Eine kleine Einbruchsgeschichte

rd | 18. Januar 2010, 09:53 | 27 Kommentare

Seit einigen Wochen häufen sich Einbrüche im Stadtgebiet. Normalerweise verbleiben derlei Delikte in der persönlichen Wahrnehmung auf dem Niveau der Polizeimeldungen über abgetretene Außenspiegel, bis man plötzlich jemanden kennt, dem das Unheil persönlich widerfahren ist. Dann aber beginnt das große Staunen.

So erlebte ein Mitspieler meiner Basketballmannschaft, dass am Montag Abend in seine Arztpraxis eingebrochen wurde. Die beiden Täter lösten dabei einen Alarm aus, Sicherheitsdienst und Polizei rückten an, die Flucht der beiden Männer endete auf der Triftstraße. Die Beute, ca. 160 Euro Bargeld, fand sich nahezu komplett bei einem der Festgenommenen – so gesehen also nichts Spektakuläres. Täter gefasst, Beute wieder da, was bleibt, sind erhebliche Schäden an Fenstern und Türen. Allerdings handelte es sich bei einem der beiden Einbrecher um einen wegen solcher Delikte bereits polizeibekannten und auch vorbestraften Angehörigen einer bekannten Familie aus Kalkar. Dennoch verbrachten die zwei Täter – beide 18 Jahre alt – nur eine Nacht in Polizeigewahrsam und wurden dann auf freien Fuß gesetzt. Schon hier mag man verblüfft sein, aber es kommt noch besser.

Tags darauf verließ der Arzt abends seine Praxis und sah, wie ein Mann mit Taschenlampe in die Sträuchern vor dem Gebäude leuchtete. Es entspann sich ein denkwürdiger Dialog:

– “Entschuldigung, darf ich Sie fragen, was Sie dort machen?”

– “Ich suche was…”

– “Kann ich vielleicht beim Suchen helfen?”

– “Das mit dem Einbruch gestern – das war ich.”

Einen der beiden Täter hatte der erste Weg nach der Freilassung offenbar geradewegs zum Tatort zurückgeführt. Dort wollte er sich nun vermutlich das wiederholen, was er am Abend zuvor auf der Flucht verloren hatte – sein Einbruchswerkszeug. Mein Freund erteilte dem Mann Haus- und Platzverbot, woraufhin dieser zu einem Kumpel oder Komplizen, der in der Nähe wartete, in dessen neuen Audi A6 (!) stieg und den Ort des Geschehens verließ. Ein Anruf des Einruchsopfers bei der Polizei erbrachte die beruhigende Auskunft, dass er sich richtig verhalten habe. Falls der Einbrecher sich noch einmal blicken ließe, würde man auch ausrücken. (Ist natürlich auch eine tolle Motivation für Polizisten, Leute auf frischer Tat zu ertappen und dann am nächsten Tag gleich wieder herausspazieren lassen zu müssen – und dann noch solche Anrufe zu erhalten.)

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27 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 27. Beobachter

    Den Film “Zivilcourage” gesehen? SO läuft das ab bei uns (auf jeden Fall in DU-Marxloh)!

     
  2. 26. Beobachter

    Genau, ich las da am Wochenende in der Royal Press, dass es in Afghanistan so genannte “Dorffeldjäger” gibt. Das sind deutsche Soldaten, die einen engen Kontakt zu den jeweiligen Dorfältesten unterhalten. Vielleicht sollten wir das auch einführen und so diesen Familien usnere Ehre erweisen und einen Tribut zollen … Wir haben sie doch alle lieb und wollen sie doch in unsere Gesellschaft integrieren …

     
  3. 25. Kalkarer

    Die Familie (…) hat in Kalkar und Umgebung einen solch schlechten Ruf! Viele von ihnen sind vorbestraft. Da sollte sich auch mal der Kalkarer Bürgermeister drum kümmern und die Oberhaupte dieser Familie aufsuchen!

     
  4. 24. Beobachter

    KORREKT Filzlaus, so ist es und nicht anders!!!

    Da können sich die “Grünen” noch so sehr mühen und immer wieder dieselben Leute aufgreifen: so lange unsere Knäste so überfüllt sind und so viel kosten, da sie zum Teil einem Hotelbetrieb gleichen, werden solche Kriminellen auch weiterhin jedes Mal wieder laufen gelassen (werden müssen). Selbst wenn der Staatsanwalt die Typen dem Richter vorführen läßt, muss er die nicht einbuchten – und kann´s halt vielfach nicht, weil die Knäste eben voll sind. Da fällt das Gesindel halt hinten über und kann weiter machen, denn wenn die Strafe nicht auf dem Fuße folgt, wie sollen sie´s lernen – sind ´halt nicht die Klügsten, wie deren Verhalten zeigt. Und dummdreist und kackdreist noch dazu!

     
  5. 23. Filzlaus

    @egalnormalo
    Das ist aber harter Tobak, den Sie da schreiben. Wollen Sie hier Polizeibeamte animieren an dieser Diskussion teilzunehmen, indem Sie sie herausfordern ?
    Herr des Verfahrens ist die zuständige Staatsanwaltschaft. Diese entscheidet immer noch, ob Verdächtige einer Straftat einem Richter zugeführt werden. Ich denke schon, dass Polizeibeamte privat und dienstlich trennen können und vor niemanden Angst haben brauchen in unserem Rechtsstaat, Respekt sollte man aber vor jedem Menschen haben. Zugegebenrmaßen halte ich die Entlassung der beiden Einbrecher auch für äußerst problematisch, aber man kann ja wirklich mal beim Pressesprecher der Staatsanwaltschaft anfragen.

     
  6. 22. Bernd Derksen

    egalonormalo schrieb:
    >”Dieses im o.g. Artikel geschilderte Problem wird in Kleve, bzw. in Deutschland leider immer mehr unter den Teppich gekehrt, was wiederum bedeutet das es doch ein Thema höchster Brisanz zu sein scheint.”

    Ja, dies ist oft auch mein Eindruck.

    Ein Grund für das “Verharmlosen” (auch in den Medien) ist das beständige Drohen der “Nazi-Keule”. Wenn z.B. Speedy Vergleiche zum 30.1.1933 formuliert, so finde ich dies primär peinlich und lächerlich. Die meisten Menschen lassen sich aber davon aber einschüchtern und trauen sich bei bestimmten Themen nicht ihre Meinung öffentlich zu äußern.

    Ich unterstelle etlichen der “Mundtotmacher”, dass sie sehr wohl wissen, dass sie mit den Grundlagen der Diskussionskultur auch die der Demokratie gefährden und letztlich ein autoritäres Staatsverständnis haben. So sehr sie auch glauben, sich für “Gutes” einzusetzen…

    Auch wenn ich (natürlich, da eigenständig denkende Menschen eigene Meinungen bilden) einige Ansichten von Willi Heuvens kritisiere, so könnten sich doch einige der hier Schreibenden ein wenig Zivilcourage bei ihm abschauen.

    Bereitschaft zum Opportunismus ist mittlerweile DAS entscheidende Kriterium bei der “Auswahl” unseres politischen “Führungspersonals”. Wenn Stromlinienförmigkeit auch sonst zum Leitmotiv wird, wäre es fatal für eine demokratische Gesellschaft. Oder darf man sich nur noch anonym “angreifbar” machen?

    Zum Thema:
    Nach meinen Eindrücken und Gesprächen wirkt unser Justizsystem mit seinen Konsequenzen auf viele Täter in einigen Bereichen nicht (mehr) ausreichend abschreckend.
    So sehr ich auch das dahinterstehende positive Menschenbild und das Ziel der Reintegration begrüße. Aber die Überprüfung des Wirkens in der Realität darf nicht vernachlässigt werden. Dies ist bedeutsamer als das gute Gewissen, Tätern nicht allzuviele mögliche Chancen im späteren Leben zu verbauen. Denn Politik und Justiz tragen auch Verantwortung gegenüber zukünftigen Opfern.

    Wenn ich an Äußerungen von Straftätern denke, so glaube ich, dass sich letztlich der Gesetzgeber Gedanken zur Fortentwicklung des Sanktionssystems machen sollte. Ich bezweifele derzeit auch den heutigen Sinn der üblichen Gewährung von Jugendstrafrecht für junge Erwachsene.

     
  7. 21. Meiner Einer

    @RumsdieKuh4Ever

    Auch wenn ich als Mitarbeiter einer Immobilienverwaltung naturgemäß mehr auf der Eigentümerseite zu finden bin. Schwarze Schafe gibt es überall.

    Was ist mit meinem Beispiel (aus 01/2010 übrigens) zeigen wollte, ist die Sinnlosigkeit der gefällten Urteile. Da wird der insolvente Mieter zur Zahlung einer Geldstrafe an die Staatskasse verurteilt, ersatzweise Ordnungshaft. Dem Geschädigten ist in diesem Fall gar nicht geholfen. Super.

    Das ist, als wenn man TB für´s schlechte “Regieren” mit der Anwesenheitspflicht bei den nächsten zehn Schützenfesten und Kirmeseröffnungen bestrafen würde. 🙂

     
  8. 20. Realist

    “Die Jugend ist ein scharfes Schwert”
    aus: “Die drei Ringe” von Ernst Wiechert

     
  9. 19. Wim Heuvens

    Also, …. in Frankreich ist es anders (wenn es denn so ist, wie egalonormalo schildert), in der DDR war es auch anders.

     
  10. 18. egalonormalo

    Also es ist doch hinreichend bekannt das die Ordnungshüter in Kleve sehr großen Respekt vor einem gewissen Klientel in Kleve haben. Aber bestimmt ist das überall in Deutschland so. Da sich bestimmte “Mitbürger” mit regelmäßiger häufigkeit doch über die bestehenden Gesetzt des Deutschen Staates hinwegsetzen und sie mit Füßen treten bleibt da nicht aus.
    Den Ordnungshütern kann man indes keinen Vorwurf machen, da diese ja nach Schichtende auch ein Privatleben in Kleve genießen und vielleicht auch eine Familie haben die sie versuchen zu schützen, in dem sie nicht so durchgreifen wie es vielleicht von nöten wäre. Man stelle sich vor ein Auto voller potenzieller Kleinkrimineller würde jeden Tag vor dem Kinderkarten des Sprösslings parken oder der Ehefrau beim einkaufen nachstellen. Das wäre für mich Grund genug mich möglichst wenig um solche scherereien zu kümmern. Da die meisten dieser Kleinkriminellen vor garnicht zurückschrecken kann ich persönlich die Ordnungshüter voll und ganz verstehen.
    Dieses im o.g. Artikel geschilderte Problem wird in Kleve, bzw. in Deutschland leider immer mehr unter den Teppich gekehrt, was wiederum bedeutet das es doch ein Thema höchster Brisanz zu sein scheint.

     
  11. 17. RumsdieKuh4Ever

    @MeinerEiner

    Apropos Mieter und Vermieter:

    Ich habe ein anderes Beispiel, welches unlängst vor dem AG Kleve landete.

    Der Mieter zieht aus der Wohnung aus. Die Wohnung wird mängelfrei dh. renoviert übergeben.

    Die NK Abrechnungen für 2006 und 2007 ergaben ein Guthaben zugunsten des Mieters von etwa 1000€.

    Dieser Betrag wird beim Kölner Vermieter geltend gemacht. Der reagiert mit einer wüsten Schimpfkanonade, Verdächtigungen, Forderung von Schadensersatz, Unterstellungen und übler Nachrede.

    Er ruft sogar mehrfach beim RA des Mieters an und versucht diesen zur Niederlegung des Mandates zu überreden, was jedoch aus nachvollziehbaren Gründen ablehnt.

    Nachfolgend wird ein Mahnbescheid (2008) erlassen, gegen den der Vermieter Einspruch einlegt.

    Sein RA lässt im Schriftsatz an das AG wissen, dass die Behauptungen des Mieters haltlos seien und der Vermieter selbstverständlich das Guthaben jeweils korrekt, heißt zeitnah, auf das Konto des Mieters überwiesen hat und dieses vom Mieter nicht bestritten werden wird.

    In der nachfolgenden Verhandlung (November 2009) stellt sich durch einen einfachen Kontenabgleich heraus, dass der Vermieter nichts überwiesen hat, die Abrechnung 2007 zudem durch die Hinzurechnung von “Nutzungswechselkosten/Kosten für Zwischenblasung” fehlerhaft ist und wird zur Nachzahlung + Zinsen + Gebühren verurteilt.

    Das Urteil ist rechtskräftig, jedoch zahlt der Vermieter nicht. Dem Mieter bleibt nunmehr nichts anderes übrig, die Vollstreckung zu betreiben…… 🙂

     
  12. 16. GWD

    @Billy Idol:

    Von radikalem Wegsperren habe ich nichts geschrieben. Es gibt auch andere Maßnahmen, die einer Strafe gleichkommen und dennoch geeignet sind, gerade jungendlichen Straftätern eine bessere Einsicht zu vermitteln. Nichts zu tun, nur zu stöhnen und Jungen Menschen alles nachzusehen, ist meiner Meinung nach falsch. Ihnen womöglich auch noch über Einbrüche Erfolgserlebnisse zu verschaffen, halte ich für verheerend.

    @ Wim Heuvens:
    Strafe alleine wirkt nicht, heute oft noch nicht einmal mehr zur Abschreckung. Es ist zudem sehr wichtig, dass die Einsicht gearde bei jungen Einbrechern eine Chance hat, durch die Einbrüche etwas falsch gemacht zu haben, was andere Menschen tief verletzt, und dies oft nicht nur materiell.

     
  13. 15. Wim Heuvens

    Was du nicht willst das man dir tut … das füg auch keinem andern zu.
    Gesunder Menschenverstand.

     
  14. 14. yippieh_ya_yeah_Schweinebacke

    Die heutige Gesellschaft bietet jedem ausreichend Möglichkeiten, sein Leben auf Pump zu finanzieren. Wann der große Knall kommt, ist dann nur noch abhängig von der Höhe des Schuldenberges in Relation zum eigenen Einkommen (falls vorhanden). Dazu kommt noch eine Priese Skrupel, Einsicht und Schuldgefühle (auch falls vorhanden).
    Herr Zwegat von RTL veranschaulicht uns das doch immer wieder wunderbar.

    Und für Einige liegt das (benötigte) Geld doch auf der Straße, bzw. hinter Türen und Fenstern, die man nur noch öffnen/aufbrechen muss…

     
  15. 13. Meiner Einer

    @ Killerplautze:

    In so einem Fall ist der erwirkte Titel nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben steht. Kurzes reales Beispiel: Mieter zahlt Miete nicht, also Anzeige durch uns wegen Betruges. Abgabe Eidesstattliche Versicherung, Privatinsolvenz. In der Regel wird so ein Verfahren wegen fehlendem öffentlichen Interesse eingestellt. Diesmal aber nicht, habe mich schon gewundert. Aber was passiert? Der gute Mieter wird zu einer Geldstrafe verknackt. Oh Mann.

    @ WH:

    Ich glaube schon, dass die Möglichkeiten der vorhandenen Strafen ausreichend ist, wenn man sie denn nur entsprechend anwenden würde. Ich bin sicherlich auch gegen den Abenteuer-Selbstfindungs-Motivation-Das-tue-ich-nie-mehr-wieder-Urlaub für z. B. junge Straftäter, aber Ihre Forderungen, lieber WH, sind doch ein bißchen albern. Bin mal gespannt, wann Sie das Auspeitschen und Hand-Abhacken fordern….

    @ afrika

    Manche haben das System eben verstanden, auch wenn es vielleicht nicht zu einem Schulabschluss oder Ausbildung gereicht hat.

     
  16. 12. obi

    In diesem unserem Land versenken Bänker, Manager, Politiker (und auch Bürgermeister) Unsummen von Geld ohne persönliche Konsequenzen tragen zu müssen. Wie soll ein Polizeibeamter da noch motiviert sein bei diesen jugendlichen Schwachköpfen für Recht und Ordnung zu sorgen?

     
  17. 11. afrika

    Mit dem Auto kann man ja mal ne Logikkette aufbauen….

    A6 mit 18 –> Leasingvertrag
    Hartz 4 mit 21 i.V.m. Privatinsolvenz und Antrag auf Restschuldbefreiung
    mit 28 Schuldenfrei und immer noch Hartz 4….

    to be continued…

     
  18. 10. Killerplautze

    Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch. (Brecht)

    @Speedy

    Es denkt der Mensch, es wiehert das Pferd, beim Heuvens ist es umgekehrt!

    @Worthülsenverbreiter

    Wohl in der besagten Bretter-Schule nicht aufgepasst, wa? Als das Thema drankam, haste wohl heimlich unterm Tisch einen Leserbrief an die Royal Press geschrieben.

    Der Geschädigte kann den Schaden titulieren lassen und den Täter notfalls 30 Jahre lang finanziell an den Ohren ziehen, wenn es die Versicherung es nicht bereits macht.

    Was den Rest deines Schwachfug-Postings betrifft – es bestätigt nur, was man sich in Kleve und Schneppenbaum so über Dich erzählt.

     
  19. 9. speedy

    …. ich war immer der Meinung, der 30.01.1933 wäre Geschichte.

    “Es irrt der Mensch solang es lebt.”

    … steht es in Goethe’s Faust geschrieben.

    Bis neulich

     
  20. 8. Billy Idol

    ACHTUNG! Alle aus dem Weg! Herr Heuvens überholt neuerdings rechts!
    Und macht auch vor sehr jungen Erwachsenen (was anderes bedeutet 18 Jahre ja nicht) nicht halt!

     
  21. 7. RumsdieKuh4Ever

    Hallo Ralf,

    es ist ja bereits der relativ lange Zeitraum zwischen der Tat und der Anklageerhebung/Urteil angesprochen worden.

    Sei doch bitte mal so nett und recheriere bei der StA und bei Gericht, woran das liegt und poste das Ergebnis.

    Danke schön.

     
  22. 6. Wim Heuvens

    Der Gesetzgeber ist verantwortlich, allein dieser.
    Die Strafen bräuchten keinesfalls verlängert werden, es reicht, wenn man diese Leute, die keinerlei Rücksicht auf Leben und Eigentum nehmen, 14 Stunden täglich hart arbeiten ließe, kein TV, keinen Sport in der JVA und nach der Entlassung Wiedergutmachung des Schadens /wenn möglich/, auch über Jahrzehnte.

     
  23. 5. yippieh_ya_yeah_Schweinebacke

    @Billy Idol
    Ach Billy Idol!

     
  24. 4. ralf.daute

    @ Billy Idol: ist im Text nachgetragen

     
  25. 3. Billy Idol

    Ach Leute! Das Alter der beiden “Täter” wäre doch erst mal wichtig! Oder direkt wegsperren, GW?

     
  26. 2. GWD

    Diese Geschichte ist mehr als nur eine kleine Einbruchsgeschichte: sie beschreibt einen handfesten Skandal, der sich täglich in Deutschland und nicht nur, aber eben auch in Kleve ereignet. Die Ohnmacht bzw. Kapitulation von Justiz, Polizei und sonstigen Sicherheitskräften im Kampf gegen die Kriminalität wird an diesem Fall trefflich beschrieben. Und man muß sich in der Tat wundern, dass es überhaupt noch motivierte Polizisten gibt, die derartiges viel zu oft erleben.

    Sicherlich, ein gerichtliches Nachspiel wird es für die gefassten Einbrecher zwar geben, aber wann und mit welchem Ergebnis? Warum nicht sofort, also unmittelbar (z.B. innerhalb von 48 Stunden) nach der Tat mit einer sofort folgenden Strafe (im Rahmen des Rechtsstaates!), die auf solche Täter auch eine abschreckende Wirkung hat? Das flaue Etwas an sogenannter Strafe, das die Einbrecher heute zu erwarten haben, schreckt sie offenbar keineswegs davon ab, weitere Einbrüche zu begehen, sondern ermuntert sie geradezu, zumindest in diesem Fall.

    Jedenfalls stelle ich mir einen wirksamen Schutz der Gesellschaft vor Kriminalität anders vor.

    Ralf Daute sei gedankt. Er hat mit seinem Beitrag ein Tabuthema in Kleve am wundesten Punkt getroffen.

     
  27. 1. Günter

    Da kann ich nur sagen, armes Deutschland! (…)