Corona am Mittwoch: 2 weitere Tote, Fälle im KAG und am Berufskolleg Geldern

rd | 11. November 2020, 16:59 | 39 Kommentare
Lange nicht mehr gezeigt: Das Coronavirus

Ein Abflachen des Seuchengeschehens ist nicht in Sicht, nirgends. Heute meldet die Kreisverwaltung zwei weitere Todesfälle (zwei Personen aus Kalkar und Uedem, Mitte 80 und Mitte 70 Jahre alt, offenbar werden die genauen Altersangaben und das Geschlecht jetzt nicht mehr veröffentlicht), in Goch ist eine Kita betroffen (St. Maria Magdalena), dazu das Konrad-Adenauer-Gymnasium sowie das Berufskolleg in Geldern.

Dass die Schule irgendwann Fälle bekommen werden, ist bei der derzeitigen Ausbreitungsgeschwindigkeit einfach eine statistische Zwangsläufigkeit: Zurzeit infiziert sich rund einer von tausend Einwohnern pro Woche. Zwei Schulen à 500 Schüler haben also eine genügend große Grundmenge, um (rein rechnerisch) einen Fall abzubekommen.

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

Weitere Ergänzung: Das Corona-Info-Board der Stadt Goch führt auf, wie sich die jeweiligen Zuwächse sich auf die 16 Kommunen des Kreises verteilen. Hier der Link: Corona-Info-Board.





Millionenraub in Emmerich, oder: Warum es keine gute Idee ist, Bargeld zu Hause aufzubewahren (und auch nicht im Zollamt)

rd | 11. November 2020, 14:32 | 59 Kommentare
Bart & große Nase: Nach diesem Tatverdächtigen wird gefahndet (Foto: Polizei)

(Korrigiert, jetzt mit dem richtigen Gebäude) In der vergangenen Woche gab es unter den Polizeimeldungen eine, die etwas Stirnrunzeln auslöste: „Einbruch beim Hauptzollamt“, so war die am 4. November versandte, gemeinsame Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Kleve überschrieben. Wer, bitteschön, bricht in eine Behörde ein? Locher und Computer, auf denen Windows NT läuft, mitnehmen?? Im Text hieß es dann, Bargeld sei entwendet worden. Klar, die Kaffeekasse oder Ähnliches.

Einen Tag später gab es erste Hinweise. Die Polizei meldete: „[Eine Person] hat drei dunkel gekleidete Personen beobachtet, die Gegenstände aus dem Gebäude des Hauptzollamtes in einen hellen bzw. weißen Transporter mit Klever Kennzeichen (KLE) gebracht haben. Bei dem Auto soll es sich um ein Modell mit Schiebetür gehandelt haben. Gegen 10 Uhr soll der Pkw vom Parkring in Richtung Industriestraße unauffällig weggefahren sein.“

Nun denn, aber was ist das geschehen? Es dauerte etwas, bis der Kern der ganzen Geschichte durchsickerte, heute aber meldete ihn die Bild-Zeitung auf (Web-)Seite 1:

EMMERICH (NRW): DIEBE BOHRTEN KELLER AUF Einbrecher klauen 6,5 Millionen Euro aus Zollamt

(Hier der Link zum Artikel: Einbrecher klauen 6,5 Millionen Euro aus Zollamt)

Superlative verbieten sich angesichts eines Verbrechens natürlich, aber man darf schon vom Einbruch des Jahres sprechen: In einer neuen Mitteilung der Fahnder heißt es: „Nach den bisherigen Erkenntnissen der beim Polizeipräsidium Krefeld geführten ,Ermittlungskommission Kern‘ wurde der Einbruch professionell geplant und durchgeführt: So sollen drei bislang unbekannte Täter einen Kernbohrer eingesetzt haben, um im Keller des Gebäudes von einem Nebenraum in den Tresorraum zu gelangen. Von dort entwendeten sie etwa 6,5 Millionen Euro Bargeld.“

Zeugen hatten demnach am Sonntag, 1. November, gegen 6 Uhr morgens Bohrgeräusche gehört. Das Hauptzollamt liegt in einer trostlosen Ecke im hinterletzten Winkel Emmerichs an der Albert-Einstein-Straße. Das Hauptzollamt liegt am Hafen, gegenüber befinden sich Wohnhäuser, von denen aus die Tat offenbar zu beobachten war. Weiter heißt es zum Tatablauf: „Gegen 10:45 Uhr [wurde] bemerkt, wie drei dunkel gekleidete Männer mit dunklen Strickmützen das Gebäude am Parkring 6 mehrfach verließen, um einen weißen Transporter mit Schiebetür, an der Beifahrerseite, zu beladen. Anschließend fuhren sie mit dem Fahrzeug mit Klever Kennzeichen (KLE) weg.“

Das Ladegut war offenbar kistenweise Geld!

Ein weiterer Zeuge wurde auf den nunmehr Tatverdächtigen aufmerksam, der zur Tatzeit in der Nähe des Hauptzollamtes auffällig auf- und ablief, weshalb der Zeuge ihn fotografierte. Er war später in ein Auto gestiegen und in die gleiche Richtung gefahren, wie zuvor der weiße Transporter (Parkring Richtung Industriestraße). Nach diesem Mann wird nunmehr öffentlich mit diesen Fotos gefahndet.

Abgründe tun sich auf: Wer wusste, dass in dem Amt so viel Bargeld aufbewahrt wurde. Es sah nicht danach aus (eigentlich die beste Tarnung). Und wer informierte die Täter darüber, welche Wand zu durchbohren ist, um zu den Geldvorräten vorzudringen? Für die Tat hatten die Einbrecher offenbar alle Zeit der Welt: Das Gebäude wurde offenbar am Freitag um 15:30 Uhr verlassen und dann bis Montagmorgen von niemandem mehr betreten – außer den Einbrechern. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll zudem die Alarmanlage des Tresorraums schon seit mehreren Jahren kaputt sein!

Die Zollverwaltung hat für Hinweise, die zur Feststellung, Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters oder der Täter und/oder zur Wiedererlangung der entwendeten Gelder führen, eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt.



Der etwas andere Start in die etwas andere Session

rd | 11. November 2020, 12:11 | keine Kommentare
Schöner Film des Klever Rosenmontags-Komitees

Klever Kneipenatlas

rd | 10. November 2020, 15:40 | 40 Kommentare
Rot markiert sind nicht mehr existente Gaststätten, grün die heute noch vorhandene

Als es noch Tresen gab, an denen man sich treffen konnte, war an eben diesen Tresen eine beliebte These, dass es eben kaum noch Tresen gibt, an denen man sich treffen kann.

In Kleve schwirrten dann in bester Weißt-du-noch-damals-Wehmut Namen durch die Luft, die den Kneipenkulturverfall zu bestätigen schienen: Dreigroschenkeller, Whisky, Magdalene, Gatz, Haus Royen, Zum Kurfürsten, Charlys Burgklause, Wunderbar.

Wer nun aber Diskussionsmunition braucht, um wie viel ärmer – zumindest rein zahlenmäßig – die Kneipenlandschaft in Kleve geworden ist, dem sei diese kleine Fleißarbeit von Klaus Toonen anempfohlen. Der Klever, in der einen oder anderen Gaststätte schon mal zu sehen gewesen, hat sich in seiner freien Zeit die Mühe gemacht, auf Google Maps in einer eigenen Schicht alle ihm bekannten ehemaligen und noch existierenden Klever Kneipen einzutragen. Der Screenshot oben verdeutlicht, wie groß der Schwund in den vergangenen Jahren war, denn jeder rote Sticker steht für eine nicht mehr existierende Kneipe, jeder grüne für eine heute noch vorhandene, allerdings wegen des allgemeinen Lockdowns derzeit auch nicht mehr zugängliche Gaststätte. Wer mehr wissen will, klicke auf den unten stehenden Link, der die entsprechende Karte auf Google Maps öffnet. Goldene Zeiten der Erinnerung werden sich für viele Leser auftun… (Einbetten funktioniert leider nicht, falls jemand fragt, warum so umständlich.)

https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1amtiqSybEorgMRq45dPmdyuJI5z4EG1H


448 neue Fälle binnen einer Woche, das sieht dann so aus:

rd | 08. November 2020, 21:35 | 4 Kommentare
Geht durch die Decke

Hier die aktualisierte Tabelle: Gesamtüberblick Corona Kreis Kleve

Weitere Ergänzung: Das Corona-Info-Board der Stadt Goch führt auf, wie sich die jeweiligen Zuwächse sich auf die 16 Kommunen des Kreises verteilen. Hier der Link: Corona-Info-Board.

Jean-Baptiste le Rond d’Alembert (09.11. 09:07): Vielleicht lohnt es sich ja langsam darüber nachzudenken, ob man die Quar...
Lohengräm (09.11. 08:33): Nix gut. :-(...
Es gibt nur eine legitime Einstellung (09.11. 07:10): OMG!!!!!!! Hoffentlich ist das Zimmer groß genug?!...
LeClerc (09.11. 02:00): Wie hoch ist der Klever Sender nochmal im Vergleich zu der restlichen Silou...