NRZ: Spreen: Bahnlinie: Niemals

rd | 14. November 2018, 21:09 | 53 Kommentare
Das Moos muss sich nicht sorgen, die Blätter werden höchstens vom Wind (oder von Draisinen) hinfort geweht

(Aktualisiert, mit Statement von Stefan Stefan Haupt (FDP))

Schon vor einigen Wochen schrieb kleveblog, dass die Versuche, die Bahnlinie Kleve-Nimwegen zu reaktivieren, so gut wie gescheitert sind (Prellbock für die Ewigkeit). Während die deutsche Seite sich große Hoffnungen machte, waren die Vertreter der Gemeinde Berg en Daal weniger begeistert – die Strecke hätte das relativ neue, ohne Bahn geplante Zentrum der Ortschaft Groesbeek zerschnitten und umfangreiche Umbauten und Sicherungsmaßnahmen entlang der Gleisanlage erforderlich gemacht.

Jetzt, so berichtet es die NRZ heute, gestand auch Wolfgang Spreen, Landrat des Kreises Kleve, ein, dass die Strecke, die von Düsseldorf nach Kleve führt, auch weiterhin an einem Prellbock an der Hafenstraße enden wird (Aus für Reaktivierung der Bahnstrecke Kleve-Nimwegen (Aus für Reaktivierung der Bahnstrecke Kleve-Nimwegen).

„Die Reaktivierung der Strecke ist endgültig gestoppt“, sagte  Spreen im Ausschuss für Umwelt und Strukturplanung. Selbst Gespräche unter Zuhilfenahme eines Mediators seien ergebnislos verlaufen.

Die Kommunalpolitiker in Berg en Daal und auch in Nimwegen favorisieren den Ausbau der Busverbindung zwischen Kleve und Nimwegen. Die Linie soll bis an die Radboud-Universität geführt werden, zudem sollen die Taktzahl erhöht und die Dienstzeiten ausgeweitet werden.

Derzeit verkehrt die Linie 58 lediglich im Stundentakt, um 22:16 Uhr fährt der letzte Bus ab Kleve Bahnhof in Richtung Nimwegen. Seine Endhaltestelle, den Bahnhof in der Kaiserstadt, erreicht er nach exakt 52 Minuten Fahrtzeit, unter anderem, weil er vor der Grenze an jeder Milchkanne hält und sich hinter der Grenze durch das Örtchen Beek quält. Mit dem Rad benötigt man für die gleiche Strecke bei einem gemütlichen Tempo 79 Minuten, was nicht so viel länger ist.

Wie ein Leichentuch liegt das Herbstlaub auf dem Gleisbett (an der Spyckstraße).  Es handelt sich als um das berühmte „Bild mit Symbolcharakter“

Die Bahnstrecke wurde 1991 stillgelegt. Die Fahrtzeit betrug (meiner Erinnerung nach) etwas mehr als 20 Minuten. Ein Youtube-Video dokumentiert eine der letzten Fahrten:

Als Diesel noch kein Schimpfwort war: Triebwagen der Deutschen Bahn 1991 im Bahnhof Kranenburg

Stephan Haupt bedauert Ausgang der Initiative der Euregio zur Reaktivierung

Die Absage von Nimwegen und Berg en Daal bezüglich der Reaktivierung der Bahnlinie Kleve-Nimwegen nimmt der Kreis Klever FDP-Landtagsabgeordnete Stephan Haupt mit großen Bedauern zur Kenntnis. „Es ist mir unverständlich, dass dieses für die gesamte Grenzregion so bedeutende Infrastrukturprojekt auf Ablehnung bei den beiden niederländischen Kommunen stößt. Ich halte es für ein völlig falsches Signal, dass wir es in der heutigen Zeit nicht schaffen, dieses grenzüberschreitende Projekt tatsächlich voranbringen zu können. Weder eine Busverbindung die im Stundentakt über die Bundesstraße fährt, noch ein 30 Kilometer langer Schnellradweg sind eine Alternative zu einem regelmäßigen Bahnverkehr. Nun bleibt der Klever Bahnhof vorerst weiterhin Endbahnhof und bekommt keine Anbindung an die Niederlande.“, so Stephan Haupt. „Danken möchte ich aber der Euregio und Landrat Wolfgang Spreen für ihren Einsatz und deren Engagement diese Gespräche in der Sache zu führen, auch wenn das Ergebnis leider bisher nicht den gehofften Erfolg gebracht hat. Ich setze aber darauf das nach den Provinzwahlen in den Niederlanden ein Umdenken in der Sache stattfinden kann.“, kommentiert Haupt abschließend.

Einen Kommentar schreiben





53 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 53. ???

    Emmerich-Elten bekommt einen Haltepunkt der Bahn? 🙂

     
  2. 52. Lohengräm

    @48

    So einfach ist das nicht. Der „Tennisschläger“ war ja Teil einer durch den Bund geplanten Straße.

    Die B9N war eigentlich als Entlastung der B9 für den zunehmenden linksrheinischen LKW-Verkehr von Nijmegen ins Ruhrgebiet geplant.

    Mit dem Bau der A57 wurde die Planung dann obsolet. Im Übrigen war die Strassenführung durch die Düffelt schon damals heikel.

    Nachfolgende Phantastereien und Hirngespinste seitens der Klever Autofetischistenpartei sind dann zu Recht im Sande verlaufen, weil die Straße nicht mehr benötigt wird.

    Die das Teilstück Nordumgehung Tweestrom hat die Stadt Kleve dann ja auch selber finaziert.

     
  3. 51. Lohengräm

    @49

    Da würde ich der DB Netz jetzt nicht die Alleinschuld geben. Es ist gar nicht so richtig klar, ob die Kapazität der vorhandene Strecke nicht ausreicht und ob wirklich ein drittes Gleis her muss.

    Selbst wenn Bedarf ist kann die DB Netz störrische Eigentümer nicht einfach enteignen (gut so!). Da haben dann Politik und staatliche Stellen ihre Finger mit im Spiel.

     
  4. 50. Andreas Bulkens

    @49: Soweit ich das vernommen habe, sollen keine Kreuzungen von Bahn- und Straßenverkehr auf der gleichen Ebene mehr gebaut werden, es müssen also Über- oder Unterführungen her. Die kosten in Deutschland. Da wo in den Niederlanden mal schnell mittels Nacht- und Wochenendarbeit in kürzester Zeit und beinahe ohne Beeinflussung des täglichen Verkehrs neue Bauwerke entstehen, wird in Deutschland alles zerplant und in die Länge gezogen.
    Wenn sich dann alle gefühlt 10.000 Institutionen, Behörden, Vereine, Verbände, Bürgerinitiativen, … zum Thema geäußert haben, hat die Realität die Planung bereits seit Jahren überholt. Wird dann doch mal was ausgeschrieben, dann dauert auch das wieder Ewigkeiten. Bis zur Ausführung ist´s ein langer Weg, aber selbst das geht zumeist gehörig in die Hose. Nachtbaustellen oder Arbeiten an Wochenenden, nein, das geht nicht!
    Man denke nur an die Aufregung, als dann doch mal Firmen ausnahmsweise nicht nur von 7-18h in der Woche arbeiten wollten an der Kreuzung Tiergartenstraße-Gruft. Oh je!
    Also, lieber nicht wundern. Deutschland ist halt das bürokratische Musterkind der EU.

     
  5. 49. Rainer

    Man sollte hier noch die Betuwelijn oder Betuweroute erwähnen. Der Berichterstattung zu Folge sind aufnNiederländischer Seite, mit nicht unerheblichen Investitionen, die Vertragsbedingungen erfüllt worden. Hiesig scheiterte es anscheinend an verrenteten Gartenzwergbesitzern entlang der Strecke. Für Emmerich sei eine Streckenverlegung zu wünschen, sonst ist das alle paar Minuten durch Schranken zweigeteilt. Hier seh ich auch weder Willen noch Planung seitens der DB. Aus meiner Sicht, ein aus Stinkfaulen Luschen bestehender Staatsbetrieb, schlimmer als damals……

     
  6. 48. Joseph Johann

    Unsere Vorfahren hatten nach Nimwegen eine Eisenbahn, eine Straßenbahn, eine durchgehende Landstraße bzw. Bundesstraße. Das haben unsere tüchtigen Politiker alles abgeschafft. Heute ist die sogenannte B 9 durch Beschränkungen aller Art für den Verkehr unzureichend und für die Anlieger eine Qual.
    Unlängst verlangte ein GRÜNER für Kleve ein Verkehrskonzept. Das war ja nicht falsch. Für die Verbindung von Kleve nach Nimwegen gab es Anfang der 1970er Jahre ein Verkehrskonzept. Davon ist heute noch der sogenante Tennisschläger vorhanden und in alten Karten die Fortführung bis Kleve enthalten. Die Verwirklichung dieses Konzept haben GÜNE, BUND, NABU und Gleichgesinnte verhindert. Ich glaube nicht, dass ich da falsch unterrichtet bin.
    Der derzeitige Zustand ist mit dem Gedanken eines Vereinten Europas nicht im Einklang. Schade.

     
  7. 47. Joseph Johann

    42 ???
    Wirtschaftsförderung ist bei uns unterbelichtet.

     
  8. 46. jean baptiste

    @44. Guenther Hoffmann

    schon klar, und deshalb ist das niederländische Königshaus auch von deutschem Blut ?

    „Wilhelmus van Nassouwe ben ik van Duitsen bloed,“ , manchmal auch als tuitsen bloed geschrieben, aber dennoch …..
    Cornelis koekkoek (sein Atelier an der Kavarinerstrasse) sprach und schrieb niederländisch und bis der unheilvolle GröFaz auf die Idee kam, in Beek (Kranenburg) an dem Endpunkt der Strassenbahn einen Maschendrahtzaun als Demarkation zu ziehen sprachen die meisten Dörflinge Platt, also kein Hochdeutsch und kein ABN.
    Schauen Sie nur einmal nach Millingen, Trees de Groot, die Gemüsehändlerin, Erika Selten die Bäckersfrau, und mit ihnen mehr als Hundert andere stammten aus der Düffelt, das war ein hin und her über die Grenze von 1816.

     
  9. 45. Chewgum

    (neuer Post)

    @44 Guenther Hoffmann Schon klar, wie Sie es meinen. Aber halten wir fest, dass es kein niederländisches Blut gibt so wie es auch kein deutsches Blut gibt.

     
  10. 44. Guenther Hoffmann

    40.) Hallo Chewgum, Weil niederländischen Vorfahren (Mutter ) mir kein Kapital hinterlassen haben blieb leider nur das Blut, ich kann es auch Sang oder Sangre nennen es ist und bleibt niederländisches Blut. So ist es halt.

     
  11. 43. Andreas Bulkens

    @40: Ja, es gibt sie noch, die Menschen mit den Grenzen in den Köpfen – was nach den beiden Weltkriegen und deren Folgen wohl nicht verwerflich ist, sofern es sich dabei um Menschen handelt, welche diese Zeit aktiv miterlebt haben.
    Ich selber bin Grenzgänger seit ich denken kann, also schon mehrere Jahrzehnte.
    Auf beiden Seiten der Grenze gibt es (oftmals gar nicht so unbegründete) Vorbehalte und Vorurteile die jeweils die andere Seite der Grenze bewohnenden Menschen betreffend.
    Was mir allerdings auch auffällt: Wir sind alle „vom selben Schlag“ und je mehr wir miteinander reden und Seite an Seite leben, je mehr verwischen die „Unterschiede“. Vielleicht liegt´s an mir, ich habe den Eindruck mit den mir bekannten Niederländern ebenso gut klar zu kommen wie mit den mir bekannten Deutschen. Da machen Ort der Geburt und so eigentlich keinen Unterschied mehr. Man muss sich halt mal die Mühe machen und den Menschen zuhören und zu versuchen sie zu verstehen.

     
  12. 42. ???

    Wir „müssen“ uns wahrscheinlich damit abfinden, dass wir hier schlaftrunken hinter dem Mond leben.

    Wir sollten möglichst ohne PKW auskommen ………… ach ja, es gibt den Radschnellweg, die Draisine, ………. und?

    Wir haben hier eine HSRW, keine guten öffentlichen Verkehrsverbindungen, keinen Reiseinformations-, Fahrkartenschalter bei dem man sich persönlich informieren kann.

    Müssen wir nun erstmal nach Emmerich oder Goch fahren, um direkte, persönliche Ansprache zu bekommen?

    Wäre das nicht auch ein Thema für die hiesige Wirtschaftsförderung? Es wird doch immer für unsere Region geworben.

     
  13. 41. Niederrheinstier

    Mmuuuh, gerade in den Nachrichten gehört, mmuuuuh. Die Ministerpräsidenten Rutte und Laschet haben heute eine Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit von NL und NRW vereinbart, mmuuuuh. Unter anderem für den Verkehrssektor, mmuuuh. Eiserner Rhein nach Antwerpen (= spanisch Niederlande???), mmuuuuh. Aber nix betreffend der Verbindung von Düsseldorf nach Nijmegen, mmuuuuh. Tolle Zusammenarbeit, mmubbuuhh!

     
  14. 40. Chewgum

    @39 GH „niederländisches Blut“ … die meisten Ihrer Posts finde ich gut, hier sind aber wohl die Gäule mit Ihnen durchgegangen. Meinem niederländischen Stiefgroßvater hätte das mit Sicherheit nicht gefallen …

     
  15. 39. Guenther Hoffmann

    37. Alte Klever Familien die hier grenznah seit vielen Generationen leben haben mehr oder weniger niederländisches Blut.Dazu mal ab und zu ein Joke aber in der Quintessenz passt es und ist gut. By the Way,was sie wohl in US gar nicht gerne hören ist das Deutsch und Dutch von den „weltgewandten“ Amis in einen Pott geworfen wird. Also, Entschuldigung… Ich habe sie nie verbessert.

     
  16. 38. Chewgum

    Emmerich hat wieder einen ICE-Halt. Ja, ohne Scheiß. Eigentlich wollte ich heute Nachmittag Richtung Düsseldorf fahren. Dass ich jetzt wieder in Kleve bin, liegt an jenem ICE, der wie eine Fata Morgana an Gleis 3 am Bahnhof Emmerich stand. Als ich gegen 16 Uhr am Automaten eine Fahrkarte ziehen wollte, sah ich ihn. Weiß und elegant stand er einfach da. Ich überlegte, in welche Richtung er wohl weiter fährt, rot oder schwarz, rien ne va plus. Warum soll man nicht Glück haben. Ich habe den Vorgang am Automaten abgebrochen und – während ich zum Gleis eilte – in Gedanken den Bordpreis einkalkuliert. Das wäre es mir wert gewesen. Am Gleis angekommen, wurde aber klar: Er fährt nach Amsterdam. Leute stiegen aus, rauchten. Die Strecke nach Zevenaar ist wegen Bauarbeiten eingleisig. Die ICEs stauen sich in Emmerich. Nun stand ich an Gleis 3 und auf Gleis 4 würde gleich der Zug Richtung Düsseldorf kommen, für den ich keine Karte hatte. Ich brauche noch einige Minuten, um zu realisieren, dass ich nicht mit dem ICE fahren konnte. Es wäre doch so einfach gewesen.

     
  17. 37. Lohengräm

    @31

    Also ich bin in Kleve aufgewachsen, habe aber von einer Hassliebe nie was gespürt.
    Insbesondere die älteren Bewohner unten in der Düffel fühlten sich zumindest damals in den 80ern, doch ebenso als Niederländer wie als Deutsche.

    Von vielen älteren Klevern weiss ich aber auch, dass die Beziehungen vor dem Krieg noch viel enger waren.
    Die Eindrücke die wir von 41-45 als „Deutsche“ in den Niederlanden hinterlassen haben, -obwohl ja dem gleichen Volksstamm zugehörig- stehen auch heute noch teilweise zwischen uns.

    Die interessanterweise zwischen den Niederlanden und Deutschland sehr scharfe Sprachengrenze -obwohl natürlich auch die Sprachen sich so ähnlich sind wie keine anderen auf der Welt- hat mit dem Wiener Kongress 1815 zu tun als Preussen die Provinz Jülich-Kleve-Berg gründete und von da an die Verewendung des Hochdeutschen als Standardsprache durchsetzte. Das hat am Niederrhein zur Verdrängung der damals weitverbreiteten niederdeutschen Sprache geführt.

     
  18. 36. Chewgum

    Sind manche hier nur zu bequem, um die Komfortzone zu verlassen?

     
  19. 35. Bildungsferner

    @Rainer

    Hollölie
    Wen interessierts (noch).
    Ihr Erkenntnishorizont, gepaart mit ihrem Mittelungsdrang verwundert allerdings nicht, gibt doch die Einheit von beidem eine Anhaltspunkt zu dem kruden Zeug welches sie hier beitragen.

     
  20. 34. Rainer

    ich hoffe (kurz vor Xmas) es ist das letz­te Mal. Bilder mit Herbstlauf auf rostiger Schiene. Für den nachbarschaftlichen Heilkräutertransport hat sich diebahn als uneffektiv erwiesen

     
  21. 33. Chewgum

    Warum nur freue ich mich darauf, wenn ich ganz in den Kreis Kleve zurückziehen kann nach Jahrzehnten mit Zweitwohnsitz in insgesamt zwei Metropolen mit riesigem kulturellen Angebot und Anbindung an internationale Bahnverbindungen? Ich weiß es. Wer es hier so doof, langweilig etc. findet, sollte wirklich mal woanders hinziehen. Denn alles hat seinen Preis – wo viel das, da wenig dies.

    Schöner Artikel in der RP von Samstag: https://rp-online.de/nrw/staedte/geldern/kerken-liebeserklaerung-an-die-heimat-ab-nach-hause_aid-34550413

    Vielleicht einfach nur über die Nähe zu Nimwegen, Holland freuen.

     
  22. 32. Husky

    Man stelle sich vor es gäbe Nachtzüge in die Niederlande und nach Krefeld…

    Man würde folgendes sehen: Zich leute am Bahnsteig die am Wochenende aus Kleve fliehen in Städte wo was los ist, und irgendwann morgens zurück kommen.

    Mal so gesagt. Kleve will gerne mit den großen Hunden pinkeln ist aber einfach nur ein Kaff mit einer Burg auf einem Berg.

    Ich kenne niemanden der sagt „Hey lass mal nach Kleve gehen, da gibts …. “ Das passiert höchstens wenn mal eine Band in der Stadthalle spielt. Bin da mal Vorbei gelaufen als Kasalla da spielten. Kölner, Krefelder und Düsseldorfer kennzeichen die nach dem Konzert sicher ganz schnell wieder weggefahren sind. Gleiches war bei VNV Nation im Radhaus. Obwohl da die Niederländer gut Vertreten waren. Aber sonst? Kleve ist genau so attraktiv wie ein Klärwerk bei Hochwasser…

    Da hilft auch kein Einkaufszentrum was man bauen will. Man könnte dort auch ein großes Hundeklo hinmachen, würde genau so viele Leute nach Kleve bringen… 0

     
  23. 31. Max Knippert

    @22./23.
    André & Peter – Als ich vor 11 Jahren nach Kleve gezogen bin, ist mir immer wieder aufgefallen, das viele Klever eine HassLiebe mit den Niederlanden bzw. Nijmegen verbindet. Jeder weiß, das Kleve ohne die Niederländer einfach nicht denkbar ist, aber darüber nachzudenken macht überhaupt keinen Sinn. In Kleve gibt es keinen Grund Minderwertigkeitskomplex zu kultivieren.

    Auf der ganzen Welt stehen vermeidlich kleinere Gruppen größeren gegenüber. Stadt/Land, Nord/Süd, Strukturschwach/stark usw. Wir müssen, ob wir wollen oder nicht, Regionalplanung nicht an Kommunalen oder Landesgrenzen festmachen sondern einen Zirkel um den jeweiligen Lebensmittelpunkt ziehen.

    Kleve und Nijmegen verbindet seit Jahrhunderten mehr, als Kleve mit jeder deutschen Stadt. Das stadtplanerische Volltrottel irgendwann die Bahnlinie aufgegeben haben, liegt letztlich nur an einem Grund. Und zwar das deutsche und Niederländer nicht gemeinsam ihre ureigene Region planen. Der traurige Witz ist, das dies heute = 2018 immer noch nicht geschieht.

    Nijmegen ist eine Funktionierende dynamische Stadt mit sehr hoher Aufenthaltsqualität. Kleve funktioniert auch, ist aber weder dynamisch und die Aufenthaltqualität beschränkt sich auf die wunderbaren Parkanlagen. Kleve sollte unbedingt dieses Makel der Lensqualität, was jeder unterschreiben würde, endlich aktiv anpacken. Eine wahre Zukunftswerkstatt scheint mir dazu eine logische Konsequenz zu sein. Nicht jammern sondern kreativ werden und endlich unser Nachbarn an den Tisch holen.

     
  24. 30. Rainer

    Viel Text für so einen Schwachsinn, wirsing damals zu fuss für grasüber die grenze

     
  25. 29. Lohengräm

    @22

    Das ist so nicht ganz richtig. Der Gleiskörper darf auf der ganzen Länge, offensichtlich auch in den Niederlanden, nicht überbaut werden. Insofern „passt“ die Eisenbahnlinie immer dazwischen weil der Gleisbereich nun mal Gleisbereich bleibt sofern nicht entwidmet wird.

    Über das abgebaute Stück in Kleve habe ich schon mal geschrieben: Die Stadt Kleve ist verpflichtet, im Falle eines benötigten Bahnverkehrs, ob nun Reaktivierung ziviler Bahnverkehr oder andere Gründe, das Gleisstück auf eigene Kosten wiederherzustellen und zwar umgehend.

    Wenn die Stadt Kleve die Kosten für die Kreuzung mit der Bensdorpstrasse irgendeinem Grund nicht tragen wollen würde, würde die Bensdorpstrasse dichtgemacht.

    Der Verkehrsinfarkt wäre dann Sache der Stadt Kleve.

    Und obwohl die Stadt um diese Problematik weiss, ist sie nciht vorbereitet und hat keinen „Notfallplan“ dafür in der Tasche. Einfach im Vertrauen darauf , dass es schon nicht so schlimm kommen wird.

    Und sie wird 100% mit Heulen und Wehklagen anfangen wenn es soweit wäre.

    So waren die Konservative immer schon. Immer schön den Splitter im Auge bei den anderen suchen und der Balken im eigenen Auge? – So what? Scheiss drauf !

    🙂

     
  26. 28. ???

    @22. Andre Gerritzen

    Na, na, na……… also rd ist mit Sicherheit nicht schuld, er macht manche Dinge, die nicht „laufen“ eben offensichtlich.
    Das ist gut so, sonst könnte man denken, Kleve sei seit längerer Zeit im Dornröschenschlaf versunken.

    Sie haben vollkommen Recht ………. wie lange dauert unser Klever Schlaf noch?

     
  27. 27. Lohengräm

    @20 Nasenbär

    Noch viel interessanter: Während im Klever Land Spassdraisinen auf den rostenden Gleisen zuckeln, ist die Eisenbahnstrecke von Herzogenrath nach Heerlen mal eben so innerhalb anderthalb Jahren elektrifiziert worden !

    Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember wird zwischen Aachen über Heerlen nach Mastricht der grenzüberschreitende elektrische Zugverkehr aufgenommen. Mit Viersystemzügen! Denn geplant ist in naher Zukunft die Erweiterung auf einen Ringverkehr Aachen-Heerlen-Maastricht-Lüttich-Verviers-Aachen !

     
  28. 26. Lohengräm

    @22

    Mal unabhängig von den Verkerhsmitteln/Infrastruktur :

    Groesbeeker fokussiert auf Ballungsraum Nijmegen?

    Komisch nur, dass geschätzt 90% der Groesbeeker ihre (Gross)einkäufe für Dinge des täglichen Bedarfs lieber im kaufland an der Flutstrasse oder Emmericher Str. ihre tätigen statt den heimischen Einzelhandel zu unterstützen.

    (Inclusive Edeka, Rewe etc., – will keinen Superkmarkt bevorzugen.)

    Das gilt übrigens ganz generell: Wenns ans eigene Portemonnaie geht, hört das mit der Heimatverbundenheit schnell auf….!
    Wir sind halt alle im Innersten Opportunisten. Alle.

     
  29. 25. Chewgum

    @Andre Gerritzen Sie gehören zu denen, für die das Gras auf der anderen Seite der Grenze immer grüner sein wird. Ziehen Sie doch einfach dorthin. Sie können dann ja mal berichten, ob aus der dauerhaften Nähe heraus immer noch alles so toll ist. Ich höre von Leuten in Nimwegen eher: ‚Bei euch ist mehr Platz, hier wird es langsam zu eng‘.

     
  30. 24. Andreas Bulkens

    @22: „Volle Zustimmung!“
    Ich arbeite in den Niederlanden und bin dort auch privat recht viel unterwegs. Meine Kollegen wundern sich, warum ich noch in Deutschland wohne – es ist halt kostengünstiger, aber das war´s dann auch schon.
    Klar, die Niederlande haben auch ihre Problemzonen (nicht nur verkehrstechnisch) und diverse Baustellen (im sozialen, politischen und kulturellen Leben), jedoch wissen die Niederländer anders damit umzugehen.
    Ich musste schon sehr häufig, durch meinen niederländischen Arbeitgeber beauftragt, in den Osten 😉 … Nicht, dass ich das unbedingt als erstrebenswert erachtet hätte, aber wenn man es über die bundesdeutschen Autobahnen und Bundesstraßen irgendwann nach unzähligen Staus und Umleitungen bis nach Duisburg, Dortmund, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Wuppertal, … schafft und beim Kunden aufschlägt wird das Herz schwer und die Seele trübe.
    Nicht wegen der Menschen dort, eher wegen der allgemein vorherrschenden „Unternehmenskultur“.
    Kleve kann man getrost ausklammern/überspringen, Kleve lebt und atmet doch letzten Endes nur, weil die Niederländer ordentlich Umsatz kreieren und manch´ geschäftstüchtiger Niederländer gar den steinigen Weg durch bundesdeutsche Behördenmühlen wagt, um die ein oder andere pfiffige Geschäftsidee umzusetzen.
    Für junge Menschen hier in Kleve und Umgebung wäre eine Bahnanbindung sicherlich interessant, wenn in Kleve die Bordsteine hochgeklappt werden, geht in Nijmegen das Nachtleben erst los.
    Für modisch Interessierte ist Nijmegen sicherlich auch nicht uninteressant, dort wird Bekleidung angeboten die in Kleve quasi „undenkbar“ wäre.
    Nijmegen hat aber auch viel Kultur, im Zentrum wie auch in den Randgebieten – ebenfalls nicht uninteressant.
    Aber es stimmt schon, was kann Kleve bieten außer günstigen Einkaufsmöglichkeiten?

     
  31. 23. Peter Wanders

    @22.
    Völlig einverstanden.
    Bis auf den letzten Abschnitt.
    RD beschreibt in seinen Blog vielfach treffend genau Ist-Zustände.
    Der wahre Grund ist: Groesbeek hat sein Zentrum längst so umgebaut, dass dort keine Bahnlinie mehr hinein passt.
    Das gilt im übrigen für Kleve nach dem Abbruch der Rampenbrücke genauso.
    Eine Bahnlinie quer durch Kleve würde heute vor den Bahnübergängen für einen Verkehrsinfarkt sorgen.
    Auch hier wurden städteplanerisch Fakten geschaffen, die eine Bahnlinie verhindern.
    Wobei ich dies persönlich für absolut sinnvoll halte.
    Man sollte sich auf den Ausbau und die Beschleunigung der Buslinie zwischen Kleve und Nimwegen konzentrieren.

     
  32. 22. Andre Gerritzen

    Obwohl es viele nicht gerne hören wollen, aber wenn man in Groesbeek steht, ist alles Richtung Osten relativ uninteressant und dort schaut man wohl lieber Richtung Norden, Westen und Süden.
    Bei einem Blick auf die Landkarte sieht man das dort das Leben pulsiert und ein Ballungsraum mit mehreren Millionen Menschen wartet.
    Nach Osten kommt im Vergleich dazu eine menschenleere Gegend mit vielen Kühen und Landschaft.
    Vielleicht ist diese kleine Stadt mit dieser Burg auf dem Berg und 2 Mal Kaufland und Aldi, um sich günstig mit Lebensmitteln einzudecken, für den Groesbeeker am Samstag Mittag interessant, aber sonst ….

    Ist schon mal in den letzten Jahren jemand regelmäßig im Raum Nijmegen/Arnhem/s´Hertogenbosch unterwegs gewesen und hat mitbekommen, wie da permanent die Infrastruktur umgegraben wird?
    Während hier über Jahrzehnte um kleine Details von Umgehungsstrassen gestritten wird, bauen die da komplette Autobahnkreuze in einen halben Jahr um.

    Vielleicht sehen die Niederländer keinen Sinn darin eine Bahnstrecke in ein Land zu legen in der die Verkehrs-Infrastruktur langsam unter den Füssen wegrostet und alles in Dekaden gemessen wird.
    Und man sich mit einem Verkehrsunternehmen rumärgern muss, das es max. 2-3 Mal die Woche schafft, sich an den Fahrplan zu halten. Was sollen Schnellzüge von Nijmegen nach Krefeld, wenn man immer in Weeze auf den Gegenzug der Bimmelbahn warten muss der irgendwann in der nächsten halben Stunde kommt?

    Lieber auf die neuen Autobahnen und Bahnstrecken der Niederlande gehen und das Chaos auf der deutschen Seite weiträumig umfahren.

    Mir kommt Groesbeek immer irgendwie quirlig und lebendig vor, obwohl es genau wie Kleve am Rand liegt und Kleve ist dagegen eben Kleve …..
    Wahrscheinlich bekommen, die auf der anderen Seite der Grenze auch mit was hinterm Wald so los ist und denken sich: „Lieber nicht. Den Ärger ersparen wir uns.“ (Minoritenplatz, Bügermeisterwahl, Hochschulstreit, Tiergartentangente, E-Radweg, und womit RD sich hier sonst noch so beliebt macht)

    Eigentlich ist RD schuld das es die Bahnstrecke nicht kommt! Hätte er nicht immer so rum gemeckert hätten die Niederländer bestimmt Lust auf Kleve gehabt.

     
  33. 21. jean baptiste

    @19. Niederrheinstier
    auf die Fahrverbote in den Niederlanden brauchst Du nicht zu warten, wer sich ab 1 Januar 2019 mit seinem Stinkediesel von vor 2005 nach Arnheim wagt, der wird mit einem „bonnetje“ von 230 Euro belohnt.
    Amsterdam „belohnt“ die Autofahrer jetzt schon, und andere Städte wie Valkenswaard, Born, Eindhoven etc. bereiten das schon vor.
    Übrigens, Nijmegen will nicht, wird aber demnächst wohl durch die Provincie gezwungen werden.

     
  34. 20. Nasenbär

    Kann mir mal einer erklären, warum ein Örtchen mit 17tsd Einwohnern eine elektrifizierte Bahnstrecke bekommt, wir in Kleve und Umgebung aber immer noch mit diesen Dieselschaukeln herumgondeln müssen?
    https://www.report-k.de/Koeln-Nachrichten/Koeln-Verkehr/S-23-zwischen-Bad-Muenstereifel-und-Bonn-wird-elektrifiziert-106607
    Wenn schon kein Durchbau bis Nijmwegen,dann doch bitte zügig die bestehende Strecke elektrifizieren und zweigleisig.
    Oder müssen wir alle nach Badmünstereifel umziehen?

     
  35. 19. Niederrheinstier

    Mmmuuuuh, ich hätte da so eine Idee, mmuuuuh!
    Zur Zeit herrscht doch nur ganz leichter Ostwind, der vermmmuuuuhtlich bals zu einer sogenannten Inversionswetterlage führen wird, mmuuuuh. Bei einer solchen Wetterlage bleiben nahezu aller Staub und alle Luftverschmutzungen in einer Glocke relativ ortsfest hängen, mmuuuuh!
    Prima, mmuuuuh! Wie wäre es dehalb mit intensiven Sternfahrten mit alten Dieselautos nach Groesbeek (und jede Menge unvollständiges Verfeuern in Holzöfen in Kranenburg und Wyler), mmuuuuh? Nach Groesbeek dürfen ALLE mit ihren alten Diesel hinfahren, mmuuuuh, auch die aus Essen, Gelesenkirchen, Düsseldorf, Köln und Bonn, mmmuuuuh. Also kommt auch ALLE, mmuuuuh! Fahrt ALLE fleissig mit alten Dieseln nach Groesbeek (und dort immer fleissig im Kreis durch den Ort) fahren, mmuuuh!
    Wäre doch gelacht, wenn wir denen nicht artig die Luft verpesten oder sogar (niederländische) Fahrverbote verursachen könnten, mmuuuuh. Mal schauen, wie lange das dann tatsächlich dauert, bis die den Zug doch (wieder) haben wollen, mmuuuuh. Ich für meinen Teil habe schon den Bauern überzeugt, seinen alten Traktor aus der Zeit, als es noch keine Abgasnormen gab, die missachtet hätten werden können, wieder fit zu machen (und so an der Kraftstoffpumpe zu drehen, dass der besonders viele Abgase ausstösst), mmuuuuh. Das wird ein Spass, damit durch Groesbeek zu Toef-toefen, mmuuuuh. Auf geht’s, mmuuuh!

     
  36. 18. karnape

    Hallo Freunde der internationalen Bahnverbindung Kleve – Nimwegen, nachstehend der Fahrplan unserer T R A M Kehl-Rathaus nach Straßburg (zB zum Münster).

    https://www.kehl.de/stadt/tram/TramD_rentree2018_32p.pdf

    so geht’s auch, denn das ist Völkerverständigung innerhalb der EU!

     
  37. 17. Lohengräm

    @16

    >Der Zug ist längst abgefahren, Zeit um über praktikable Alternativen nachzudenken.

    Das mag sein, aber das Gleis bleibt halt liegen. Auch in Groesbeek. Das Rathaus ist bis ans Gleis gebaut worden, und keinen Miillimeter weiter. Weil der Gleisbereich offensichtlich lt. Gesetzt Gleisbereich bleibt.

     
  38. 16. jean baptiste

    @10. Lohengräm
    Nein, da gibt es kein -zur Zeit- , und es kann sich auch nicht ändern.

    Mit Bau des Rathauses in Groesbeek (einige Meter von der stillliegenden Eisenbahntrasse) war klar,
    wie die Meinung der Behörden in Groesbeek ist.

    Der Zug ist längst abgefahren, Zeit um über praktikable Alternativen nachzudenken.

     
  39. 15. Alfons A.Tönnissen

    Hier zeigt sich der niederländische Kaufmann! Chapeau!

     
  40. 14. otto

    …….und dann die Argumentation heute in der RP, wer was zu meinen hat, warum und weshalb sowie unbedingt
    aus Klever Sicht!!

    Die Zeit läuft weiter, unsere benachbarten Städte haben sich verändert und existieren ohne diese Bahnverbindung
    nach Kleve sehr gut, ohne Mangelerscheinungen!

    Die Schlagworte Infrastruktur, Umwelt, Hochschule etc. bleiben ohne Begründungen sowie nachweisbare Zahlen-
    Beispiele hohles Geplapper, was unseren Nachbarn nur ein müdes Lächeln abringt. Nicht zu vergessen die
    Zusicherung des klevernen Bundestag-Abgeordneten, diese Angelegenheit ständig im Auge zu behalten, das
    wirkt bei WEM??

     
  41. 13. Lohengräm

    @11

    das ist eher nicht anzunehmen. Aktive Gleispflege und das Zurückschneiden von Bewuchs kann man wohl nicht mit Faulheit erklären. Beim Neubau der Oosttangent (N293) in Roermond wurden die Gleise an der Wegekreuzung nicht entfernt, im Gegenteil wurden sogar neue Andreaskreuze aufgestellt.

    Faulheit gibts eher auf der deutschen Seite -merkwürdig nämlich auch hier, dass die Gleise hinter Dalheim zwar seit Jahrzehnten dicht überwuchert sind, aber niemals abgebaut wurden.
    Bei der sonst so abbauwütigen (siehe Gleise Bahnhof Kleve) DB Netz wird es dafür wohl stichhaltige Gründe geben.

    Und genau in diesem Zusmamenhang ist es doch auch erstaunlich dass trotz intensivster Bemühungen der Autofetischsiten aus den konservativen Parteien beiderseits der Grenze es seit jetzt fast 30 Jahren nicht gelungen ist die Gleise auf Kleve-Nijmegen abzubauen bzw. die Bahnfläche anderen Zwecken zuzuführen.

     
  42. 12. Chewgum

    @10 Das ist geradezu rührend. Hier sollte man sich Optionen offen halten, man hat schon Pferde kotzen sehen. Deshalb kein Schnellradweg auf der Schienentrasse.

     
  43. 11. Husky

    @10

    die niederländische Faulheit vermutlich, was man nicht unbedingt tun muss wird dort nicht getan sondern sich auf dringendes Konzentriert.

    Wäre mal was für Kleve das zu übernehmen…

    Statt „Sportbootschleuse“ mal „Bezahlbarer Wohnraum“….

     
  44. 10. Lohengräm

    @9

    Mag sein dass die Niederländer -zur Zeit- keine Reaktivierung wollen. (Kann sich aber ändern.)

    Das scheint aber insbesondere in den Niederlanden überhaupt keinen Enfluss auf den den Status des Gleiskörpers zu haben.

    Ich weiss nicht an welcher rechtlichen Konstruktion in NL es liegt, aber die grenzüberscheitenden Strecken werden auch wenn stillgelegt niemals abgebaut. Die liegen seit Jahrzehnten da. Im Falle Dahlheim-Roermond (Stillegung ca. 1980) wird sogar bis heute Gleispflege und Grünschnitt durchgeführt.

    Überhaupt werden in den Niederlanden stillgelegte Strecken praktisch nicht abgebaut, sondern bleiben erhalten.
    Keine Ahnung warum.

     
  45. 9. Husky

    @3

    Das mag vielleicht auf die Deutsche seite zutreffen, die endet aber an der grenze.

    Was die Niederländer machen ist ihre Sache. Die wollen nicht. Da kann man in Deutschland soviel mit dem Huf auf den Boden stampfen wie man will…

     
  46. 8. Hannah van der Valk

    @4
    Bei Abschluss des Verfahrens wären die Fördermittel vom Bund natürlich weg gewesen. Ist ein Argument…

     
  47. 7. Martin Fingerhut

    Laut KursBuch 73/74 gab es pro Tag 2 EilZüge und einen D-Zug
    von Nijmegen nach Kleef.
    Mit Halt nur in KranenBurg schafften sie die Strecke binnen 23 Minuten.
    Ferner 2 Fahrten mit TriebWagen ( das dürften die berüchtigten roten SchienenBusse gewesen sein ),
    welche selbst mit zusätzlichen Halten in Frasselt und Nütterden weniger als 1/2 h brauchten.

    Das KursBuch anno 39 hält noch eine besondere ZeitReise per ReiseZeit in petto :

    z.B. D 108 von AmsterDam bzw. RotterDam nach München bzw. Basel :
    21:14 ab Nijmegen
    21:12 an KranenBurg
    Diese Reise in der Zeit „rückWärts“ lag an der in den NiederLanden damals noch üblichen
    “ Amsterdamer Zeit “
    ( https://de.wikipedia.org/wiki/Amsterdamer_Zeit )

    Nach ZollFormalitäten ging’s weiter :
    21:31 ab KranenBurg
    21:41 an Kleve

    In 10 Minuten von KranenBurg nach Kleve
    … was hätte Stoiber daraus gestammelt …

    23:21 an Köln Hbf

    1:40h von Kleef nach Kölle
    1939
    mit Dampf !

    1974 waren es 1:43h – ohne Dampf

    heute sind es 1:57h – auch ohne Dampf – dafür mit Umsteigen

    80 Jahre technischer „Fort“Schritt !
    oder muß es heißen : WegSchritt ?

     
  48. 6. Niederrheinstier

    @ 3 Lohengringräm
    Mmuuuuh, Kleveblog-Fake-Watch, mmuuuuh. Die Bahnstrecke gehört doch gar nicht mehr der DB Netz AG, mmuuuhh. Die Bahnstrecke haben doch noch im letzten Jahrtausend die Stadt Kleve und die Gemeinde Kranenburg gekauft, mmuuuuh. Richtig ist aber, dass die Bahntrasse noch immer nicht entwidmet ist, mmuuuuh! Vielmehr wird sie ausdrücklich im Landesentwicklungsplan als Bahnstrecke erwähnt, die (langfristig) nicht nur erhalten, sondern sogar wieder in Betrieb genommen werden soll, mmuuuuh. Und wenn sich da die Politiker nicht immer wieder selbst im Wege stehen würden, könnte dieses europäische Paradoxon längst beseitigt sein, mmuuuuh! Einfach nur erschütternd, mmuuuuuh.

     
  49. 5. Chewgum

    @4 Wenn man mal in Duisburg in den ICE Richtung Amsterdam einsteigen durfte mit der Ansage ‚Hält heute auch in Emmerich‘ und wenn er dann wirklich in Emmerich hält, dann denkt man nur ‚Geht doch‘. Und war ja auch lange der Fall. Verlangen Sie bitte nicht von mir, dass ich nach der Hoffnung auf die Verlängerung der Strecke von Kleve nach Nimwegen auch gleichzeitig die auf den rechtsrheinischen ICE-Halt aufgebe. Das ist zu viel auf einmal.

     
  50. 4. Lohengräm

    @2
    Ein ICE-Halt in Emmerich ist noch unrealistischer als ein Halt des Austria-Express in Kleve.
    Emmerich ist Fernzugmässig fast toter als Kleve. Der Halt von Fernzügen hatte dort ausschliesslich technische Gründe.

     
  51. 3. Lohengräm

    @1
    Ganz so einfach ist es nicht. Nur weil der Landrat kein Interesse an der Strecke zu haben scheint (und die Niederländer -angeblich -, -momentan- scheinbar auch nicht), ändert sich nicht automatisch der Nutzungszweck der Fläche.

    Um die Fläche, auf der der Gleiskörper liegt, anderweitig nutzen zu können, muss ihr im Gebietsentwicklungsplan erstmal die Widmung als Bahnfläche entzogen werden. Nach meinem Wissen müssen die Kommunen dazu erstmal einen Antrag beim Regierungsbezirk (in diesem Falle Düsseldorf) stellen. Der Regierungspräsident muss dann den Antrag erstmal prüfen, wahrscheinlich nicht ohne den Rat des Landesverkehrsministers- und in vorliegenden Fall wahrscheinlichauch auch nicht gegen einen Vorbehalt des Bundesverteidigungsministeriums.

    Das alles dauert. Und dann muss die DB Netz als Eigentümer den Bahnkörper ja auch erstmal verkaufen.

    Ob es überhaupt zur Entwidmung kommt, -nur weil sich jetzt gerade angeblich alle einig sind dass das Ganze sowieso niemals was werden würde, – das wird sich zeigen.
    Eine Entwidmung muss gut begründet sein. Aud der anderen Seite hat das im Falle Kleve-Xanten ja auch funktioniert. Auch hier hat es aber sehr lange gedauert.

     
  52. 2. Chewgum

    So, dann jetzt bitte volle Konzentration auf den Ausbau der Strecke Kleve-Krefeld. Und ICE-Halt in Emmerich.

     
  53. 1. Hannah van der Valk

    Da hätte man den sinnfreien e-Radschnellweg ja auf der Draisinen-Strecke bauen können. Statt mehr als 30.000 qm daneben zu roden (und mit dem Radweg der Draisine auch den Garaus zu machen).