Bekifft und betrunken zur Arbeit – was herauskommt, wenn die Polizei mal am frühen Morgen Autos kontrolliert…

Das wäre sehr auffällig (Bild: ChatGPT)

Die Unfallzahlen im Kreis Kleve sind hoch, immer noch sterben zu viele Menschen im Straßenverkehr (jeder einzelne ist zu viel, um genau zu sein), und deshalb hat die Polizei ihre Präventionsstrategie einmal geändert – mit einem beängstigenden Erfolg. Kreispolizei, Kreisverwaltung und Bereitschaftspolizei aus Duisburg kontrollierten am Montag in den frühen Morgenstunden – ab 4:15 Uhr – Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit waren. Die Ausbeute war reichlich: 17-mal wurden Blutproben wegen des Verdachts auf Drogenkonsum angeordnet, zweimal wegen mutmaßlichen Alkoholkonsums, dazu gab es einen niederländischen Pkw-Fahrer, der statt mit den erlaubten 100 km/h mit 170 km/h unterwegs war, und auch ein frisiertes E-Bike wurde sichergestellt.

Der Schwerpunkt lag wieder auf der Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit, insbesondere bei grenzüberschreitenden Berufspendlern, so die Polizei in ihrer Mitteilung. „Das erschreckende Ergebnis, insbesondere im Hinblick auf Drogen und Alkohol am Steuer, zeigt, dass die frühe Einsatzzeit von 04:15 Uhr bis 12:00 Uhr richtig gewählt war: In 17 Fällen mussten Blutproben aufgrund des Verdachtes von Drogenkonsum vor Fahrantritt angeordnet und durchgeführt werde, in zwei Fällen aufgrund von mutmaßlichem Alkoholkonsum, dazu in einem Fall der Verdacht auf Alkohol, der im Bereich einer Ordnungswidrigkeit lag und durch einen Test mit einem Atem-Alkoholmessgerät nachgewiesen wurde“, so ein Polizeisprecher.

Bei den Geschwindigkeitsmessungen, die zum Teil parallel (mit sofortigem Anhalten) durchgeführt wurden, stach ein niederländischer Pkw-Fahrer negativ heraus, der bei erlaubten 100 km/h mit 170 km/h gemessen wurde. Aber auch die weiteren Ergebnisse der 230 Geschwindigkeitsüberschreitungen verdeutlichen, dass immer noch viel zu schnell gefahren wird: In 46 Fällen reichte ein Verwarnungsgeld nicht mehr aus, hier mussten Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt werden, in weiteren vier Fällen lag die Überschreitung im Bereich eines Fahrverbotes!

Drei Verkehrsteilnehmer waren ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs, bei einer Person lag ein Haftbefehl vor, der vollstreckt werden konnte, ein Pkw wurde wegen technischer Mängel sichergestellt. Des Weiteren wurden 78 sonstige Verstöße bei Kraftfahrzeugführern registriert. Auch Pedelec und Fahrräder wurden kontrolliert, dabei wurden 5 Verstöße festgestellt, in einem Fall musste eine Strafanzeige aufgrund technischer Veränderungen gefertigt werden. Bei Fahrern von E-Scootern wurden sieben Ordnungswidrigkeiten geahndet.

„Die Kreispolizeibehörde Kleve wird auch zukünftig, neben der Verkehrsüberwachung im täglichen Dienst, solche Schwerpunkteinsätze zur Bekämpfung schwerer Verkehrsunfälle durchführen. Immer mit dem Ziel, die Straßen des Kreises sicherer für alle zu machen!“, so die Polizei.

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