Innere Unruhe in der Sternbuschklinik: Patienten verunsichert, Ärzte und Therapeuten frustriert, LVR kündigt „innovative Konzepte“ an

rd | 07. September 2020, 14:54 | 63 Kommentare
Blick auf die Sternbuschklinik: Patient in eigener Sache?
Die Pflegedienstleitungen Heinz-Gerd Giesen und Sibel Eriel freuen sich mit der der Ärztlichen Direktorin Anita Tönnesen-Schlack (2.v.l.) und dem Kaufmännischen Direktor Stephan Lahr (r.) über das neue Stationsgebäude in Bedburg-Hau – anderswo rumort es mächtig

Der Bezug eines neuen Stationsgebäudes auf dem Gelände der LVR-Klinik in Bedburg-Hau war ein Ereignis, das aus Sicht der Verantwortlichen perfekt dokumentierte, wie gut es um die psychiatrische Versorgung der Menschen am Niederrhein bestellt ist. 23 Millionen Euro investierte der Landschaftsverband Rheinland, fünf Stationen aus der ehemaligen Wadtberg-Klinik konnten umziehen, der Wechsel erfolgte während des normalen Klinikalltags und verlief „reibungslos“.

Von einer „deutlichen Verbesserung der psychiatrischen Versorgung“ sprach die Ärztliche Direktorin der Klinik, Anita Tönnessen-Schlack. Nicht nur Patientinnen und Patienten würden sich in den „modernen, lichtdurchfluteten Räumen wohl fühlen“, sondern auch die Mitarbeitenden fänden „wesentlich verbesserte Arbeitsbedingungen vor“.

Anlass also für gute Laune, und Aufbruchstimmung, das sollte anlässlich der Eröffnung Ende August dokumentiert werden. „Qualität für Menschen“, so wirbt der LVR für seine Arbeit, und die Freude über das neue Stationsgebäude sollte diesen Anspruch unterstreichen.

Gerade einmal fünf Kilometer von diesem Neubau entfernt sieht die Welt des psychiatrischen Alltags allerdings ganz anders aus. Für viele Menschen aus Kleve und Umgebung ist die Sternbuschklinik in den vergangenen Jahrzehnten die erste und verlässliche Adresse gewesen, wenn es um die Behandlung von psychischen Erkrankungen ging.

Doch das ändert seit einiger Zeit: Ärzte und Therapeuten gehen oder werden versetzt und werden aufgefordert, „Patienten auszusortieren“. Patienten erhalten Anrufe, dass sie fortan nicht mehr behandelt werden können. „Es ist ein Trauerspiel“, sagt ein Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Welche Bedeutung die Klinik für die medizinische Grundversorgung hat, zeigt die Zahl von 2500 Menschen, die dort pro Quartal in der Ambulanz behandelt werden. Die Ärzte und Therapeuten kümmern sich um die gesamte Bandbreite der psychischen Störungen, von Depressionen über Angst- und Zwangsstörungen bis hin zu bipolaren Erkrankungen und Schizophrenie. Patienten, die zuvor stationär versorgt wurden, werden in der ambulanten Station weiter betreut.

Unter der Leitung von Oberarzt Dr. Adam Krakiewicz und unter der Aufsicht von Chefärztin Dr. Marie Brill waren fünf psychiatrische Fachärzte sowie weitere fünf Psychologen und Psychotherapeuten und natürlich Krankenpflegepersonal in der Ambulanz tätig. „Eigentlich wäre noch mehr Personal nötig gewesen“, so der Mitarbeiter. „Doch die neue Maxime ist: Lieber weniger Patienten behandeln.“

Den Kurs in der Sternbuschklinik bestimmt Anita Tönnessen-Schlack. Nach der Verabschiedung von Dr. Brill wurde sie vom LVR zur neuen Ärztlichen Direktorin ernannt. Ein neuer Stil hielt Einzug. Für die Sternbuschklinik bedeutete dies, dass immer wieder Ärzte und Therapeuten abgezogen wurden, um die Lücken in der Forensik zu stopfen. Eine Therapeutin, so wird berichtet, sei aus dem Urlaub zurückgekommen und habe erst beim Einschalten des Computers angesichts eines leeren Terminkalenders von ihrer Versetzung erfahren.

Dr. Krakiewicz ist mittlerweile im Ruhestand, ein anderer, langjähriger LVR-Kollege wechselte in ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), weitere Kollegen haben gekündigt, Ersatz ist nicht in Sicht. Personalgespräche sollen mitunter etwas „ruppig“ verlaufen. Eine Warteliste wurde dem Vernehmen nach geschlossen, weil sie zu voll war. Unter der Hand werden Hinweise weitergereicht, was man seinem Hausarzt sagen soll, um dennoch eine Behandlung zu erzwingen.

Derzeit arbeiten in der Ambulanz nur noch drei Ärzte. Ein weiterer Arzt wird bald aus der Ambulanz versetzt und seine 500 Patienten mitnehmen. Die zwei Ärzte, die bleiben, reichen gerade einmal, um im Quartal 700 bis 800 Patienten zu behandeln, sodass rechnerisch eine Lücke von 1200 Patienten bleibt, die nicht mehr in der Sternbuschklinik versorgt werden können. Pro Quartal, wohlgemerkt.

„Es ist ein Skandal! Wir tragen etwas mit, das schief läuft“, so der Eindruck des Mitarbeiters. Das Geschehen zieht möglicherweise sogar Kreise über die Sternbuschklinik hinaus. In den vergangenen Monaten gab es zwei gravierende Vorfälle in der Forensik (eine Geiselnahme im Mai, eine Brandstiftung im August). Zumindest die Frage darf gestellt werden, ob die vielfachen Personalrochaden da eine Rolle gespielt haben können.

Der LVR wehrt sich gegen die Kritik aus den eigenen Reihen. In einer Stellungnahme der Kliniksprecherin heißt es: „Wir bestätigen gerne noch einmal, dass die LVR-Klinik Bedburg-Hau mit ihren Ambulanzteilen, so auch dem in der Sternbuschklinik in Kleve, auch in Zukunft ihrem Versorgungsauftrag nachkommt.“ Die Frage, ob Patienten „aussortiert“ werden, blieb unbeantwortet. Man sei derzeit dabei, Verbesserungen und innovative Konzepte in unseren Psychiatrischen Institutsambulanzen einzuleiten und umzusetzen, hieß es stattdessen.

Der Landschaftsverband Rheinland (Köln) teilte in einer Stellungnahme mit: „Die LVR-Klinik Bedburg-Hau passt Ihre Behandlungsangebote und Strukturen an sich ändernde Rahmenbedingungen, z.B. an die demographische Entwicklung oder Behandlungserfordernisse, an. Diese Anpassungen können auch Veränderungen in der Organisation oder Personalstruktur einzelner Bereiche bedeuten und haben das Ziel, die uns anvertrauten Menschen angemessen und bedarfsgerecht entsprechend unseres Versorgungsauftrags zu behandeln und zu betreuen. Aktuelle Veränderungen dienen z. B. der Verbesserung der Gemeindenähe und dem Angebot spezialisierter Behandlungen und wirken sich positiv auf die Situation der Patienten aus. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns darüber hinaus zu internen Arbeitsprozessen nicht äußern.“

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63 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 63. Mitarbeiter

    Vielen Dank! Endlich bekommen wir mal Unterstützung! Leider können wir die Frau Tönnesen-Schlack selbst nicht abwählen. Deswegen ist es sehr wichtig, dass alle Patienten und Mitarbeiter vor allem Köln informieren (Frau LVR-Direktorin Lubek/Gesamtpersonalrat des Landschaftsverbandes Rheinland, usw.)!

    @62. Seebär, eine Mediation […] ist chancenlos! […] Wir müssen verhindern, dass sie die ganze LVR-Klinik Bedburg-Hau gegen die Wand fährt!!! Wir brauchen möglichst bald eine Interim-Direktorin, einige Vorstandsmitglieder (Edgar Seeber, Manfred Adomat und Stephan Lahr) könnten vielleicht bleiben, aber [andere] Vorstandmitglieder müssen ersetzt werden.

     
  2. 62. Seebär

    @61. Pit Potlot
    Mediation kann nur dann funktionieren, wenn die Führungsebene des LVR an einer Klärung interessiert ist. Wenn sie aber die ärztliche Direktorin vorbehaltlos unterstützt egal wie sich die ärztliche Direktorin verhält, dann kann das nicht funktionieren. Aus Ihrem Kommentar geht hervor, dass die Leitung des LVR nicht am Gelingen einer Mediation interessiert ist und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die die ärztliche Direktorin die Vorgesetzte ist, der Willkür aussetzt. Durch die Weigerung der LVR-Leitung die Belegschaft in den Kliniken vor Willkür und Schikane zu schützen, wird wie hier verschiedentlich berichtet wurde das Personal vergrault, der Krankenstand in die Höhe getrieben und dem übriggebliebenen Personal grenzwertige bis unzumutbare Arbeitsbedingungen zugemutet. Von den Verheerungen, die das bei den Patienten anrichtet, ganz zu Schweigen. Eine Sache verstehe ich aber nicht. Was hat die LVR-Leitung davon, wenn die Kliniken herunter gewirtschaftet werden?

     
  3. 61. Pit Potlot

    Ich bin überrascht – oder nein, ich bin es eigentlich nicht – wie rege und offen hier miteinander über dieses wichtige Thema diskutiert wird! Wo sonst kann man einmal offen seine Meinung sagen, ohne gleich Repressalien befürchten zu müssen?

    @30. Seebär:
    Mediation ist immer ein gutes Mittel. Es bedingt jedoch, dass beide Seiten ein Mindestmaß an Einsichtsfähigkeit mitbringen und die Bereitschaft, sich zumindest ein wenig aufeinander zuzubewegen.

    [Man kann] jedoch befürchten, dass Mobbing-Attacken unmittelbar einsetzen, sobald der Mediator den Campus auch nur verlassen hat. Dies mussten leider viele Mitarbeitende in der Vergangenheit schon erfahren.

    Vielleicht sollte der Mediator sich zunächst einmal an “leichteren Fällen”, wie Putin, Erdogan oder Trump versuchen. Wenn die auf seiner Liste erfolgreicher Referenzen stehen, dann kann er gerne auch mal nach Bedburg-Hau kommen…

     
  4. 60. Die Wahrheit

    @18 LVR-Klinik Bedburg-Hau
    Vielen Dank für Ihre Stellungnahme.

    Wir warten allerdings immer noch auf Ihre Antworten:

    @21 R.D. „Drei entscheidende Fragen bleiben immer noch unbeantwortet: Hat es die Aufforderung gegeben, Patienten „auszusortieren“? Und in den Kommentaren hat es den Hinweis gegeben, dass eine Patientin den Anruf erhalten habe, dass sie nicht weiter behandelt werden kann. Wie ist das zu rechtfertigen? Und drittens, wie soll die rechnerische Versorgungslücke angegangen werden?“

    Könnte es so sein?
    1. Ja.
    2. Ja, 1.200 Patienten stehen ohne Vorwarnung auf einmal auf der Straße. Der Grund: Es gibt nicht mehr genügend Personal. Die LVR-Direktorin hat sie gegen ihren Willen „versetzt“, sie haben daraufhin gekündigt, oder sind krank.
    3. Keine Ahnung. Die LVR-Direktorin wird persönlich die 1.200 Patienten melden, dass sie in der Sternbuschklinik nicht mehr Willkommen sind.

    @18 LVR-Klinik Bedburg-Hau: „Wer schweigt, stimmt zu?“

     
  5. 59. Qualität für Menschen

    @17. Pit Potlot
    „Ihre damaligen Widersacher hat die ungeliebte Direktorin in den vergangenen Jahren sukzessive unter Missbrauch ihrer Machtposition nach und nach eliminiert. Kritiker werden mit Abmahnungen und Strafversetzungen mundtot gemacht. Dabei richtet sie auch systematisch den ehemals guten Ruf der Einrichtung zugrunde, was sich in negativen Zahlen widerspiegelt.“

    Wer möchte noch für die LVR-Klinik Bedburg-Hau arbeiten?
    [https://klinik-bedburg-hau.lvr.de/de/nav_main/karriere/stellenangebote/stellenangebote_3.html]

    • Kinder- und Jugendslichenpsychotherapeut*innen bzw. Psycholog*innen mit weit fortgeschrittener Weiterbildung KJP
    • Gesundheits-und Krankenpflegerinnen/Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) für die Klinik für Neurologie und Neurophysiologie sowie für die Abteilungen der Forensischen Psychiatrie
    • Oberärztin/Oberarzt (m/w/d) für die Abteilung Erwachsenenpsychiatrie II
    • Oberärztin/Oberarzt (m/w/d) für die stationäre Einheit der Sternbuschklinik, Abteilung Erwachsenenpsychiatrie III
    • Assistenzärzte/Assistenärztinnen (m/w/d) in Weiterbildung KJPPP sowie Fachärztinnen/Fachärzte (m/w/d) für die Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie
    • Assistent-artsen (m/v) voor verdere opleiding KJPPP en specialisten (m/v) voor de afedling Psychiatrie, Psychosomatiek en Psychotherapie van Kinderen en Jogeneren op de locaties Bedburg-Hau, Geldern en Moers
    • Fachärztinnen/Fachärzte und Assistenzärztinnen/Assistenzärzte in Weiterbildung für Psychiatrie u. Psychotherapie und Neurologie
    • Psychologischer Psychotherapeut/Psychologische Psychotherapeutin (m/w/d) bzw. Psychologe/Psychologin (m/w/d) mit weit fortgeschrittener Weiterbildung für die Abteilung Forensische Psychiatrie III
    • Psychologische Psychotherapeutin/Psychologischer Psychotherapeut (m/w/d) bzw. Psychologin/Psychologe (m/w/d) mit weit fortgeschrittener Weiterbildung für die Abteilung Erwachsenenpsychiatrie I/Gerontopsychiatrie
    • Fachärztin/Facharzt (m/w/d) als Oberärztin/Oberarzt (m/w/d) mit vorübergehendem Einsatz als kommissarisch Leitende Oberärztin/Oberarzt der Abteilung Forensiche Psychiatrie I
    • Oberärztin/Oberarzt (m/w/d) für die gerontopsychiatrische Tagesklinik und die gerontopsychiatrische Institutsambulanz
    • Projektingenieurin/Projektingenieur (m/w/d) für den Bereich Brandschutz
    • Projektingenieurin/Projektingenieur (m/w/d) der Krankenhausbetriebstechnik für den Fachbereich Neubau/Sanierung von Gesundheitsimmobilien für den Maßregelvollzug
    • Fachärztin/Facharzt (m/w/d) für Innere Medizin oder Allgemeinmedizin im Funktionsbereich Diagnostik (Innere Medizin/Radiologie/Labor)
    • Ergotherapeutin/Ergotherapeut (m/w/d) für den Bereich Suchterkrankungen in der Abteilung Erwachsenenpsychiatrie II sowie in den Abteilungen für Forensische Psychiatrie
    • Sozialdienstmitarbeiterin/Sozialdienstmitarbeiter (m/w/d) für die Abteilung Erwachsenenpsychiatrie II
    • Teamleitung (m/w/d) im stationären Bereich für die Abteilung für Soziale Rehabilitation am Standort Geldern
    • Qualitätsmanagementbeauftragte*r (m/w/d) für die Abteilung für Soziale Rehabilitation
    • Reinigungskräfte (m/w/d)

    (Darüber hinaus werden viele Stellen gar nicht mehr ausgeschrieben!!!)

     
  6. 58. Niederrheinerin

    Vielleicht kann der Verein Papillon den Betroffenen weiter helfen: https://www.vereinpapillon.de/

    @sissy … ggf. auch bei der Einrichtung von Selbsthilfegruppen, die in der aktuellen Situation hilfreich sein könnten.

     
  7. 57. sissy

    Interessante Kommentare, es wird endlich kommuniziert! Danke Ralf
    ! trotzdem ist die Anonymität der Kranken (Betroffenen , “Opfer” ) dieses Marodem Systems zu Still .!! Psychisch Erkrankte Betroffene wo seit Ihr hier? meldet euch hier zu Wort ,
    raus geschleudert aus der Patientenakte per Telefon einfach kalt gestellt !Ende der Behandlung und das in der Pandemiezeit mit Ängsten alleine gelassen aus organisatorischen Gründen !
    ich Appelliere eine Selbsthilfegruppe zu schaffen um uns gegenseitig zu stützen bevor einige komplett versinken in Ihrer Krankheit und Schlimmeres zu verhindern

    und die Politik schweigt !!!!
    erst mal die Wahlen abwarten !!!Könnt ja schaden !!!
    schönen Sonntag

     
  8. 56. HabesonsteinenanderenNickname

    @54.

    Post 54 ist nicht wehleidiges Blabla. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe Angehörige mit psychischen und neurologischen Erkrankungen zu unterstützen und bin selbst wegen Depressionen seit vielen Jahren in Behandlung. Da ist der Alltag selbst schon eine Herausforderung ohne das irgend etwas Besonderes anliegt oder vorgefallen ist.

    Wenn zunehmend medizinische Versorgung nicht mehr verlässlich ist, ist eine andere Art der Problembewältigung nötig. Hilfe zur Selbsthilfe, fände ich gut. Das ersetzt keine medizinische Versorgung, ist aber eine gute Ergänzung.

     
  9. 55. B.R.

    Ich sollte mal vom LVR entmündigt werden (neudeutsch: unter Betreuung gestellt werden).
    In dem Schriftsatz den der LVR beim Gericht einreichte, hieß es dann u.a. , dass ich an paranoider Schizophrenie leiden würde und in fünf Bereichen (u.a. finanzielle Angelegenheiten und Aufenthaltsangelegenheiten) unter Betreuung gestellt werden müsse. Zur Begründung führte man u.a. an, dass ich der Klinik seit 30 Jahren bekannt wäre. Das war nicht direkt falsch, aber missverständlich. Vor 30 Jahren war ich mal als Kind mit Kopfschmerzen ambulant bei einem neurologischen Arzt in der Klinik. Die restliche Lügen und Halbwahrheiten, die in dem Bericht standen, möchte ich mir hier ersparen.
    Der vom Gericht bestellte Gutachter Dr. Czornik erkannte wohl sehr schnell , dass der Schriftsatz voller Ungereimtheiten steckte, sprach nur 10 Minuten mit mir und schrieb dann: Patient ist krankheitseinsichtig, keine Anzeichen einer Psychose erkennbar, keine Betreuung notwendig.

     
  10. 54. HabesonsteinenanderenNickname

    @53. Niederrheinerin

    „Das alles kostet Kraft, die viele der Betroffenen kaum haben. Aber vielleicht ginge es mit Unterstützung von Familie, Freunden und Bekannten, ggf. Sozialpsychiatrischer Dienst.“

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das tatsächlich nicht oder nur in äußerst seltenen Fällen möglich wäre. Es ist nicht einfach nur der Patient oder die Patientin krank, sondern falls Angehörige vorhanden, sind die oft selbst bis zum Anschlag belastet, teilweise auch selbst gesundheitlich angeschlagen. Eine Auseinandersetzung mit einem Gegner in der Liga des LVR ist praktisch nicht zu gewinnen.
    Was Freunde und Bekannte soweit vorhanden betrifft, es ist sehr schwierig andere Menschen um Hilfe zu bitten. Dinge die zu erledigen für gesunde Menschen eine lästige Pflicht aber machbar sind, sind für kranke z.B. an Depressionen erkrankten Menschen oftmals ein unüberwindliches Hindernis, ebenso wie sich Hilfe zu holen.

     
  11. 53. Niederrheinerin

    @51 Seebär Mit dem System meine ich den LVR an sich. Die Rahmenbedingungen gehören dazu.

    Wenn ich sage, das System bewegt sich nicht, sind die oberen Hierarchieebenen gemeint. Von der Ärztlichen Direktorin in der LVR-Klinik bis zur Führungsebene in Köln.

    Ich würde eine andere Frage stellen als Sie: Was können die betroffenen Patienten jetzt tun, was die unter Druck stehenden Mitarbeiter?

    Dazu fällt mir ein: Akteneinsicht, Klinik gegenüber einem Hausarzt des Vertrauens von der Schweigepflicht entbinden, Bescheinigung über Schwere der Erkrankung, schriftlicher Widerspruch gegen Nicht-Fortsetzung der Behandlung, Eingabe beim Kreis, Dokumentation über Wartezeiten bei psychiatrischen und psychologischen Praxen, ggf. Rechtsweg (wenn Rechtsschutzversicherung oder Finanzmittel vorhanden).

    Das alles kostet Kraft, die viele der Betroffenen kaum haben. Aber vielleicht ginge es mit Unterstützung von Familie, Freunden und Bekannten, ggf. Sozialpsychiatrischer Dienst.

     
  12. 52. Schwarzer Kater

    @50. B.R. Vielleicht hätte ich als Spiel-Therapeut ne Chance als Quereinsteiger? Katzen spielen viel, dass hellt die Stimmung auf. Aber mal ernsthaft, wo sollen denn jetzt all die dringend gebrauchten Fachleute herkommen?

    Nachwuchs, Ärzte, Psychlogen und andere Therapeuten wachsen nicht auf Bäumen. Allein die Ausbildung dauert doch schon so lange.
    Der nördliche Niederrhein ist unbestritten eine herrliche Landschaft aber gegen Düsseldorf, Köln, Berlin und so können wir nicht anstinken.

    Kann die Hochschule nicht ein passendes Studium anbieten, oder mehrere? Bachelor für Psychotherapie? Klar, ist natürlich keine schnelle Lösung, weil das dauert bis so ein Studiengang aufgebaut ist, läuft und die ersten Absolventen da sind.

     
  13. 51. Seebär

    @48. Niederrheinerin
    „Es ist nicht nur eine mächtigere Person, es ist ein ganzes System mit all seinen Verzweigungen und Sachzwängen, aber auch Verpflichtungen.“

    So wie ich das aus den Kommentaren entnehme, gibt es zwei Blickwinkel aus denen das Problem betrachtet werden kann. Einmal die Rahmenbedingungen aus Vorgaben, Gesetzen und zur Verfügung stehenden Finanzmitteln, die der LVR eher weniger beeinflussen kann, also das „ganze System“ (siehe auch Zitat von Ihnen oben) und andererseits die Führungsposition der ärztlichen Direktorin / des ärztlichen Direktors. In den Kommentaren wird so wie ich das verstehe beklagt, was die ärztliche Direktorin aus den Vorgaben und sonstigen Zwängen, für die sie nichts kann, sondern die vom System vorgegeben werden, macht. Aus den Kommentaren geht hervor, dass die ärztliche Direktorin den Druck, dem sie von „oben“ ausgesetzt ist, direkt weiter in die Stationen d.h. an das Klinikpersonal und die Patienten weitergibt.
    Wie könnte das „ganze System“ also im Prinzip das Gesundheitssystem in NRW dahingehend beeinflusst werden, dass es für Patienten und Beschäftigte im Gesundheitswesen bzw. konkret in den Kliniken des LVR besser wird mindestens aber akzeptabel ist?

    Die Kommentare, die vermutlich von Insidern geschrieben wurden, gehen nicht auf die von außen aufgezwungenen Rahmenbedingungen ein, sondern kritisieren die ärztliche Direktorin. Vermutlich liegt das daran, dass die Rahmenbedingungen als etwas hingenommen werden, was aus Sicht der Kommentatoren (Insider) sowie so nicht von „unten“ beeinflussbar ist.
    Daher ist die Kritik an der Art und Weise, wie die Vorgaben von der ärztlichen Direktorin umgesetzt werden, heftig. Diese Kritik finde ich aber auch zulässig. Ob die Kritik an der ärztlichen Direktorin etwas bewirken kann, hängt vor allem vom LVR selbst ab.

    Wenn die Rahmenbedingungen anders wären, wäre der Konflikt zwischen dem Klinikpersonal und der ärztlichen Direktorin in dieser Heftigkeit nicht entstanden, das ist klar. Wer aber nur unter guten Rahmenbedingungen das Personal ohne große Konflikte führen kann, ist meiner Meinung nach grundsätzlich keine geeignete Führungskraft.

     
  14. 50. B.R.

    Gert Postel arbeitete zwei jahre als Oberarzt in einer psychiatrischen Klinik in Sachsen. Sine Ausbildung: Postbote

    https://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie/tid-15095/falsche-aerzte-gert-postel-das-kann-auch-eine-dressierte-ziege_aid_423648.html

     
  15. 49. Hirsch

    @7. Ralf Kommen Sie aus dem Nord- oder Südkreis? (Wenn ich fragen darf)

    https://www.kleveblog.de/innere-unruhe-in-der-sternbuschklinik-patienten-verunsichert-aerzte-und-therapeuten-frustriert-lvr-kuendigt-innovative-konzepte-an/#comment-387907

     
  16. 48. Niederrheinerin

    @43 Seebär Es ist nicht nur eine mächtigere Person, es ist ein ganzes System mit all seinen Verzweigungen und Sachzwängen, aber auch Verpflichtungen.

    Das muss man aus meiner Sicht so sachlich wie möglich betrachten, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

    Ich glaube nicht, dass sich das System ohne Druck von außen bewegt. Und damit meine ich nicht das Beklagen der Situation, das Fordern von Entlassungen etc. oder einen Appell an die Vernunft Beteiligter. Das kann man natürlich alles machen, um Ärger auszudrücken. Aber die Stellungnahme der LVR-Klinik spricht ja Bände.

    Weiter in der nächsten Mail.

     
  17. 47. B.R.

    Ärzte machen krank, denn die Gesundheit und der Tod, da ist der Onkel Doktor ohne Brot.

     
  18. 46. Niederrheinerin

    @45 Benno Sie brauchten wahrscheinlich glücklicherweise noch nie bei einem Therapeuten/Psychoanalytiker Platz zu nehmen. Sonst hätten Sie die Erfahrung gemacht, dass irgendwann und zwar Recht pünktlich, um nicht zu sagen ziemlich auf den Punkt genau, der Satz kommt: “Die Zeit ist um.” So oder so ähnlich. Der Zeitpunkt passt einem selten. Auch zehn Minuten später wäre es vielen noch zu früh.

    Das pünktliche Ende trägt aber zum Therapieerfolg bei. Irgendwann kommt nämlich das große Ende, auf das man so vorbereitet wird.

    Außerdem wartet ja der nächste Patient.

     
  19. 45. Benno

    @ 28 Niederheinerin:

    ich kann nur das wiedergeben, was mir erzählt wurde. Zweifel die Aussage auch nicht an. Vielleicht waren nur die ersten Behandlungen so lange, um sich besser mit dem Fall vertraut zu machen?

    Trotzdem ändert es nichts daran, dass eine Therapie nicht mit der Stoppuhr gemacht werden sollte.

    Benno

     
  20. 44. Seebär

    @Niederrheinerin
    Sorry, dass sollte keine Verhunzung Ihres Nicknames sein. Habe rd um eine Korrektur im 43. Kommtar gebeten.

     
  21. 43. Seebär

    @42. Niederrheinerin
    Ich sehe Ihre Bemühungen Sachlichkeit in diese Diskussion zu bringen. Ihre Kommentare zu dieser Diskussion sind besonders sachlich, sachlicher als alle anderen Kommentare. Viele Kommentare sind emotionaler, weil sie von Betroffen verfasst sind. Dann gibt es noch andere Kommentare bei denen sich um Sachlichkeit bemüht wird die aber auch emotionaler sind, die nicht von Betroffenen aber von Menschen, die den Inhalt des Berichts oben mit persönlichen Erfahrungen verknüpfen, geschrieben wurden. Ich springe bei diesen Thema an, weil ich sehe wie z.B. meine Eltern diesem Gesundheitssystem ausgeliefert sind, weshalb mich die oben beschrieben Zumutungen für die Patienten wütend und fassungslos machen. Objektive Informationen zum Hintergrund dieses Konflikts sind bisher nicht verfügbar und das wird wahrscheinlich auch so bleiben. Die Lebenserfahrung hat mich gelehrt, dass bei einem Konflikt immer alle Beteiligten einen Anteil an dem Konflikt haben, vielleicht einige mehr und andere weniger. Falls es ein Machtgefälle zwischen den Beteiligten gibt, hat die mächtigere Person formal mehr Möglichkeiten den Konflikt zu entschärfen. Ob die mächtigere Person auch von ihrer Persönlichkeit her in der Lage ist Konflikte zu entschärfen, ist dann die Frage.

    Die Komplexität dieser Angelegenheit unterschätzt hier glaube ich niemand.

     
  22. 42. Niederrheinerin

    @38 Seebär Wenn in eine schwierige Situation (u.a. die Verlagerung von Leistungen nach Geldern wird nicht Tönnessen-Schlack beschlossen haben) eine Führungskraft eintritt, deren Führungsqualitäten umstritten sind (um es mal neutral auszudrücken), ist das ein ungutes Zusammentreffen.
    Die Vorgänge in einem Verband wie dem LVR sind aber komplex. Bevor man sich auf Feindbilder konzentriert, sollte man auch Infos über die Rahmenbedingungen sammeln. Dazu wollte ich beitragen.

    Für mich sieht es so aus: Veränderte finanzielle Rahmenbedingungen durch Umsetzung des BTHG, Verlagerung von Leistungen nach Geldern im Zuge gemeindenaher psychiatrischer Versorgung (zuungunsten des Nordkreises), Probleme beim Gewinnen von neuen Fachkräften (entsprechende Stellenausschreibungen gibt es), vor allem für die Forensik (weil dafür eigentlich eine bestimmte Weiterbildung vorhanden sein muss und die Forensik nicht der beliebteste Bereich ist). Und ggf. Führungsprobleme.

    Führungsprobleme können aber tatsächlich gravierende Auswirkungen haben.

     
  23. 41. Anmerkung

    @40 Steuerzahler Das ganze System ist nicht glücklich, das sehe ich auch so.

    Die Pflegeversicherung wird aber noch mehr unter Druck kommen in Zukunft.

     
  24. 40. Steuerzahler

    @36. Anmerkung

    Natürlich ist die objektive Dokumentation wichtig.

    Meinen Sie nicht auch, dass es zu Übertriebenheit neigt, wenn man als Pflegekraft, mit einem Menschen 22 anstatt 20 Minuten, spazieren geht, und dann genau nach Vorschrift, den Grund dafür, dokumentieren muss?

    Warten wir ab, was sich wegen Corona, nachträglich zu Lasten der Menschen, noch ändern wird.

     
  25. 39. Rüdiger Weizenkeim

    @34 Steuerzahler

    Es hat mit mangelndem Zu- und Vertrauen in das Personal zu tun, wenn ich alles kontrollieren will:

    “Die größten Feinde der Elche waren früher selber welche”

     
  26. 38. Seebär

    @33. Niederrheinerin
    In Kommentar 30. habe ich das absichtlich allgemein formuliert: „Da stellt sich dann die Frage was eine Organisation tut, wenn es in ihrer Führung zu massiven Problemen kommt?“

    Natürlich weiß ich genau so wenig wie Sie was im LVR vorgefallen ist und was genau die ärztliche Direktorin getan oder nicht getan hat.

    Aber es stimmt etwas nicht. Kleve hat ja schon einmal erlebt, dass sich eine Organisation ihrer obersten Führungskraft entledigt hat. Es wäre also theoretisch in diesem Fall möglich, dass der hier heftig kritisierten Person zu Unrecht schlechte Arbeit und Pflichtverletzung vorgeworfen wird. Die Sache hat nur einen Haken. Die akademische Selbstverwaltung an Hochschulen macht Mitarbeiter und ganz besonders, wenn sie verbeamtet sind, ziemlich mächtig. Wenn ich das richtig überblicke, gibt es etwas Vergleichbares beim LVR nicht. Das bedeutet, dass das Machtverhältnis zwischen dem oder der ärztlichen Direktor/in und den Angestellten des LVR vollkommen anders ist. Die Wahrscheinlichkeit, das sich hier Klinikpersonal zusammengerottet hat und der Chefin mal zeigen will wo der Hammer hängt ist extrem gering. Um nicht zu sagen Null.

     
  27. 37. Anmerkung

    “Jede Minute wird dokumentiert und überprüft. Man darf keine Minute an Menschen “verschenken”.”

    Die Dokumentation ist richtig, damit nachvollziehbar ist, was gemacht wurde. So wird auch eher nichts ausgelassen, nicht jeder Pflegedienst etc. ist gleich gut. Das Problem ist eher, dass die Zeit für die Dienstleistungen so knapp bemessen ist, dass keine bzw. kaum Zeit für Gespräch über das Notwendige hinaus bleibt. Hinzu kommt, dass die Zuordnung zu den Pflegestufen sich verändert hat.

     
  28. 36. Steuerzahler

    @33. Niederrheinern

    Zur Info: Dem entsprechende Ministerium werden laufend realistische Informationen zuteil, deshalb auch immer die Eigenwerbung!

    Realität vor Internet ………

     
  29. 35. Steuerzahler

    @32. Rüdiger Weizenkeim

    “Deutschland dokumentiert sich zu Tode….”

    Im wahrsten Sinne des Wortes!

    Dies gilt auch in den Seniorenzentren. Jede Minute wird dokumentiert und überprüft. Man darf keine Minute an Menschen “verschenken”. Trauriges Deutschland!!!

    Vielleicht finden das auch einige Menschen abschreckend, die sonst gerne einen Pflegeberuf ergreifen würden?

     
  30. 34. Niederrheinerin

    Insgesamt braucht man noch mehr Informationen, bevor man vorschlägt, Ministerien umzustrukturieren und Leute zu entlassen.

    Der LVR ist ein so genannter höherer Kommunalverband. Der Kreis Kleve ist Mitgliedskörperschaft des LVR und müsste im Zweifelsfall tätig werden. Eine Anfrage stellen zum Beispiel.

    Der LVR unterliegt u.a. dem SGB.

    Nach §118 SGB V gilt: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__118.html
    (1) Psychiatrische Krankenhäuser sind vom Zulassungsausschuss zur ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung der Versicherten zu ermächtigen. Die Behandlung ist auf diejenigen Versicherten auszurichten, die wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung oder wegen zu großer Entfernung zu geeigneten Ärzten auf die Behandlung durch diese Krankenhäuser angewiesen sind. Der Krankenhausträger stellt sicher, dass die für die ambulante psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung erforderlichen Ärzte und nichtärztlichen Fachkräfte sowie die notwendigen Einrichtungen bei Bedarf zur Verfügung stehen.

    “wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung” – das ist der Punkt, wo Spielraum in der Bewertung der Erkrankungen besteht …

     
  31. 33. Rüdiger Weizenkeim

    Dabei gibt es doch Qualitätsmanagement beim LVR ?!

    Ein Beispiel: Meine todkranke Tante war irgendwann im Palliativ Programm. Jeden Tag kam eine Krankenschwester zu ihr nach Hause. Dann erfasste sie jeweils eine Dreiviertelstunde lang in ihrem Laptop die Antworten meiner Tante auf ihre Fragen. Ein Arzt war auch zugegen – zum Abhören und Puls fühlen.

    Für Pflege bleibt dann natürlich keine Zeit mehr.

    Deutschland dokumentiert sich zu Tode….

     
  32. 32. Niederrheinerin

    Bei Therapiegesprächen von 30 Minuten müsste man noch wissen, wie oft/regelmäßig sie stattfinden sollen.

    @31 Seebär Würde von der Dauer dazu passen, aber eher unwahrscheinlich.

     
  33. 31. Seebär

    @28. Niederrheinerin, @26. Benno
    Vielleicht waren Gruppentherapien damit gemeint?

     
  34. 30. Seebär

    Der Fisch stinkt vom Kopf her, das wurde auch in einem Kommentar (17.) schon geschrieben. Da stellt sich dann die Frage was eine Organisation tut, wenn es in ihrer Führung zu massiven Problemen kommt? Die Organisation muss schnellstens mit Hilfe ihrer eigenen Steuerungs- und Kontrollorganen entschieden handeln und durch Mediation das Problem lösen. Falls das nicht möglich ist, muss die Person, die den Leitgedanken und den Aufgaben der LVR entgegensteht von ihrem Posten entbunden werden. Ist die Organisation nicht in der Lage das gravierende Problem selbst zu lösen, muss sie sich extern Hilfe holen und im Notfall (falls vorhanden) die zuständige Aufsichtsbehörde informieren und Hilfe fordern. Alles andere ist absolut unverantwortlich insbesondere, wenn es um Patienten und in der Forensik um die Sicherheit der Bevölkerung geht. Das Vertuschen von existenziellen Problem und massive Pflichtverletzung deuten auf unwirksame Kontrolle hin und damit auf Fehler im System.

    https://dom.lvr.de/lvis/lvr_publik.nsf/WEB1LVers?ReadForm&wp=15

    Es gibt vier Krankenhausausschüsse:
    https://dom.lvr.de/lvis/lvr_publik.nsf/WEB4AnsichtAusschuesse?ReadForm&wp=14

    Landschaftsversammlung:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Landschaftsversammlung_Rheinland

     
  35. 29. Steuerzahler

    @12. Justin

    Vielleicht sollte selbst im Ministerium, umstrukturiert werden?
    Es werden dort Millionen, alleine für benötigte Beratertätigkeiten ausgegeben.
    Werden die Menschen, von den Lobbyisten, nur noch als “Nummern” hin und her ver-/ ge-schoben?

     
  36. 28. Niederrheinerin

    @26 Benno Therapiesitzungen dauern bei niedergelassenen Psychologen 50 Minuten. In seltenen Fällen kann es länger dauern, aber nicht bis zu 120 Minuten. Das wäre eher unprofessionell.

    Gespräche mit niedergelassenen Psychiatern sind eher kürzer. Die können nicht so abrechnen wie Psychologen und sind auf eine größere Anzahl von Patienten angewiesen.

    In psychosomatischen Kliniken sind 30 Minuten bei Einzelsitzungen üblich, manchmal vielleicht etwas länger, eher bei Privatpatienten, aber in der Regel nicht länger als 50-60 Minuten. Kann bei Privatpatienten als Einzelposten abgerechnet werden, für gesetzlich Versicherten gilt eine Tagespauschale plus ggf. Extraleistungen, die die Kasse nicht übernimmt.

    Bis zu 2 Stunden Einzelgespräch in einer Psychiatrischen Ambulanz? Das ist sehr unüblich.

     
  37. 27. Pressefreiheit

    […]
    Trauma Ambulanz: ausgelöscht
    Migranten Ambulanz: ausgelöscht
    Forensik: Personalmangel, Expertise Verlust, Gefahr für die Bevölkerung (Geiselnahme/Brandstiftung)
    Sternbuschklinik: so gut wie ausgelöscht
    MZEB: sieht gut aus auf Papier
    Personalpolitik: wie in einer Diktatur
    Vorstand: ein Witz
    Personalrat: machtlos und nur auf Papier anwesend
    Qualität für Menschen: wurde zum Witz
    Patienten und Patientinnen: werden sich selbst überlassen
    […]
    Für weitere Details: siehe Kommentar 17 und 18.

     
  38. 26. Benno

    @ 18 LVR-Klinik:

    “…Die notwendigen Entwicklungen in der Sternbuschklinik dienen ausschließlich der Verbesserung der Versorgungsstruktur….”

    Wie begründen Sie dann, dass vor der Reform, Therapiesitzungen zum Teil bis zu 2 Stunden gedauert haben und nun nach der “Reform” nach 30 Minuten Schluss sein soll?

    —–

    Durch einen Bekannten habe ich die oben geschilderte Situation bezüglich der Therapiesitzungen erfahren. Das Bedarf an diesen Sitzungen zunimmt, kann keiner leugnen. Nur, warum wird dann nicht expandiert? Warum wird dann die Therapiezeit so drastisch zusammengestrichen? Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen mit phsychischen Problemen diese nicht innerhalb von 30 Minuten erörtern können, sondern mehr Zeit dafür benötigen.

    Steht nun der Mensch oder das Geld im Vordergrund, wenn so drastisch die Behandlungszeit gekürzt wird?

    Benno

     
  39. 25. Seebär

    Weiß jemand wie der LVR gesteuert und beaufsichtigt wird? Bei einem Blick in die Gremien tauchen Fraktionen und jede Menge Parteimitglieder auf. Ich hatte offensichtlich irrtümlich angenommen, der LVR hätte so eine Art Selbstverwaltung ähnlich wie sie z.B. Universitäten haben. Mich würde interessieren ob und wenn ja in welchem Umfang Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LVR in den Gremien vertreten sind. Damit meine ich nicht LVR-Mitarbeiter in leitender Position, sondern Mitarbeiter aus allen Hierarchieebenen und unterschiedlichen Bereichen. Vielleicht erscheint diese Frage etwas am Thema vorbei gestellt zu sein, aber ich habe den Verdacht, dass der Aufbau der Gremien und damit die Art der Steuerung und Kontrolle des LVR einen starken Einfluss darauf hat ob und in welchem Maße Fehlentwicklungen wie oben berichtet möglich sind.

     
  40. 24. Elternteil

    @LVR KLinik
    In ihrer 0815 Stellungnahme schrieben Sie von dem MVZEb und dessen “hochsensiblen Klientels”.
    Ich frage mich als direkt Betroffener wann der vor ca 8 Jahren angekündigte Neubau für dieses hochsensible Klientel endlich kommen wird.
    Die aktuelle Situation ist wohl mehr kaum tragbar.
    2 Duschen für eine Station sind nicht gerade zeitgemäss. Oder kann es sein das die von Köln bewilligten Finanzmittel andersweitig verwendet wurden?
    Ein Kompetenzzentrum für Menschen mit Behinderung kann ich bei weitem nicht erkennen.

    Auch frage ich mich, warum gerade dieser Bereich mit seiner eher heilpädagogischen Ausrichtung, dazu missbraucht wird fehlende Kapazitäten der Forensik zu kompensieren.
    Ob das Rechtens ist sei mal dahin gestellt ( ich kann es mir zar nicht vorstellen)….. Mir stellt sich da primär die moralische Frage …….

     
  41. 23. KLE-Kreisbewohner

    Es gibt Klever, die wiederholt nach Kalkar ausweichen mussten, weil bei der LVR-Klinik in Kleve / Bedburg-Hau nichts frei war. Das kann demnach nicht so ganz stimmen mit der indirekten Behauptung für die Bevölkerung im nördlichen Teil des Kreises Kleve seien zu viele oder zumindest genug Kapazitäten in der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgung vorhanden.

    Wie wäre es mit folgendem innovativen Konzept: Die medizinische Versorgung sowohl im Süden als auch im Norden unseres Kreises verbessern und viele Fachleute einstellen. Das wäre für die Bevölkerung sehr gut und würde im Kreis durch einen deutlichen Zuzug von Ärzten und anderen Fachkräften auch merklich mehr Steuereinnahmen bringen. Selbst wenn das eventuell auch vom Kreis finanziell unterstützt werden müsste, dadurch entstünde wirklich ein Mehrwert für den Kreis Kleve.

     
  42. 22. Hirsch

    @18. LVR-Klinik Bedburg-Hau

    „Die stationäre Versorgung des Südkreises erfolgt aktuell durch die Kliniken in Bedburg-Hau und Kleve. Um den Ansprüchen der gemeindenahen Versorgung gerecht zu werden, wird neben den bestehenden ambulanten und teilstationären Angeboten ein stationäres Behandlungsangebot in Geldern in den kommenden Jahren geschaffen.“

    Der Grundsatz der gemeindenahen psychiatrischen Versorgung ist nicht neu. Es fällt Ihnen (dem LVR) erst jetzt auf, dass im Südteil vom Kreis Kleve die Menschen über Jahrzehnte keine Stationäre Psychiaterische Versorgung hatten, sondern im Nordteil stationär behandelt werden mussten?

     
  43. 21. rd

    Drei entscheidende Fragen bleiben immer noch unbeantwortet: Hat es die Aufforderung gegeben, Patienten „auszusortieren“? Und in den Kommentaren hat es den Hinweis gegeben, dass eine Patientin den Anruf erhalten habe, dass sie nicht weiter behandelt werden kann. Wie ist das zu rechtfertigen? Und drittens, wie soll die rechnerische Versorgungslücke angegangen werden?

     
  44. 20. Niederrheinerin

    @18 LVR-Klinik Bedburg-Hau

    Vielen Dank für Ihre Stellungnahme.

    Wäre es möglich, dass Sie noch folgende Nachfragen für ein besseres Verständnis der Situation beantworten, zumindest in Teilen?

    Nachfragen:

    – Werden im Rahmen des Konzepts einer gemeindenahen psychiatrischen Versorgung Planstellen vom Nordkreis in den Südkreis verlagert? In welchem Umfang ggf.? Sind in Geldern auch neue Stellen geplant?

    – Führt die Spezialisierung durch das MZEB incl. Umzug in neue Räumlichkeiten zu einer Reduzierung des Leistungsumfangs in den allgemein-psychiatrischen Bereichen am LVR-Standort Beburg-Hau und Kleve?

    – Führt die Umsetzung des Bundesteilhabegesetz (BTHG; ein umfassendes Gesetzespaket, das für Menschen mit Behinderungen viele Verbesserungen vorsieht) beim LVR zu einer Neuverteilung vorhandener Finanzmittel? Oder werden dieser Aufgabe entsprechend neue/weitere Mittel zugewiesen?

    – Kann die psychiatrische Grundversorgung durch den LVR für den Nordkreis unter den veränderten Rahmenbedingungen aktuell und in Zukunft hinreichend gewährleistet werden?

    – Wie steht es um die personelle Aussstattung der Forensik in Bedburg-Hau? Sind/werden die Mitarbeitenden, die dort eingesetzt werden, ausreichend auf die spezifischen Aufgaben vorbereitet?

     
  45. 19. B.R.

    Das typische Symptom des Wahnsinns ist die mangelnde Krankheitseinsicht. Daran können auch Psychiater erkranken.

     
  46. 18. LVR-Klinik Bedburg-Hau

    Mit Bedauern hat die LVR-Klinik Bedburg-Hau den oben veröffentlichen Bericht zur Kenntnis genommen. Den öffentlichen Vorwürfen gegenüber einzelnen Mitarbeitenden möchte die LVR-Klinik jedoch entschieden entgegentreten.

    Die notwendigen Entwicklungen in der Sternbuschklinik dienen ausschließlich der Verbesserung der Versorgungsstruktur.

    Die LVR-Klinik Bedburg-Hau folgt bei der Erfüllung ihres gesetzlich festgelegten Versorgungsauftrages in den stationären, tagesklinischen und ambulanten Bereichen, neben der adäquaten fachlichen Versorgung der Patientinnen und Patienten, u.a. dem Grundsatz und dem Ziel der gemeindenahen psychiatrischen Versorgung. Den Patientinnen und Patienten wird somit die Möglichkeit eröffnet, Angebote der psychiatrischen Versorgung in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld wahrzunehmen.

    Der Kreis Kleve zeichnet sich durch eine erhebliche Entfernung zwischen dem nördlichen und südlichen Ende aus. Die psychiatrische Versorgung durch den LVR erfolgt im Nordkreis durch die beiden Standorte Bedburg-Hau und Kleve sowie im Süden am Standort Geldern.

    Die stationäre Versorgung des Südkreises erfolgt aktuell durch die Kliniken in Bedburg-Hau und Kleve. Um den Ansprüchen der gemeindenahen Versorgung gerecht zu werden, wird neben den bestehenden ambulanten und teilstationären Angeboten ein stationäres Behandlungsangebot in Geldern in den kommenden Jahren geschaffen. Ebenfalls wurde, entsprechend der Krankenhausplanung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Anzahl der tagesklinischen Plätze am Standort Geldern erhöht. Auch die ambulante Versorgung des Südkreises wird erweitert, um einer möglichst großen Anzahl der dort lebenden Bürgerinnen und Bürger eine einfach erreichbare Versorgung zu ermöglichen und den gesetzlichen Auftrag der psychiatrischen Institutsambulanzen zu erfüllen.

    Patientinnen und Patienten, die in der Sternbuschklinik behandelt werden und ihren Wohnort im südlichen Kreis Kleve haben, werden durch die Mitarbeitenden der Sternbuschklinik auf den Übergang vorbereitet und bei Bedarf beispielsweise durch pflegerische Angebote begleitet. Deshalb werden Mitarbeitende verschiedener Berufsgruppen an beiden Standorten eingesetzt, um Versorgungsbrüche in der Behandlung zu vermeiden.

    Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Strukturausbaus ist die Spezialisierung in der Versorgung. Hier ist insbesondere das 2019 in Betrieb genommene Medizinische Zentrum Erwachsener mit Behinderung (MZEB) zu nennen, von denen in Nordrhein-Westfalen insgesamt vier zugelassen sind. In diesem hochspezialisierten Zentrum, das in der neu errichteten und kürzlich in Betrieb genommenen Föhrenbachklinik in Bedburg-Hau angesiedelt ist, werden Menschen mit geistiger Behinderung ambulant und bedürfnisgerecht betreut.

    Diese Patientinnen und Patienten wurden bisher in der Sternbuschklinik behandelt. Um die Kontinuität der Behandlung zu erhalten, wird das Fachteam geschlossen in die Räumlichkeiten des MZEB umziehen. Therapeutische Beziehungen, welche in der Behandlung dieses hochsensiblen Klientels eine besonders bedeutende Rolle zugesprochen wird, bleiben somit erhalten.

    Die bereits realisierten und zukünftig geplanten Entwicklungen der psychiatrischen Versorgung durch die LVR-Klinik Bedburg-Hau im Sinne der Gemeindenähe und Spezialisierung, machen es erforderlich, die Klinikorganisation und personellen Strukturen weiterzuentwickeln. Behandlungsangebote, die in jüngster Vergangenheit und auch in Zukunft an anderen Standorten erbracht werden, machen Angleichungen fachlicher Qualifikationen und der Personalstruktur notwendig.

    Die LVR-Klinik Bedburg-Hau ist sich bewusst, dass diese Entwicklungen der Organisationsstruktur auch direkten Einfluss auf die Situation einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und dies ggf. bei einigen Mitarbeitenden zu Unverständnis und Unsicherheit führen kann. In Teamsitzungen, interdisziplinär und berufsgruppenspezifisch, wurden und werden diese Entwicklungen und konzeptionellen Anpassungen besprochen. Hierbei werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert und konstruktiv einbezogen.

     
  47. 17. Pit Potlot

    Ich denke, Ralf Daute wusste genau, an welchem Bömbchen er zündelte, als er diesen brisanten Artikel schrieb… Journalismus, an den sich die “etablierten” Medien gar nicht herantrauen (können). Endlich Balsam für die Seelen der ständig getretenen Mitarbeitenden in der LVR-Klinik Bedburg-Hau! Kompliment und ein Dankeschön dafür!

    Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopfe her. Mit Amtsantritt der Ärztlichen Direktorin Anita Tönnesen-Schlack hielt wahrlich “ein neuer Stil Einzug” – wenngleich auch dieser jeglichen Stil vermissen lässt!

    Wenn ein angesehener, leitender Oberarzt nach mehr als 30 Dienstjahren den Öffentlichen Dienst mit all seinen Vorzügen drei Jahre vor der Rente freiwillig verlässt, weil er sich die permanenten Schikanen seiner Vorgesetzten nicht länger antun möchte, spricht das wohl Bände. Die Reihe der im Artikel genannten ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Abgänge mit Führungsverantwortung seit Beginn der Ära Tönnesen-Schlack lässt sich beliebig fortsetzen. Und wir sind noch lange nicht am Ende! Allerorten werden solche Fachkräfte händeringend gesucht. Eine Wegorientierung von den LVR-Kliniken in Bedburg-Hau ist mehr als einfach, die Fluktuation ist gewaltig. Und die Letzte macht das Licht aus, Frau Tönnesen-Schlack!

    Patientenzahlen müssen reduziert werden, da ein gewisses zahlenmäßiges Arzt-Patienten-Verhältnis gewahrt bleiben muss. Wo immer weniger Ärzte arbeiten wollen, können folglich nur immer weniger Patienten betreut werden. Und damit sinkt die Wirtschaftlichkeit. Seit Jahren sind Planstellen unbesetzt, da sich das äußerst schwierige Arbeitsklima in Ärzte- und Therapeutenkreisen in der Region herumgesprochen hat. Zudem hat Bedburg-Hau zusätzlich mit den bekannten ländlichen Standortnachteilen im Bemühen um hochqualifizierte Fachkräfte zu kämpfen. Durch die unbesetzten Stellen müssen die verbliebenen Kollegen umso mehr arbeiten, sind permanent überbelastet, erkranken daher immer häufiger und länger.

    Bewerber, die sich dennoch in die LVR-Kliniken “verirren” sind fast ausschließlich mit Migrationshintergrund, dafür aber ohne ausreichende Deutsch-Kenntnisse. Und Sprache ist das Skalpell des Psychiaters oder Psychologen! Nur mit ausreichend guten Deutsch-Kenntnissen kann man die Problemlage des Patienten verstehen, gezielt hinterfragen, entsprechende Ratschläge erteilen und Dokumentationen pflegen.

    Diese Informationen liegen auch bei der LVR-Leitung in Köln vor, die sich jedoch auf diesen Augen blind und Ohren taub stellt. Sie war es schließlich, die Anita Tönnesen-Schlack gegen den ausdrücklichen Willen vieler (ehemaliger) maßgeblicher, hoch angesehener Funktionsträger in Bedburg-Hau als Ärztliche Direktorin aufs Schild hob. Sich von ihr abzuwenden wird dort offensichtlich als Eingeständnis einer damaligen Fehlentscheidung gescheut. Doch “besser spät als nie”, sagte bekanntlich schon der kleine Lord Fauntleroy in gleichnamiger Weihnachtsgeschichte!

    Ihre damaligen Widersacher hat die ungeliebte Direktorin in den vergangenen Jahren sukzessive unter Missbrauch ihrer Machtposition nach und nach eliminiert. Kritiker werden mit Abmahnungen und Strafversetzungen mundtot gemacht. Dabei richtet sie auch systematisch den ehemals guten Ruf der Einrichtung zugrunde, was sich in negativen Zahlen widerspiegelt. Davon profitieren moderne Medizinische Versorgungszentren in der Umgebung und das Kalkarer St. Nikolaus-Hospital im Verbund des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, denn psychische Beschwerden nehmen in der Bevölkerung deutlich zu und das Behandlungsangebot ist im Vergleich dazu knapp.

    Die turnusgemäße Amtszeit der Ärztlichen Direktorin endet in Kürze automatisch, wenn sie nicht erneut bestellt wird… Höchste Zeit für den “Klimawandel” auch in den LVR-Kliniken Bedburg-Hau!

     
  48. 16. Niederrheinerin

    @13 birke Was meinen Sie genau mit den Arbeitsbedingungen in der Forensik? Den Personalmangel bzw. dass dort Leute eingesetzt werden, die dort eigentlich nicht arbeiten wollen und/oder dafür nicht genügend ausgebildet sind? Dass das Auswirkungen auf die Sicherheit hat?

    Ohne Vorwarnung in einen anderen Bereich versetzt zu werden, ist natürlich ein Unding.

     
  49. 15. Seebär

    @13. birke
    „Interessanterweise kennen viele der aktuellen Bürgermeisterkandidaten die Umstände in der Forensik, thematisieren diese jedoch nicht im Wahlkampf. Sie scheinen niemanden verärgern zu wollen….nur für den Fall des Wahlsieges.“

    Welches Netzwerk wirkt rund um den LVR im Allgemeinen und der Forensik im Besonderen und könnte verärgert werden?

     
  50. 14. Seebär

    @13. birke
    Gibt es Möglichkeiten als Bürger die betroffen Menschen zu unterstützen und dem LVR die rote Karte zu zeigen? Medizinische Versorgung geht uns alle an. Haben sich Klever Politiker für bessere Bedingungen in der Sternbuschklinik eingesetzt? Wären sich die Lokalpolitiker über die üblichen Gräben hinweg ausnahmsweise einig und würden dem LVR unmissverständlich zeigen, dass eine gute medizinische Versorgung in Kleve und im Kreis Kleve ein Muss ist und keine Kür und dass notfalls auch juristische Möglichkeit von Seiten der Stadt Kleve genutzt werden um das durchzusetzen.

     
  51. 13. birke

    @Niederrheinerin
    Ich fürchte Sie irren sich gewaltig. Ich wette sie kennen (wie fast jeder Mensch in Kleve) irgendeinen Klinikmitarbeiter/in persönlich.
    Erkundigen SIe sich doch einmal dort nach den Arbeitsbedingungen in der Forensik.
    Ich bin nur erstaunt, das so wenig dort passiert….
    Interessanterweise kennen viele der aktuellen Bürgermeisterkandidaten die Umstände in der Forensik, thematisieren diese jedoch nicht im Wahlkampf. Sie scheinen niemanden verärgern zu wollen….nur für den Fall des Wahlsieges.

    Die Klinik als Institution ist sehr geschickt darin, über alles den Mantel des Schweigens zu legen.

     
  52. 12. Justin

    Sind die als neue Konzepte angepriesenen Umstrukturierungsmaßnahmen vielleicht einfach nur der hilflose Versuch akuten Personalmangel insbesondere bei Ärzten und Psychotherapeuten zu „managen“? Dass Ärzte und Psychotherapeuten älter werden und auch mal in Rente gehen, ist vorhersehbar. Wenn die ärztliche Direktorin in den dreieinhalb Jahren ihrer Amtszeit keine Lösungen für die sich ankündigende Personalnot erarbeitet oder kompetenten Personen die Ausarbeitung von Lösungen für den Personalnotstsand aufgetragen hat, ist das ein Versäumnis, dass zur sofortigen Absetzung der ärztlichen Direktorin führen muss. Patienten aus Mangel an Personal einfach nicht zu behandeln ist eine ungeheure Pflichtverletzung und müsste das verantwortliche Ministerium (für Arbeit, Gesundheit und Soziales) zum Eingreifen veranlassen.
    Der Hinweis vom LVR auf den demographischen Wandel als Grund für das Umstrukturierungsprogramm ist dreist.

     
  53. 11. Niederrheinerin

    Wirkt sich hier vielleicht auch der Finanzdruck, unter dem der LVR steht, aus? Warum werden Stellen anscheinend nicht nachbesetzt? Warum gibt es Lücken in der Forensik (kann nicht nur daran liegen, dass es hier weniger Bewerber gibt als für andere Bereiche)?

    https://www.lvr.de/de/nav_main/derlvr/presse_1/pressemeldungen/press_report_218240.jsp

     
  54. 10. Niederrheinerin

    “Ein weiterer Arzt wird bald aus der Ambulanz versetzt und seine 500 Patienten mitnehmen.” – In welche Abteilung/Station wird der Arzt versetzt bzw. wohin wird er die Patienten mitnehmen?

    Die Frage ist, welches Konzept Frau Tönnessen-Schlack verfolgt, falls sie eines verfolgt. Sollen jetzt die Stationen ihre Patienten ambulant nachbetreuuen?

    Gute ambulante Betreuung können auch psychiatrische und psychologische Praxen leisten. Aber die haben in Kleve schon erhebliche Wartezeiten für einen ersten Termin, wenn den Betroffenen nicht sogar gleich gesagt wird, dass vorerst keiner mehr aufgenommen werden kann.

    Von Grundversorgung kann da insgesamt keine Rede mehr sein.

    Den Zusammenhang mit den Vorfällen in der Forensik halte ich für unwahrscheinlich. Das ist ja ein sehr spezieller Bereich, in den nicht jeder einfach so versetzt werden kann. Aber erstaunt war man schon, dass es zu der Geiselnahme kommen konnte.

     
  55. 9. Barbara Krakiewicz

    Es gibt nichts schädliches für die Allgemeinheit als die inkompetente Leitung …

     
  56. 8. Hirsch

    Wer meint mit den Methoden, deren Auswirkungen hier einige in den Kommentaren beschreiben, Kosten reduzieren zu können, irrt sich gewaltig. Unzureichende Behandlung rächt sich und führt auf längere Sicht zu immensen Kosten. Die Hoffnung aus betriebswirtschaftlicher Sicht besteht darin, dass die Kosten andere tragen und nicht der Gesundheitsdienstleister in dessen Diensten man steht. Der Hippokratische Eid scheint für so einige Gesundheitsdienstleistungsunternehmen zu einer nice-to-have-Option verkommen zu sein.

    Da hilft nur eins, bloß nicht krank werden.

     
  57. 7. Ralf

    Ich war 2018 stationär in der Sternbusch mit Weiterbehandlung in der Ambulanz.
    Zuletzt bei Dr. Krakiewicz vor ca 3 Wochen.
    Vor ca 2 Wochen bekam ich einen Anruf von der Sternbusch, ich könnte in Zukunft nicht ambulant betreut werden und ich soll mir eine andere Praxis suchen, die mich psychisch betreut.

     
  58. 6. Helga Verhoeven

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Personalentscheidund der heutigen Klinikleitung nur aus menschlichem Ermessen getroffen werden (also nach Nase). Die Patienten, um die es ja geht, sind psychisch instabil. Diese Menschen hatten Vertrauen zu Ihren Therapeuten. Frau TS funktioniert ein gut organisiertes System um und stürzt es in ein unüberlegtes Chaos. Sie erfindet gerade das Rad neu.
    Ich hoffe, dass dies in Köln mal bewertet wird und die Konsequenzen gezogen werden. Frau TS versucht gerade mit den Personalabzuegen die laufenden Zahlen zu verbessern, auf Kosten von Patienten und Therapeuten.

     
  59. 5. Joseph Johann

    Personalwirtschaft ist, vor allem heute, eine der wichtigsten Aufgaben in Wirtschaft und Verwaltung. Meist wird dieser wichtigste Teil der Unternehmensführung unerfahrenen oder anders ausgebildeten Personen übertragen. Was machen eigentlich die Selbstverwaltungs- und Kontrollorgane beim LVR? Politische Pöstchen mit Spesen?

     
  60. 4. Bildungsferner

    Naja der Behandlungserfolg blieb und bleibt ja über die Jahre stabil.

    Und das ganze mit mehr und besser bezahlten Jobs als am Flughafen.

    Und allesamt hochmotiviert mit dem festen Willen zu helfen.

     
  61. 3. B.R.

    Was mich wundert ist, dass es auf dem google Bewertungsportal keine negativen Einträge gibt. Bei so vielen Patienten und soviel durcheinander etwas seltsam.

    Und was heisst eigentlich der Zusatz “Kieling” ?

     
  62. 2. Hirsch

    @Frau Gorißen, Herr Driessen, Herr Winkmann

    Diese Frage wurde Ihnen gestellt:

    „Hat der Kreis Kleve die Möglichkeit, die medizinische Versorgung zu verbessern? Und falls ja wie würden Sie das tun?“

    Die Frage hat viele Hintergründe. Der Grund hinter den verschiedenen Hintergründen ist wahrscheinlich ziemlich banal: Betriebswirtliche Ziele stehen über dem Ziel den Menschen in der Region eine menschenwürdige Behandlung nach dem aktuellen medizinischen Stand zu bieten. Das betrifft auch andere medizinische Bereiche.

    Jetzt ist eine nicht-banale Antwort von Ihnen gefragt.

     
  63. 1. birke

    …der frühere Leitsatz “ambulant vor stationär” wurde eh schon mit der Auflösung der Ambulanz beerdigt.

    Gut funktionierende Strukturen wurden aufgelöst und sorgen in der gesamten psychiatrischen Landschaft des Niederrheins für Kopfschütteln.
    Unerklärliche Personalentscheidungen haben in der KLinik zwar gewissermassen Tradition, allerdings nehmen diese geradzu obstruse Formen an.

    Qualität für Menschen sieht wirklich anders aus ………