Kleves erstes gescheites Outdoor-Basketballfeld fertig

Ein Wedgie, wie der Fachmann sagt. Lars wird's richten müssen

Dass ich das noch erleben durfte!

Zu den größten menschlichen Leistungen gehört neben dem Bau von Teilchenbeschleunigern und der Konstruktion von Detektoren, mit denen sich Stauchungen der Raumzeit in der Größe eines Atoms messen lassen, die Errichtung von Outdoor-Basketballplätzen.

Was kann man da nicht alles falsch machen!

Das Spielfeld kann zu klein bemessen sein (28 × 15 m sind richtig), die 3-Punkte-Linie kann falsch gezogen werden (korrekt ist ein Radius von 6,75 m vom Korbmittelpunkt), und, selbst wenn vieles sehr gelungen ist, wie zum Beispiel in der im vergangenen Jahr eröffneten Außenanlage in Kalkar, kann es passieren, dass ein unkundiger Handwerker die Körbe in der falschen Höhe montiert (die Oberkante des Rings muss 3,05 m vom Boden entfernt sein).

Insofern vermag der eine oder der andere Leser bzw. die eine oder die andere Leserin ermessen, mit welcher Unsicherheit der Autor das neue Feld am Berufskolleg des Kreises Kleve am Weißen Tor betreten hat, und wie diese aus Erfahrung recht bescheidene Erwartungshaltung umgeschlagen ist in ein Gefühl unbändigen Erstaunens, in eine Euphorie und Begeisterung, ja sogar in eine Art von Dankbarkeit, dass, gegen Ende des vierten Jahrzehnts, in dem er diese Randsportart betreibt, kurz also vor Erreichen der Sportinvalidität, es in Kleve eine Freiluftanlage gibt, in der er sich regelkonform Basketball spielen lässt.

Den Verantwortlichen der Kreis Klever Baugesellschaft sei also ein großes Lob gezollt, diese Anlage, die, wenn sie nicht für den Schulsport genutzt wird, frei zugänglich ist, errichtet zu haben. Nicht nur wegen des blauen Untergrunds fühlte ich mich ein wenig an die Felder in Sydney erinnert, die kennen zu lernen ich zur Jahreswende 2014/2015 das Vergnügen hatte.

Dort präsentierte sich den steuerzahlenden Bürgern und auch den Touristen ein frei zugänglicher Sportpark, der in einem hervorragenden Zustand war und reichlich genutzt wurde, und dem Urlauber aus Kleve stellte sich die Frage, wieso derlei in der Heimat nicht möglich ist. Gut sechs Jahre später nun also die Antwort: Es ist möglich. Auf dem Gelände befinden sich zudem noch einige andere Spielfelder, eine Laufbahn und Fitnessgeräte. Alles sieht wertig aus und nicht nach irgendeinem Billigschrott von der Resterampe.

Die zu beobachtende Nutzung der Anlage zeigt im Übrigen, wie groß offenbar die Nachfrage nach solchen Einrichtungen ist. Obwohl die Eröffnung noch gar nicht offiziell vollzogen ist, bevölkern zum Abend hin junge Menschen in großer Zahl das Areal. (Leider ist der Platz nicht beleuchtet.) Es ist zu hoffen, dass sie lange Freude daran haben werden.

Sydneyfeeling revisited

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5 Kommentare

  1. 4

    Wenn man jetzt noch bedenkt, wie gut (Mannschafts-) Sport nicht nur für Fitness und Spaß, sondern auch für Zugehörigkeit und Prävention gegen Delinquenz und Sucht ist, fragt man sich wirklich, warum erst jetzt.

     
  2. 3

    Hätte diese elitäre Bildungsanstalt etwas damit zu tun gehabt, wäre das Basketballfeld wartungsfrei.

     
  3. 1

    Einfach toll und wirklich gelungen. Schön zu sehen, dass es auch angenommen und direkt genutzt wird.