Schicklers Liste: NRZ schließt Geschäftsstelle

rd | 29. Mai 2009, 14:52 | 19 Kommentare

Nachdem die Rheinische Post bereits erfolgreich vorgemacht hat, dass ein modernes Medienhaus auch ohne Geschäftsstelle existieren kann (statt dessen teilt sich der Verlag ein Büro mit dem NIAG-Kundencenter, direkt neben dem Sex-Kino), geht nun auch der WAZ-Konzern den Weg der Unternehmensberaterlogik: Am Samstag schließt die Geschäftsstelle der NRZ in der Hagschen Straße, vier Mitarbeiter stehen danach auf selbiger. Dabei hatte der Konzern das “Pressehaus” in der Oberstadt erst vor fünf Jahren mit großem Bohei eröffnet. Doch dann kam die Unternehmensberatung Schickler… Die Mitarbeiter, deren letzte Aufgabe die besenreine Zurücklassung des eigenen Arbeitsplatzes ist, versichern, dass die im Obergerschoss beheimatete Lokalredaktion bleibe. Doch auch da hört man Gerüchte, dass wegen günstigerer Mietkosten ein Umzug nach Kevelaer geplant sei (hoffentlich stimmt das nicht).

p.s. Zweihundert Meter weiter stadtaufwärts hat es auch das City-Büdchen erwischt. Dafür gibt es aber – kleiner Lichtblick – neuerdings an der Hagschen Straße einen türkischen Lebensmittelladen für alle, die weder bis Drunkemühle noch bis zum eoc laufen wollen.

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  1. 19. afrika

    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

     
  2. 18. afrika

    Mein Gott seid ihr alle garstig.

    Also ich bleib bei meiner ersten These im Grundsatz, verweise darauf, dass 3000 Euro vielleicht nicht ausreichen, aber vor allem auf die Online – Quote der Deutschen, welche immer noch bei unter 50 % liegt. Auch darauf, dass es beim Verkauf auch noch auf andere Dinge ankommt. Service, Kundenorientierung etc… Zum Thema Selbstständiger möchte ich sagen, dass ich das Defakto bis Studienbeginn war und immer noch über die Gewerbeerlaubnis verfüge.
    Ach und warum komme ich grade beim Ticketshop auf solche Ideen?
    Wenn ich Konzertkarten brauche dann gibt es für mich nur Lange in Duisburg. Einerseits ein Freund der Familie, aber auf der anderen Seite derjenige der mir Karten besorgen kann wo ich im Internet schon seit nem Monat nur noch bei Ebay Erfolg habe. So und das ist Service und da denke ich dann auch immer an den! Ach ja ich hab grade keine Lust auf Ticketshop. Aber muss ja auch nicht oder?

     
  3. 17. AuchEinKlever

    Gegen Einsparungen durch Produktivitätssteigerung ist meiner Meinung anch nichts einzwenden.
    Nicht nur kleveblog.de funktioniert online. Durch die Entwicklung des Internets haben sich auch für die Zeitungsverlage neue Potentiale eröffnet. Während man früher zu einer Geschäftsstelle gehen musste, um eine Anzeige jedweder Art aufzugeben, macht man das heute online, inklusive Bezahlvorgang.
    Klar, dass da die Geschäftsstellen irgendwann überflüssig werden.

    Bei der Bahn ist es ja genauso. Den Wegfall des Fahrkartenschalters im Klever Bahnhof kann man bedauern, aber Fahrkartenautomat und Internet machen es halt leichter an eine Fahrkarte zu kommen (Jedenfalls wenn die Technik funktioniert…. Dann aber eben auch 24h) . Natürlich ist es schade, dass dadurch der Bahnhof menschenleer ist, aber wenn die Technik dafür sorgt, dass Vorgänge einfacher und angenehmer werden, ist das halt so. Und das Personal kann man dann woanders sinnvoller einsetzen oder einsparen.
    (Ich fand den Bahnhof natürlich früher auch schöner und “lebendiger”.)

    Interessant finde ich nur, dass die Produktivitätssteigerung im Dienstleistungsbereich durch die Bank offenbar spurlos an den Preisen vorbeigeht. Eigentlich müsste Bahnfahren und Zeitunglesen ja billiger werden durch die enormen Einsparpotentiale der letzten Jahre.
    Irgendjemand stopft sich da die Taschen voll. (Nicht nur der Mehdorn)
    Preiswettbewerb findet fast nur im Produktsegment statt.

     
  4. 16. Billy Idol reloaded

    @klepeter: der Billy wird natürlich nur zu Simulationszwecken auf Silikonpapier in erigierter Euronorm ausgedruckt-benutzt wird er selbstverständlich NICHT! Wäre ja noch schöner!
    Und Ursula spricht ja gar nicht mehr von Vermehrung, sind meint Isolation und findet es sogar noch prima!
    Entschuldigung Peter, aber ich muss jetzt mal auf http://www.onlinepimperndurchwindbestäubung gehen… .

     
  5. 15. KlePeter

    @Billy Idol: Wer braucht für CyberSex denn Billiyboy? Die Vermehrung findet in 10 Jahren doch nur noch im Reagenzglas statt, wenn ich Ursulas These Glauben schenke. 😉

     
  6. 14. Rainer Hoymann

    @ Schwarzes Schaf

    Selbständigkeit – im beruflichen Sinne – ist mir durchaus ein Begriff. Meine Eltern waren selbständig. Meine Großeltern waren selbständig. Mein Urgroßvater war selbständig. Mein Ururgroßvater war selbständig. Meine beiden Tanten väterlicherseits waren selbständig. etc. etc.

    Ich habe mich entschieden kein eigenes Unternehmen zu gründen (kann aber durchaus noch kommen), sondern eine Art Abkommen mit Dritten zu treffen. Solange ich dem Unternehmen einen nachhaltigen Mehrertrag erwirtschafte, erhalte ich hierfür eine “Aufwandsentschädigung”. Es handelt sich also um eine Symbiose! Sollte dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein, wird eine Änderung der Situation eintreten, die z. B. zu einer Vertragsauflösung führen kann. Dies gilt im übrigen wechselseitig.

    Es sind nicht nur die Selbständigen, die “den Laden am laufen halten”. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist natürlich kein altruistischer Akt, sondern nüchterne Kalkulation. Übrigens: ich verlasse i. d. R. den Arbeitsplatz um 16.45 Uhr, richte mich jedoch gerne flexibel nach den Möglichkeiten meiner Kunden aus.

    @ L. Seerden: guter Gedanke.

     
  7. 13. Schwarzes Schaf

    @ Ursula…auch da bin ich ganz Ihrer Menung

    @Hoymann….Wer haut da wo drauf?

    sind es nicht wir Selbständigen, die den Laden “am laufen halten”, sind es nicht wir, die Arbeitsplätze für euch Hoymänner und Co. schaffen?
    Also Hoymann, bitte den Ball flach halten, sich morgen wieder an einen Schreibtisch quälen, den irgendein selbständiger Trottel für Sie bereit gestellt hat, dann tief durchatmen und Gott danken Angestellter zu sein. (vielleicht sogar in einem Ticketshop).
    Für Sie ist um 17:00 Feierabend, für uns nicht!

     
  8. 12. Billy Idol reloaded

    @Ursula: genau daran krankt die Welt doch! In 10 Jahren braucht dann kein Mensch irgendwelche Ursulas oder Billys mehr! Ach doch, zumindest mein Halbbruder “BILLYBOY” wird noch gebraucht und Präservative kann man zudem ja noch nicht am PC ausdrucken, obwohl, das ist eigentlich DIE neue Geschäftsidee… !

     
  9. 11. Ursula

    sorry, mein 1. Beitrag kam relativ spät auf der HP. Darum in Kurzform der 2. Beitrag.

     
  10. 10. Ursula

    Was haltet ihr so an einem Ticket Shop fest? Wer kauft denn heute noch Tickets in einem Laden? Im Zeitalter von PC, Handy etc.? Man macht das heute per online. Einkaufen per online, Homebanking. Man kann sogar heute schon die Dienste der Stadtverwaltung zum Teil per online erledigen. In 10 Jahren braucht kein Mensch irgendwelche Läden.

     
  11. 9. Ursula

    Liebe Leute, wer von euch besitzt einen PC? Fast alle oder? Wer kauft denn heute noch seine Tickets direkt im Geschäft? Es wird doch alles online gemacht. Denkt mal 10 Jahre weiter. Wie sieht mein eigenes Kaufverhalten aus? Ich geh nur selten in die Stadt. Lebensmittel kauf ich im Kaufland und beim Plus. Klamotten online, Elektrogeräte online, Bankangelegenheiten online, Behördenangelegenheiten kann man z.Zt. auch schon online regeln (Hundesteueranmeldung) usw.

    @Hoymann
    Wo hau ich drauf? Meine Meinung werde ich doch wohl noch vertreten dürfen? Außerdem war ich, im Gegensatz zu africa, selbständig.

     
  12. 8. L.Seerden

    @Rainer Hoymann

    Man könnte auch diese Geschäftstelle des Klever Marketings auf der Werftstrasse mit dem Ticketverkauf beauftragen.

     
  13. 7. Rainer Hoymann

    @ Ursula & @ Schwarzes Schaf

    “Afrikas” Aussage ist, dass ein Ticketshop in Kleve profitabel sein kann.

    Dommers hat die Eintrittskarten “nebenbei” verkauft. Die Schließung der NRZ-Geschäftsstelle ist eine Konzernentscheidung. Beide Fälle sagen nichts über die Geschäftschancen eines Ticketshops aus.

    M. E. kann daher diese Angebotslücke durchaus eine Geschäftschance sein.
    Natürlich sind 2-3.000 EUR kein ausreichendes Startkapital. Der Start in die Selbständigkeit ist auch kein Zuckerlecken (insbesondere in dieser überregulierten Republik). Es muss nicht die Innenstadt sein (die wird ohnehin zunehmend unattraktiver). Parkplätze vor der Tür – in dieser Stadt eher die Regel, denn die Ausnahme.

    Daher, bitte etwas fairer im Umgang und nicht nur “draufhauen”.

    P. S. : ein wenig blabla zum Thema 🙂

     
  14. 6. Schwarzes Schaf

    @afrika
    sehr gut wäre als Geschäftsidee der Verkauf heißer Luft in Dosen. Diese bekommt man bei unseren Stadtväter und hier im Blog kostenlos. Auch der Verkauf von Sand, den uns die vorgenannten in die Augen streuen, lohnt sich bestimmt.
    Ansonsten kann ich nur @Ursula rechtgeben…wohl noch nie selbständig gewesen!
    Schöne Pfingsten nach Afrika

     
  15. 5. Rainer Hoymann

    @ afrika

    Sehe ich genauso.

     
  16. 4. Ursula

    @afrika
    Du warst wohl noch nie selbständig, dann wüßtest du auch, dass man mit 2-3ooo € nicht weit kommt. Und welcher Geschäftsmann möchte nicht auch noch Parkplätze vor seiner Tür haben? Da Kleve mittlerweile so verbaut wurde, möchte ich das Risiko einer Selbständigkeit nicht eingehen. Außerdem muß man die Mietkosten noch berücksichtigen. Wenn, sollte es doch die 1-A-Lage sein. Wenn ich auf der Hoffmannallee ein Geschäftslokal eröffnen würde, wo sollen meine Kunden parken? Am EOC-Center? Dort parken nur die Kunden, die mal schnell einkaufen wollen…..aber nicht, um die Hoffmannallee entlang zu laufen.
    Eröffne deinen Ticket-Laden, wir kommen dich auch besuchen, aber nur, wenn man dort vor deinem Laden auch parken kann.
    Hauptsache, wir bekommen ein tolles Rathaus, eine Marina und eine Hochschule. Danke Kleve, dadurch gibt es bestimmt weniger Arbeitslose.

     
  17. 3. afrika

    Frei interpretiert: Wenn du sie nicht besiegen kannst schieße dich ihnen an.
    Was machen Consulter? Sie Analysieren Firmen. Warum? Um diese Firmen nach verschiedenen Gesichtspunkten attraktiver zu machen. Was folgt daraus? Immer noch attraktive, heißt gewinnbringende Geschäftsfelder bleiben unbesetzt. Was bedeutet das für den Leser? Sie sind arbeitslos? Sie haben 2 bis 3 tausend Euro? Machen sie doch einen Ticketshop in der Klever Innenstadt auf! Es wird sich lohnen! Insobesondere mit angeschlossenem Kiosk oder einer vergleichbaren Idee! Sie schließen eine Marktlücke die ein anderer geschaffen hat. Lieber Leser, seien Sie also Dankbar dass es Unternehmensberatungen gibt, welche großen Firmen raten, dass diese sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren sollen. Sie eröffnen ihnen werter Leser – zumindest in diesem Fall sogar ohne großes Eigenkapital – neue Wege und Möglichkeiten. Und lieber Leser, welcher schon Arbeit hat – Der Unternehmergewinn verbleibt anschließend in Kleve oder zumindest in der Umgebung. Auch wenn der Inhaber dieses Blogs indirekt betroffen ist. Wir alle sollten Veränderungen nicht als Ende sehen. Wir sollten vielmehr die sich ergebenden Lücken und Chancen nutzen und es positiv sehen. Auch möchte ich darauf hinweisen, dass Freundlichkeit, Service und ein wenig mehr tun als der Gegenüber erwartet immer noch ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland ist. Nutzen wir das was wir nutzen können und schauen wir nicht immer wehmütig in die Vergangenheit.

     
  18. 2. Rainer Hoymann

    Auf meiner Internetseite habe ich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – die Nachrichten über unternehmerische Schieflagen in der Region gesammelt. Mit diesem Link über die interne Suchmaschine erhält man einen schnellen Überblick:
    http://search.freefind.com/find.html?pageid=r&id=87311509&query=rezession+2009&lang=de&ics=1&fr
    Die Dynamik ist erschreckend!

    Volker Pispers wusste schon 2004, was Unternehmensberater sind:

     
  19. 1. esined

    Gibt es dann überhaupt noch nen Laden in Kleve, der eine VVK-Stelle ist?
    Bei der RP wird soweit ich weiß, nichts mehr verkauft, Dommers existiert nicht mehr, NRZ fällt dann wohl auch flach…