Bye, Bay – ist Politik Taschenbillard oder mehr?

rd | 19. Mai 2011, 23:37 | 3 Kommentare

Rainer schreibt in seinem Kommentar zum Käseigelbeirag: »’Wenn Politik keine Lust mehr bereitet, soll man aufhören.’ Der Satz könnte auch in einem Film mit Bruno Ganz gesagt worden sein. Ist er natürlich nicht, hilft der Hohlheit der Aussage aber nicht wirklich entgegen. Die Vorstellung, dass ich krücken geh’, damit Menschen, die dazu Lust haben, meine erwirtschafteten Steuergelder ‘lustvoll’ ausgeben…… äähhh geht’s noch, oder soll ich mich schwarz anmalen und seine Schuhe putzen?«

Dazu ist zu sagen: Der Mann hat recht. Die richtige Aussage wäre gewesen: »Wenn Politik keine Lust mehr bereitet, sollte man ANFANGEN.« Vorher ist’s Taschenbillard. Und dann, ganz am Ende, könnte sie sogar so etwas wie Lust bereiten (müsste man Kohl mal zu befragen), interessant wäre auch zu wissen, wie Michael Bay aus psychologischer »Ich-kann-alles-erklären«-Sicht so einen Satz deuten würde. Das interessante Wort Narzissmus dürfte sogar einem Laien als erstes einfallen.

p.s. Man kann es natürlich auch anders sehen.

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  1. 3. KlePeter

    Schade, dass der Satz gestrichen wurde.
    War es nicht gerade die fehlende Teamfähigkeit, die Herrn Bay das Wirken in seinem Amt so erschwert hat?
    in der Politik ist es notwendig – gerade in einer Partei, der die Basisdemokratie sehr wichtig ist – für die eigene Meinung zu werben. Dazu muss auch die Bereitschaft bestehen, sich anderen Argumenten zu öffnen und diese in Entscheidungsfindungen mit einzubeziehen. Gerade das habe ich bei Herrn Bay nur sehr selten erlebt.
    Ok, ich bin auch nicht Mitglied bei den Grünen. Vielleicht war es ja Parteintern ganz anders. Da lasse ich mich gerne belehren.

     
  2. 2. ralf.daute

    @Bernd Derksen Stimmt, das ist Quatsch. Ziehe ich zurück!

     
  3. 1. Bernd Derksen

    Bemerkenswert fand ich, dass Herr Bay abgesehen von dem Lust-
    Satz auf der Mitgliederversammlung keinerlei (direkte) Angaben zu den Gründen für seine Nicht-Kandidatur machte.

    (…)

    —-
    Ich denke, dass auch für Herrn Bay Politik ein Hobby war und ist. Dass er davon auch selbst was haben möchte (positive Gefühle, …) ist verständlich. Es gibt immer Alternativen.

    Es ihm vorzuwerfen, gar als Narzissmus zu bezeichnen, finde ich nicht nachvollziehbar. Für mich verdient dieser Vorwurf an Bay Kritik.