Impfzentrum: 1000 Stiche pro Tag, Kreis sucht nach Lösungen für Busverbindung

Bushaltestelle in der Nähe des Impfzentrums
Der Lageplan des Impfzentrums Kreis Kleve in der Messe Kalkar zeigt den Bereich Eingang/Check-in in orange, danach gehen die Impfwilligen in den gelben Wartebereich. Die Impfungen finden im grünen Bereich statt. Anschließend geht’s für 30 Minuten in die blaue Wartezone.

Stellten die Eckdaten zum Impfzentrum Kreis Kleve vor (v.r.): Landrätin Silke Gorißen, Bernd Dicks (conx Veranstaltungs GmbH), Dr. Lutz Rauscher und Jürgen Baetzen (Kreis Kleve)

(Aktualisiert, mit weiteren Informationen aus der am Sonntag versandten Pressemitteilung des Kreises (siehe unten) und dem geplanten Aufbau des Impfzentrums) Als die Entscheidung fiel, den Schnellen Brüter in Hönnepel zu errichten, war das entscheidende Kriterium, dass dieser Ort selbst in der Abgeschiedenheit des Niederrheins noch so richtig schön „ab vom Schuss“ lag. Es liegt also in der Natur der Sache, dass dieser Ort schwer zu erreichen ist, beispielsweise ist man mit dem Bus von Elten aus zwei Stunden unterwegs, um zu der Ruine zu gelangen, die jetzt der Freizeitpark Wunderland ist. Schneller kommt man nach Düsseldorf.

Was also soll das, ausgerechnet dort in der Einöde das Impfzentrum des Kreises Kleve einzurichten? Doch so absurd die Entscheidung von Landrätin Silke Gorißen anmuten mag, offenbar gab es keine andere Wahl. Nur dort gibt es Hallen in der erforderlichen Größe sowie die ausreichende Zahl von Parkplätzen. Die Organisatoren rechnen halt damit, dass die meisten Impfkandidaten im eigenen Auto anreisen.

Wer kein Auto hat – solche Menschen soll es ja geben, oftmals sind es solche, die wenig Geld haben –, muss noch auf eine Lösung warten. Der bereits von Landrat Spreen optimierte öffentliche Nahverkehr gibt derzeit nichts her, was einen möglichen Andrang von Impfwilligen, die mit dem Bus anreisen wollen, verkraften könnte, ohne dass dadurch die Gefahr von Superspreader-Transporten entsteht. In einer Pressekonferenz versprach die Landrätin allerdings, dass auch Busverbindungen geschaffen werden sollen. Wie die aussehen werden, weiß allerdings keiner. (Vielleicht wäre es eine Idee, das darbende Taxigewerbe mit der Beförderung zu beauftragen.)

Allerdings sollten sich die Bewohner des Kreises Kleve ohnehin in Geduld üben. Auf der Pressekonferenz im Kreishaus wurde mitgeteilt, dass 1000 Impfungen pro Tag erfolgen sollen. Da der Kreis Kleve 311.000 Einwohner hat, ergibt sich im günstigsten Fall ein Zeitraum von 311 Tagen, wenn an sieben Tagen in der Woche geimpft wird. Nicht ganz klar ist, ob nicht eventuell sogar die doppelte Zeit veranschlagt werden muss, weil zumindest das Biontech-Serum zwei Injektionen erfordert.

Wenn die Impfungen wie geplant am 15. Dezember beginnen, werden die letzten Shots dort also am 1. Oktober verabreicht. Ab Mitte des Jahres, so wird derzeit geplant, soll aber auch die Impfung beim Hausarzt möglich sein. Da zudem eine genaue Liste der bevorzugt impfenden Menschengruppen (systemrelevante und „vulnerable“ Personen) abgearbeitet wird, brauchen sich die meisten Menschen im Kreis Kleve vermutlich erst einmal überhaupt keine Gedanken über das Gesundheitsspektakel im Wunderland zu machen. Wenn es soweit ist, erhält man ohnehin einen Brief der Kreisverwaltung, in der ein Termin mitgeteilt wird.

Bleibt die Frage, warum der Kreis noch Bernd Dicks, den Macher des Festivals „Parookaville“ mit an Bord geholt hat. Zu lesen war, dass er dafür zuständig ist, die Massen fürs Impfen zu begeistern. So sollen beispielsweise „Impf-Heroes“ gekürt werden. Was soll das? Die meisten Menschen werden sich vermutlich ohnehin impfen lassen, ganz ohne Kasperletheater. Klamauk scheint so ziemlich das letzte zu sein, was angesichts der Pandemie nötig ist.

Hier die Pressemitteilung des Kreises im Wortlaut:

Das Corona-Impfzentrum des Kreises Kleve wird bis Mitte Dezember in der HanseHalle Grieth eingerichtet. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellte nun Landrätin Silke Gorißen die bereits feststehenden Details zu diesem Thema vor. „Viele Punkte haben wir in den vergangenen Tagen klären können. Darüber möchten wir die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Kleve so schnell wie möglich informieren.“ Aktuell werde noch an der Lösung zahlreicher Fragen zur Ablauforganisation gearbeitet. „Das Ganze ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kreisverwaltung eine enorme Herausforderung. Bis zum 15. Dezember muss das Impfzentrum betriebsbereit sein. Dann hoffen wir alle auf eine hohe Impfquote, um im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein deutliches Stück voranzukommen“, so Landrätin Gorißen. Dr. Lutz Rauscher, Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Leiter des Corona-Stabs ergänzt: „Im Kreis Kleve könnte dann mit den Impfungen begonnen werden, sobald ein Impfstoff verfügbar ist.“ Die Impfungen sind für die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Aufgrund des hohen Zeitdrucks hat der Kreis Kleve ein erfahrenes Dienstleistungsunternehmen für die Planung und Betreuung des Impfzentrums hinzugezogen. „Gemeinsam mit dem Team der conx Veranstaltungs GmbH aus Weeze konnten wir die ‚Schlagkraft‘ bei der Organisation deutlich erhöhen“, erläutert Jürgen Baetzen, Leiter des Fachbereichs Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. 

Warum wurde als Standort für das Impfzentrum Kreis Kleve die Messe Kalkar ausgewählt?

Landrätin Silke Gorißen betonte, dass die zeitlichen Vorgaben des Landes sehr kurz und die Liste der Anforderungen an ein Kreis-Impfzentrum sehr lang seien. Deshalb gebe es nur sehr wenige Immobilien im Kreis Kleve, die hierfür in Frage kommen. Das Land NRW finanziert ein Impfzentrum je Kreis, dessen Kosten schlussendlich von Bund und Land getragen werden. Erste Hinweise vom Bund zu den zu errichtenden Impfzentren habe es am 11. November gegeben, weitere Details des Landes – insbesondere zur Kostenübernahme – am 18. November. Das Impfzentrum Kreis Kleve müsse bis weit in den Sommer 2021 betriebsbereit sein. Erst danach soll sich das Impfgeschehen nach den Vorstellungen des Landes in die Hausarztpraxen verlagern. Mitglieder des Corona-Stabs haben mögliche Immobilien vor Ort auf ihre Eignung geprüft. „Danach haben wir uns für die HanseHalle Grieth der Messe Kalkar entschieden“, so Landrätin Gorißen. Der Kreis Kleve sei für die Organisation und den Betrieb des Impfzentrums zuständig – das ärztliche Personal komme von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Für die unzähligen Herausforderungen bei der Einrichtung eines solchen Impfzentrums innerhalb von gut zwei Wochen und für den mehrmonatigen Betrieb des Impfzentrums hat der Kreis Kleve einen Partner gesucht, der in den Bereichen Logistik, Ablauforganisation und Kommunikation den besonderen Anforderungen gewachsen ist und diese Aufgaben sehr kurzfristig übernehmen konnte. „Ein solches Impfzentrum können wir nicht mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einrichten und betreiben. Dafür brauchen wir – von jetzt auf gleich – ‚externe Bordmittel‘“, umschreibt Landrätin Silke Gorißen die Situation Ende November. „Und mit den Profis von conx aus Weeze haben wir diesen Partner gefunden. Bernd Dicks und sein Team haben Erfahrung in diesen Bereichen. Sie sind hervorragend vernetzt, können schnell sehr große Projekte strukturieren und sind in der Lage, sofort mit der Arbeit zu beginnen.“ Bernd Dicks ergänzt: „Wir freuen uns sehr, hier mit all unserer Logistik-Erfahrung und Kreativität weiterhelfen zu können. Auch sehen wir dieses Projekt als wichtigen Baustein, schnellstmöglich wieder zur Normalität zurückkehren zu können.“ 

Wann geht’s los?

Nach den Vorgaben des Landes NRW sollen die Impfzentren in den Kreisen am 15. Dezember 2020 „betriebsbereit“ sein. Das bedeutet, dass erste Impfungen möglich sind. Das Impfzentrum Kreis Kleve wird danach schnell weiter aufwachsen. 

Aktuell liegen bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur zwei Anträge auf Zulassung eines Corona-Impfstoffs vor. Nach Zulassung ist es Aufgabe des Landes NRW, den Impfstoff oder die Impfstoffe zu verteilen und an die 53 landesweiten Impfzentren zu liefern. Das Impfzentrum Kreis Kleve wird anfangs – je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs oder der Impfstoffe – für bis zu sechs Tage in der Woche Termine vergeben. 

Welche Gruppen werden zuerst geimpft?

Zu Beginn werden vermutlich begrenzte Mengen des Impfstoffs oder der Impfstoffe zur Verfügung stehen. Deshalb haben die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO), die Nationale Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) und der Deutsche Ethikrat dem Bund eine Empfehlung zur so genannten „Priorisierung“ vorgelegt. Danach sollen ältere Menschen und Angehörige anderer Risikogruppen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen bei der Impfung bevorzugt werden. Ebenso sollen Personen, die in „Bereichen der Daseinsvorsorge“ Schlüsselfunktionen innehaben, prioritär geimpft werden. Hierzu liegen dem Kreis Kleve noch keine konkreten Informationen vor. „Insbesondere bei älteren Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen kommen mobile Impf-Teams zum Einsatz“, erläutert Landrätin Silke Gorißen. In der ersten Impf-Phase wird es nur Corona-Impfungen in den Impfzentren bzw. durch die mobilen Teams der Impfzentren geben. Zum Start sind im Impfzentrum Kreis Kleve bis zu 1.000 Impfungen pro Tag möglich – Erweiterungen der Kapazitäten sind am Standort Kalkar möglich. Impfungen beim Hausarzt werden erst viele Monate später möglich sein. 

Wie bekomme ich einen Termin im Impfzentrum?

Hierzu sind die Planungen des Landes NRW noch nicht abgeschlossen. Bekannt ist jedoch, dass für die derzeit in der Zulassung befindlichen Impfstoffe eine Doppelimpfung erforderlich ist. 

Wie komme ich aus den Kommunen im Kreisgebiet zum Impfzentrum Kreis Kleve?

„Wir wissen, dass die Frage der Anreise in unserem großen Flächenkreis für viele Bürgerinnen und Bürger ein mögliches Impf-Hemmnis darstellt“, so Landrätin Silke Gorißen. Deshalb gebe es Planungen zu erweiterten Transfer-Angeboten für Impfwillige durch zusätzliche Anbindung der Messe Kalkar an den ÖPNV. Weitere Transfer-Optionen werden derzeit geprüft. Sobald diese Angebote „stehen“, werde der Kreis Kleve hierüber informieren. 

Wie läuft eine Corona-Impfung ab?

Über die Details zum Ablauf einer Corona-Impfung informierten Jürgen Baetzen und Bernd Dicks. „Man kann sich das Ganze – vereinfacht ausgedrückt – wie einen Fußweg vorstellen, an dem mehrere ‚Stationen‘ hintereinander liegen“, erläutern Jürgen Baetzen und Bernd Dicks. Nach dem Empfang mit Registrierung gibt es zunächst eine allgemeine Aufklärung über die Corona-Impfung, beispielsweise zu den Themen „Wie wird geimpft?“, „Welche Nebenwirkungen können auftreten?“ und „Gibt es Alternativen zur Impfung?“ Anschließend erfolgt ein individuelles Arztgespräch und die Impfung in den Oberarm-Muskel. Danach bleibt die Person noch 30 Minuten in einem Wartebereich, bevor sie das Impfzentrum verlässt. 

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24 Kommentare

  1. 24

    Und am Ende haben mehr Menschen einen Schaden durch Unfälle auf dem Weg zur Impfstelle und zurück erlitten als durch den Impfstoff.

    Das Gefährlichste in Deutschland ist immer noch der Straßenverkehr und der Weg zum Wunderland ist lang und kurvig.

    Und wenn jemand nach der Impfung in den Graben fährt ist die Impfung schuld weil der Fahrer einen allergischen Schock hatte……

     
  2. 22

    Mmuuuh, vermmuuuhtlich könnte es auch schon eine ganz, ganz kleine abschreckende Wirkung auf das Virus entfalten, wenn den Personen, die zur Impfung in den Brüter geladen werden, dort ein Brandzeichen in Form eines Verbotszeichen „Coronavirus – hier nicht“ auf die Oberarme gebrannt würde, mmuuuhZisch(undAua). Zum Beispiel mit so einem Virusabbild, wie rd das auf seine Tafel gemalt hat, in einem roten Verbotskreis und einem roten Strich dadurch wie beim Halteverbot, mmuuuhNixFalschparken. Vermmuuuhtlich ginge das Virus dann schnell vom Zahlen all der Parktickets pleite, die es im Falle der bisher 600 Missachtungen allein in Kleve von den dafür zuständigen Parkwächter(innen) erhalten würde, mmuuuhBulle(tte)nDarfManDieParkwächter(innen)NichtNennen. Und vermmuuuhtlich würde sich das Virus dann ganz schnell und stickum verdrücken, mmuuuhAufNimmerWiedersehen!

     
  3. 21

    @19 Die Datenlage ist sehr dünn? Ich würde meinen, dass es bereits genügend Daten zur Sterblichkeit durch das Coronavirus gibt – geschätzt ca. 1-2% der erkannt Infizierten sterben gerade in Deutschland (hab mal grob geschätzt: ~20.000 Infizierte vor ein paar Wochen, ~400 Tote nun fast jeden Tag mit oder durch Corona).

    Dagegen stehen momentan 2 x 20.000 Geimpfte in den Tests für die beiden mRNA Impfstoffe, bei denen es zu keinen schweren Nebenwirkungen kam (meines Wissens wurden ungefähr je 40.000 Personen geimpft, die Hälfte mit Placebo, die andere mit Impfstoff).

    Nach diesen groben Abschätzungen komme ich zu dem Schluss, dass das Risiko signifikant höher ist, an Corona zu sterben, als eine schwere Impfnebenwirkung zu haben. Da ich die momentane Situation (das ist ja die Alternative zu Impfungen) unerträglich finde, werde mich impfen lassen, wenn ich dran bin,
    Andere vorzuschicken, um Lockerungen herbeizuführen und mal abzuwarten, finde ich nicht sehr solidarisch. Spätestens, wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, sollten sämtliche Restriktionen aufgehoben werden – gern auch früher, wenn es die Zahlen wieder erlauben.

     
  4. 20

    @19. Klever xyz

    Die Bemerkung und Frage wurde u.a. schon gestellt, hat aber wahrscheinlich bei dem Corona-Wirrwarr, den Weg hierhin nicht gefunden. 😉

     
  5. 19

    Eine der wichtigsten Fragen wurde in dem Beitrag leider nicht beantwortet: Wer übernimmt die Haftung bei einem Impfschaden?

    Die Datenlage für die neuen Impfstoffe ist viel zu dünn, auf gar keinen Fall würde ich mich als einer der ersten gegen Covid impfen lassen.

     
  6. 18

    @17. Thomas Velten „ausgebucht? Oder teurer als die Halle im Brütergelände?“
    Nein, bestimmt nicht, Herr Velten, aber man möchte sich wünschen, dass für den Bürger wichtigere Entscheidungen mindestens genauso intransparent transparent ausgefochten werden.
    Corona scheint auchden Blutdruck auf inakzeptale Werte zu erhöhen, und das ohne Vorliegen einer Infektion, bei heillos mit ihrer zugebilligten Kompetenz überforderten Akteure.

     
  7. 17

    Die Pressemitteilung der Landrätin zum Auswahlverfahren für den Standort des Impfzentrums ist einfach schwach.
    Kein einziges Wort zur Begründung, warum andere Standorte vom Verfahren ausgeschlossen wurden. Warum gerade so abgeschieden in der Pampa?

    Jede Stadt im Mittelkreis (Goch, Weeze, Uedem, Kevelaer) hat ein Bürgerzentrum oder eine Stadthalle. Alle in der Nähe des Bahnhofs und per ÖPNV angeschlossen. Und natürlich mit Parkflächen für Autos. Sind die alle ausgebucht? Oder teurer als die Halle im Brütergelände?

     
  8. 16

    @8. Gartenhexe “ Nötig ist “Klamauk” sicher nicht, aber wenn’s hilft, eventuelle Impfängstliche zu motivieren…“
    Super Idee, ich werde die Mausefallen im Vorratskeller auch einfach mal heftig beschallen.
    Das wird die Mäuse bestimmt animieren, ihre vorsichtige Haltung aufzugeben, und forsch nach Vorn zu stürmen.

    ils sont fous, les Bataves, le dit déjà Astérix au Jean-Foutre .
    Die spinnen, die Bataver, sagte bereits Asterix zum Taugenix.

     
  9. 14

    @ 12 schwarzer Piet “ Synthese eines neuen Wirkstoffes “
    Jetzt wird´s gehörig technisch, aber für den, wen es interessiert :

    Mein Vater, geboren 1911 , wusste noch zu berichten, dass laut seinen Schulbüchern Uran in Blei und Emanation zerfiel.
    Mit Emanation benannte man damals etwas, von dem man zwar wusste, dass nach dem von Antoine Laurent de Lavoisier postulierten Gesetz des Erhals der Massen existieren musste, das man aber weder sehen, noch fühlen konnte.
    1926 wusste man demnach noch nicht um die Geheimnisse de Radioaktivität.
    Das kannman heute auch auf die Gentechnologie spiegeln.
    Die jetzt verwendete Technik von Rekombination, Schnibeln an und mit Teilen von Desoxiribonukleinsäuren, Basen, Teilen der Dopelhelix, um die reproduktionsfähige Ribonukleinsäure zu erhalen und zu Stückeln, und mit der Genschere Crispr zu schneiden und zu kleben, ist halt erst wenige Jahre,fast schon nur in bestimmten Gebieten Monate, alt.
    Deshalb kann, wes ich heute schreibe , bereits morgen wieder teilweise überhot sein.
    Aber schon der Römer wusste es, tempora mutantur et nos mutamur in illies.

     
  10. 12

    Zu RNA-Impfstoffen fanden schon seit einigen Jahren klinische Studien an Menschen statt.

    Laut Pharmaforschung, vergehen von der Synthese eines neuen Wirkstoffes bis zur Marktzulassung des Medikaments, durchschnittlich 14,2 Jahre. wovon die klinischen Phasen I-III rund 8,6 Jahre beanspruchen und das Zulassungsverfahren 1,8.
    Die verbleibende Zeit von etwa 3,8 Jahren ist für die präklinische Forschung inklusive Wirkstoffsuche und
    -optimierung zu veranschlagen.

     
  11. 11

    #“Impf-Heroes“ gekürt …meisten Menschen werden sich v…impfen lassen, … ohne Kasperletheater. Klamauk so ziemlich das letzte …
    Die Erklärung ist doch einfach, ob damals Rolf Zacher für die Stadtwerke Kleve oder jetzt die Macher von Parookaville für den Kreis, was macht mehr Laune, als das Geld seiner Bürger mit vollen Händen auszugeben?
    Es kostete einen selbst ja nichts, nur den Bürger, aber der hat´s ja angesichts der Pandemie unbegrenzt!

     
  12. 10

    @2. Michael Welbers “ Terminvergabe“
    Früher galt als Grundsatz bei den Preussen, das Fell des Bären erst dann zu verkaufen, wenn man ihn zuvor gelegt hat.
    Vorbereitet zu sein, und frühzeitig pläne zu machen ist wichtig, aber dieser teure unsinnige Aktonismus ist der helle Wahnsinn.
    Aber es scheint ja darum zu gehen, Henny de Most seine Scheunen teuer zu vergolden, und wenn der Plan dann nicht aufgeht, macht man doch auch noch die Reisewirtschaft glücklich.
    Auf der Fahrt in Bussen zum Kerni ist ja eine Ansteckungsgefahr völlig auszuschliessen, egal wieviele Menschen im Bus sitzen?
    Von Spreen habe ich schon nichts gehalten, ber Frau Gorißen hat irgendwie keinen guten Start.

     
  13. 9

    @ Landrätin
    schon einmal den Spruch gehört, dass man sich nicht einen abbrechen soll, um Moses den Gang auf den Berg zu ermöglichen, während der Berg leicht zu Moses kommen könnte.

    Was hat sich seit der Mammographieaktion eigentlich geändert ?
    Damalskan der Millionenteure Container zu den Leuten, voll mit Technik, bis hin zum mobilen Röntgengerät.
    Was ist an einem simplen Container mit 3 oder 4 Compartments so schwierig, ist es der 180 K Kühlschrank dann in Komplexität, verglichen mit einem simplen Röntgengerät ?

     
  14. 8

    Nötig ist „Klamauk“ sicher nicht, aber wenn’s hilft, eventuelle Impfängstliche zu motivieren…
    Ich allerdings habe Bernd Dicks „Anwesenheit an Bord“ hauptsächlich so interpretiert, dass er doch durch Parookaville reichlich logistische Erfahrung hat und große Menschenmassen von A nach B zu steuern weiß.

     
  15. 6

    Wie funktioniert der Impfstoff von Biontech und Moderna?

    Das sind RNA-Impfstoffe, die keine Viren (weder tot noch lebendig) enthalten, sondern lediglich sogenannte Messenger-RNA (kurz mRNA). Das mRNA-Molekül sorgt in Körperzellen dafür, dass die Zellen selbstständig ein Virusprotein produzieren, gegen das das menschliche Immunsystem dann laut Studien bei gut 90 Prozent der Geimpften Antikörper produziert.

    Die häufigsten Impfstoff-Gruppen sind: Lebendimpfstoffe, Vektorimpfstoffe, RNA-Impfstoffe (neu), und Totimpfstoffe.

    Der übliche jährlich neu aufgelegte Grippeschutz erfolgt mit Totimpfstoffen (wie auch z.B. bei Keuchhusten und Polio) – das heißt, er enthält abgetötete, nicht vermehrungsfähige Erreger und kann daher weder eine Grippeerkrankung hervorrufen noch können Dritte mit Impfviren infiziert werden. Das hat meine Eltern letztlich überzeugt, dieses Jahr die erste Grippeschutzimpfung überhaupt durchführen zu lassen. Meine Mutter, die auf fast jedes Medikament stärker reagiert als die meisten, sagte, sie hätte überhaupt nichts gemerkt danach. Ich habe immer drei Tage rote Stellen um die Einstichstelle.

    Lebendimpfstoffe (gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken) enthalten lebende Erreger, die aber so weit abgeschwächt sind, dass die Erkrankung selber nicht ausgelöst wird.

     
  16. 3

    Heute habe ich eine Todesanzeige gelesen. Ein 49-Jähriger ist an Folgen von Corona gestorben. Es kann also jeden „erwischen“. Und es gibt noch immer Menschen, die es leugnen, als harmlose Grippe abtun, Maskenverweigerer sind oder in den Corona-Auflagen eine Gängelung der Politik sehen. Ich frage mich, welchen IQ diese Menschen haben müssen und wünsche Ihnen, das diese nicht Opfer Ihrer eigenen Dummheit werden.

    Benno

     
  17. 2

    @1

    Fake! Die Terminvergabe erfolgt über die 116 117 und nicht über die Kreisverwaltung. Darüber hinaus ist das Verfahren so, dass der Bürger bei der 116 117 anruft und um einen Termin fragt – also keine Impfpflicht.

    Ich könnte jetzt auch noch 300 Worte über Impfen und schreiben, aber das bringt eh nichts. Wer geimpft ist, kann den Virus nicht weiter geben da das eigene Immunsystem den Virus „tötet“ – einfach mal Wikipedia konsultieren.

     
  18. 1

    „Wenn es soweit ist, erhält man ohnehin einen Brief der Kreisverwaltung, in der ein Termin mitgeteilt wird.“ … also Impfpflicht?
    Was ist mir den Menschen, welche keine Briefpost empfangen können?
    Eine Impfung soll immunisieren – verhindert aber doch nicht, dass man das Virus trotzdem weitergeben kann, oder irre ich da?