Kleve indernational und brotal

rd | 05. April 2018, 16:34 | 10 Kommentare
Was nun, Huhn? Als Chicken Tikki verspeist werden ist ein gutes Schicksal

Was nun, Huhn? Als Chicken Tikka verspeist werden ist ein gutes Schicksal

Die ehrliche Stulle präsentiert sich ganz anders als die Lügenstulle

Die ehrliche Stulle präsentiert sich ganz anders als die Lügenstulle

Alles Käse! Aber guter: Schieferplatte der Köstlichkeiten aus dem Bar & Brot

Alles Käse! Aber guter: Schieferplatte der Köstlichkeiten aus dem Bar & Brot

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An den curryfarbenen Wänden hängt folkoristische Kunst aus Indien (die Frauen sind knapp bekleidet), auf den Tischen landet, von freundlicher Hand serviert, die ganze Pracht der subkontinentalen Küche, also viel Curry, Koriander und Hühnchen. Dazu sei ein Kingfisher-Bier (3,25 Euro), ein Premiumprodukt indischer Braukunst, empfohlen. Der Hochschule sei’s gedankt, zum ersten Mal seit 30 Jahren hat Kleve wieder ein indisches Restaurant, das Taj (für die Jüngeren: vermutlich touch ausgesprochen) am Opschlag. Die auf einem Collegeblock-Zettel handgeschriebene Mittagskarte empfiehlt zum Preis von acht Euro (ink. einer Suppe) allerlei Chicken-Variationen: Vindallo, Tikka, Curry. Alles schmackhaft zubereitet. Dazu sei das Reisfladenbrot Naan empfohlen. Viel Erfolg! +++ Nun schon seit einigen Wochen am Start ist das Bar & Brot von Eva de Schrevel mit den bekannten Verkostungen (neudeutsch: Tastings), wo nun Rum an die Reihe kommt. Rum wird unterschätzt. Wer sich mit dem Bacardi-Feeling begnügt, verpasst einige spirituelle Erweiterungen des Gefühlsspektrums. Sei’s Rum! Aber hingewiesen werden soll hier einmal auf die kulinarische Abteilung des Lokals in der Schlossstraße – zum Beispiel auf die Käseplatten-Brotzeit für 7,50 Euro, deren Käsespektrum elegant allerlei Geschmacksgefilde bespielt. Nicht nur für den kleinen Hunger! +++ Brot übrigens auch in der Großen Straße: Die Backfabrik hat ihr Sortiment um die „ehrliche Stulle“ ab 2,50 Euro erweitert. Kennt jemand zufällig eine Lügenstulle? +++ Der Aushang in der Türe macht die gestiegenen Rohstoffpreise und ähnliche volkswirtschaftlichen Zusammenhänge für die schmerzliche Entscheidung verantwortlich – für die Generation Drehspieß kommt die Entscheidung des Traditionsimbisses Zum Frieden, nach nunmehr 29 Jahren auch mal wieder die Preise für den kleinen Döner anzuheben, allerdings einem Erdbeben gleich. Die kleine Brottasche mit gegrilltem Schabefleisch „und alles“ kostet seit Monatsbeginn nicht mehr 4 Euro, sondern 4,50 Euro – ein Anstieg von mehr als zehn Prozent! Das schmerzt. Zum Glück kennen die Kebaptisten von heute nicht die Zeiten, als für das gleiche Gericht nur 3 Mark (MARK!) bezahlt werden mussten. Andererseits: Wer einen guten Döner möchte, muss mit den neuen Preisen seinen Frieden schließen. Wir wünschen weiterhin: heavy rotation!

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10 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 10. Martin Fingerhut

    Die “BackFabrik” in der Großen Straße habe ich zwar immer noch nicht gefunden, doch wer Appetit hat auf ne  ” ehrliche Stulle ” , dem kann beim BackWerk geholfen werden, ehrlich.

     
  2. 9. Rüdiger Weizenkeim

    @rd; Vielen Dank für den aktuellen Überblick ! Habe auch ein Herz für Inder.

    Mein Klassiker für alle (Werk)-Tage: Die Pommes-Bude von Roelofs am EOC. Leicht zu übersehen: Aluminium vor Aluminum; aber Metzger-Imbiss auf hohem Niveau. Auch großes Kino: Die Kommentare der Verkaufsfachkräfte – Oberstadtkolorit (Watdrauf ? WiejetzSoße ? Fürumzummitnehmen?) vom feinsten. Empfehle: Schaschlikkomplett und in stiller Ecke dem weiteren Verlauf folgen…

     
  3. 8. kleinendonk

    Leute – Stiere – ohne Namen – keinen Antibiotikagehalt

     
  4. 7. Günter Hoffmann

    Trotzdem,für eine Nassi oder Bami Schijf fährt der von holländisch/ indo chinesischer bonne couisine verwöhnte Klever gerne weiterhin zur Automatic nach Nijmegen.

     
  5. 6. Martin Fingerhut

    Wie schnell doch 30 Jahre vergehen.
    Bis 2003 habe ich noch das köstliche indische Essen überm Blokker genossen.
    Manche Gäste kamen extra aus Rotterdam.

     
  6. 5. Niederrheinstier

    @rd
    Mmmuuuh, haben Sie bei Ihrem Test der neuen Lokalität auch schon den Antibiotikagehalt von dem indischen (oder nur indisch zubereiteten?) Chicken analysiert, mmuuuuuh? Hält das indische Chicken auch Gesund im Falle von Infektionen, mmuuuuh? Oder ist indisches Chicken generell weniger antibiotikahaltig als europäisches Chicken, mmmuuuuh?

     
  7. 4. rd

    Zum Frieden ist eine Institution (an der Lindenallee)

     
  8. 3. rd

    Danke für den Hinweis, am Opschlag (ist eingefügt)

     
  9. 2. Jürgen Böll

    Wenn der Autor jetzt dem Bericht auch noch die „wichtige“ Information hinzufügt, wo sich denn diese tolle Lokalitäten innerhalb von Kleve auch standortmäßig befinden, könnte man diese auch aufsuchen 😉

     
  10. 1. Jürgen Böll

    Na ja es passt ja fast.
    Wenn jetzt noch die Adresse für den Dönner Laden hinzu kommt könnte wir alle auch nachvollziehen wo der Autor kulinarisch gespeist hat!
    Nicht jeder Klever und auch zugezogene Student weiß wo die Lokalität sich befinden, danke 😉