Forderte der Europa-Radschnellweg sein erstes Todesopfer?

rd | 25. September 2020, 16:47 | 52 Kommentare
Tückischer Rechtsschwenk vor der Uferböschung: Radschnellweg am Spoykanal
Parkplatzschonende Streckenführung: Erster Schwenk an der Wiesenstraße, zweiter vor dem Kanal. Der orangefarbene Pfeil zeigt, wo der 44-jährige Klever vermutlich verunglückte
Dieses Foto von Martin Fingerhut macht deutlich, wie die Stelle in der Dunkelheit aus der Sicht eines Radfahrers ausschaut.

Am Freitagmorgen um acht Uhr entdeckten Mitarbeiter der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK), die den Spoykanal reinigen sollten, an der Brücke, die das Gewässer überquert, eine männliche Leiche. Die Feuerwehr barg den Leichnam und auch ein Fahrrad. Die Polizei übernahm die Ermittlungen und stellte die Identität des Mannes fest – es handelte sich um einen 44 Jahre alten Klever, der gestern Abend nicht zu seiner Wohnung zurückkehrte. Eine Obduktion soll nun die eindeutige Todesursache klären.

Doch wer als Radfahrer die Situation an der Stelle kennt, gelangt zu einem schrecklichen Verdacht: War die Streckenführung des Europa-Radschnellwegs mitursächlich für den Tod des Mannes?

Streng genommen, beginnt die erst vor einem Jahr eröffnete Strecke, deren Bau insgesamt 6,5 Millionen Euro gekostet hat, nördlich der Gleise des Klever Bahnhofs. Bei der Querung der Wiesenstraße macht die Strecke dann einen Schlenker und verläuft – vermutlich, weil die Planer parkplatzschonend gedacht haben – südlich der ursprünglichen Trasse. Die Gleise sind an dieser Stelle (auf dem Parkplatz) allerdings schon längst demontiert. Unmittelbar vor den Spoykanal macht die Strecke dann wieder einen Schwenk zurück auf die Gleistrasse, um die ehemalige Eisenbahnbrücke als Überführung nutzen zu können. Einige Meter von dieser Kurve entfernt steht eine Straßenlaterne, die allerdings einen eher funzeligen Eindruck macht. Die Stelle selbst ist nicht beleuchtet.

Übersieht ein Radfahrer, möglicherweise mit hohem Tempo unterwegs, an dieser Stelle die überraschende Kurve, fährt er geradewegs die an dieser Stelle drei Meter breite Böschung hinunter, und wird von den ca. zwanzig Zentimeter überkragenden Spundwänden des Kanals zu Fall gebracht. So stellt sich nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei der Unfallverlauf dar, wobei noch nicht ersichtlich ist, welche Verkettung unglücklicher Umstände diesen Unfall so tragisch ausgehen ließ.

Die Merkwürdigkeiten des Streckenverlaufs gehen unmittelbar hinter der Brücke weiter, wo der Europa-Radschnellweg noch eine Kurve um das Lokal Red Waggon macht, bevor ab der Flurstraße ein bereits bestehender Weg genutzt wird und schließlich an der Spyckstraße wieder ein Schwenk auf die Südseite der Bahnstrecke vollzogen wird.

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52 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 52. Martin Fingerhut persönlich

    weitere Beobachtungen :

    1.)
    Die selben LichtVerhältnisse wie in #44. geschildert
    und durch das Foto oben dokumentiert
    fand ich zu diversen Abend- oder NachtZeiten vor.
    sogar am SonnTag um 02:30 in der Früh.
    Insbesondere war selbst dann noch die “BoxenGasse” hinter der EDEKA strahlend hell erleuchtet.
    Deshalb dürften solche – in die Irre ver-leitende – Bedingungen
    wohl im Prinzip jede Nacht und jeweils die ganze Nacht über bestehen.

    2.)
    Lotungen entlang der südlichen ( = zur HafenStraße hin ) Brüstung der ExBahnExKlappBrücke
    – also nahe der mutmaßlichen AbsturzStelle :
    In der Mitte ist das Wasser ca. 1,50m “tief”,
    zu den Rändern nimmt das ab bis auf ca. 1,20m.

    3.)
    Leitern, um aus dem Kanal an Land zu klimmen,
    gibt es an der östlichen ( = zum ParkPlatz ) SpundWand
    nur circa 20m von der mutmaßlichen AbsturzStelle entfernt
    sowohl südlich ( Richtung HafenStraße ) wie auch nördlich ( jenseits der Brücke ).

    Ist der fietser beim Absturz bewußtlos geworden ?

     
  2. 51. Martin Fingerhut persönlich

    @ 11., 50. Fußgängerin :
    ### Fahrtrichtungspfeil geradeaus in Richtung Böschung ###
    Sie haben Recht, daß der Pfeil leicht als RichtungsWeisung mißGedeutet werden kann.
    Dabei ist das Symbol aus fiets und den doppelten Pfeilen eigentlich als Warnung gedacht
    – für alle, die den fietsPad queren wollen :
    ” Vorsicht : sowohl von links wie auch von rechts können fietser heranRollen ! ”
    So kann ausgerechnet ein SicherheitsHinweis die Gefahr noch vergrößern.

     
  3. 50. Fußgängerin

    Wie schon unter 11. beschrieben, der Fahrtrichtungspfeil geradeaus in Richtung Böschung ……..

     
  4. 49. Nachdenker

    Mein Beileid den Angehörigen und Freunden des Verunglückten.

    @ 47. Friedrich Foerster: Vermutlich hätten schon ein paar weiße Linien auf dem Boden gereicht, die Radfahrer ordentlich durch die S-Kurve führen. Dazu noch eine Warnbake (rot/weiß) und schon ist die Gefahrenstelle entschärft. In Gegenrichtung nochmal rot/weiß an dem “Wendehammer”.

    Die Stelle hinten an der Mensa müsste auch dringend gesichert werden, da ist das Wasserbecken an den großen Stufen. Wer da vom Industriegebiet kommt kann schnell übersehen, dass es hinter der Mensa geradeaus steil runter geht und dort eine scharfe Kurve gefahren werden muss.

     
  5. 48. Fußgängerin

    @47. Friedrich Foerster

    Es gab und gibt auch Menschen, die dort angeln oder sich einfach niederlassen, um sich auszutauschen, sich auszuruhen, auch um zu schlafen, die eventuell auch vor dem Leben weglaufen, die neue Perspektiven suchen.

     
  6. 47. Friedrich Foerster

    Ein Mensch ist auf sehr tragische Weise ums Leben gekommen.

    Die Obduktion hat “keinerlei Erkenntnisse für ein Fremdverschulden erbracht”.
    Die Obduktion nicht.

    In-Augenschein-Nahmen durch Ortsbesichtigungen an der Unglücksstelle
    – bei Tageslicht und bei Dunkelheit –
    haben schon reichlich Erkenntnisse gebracht.
    Ob es sich hier um “Fremdverschulden” im rechtlichen Sinn handelt,
    sei es nun vorsätzlich – wohl kaum – oder grob fahrlässig oder fahrlässig,
    kann hier auch außen vor bleiben.

    Was aber auf jeden Fall zu verhindern sein muss,
    ist ein weiteres tragisches Unglück dieser Art!

    Eigentlich ist es doch eine Routine-Angelegenheit,
    dass die Polizei nach einem “Verkehrs-Unfall mit Personenschaden” überlegt,
    ob und wie ein solches Unglück in Zukunft verhindert werden kann.

    Lieber Ralf, ist Dir bekannt, ob das auch nach diesem tragischen Unglück geschieht?

    Wäre es nicht in jedem Fall sinnvoll,
    erst einmal ein Art Fangzaun mit reflektierendem Material
    an der Unglücks-Stelle anzubringen,
    um eine zweite derartige Tragödie zu verhindern?

     
  7. 46. Niederrheinstier

    @44 (MF persönlich)
    Mmuuuh, MF, ist das da auf Ihrem Foto der vielbesungene Highway to hell, mmuuuhACDC???
    Obwohl Radfahrende wegen dem schlecht ausgeleuchteten Wassergraben zwischendurch gar nicht so einfach dahin kommen können, wo es hell ist, mmuuuhistdieSpoygardieEinfahrtzurUnterwelt? Ist der verunglückte Radfahrer gar deshalb nicht dahin gekommen, mmuuuhaberdochhoffentlichindenRadfahrendenhimmel?

     
  8. 45. rd

    Die Polizei schreibt: Der am Freitagmorgen, 25.09.2020, im Spoykanal tot aufgefundene 44 Jahre alte Radfahrer ist ertrunken. Zu diesem Ergebnis kommt die gestern durchgeführt Obduktion. Darüber hinaus hat sie keinerlei Erkenntnisse für ein Fremdverschulden erbracht.

     
  9. 44. Martin Fingerhut persönlich

    im Dunkel eine besondere Tücke :
    Entlang des ParkPlatzes sind ein paar Abschnitte des fietsPads von Laternen gut beleuchtet,
    andere Stücke liegen im Schatten der Bäume,
    dennoch läßt sich dort schnurStracks durchFietsen.
    Noch aus wenigen Dutzend Metern Entfernung erscheint der Kanal wie ein weiterer solcher SchattenAbschnitt.
    Das verleitet zu dem Glauben, auch dort führe der fietsPad geradeAus weiter.
    Verschlimmert wird das durch die hell erleuchtete “BoxenGasse” hinter der EDEKA,
    die eine direkte FortSetzung des Weges hinter dem dunklen Abschnitt vorgaukelt.

     
  10. 43. fietser

    @41. Eine Leserin
    „Warum ist hier kein Zebrastreifen, Ampel, o.ä.?”

    Ein Fußgängerüberweg („Zebrastreifen”) hätte für Radfahrer keinen Vorteil, da an einem Fußgängerüberweg nur Fußgänger Vorrang haben.
    Und was ist Ihrer Meinung nach “o.ä.”?

     
  11. 42. rd

    @Eine Leserin Auch diese Stelle ist nicht glücklich geplant, da haben sie Recht

     
  12. 41. Eine Leserin

    Wie schon erwähnt und fast täglich erlebt, gibt es einige kritische Stellen rund um die Brücke.
    Die für mich aber kritischste Stelle für Radfahrer ist die Überquerung der Wiesenstraße (Anfang des Lila-Weges im Bild – der müsste hier eigentlich unterbrochen sein). Ich finde es irrsinnig von einem Europa-Radweg oder Schnellweg zu sprechen und überall große Pfeile hinzumalen und dann hat kurz vor Erreichen des Bahnhofs aus Richtung Nimwegen oder Weiterfahrt auf dem Radweg urplötzlich der Autoverkehr wieder Vorrang.
    Die Wiesenstraße macht seit Erneuerung dieses Bereichs vor dem Netto eine gefährliche Biegung, so dass die Radfahrer hier den Autoverkehr aus Richtung Kreisverkehr nur schwer abschätzen können. Warum ist hier kein Zebrastreifen, Ampel, o.ä.?
    Für mich zeigt sich an dieser Stelle mit am besten, wie wenig zu Ende gedacht das gesamte Radkonzept von Kleve ist.

     
  13. 40. Niederrheinstier

    Mmuuuh, warum hat Google eigentlich vor dem Red Waggon “Europaradbahn” auf das Pflaster statt auf die lila Umfahrung geschrieben, mmuuuhVermmuuuhtlichhabendiedasdasogarinSteingemeisselt? Genau dort steht doch eine Barriere und ein Schild, dass Radfahrer genau da nicht durchfahren dürfen, mmuuuhZweckentfremdung.
    Hoffentlich kollidiert nicht noch jemand wegen dieses Google-Bugs mit der Barriere, mmuuuhJemandklammertsichandieBarriere-aberdasFahrraddarunterfährtweiter!

     
  14. 39. jean-baptiste

    @38. rd “Informationen”
    Soviel Vertrauen in Sie habe ich allerdings auch schon vorher gehabt.

     
  15. 38. rd

    @j-b So werden wir es natürlich halten, sobald die entsprechenden Informationen vorliegen.

     
  16. 37. jean-baptiste

    @34. Journalistenaufgabe “Die Ursache liegt woanders”
    Hat ihre Wahrsagerin Sie informiert, oder was wissen Sie, was uns verborgen bleibt?
    @35. rd “Streckenführung”
    Es ist evident, dass hier wieder einmal wenig sicherheitsbewusst bei der Projektierung vorgegangen wurde.
    Sollte aber die Unfallursache im persönlichen Bereich zu suchen sein, finde ich, dass die Pietät für Opfer und Hinterbliebene gebietet, diesen Thread nicht zu kontinuieren.

     
  17. 36. Fußgängerin

    @35. rd

    Vielleicht gibt es einen Zusammenhang?
    An der anderen Böschung der Brücke wurden zwei Mahnlichter aufgestellt, mit einem Schreiben davor, in einer Sprache, die ich nicht verstehe, versehen mit 3 Herzen. Man sollte auf jeden Fall inne halten, auch wenn man die Worte nicht versteht, und auch nicht übersetzen kann.

     
  18. 35. rd

    @Journalistenaufgabe 1. Ist und bleibt es, welche Ursache auch immer sich herausstellen mag, eine wenig glückliche Streckenführung. 2. Recherchiere ich natürlich. 3. Die bisherigen Ergebnisse sind widersprüchlich. 4. Warte ich also ab, bis die Polizei abschließend was dazu sagt. 5. Weshalb ich mich wundere, dass Sie schon in der Lage sind, die genaue Ursache zu benennen.

     
  19. 34. Journalistenaufgabe

    Herrn Daute, sie sollten besser recherchieren. Der Unfall hatte nichts mit der Streckenführung zu tun. Auch war der Radfahrer nicht zu schnell unterwegs und auch nicht alkoholisiert. Die Ursache liegt woanders.

     
  20. 33. jean-baptiste

    @31. Niederrheinstier “rote Ampel”
    Wie wir Alle inzwischen gelesen haben, gibt es so manchen Blogger hier, den das Rote der Ampel nicht stört, sondern der das nach eigener (fehlender?) Einsicht entscheidet, ob er anhält, oderschlicht weiterfährt.
    Aber das mit dem holländischen Wort ist immer noch nicht bei Ihnen angekommen, er ist zwar bereits “de pijp uit ” gegangen, aber die uitvaart steht noch bevor.
    Mit Respekt vor dem Toten sollten wir dieses Wortgefecht aber jetzt beenden, traurig nenug, wenn man so zu seinem Ende kommt.

     
  21. 32. Lohengräm

    Vielleicht habe ich nicht ganz reichtig hingeguckt :

    Der gesamte Rechts-Links-Schwenk Wiesenstrasse-Brücke hat wahrscheinlich mit der Bahntrasse zu tun. Der Knick wo der Radfahrer in den Kanal stürzte aber wohl nicht.

    Man hätte den Radweg tatsächlich näher an der Trasse führen können und damit den Knick verhindern können.

    Das ist wahrscheinlich wirklich mit Rücksicht auf die Parkplätze unterblieben-> Ralf, Du hast recht.

    Die genauen Umstände müsste man aber mal beim Bauamt der Stadt Kleve erfragen.

     
  22. 31. Niederrheinstier

    @28 (Jean-B.)
    Mmuuuh, especially for yyooouuu: “Und wenn die Ampel für die Uitvaart “rot” gezeigt hätte, wäre das wohl besser, mmuuuhGlückimUnglück.” Das galt natürlich dem verunglückten Radfahrer, mmuuuhdannwürdedernochleben! Weil der dann ja eben nich seine “Uitvaart” hätte antreten können, mmuuuhklaro-außerbeiÜberfahrenderrotenAmpel.

     
  23. 30. jean-baptiste

    @29. LeClerc “Europa-Radbahn.”
    Dazu gibt es ein offizielles Video der Stadt Kleve. https://youtu.be/4rUsNwhQ26k
    Leider zeigt auch dieses Machwerk wieder einmal, dass man bei der Stadt nicht in der Lage ist, aus Fehlern zu lernen.
    Hat es doch schon einmal eine Stadt-Promotion auf CD gegeben, die wegen schwerer Fehler eingestampft werden musste, nachdem zigtausende CD’s fertig waren, ist anscheinend wieder keinem aufgefallen, dass der Sprachgebrauch nicht dem entspricht, der klevetypisch ist.
    Damals hatte man sich zurecht im Nachhinein darüber aufgeregt, dass das bekanntermassen phonetisch geschriebene
    permanent als Haus ausgesprochen wurde, heute sind es so Sachen wie anstatt , anstatt , und mischt man die Begriffe Pedelec und E-Bike und deren Aufladestationen lustig durcheinander.

    Allerdings, den Unterschied unter den elektrisch anetriebenen oder unterstützen Velos haben Sie, Monsieur Le Clerc, wohl verinnerlicht, in ihrem Shop
    https://www.e-leclerc.com/catalogue/nos-magasins/magasins-specialises/auto/deux-roues/velos-electriques/velos-electriques–le-plaisir-vert_a3cc187f-595a-4232-b72b-0e80c4da3790.detail ?
    erklären Sie’s ja richtig. VAE, VTT, VTC, faltbar, klassisch oder holländisch …

    Manchmal hilft einfach ein wenig surfen und googeln, aber davon hat man bei den hochvergüteten “Fachleuten”
    der Horschler Kommunikation , die das Video gemacht und vor Allem eingesprochen haben, wohl noch nichts gehört.

    Inkompetent bis dort hinaus wird in dem Video https://youtu.be/4rUsNwhQ26k alles durcheinandergemischt.

     
  24. 29. LeClerc

    @all: Nochmals, der immer wieder zitierte Radschnellweg ist keiner. Das Dingen heist Offiziell Europa-Radbahn und hat mit einem Radschnellweg nichts gemein außer das er nur von Radfahrern benutzt werden darf.
    Dieses “schnell” hat sich genauso eingebürgert wie das E-Bike statt Pedelec.
    Und JA die Ampeln sind eine Katastrophe. Die Erkennung beim Erst-pfosten gehört um 50m vorversetzt, die Software der Erkennung verbessert und an jedem Knoten mit Ampel oder STOP-Schild ein fest installierter Polizist der sofort Ahndet.

     
  25. 28. jean-baptiste

    23. Niederrheinstier ” Uitvaart ”
    Ich fürchte, Sie haben da das falsche Wort erwischt, seine eigene uitvaart macht man nur einmal mit, und davon merken Sie als stoffelijk overschot auch nichts mehr , und die uitvaart von Anderen isook geen pretje.

     
  26. 27. jean-baptiste

    @25. rd ” roten Ampel, ohne dass Leute die Straße queren”
    Also, ichweiss ja nicht, ob das heute modern geworden ist, Stoppschilder, Ampeln und sonstiges Gedriss als freundliche Empfehlung zu sehen, aber vielleicht sollte man nicht nur für einen Maskenverstoss 150 Euro kassieren, sondern auch für das missachten eines Stopplichts.
    Das sage ich nicht aus Rachsucht, sondern weil mein zugegebenermassen schon etwas längeres Leben inzwischen 2 Personen unabhängig voneinander Ihres vorzeitig beendet sahen, weil sie noch schnell vor der Bahn über den Bahnübergang huschen wollten, 3 Personen, weil sie Ampel oder Vorfahrtstrasse falsch einschätzten, sowie ein 7-jähriges Kind, weil es ohne auf den Verkehr zu achten, über die Strasse rennen wollte.
    Jeder ist frei, zu handeln, wie er will, aber wer wissentlich Verkehrsregeln grob missachtet, sei hiermit gewarnt.

     
  27. 26. Sven Schmitz

    @22 jean-baptiste
    Nein, das schnell bezeiht sich tatsächlich darauf, dass man auf dem radweg schneller von a nach b kommen soll.

     
  28. 25. rd

    @j-b Ich hatte die Perspektive der Radler eingenommen. Die werden in 9 von 10 Fällen bei Rot über die Straße fahren (wenn diese frei ist), und die Autofahrer warten dann vor einer roten Ampel, ohne dass Leute die Straße queren. Murks. Aber, richtig, eigentlich sollte es hier um den merkwürdigen Streckenverlauf gehen und nicht um kleine Fehler in einem Projekt, das (so finde ich) sehr begrüßenswert ist. Es sollte einfach noch mehr davon geben.

     
  29. 24. rainer

    @16. Der Haiku-Workshop ist eine Tür weiter

     
  30. 23. Niederrheinstier

    @19 (rd)
    Mmuuuh, eigentlich sollte das hier um den Unfall und nicht um die Ampeln gehen, mmuuuhRD-Nichtablenken!
    Und wenn die Ampel für die Uitvaart “rot” gezeigt hätte, wäre das wohl besser, mmuuuhGlückimUnglück.
    Immerhin ist das Verhalten der von rd angeprangerten Ampeln aber einigermaßen berechenbar, mmuuuhmindestens15Sekundenzulangsam. Ich gallopiere meist und je nach Windunterstützung so mit 30 bis 40 km/h auf die besagten Ampeln zu, bremse dann – wenn die Ampel nicht wegen Draisine(n) oder anderen Nutzern “grün” zeigt – kurz vor den Mastern mit den Bewegungsmeldern hart ab (wie der NIEderRheinStier-Express bei einem auf “Halt erwarten” stehenden Vorsignal, mmuuuhPZB) und mache dann solange Standversuche, bis die Ampel auf “rot-gelb” springt, mmuuuhdasistdasRestartkommando. Nach der Freigabe zum Restart versuche ich dann, so schnell wie möglich wieder meine Galoppgeschwindigkeit zu erreichen, mmuuuhBeschleunigung. Auf jeden Fall besser als ganz anzuhalten, mmuuuhWerrastetderrostet.

     
  31. 22. jean-baptiste

    @19. rd ” Ampeln ”
    Das gilt doch genauso für die Auto’s, oder meinten Sie das?

    @20. Sven Schmitz “Radschnellweg”
    Das “Schnellweg” war wohl nur der Tatsache geschuldet, dass es Subventionen nur für Schnellwege gab.
    Der Amsschimmel möchte auch respektiert werden.

     
  32. 21. Joseph Johann

    § 1 StVO gilt auch für Radfahrer.

     
  33. 20. Sven Schmitz

    @14
    Der Radschnellweg ist eben keine Bummelstrecke. Das schnell in Radschnellweg impliziert bereits, dass er dazu gedacht ist, Kleve-Kranenburg-(Nimwegen) möglichst schnell zu verbinden. Ein Mittelstreifen könnte abhilfe verschaffen, um Überholvorgänge geordneter ablaufen zu lassen. Bei den Ampeln gebe ich ihnen recht. Ich würde sie jedoch nicht zurückbauen sondern die reaktionszeit der Ampeln erhöhen. Dass man vor einer roten Ampel steht und niemand quert liegt meistens daran, dass der querende radfahrer schon längst über alle Berge ist.

     
  34. 19. rd

    Die Ampeln sind Murks. Fährt man mit normaler Geschwindigkeit, kommt man bei Rot an. Was soll das?

     
  35. 18. jean-baptiste

    @17. Escorial grün “Führt alles am Thema vorbei, da hier ein Mensch verstorben ist, finde ich”
    Da kann ich Ihnen nur voll und ganz zustimmen.
    Aber sowohl 16. Friedrich Foerster”vermeidbare Tragödie” als auch 14. Klever “Radschnellweg … Katastrophe” und auch ” gottver…ter Fahrradweg ” passen nicht zur aktuellen Tragödie.
    Angemessen ist es, erst einmal den Autopsiebericht abzuwarten, und ausserdem sollte einmal ein Gutachter auf die Schäden am Rad schauen.
    Danach kann man in Ruhe entscheiden, welche Massnahmen getroffen werden müssen. So lange sollte die Geschwindigkeit begrenzt werden, aber prinzipiell neige ich zur Sichtweise von 13.Lohengräm, verunglücken kann man überall. Das mit der geringen Tiefe mag zwar stimmen, aber eine eigenständige Rettung erscheint mir auch dabei schwierig.
    Was 14.Klever an den Ampeln stört, ist mir ein komplettes Rätsel, gilt etwa noch immer der (ironisch gemeinte) Spruch von Fahrlehrer “Lohengrin” Reintjes, Radfahrer kannste ruhig umfahren, die können sich ja anscheinend kein Auto leisten ?
    Alle Verkehrsteilnehmer müssen gepasste Vorsicht wahlten lassen, und können nicht auf Vorrang für sich pochen.

     
  36. 17. Escorial grün

    Führt alles am Thema vorbei, da hier ein Mensch verstorben ist, finde ich. Das Thema Europaradweg wurde doch schon an anderer Stelle ausgiebig besprochen oder? Es gibt in Kleve viele andere Stellen, die für Radfahrer viel gefährlicher sind. Trotzdem ist dieser Weg für mich überflüssig….

     
  37. 16. Friedrich Foerster

    Eine vermeidbare Tragödie,
    die schleunigst zur Folge haben sollte,
    nein, zur Folge haben muss,
    dass sie sich nicht wiederholen kann!

    Spätestens am Mointag,
    besser noch heute:
    Ortstermin –
    und wenigstens provisorisch handeln!

     
  38. 15. Lohengräm

    >6 Millionen Euro für einen gottverdammten Fahrradweg.

    Die vor Jahren auf Kosten der Stadt in das Naturschutzgebiet Düffel gewalzte Nordumgehung dürfte ein vielfaches pro Kilometer gekostet haben.

    Der Flughafen auch, aber das ist ein anderes Thema, hat aber auch mit Geld des Bürgers zu tun was ihm in der Tasche fehlt.

     
  39. 14. Klever

    Der Radschnellweg ist eine Katastrophe. Nahezu jedes mal werde ich von Gruppen von Niederländern überholt, die mit ihren Rennrädern unterwegs sind und aus dem Radweg eine Rennstrecke machen.

    Aber am schlimmsten sind die neuen Ampeln am Forstgarten und bei den Stadtwerken, die bei jeder Bewegung reagieren und für Autofahrer auf Rot schalten. So kommt es andauernd vor, dass die Autos anhalten müssen obwohl niemand die Straße überquert. Oftmals ist es nur ein Fußgänger der noch weit entfernt ist, oder die Ampel hat auf die Bewegung eines Tieres oder umherwirbelnde Blätter reagiert.

    Hier ist ein Rückbau längst überfällig und ich kann nur hoffen, dass unser zukünftiger Bürgermeister nicht mehr solche grünen Schnapsideen verfolgt und endlich mal für wirtschaftlichen Aufschwung sorgt. Mehr Geld in der Tasche eines jeden Bürgers ist nämlich viel mehr wert als 6 Millionen Euro für einen gottverdammten Fahrradweg.

     
  40. 13. Lohengräm

    @10

    Das sehe ich nicht so ganz, der Weg ist meines Erachtens nach sicher. Die Geschwindigkeit udn Fahrweise (Beleuchtung) muss eben nur der Situation und Verkehrslage angepasst werden, so wie das an vielen anderen Stellen überall in Deutschland auch der Fall ist. Das gilt auch für Fahrradfahrer.

    Von der Emmericher Rheinbrücke oder der Schleusenbrücke Wardhausen kann ich auch runterfallen wenn ich bei Dunkelheit nicht genug achtgebe, – ausdrücklich OHNE hier dem Opfer vorverurteilend einen Fehler unterstellen zu wollen.

    Wie es genau zu dem Unfall kommen konnte , werden die Untersuchungen der Behörden ergeben, denke ich.

    Wobei mich die Tiefe des Spoykanals an dieser Stelle interesieren würde. Tiefer als ca. 1,70m kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

     
  41. 12. LeClerc

    Da wir ja hier schon am Berichtigen und Meckern sind. Der Radschnellweg ist keiner, sondern nur ein Radweg, @rd da gibt es gravierende Unterschiede. Wenn es genau an dieser Stelle zu einem Unfall gekommen ist, sollte man aber wirklich etwas aus der Sache lernen. Ich hab mir nur mal vorgestellt man führe dort ihrem lilafarbenem Weg nach und würde unerwartet gekreuzt, ab die Böschung runter, Sturz über den Stahlrand und vor lauter Schreck im Kanal einatmend…einfach nur Schrecklich! Auch mein aufrichtiges Beileid den Hinterbliebenen. 🙁

     
  42. 11. Fußgängerin

    Vielleicht könnte auch der geradeauszeigende Fahrtrichtungspfeil in Richtung Böschung, in eine tückische Falle führen?

     
  43. 10. Niederrheinstier

    Mmuuuh, droht nun eigentlich Herrn R.-Aua, der vermmuuuhtlich die Fein(d)planung dieser brandgefährlichen Ecke letztendlich zu verantworten hat, die (Ver-) Haftung wegen fahr(rad)lässiger Körperverletzung (mit ganz übler Folge), mmuuuhGerätderjetztindenFokusderJustiz?

     
  44. 9. Niederrheinstier

    Mmuuuh, von der Wiesenstraße kommend (warum heißt die eigentlich noch so – da gibt es doch fast nur noch asphaltierte und gepflasterte Park- und Straßenflächen neben, mmuuuhFragezeichen?) müssen die Radler kurz vor der Eisenbahnbrücke zusätzlich auch immer darauf achten, dass sie nicht von kreuzenden Autofahrern abgeräumt werden, mmuuuhsonstplatt. Und direkt hinter der Brücke drohen Abräumvorgänge von Edeka-Leuten, die den überdachten (aber betreffend seiner Zufahrt nicht überr- bzw. durchdachten, mmuuuhNixDenksport) Parkplatz parallel zum Draisinenbahnhof ansteuern, mmuuuhVermmuuuhtlichwardieBrückedahermaleineHupbrücke. Und zum Abschluss drohen dann noch USK- und Hochschulfahrzeuge sowie ein kreuzender Pleustozythenpanzer, mmuuuhMehrSchutzfürdieRadler! Da wird es schon ganz schön schwer, zusätzlich auf die kreuzenden Gäste und Servicekräfte des Red Waggons zu achten, mmuuuhAuweh,dakipteinGlasmitköstlicherMilchvomTablett!

     
  45. 8. Fußgängerin

    Aktuell:

    Heute, 21:35 Uhr, wieder an dieser Stelle, kamen zwei Radfahrer ohne Beleuchtung und hätten fast einen Mann mit Hund gerammt!

     
  46. 7. Lohengräm

    Nachtag: Die Brücke ist zeigleisig ausgelegt, deshalb darf Sie wahrscheinlich vom Radschnellweg mitgenutzt werden.

    Über die genaue rechtliche Einordnung und Nutzung der eigentlich verkehrlich als Eisenbahnüberführung eingeordneten Brücke bin ich nicht im Bilde, (Bauunterhaltung nach wie vor DB Netz oder Kommune?) aber auch da kann Dir der technische Beigeordnete sicher Auskunft geben.

     
  47. 6. Lohengräm

    @rd

    Warum er wechselt weiss ich auch nicht, das kann aber mit der Brücke zu tun haben, da dort der Radweg links (Richtung Nijmegen gesehen) verlaufen muss. Rechts liegt ja das Gleis.

    Genauers würde Dir aber die Stadt auf Anfrage beantworten müssen.

     
  48. 5. Chewgum

    Auf jeden Fall muss da jetzt ein Zaun hin.

     
  49. 4. rd

    @Lohengräm Der Weg wechselt ja von der einen auf die andere Seite der Trasse. Idealerweise würde er sich in einer geraden Linie auf die Brücke zulaufen, oder? (Die dann steht genommen auch nicht benutzt werden dürfte.)

     
  50. 3. Lohengräm

    Rechtlich darf der Radschnellweg (auch in diesem Bereich) nicht auf der Gleistrasse liegen. Daher der “komische” Verlauf.

    Denn (rd, auch Dir habs ich schon öfter gesagt :- ) ) die Fläche ist nach wie vor als Eisenbahnstrecke ausgewiesen und darf verkehrlich nicht zweckentfremdet werden !

    Die Demontage der Gleise und die Planierung hat die DB Netz ausnahmsweise(!) (mir trotzdem schleierhaft warum) zugelassen unter der Bedingung dass die Stadt Kleve im Fall der (auch möglicherweise angeordneten) Wiederinbetriebnahme den ursprünglichen Gleiskörper inklusice Wegübergangssicherung Wiesenstrasse auf eigene Kosten wiederherstellt.

    Da kann man mal sehen wie schnell so scheinbar von der Stadt Kleve geschaffene Fakten selbst einen erfahrenen Journalisten und Kleveblog-Redakteur über die wahren Begebeneheiten blenden können. Das finde ich von journalistischen Standpunkt fast erschreckend, Ralf. Über diese Situation müsstest Du im Bilde sein!

    Damit möchte ich den furchtbaren Vorfall keinesfalls bagatellisieren. Das ist schlimm und ich wünschte man hätte den Unfall verhindern können.

    Aber nochmal: Die Fläche wo das Gleis lag ist nach wie vor Bahnfläche!

     
  51. 2. Hackebreit

    Very tricky (and dangerous) path and junction design for cyclists. And mind the many traffic posts there.

     
  52. 1. Fußgängerin

    Es ist eine traurige Katastrophe!
    Mein aufrichtiges Beileid für die Hinterbliebenen!

    Leider kam es in letzter Zeit genau in diesem Bereich, immer wieder zu bedenklichen Zwischenfällen, wenn sich Radfahrer, Motorroller, Skater, und Fußgänger, auch mit Kinderwagen oder Hund, von verschiedenen Richtungen kommend, zeitgleich in die Quere kamen.