Nur noch in 147 Kilometern Höhe: Don’t look up!

Unheil dräut

(Aktualisiert: Das Teil ist gerade mitten über dem Atlantik, zwischen Südamerika und Afrika, und nimmt genau Kurs auf Kleve! Nur 141 Kilometer Höhe) In dem Augenblick, in diesem dieser Bericht mit der üblichen Beschwingheit verfasst wird, dräut Unheimliches von oben. Es handelt sich um kosmischen Schrott, und zwar das Batteriepack der Raumstation ISS. Es ist zwar einerseits schön weit weg, nämlich östlich von Indonesien, aber andererseits fliegt der Schrott schon besorgniserregend tief, nämlich nur 147 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt, und mit jeder Minute soll es ein bisschen weniger werden.

Und irgendwann heute Abend soll das 2,6 Tonnen schwere Teil, das so groß wie ein Auto ist, in die Erdatmosphäre eintreten und idealerweise komplett verglühen. Vielleicht überstehen aber auch ein paar Trümmer den Absturz und krachen auf die Erde – und dann wiederum gibt es eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass dies in Deutschland passiert und eine noch geringere, dass die Trümmer in Kleve einschlagen.

Immerhin habe fanden die offiziellen Katastrophenschutzstellen des Landes den ganzen Vorgang so kritisch, dass über die Warnapp NINA, die sonst vor Stürmen und Umweltkatastrophen unterrichtet, diesmal auch eine Art Weltraumalarm ausgerufen wurde.

Wer wissen will, wo das Trümmerstück gerade ist, kann das genau so live tracken wie Verkehrsflugzeuge oder Schiffe – zum Beispiel auf der Website n2yo.com. In den wenigen Minuten des Verfassens hat sich das Objekt übrigens schon bis hinter Australien bewegt (aus unserer Sicht), die Höhe beträgt immer noch 147 Kilometer. Der Schrott macht es also ganz schön spannend. Aktuellen Schätzungen zufolge könnte es bei der prognostizierten Deutschland-Überquerung um ca. 19:30 Uhr Metallteile regnen. „Nach den Berechnungen des Weltraumlagezentrums der Bundeswehr kann man davon ausgehen, dass gegen 19.20 Uhr eine Leuchtspur am Himmel zu sehen sein wird, vermutlich im Gebiet von Nordrhein-Westfalen Richtung Cottbus und in einer Höhe von 70 bis 90 Kilometern“, so eine Sprecherin der Luftwaffe.

kleveblog empfiehlt: Nur noch rausgehen, um nötigste Besorgungen zu erledigen (Aufbackbrötchen von Heicks, Milch, Eier). Und dabei unbedingt einen Fahrrad- oder Baustellenhelm aufsetzen.

Deine Meinung zählt:

11 Kommentare

  1. 11

    Die größte Angst des Germanen ist, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt. Wie ich heute die Morgennachrichten gehört habe, habe ich mir gedacht:“ Da hat die Klever Stahlhelmfraktion aber noch mal Glück gehabt.“

     
  2. 10

    Zu 7 ! Druckfehler (N) 😢 Russischer *FSB Geheimdienst * „Federalnaja Schluschba“ 👍🏼😁 Nastrovje 🍻 + immer up to date . 😂

     
  3. 8

    Ich trage täglich eine Maske und bin mehrfach geimpft! Alles kein Problem und immer top informiert durch den Kleveblog. Also was soll passieren? Achja ich kenne jetzt auch den Unterschied zwischen links und rechts!

     
  4. 7

    Hallo Ralf ! Zu 3 Nur für dich ,solche selbst 🤏🏼Informationen über hohe Offz. in der Öffentlichkeit wurden in „meiner Zeit“ als Staatsgefährdend „😂 geahndet, was für den „Aspiranten“+- heftige Disziplinarische Folgen hatte. 👍🏼 😁 Aber Heute ? Der Russische NSB /👍🏼alte NKDW weis alles, er sitzt mit den Bw Figuren an einem Tisch .🍻

     
  5. 6

    Ich habe mich der Gefahr ausgesetzt und war zu Fuß ohne Helm unterwegs. 😉
    Auch ist mir niemand mit Sturzhelm oder ähnlichem Kopfschutz aufgefallen, nicht einmal FahrradfahrerInnen. 😉

     
  6. 5

    Noch ein Oberstleutnant der mit Militärischen Geheimnissen so locker umgeht 😳🥶 Fühle mich täglich mehr … völlig ungeschützt 😡😱

     
  7. 4

    @Katfly Fahrradhelm würde nicht reichen. Die Teile sind, wenn nicht vollständig verglüht, immer noch ein paar Kilo schwer. Dazu die Geschwindigkeit… wie war das noch mit der kinetischen Energie?

     
  8. 3

    Das Weltraumlagezentrum in Uedem beobachtet das Teil: „Nach Einschätzung von Oberstleutnant Alexander Richter, dem militärischen Leiter des Weltraumlagezentrums der Bundeswehr, wird der ausrangierte Batterieblock der ISS gegen 19.20 Uhr Nordrhein-Westfalen in Richtung Cottbus in Brandenburg überfliegen. Ein kleiner Feuerschweif sei dabei wahrscheinlich.“

    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Weltraumschrott-der-ISS-Feuerschweif-koennte-zu-sehen-sein,weltraumschrott136.html

    Ich glaub, ich muss noch was waschen… im Keller…

     
  9. 2

    Alles vorbereitet… Gassigehen wird vorverlegt und Aufenthalt draußen nur noch mit Fahrradhelm… Läuft in der Voreifel