Heißt die Beuthstraße bald …straße?

rd | 28. Juni 2018, 12:59 | 53 Kommentare

Die Gedenkplatte am Geburtshaus an der Hagschen Straße wurde gestern abgenommen, die nach dem preußischen Ministerialbeamten Christian Peter Beuth benannte Seitenstraße wird überdacht – Folge der neuesten Erkenntnisse über die offenbar antisemitische Gesinnung des Mannes, der in Kleve als großer Sohn der Stadt (so viele hat man ja nicht) gefeiert wird.

Bürgermeisterin Sonja Northing war erschüttert über die nun bekannt gewordenen Forschungsergebnisse über den Klever Ministerialbeamten Christian Peter Beuth, über die die NRZ in ihrer gestrigen Ausgabe berichtete. In Abstimmung mit den Vorsitzenden der Fraktionen im Rat der Stadt Kleve veranlasste sie, dass die zum Gedenken an Herrn Beuth an seinem Geburtshaus angebrachte Plakette abgenommen wird.

Zwei Jahre hing sie da, um dem Mann, der sich um das Normwesen verdient gemacht hat, Reverenz zu erweisen. Auf Antrag des Herrn Karl-Heinz Burmeister hatte der Rat der Stadt Kleve in seiner Sitzung am 29.04.2015 einstimmig beschlossen, zum Gedenken an Herrn Beuth eine Plakette oder Gedenktafel an seinem Geburtshaus anzubringen. Am 30.05.2016 hat die feierliche Enthüllung der Plakette stattgefunden.

Bei der Beschlussfassung des Rates der Stadt Kleve haben keinerlei Erkenntnisse zu einer antisemitischen Haltung des Herrn Beuth vorgelegen. Die Forschungsergebnisse des Prof. Achim Bühl liegen der Verwaltung vor und werden umgehend durch den Stadtarchivar Drs. Bert Thissen geprüft. Herr Thissen bestätigt vorab bereits die Schwere der Vorwürfe, die in jedem Fall ernst zu nehmen seien.

„Für ein friedvolles, soziales Miteinander sind Achtung und Toleranz gegenüber unseren Mitmenschen unabhängig von ethnischer Herkunft oder persönlichen Weltanschauungen entscheidend“, so Bürgermeisterin Sonja Northing. „Aufgrund der Schwere der Vorwürfe gegen Herrn Beuth ist ein sofortiges Handeln erforderlich. Das Verbleiben der Plakette an seinem Geburtshaus ist daher bis auf weiteres nicht tragbar.“

Nach Abschluss der Prüfung durch Bert Thissen ist dann auch, je nach Ausgang, über eine Änderung des Straßennamens der Beuthstraße zu entscheiden.

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53 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 53. Elvira Rohra

    Es gibt u.a. seit 1993 ein sehr trauriges Realbuch………. „PALMARES Die Republik der Sklaven“.

     
  2. 52. Klaus

    @50. jb
    „Aber wie gesagt, das hätte ich von aufgeklärten, erwachsen handelnden Menschen erwartet.
    Totschweigen ist da keine Option.“

    Zum Glück gibt es in Kleve diese aufgeklärten Personen, die bei ähnlich brisanten Persönlichkeiten die Ruhe bewahren und dies zum Anlass für eine umfassende Erforschung und Aufklärung nehmen und nicht gleich etwas abschrauben oder wegstellen.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/licht-und-schatten_aid-17765811

    „Vielleicht sollten wir ein großes Moritz-Projekt in Angriff nehmen, mit Blick auf seine Arbeit in Recife in Brasilien und in Kleve, mit Blick auf die Geschichte Brasiliens, die er schreiben ließ und die wir angekauft haben, mit Blick auf die Maler, die in seinem Auftrag Brasilien dokumentiert haben, mit Blick auf seine mögliche Rolle als Sklavenhändler“, sagt Kunde.

    Das wäre doch mal ein tolles Projekt, vielleicht auch unter Beteiligung der jungen Menschen in den Schulen.

     
  3. 51. Martin Fingerhut

    @ 16. Jens-Uwe Habedank :
    ### So oder so – sachgerecht ist das Alles nicht ### Erinnert an Förmchen-/ Sandkastenspiele… ###
    Ja, genau.
    Motto : “ Rabääääh – das BürgerMeisterSessel-Förmchen gehört aber uns ! – Rabäääh ! “

    @ 18., 49. ??? :
    ### Wahlwerbung? ###
    Wer soll den lächerlichen „Aufstand“ der Herren Janßen und Bay für „Werbung“ halten ?
    Im Sport heißt soWas „NachTreten“.
    Aber sportlich wäre es auch, eine Niederlage zu akzeptieren.
    Im Sport wird „NachTreten“ mit einer gelben oder roten Karte geAhndet
    – in der Politik wohl eher mit einer braunen.

    @ 20., 21., 45. Ron Manheim :
    ### Nicht Namensänderung, sondern Geschichtsunterricht tut Not! ###
    Das sehe ich genauso.

    ### mit einem erklärenden Schild unter dem Namen der Straße ###
    Ja, genau !
    Nicht verheimlichen sondern informieren.
    auch bei anderen StraßenNamen.

    ### sehr seltsam, dass die Erklärung unter dem Straßennamen Von-Galen-Straße lautet: „Verteidiger der Menschenwürde“. Er hat sich damals gegen Tötung geistig Behinderter ausgesprochen. Den Antisemitismus hat er stilschweigend hingenommen. ###
    ### Wann kommt die Umbenennung der Luther-Schule? ###
    ### Wann wird endlich ein wichtiger Platz, eine wichtige Allee, eine bedeutende (Hoch)Schule nach Elias Gompertz benannt? ###
    richtig !

    ### Was wäre mit einer Dauerausstellung im öffentlichen Raum in Kleve, z.B. am Ehrenmal: „Klever Antisemiten“? ###
    Habe einige Zeit darüber nachGedacht und komme zu dem Schluß :
    gute Idee !
    Das EhrenMal und seine Geschichte ist unter den grünen RasenTeppich gekehrt worden.
    Der tote Krieger wurde erst bejubelt, dann verbuddelt – aber durch „Pech“ wiederGefunden.
    Nun fristet er sein Dasein im KirchenAsyl neben der StiftsKirche.
    Das perfekte SinnBild für das „EhrenMal“,
    denn die Menschen EHREN MAL den einen, mal den anderen.
    Max Knippert hat bereits vor ein paar Jahren an der richtigen Stelle
    – dem Platz, wo einst das EhrenMal war –
    auf den Wankel“Mut“ der Menschheit treffend hingewiesen.
    Der Rasen dort wäre geeignet für eine GeschichtsGallerie :
    Zu all jenen, die einen Bezug zu Kleve haben und in Form von StraßenNamen o.ä. geEhrt werden,
    sollten Tafeln über deren Leben und Wirken informieren.
    Über alle Facetten deren Lebens
    – auch und gerade über die SchattenSeiten.

    @ 28. Guenther Hoffmann
    ### Der Kampf und Einsatz gegen Antisemitismus soll grundsätzlich nicht zum Mittel politischer Taktiken o.ä. Spielereien benutzt werden. ###
    Völlig richtig !
    Aber offenbar hat kein einziger unserer StattRäte über Beuth’s AntiSemitismus diskutiert
    sondern es wurde ausschließlich auf Frau Northing eingeprügelt.

    ### Wer damit arbeitet hat nichts verstanden und gehört für mich in die politische Mülltonne. ###
    Die braune MüllTonne wird den StattRat spätestens in 7 Jahren verschlingen.

    @ 29., 41. ??? :
    ### sich [ vorher ] grundlegend darüber informiert ###
    Selbst Prof. Bühl stellt fest,
    daß bis vor kurzem der AntiSemitismus Beuth’s kaum bekannt gemacht worden ist.
    Als vor 3 Jahren beschlossen wurde, die Plakette anzubringen,
    gab es zwar gewisse Hinweise, die jedoch bei weitem nicht so gewichtig waren wie das,
    was jetzt bekannt geworden ist.

    ### diese Gedenktafel, mit Demut und Entschuldigung an die Menschen, still und ohne PR, wieder abzunehemen? ###
    Über das Abnehmen der Tafel gab es eine schlichte PresseMitTeilung der Verwaltung.
    keine PR.
    Den PresseRummel haben erst jene der CDU-Grass-grünen ausgelöst,
    welche noch immer über ihre Niederlage bei der Wahl 2015 schmollen
    und meinen, „NachTreten“ zu „müssen“.

     
  4. 50. jean baptiste

    Na dann kommt wir wohl langsam auch wieder die Bücherverbrennung nach Kleve.
    Irgendwie hat man in Kleve aus der deutschen Gechichte nichts gelernt.
    Taten und Äusserungen eines Menschen, der in 1781 geboren wurde rein mit der Brille von 2018 zu betrachten ist doch lächerlich.
    Und eine erst kürzlich angebrachte eilends abzunehmen, nur weil einen plötzlich einige vor knapp 200 Jahren von ihm getätigten Aussagen nicht mehr passen.
    Früher war es Usus, Strassen und Bauwerke oder Institutionen nur nach Würdenträgern nach deren Tod zu benennen, in der anscheinend irrigen Annahme, dann können sie mit zukünftigen Äusserungen nicht mehr brüskieren, scheint heute nicht mehr gültig zu sein.
    Eine an seinem Geburtshaus angebrachte Plakette eilends abzuhängen kann es doch wohl echt nicht sein.

    Noch vor nicht all zu langer Zeit hat man sich erheblichst schwerer getan, unseren bekanntesten Ehrenbürger,
    die Ehre ,seinen Namen hier anzuführen möchte ich ausdrücklich vermeiden,(20. April 1889 in Braunau am Inn, Österreich-Ungarn; † 30. April 1945 in Berlin) von der Ehrenbürgerliste zu streichen.
    Wo eröffnet sich da der Sinn , Herrn Beuth eilends aus den Annalen löschen zu wollen?
    Beuth war in erster Linie ein herrvorragender Ingenieur, und dieser Tatsache dankt er auch die repulikweite Anerkennung.

    Ich hätte es für aufgeklärte Politiker im 21.Jhd. angemessen gefunden, das Kind nicht gleich mit dem Bade auszuschütten.
    Das Anbringen einer zusätzlichen Tafel am Beuth-Haus mit erläuterndem Text wäre zum Beispiel ein Zeichen erwachsenen Umgangs mit unserer Geschichte gewesen.
    Aber wie gesagt, das hätte ich von aufgeklärten , erwachsen handelnden Menschen erwartet.
    Totschweigen ist da keine Option.

     
  5. 49. ???

    Wahlwerbung?

    s. bitte 18. vom 30.06.2018

    Man kann sich und der gesamten Gesellschaft so etwas von Beginn an ersparen, wenn man mit sensiblen Themen, besonnen umgeht.

    Ich persönlich finde, man sollte jetzt nicht die Schuld hin und her schieben……..eine, von allen Beteiligten ruhige und besonnene, allgemeine Entschuldigung wird mit Sicherheit angenommen.

    Man kann und sollte andere Themen für den „Wahlkampf“ nehmen, aber bitte solche Versprechen, die auch tatsächlich für die, hier lebenden Menschen, eingehalten werden (können)!

     
  6. 48. kleevse jong

    @46 Martin Fingerhut
    und der Wahlkampf geht weiter, denn die Klever CDU schlägt via Presse nun zurück.

    In einer Pressemitteilung attackiert die CDU-Fraktion in der Beuth-Diskussion die Sozialdemokraten und Bürgermeisterin Northing.
    Darin greift Gerd Driever, Sprecher der CDU-Ratsfraktion, die Klever Sozialdemokraten an.
    Zitat: „Die Stellungnahme der SPD ist ein demokratisches Armutszeugnis“, so reagierte der Sprecher der Klever CDU auf die Erklärung der SPD-Fraktion, sich in der Beuth-Debatte hinter Bürgermeisterin Sonja Northing zu stellen.

     
  7. 47. Klaus

    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-cdu-attackiert-bei-beuth-klever-spd_aid-23953721

    Wahlkampf, nichts als Wahlkampf oder journalistische „Saure Gurkenzeit“?

    Über den eigentlichen Inhalt der unterschiedlichen Gutachten wird bisher kaum berichtet. Frage mich warum man nicht 2 Tage mit dem Abnehmen warten konnte bis der Ratsbeschluss vorliegt. Wo war hier welche Gefahr im Verzug? Drohte die Gedenkplatte runter zufallen? Drohte das Gebäude gebrandschatzt zu werden? Sieht eher aus wie blinder Aktionismus. Von wem auch immer.

     
  8. 46. Martin Fingerhut

    Es geschehen noch Weichen und Zunder :
    Selbst der Peinliche Rest kommt nicht umhin,
    auch mal etwas für Frau Northing positives zu berichten.

    Unter der Überschrift
    ### SPD stellt sich bei Beuth hinter Northing ###
    [ https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-spd-zur-debatte-ueber-antisemitismus-zu-beuth_aid-23940187 ]
    gesteht die RP u.a. ein,
    daß Frau Northing sich zuvor mit sämtlichen FraktionsVorsitzenden abgestimmt hatte.
    VOR der RatsSitzung waren ALLE Fraktionen dafür, die Plakette unverzüglich abzunehmen.

    Warum also WÄHREND der RatsSitzung dieser aufgeblasene Protest ?
    Von Udo Janßen und Michael Bay ?
    aus CDU und ehemals grünlichen ?

    für mich eindeutig :
    WahlKampf !

    schon WahlKampf 2020.

    Aber auch noch WahlKrampf 2015 der beleidigten LeberWürstchen.
    Udo Janßen hatte für die CDU die Wahl so gründlich vergeigt,
    daß es auch Bay’s Kumpel Leenders nicht gelang,
    die Wahl für die CDU zu retten und Northing zu verhindern.

     
  9. 45. Ron Manheim

    Was wäre mit einer Dauerausstellung im öffentlichen Raum in Kleve, z.B. am Ehrenmal: „Klever Antisemiten“?

     
  10. 44. ???

    @43. Alfons A. Tönnissen

    Es handelt sich hierbei nicht um eine Lappalie.

    Kleve hat zwar zahlenmäßig die Definiton und Interpretation einer Mittelstadt, aber ………..

    Den Vorgänger im Amt mit Regierung, hätte man öffentlich verspottet, verhöhnt und „in der Luft zerrissen“.

    Man muss eben, wie in jedem anderen „Dorf“, nur den richtigen Hintergrund und Vorteil haben……..

     
  11. 43. Alfons A.Tönnissen

    Nachher weiß man alles besser!??? Chapeau! Chuzpe hat man vorher nicht!

     
  12. 42. Alfons A.Tönnissen

    ???

     
  13. 41. ???

    Es wäre auf jeden Fall besser gewesen, man hätte sich in Kleve v o r der pressewürdigenden, hochoffiziellen Anbringung dieser Gedenkplatte, informiert.
    Es handelte sich ja nicht um Geheimhaltungen.

     
  14. 40. Martin Fingerhut

    Zu dem RP-Artikel
    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kultur/kleve-neues-gutachten-zum-antisemitismus-von-beuth_aid-23834681

    gibt es jetzt auch einen Kommentar von Prof. Bühl selber.
    Prof. Bühl lehrt an der Beuth-HochSchule
    und hat als erster die antisemitische Einstellung Beuth’s gründlicher durchleuchtet.

    Prof. Bühl schreibt unter anderem :
    ### ### ###
    Angesichts eines preußischen Ministerialbeamten, der jüdischen Säuglingen bei der Beschneidung den Tod wünschte und ihr Verbluten für wünschenswert hielt, habe ich als Rassismus- wie Antisemitismusforscher großen Respekt vor einer Bürgermeisterin die dies nicht zuletzt angesichts aktueller antisemitischer Übergriffe für einen ausreichenden Grund hielt, um nach Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden unverzüglich zu handeln.
    ### ### ###

    Ferner habe Beuth die Berliner Judenverbrennung des Jahres 1510 gerechtfertigt
    sowie die schon anno 1811 längst überholte Legende wieder aufgetischt,
    Juden würden kristliche Kinder entführen, um sie bei religiösen Ritualen ### zu foltern, zu kreuzigen und ihnen das Blut abzuzapfen ###.

    Wer will es nicht verstehen können,
    daß ein solcher Hasser nicht länger durch eine GedenkPlakette geehrt werden durfte ?

     
  15. 39. Martin Fingerhut

    Die RP titelt :

    ### Neues Gutachten differenziert deutlich. ###

    ( https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kultur/kleve-neues-gutachten-zum-antisemitismus-von-beuth_aid-23834681 )

    Nun ja, sooo neu ist dieses GutAchten nun auch nicht,
    „zwar“ ist es erst von Mai/Juni,
    doch es lag bereits VOR der Entscheidung vor,
    die GedenkPlakette abnehmen zu lassen.

    Und so sehr sich die Reichlich Peinliche HofGazette der CDU-Grass-grünlichen RatsMehrheit – wie üblich – bemüht,
    unsere BürgerMeisterin in möglichst schlechtes Licht zu zerren,
    auch der Versuch, deren Handeln durch die Formulierung “ diffenziert deutlich “ in Zweifel zu ziehen,
    hält einer sachlichen Würdigung in keiner Weise stand.

    Ja, es „differenziert“.

    In der 1. Einschätzung kam der Soziologie-Professor Bühl zu dem Schluß,
    der AntiSemitismus Beuth’s und seiner Kollegen in der “ Deutschen TischGesellschaft
    stelle “ eine der wesentlichen Vorläuferstrukturen des eliminatorischen Antisemitismus des deutschen Nationalsozialismus dar „.

    Dies relativieren die Historiker Jörg Rudolph und Christian Schölzel jedoch nur in der Weise, daß sie diese Gesellschaft in den Kontext dessen stellen, was vor 200 Jahren üblich war.

    AndererSeits jedoch liefern sie neue, äußerst gewichtige Belege für Beuth’s AntiSemitismus und dessen Bedeutung.

    Während Bühl sich ausschließlich auf die ( relativ spärlichen ) Belege über die “ Deutsche TischGesellschaft “ beschränkte,
    welche weitGehend aus einem kurzen Abschnitt ab 1811 stammen,
    haben Rudolph und Schölzel eine VielZahl von Archiven durchSucht
    und Hunderte von Unterlagen gesichtet.

    Demnach hat sich Beuth nicht nur über kurze Zei t in jener – im Prinzip privaten – „TischGesellschaft“ antiSemitisch geäußert,
    sondern auch in seiner jahrZehnteLangen wichtigen Funktion als AbteilungsLeiter des Preußischen StaatsRates aktiv dazu beigetragen,
    Juden zu diskreminieren.

    Unter anderem war er bestrebt, die erst seit 1812 in Teilen Preußens geltende Liberalisierung zurückZuDrängen.
    Beuth diffamiert die Juden als habGierig und faul, sie würden Kristen bedrohen und sich viel zu sehr vermehren.
    [ Kommt einem das nicht bekannt vor ? ]
    Die in Preußen ansässigen seien schlechte StaatsBürger
    und jene, welche aus Polen zuwandern wollten, seien “ noch schlimmer “ als die westlichen.

    Ja, das neue GutAchten „differenziert“ :
    Bühl’s Interpretation wird etwas abgeschwächt
    aber das Gewicht von Beuth’s AntiSemitismus wird erheblich erhöht.

     
  16. 38. Jürgen Böll

    Wo wir bei Straßen und Plätzen sind, könnte man hier ja auch noch auf einen Schandfleck innerhalb von Kleve aufmerksam machen, sowie dessen städtische Fehlplanung.
    Es geht um die seit mindestens 15 Jahren leerstehenden Geschäftszeilen (ehemals Spielwaren Götzen und ehemals Commerzbank) über dem städtischen Parkhaus auf der Stechbahn.
    Diese planerische Totgeburt rottet inzwischen vor sich dahin, Wohnungen in dem Objekt sind mehrfach mit bis zu 8-10 verschiedenen Namen laut Klingelplatten belegt, bei den Leerständen in den Ladenlokalpassagen geben Geschäfte, die es dort versuchen, nach kurzem wieder auf weil sich bis dorthin, von der Hagschen Straße / Fischmarkt aus kein kaufkräftiger Kunde auf seinem Weg zur „Neuen Mitte“ hin verirrt.
    Inzwischen sind die Plätze zwischen den Häuserblöcken verdreckt und verkommen, gelegentlich findet man dort auch Hinterlassenschaften wie Spritzen immer wieder mal vor.

    Die ehemaligen Ladenlokale dienen heutzutage zur Sperrmüllablage, zu mindestens das was man in den Schaufenstern als Auslage sehen kann.

     
  17. 37. Klaus

    @36. JB
    In diesem Fall, denke ich, wäre eine Diskussion und Entscheidung des Rates am Folgetag (!!!) möglich gewesen.
    Wo hier Gefahr in Verzug war, vermag wahrscheinlich nur Sonja Northing zu erkennen.
    Die Beuth-Hochschule in Berlin geht mit dem Thema deutlich sachlicher um:
    http://www.beuth-hochschule.de/3326/article/5585/
    Die intensive Diskussion über solche Persönlichkeiten ermöglicht meiner Meinung nach eine wichtige Beschäftigung mit der Vergangenheit und ist sehr hilfreich für unsere Zukunft und die unserer Kinder. Einfach nur abschrauben, damit ist es doch nicht getan.

     
  18. 36. Jürgen Böll

    @35 Chewgum 😉 weil wir eine Demokratie hierzulande sind und das Gut einer freien Meinungsäußerung haben.
    Was aber dadurch mitunter bei unterschiedlichen Sichtweisen zu einer Sache, endlose Diskussionen bei Parteien, Gremien und beim Bürger auslösen kann.

     
  19. 35. Chewgum

    Warum ist es für einige so schwer aushaltbar, dass nun ohne Wenn und Aber festgestellt wurde, dass diese Person keinerlei Ehrung verdient hat und ein Fehler korrigiert wird?

     
  20. 34. Klaus

    Ich finde ein Abkleben der Gedenkplatte bis zur nächsten Ratssitzung (1 Tag später !!) hätte auch eine vergleichbare Signalwirkung gehabt. So wird das Thema nur unnötig „politisiert“.

     
  21. 33. Udo Weinrich

    Zur „Deutschen Tischgesellschaft“ in Berlin, deren Mitglied Beuth gewesen war, gehörten auch Achim von Arnim (mit einer Rede gegen die Juden), Clemens von Brentano, der Philosoph Fichte und Heinrich von Kleist (Letzterer als Zuhörer, ohne eigene Beiträge). Man schloss nicht nur Juden aus, sondern auch „Philister“ und Frauen. Die Geschichte dieser anti-aufklärerischen, anti-französischen und anti-jüdischen Gesellschaft ist längst aufgearbeitet; dazu liegt seit 2003 eine Veröffentlichung vor.

    Ich frage:

    Aufgrund welcher „Expertise“ hatte der Rat die Anbringung einer Gedenkplakette für Beuth beschlossen?

    Mit welchem Recht hat eine kleine, in der Gemeindeordnung nicht vorgesehene Runde namens „Ältestenrat“ über die Entfernung einer Gedenktafel entschieden?

    Wieso wird eine solche Entscheidung zuerst in nichtöffentlicher Runde getroffen und danach darüber diskutiert?

    Hat die Stadt aus dem Thema „Adolfsweg“ nichts gelernt?

    Ist dieser panikzentrierte Politikstil einer Pontia Pilata wirklich alternativlos?

    Übrigens: Die ach so schöne deutsche Romantik mit ihren „blauen Blümelein“ und der angeblichen Volkspoesie („Des Knaben Wunderhorn“) war in Teilen eine dezidiert anti-aufklärerische, anti-französische, nationalistisch-bornierte und – nicht zuletzt – auch anti-semitische Bewegung. Schon Heinrich Heine hat diese Zusammenhänge gesehen und auf den Punkt gebracht.

    Bekannt sind dezidiert anti-jüdische Aussagen von Personen, nach denen in Kleve eine Straße benannt worden ist, wie z.B.

    • Clemens Brentano
    • Ludwig Jahn
    • Richard Wagner

    Konsequenterweise müsste Frau Northing diese Straßen über Nacht umbenennen. (Achtung! Martin Luther scheidet als saubere Alternative aus: der hat „Von den Juden und ihren Lügen“ berichtet.)

    Eine neue Veröffentlichung zu Beuys hat dessen Umgang mit braunen „Alten Kameraden“ belegt. Wie geht Kleve mit diesem Erbe um?

     
  22. 32. ???

    Man sollte auch unbedingt die „Joseph-Beuys-Allee“ schnell und leise in „Forstgarten-Allee“ umbenennen.

    Joseph Beuys war nicht so nett, wie man ihn in Kleve gerne hätte. Merkwürdigerweise weiß man das in anderen Ländern……..nur hier möchte man aus vermarktungstechnischen Gründen dieses Wissen nicht wahrhaben.

     
  23. 31. Iwaw

    Jetzt aber konsequent.

    Was machen wir mit dem Voltaireweg? Mit viel Pomp eingeweiht führt er von Kleve nach Hau.

    Was machen wir mit der von-Brentano-Str. ?

    Was machen wir mit der Herderstr.?

    Und die Wagnerstr.?

    Aber auch Goethestr.

    Und mit Blick auf die Gocher – Was passiert mit der Pestalozzi Schule?

    Wenn wir es auf die Spitze treiben, dann müssten wir auch die Fichtenstr. abschaffen, da kreative Ratsmitglieder daruf kommen könnten, diese wäre nach Gottlieb Fichte (1762-1814) benannt und nicht nach einem Baum. Siehe hierzu Adolfsweg und die Pose, die dann geschah.

    Alles Antisemiten und wenn wir noch weiter suchen, werden wir bald Alleen und Plätze in Kleve finden, die neue Namen brauchen, weil soviele in der Historie mit dem Antisemitismus in Verbindung gebracht werden.

    Dann können die Verwaltung und die Politiker, die weiß Gott besseres zu tun haben, darüber streiten, ob es eine Theodor-Brauer-Gedächtnis-Allee geben soll, einen Gebbing-Ring, einen Bay-Weg oder eine Udo-Janßen-Straße.

    Wenn, dann konsequent, bitte.

     
  24. 30. otto

    @27. Jürgen Böll,
    @28. G. Hoffmann

    beide Post’s „voll“ ok!!!!!!!!!!!!!!

     
  25. 29. ???

    Vielleicht wäre es besser, wenn man, bevor überhaupt eine Gedenkstätte mit viel PR, initiiert und offiziell auch als Werbung eröffnet wird, sich selber grundlegend darüber informiert und zur Beratung gibt?

    Vielleicht wäre es, nach diesem grundlegenden Irrtum, für alle besser gewesen, diese Gedenktafel, mit Demut und Entschuldigung an die Menschen, still und ohne PR, wieder abzunehemen?

     
  26. 28. Guenther Hoffmann

    27. Politisches Taktieren ? Der Kampf und Einsatz gegen Antisemitismus soll grundsätzlich nicht zum Mittel politischer Taktiken o.ä. Spielereien benutzt werden. Wer damit arbeitet hat nichts verstanden und gehört für mich in die politische Mülltonne.

     
  27. 27. Jürgen Böll

    @26 Otto
    das ist politisches Taktieren. Man bringt bei Zeiten den Amtsinhaber öffentlich beim Bürger in Misskredit und ebnet so den Weg für potenzielle Kandidaten in knapp 2 Jahren.

    Vielleicht hat Jansen ja nach seinem letztem Wahldebakel als Bügermeisterkandidat für Kleve, ja noch mit der nun amtierenden Bürgermeisterin eine Rechnung offen.
    Wobei Jansen damals ja wohl die Macht, die von SozialMedia Plattformen, dem KleveBlog und dem Internet ausging eindeutig unterschätzt hatte. Da war die amtierende Bürgermeisterin besser aufgestellt und mehr positiv präsent!

    Ich könnte wetten, dass Jansen und auch die CDU die ganze Zeit nur auf einen öffentlich medienwirksamen Fehler der Bürgermeisterin gewartet hat, um nun politisch aus der Deckung zuzuschlagen.

     
  28. 26. otto

    🛢@23.Chewgum,

    Danke dir! Wir sind uns nun einig, sogar mit Platon, Aristoteles und Laotse☯️

     
  29. 25. Joseph Johann

    Sei es wie es sei. Es ist nicht angebracht, dass sich die Herren Bay und Janssen öffentlich in der Rheinischen Post über die Bürgermeisterin erheben.

     
  30. 24. Chewgum

    Es ist natürlich nicht schön für die Anwohner, wenn man sich plötzlich ohne Umzug in einer anderen Straße wieder findet. Aber was dieser Beuth lt. Quellen von sich gegeben hat, ist so eklatant unmenschlich und antisemitisch, dass man das meiner Meinung nach nicht auf sich beruhen lassen kann. Ratsmitglieder, die sich übergangen fühlen, sollten ihre Eitelkeiten schnell einpacken – und damit ein Zeichen setzen, dass es manchmal Wichtigeres gibt. Zu lange ist in der Vergangenheit überall in Deutschland oft nicht schnell genug gehandelt worden. Da sollte man stolz darauf sein, eine Bürgermeisterin wie Sonja Northing zu haben. Das ist auch ein klares Signal, dass Rechtsextremismus in Kleve keine Chance hat.

     
  31. 23. Chewgum

    @otto Wenn du es so auf den Punkt bringst: „Eine unmenschliche Person ist grundsätzlich nicht klug, sie kann jedoch durchaus intelligent sein“

    sage ich: d’accord.

     
  32. 22. ???

    @19. Nasenbär

    Früher benannte man die Straßen in Kleve, Gasthausstraße, Wasserstraße, Bleichen (fällt bald weg), Opschlag, Tiergartenstraße, Lindenallee, Große Straße, Kleiner Markt, Fischmarkt, Stechbahn, usw…….. jeder Mensch wusste und weiß noch immer, was gemeint war und ist………und wohin des Weges…. aber vielleicht ist das manchen Menschen zu unkreativ? 😉

     
  33. 21. Ron Manheim

    Und darüber hinaus: Wann wird endlich ein wichtiger Platz, eine wichtige Allee, eine bedeutende (Hoch)Schule nach Elias Gompertz benannt? Bis heute hat man dessen Bedeutung unterschlagen. Na ja, war vielleicht eine wichtige Persönlicheit, aber gehörten die Juden zu Kleve?????

     
  34. 20. Ron Manheim

    Nicht Namensänderung, sondern Geschichtsunterricht tut Not! Beuthstraße, aber mit einem erklärenden Schild unter dem Namen der Straße: ‚In Kleve gebürtiger Preußischer Ministerialbeamter; rabiater Antisemit.‘
    Man sollte auch andere Straßennamen unter die Lupe nehmen. Zum Beispiel ist es schon sehr seltsam, dass die Erklärung unter dem Straßennamen Von-Galen-Straße lautet: „Verteidiger der Menschenwürde“. Er hat sich damals gegen Tötung geistig Behinderter ausgesprochen. Den Antisemitismus hat er stilschweigend hingenommen.
    Wann kommt die Umbenennung der Luther-Schule?

     
  35. 19. Nasenbär

    Ich glaube, ich habe hier schon mal irgendwo meine Meinung kund getan: Man sei doch bitte in Zukunft so vernünftig und benenne Straßen, Platze, Institutionen usw. nicht nach Menschen, es gibt genug andere Möglichkeiten: Nasenbärstraße, Nasenbärplatz, Nasenbärallee, Nasenbärweg, Nasnebärpfad, Nasenbärschule, Nasenbärkita, Nasenbärturnhalle……. (Und wenn schon Namen, dann vielleicht Jansenstraße usw. so am Niederrhein nicht falsch oder Sonjaweg….)
    Mit personalisierten Menschennamen fällt man am Ende immer auf die Nase und es gibt Streit.

    Und noch was, wie stand denn der Freiherr vom Stein zu den Juden, der Wikipediaartikel ist nur sehr allgemein, hat da eine/r vielleicht ein klares Zitat und wir demnächst ein Gymnasium Oberstadt?
    Was ist mit Goethes undemokratischer Zustimmung zur Todesstrafe, was mit Adenauers Globke? Und was am Ende mit Beuys? Und waren alle Päpste, Pfarrer, Kaiser, Könige und -innen alle immer edel und ohne Fehl und Tadel?
    Gut, dass nach mir – abgesehen vom Pseudonym – nie irgendwas benannt werden wird, denn als Mensch habe ich sicher irgendwo irgendeinen Fehler, eine Eigenschaft, die nicht zum Vorbild taugt.

     
  36. 18. ???

    Wahlwerbung?

     
  37. 17. Elvira Rohra

    Es ist zwar nicht Aussage speziell zu dieser Straße, aber das Thema passend zur Friedenserhaltung und weiterer Friedensförderung für und in Kleve.

    Vielleicht gibt es doch noch die Möglichkeit für, hierfür verantwortliche Menschen in Kleve’s Stadtrat und Stadtverwaltung, nochmals darüber zu denken, nachzudenken, zu diskutieren, dass der „Unfriedensadler“ nicht mehr auf den Obelisk montiert wird.

    Es wäre wirklich sehr, sehr gut, ein Zeichen für unseren Frieden in Kleve und zur bewussten Friedenserhaltung zu setzen.

    Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, eine große Solarkugel als „Kupfernen Knopf“ auf den Obelisk zu setzen?

    Es wäre ein zeitgemäßes Mahnmal zum Frieden!

     
  38. 16. Jens-Uwe Habedank

    Heute aus der NRZ:
    https://www.nrz.de/staedte/kleve-und-umland/klever-buergermeisterin-in-der-kritik-id214721985.html

    Nun regen sich die Herren Bay und Janssen auf und meinen durch die Bürgermeisterin blossgestellt zu sein/ werden.
    Dass gerade diese Alphatiere sich, in Ermangelung eigener Prüfungen/ Recherchen, durch ihr jetztiges Verhalten blossstellen – kommt denen gar nicht im Sinn. Entweder tun sie so als ob sie seinerzeit beim Ratsbeschluss ( zur Aufhängung der Tafel) nicht dabei waren oder aber wollen daran festhalten? So oder so – sachgerecht ist das Alles nicht, so so zwei wie diese von sich geben. Erinnert an Förmchen-/ Sandkastenspiele…

     
  39. 15. Guenther Hoffmann

    Meinen ehrlichen Respekt für meine Bürgermeisterin und ihre spontane Aktion. Die „demokratischen“ Papp Nasen in ihrem Umfeld hätten sicher noch gerne eine Weile diskutiert ehe was passiert wäre.

     
  40. 14. otto

    @1. Chewgum,

    deine Ansicht kann ich nicht teilen. Eine unmenschliche Person ist grundsätzlich nicht klug, sie kann jedoch
    durchaus intelligent sein. Das TAO bleibt von klugen Menschen niemals unbeachtet, es liegt bereits in
    ihrer Natur.

     
  41. 13. Bericht in der WDR Lokalzeit

    https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duisburg/video-antisemitismus-neue-erkenntnisse-ueber-christian-peter-wilhelm-beuth–100.html

    Mit Statements u.a. von Sonja Northing und Stadtarchivar Bert Thissen

     
  42. 12. Chewgum

    @otto Es geht nicht um klug oder nicht klug, sondern um menschlich oder zutiefst unmenschlich und das hat in den wenigsten Fällen etwas mit Intelligenz zu tun.

     
  43. 11. otto

    Gesagt wird auch heute noch viel, vorsichtig ausgedrückt unglaublich Dummes bzw. Einfältiges, angefangen
    bei bekannten, auch deutschen, Politikern, bis zu einem ital. Minister usw. usw.

    Martin Fingerhut zählt namhafte Personen auf, mit ihren damals schon fürchterlichen und gefährlichen Ansichten, die einfach nicht auszurotten sind. Hinzu kommt, dass diejenigen, die sich
    versuchen intelligent darzustellen, jede Spur von Klugheit und sei sie noch so gering, völlig vermissen lassen.

     
  44. 10. Martin Fingerhut

    @ 9. Chewgum :
    Danke für den link zur taz.
    Auch aus diesem Artikel geht hervor,
    daß bis vor kurzem allein
    ### „abstoßende“ Reden der Deutschen Tischgesellschaft ###
    bekannt waren.
    Beuth’s Rede von 1811 sei das „bisher das einzige Zeugnis gegen Beuth“ gewesen.

    Erst ### durch ein von der Hochschule in Auftrag gegebenes externes Gutachten hat sich diese Beweislage allerdings geändert. Die Historiker Jörg Rudolph und Christian Schölzel konnten nachweisen, dass Beuth sich auch als Mitglied des Staatsrats im Königreich Preußen diskriminatorisch gegen die Judenemanzipation einsetzte. ###
    DemNach stammen die jetzt entscheidenden Ergebnisse nicht von Prof. Achim Bühl,
    sondern dieser habe lediglich darüber referiert.

    Auf
    http://www.pnn.de/wissen/1294999/
    ist zu lesen :
    ### ### ###
    Schölzel und Rudolph werfen Bühl eine „allzu unhistorische Verkürzung historischer Entwicklungsläufe der deutschen Geschichte“ vor. Es sei nicht richtig, Beuth in eine „,nach Auschwitz’ führende historische Zwangsläufigkeit“ zu stellen.
    ### ### ###

    Das klingt, als ob die GutAchter selber Beuth’s Rolle längst nicht so heiß sehen, wie Bühl sie kocht.
    Wo ist das originale GutAchten zu finden ??

    Die HochSchule stellt links zum GutAchten sowie zu StellungNahmen dazu zwar onLine zur Verfügung :
    http://www.beuth-hochschule.de/2063/
    doch zum DownLoad ist leider ein PassWord erforderlich.

     
  45. 9. Chewgum

    Ja, weg mit Manifestationen von Ehrungen nicht ehrwürdiger Leute. Sonja Northings schnelles Handeln ist auch vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse vorbildlich.

    In der taz steht: http://www.taz.de/!5512438/
    „Grundlage für diese Erkenntnisse ist eine verstörende Rede des preußischen Ministerialbeamten (Anmerkung: Christian Peter Beuth) vor der Deutschen Tischgesellschaft im Jahr 1811. Darin setzt er Juden mit Schweinen gleich, sieht „das Verbluten manches Judenjungens“ bei der Beschneidung als „wünschenswerte Folge“ an und behauptet, Juden würden „Christenkindern das Blut abzapfen und es trinken.“

    Natürlich muss die Straße umbenannt werden.

     
  46. 8. Martin Fingerhut

    @ 5. Niederrheinstier :
    gut geMmuuuuhht, Stier !
    Aus einer Begegnung mit einem Dozenten der Berliner HochSchule kann ich bestätigen :
    Die Berliner waren sehr stolz, den Klevern den Namen „Beuth“ vor der Nase wegGeschnappt zu haben.
    Ob sie es heute noch sind oder morgen noch sein werden ?
    Das werden sie bestimmt erst entscheiden,
    nachDem sie die neuen Ergebnisse in Ruhe gewürdigt haben werden.

    @ 3. Dietmar Shields :
    Diesmal muß sogar ich den Klever Rat verteidigen :
    Daß es von Herrn Beuth auch einige antiSemitische Äußerungen gibt,
    war im Rat zumindest einigen durchAus bekannt.
    Im wesentlichen war bereits damals der wikiPedia-Artikel so,
    wie Sie dessen heutige Version zitieren.
    [ https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Beuth_(Ministerialbeamter) ]
    Der Verweis auf die “ Deutsche TischGesellschaft “ ist dort der einzige Hinweis auf Beuth’s antisemitische Aussagen.
    In wie weit daraus auf eine antiSemitische Einstellung zu schließen ist, bleibt offen.

    Über die “ Deutsche TischGesellschaft “ vermeldet wikiPedia
    [ https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Tischgesellschaft ]
    ### Der Verein gründete sich im Rahmen der Reformbestrebungen in Preußen. ###
    ### […] bestand im Wesentlichen während des Jahres 1811, doch sind auch aus späteren Jahren Zeugnisse überliefert, die ein Weiterbestehen einer Tischgesellschaft dieses Namens belegen. ###
    ### Die Deutsche Tischgesellschaft wird, verglichen mit anderen Vereinen im Berlin ihrer Zeit, als zugleich „exklusiver und offener“ beschrieben. ###
    ### Antifranzösischer Patriotismus und Antisemitismus waren gemeinsame Grundhaltungen, obwohl nicht allen Mitgliedern dauerhaft eigen. ###

    Von den ### 86 namentlich bekannten Mitgliedern ### wird ein einziger genannt, der eine Rede gehalten habe, die als ### strikt antisemitisch ### bezeichnet wird.
    Ferner 2 TischReden, die zwar antiSemitisch klangen, doch ### der Form nach satirische Texte ### seien.
    Ob Clemens Brentano und Achim von Arnim sie tatsächlich antiSemitisch oder aber satirisch gemeint haben ?
    WikiPedia wertet Arnims Rede als ### eindeutig antisemitischen Text ###
    und begründet das damit, daß Arnim sich ### zahlreicher Gemeinplätze der antisemitischen Literatur bedient ### habe.
    Doch gerade das scheint mir für die satirische Absicht zu sprechen.
    Aber vielleicht „müssen“ nun auch alle GedenkTafeln für Clemens Brentano und Achim von Arnim schleunigst entsorgt werden.

    Über Beuth jedenfalls geht daraus nichts hervor,
    was auf eine ernsthafte oder/und lang andauernde antiSemitische Haltung schließen ließe.
    geschweige denn auf entsprechende Taten.

    Somit sprach damals nichts dagegen, daß der Rat Beuth’s Verdienste um BerufsSchulen, Gewerbe und Industrie durch eine GedenkTafel würdigte.

    Hinweise auf massiven AntiSemitismus müssen nun wohl erst kürzlich aufgetaucht sein.
    Auf die ### Forschungsergebnisse des Prof. Achim Bühl ### bin auch ich gespannt.
    Wann werden sie veröffentlicht ?
    Wo sind sie zu finden ?

     
  47. 7. ???

    @4. Guenther Hoffmann

    Ja, Sie haben leider Recht…………

    Es gab und gibt immer Diskussionen über Joseph Beuys, jetzt eigentlich schon Marke Joseph Beuys.

    Auch eine Veröffentlichung vom 17.05.2013, „Das ist völkische Diktion in Reinkultur“ gibt wieder einen kleinen Einblick zu dem eigentlichen Menschen Joseph Beuys.

    Er und seine Umwelt haben es eben verstanden, sich durch den Umstand „Kunst“, zu tarnen.

     
  48. 6. Niederrheinstier

    Mmuuuuhh, war im Jahre 2009 oder so nicht auch einmal im Gespräch, die Hochschule Rheiner Skandal, nee, sorry, muß natürlich Rhein-Waal heißen, Beuth-Hochschule zu nennen, mmmuuuuh? Im Nachhinein ist Berlin mit der TFH da wohl Kleve mal wieder zuvorgekommen, mmuuuuh!? Glück gehabt, mmuuuuh, niederrheinische Langsamkeit hat doch Vorteile, mmuuuuh! Nur nix überstürzen, mmuuuuh …

     
  49. 5. Guenther Hoffmann

    Wenn da an der historischen Oberfläche der Vorbilder für das „neue“ Deutschland gekratzt wird findet sich u.U. sicher noch das ein oder andere faule Ei.

     
  50. 4. Dietmar Shields

    Oh man das nennt sich wohl städtisches Fettnäpfchen.
    Eine kleine Google Suche hätten den Damen und Herren der Verwaltung und des Rates 2015 schon geholfen antisemitische Hintergründe bei Beuth zu vermuten.

    Zitat:
    Beuth war Sohn eines Arztes. 1798 begann er an der Universität Halle ein Studium der Rechts- und der Kameralwissenschaften. Seit 1799 war er Mitglied des Corps Guestphalia Halle.

    1801 trat er in den preußischen Staatsdienst, wurde 1806 Assessor in Bayreuth, 1809 Regierungsrat in Potsdam und 1810 Geheimer Obersteuerrat im Finanzministerium zu Berlin. In dieser Position war er als Mitglied der Kommission für die Steuerreform und die Reform des Gewerbewesens im Büro des Staatskanzlers Karl August von Hardenberg an der Ausarbeitung entsprechender Gesetzesvorlagen beteiligt. 1813/14 nahm er im Lützowschen Freikorps an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

    Beuth war Mitglied der 1811 gegründeten Deutschen Tischgesellschaft. Entsprechend der dort gepflegten antisemitischen Grundhaltung sprach auch er sich gegen die rechtliche Gleichstellung der Juden aus……….

    Neue Gutachten bestätigen, was bereits seit 2015 bekannt war und für Diskussionen bundes weit sorgte: Beuth war extremer Antisemit. Dieses Wissen um Beuths judenfeindliche Einstellungen lässt ihn in einem ganz anderem Licht erscheinen.
    Bei Veranstaltung der „Beuth-Hochschule“ Berlin dieses Jahr, ehemals Technische Fachhochschule (TFH), diese war 2009 vor allem aus Imagegründen in Beuth-Hochschule umbenannt worden. Bei einer organisierten Informationsveranstaltung des Fachbereich Wirtschaft und Sozialwissenschaften referiert der Rassismusforscher Achim Bühl, selbst Professor an der Hochschule, über den „völkischen“, „rigide christlichen“ und „exterminatorischen“ Judenhass Beuths.
    Sein Fazit: Beuth zeigt „eine absolut beispiellose Schärfe“ des Judenhasses.

    Grundlage für diese Erkenntnisse ist eine verstörende Rede des preußischen Ministerialbeamten vor der Deutschen Tischgesellschaft im Jahr 1811. Darin setzt er Juden mit Schweinen gleich, sieht „das Verbluten manches Judenjungens“ bei der Beschneidung als „wünschenswerte Folge“ an und behauptet, Juden würden „Christenkindern das Blut abzapfen und es trinken“.

    Informationen sind zu finden unter, Wikipedia und der staatliche Beuth-Hochschule für Technik Berlin

     
  51. 3. otto

    Um der Sache gerecht zu werden, sollte man das Preußische Judenedikt von 1812 einmal nachlesen
    und sich über die „Christliche Deutsche Tischgesellschaft“ informieren, wahrlich kein Ruhmesblatt für
    das damalige Preussen, aus heutiger Sicht betrachtet.

     
  52. 2. Klaus

    Ich bin stolz auf Sonja Northing.
    Ist als nächster Joseph Beuys dran?

     
  53. 1. Der Laie

    Wo bestellt noch mal der Fachingenieur seine Din und Iso Unterlagen um Ausschreibungen entsprechend dem Stand der Technik zu verfassen, beim Beuth Verlag in Berlin.
    Wo stehen sich Wilhelm von Humboldt und Peter Beuth freundlich gegenüber, vor dem DIN Institut in Berlin.
    Wo wurde eine Fachhochschule für Technik nach ihm benannt, in Berlin.
    Jetzt sei die Gretchenfrage erlaubt,kennen alle Professoren die Biographie des Herrn Beuth nicht und unterrichten dennoch an einer Fachhochschule die seinen Namen trägt,oder hat hier an der selben Fachhochschule Herr Professor Bühl nur Angst das sein Lehrstuhl wegen brotloser Kunst gestrichen werden könnte.
    Warum aber Kleve vorschnell handelt kann ich nicht nachvollziehen, zumal man in Baden- Württemberg als anerkannter Nazi Scharfrichter sogar noch Ministerpräsident werden konnte.
    Da scheint es heute ja wohl opportun zu sein, 200 Jahre alte Kamellen auszugraben um als Wissenschaftler im Gespräch zu bleiben.