Libelle du jour

rd | 28. August 2016, 14:59 | keine Kommentare

Vor Jahren habe ich auch mal versucht, eine Libelle im Flug zu fotografieren. Es war am Ende ein unscharfer Punkt vor einem unscharfen Hintergrund. Umso mehr sei an dieser Stelle das mir zugesandte Libellenfoto von Klaus Oberschilp gelobt, das die Grazie und den Anmut dieser Insekten für die Ewigkeit festzuhalten scheint, wenn auch digital:

Eine Achttausendstelsekunde scheint die Welt stillzustehen (Foto: Klaus Oberschilp)

Eine Achttausendstelsekunde scheint die Welt stillzustehen (Foto: Klaus Oberschilp)



Preisskat: Warum nicht gelb?

rd | 28. August 2016, 14:53 | keine Kommentare

Es war zu erahnen, und es ist passiert. Wer immer für das Preisskatplakat verantwortlich ist, er kauft auch pünktlich zum Ferienende bei Aldi den Stapel farbiges Druckerpapier. Denn das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, zum Beispiel einen knallgelben Hintergrund:

Starke Farbeffekte in einer Welt, in der es sonst nur vier Farben gibt (Kreuz, Pik, herz, Karo)

Starke Farbeffekte in einer Welt, in der es sonst nur vier Farben gibt (Kreuz, Pik, herz, Karo)



Vergabekammer hat entschieden: Sontowski siegt, Klatsche für Stadt

rd | 27. August 2016, 13:31 | 2 Kommentare
Nix wie weg? Investor Thomas Riek (Foto: © Kleinendonk

Es gab Zeiten, da wollte der Investor Sontowski (hier vertreten durch Thomas Riek) nichts wie weg – doch durch die Hintertür der Vergabekammer kam er zurück (Foto: © Kleinendonk

Die Vergabekammer ließ sich reichlich Zeit mit der Entscheidung, und die Stadt Kleve wiederum hatte offenbar auch keine Eile, dass aus ihrer Sicht wenig erfreuliche Ergebnis zu kommunizieren: Wie NRZ heute berichtet, hat das bei der Bezirksregierung angesiedelte Gremium bereits am 12. August in Sachen Sontowski entschieden.

Bekanntlich hatte der Investor aus Erlangen Beschwerde dagegen eingereicht, dass er bei der Minoritenplatz-Ausschreibung nicht zum Zuge gekommen war. Die Ratsentscheidung gegen Sontowski & Partner war im Dezember 2013 einstimmig ergangen. „Das Angebot ist unvollständig und wird in der Vorstellung der architektonischen und städtebaulichen Planung als unzureichend angesehen (u.a. fehlende detaillierte Ansichten der Fassade). Auch entspricht der angebotene Preis nicht den Vorstellungen des Rates der Stadt Kleve“, befand damals die Stadt.

Daraufhin forderte Sontowski Schadensersatz und intervenierte bei der Vergabekammer. Das Gremium befand jetzt, so berichtet Andreas Gebbink in der NRZ, dass durch die Aufhebung des Verfahrens Sontowski in seinen Rechten beschnitten worden sei. Die Stadt Kleve will gegen die Entscheidung Beschwerde einlegen.

Weitere Informationen in der NRZ: Im Sinne Sontowskis


Bingo spielen, Waffeln backen für Scientific Freshers: Dubiose Praktika sorgen an der Hochschule Rhein-Waal für Ärger

rd | 26. August 2016, 12:00 | 13 Kommentare
Einladung zur Reflexion: An der Hochschule Rhein-Waal wird über die Scientific Freshers diskutiert (Foto: Klaus Oberschilp)

Einladung zur Reflexion: An der Hochschule Rhein-Waal wird über die Scientific Freshers diskutiert (Foto: Klaus Oberschilp)

Es wird getrickst, getäuscht und gelogen: Einmal mehr sorgt das Institut Scientific Freshers, geleitet von den beiden Professoren Dr. Torsten Brandt und Dr. Dirk Untiedt, an der Hochschule Rhein-Waal für Erschütterungen. Diesmal geht es um Mauscheleien bei Praktika, die zumindest weit jenseits der Grenzen des Anstands sind, womöglich sogar justiziabel – und die auf jeden Fall den guten Ruf der Hochschule gefährden.

Was ist passiert? Die Scientific Freshers GmbH, ein auf Initiative der Gründungspräsidentin Prof. Klotz an die HRW angeflanschtes Institut („An-Institut“), vermittelt Ausländern die Chance zu einer Art „Express-Abi“: Die Gesellschaft bietet jungen Menschen, zum größten Teil Chinesen, einen zwölfmonatigen Intensivkurs, an dessen Ende eine Prüfung steht. Wird diese bestanden, können die Absolventen an ausgewählten Hochschulen (unter anderem in Kleve) studieren.

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Prof. Brandt (von r.), Prof. Klotz, Prof. Julian Vincent, Prof. William Megill, Prof. Julian Vincent (anlässlich der Verleihung einer Honorarprofessur, 2015)

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Prof. Brandt, Prof. Klotz, Prof. Julian Vincent, Prof. William Megill (von rechts, anlässlich der Verleihung einer Honorarprofessur, 2015, Foto: HSRW)

Für die beiden Professoren der Hochschule Rhein-Waal (Brandt ist sogar Dekan der Fakultät Technologie und Bionik), denen Klotz das Institut zuschanzte, ein lukrativer Nebenjob, ein Millionengeschäft sogar. Hundert Teilnehmer hatte der aktuelle Jahrgang, jeder von ihnen zahlt 16.000 Euro. Im Preis enthalten, so verlautete, seien neben Unterkunft und Unterricht auch zwei Exkursionen, eine nach Berlin und eine nach Amsterdam.

Reifeprüfung: Fähnlein im Wind vor Haus 51 in der Landesklinik Bedburg-Hau

Im ehemaligen Schwesternwohnheim der Landesklinik leben die Scientific Freshers

Und im Preis enthalten ist darüber hinaus ein achtwöchiges „Vorpraktikum“, das für die Einschreibung an der Hochschule Rhein-Waal zwingend erforderlich ist und das von einem Professor anerkannt werden muss. Doch bei der Umsetzung hapert es offenbar. Wer in der Hochschule danach fragt, stößt allerdings auf eine Mauer des Schweigens. Doch die Puzzleteile, die kleveblog in Recherchen zutage förderte, ergeben ein Bild, dass zeigt, dass die Vorschriften der Hochschule zumindest großzügig ignoriert werden – und dass es auch mit der Wahrheit nicht sonderlich genau genommen wird.

Fest steht erstens: Scientific Freshers (also Teilnehmer des Studienkollegs) leisten diese Zeit nicht wie vorgeschrieben in Industriebetrieben ab. Statt dessen erhalten sie die Gelegenheit, die acht Wochen entweder bei der Karl und Maria Kisters Stiftung oder im Theodor-Brauer-Haus, einer gemeinnützige Einrichtung, die sich eigentlich der Förderung lernschwacher Schüler verschrieben hat, zu verbringen.

Berufsvorbereitung im Theodor-Brauer-Haus (Screenshot aus Imagevideo des TBH)

Berufsvorbereitung im Theodor-Brauer-Haus (Screenshot aus Imagevideo des TBH)

Die Kooperationen mit den Bildungsträgern erfolgten offenbar vor dem Hintergrund, dass Chinesen ohne Deutschkenntnisse und mit nur rudimentären Englischkenntnissen vermutlich nur wenig Erfolg hätten, am Niederrhein auf eigene Faust einen Praktikumsplatz zu finden. Deshalb schloss die Scientific Freshers GmbH Verträge mit dem Theodor-Brauer-Haus und mit der Karl und Maria Kisters Stiftung über die Aufnahme von Praktikanten ab. In beiden Einrichtungen gibt es Werkstätten, da mag man denken, das kommt der Sache ja schon recht nahe.

Belegt ist darüber hinaus zweitens, dass die Teilnehmer in beiden Einrichtungen nicht – wie in den Praktikumsvorschriften gefordert – ganztags beschäftigt werden, sondern nur vormittags, so dass rechnerisch statt der acht Wochen nur vier Wochen zusammenkommen.

Fakt ist drittens, dass die vorgeschriebenen Inhalte der Praktika teilweise grob verfehlt werden. Beispielsweise sehen die Regularien der Fakultät Technologie und Bionik vor, dass die Zulassung eines Studenten zum Maschinenbau-Studium den Nachweis „relevanter praktischer Erfahrungen in einem oder mehreren Industrieunternehmen“ voraussetzt. Die Inhalte sollten mit den späteren Studiengängen in Zusammenhang stehen – stattdessen beschreiben verschiedene Teilnehmer in ihren eigenen Berichten, dass sie damit beschäftigt waren, Essen zuzubereiten, Museumsausflüge zu machen oder Bingo zu spielen.

Bingo!

Ein Beispiel: Das „industrienahe Praktikum“ im Theodor-Brauer-Haus bestand am Freitag, 14. Juli 2014, offenbar aus einer einzigen Tätigkeit – Backen! Eine Gruppe stellte unter Aufsicht Muffins her, eine andere Waffeln, und die dritte bereitete landestypische Frühstücksspezialitäten vor. Später, so heißt es in einem in englischer Sprache verfassten Bericht eines Teilnehmers, habe man gemeinsam mit den Mitarbeitern und Lehrern gefrühstückt. Mehr ist ausweislich des Berichts an diesem Tag nicht passiert.

Waffeln backen unter Aufsicht: Einblicke in die Praktikumswirklichkeit

Waffeln backen unter Aufsicht: Einblicke in die Praktikumswirklichkeit

Auch in anderen dieser Berichte tauchen zahlreiche bemerkenswerte Tätigkeiten auf. Mal ist von einem Museumsbesuch die Rede, mal wird Wäsche gewaschen, einmal wird notiert, dass – angeblich zur Vertiefung der erworbenen Kenntnisse – Bingo gespielt worden sei. Ein Student schreibt, und man weiß nicht, ob es nicht eventuell ironisch gemeint ist, über eine „session about arranging food in a refrigerator“, also darüber, wie Lebensmittel in einem Kühlschrank hinzustellen sind. Fachrichtung des Praktikums: Engineering (Electronics).

Man muss schon sehr milde gestimmt sein, um in vielen dieser Tätigkeiten auch nur näherungsweise einen Bezug zum späteren Studium zu entdecken.

Doch nicht nur die Inhalte sorgen für Anstoß. kleveblog liegen zwei Praktikumsberichte vor, in denen nachweisbar gelogen wurde. Die Praktikanten haben an Tagen Tätigkeiten eingetragen, die nicht stattgefunden haben können, weil es sich um gesetzliche Feiertage handelte.

Ohnehin erwecken die Praktikumsberichte den Eindruck, die Studenten seien dort ganztags beschäftigt. Das aber stimmt so nicht. „Das Praktikum dauert acht Wochen, die Studenten sind von acht bis 13 Uhr bei uns“, sagt beispielsweise Michael Rübo, Geschäftsführer der Kisters Stiftung. Das aber ist nur halbtags.

Dieser Umstand fiel in den Berichten dadurch auf, dass an einer Stelle ein Praktikant schrieb, der (ausgefallene) Brückentag sei später an einem Nachmittag nachgeholt worden – was natürlich nur dann möglich ist, wenn der Nachmittag normalerweise frei ist.

Offenbar gab es mehrere Fälle, in denen ein Professor, der diese Praktikumsberichte abzuzeichnen hatte, sich aufgrund der eklatanten Mängel querstellte. Eine Reaktion gab es nicht. Auf die spätere Nachfrage, wie das Problem mit diesen Praktika gelöst worden sei, kam dann die trockene Antwort, diese seien in der Zwischenzeit von einem anderen Professor (Name der Redaktion bekannt) unterschrieben und damit anerkannt worden.

(Imagevideo des Theodor-Brauer-Hauses)

Angesichts dieser dubiosen Umstände verwundert es, dass eine hochschulinterne Prüfung keinerlei Grund zur Beanstandung fand. Allerdings könnte man zu der Vermutung gelangen, dass die Prüferin nicht unbefangen an ihren Auftrag herangegangen ist. Die mit der Aufgabe betraute Juristin ist mit der Materie Scientific Freshers bestens vertraut – sie hat damals, noch unter der Ägide von Professor Dr. Marie-Louise Klotz, die Verträge mit ausgearbeitet, die dem Institut seinen besonderen Status sichern, obwohl dies laut Gesetzestext eigentlich gar nicht zulässig gewesen wäre (siehe hier: Was erlauben Klotz? Reifeprüfung: „Diskussionen“ um Scientific Freshers an der Hochschule Rhein-Waal).

Die fragwürdigen Vorgänge erklären auch, wieso es im Hochschulrat, einem zehnköpfigen Gremium, das sich unter anderem mit der strategischen Ausrichtung der Hochschule beschäftigt, „Diskussionen“ zu diesem Thema gibt. Es gebe Kräfte, so ist zu hören, die bestrebt sind, das ganze Institut so schnell wie möglich loszuwerden. Denn die Tricksereien der Scientific Freshers gefährdeten nicht nur den Ruf der Hochschule an sich – sie belasteten das Verhältnis von Studenten untereinander ebenso wie das der Professoren, und sie bedrohten eines der höchsten Güter einer Hochschule überhaupt: die akademische Integrität des Personals. Forschung und Lehre sind der Wahrhaftigkeit verpflichtet. Wie aber steht es um die moralische Autorität der Personen, die in dieses System verstrickt sind?

*

Die kleveblog-Redaktion hat selbstverständlich den beiden Scientific-Freshers-Geschäftsführern die Gelegenheit gegeben, zu den dokumentierten Sachverhalten sowie zu noch nicht berichteten Aspekten Stellung zu nehmen und per Mail und schriftlich einen detaillierten Fragenkatalog zugestellt. Es erfolgte keine Reaktion.


Aus der gastronomischen Welt: Wohnzimmer schließt, Route 66 wird Nachtschicht, Euforia heißt jetzt Rhino’s

rd | 24. August 2016, 18:32 | 16 Kommentare
Nachtschicht: Zu vorgerückter Stunde elegante Menschen anlocken

Nachtschicht: Zu vorgerückter Stunde elegante Menschen anlocken

Wohnzimmer: Bild mit Symbolcharakter

Wohnzimmer: Bild mit Symbolcharakter

„Aus dem Fernsehen ins Wohnzimmer“, so überschrieb das Magazin „Der KLEVER“ den Bericht zum Start des Clubs und Cafés „Wohnzimmer“ in der Gasthausstraße. Wirt Deniz Bakker hatte zuvor an der Fernsehproduktion „Mein Lokal, dein Lokal“ mitgewirkt und daraus viele Anregungen erhalten, die er in seinem ersten eigenen Betrieb verwirklichte. Das Wohnzimmer brachte großstädtisches Flair in die Unterstadt, doch der Zuspruch ebbte ab, es gab Ärger mit einem Nachbarn, und die Öffnungszeiten wurden unregelmäßiger. Jetzt hat Bakker konsequenterweise den Schlussstrich unter sein Experiment gezogen. Auf Facebook teilte er mit, dass das Lokal am 17. Oktober endgültig schließt. Bakker: „Das Wohnzimmer wird bis Mitte Oktober keinen Cafebetrieb mehr anbieten und eine reine Bar sein. Leider müssen wir euch mitteilen dass wir ab dem 17. Oktober schließen werden. Wir werden euch vermissen!! Dennoch geben wir bis dahin weiter Gas und werden die ein oder andere Veranstaltung organisieren.“ Geöffnet hat das Lokal fortan bis zur Schließung donnerstags, freitags und samstags ab 19 Uhr. Kleveblog meint: Schade, da war mehr drin! + + + Neues auch an der Marktstraße: Handwerker sind derzeit damit beschäftigt, das Gebäude, in dem das Route 66 durstige ohne nächtliches Schlafbedürfnis Menschen mit Kaltgetränken und anderen Erfrischungen versorgte, zu renovieren. Auch der Name, der, man kann es nicht anders sagen, in Kleve nicht unbedingt für die gehobene Gastronomie stand, wird getilgt – künftig firmiert die Gaststätte unter dem Namen „Nachtschicht“, was aber darauf schließen lässt, dass sich am Grundkonzept, Zechern einen reibungslosen Übergang zum Frühstück zu ermöglichen, nichts ändern wird. + + + Eine interessante Entwicklung auch in der Oberstadt: am Sonntag hat an der Albersallee 150, dort wo zuvor das Café Country und danach das Euforia um Gäste buhlten, der Burgerladen Rhino’s eröffnet (der Slogan „Real Burger – no Bullshit“ zeigt die Richtung an, ein Test erfolgt in Kürze).


In der Fußgängerzone aufgeschnappt (LXVII): Murnau, Emmerich, Rom

rd | 24. August 2016, 13:51 | 1 Kommentar

„In Schwabing war die Wanne, in Murnau die große Dusche.“

„Ich bin aus Emmerich damals geflüchtet, weil – die Stadt war zum Sterben verurteilt.“

„Getrennt bezahlen?“ — „Jetzt schon.“

„Eigentlich ist es nicht weit… Eigentlich.“

„Wenn man nicht hört, wird man auch schnell demenz. Dat isso.“

„Dönitz hat die Kapitulation unterschrieben.“ – „Nein, das war Jodl, der ist von Dönitz dazu ermächtigt worden.“

„Ambiente kenn’ ich nicht – ich war nur im Caliente.“

„Ich war vor kurzem in Rom, da kannste natürlich nicht vegan leben, einfach zu lecker da, da habe ich drei Tage eine Pause gemacht.“


Hinter Keeken

rd | 21. August 2016, 09:12 | 9 Kommentare
„Raum für Gedanken“, so hat der Fotograf dieses verstörende Bild einer Sitzgruppe hinter Keeken genannt

„Raum für Gedanken“, so hat der Fotograf dieses verstörende Bild einer Sitzgruppe hinter Keeken genannt


Fragwürdig? Preisskat in der Begegnungsstätte

rd | 20. August 2016, 22:20 | 17 Kommentare
Vor der Telefonzelle bei H&M (ist das wirklich nioch eine Telefonzelle?)

Vor der Telefonzelle bei H&M (ist das wirklich nioch eine Telefonzelle?)

Da weiß man gar nicht, was man sagen soll. Ist man gerührt, dass es so etwas noch gibt? Wie erklärt man „so etwas“? Welche Gewinne winken (ein Schinken?)? Ist die Begegnungsstätte denn der richtige Rahmen für diese Veranstaltung? Gehört ein Preisskat nicht in den (ehemals verrauchten) Saal einer Dorfgaststätte? Gibt es überhaupt noch funktionierende Dorfgaststätten? Darf andererseits bei Preisskat zum „gepflegten Pils“ gegriffen werden? Es ist ja kein Turnierskat, da wäre das verpönt (schönes Wort, selten geworden). Dürfen die Spieler „Contra!“ und „Re!“ sagen? Wird mit Ramsch gespielt? Darf beim Ramsch, wenn Grand Hand gespielt wird, contra gegeben werden? So gesehen, ein kleiner Handzettel, der viele Fragen aufwirft. Gutes Blatt den Spielern!


Heute ist…

rd | 20. August 2016, 06:54 | 5 Kommentare
Im Laufe der Zeit eine konstante Größe: Kiosk am Mittelweg (Plakatgestaltung: Jasmin Kruse)

Im Laufe der Zeit eine konstante Größe: Kiosk am Mittelweg (Plakatgestaltung: Jasmin Kruse)

Im Ruhrgebiet vermutlich der wichtigste Feiertag, hier in Kleve nur von untergeordneter Bedeutung: Heute, am 20. August, wird der „Tag der Trinkhallen“ zelebriert – stilecht vermutlich mit einer Halbliterflasche Pils. Jasmin Kruse, Studierende der Fachrichtung „Kommunikation und Design“ an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort, hat dazu nach längerer Recherche und unter Zuhilfenahme der Büttenrednerin Petra Rinke, die fürs Plattdeutsche zuständig war, ein Plakat gestaltet, das die Anfänge des Trinkhallenwesens in Kleve am Mittelweg zeigt. Eine schöne Arbeit!


Was Sie schon immer über Tomate-Mozzarella-Brote wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten

rd | 19. August 2016, 16:08 | 3 Kommentare
Dieses Bild scheint zu schreien: Nimm mich!

Dieses Bild scheint zu schreien: Nimm mich!

Die gastronomische Entwicklung unserer Stadt schreitet so rasant voran, dass nicht alles sofort bemerkt wird. Zum Beispiel eine kleine Entdeckung in der Oberstadt: Bereits seit dem 6. Juli geöffnet hat das Bistro mystic Garden an der Hagschen Straße 51, gleich neben dem von Britta Pauels geführten Schönheitssalon (heute sagt man allerdings: Beauty Hair Spa) gleichen Namens.

Die Verwandtschaft ist gewollt, denn beide mystic Garden-Gewerke setzen, anders als der Name vermuten lässt, nicht auf geheimnisvolle Rezepte fürs äußere und innere Wohlbefinden, sondern auf die Kraft des Natürlichen. Für den kosmetischen Teil mögen das andere erkunden, beim kulinarischen Teil, der von Corinna Pulmann geführt wird, kann ich nunmehr aus eigener Erfahrung sprechen. Obwohl, viel Worte sind da gar nicht zu verlieren: Das oben abgebildete Gericht, es handelt sich laut Karte um eine Mozzarella/Tomate/Rucola/Pesto/Pinienkern-Stulle zum Preis von vier Euro, spricht schon für sich. Es schmeckte genauso frisch und herzhaft, wie es die Fotografie hoffentlich zu vermitteln vermag.

Corinna Pulmann bietet nur vegetarische und teilweise auch vegane Speisen an, was sicherlich einerseits in jungen Kreisen (Studenten) Anklang findet und darüber hinaus auch Zuspruch bei denjenigen Klevern, die die Schnitzelphase des Lebens hinter sich gelassen haben. In der aktuellen Wochenkarte des Bistros finden sich die folgenden Angebote: Falafel-Burger; mediterraner Nudelsalat; vegane (!!) Currywurst (muss ich mal probieren) und Spinat-Strudel. Die Preise bewegen sich zwischen sechs und acht Euro. Öffnungszeiten dienstags bis freitags 9 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 15 Uhr. Gerne weiterempfehlen.

Link: Mystic Garden auf Facebook