Während die lieben Kleinen freitags demonstrieren…

rd | 01. April 2019, 14:29 | 12 Kommentare
X7-Basismodell: V6-Diesel mit 265 PS
Tipp der Redaktion: der Diesel mit 150 PS und Allradantrieb

… entführt die FAZ die Eltern dienstags im Teil „Technik & Motor“ in eine Welt, in der sie in Augenschein nehmen können, welches Fahrzeug am besten geeignet ist, um die Kinder von Klimaschutz-Kundgebung abzuholen. Zur Auswahl stehen BMW oder Audi, das Basismodell von BMW bringt es auf stolze 265 PS (zur Erinnerung: die Abkürzung steht für „Pferdestärken“, bildlich gesprochen, haben wir es also hier mit einer Kutsche zu tun, vor die 265 Pferde gespannt werden), bei den verschiedenen Varianten des Audi Q7 empfiehlt die Redaktion den Diesel mit 150 PS. Die Entscheidung fällt schwer. 



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12 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 12. Andre Gerritzen

    @7 ???
    Ein gute Frage. Den Energiemix der Niederlande kenne ich nicht. In Deutschland waren es 2018 auf jeden Fall 40,2% aus erneuerbaren Energiequellen.
    Während es bei der Benutzung eines Verbrennungsmotor auf jeden Fall 100% Fossile Brennstoffe sind und was dann noch als CO2-Rücksack für Förderung, Transport und Verarbeitung oben drauf kommt, kann man leider nirgend wo heraus finden.
    Wenn man mal nachschaut was für Energiemengen durch den Kamin gejagt werden bis das Benzin aus der Zapfsäule kommt, wundert man sich schon.

    @8 Querdenker
    Ich sehe regelmäßig Diskussionen wie schlimm die Umweltschäden durch die Gewinnung des Lithiums in Peru sind und das das Grundwasser dadurch vergiftet wird.
    Dabei ist das Grundwasser der Atacama-Wüste von Natur her eine Salzsole mit einem hohen Anteil an Lithiumcarbonat.
    Deshalb wird das giftige Grundwasser ja nach oben gepumpt, weil man so extrem leicht an das Lithium kommt.
    Zusätzlich zählt Peru zu den Ländern mit den größten Vorräten an Süßwasser (2000-3000 Kubikkilometer), aber die Lithiumproduktion in der Wüste ist für die Wasserknappheit in der Wüste verantwortlich.

    Und letztes Jahr sind nur 4% der Welt-Lithium-Produktion in die Herstellung von Akkus für E-Autos gegangen.
    31% dafür in alle anderen Arten von Akkus. (Handy, Tablet, Laptop, Zahnbürsten, Verdampfer, Rasierer usw.)
    Die restlichen 65% gehen in alle Arten der Industrie. Lithium ist in Farben, wird in der chemischen Industrie benutzt, ist in Schmierstoffen und Ölen als Stabilisator, in Medikamenten (Lithium-Carbonat ist ein verbreitetes Mittel gegen Depressionen) und ganz viel anderes.
    Ein durchschnittlicher deutscher Haushalt ohne E-Auto hat 300-400g Lithium pro Jahr in Gebrauch.

     
  2. 11. Der Laie

    Wie schrieb ein SUV Fan “Das Leben ist zu kurz um kleine hässliche Autos zu fahren”
    Wer die Zulassungszahlen liest:Von 3,44 Millionen Neuwagen im Jahre 2018 waren 933.504 Geländewagen und SUV die zugelassen wurden,der sieht die Meinung bestätigt.
    In Deutschland kommt die E- Mobilität nicht voran,weil zuviele Marktteilnehmer daran verdienen möchten.
    Die Energieversorger möchten zwar Strom verkaufen,wollen beim Aufbau der Infrastruktur nicht in Vorleistung gehen.Die Autohersteller sehen wegen der fehlenden Infrastruktur keinen Absatzmarkt.Die Mineralölkonzerne sehen wegen der hohen Standzeiten beim Strom Auftanken,nur geringe Absatzmargen.Dem Kunden ist die Anschaffung zu teuer und die bekannten Mängel von Batterien im Winter sind ein Verkaufshemmnis.
    Heute kann ein liegen gebliebenes Fahrzeug durch den ADAC schon mal leicht wieder flott gemacht werden,
    sei es durch Starthilfe über eine externe Batterie oder nur durch Sprit aus dem Reservekanister.
    Wie sieht das in Zukunft aus,abschleppen zur nächsten Werkstatt,wo sich die Mechaniker an die Hochvolt Anlage nicht herantrauen, weil sie darauf nicht geschult sind.
    Das gro der elektrischen Hausanschlüsse ist für eine zusätzliche Abnahme durch die Batterieaufladung nicht ausgelegt,d.h. der Nutzer muss auf einen freien Platz an einer Ladesäule hoffen, oder viel Zeit mitbringen.
    Im Winter sinkt die Reichweite stark ab, da die Heizung und Lüftung die Batteriekapazität schnell aufzehren.
    Jetzt kann man sicherlich sagen, was war zuerst, das Ei oder die Henne,die E- Mobilität sollte man nicht aus den Augen verlieren,aber darin die Lösung aller Probleme zu sehen ist fehl am Platze.
    Am Beispiel des liegen gebliebenen ICE im Düsseldorfer Vorort, wegen eines Schadens an der Oberleitung und den daraus resultierenden Veränderungen des ganzen Zugverkehrs, zeigt sich die Anfälligkeit eines Netzgebundenen Verkehrsträgers.

     
  3. 10. Jürgen Böll

    @???
    Hier mal einlesen
    ELEKTROAUTOS Wie die Niederlande das E-Mobilitätswunder schaffen

    Deutschland tut sich noch immer schwer die E-Mobilität voranzubringen. Angeblich koste das Milliarden – zu sehen in Norwegen. Die Niederlande zeigen allerdings, dass es auch mit moderaten Subventionen geht…………

    https://www.wiwo.de/politik/europa/elektroautos-wie-die-niederlande-das-e-mobilitaetswunder-schaffen/20475026.html

     
  4. 9. Chewgum

    Auch ‘der’ deutsche Autofahrer muss mal ein bisschen umdenken. Dazu gehört auch ein Tempolimit auf Autobahnen. Finde, da ist Holland auch ein gutes Beispiel.

    By the way: Gab es hier einen großen Aufschrei wegen des Diesel-Skandals? Hier und da ein paar kleine Demos … aber das war’s doch.

     
  5. 8. Querdenker

    Schon interessant wie mit immer wieder dem gleichen Unsinn argumentiert wird. Das Produktion und Transport von Strom auch Umweltschäden verursacht ist schon richtig, das die Produktion von Akkus auch Probleme bereiten kann ist auch richtig. Seltsam nur dass nie jemand fragt wie denn so die schädlichen Folgen sind, die durch die ganzen Prozesse entstehen, bis der Kraftstoff im Tank landet? Da entstehen auch massive Schäden für Menschen und Umwelt.

    Bei E-Autos wird erst mal verdrängt und irgendwie versucht am jetzigen System fest zu halten. Wenn E-Autos toll sind, dann wegen der völlig unnötigen brachialen Beschleunigungsfähigkeit. Egal wie angetrieben, große und damit schwere PKW sind eine Verschwendung von Ressourcen. Die derzeitigen Fahrleistungen sind komplett überflüssig und dienen nur der Unterhaltung, zum ankommen würde ein Bruchteil davon noch locker ausreichen.

    Die Umwelt werden wir in Zukunft brauchen, dafür gibt es keinen Ersatz. Für diese “Schlüsselindustrie” werden wir so oder so Ersatz benötigen. Diese wichtigen Arbeitsplätze die immer wieder vorgeschoben werden, damit wir für etwas Fahrspaß unsere Umwelt zerstören und unsere Städte verschandelt können, sind eh bald fast alle in China. Eines der wenigen, für die Städte noch gut geeigneten PKW, ausgerechnet die werden bald dort produziert und nicht mehr hier (die Rede ist vom Smart als E-Auto, bald unter dem Namen Joint-Venture).

    Das traurige ist, das wir die Chance verpassen diesen Wahnsinn jetzt zu beenden und es damit für unsere Zukunft (also auch die unsere Kinder) zu machen. Es wird vermutlich erst dann aufhören, wenn die großen Märkte in Asien und USA wegbrechen, weil diese lieber ihre eigene Industrie bevorzugen. Das kann dann durch steuerliche viel zu günstige fette Firmenwagen auch nicht mehr aufgefangen werden. Ein Großteil der Leute lebt in Städten, aufgrund der hohen Wohnkosten dort (wenn es so weiter geht wie bisher), wird sich dann dort fast niemand mehr ein Auto mehr leisten können.

     
  6. 7. ???

    @6. Andre Gerritzen

    Woher kommt in den Niederlanden die Energie für die E-Autos?

     
  7. 6. Andre Gerritzen

    Bin gestern und heute mal wieder in den Niederlanden gewesen und da sind mir einige Tesla Model S und X und 2 Jaguar IPace aufgefallen. Alles E-Auto die in einer ähnlichen Preisklasse wie die oben erwähnten liegen nur diese die deutschen Modelle an der Ampel stehen lassen ohne dabei viel Krach zu machen und Abgase auszuspucken.

    Wenn man versucht bei deutschen Herstellern solche elektrischen Fahrzeuge zu bekommen, gibt es angaben zur Lieferzeit wie irgendwann im Herbst oder Anfang nächstes Jahr.
    Wenn ich das Geld hätte könnte ich im Mai eine neuen Tesla meiner Wahl in der Garage haben.

    Da verpasst die deutsche Autoindustrie gerade wieder den Anschluss und versucht mit ihren alten Konzepten noch irgendwas zu retten.
    Interessant ist das VW wegen des Dieselskandals in den USA dort als Entschädigung für mehrere Milliarden Dollar eine Lade-Infrastruktur aufbauen muss. Von solchen Strafen kann man hierzulande nur Träumen.
    Und in Kleve haben wir jetzt sogar schon 5 Ladesäulen.

     
  8. 5. Der Laie

    @3 Auditor
    Frei nach dem Motto:”Aus den Augen aus dem Sinn”
    Die alten Diesel Fahrzeuge gehen doch nicht in die Schrottpresse, sondern werden schön im ausser europäischen Ausland weiter gefahren.
    Die Zeiten wo auf Halde produziert wurde, sind lange vorbei.Was will denn die Schlüsselindustrie herstellen,wenn es keine Konsumenten mehr gibt,die sich diese Artikel gönnen oder leisten wollen.
    Die Aufgabe von Werbeagenturen ist es,bei potenziellen Käufern einen Bedarf zu wecken,obwohl dieser nicht unterversorgt ist
    Die Zielgruppe der jungen Konsumenten ist für den Warenabsatz nicht zu unterschätzen.

     
  9. 4. NicAri

    Der zweite Ausschnitt wird wohl kaum einen Q7 beschreiben. Dieser verfügt serienmäßig über einen Allradantrieb und fängt bei 231 Dieselpferdchen erst an….

     
  10. 3. Auditor

    Gut dass die Jugend sich aus eigener Überzeugung engagiert und die Bewegung keinesfalls durch Politik und Medien gesteuert wird, weil die Demonstranten für das Eintreten, was Bundesregierung und EU sowieso schon lange vorantreiben. Aber die jungen Leute möchten mit Sicherheit gerne auf Handys, Reisen, Fastfood, schicke Kleidung und Mobilität verzichten. Besonders überflüssig sind eine sichere Energieversorgung und qualifizierte, ordentlich bezahlte Arbeitsplätze. Diese brechen nämlich weg, weil Energiekonzerne, Autohersteller und Zulieferbetriebe (Schlüsselindustrien!) massenhaft Arbeitskräfte “freisetzen” werden müssen. Aber man kann ja immer noch als Schafhirte oder Rikschafahrer arbeiten. Die zu erwartenden Gehälter erledigen dann auch das Thema Anschaffung übermotorisierter Luxuskarossen, soweit die EU dies nicht über irrsinnige Vorgaben schafft.

     
  11. 2. Chewgum

    @Querdenker Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, aber ich glaube, wenn Sie und/oder ich unsere Urlaubstage mit Plakaten vorm Bundestag verbracht hätten, so wie Greta Thunberg das drei Wochen am Stück vorm schwedischen Parlament gemacht hat statt zur Schule zu gehen (und danach jeden Freitag – der Ursprung der “Fridays for Future”-Bewegung), wäre das nicht der Rede wert gewesen. Die jungen Menschen bekommen die Aufmerksamkeit, die für das Thema gebraucht wird.

    https://www.jetzt.de/politik/greta-thunbergs-schulstreik-fuer-klimaschutz-ein-besuch-in-stockholm

     
  12. 1. Querdenker

    Da kann man wirklich froh sein, dass die demonstrierenden Kinder so weitsichtig sind. Immerhin ein Hoffnungsschimmer, es war ja bis zur Kurzem noch zu befürchten, dass die Weilt von “Profis” zum ökonomischen Vorteil hin zerstört wird.

    Liebe Kinder macht weiter. Ich für meinen Teil bin gerne bereit auf Luxus (wie z.B. Fleisch, überdimensionierte Autos, billigen Strom, Flugreisen, …) zu verzichten, damit Ihr (und auch meine Kinder) eine bessere Zukunft habt.