege – und man handelt nun wegen Hunde…!?

    Pardon – Ist da hier ein Überwachungstaat, der hier Stärke demonstrieren will?

    Im Übrigen: Mal zur Kompetenz der Klever Stadtverwaltung:
    In 2011 oder 2012 habe ich mich selbst als Hund online angemeldet:
    – Größe; 1,76 m
    – Gewicht: 79 kg
    – Rasse: Möter
    -Alter: 47 Jahre
    ….
    Nach 14 Tagen erhielt ich den (Hunde) Steuerbescheid und die Steuermarke.
    Gerne habe die damals 27 Euro bezahlt – Ein System von damals 130 Mio Euro zu entblössen war es mir wert…

  22. 22

    @20 Ist mir schleierhaft, warum die Stadt Kleve es so kompliziert macht und eine Registrierung fordert. Ich habe keine Lust, mich überall zu registrieren, wieder ein neues Passwort etc.

    Für Sparvorschläge sollte es auch so gehen.

  23. 21

    @20

    „Die Vergangenheit können wir nicht verändern, aber die Zukunft gestalten.Lasst uns deshalb gemeinsam dafür sorgen, dass solche (Fehl-)Ausgaben wie (z.B.) bei der Schleuse in dieser Stadt nicht wieder passieren.“

    Genau das meine ich!

  24. 20

    Die Vergangenheit können wir nicht verändern, aber die Zukunft gestalten.Lasst uns deshalb gemeinsam dafür sorgen, dass solche (Fehl-)Ausgaben wie (z.B.) bei der Schleuse in dieser Stadt nicht wieder passieren.

    Eine gute Gelegenheit dazu ist die – noch bis Sonntag, 12.04.2026, laufende – Online-Beteiligung, bei der die Stadt Kleve von den Bürger:innen (Ein-)Sparvorschläge abfragt: https://beteiligung.nrw.de/portal/kleve/beteiligung/themen/1024378

    Für Hintergrundinfos eignet sich die Niederschrift des Unterausschusses Haushaltsstabilität: https://ris.kleve.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZR1xn5kudKkTgxCmrx6Y0vx2fHck4pZmQk3GD9RLkYhx/Oeffentliche_Niederschrift_Unterausschuss_fuer_Haushaltsstabilitaet_und_Steuerung_18.03.2026.pdf

  25. 19

    Apropos ungerechte Steuer:

    Viel interessanter ist, dass jemand, der schwer geerbt hat und nur vom Vermögen des Erblassers lebt (da gibt es genügend von!!) , keine Kirchensteuer zahlt (allenfalls auf die Zinsen des Vermögens = vernachlässigbar), während jemand der jeden Tag malocht regelmässig von seinem Lohn fette Kirchensteuer zahlt. Wenn er das nicht tut: Hölle und ewige Verdammnis!!!! (*)

    Während zudem derjendige der nur vom Vermögen lebt und nicht arbeitet von der Kirche hofiert und geehrt wird, wenn er nur einen Bruchteil dessen was ein Malocher an Kirchensteuer zahlt, der Kirche als Spende gibt: Himmel und ewiges Paradies.

    (*) Das ist keine Ironie: Das ist die ganz offizielle Sichtweise der kath. Kirche.

    Und noch viel ungerechter ist es dass sich weder Beamte noch Ärzte noch Architekten noch Rechtsanwälte an den allgemeinen Kosten für Sozialleistungen beteiligen. Diese werden trotz Bundeszuschuss aus Steuermitteln (den ALLE zahlen, auch die gesetzlich Versicherten, daher oben ‚angemessen‘) immer noch zum grossen Teil als versicherungsfremde Leistungen aus GKV-Beiträgen und GRV-Beiträgen (Mütterrente) bezahlt.

    DA sollte man mal ran. Aber das traut sich der Klingbeil nicht, und der Merz will es gar nicht. Der schützt seine priviliegierten Schäfchen und beschimpft die die alles bezahlen als faul und zu oft krank. Während seinen Beamten und der ÖD in diesem Land flächendeckend gerade wieder fast 6% mehr und zudem noch einige zusätzliche Urlaubstage geschenkt wurde.

  26. 18

    Wenn ich mir ein Auto, ein Haus oder einen Hund zulege muss ich Steuern bezahlen. Das weiß ich VORHER! Wenn ich das nicht möchte, lasse ich es. Da kann man auch über die Stadt meckern, die Geld verpulvert oder über seine persönlichen Nachteile jammern – es bleibt einfach: Steuerhinterziehung!
    Ich habe mich hier schon gewundert, das nicht dieses Mal auch wieder die vielen Barbershops in Kleve Schuld an der Misere sind.

  27. 17

    @14,15

    Ich versuch‘ gerade krampfhaft ne Brücke zu finden von unregistrierten Kötern zu Kleve-Nijmegen…

    😀

  28. 16

    Eine gut geführte Stadt maximiert die Einnahmen und begrenzt die Ausgaben auf das Sinnvolle. Beides ist wichtig, wurde und wird in Kleve nicht praktiziert. Nun soll endlich mal dein Teil der Einnahmen GERECHT gestaltet werden, und schon geht das Mimimi los.

    Mich kontrollieren? Ich bin doch besser als Andere. Ich will eine Extrawurst! Nicht wahr, Beitrag #2?

    Es hat natürlich Jeder das Recht die Tölenkontolle zu kritisieren, weil das Pferd sein von hinten aufgezäumt wird, solange dringendere und lukrativere Maßnahmen nicht durchgeführt werden. Ich erspare mir hier Beispiele. Erstens kennt jeder der Leser hier genug davon, und zweitens kann man mich direkt fragen. Aber irgendwo muss angefangen werden, Schmarotzer an der Allgemeinheit zu bedrängen – der Ehrgeiz darf nur nicht erlahmen.

  29. 15

    @13

    Das Thema Schleuse Brienen mag dir nicht schmecken, aber der Kern ist derselbe: Verantwortung. Nur weil ein Thema komplexer ist als das andere, macht es meine Argumentation zur Hundesteuer nicht weniger valide.

  30. 14

    Oh Mann, diejenigen, die sich nun hier wegen der Zählung aufregen: regt Ihr Euch auch auf, wenn die Polizei Geschwindigkeitskontrollen durchführt und Strafmandate ausstellt, wenn das Ordnungsamt Park-Knöllchen verteilt, der Fahrkartenkontrolleur die Schwarzfahrer erwischt?
    Warum nun die Aufregung bei der Hundesteuer? Es ist doch gut, dass die Stadt sich vorab mal bei anderen Kommunen umgehört hat, ob es sich lohnt etc. und nicht einfach, wie bei vielen anderen Sachen, blind drauf los rennt.

    Benno

  31. 13

    @12 Er kann es einfach nicht lassen, das Thema Schleuse und Stadt am Wsser ist endgültig durch, muss das den jedesmal aufs Tapet gebracht werden!!!

  32. 12

    Ich bleibe ja dabei: Wenn ich zurückblicke, wieviel (Steuergeld) die Stadt Kleve iVm mit der politischen Auseinandersetzung mit dem Projekt Sportbootschleuse in den Sand gesetzt hat, ohne das auch nur einer der Akteure für diese fahrlässige und m.E. sogar vorsätzliche Verletzung des Gebotes der Wirtschaftlichkeit und des Gebotes zum sparsamen Umgang mit Steuergeldern sanktioniert wurde, klingt diese Maßnahme zur Ertragsmaximierung zugunsten des Klever Haushaltes durch Hundesteuern fast wie Hohn. Irgendwie passt hier etwas nicht ganz zusammen…

    Für diejenigen, bei denen es noch nicht angekommen ist: Es wurde von der Stadt Kleve als Co-Auftraggeber mit der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt aus Bonn eine Entwurfsplanung für eine Sportbootschleuse an ein Fachingenieurbüro in Auftrag gegeben, obschon eine Sportbootschleuse aus tatsächlichen Gründen überhaupt nicht gebaut werden kann. Denn es war schon vor dieser Beauftragung mindestens für die technische Verwaltung erkennbar, dass ein Teil der denkmalgeschützten Schleuse ausserhalb der Deichschutzzonen I und II steht und daher dort der Grundsatz „Hochwasser-/Deichschutz geht über Denkmalschutz“ nicht anwendbar ist. Das geht aus den Bauzeichnungen (Schnittzeichnung), die im Auftrag des DVXK erstellt wurden, hervor. Nicht genug, dass die Verwaltung diese Tatsache übersehen hat. Sowohl Verwaltung als auch Politik haben ausdrückliche Hinweise schlichtweg ignoriert. Damit begründe ich den Vorsatz. Stattdessen wurden zahlreiche Stunden in den Verwaltungsbüros sowie in den politischen Organen verbraten, um sich mit der Entwurfsplanung und der Finanzierung des utopischen Projekts zu beschäftigen.

    Ja, ich weiss, es wird hier wieder einige nerven, dass die Schleuse wieder erwähnt wird, aber in den Kontext der in diesem Artikel beschriebenen „Steuermaßnahme“ muss hier einmal mehr das widersprüchliche Verhalten der Stadt Kleve benannt und die Finger in die Wunde gelegt werden.

  33. 11

    Eine große Bitte an Hundehalter:
    Bitte führen Sie Ihre Vierbeiner in Ihrer Wohnstraße aus, und benutzen Sie nicht die Vorgärten derjenigen, wo es nachweislich in der ganzen Wohnstraße gar keinen Hund gibt!

  34. 10

    Wir haben selber 2 Hunde, und natürlich Ordnungsgemäß angemeldet (bei Einzug vor circa 20 Jahre hat der Stadt uns sogar angerufen, weil nette Nachbarn unsere Hunde, schon mall sicherheitshalber, bei der Stadt gemeldet hatten 🙂 ).

    #9: „Um das Ganze mal mit Zahlen und Fakten zu unterlegen:Laut Stadt Kleve liegen die einmaligen Kosten der Hundezählung bei ca. 25.000–30.000 €“.

    Aber das man mit Kosten von circa € 25.000 bis € 30.000 durchkommt, kann ich kaum glauben. Wurde mich sehr interessieren, was das ganze Kostet.

    Generell ok, das die Stadt versucht, „Schwarz-Kacker“ zu erwischen, Finde aber eine Tür zu Tür Kontrolle irgendwie ethisch doch Schwierig.

  35. 9

    Um das Ganze mal mit Zahlen und Fakten zu unterlegen:Laut Stadt Kleve liegen die einmaligen Kosten der Hundezählung bei ca. 25.000–30.000 €.Seit der Ankündigung gab es bereits 75 Selbstanzeigen, teilweise mit mehrjährigen Steuernachzahlungen. Wie positive Erfahrungen aus Nachbarkommunen wie Uedem und Kalkar zeigen, übersteigen die zusätzlichen Einnahmen die Kosten der Aktion. Ferner weiß man, dass Hundezählungen dort zu mehr Akzeptanz, besserer Übersicht und höheren Steuereinnahmen geführt haben, weshalb die Stadt Kleve dies im Rahmen ihrer kommunalen Steuerhoheit zur Erreichung von Steuergerechtigkeit und Sicherung kommunaler Einnahmen als sinnvoll einschätzt.

  36. 8

    Es klingt nach verspätetem Aprilscherz…

    Aber es ist natürlich grundsätzlich richtig, dass die Stadt die vorhandenen Hunde erheben darf, um die Daten mit den angemeldeten Hunden abzugleichen.

    „Bei der Bestandsaufnahme wird jeder Haushalt im Stadtgebiet mindestens einmal durch Mitarbeitende des beauftragten Unternehmens besucht. An der Haustür werden die Anwohnerinnen und Anwohner dazu befragt, ob sie Hunde halten.“ (kleve.de)

    Manche werden vielleicht behaupten, der im Hintergrund bellende Hund sei ein KI-Tool. In Augenschein nehmen dürfen die Kontrolleure den Hund nämlich nicht. Dass die Hundehalter damit durchkämen, ist aber trotzdem fraglich…

    Jedenfalls sind die Leute des externen Dienstleisters nicht zu beneiden. Das sollte vielleicht jeder Hundehalter bedenken.

  37. 6

    Und schon wieder wird sich hier über die Behördenwillkür groß und breit echauviert. Es ist doch nur Recht und Billig das ein Hundehalter auch die notwendige Steuer für seinen Vierbeiner zu entrichten hat.
    Das haben schon andere Städte am Niederrhein in den letzen 3 Jahren durchgeführt, zuletzt war es die Stadt Goch in 2025. Es brachte der Stadt seit Bekanntgabe und dem Beginn der Hundebestandsaufnahme im Oktober rund 500 Neuanmeldungen über das städtische Meldeportal, dabei sind noch nicht die Hunde erfasst die die Kontrolleure bei ihren Kontrollen ermittelt hatten. Und kostenmäßig lohnt sich dieser einmalige Kontrollaufwand für die Städte durch eine extern beauftragtes Unternehmen auf jeden Fall, denn die Hundesteuer fällt für den Hund bis zu seinem Ableben ja jährlich an.
    Ich finde es nur fair denjenigen Hundehaltern gegenüber, die ihre Hunde freiwillig bei der Stadt ordnungsgemäß anmelden und auch die Hundesteuer entrichten.

  38. 4

    Warum die Aufregung. NS Staat, Bürger melken bla bla bla. Mit den Argumenten darf ich über jede rote Ampel fahren, an Schulen mit 100 vorbeidonnern, Lebensmittel ohne zu Bezahlen beim Edeka mitnehmen und und und.
    Die eine Seite versucht zu bescheissen und meldet den Hund nicht an, die andere Seite findet das doof… so ist das eben. Es gibt gesellschaftliche Regeln und Verpflichtungen, wenn sich jeder etwas dran hält, ginge es uns allen ein Stückchen besser 💁

  39. 3

    Hallo zusammen, so ist das wenn bei den Menschen nichts mehr zu holen ist dann eben bei den armen Hunden und somit doch wieder bei uns.
    Ich habe keinen Hund aber für alleinstehende ist das Medizin und eine Aufgabe . Aber egal die Stadt braucht eben sehr viel Geld zum verpulvern und zum investieren in irgendeine Sache die mehr oder weniger Sinn macht.

  40. 2

    Mich kontrollieren ? 😠 Da läutet für mich so ein 🤏🏼 NS / Kommunisten 🔔 chen. 🙄 Befragung oder sich informieren hört sich für mich wesentlich zivilisierter an. 🤔 😇

  41. 1

    Was kostet diese städtische Hundezählung in Kleve, durchzuführen von einem externen Unternehmen aus Aachen, die Steuerzahler in der Realität?
    Wie lautet die Gegenrechnung, Hundesteuereinnahmen gegen Steuergeldausgaben für externe Hundezählung? Wer geht mit finanziellem Gewinn aus dieser Vorgehensweise hervor? 😉
    Hat man dann auch in der Praxis Listen mit, welche Hunde schon besteuert werden, oder geht man einfach drauf los?
    Hat man vor Beauftragung auch Rezensionen geprüft?