Verkaufsoffener Adventssonntag vor dem Exitus?

rd | 02. Dezember 2011, 16:34 | 10 Kommentare

Am kommenden Sonntag bitte schnell noch mal shoppen gehen – es könnte das letzte Mal gewesen sein! Zumindest offenbarte das jüngste Treffen der Mitglieder des Klever City-Netzwerkes (KCN) einen tiefen Riss in der hiesigen Geschäftswelt, was den verkaufsoffenen Sonntag im Advent angeht.

Eigentlich sollte man vermuten, dass die Händler darauf hoffen, dass Besucher aus Kleve und von außerhalb mit von üppigen Weihnachtsgeldzahlungen aufgeblähten Geldbörsen in die Läden stürmen und dort kaufen, was das Zeug hält. Doch genau in diesem Wunsche sind sich offenbar nicht alle Geschäftsleute einig: Eine starke Fraktion aus der Kavarinerstraße will den verkaufsoffenen Adventssonntag kippen – allerdings stießen sie auf eine mächtige Allianz der Gegner: Kaufhof, H&M, C&A. Hubert Wetzels (Kaufhof) hatte einen Vertreter entsandt, der dem Vernehmen nach sogar rechtliche Schritte angedroht haben soll, falls der Weihnachtssonntag gekillt wird.

Wegen der komplizierten Mehrheitsverhältnisse in der Gemeinschaft (die gut vertretenene und organisierte Kavarinerstraße benötigt nur eine Handvoll Verbündeter, um alles in ihrem Wunsch lenken zu können) könnte es aber genau dazu kommen. Jetzt werden erst einmal alle Mitglieder schriftlich um ein Votum gebeten.

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  1. 10. Allesklever

    Habe den Weihnachtsmarkt im Forstgarten leider nicht nicht/nie gesehen, obwohl es näher an Rindern dran ist als früher. Ich finde aber auch, dass der Weihnachtsmarkt eigentlich in die Stadtmitte gehört, schön romantisch mit richtig vielen Buden zu Füßen der Schwanenburg an den Marstall(wo im Übrigen auch wieder die Stadtbücherei reingehört, wie damals, mit den schönen 50-er Jahre-Neonröhrenkronleuchtern. Die waren ECHT schön).
    Und der Weihnachtsmarkt sollte auch eine Woche länger sein.

    Aporpos Marstall und Schwanenburg: Warum wird in Kleve eigentlich die von Klevern abgebrannte Synagoge nicht wieder aufgebaut?

     
  2. 9. Beobachter

    … ist das nicht ohnehin bundesweit aktuell was ind er Mache zur Abschaffung bwz. Senkung der verkaufsoffenen Sonntage?

    Schon im ersten Jahr der Verlagerung des Marktes hatte ich meine (negative) Meinung dazu in den (damals) Klever Nachrichten verfasst, aber es gab sehr sehr viele Befürworter, die meine Ansicht für eine Minderheitenvorstellung hielten.

    Nun, es scheint sich wohl doch nun der ein oder andere meiner Meinung zu sein, wenn ich das hier so lese:

    Der Weihnachtsmarkt muss, genau so wie die Kirmes, IN die Stadt zurück. Der Kirmes hat man ja jetzt ohenhin schon wieder Stellplatz geklaut, weil Studentenwohnheime wichtiger sind, vor allem ortsnah zur HRW …

    … weil es den Studenten ja (angeblich) zu weit weg ist von den Häusern in der Klinik und weil ja angeblich die Verkehrsanbindung von Bedburg zur HRW so schlecht ist …

    Komisch, ich fahre die Strecke jeden Tag mit dem Rad (gemütlich 20 Minuten!), zudem fährt oft genug ein Bus und es gibt einen Zug. Beides mit ortsnahen Haltestellen in Bedburg und zur HRW …

    Ja, ich weiß: OT

     
  3. 8. noelpaenz

    @J-U Habe…, der Weihnachtsmarkt in Kleve beginnt immer am Fr. vor dem ersten Advent…hat also nix mit den Ferien zu tun. Verkausoffener Sonnatg und Weihnachtsmarkt fallen rein zufäälig zum zweiten mal zusammen…?, wobei der erste vor einigen Jahren wegen schlechten Wetters ins Wasser fiel. Über den Sinn und Unsinn der verkaufso. Sonntage ist schon viel geschrieben worden auch ob das KCN seine Berechtigung / Kompetenz hat.

     
  4. 7. ralf.daute

    @Schorsch, sorry, in der Tat, Herr Wetzels war nicht da! Danke für den Hinweis…

     
  5. 6. Schorsch

    Na, wenn schon aus einer Sitzung berichtet wird, dann sollte es inhaltlich schon richtig sein. Auch wäre dann die vollständige Wiedergabe eines Standpunktes schon hilfreich.

    1. Herr Wetzel vom Klever Kaufhof war überhauot nicht anwesend, sondern hatte einen Vertreter geschickt. Dieser sprach zwar von Konsequenzen, wenn der 4. verkaufsoffene Sonntag nicht stattfinden würde – welche dies auch immer sein sollten.

    2. Die Kavarinerstr. möchte sicherlich nicht den 4. offenen Sonntag. Sie plädierte aber dafür, in den vier Adventssamstagen die Innenstadt nit Atraktionen zu beleben. Für Alle ansprechende Adventssamstage mit unter Umständen längeren, gemeinsamen Öffnungszeiten könnten ja durchaus gefragt sein.

    3. Der Vorschlag einer Abstimmung unter allen Mitgliedern des KCN durchzuführen, kam vom Vertreter der Kavarinerstr. . Die Kavarinerstr. möchte keinen Alleingang sondern kann auch den Argumenten des Kaufhofes folgen. Daher wurde von der Kavarinerstr. auch die Befragung/Abstimmung aller Mitglieder zu diesem Thema vorgeschlagen.

    4. Wenn die Versammlung von einer größeren Anzahl von Mitgliedern besucht worden wäre, würden die Stimmen der Kavarinerstr. sicherlich nicht ausschlaggebend sein.

    Die großen Filialisten sind für KLeve wichtig, allerdings können auch diese alleine nicht bestimmen, was, wie vom KCN gemacht wird. Selbst der Kaufhof sollte sich einer demokratischen Entscheidung fügen.

     
  6. 5. Jens-Uwe Habedank

    Mal ‘ne Frage zum Weihnachtsmarkt: Warum ist der terminlich gefühlt näher an den Herbstferien als an Heiligabend dran? Die wenigsten, mit denen ich sprach, sind bereits um den 1. Dezember “Weihnachtlich” drauf…

     
  7. 4. Insider

    Kaufhof , H&M und C&A sollen eine mächtige Allianz bilden?
    Natürlich sind diese 3 Häuser für die Klever Innenstadt absolut wichtig , aber eines muss den Filialisten auch endlich mal klar sein , der verkaufsoffene Sonntag ist eine Veranstaltung des KCN (Klever City Netzwerk) und nicht der Stadt Kleve und von den Dreien ist nur der Kaufhof wenn ich mich nicht irre Mitglied beim KCN , also können die anderen beiden (H&M und C&A) gar nichts wollen.
    Alle Kosten die mit dem verkaufsoffenen Sonntag anfallen trägt alleine das KCN und nicht die Stadt Kleve , also muss die Entscheidung ob ein Sonntag stattfindet oder nicht auch einzig und alleine den KCN Mitgliedern vorbehalten bleiben und hier zählt natürlich die Mehrheitsentscheidung.

     
  8. 3. Mäuschen

    @Flügelstürmer
    Damit sprichst du den meisten Klevern aus der Seele…

    Wenn ich mich recht erinnere war der Weihnachtsmarkt früher am Großen Markt und vorm Forstgarten vor der Stadthalle. Es war immer voll und nachher einen Bummel durch die Stadt…

    Die Frage lautet wirklich:
    Warum den Klever Weihnachtsmarkt nicht in die Stadt integrieren?

    Schöne Vorweihnachtszeit!

     
  9. 2. Flügelstürmer

    Bin gestern Abend auch auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Absolut tote Hose. Und natürlich wieder die selben Stände wie in den Jahren zuvor. Damit lockt man niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Der Weihnachtsmarkt sollte wieder zurück in die Stadt verlagert werden und rund um den Kurfürsten (das Denkmal) stattfinden. Geschäftsleute und Marktbeschicker würden davon profitieren.

    Kleiner Nachtrag: Verkaufsoffene Sonntage sollten komplett abgeschafft werden! Ich halte es da mit dem alten Spruch der Gewerkschaften: “Sonntags gehört Vati (und natürlich auch Mami) mir!

     
  10. 1. stopsi1900

    Die Beschicker auf dem Weihnachtsmarkt “freuen” sich im übrigen sehr darüber, dass am kommenden Wochenende die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet haben.
    Wie mir gestern Abend auf einem gähnend leeren Klever Weihnachtsmarkt einer der Geschäftsleute sagte “Die ganze Woche ist hier nix los und am Wochenende machen die dann noch nen verkaufsoffenen Sonntag. Alle Holländer gehen in die Stadt. Von denen sehen wir dann auch nichts. Nächstes Jahr wird die Anzahl der Buden wohl noch geringer sein”.

    Im übrigen sollten sich die Klever Geschäftsleute mal endlich zu einheitlichen Öffnungszeiten durchringen!!!