Aus der Fraktionsvorsitzendenkonferenz

rd | 13. Juni 2013, 16:55 | 20 Kommentare

Bei der jüngsten Sitzung der Fraktionsvorsitzenden des Klever Stadtrats am vergangenen Montag waren die Politiker erstmals in der Minderzahl, denn zum Tagesordnungspunkt 1 „Bebauung Los 3b (unter Beteiligung der Volksbank)“ waren als Gäste gleich sechs Vertreter der Bank erschienen, neben dem Vorstandsvorsitzenden Frank Ruffing der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Geurts, der Generalbevollmächtigte Joachim Beisel, Architekt Gunnar Ader, dessen Mitarbeiter Alexander Kühne sowie ein Rechtsanwalt. Das Ziel des Aufmarschs: mächtig Eindruck zu hinterlassen.

Offenbar eilt die Zeit. Ruffing, so ist zu hören, soll das Bauvorhaben anhand eines mitgebrachten Modells vorgestellt und insbesondere darauf hingewiesen haben, dass er seine Mitarbeiter irgendwo unterbringen müsse. (Angeblich scharren an der Goldstraße schon die Nachmieter mit den Hufen.) Hans Geurts leistete ebenfalls flehentlich Überzeugungsarbeit und argumentierte, wie wichtig es sei, dass die Volksbank bald mit dem Bau beginnen könne. Rund eine Stunde redeten die Vertreter der Bank auf die anwesenden vier Fraktionschefs sowie auf die Verwaltungsspitze inklusive Bürgermeister ein.

Willibrord Haas, Kämmerer, schlug dann allerdings einen Zeitplan vor, der den Verantwortlichen der Bank einiges Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Demnach soll erst im September beschlossen werden, den Bebauungsplan 1-279-1 erneut auszulegen. Dies soll dann im Oktober geschehen. Erst ab Ende November begännen diesem Zeitplan zufolge die politischen Beratungen in den Ausschüssen und im Rat. Bei einer Verabschiedung Ende des Jahres könnte das Bauvorhaben somit realistischerweise frühestens im Frühjahr 2014 starten – wenn es denn dann überhaupt noch auf der Tagesordnung steht.

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  1. 20. scheinheiliger

    @GH Vonwegen seriös!
    Bei der Finanzierung der Neuen Mitte waren die SpaKa und VoBa ausgesprochen unseriöse Banken, denn sie haben sich wider besseren Wissens auf Druck der Politik auf ein Projekt eingelassen, dass mit Ansage zielgerichtet auf die Pleite von Repp steuerte. Heute sitzt die SpaKa dort auf mehr als 1.000 qm Büroleerstand.

     
  2. 19. Guilleaume Heuvens

    @ knecht

    dazu kann ich nur sagen: keines Menschen Knecht

     
  3. 18. knecht

    Nu dreht er ganz durch…

     
  4. 17. Guilleaume Heuvens

    @ Jack

    Hallo Jack, die Volksbanken und Sparkassen sind in der Regel seriöse Kreditinstitute, bei denen die Einlagen der Kunden im allgemeinen sehr gut angelegt ist.

     
  5. 16. Jack the Heuwens

    Ich sage nur Günther hat recht. Das Geld der Kunden durch Fehlentscheidungen in den Sand setzen!

     
  6. 15. G.M.

    @14 w.h. aus b.h.
    wenn sie es so meinen -dann müssen sie es auch so schreiben! Nach ihrer „neuen “ Aussage sind es dann „menschenunwürdige komfortablere“ Arbeitsplätze.

     
  7. 14. Guilleaume Heuvens

    @ G.M.

    gemeint ist folgendes
    Die Volksbank hat ja bereits die neuen Arbeitsplätze im neuen Gebäude geplant, dass diese moderner sind als die alten, ist wohl klar, menschenwürdig sind wohl die Arbeitsplätze in den alten wie auf im neuen Gebäude, nur im neuen -schätze ich- komfortabler. Also: keine Aufregung, cool bleiben.

     
  8. 13. G.M.

    @10 Skt. Heuvens
    wenn ich ich sie richtig verstanden habe,dann muss Herr Ruffing erst noch „“ menschenwürdige Arbeitsplätze „“schaffen, das heisst im Umkehrschluss die armen Ruffianer arbeiten jetzt unter „“menschenunwürdigen Bedingungen..

    Wenn dem so ist , dann gehört der doch wohl angezeigt– oder?
    Oder ist das nur üble Nachrede von Herrn Heuvens ? dann gehört dieser nämlich Angezeigt !

    Ein „“erfolgreicher“ Manager verteilt das Fell des Bären erst wenn er erlegt ist.

     
  9. 12. pd

    Nichts gegen Herrn Ruffing, das der versucht zu retten was geht ist klar aber warum genau muß man „das aus Sicht der Finanzwelt sehen“ und zustimmen?!

    Wie wäre es denn wenn die Finanzwelt sich mal wieder ein wenig auf die Sicht der Menschen einlässt?

    Vielleicht ist es mal ganz heilsam für Ruffing und seinesgleichen, die behördenproblemchen mit denen er jetzt zu kämpfen hat kennen klever kleinst und kleinunternehmen seit jahren.

    was menschenwürdige arbeitsbedingungen angeht … mehr heimarbeitsplätze, wie wärs damit? würde die vielen mütter und väter bei der voba sicher freuen.

     
  10. 11. Max H. Blank

    Erfolgreiche Manager gibt es in der Finanzwelt nicht, User Guilleaume Heuvens. Es gibt auch keine Boersen- oder Finanzexperten, sondern insgesamt nur jene, die Geld fast aus dem Nichts schaffen und Zinssklaverei betreiben. Mit Ihren Spruechen, selbst das faellt Ihnen nicht auf, treten Sie der Buddha-Figur, die vermutlich wie bei jedem der Reigions-Touristen irgendwo im Haus oder japanischen Gaertchen herumsteht, auch nur standig mitten ist Gesicht!

     
  11. 10. Guilleaume Heuvens

    Also, Herr Ruffing ist kein „Sonnenkönig“, er ist ein erfolgreicher Manager, der jetzt natürlich drängt, dass es mit dem Bauvorhaben weitergeht, dass man endlich zu einem Abschluss kommt. Dies muss man aus seiner Sicht und aus der Sicht der Finanz- und Wirtschaftswelt sehen und dem auch zustimmen. Ausserdem sollen die MItarbeiter ja menschenwürdige neue Arbeitsbedingungen erhalten.

     
  12. 9. Investorchen

    In der Fraktionsvorsitzendenkonferenz tritt Ruffing mit Verstärkung auf und betont die Dringlichkeit wegen der Unterbringung der Mitarbeiter.
    Die Mitarbeiter machen sich Sorgen, werden wohl z.T. schon umgesiedelt, weil die Justiz die Räume gemietet hat.
    In der RP von heute dementiert Herr Ruffing die Eile, wegen der gekündigten Verträge.
    Welches Gremium veräppelt Hotspot Ruffing denn jetzt? Die Fraktionsvorsitzenden oder die Klever Bürger über die Presse?
    Hat die VoBa das Grundstück gekauft unter der Bedingung, dass sie sich nicht an den aktuellen Bebauungsplan zu halten braucht?

     
  13. 8. Günter

    Fehlentscheidungen! Nun haben wir schon 3 Sonnenkönige. Ruffing, van Zoggel und Görtz der Ex-Polizist und Ex-Bürgermeister von Hau. Aber nun der Reihe nach! Die Sparkasse Kleve hatte ein wunderschönes Grundstück am der Kirche, das sie bebauen wollte. Aber plötzlich hat es ET Tönnissen bekommen und er vermietete u.a. an die Volksbank! Dann wurde von der Sparkasse Kleve das alte Gebäude von der AOK an der Lindenallee gekauft und man wollte es für sich modernisieren! Aber es wurde plötzlich abgerissen und ein kostenträchtiger Neubau errichtet. Bezogen nach der Fertigstellung für einige Zeit von einigen Abteilungen der Sparkasse. Diese Abteilungen zogen aber wieder aus und Mieter war dann plötzlich die Stadt Kleve. Dann hatte die Sparkasse noch ein wunderschönes Filet-Grundstück an der Nassauer Mauer, auch dieses wurde verkauft. Ein Bauunternehmer errichtete dort Komforteigentumswohnungen, die er veräußerte. Die Volksbank verkaufte ihr Filet-Gebäude an der Kavariner Strasse und ein pfiffiger Mann eröffnete dort ein Cafe. In Materborn wurde die gut gehende Zweigstelle geschlossen und nach Protesten aus der Kundschaft wieder eröffnet. Mann könnte so fortfahren. Ist ja nicht das Geld der Könige. Aber so ist Bank und so ist die Politik, die im Aufsichtsrat oder im Verwaltungsrat sitzen und diese Geschäfte abgenickt haben!

     
  14. 7. obi

    @3. Rubikon

    „Sau geil! So muss der Sonnenkönig von Kleve das haben. Immer feste drauf !!!“

    Irgendwie verständlich der Kommentar und auch entschuldigt.

    Aber wenn man überlegt wieviele Leute an dieser Sache bisher ohne Ergebnis gearbeitet haben nur weil die Rahmenbedingungen und üblichen Vorgehensweisen nicht eingehalten werden, dann macht einen das schon sehr, sehr wütend.

    Angefangen bei der Abweichung vom städtebaulichen Siegerentwurf über die nachträgliche Aufteilung des Loses 3, die bis heute ungeklärten Wegerechte, der gescheiterte Versuch einer Aufteilung des B-Plans und voreilige Kündigungsversuche. Hier werden Ressourcen strapaziert bei der Bauverwaltung, Ratsmitgliedern, Vermietern, Architekten und mit welchem Ergebnis? Wenn die Geschäfte bei der Voba Kleverland so abgewickelt werden, dann wird es leider Zeit seine Konten dort zu kündigen.

     
  15. 6. Hannibal S.

    Die Immobilie „Post“ an der Hagschen Straße stelle einen Kern weiteren Handelns dar. Es gibt hier in der Tat einige technische Probleme seitens der Telekom, allerdings, wie das immer so ist, wenn jemand die Notwendigkeit endlich erkennen würde und die Beziehungen spielten, einmal nicht im Hinterzimmer, ganz ohne Eigennutz und Gemauschel, einmal nur für die Stadt ohne schlaue Bauerntricks (Entschuldigung an alle Landwirte an dieser Stelle!), dann wären wir hier längst einen Schritt weiter.

    „Geht nicht“ heißt „ich kann oder will nicht“.

    Dies, um auch einmal die Zeit „danach“, nach dem Sontowski-Intermezzo zu beleuchten, hat m.E. Priorität Nr. 1, die Beseitigung von Leerständen und das Füllen von Lücken. Was dort oben an der Hagschen Straße (ja, davon profitieren vordergründig keine lokalen Benefizanten) nicht realisiert wird, ist ebenso sträflich, wie die ein Teilen schon ausgeführte, unwiderrufliche Zerstörung der Unterstadt.

     
  16. 5. Spoyer

    Wenn die VOBA meint zum x-ten Mal umziehen zu müssen und abermals Geld ausgeben zu wollen, dann sollten die sich vieleicht mal das alte Postgebäude anschauen ob das nichts für die wäre.Da unten am Spoykanal hat die Verwaltung jedenfalls nichts zu suchen. Wenn Herr Ruffing schon so besorgt ist um seine Mitarbeiter dann sollte er seine Verwaltung auch dort hinsetzen wo „seine“ Mitarbeiter auch vernünftig parken können.
    Nochmals!!! Was soll die VOBA da unten am Spoykanal??? Ganz genau…NIX…die hat da nichts zu suchen.

     
  17. 4. Rainer Severin

    Wie schon Herr Frantz von der SPD sagte: unternehmerische Fehlentscheidungen sind kein Grund für den Rat, im Interesse der VoBa zu stimmen. Richtig so! Das geplante VoBa-Gebäude ist ein Tritt in jedes Klever Bürgergesicht. Ein Ding, was niemand braucht, schlimmer als der Sontowski-Klotz.

     
  18. 3. Rubikon

    Entschuldigt meine blumige Wortwahl, aber ich kann da nur sagen:

    Sau geil! So muss der Sonnenkönig von Kleve das haben. Immer feste drauf !!!

    Damit die armen Volksbanker demnächst aber nicht unter freien Himmel ihren Geschäften nachgehen müssen, empfehle ich Herrn Ruffung dringen den Kontakt zu Onkel Mom zu suchen.

    Vielleicht hat der ein Herz für kleine obdachlose Vorstandsvorsitzende, und stellt (übergangsweise?) die alte Verwaltung der Union zu Verfügung. Zum Selbstkostenpreis selbstverständlich ! Die ist ja noch tadellos in Schuss und mit 2-3 Eimern Farbe ist es direkt wieder wohnlich.

    Ruffung muss dann allerdings ne größere Hebebühne bestellen um seinen zukünftigen Blick vom Schreibtisch zu testen.

    Ach wat is et schön ……..

     
  19. 2. Hannibal Smith

    In view of the fact that apparently more than one God worked on all of this, I like to know you that we say in USA: „Against stupidity the gods themselves struggle in vain“. Maybe this words come from a German guy, who is already dead…

     
  20. 1. Investorchen

    Fragen:
    Welche demokratische Funktion hat eine Fraktionsvorsitzendenkonferenz? Diese ist nirgendwo in unseren Gesetzen definiert. Die offenen Klever nehmen an dieser Veranstaltung ganz bewusst nicht teil.

    Der Volksbankbau gehört, wenn man ihn überhaupt zulässt, in ein Paket mit Sontowski. Wieso sollte man diesen jetzt von Sontowski loslösen?

    Eigentlich wäre es wichtig, dass Kleve nicht jahrelang durch Bauarbeiten blockiert wird.
    Wenn man davon ausgeht, dass es zur Realisierung von allen 4 Projekten kommt, so wäre es besser gewesen Hotel, Rathaus, VoBa und Sontowski in einem Mal zu bauen.
    So wie es jetzt läuft, besteht Kleves Eingang über Jahre aus Baustelle.
    Wenn das Hotel fertig ist startet das Rathaus, wenn dies ungefähr fertig ist, startet evtl die VoBa usw.

    Ein Bankmanager macht einen Riesenfehler. Er hat seine Unterkunft viel zu früh gekündigt.
    Jeder normale Mensch sorgt erst für eine sichere neue Unterkunft und ein sicheres Umzugsdatum, bevor er Verträge kündigt. Wieso muß dann die Verwaltung und Politik plötzlich gehetzt einen Zeitplan abarbeiten?

    Es ist bei solchen Beteiligten, denen wöchentliches Presseauftreten wichtiger als solide Arbeit ist, angebracht, in Ruhe genau hinzuschauen. Die Verwaltung, die Politik und die Bürger nehmen sich bitte Zeit.
    Ein guter Manager löst das Problem selbst und mietet solange andere Räumlichkeiten. In Kleve gibt es Büroleerstand genug, z.B. in der Neuen Mitte (aber Vermieter wär dann die Sparkasse).

    In Kleve werden für Bürger die Bebauungsplanänderungsanträge in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet.
    Wieso muß Herr Ruffing sich jetzt nicht genauso hintenan stellen?
    Sollen jetzt Bürger länger auf ihre Änderungsverfahren warten, weil Herr Ruffing Anfängerfehler macht?
    Schiebt man jetzt das VoBa-Projekt dazwischen auf Kosten der anderen Bürger und Unternehmer?

    Es gibt in Kleve schon jetzt große Büroleerstände. Sontowski und die VoBa planen weitere große Büroflächen zur Vermietung. Kleve braucht die nicht. Dies wäre z.B ein Grund, die neue VoBa 2-3 Geschosse niedriger zu bauen.

    Wieso gibt es ein definiertes Enddatum, wenn es im Verfahren z.B. im Rat oder in der Offenlage möglicherweise zu relevanten Einsprüchen kommt? So etwas kann Herr Haas nicht einfach mit einem Zeitplan ausschliessen.

    An der Siemensstr. mußten 5 Unternehmer nach dem Ratsbeschluss 7 Monate warten, bis ihr B-Plan in die Offenlage ging. Warum mussten diese Unternehmer so lange warten? Wieso soll die VoBa nun so bevorzugt behandelt werden? Wieso liegen jetzt zwischen Ratsentschluss und Offenlage nur wenige Tage?

    Jeder, der in Kleve heute so etwas anfragt, bekommt als Antwort, dass er mindestens ein Jahr, evtl mehr Wartezeit einplanen muß. Eine gern gebrauchte Strategie der Verwaltung ist „wir haben städtebauliche Bedenken“. Genau diese gibt es in diesem Fall zuhauf!