Sonja Northing – beim Bundespräsidenten in der Pole Position

rd | 24. Mai 2016, 10:53 | 11 Kommentare
Protokollarisch 1A: Links der Bundespräsident, rechts Frau Bürgermeisterin Northing

Protokollarisch 1A: Links der Bundespräsident, rechts Frau Bürgermeisterin Northing

Erster Mann zwischen zwei Frauen im Gespräch: Daniela Schadt, Joachim Gauck,  Sonja Northing

Erster Mann zwischen zwei Frauen im Gespräch: Daniela Schadt, Joachim Gauck, Sonja Northing

Kontaktaufnahme zwischen Bundespräsident und Bürgermeisterin

Kontaktaufnahme zwischen Bundespräsident und Bürgermeisterin

Sonja Northing (ca. 277. v.l.) (Foto: Bundespräsidialamt/Guido Bergmann)

Sonja Northing (ca. 277. v.l.) (Foto: Bundespräsidialamt/Guido Bergmann)

Klever unter sich: Sonja Northing mit Karl-Heinz Unkrig, der im Bundespräsidialamt arbeitet

Klever unter sich: Sonja Northing mit Karl-Heinz Unkrig, der im Bundespräsidialamt arbeitet

(Aktualisiert, mit neuen Fotos und Zitaten) Wer aber hätte das vorhersehen können, was das Protokoll da ausgeheckt hatte zum Tag des Grundgesetzes! 750 Kommunalpolitiker aus Deutschland hatte Bundespräsident Joachim Gauck ins Berliner Kongresszentrum und anschließend in seinen Amtssitz Schloss Bellevue eingeladen, um den 67. Jahrestag des Grundgesetzes („Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben“) zu feiern.

Doch nur zwei hätten neben dem ersten Mann im Staate Platz nehmen können. Wenn man jetzt einrechnet, dass davon einer aus verständlichen Gründen für Daniela Schadt, die Lebensgefährtin des Staatsoberhauptes reserviert war, bleibt sogar nur noch ein Platz – und den nahm ausgerechnet die Klever Bürgermeisterin Sonja Northing ein!

Für Sonja Northing, die schon vor ihrer Wahl zur Bürgermeisterin mehrfach betont hatte, ein „Fan des Grundgesetzes“ zu sein, war die Visite ein erster Höhepunkt ihrer bisher siebenmonatigen Amtszeit. „Es war beeindruckend“, so Northing. „Der Bundespräsident ist ein Mann mit einer tollen Ausstrahlung, und er hat eine sehr schöne Rede gehalten.“ Sie sei von der Feier und vom Bundespräsidenten „schwer beeindruckt“. Spät abends ging es zurück nach Kleve, und schon heute morgen durfte sie im WDR-Studio Kleve ein Live-Interview geben und ihre Eindrücke von dem Besuch schildern.

Mit der Begegnung in Berlin führt die Bürgermeisterin die von Vorgänger Theo Brauer begründete Tradition, auf Tuchfühlung mit der Staatsspitze zu bleiben, nahtlos fort. Bekanntlich hatte Bundespräsident Gauck 2014 Kleve besucht. Die Fotos von der Feier im Kongresszentrum zeigen: Auch jenseits des Festaktes, in dem Gauck davon sprach, dass mehr Demokratie wagen manchmal auch Demokratie ertragen bedeute, fanden Ost und West einen herzlichen Zugang zueinander. Später fand die Klever Bürgermeisterin auch noch die Gelegenheit, Karl-Heinz Unkrig, einen Klever in Diensten des Bundespräsidenten, zu begrüßen – so gab es im Garten von Schloss Bellevue gewissermaßen ein kleines Heimattreffen.



999 dürfen kommen: Public Viewing im Forstgarten findet statt!

rd | 20. Mai 2016, 13:35 | 36 Kommentare

Vorher ein bisschen rumstänkern, dann aber den Schwanz einziehen – Lokalpolitik live. Jedenfalls: Das Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft im Forstgarten darf stattfinden! 999 Fans dürfen maximal pro Spiel kommen. Hier die Mitteilung der Stadt Kleve:

Public Viewing findet statt!

Der Rat der Stadt Kleve betrachtet die Veranstaltung „Public Viewing“ als Geschäft der laufenden Verwaltung und vertraut damit auf die sachgerechte Entscheidung der Bürgermeisterin Sonja Northing!

Nachdem sich Vertreter mehrere Fraktionen gegenüber der Presse ablehnend zu dem Vorgang geäußert hatten, war aus Sicht der Bürgermeisterin die Tendenz erkennbar, dass eine Genehmigung nicht als Geschäft der laufenden Verwaltung behandelt werden sollte. Daraufhin wurden am 18.05.2016 die Fraktionsvorsitzenden über den aktuellen Sachstand informiert. Die Fraktionen wurden gebeten, bis Freitag, 20.05.2016, 10:00 Uhr mitzuteilen, ob der Rat der Stadt Kleve von seinem Rückholrecht Gebrauch machen möchte.

Alle Fraktionen haben daraufhin mitgeteilt, dass sie die Genehmigung des „Public Viewings“ als Geschäft der laufenden Verwaltung ansehen.

Nach eingehender Prüfung durch die zuständigen Stellen steht aus Sicht der Bürgermeisterin, den Dezernenten und den zuständigen Verwaltungsfachleuten einer Genehmigung rechtlich nichts entgegen. Die Genehmigung soll nun kurzfristig erteilt werden.



Public Viewing im Forstgarten, aktueller Stand: Rat muss Farbe bekennen

rd | 19. Mai 2016, 12:52 | 32 Kommentare

Noch 22 Tage bis zum Anstoß der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich mit 24 Mannschaften, sodass auch die vier besten Gruppendritten weiterkommen (wer denkt sich so was aus?), und das Public Viewing im Forstgarten ist weiter in der Schwebe. In einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt Kleve wird die Berichterstattung in der Rheinischen Post („am Rat vorbei“) kritisiert und klargestellt, dass es aus Sicht der Verwaltung keinen Hinderungsgrund gibt, wenn alle Auflagen erfüllt werden. Bürgermeisterin Northing: „Der Park gehört uns allen, den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kleve, den Spaziergängern, den Besuchern der Forstgartenkonzerte, den Touristen in Kleve, und auch den Fans der Nationalmannschaften beim Public Viewing!“ Aber wie zu einem Ergebnis gelangen? Ganz einfach: Der Rat muss Farbe bekennen und sagen, dass er diese Veranstaltung nicht möchte – notfalls in einer Sondersitzung.

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:


Kanzleiwesen aktuell: Anwälte wechseln wie Fußballprofis

rd | 18. Mai 2016, 23:56 | 6 Kommentare

Retter sie sind, wenn die Not ist groß
– Erstberatung sogar kostenlos!

Sie können noch im tiefsten Schlafen
zitiern aus tausend Paragraphen.

Wo wir mit Worten arg uns zieren,
da lassen sie Gesetzes’ Keule spüren.

Vorm Landgericht mit sich’rer Stimm’
und treuen Blicks sie biegen’s hin.

Umnachtet, strohdoof, hackedicht,
nur bis der Richter frei uns spricht.

Waren in der Liebe wir naiv,
hängt im ganzen Haus der Segen schief,

tun sie ganz ohne Eitelkeiten
ums Haus, um Hof und Auto streiten.

Ach, was müssten wir uns plagen,
gäb’s Anwälte nicht und Klagen!

Dieses sozialkritische Gedicht aus eigener Feder macht deutlich, welch wichtige Rolle Anwälte in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben spielen. Doch das Berufsbild des Anwaltes hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert, was offenbar einhergeht mit einer Wechselfreudigkeit, wie man sie sonst nur aus dem Profifußball kennt und die einen leicht den Überblick verlieren lässt, welcher Jurist nun gerade zu welcher Kanzlei gehört. Deshalb hier exklusiv im kleveblog der aktuelle Wechselbericht aus dem Kanzleiwesen.

Am Anfang der Kette von Veränderungen steht die Kanzlei Schloesser Kerschka Dr. Haas & Partner an der Tiergartenstraße, die es in dieser Form seit Jahresanfang nicht mehr gibt. Der Kern der Kanzlei, Dr. Haas und Partnerin Andrea Westermann-Haas, firmiert seitdem als Kanzlei am Prinzenhof in unmittelbarer Nähe der Schwanenburg – eine praktische Ortswahl zweifelsohne. Partner Nummer drei, Ulrich Kerschka, ist ins ehemalige Organchemie-Verwaltungsgebäude an der Kalkarer Straße eingezogen, mit einer Kanzlei, deren Namen das Herz eines jeden Altsprachlers höher schlagen lässt: cleverum. Kerschka nahm aus der alten Kanzlei Daniel Iwand mit und kann einen in Kleve recht bekannten Neuzugang vermelden: Joris Ernst, als Rechtsbeistand des 1. FC Kleve lange Zeit in schwieriger Mission unterwegs, hat seiner bisherigen Kanzlei Will (†) & Dr. Ketelaer, Waldstraße, den Rücken gekehrt und ist Partner bei cleverum geworden. Doch es ist nicht so, dass an der Tiergartenstraße keine Paragraphen mehr geritten werden: Der Anwalt Jan Baumann (Baumann & Kollegen, Nassauerallee) hat dort gemeinsam mit Schloesser eine Dependance eröffnet. Eine Veränderung auch bei den mbk Rechtsanwälten im Kolpinghaus: Das „m“ steht bekanntlich für Mühlenbäumer, das „b“ für Bieberstein, das „k“ für Kehren. Dieser Name aber kann nur bestehen bleiben, wenn sich ein neuer Jurist findet, dessen Nachname mit einem „b“ beginnt, denn Michael Bieberstein hat sich an der Stechbahn selbstständig gemacht. Michael Kehren war übrigens mal Anwalt in der Gocher Kanzlei von Peter Lukassen, die an der Schlosstorstraße eine Filiale unterhielt. Doch das Gebäude wird seit einiger Zeit zum Verkauf angeboten.


Pofalla nächster Kanzler?

rd | 18. Mai 2016, 11:24 | 7 Kommentare

Die Österreicher haben es uns vorgemacht (Bahnchef wird Regierungschef), nun spekuliert auch die FAZ munter drauflos: Wird Ronald Pofalla der nächste Kanzler? Hier der Link zum Artikel: Ronald Pofallas Blick auf das Kanzleramt


Aussichtsturm: Gründer geben Gastronomie ab, Koch neuer Pächter

rd | 17. Mai 2016, 09:54 | 2 Kommentare

Die Notarverträge sind unterzeichnet, der Wechsel ist perfekt: Die Restauration zum Aussichtsturm hat einen neuen Pächter, das Gründungsteam um die Inhaber Barbara Jacobs, Bruno Schmitz und Mechtild Janßen gibt die Gastronomie in dem Ausflugslokal und Veranstaltungsort mit sofortiger Wirkung ab. Neuer Herr im Haus ist Koch Janes Warnke, der die Küche schon seit einiger Zeit führt und sich viel Ansehen erworben hat. Die neue Geschichte des Aussichtsturms begann, nachdem der vorige Versuch, dort Speisen und Getränke anzubieten, auf der Anklagebank des Landgerichts Kleve endete. Angestellte des italienischen Restaurant versuchten die Einnahmen durch den Import von Falschgeld aufzubessern, doch die Polizei erfuhr davon und inhaftierte die Täter, „wegen technischer Probleme geschlossen“, hieß es sodann. Nach einer langen Phase des Leerstands kauften Barbara Jacobs, Bruno Schnitz, Mechtild Janßen und Jürgen Rother (er schied später aus) das Lokal und erreichte, dass die Stadt Kleve den maroden Aussichtsturm renovierte. Das Restaurant wurde komplett umgebaut und hat sich seitdem als Veranstaltungsort sowie als Austragungsort für Privatfeiern etabliert. Insbesondere die satirischen Jahresrückblicke mit dem WDR-Journalisten Ludger Kazmierczak („Von oben herab“) sorgten für ausverkaufte Abende. Nun will Janes Warnke die Gatronomie weiter voranbringen, unter anderem mit regionaler Küche, außerdem soll ein Schwerpunkt auf Familien gelegt werden – bei der Lage sicher eine gute Idee. Gemeinsam mit den Inhabern soll die Serie der bewährten Veranstaltungen fortgeführt werden (z.B. Waldkino, „Sing den Turm“).

Die neuen Öffnungszeiten: donnerstags und freitags ab 18 Uhr, samstags, sonntags, feiertags ab 12 Uhr. Am 5. Juni führt Ludger Kazmierczak am Aussichtsturm durch einen Abend mit dem niederländischen Autor Ernest van Kwast.


La grande cleveblogue cremant critique, heute: Aimery Grande Cuvée 1531 Brut AOC, Volksbank Kleverland, 11,90€

rd | 14. Mai 2016, 14:37 | 29 Kommentare
Feine Perlage zum Frühstück: Aimery Grande Cuvée 1531 Brut AOC

Feine Perlage zum Frühstück: Aimery Grande Cuvée 1531 Brut AOC

Gehen Sie heute mal in eine Bank und verlangen eine Anlage mit einem zweistelligen Prozentsatz! „Da können wir Ihnen unseren Dispo empfehlen“, wird Ihnen der Kundenberater (sofern Sie überhaupt noch zu der Kundenkategorie gehören, in der Ihnen ein Mensch entgegentritt) entgegenblaffen.

Eine löbliche Ausnahme bildet da die Volksbank Kleverland, die neben den Dispozinsen auch noch verschiedene Weine in der Auswahl hat. Die Weinhandlung in der neuen Hauptstelle ist das, was übrig geblieben ist von dem Versprechen der Bank, im Erdgeschoss des neuen Gebäudes Einzelhandel unterzubringen, damit das Areal nach siebzehn Uhr und an den Wochenenden nicht tot ist (wobei die Weinhandlung auch nur zu den Geschäftszeiten der Bank geöffnet hat). Das kleine Geschäft, betrieben von der Volksbank Kleverland Immobilien GmbH, etwas stiefmütterlich hinter dem Infoschalter platziert, erfreut mit einer exquisiten Auswahl erlesener Tropfen. Zusammengestellt hat das Ensemble Frank Rosar, Bereichsleiter Privatkundengeschäft, der offenbar nicht nur ein Connaisseur der Betriebswirtschaft zu sein scheint.

Ein herausragendes Beispiel für die sichere Hand des Bankiers im Umgang mit Volumenprozenten ist der Aimery Grande Cuvée 1531 Brut AOC, ein Cremant de Limoux, also aus dem sonnenverwöhnten Languedoc, der für 11,90 € angeboten wird und exakt zwölf Volumenprozent Alkohol enthält. Schon das Öffnen der Flasche ist ein sinnliches Erlebnis, wie ein kleiner Atompilz breitet sich die überschüssige Kohlensäure um den Flaschenrand aus und verschwindet im Nichts.

Das Getränk ist ein Fest für fast alle Sinne, und der Genuss beginnt mit dem Auge. Nach dem Befüllen des Kelches überrascht die filigrane Perlage. Der stete Strom der aufstrebenden Perlen, die im Sonnenlicht aufscheinen, lädt zu kontemplativer Betrachtung ein und hält einen davon ab, den Inhalt gleich zu exen (Fachausdruck: Edging). Auch die intensive Farbnote des Getränks an sich signalisiert dem Zecher: Trinke mit Bedacht!

Hat man sich überwunden: Der erste Schluck, eine Offenbarung. Es sind Noten vom grünen Apfel, die den Gaumen an eine fruchtige Versuchung denken lassen. So klar, so rein, so verführerisch! Apfel, Paradies. Eben noch unschuldig (nüchtern), gleich schon verloren (angeschwipst). Ältere Mitmenschen kennen vielleicht noch „Respond Grüner Apfel Shampoo“. So, wie nach der Anwendung das Haar duftete, entfaltet sich im Gaumen das Aroma des Obstes – natürlich nur unendlich feiner, der Vergleich mit dem Shampoo wurde hier nur gewählt, um eine Ahnung dessen zu vermitteln, was dieses Getränk im Riechepithel und an den Geschmacksknospen bewirkt, bevor es fachgerecht (gefühlt) wie Staub zusammenfällt und gewissermaßen implodiert, daher „brut“

Der Genießer bekommt das herrliche Gefühl, doch noch gar nicht sooo viel getrunken zu haben und schenkt sich gleich das nächste Glas eins. Nach dem dritten Glas ist der Kontostand vergessen. Nach dem fünften der Hauskredit. Nach der zweiten Flasche – was kostet die Welt!? Danke, Volksbank Kleverland, für diesen formidablen Perlwein, der eine Zierde seiner Gattung ist!

Wichtiger Hinweis: Barzahlung ist nicht möglich (und das in einer Bank!).


Das Ende des Marksismus: Stadtmarketingchefin Ute Marks hört auf – schon Ende Juni!

rd | 14. Mai 2016, 12:09 | 28 Kommentare

Nach dem Ende des Marxismus nun auch das Ende des Marksismus! Wie die Rheinische Post heute berichtet, wird Ute Marks (ehemals Schulze-Heiming) ihren Posten als Geschäftsführerin der Kleve Marketing GmbH aufgeben. Bekanntlich hatte der Rat die Zusammenlegung von Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing beschlossen, um Überschneidungen zu vermeiden und Kosten zu sparen. Im Rennen um die verbleibende Spitzenposition setzte sich dann offenbar Dr. Joachim Rasch, Leiter der Wirtschaftsförderung, gegen die Konkurrentin durch – sie wechselt dem Blatt zufolge in die Privatwirtschaft und wird dort als Dienstleistung für Kommunen das anbieten, was sie zuvor in Kleve auch schon gemacht hat.

Ute Marks war lange Jahre Chefredakteurin von Antenne Niederrhein, bevor sie 2002 Chefin der neu gegründeten Kleve Marketing GmbH wurde. Das Unternehmen gehört in Teilen der Stadt Kleve, der Sparkasse Kleve und der Volksbank Kleverland. Da ihr Wirken nicht immer unumstritten war, um es vorsichtig auszudrücken, wollte der Klever Stadtrat den Vertrag mit der Geschäftsführerin 2011 nicht mehr verlängern, doch dieses Ansinnen scheiterte am Widerstand der Banken. Sie erhielt einen neuen Fünfjahresvertrag bis zum 31. Juli 2017, den sie nun allerdings vorzeitig kündigt.

Ihr letzter PR-Coup war, als verlängerter Arm der Banken, die Story von der angeblichen Abschaffung des Kleingelds in Kleve. Dadurch kam Kleve weltweit in die Schlagzeilen, und man kann nur hoffen, dass keiner der Reporter, die damals darüber berichteten, auf die Idee kommt, eine Nachdrehe nach dem Motto „Was wurde eigentlich aus…“ zu machen – das Urteil würde relativ vernichtend ausfallen. Allerdings ist da auf den Medienbetrieb Verlass, insofern kann man Ute Marks nicht nachsagen, sie habe die Gesetze der Branche nicht verstanden. Besonders stolz war die Geschäftsführerin immer auf ihren „Mädelsclub“: Die Kleve Marketing GmbH war vermutlich die einzige Gesellschaft in Deutschland, der Mitarbeiterschaft zu hundert Prozent aus Frauen besteht – von Nonnenklostern mal abgesehen.


Sparkassen-Triathlon fällt aus, weniger Teilnehmer, weniger Sponsoren

rd | 14. Mai 2016, 11:37 | keine Kommentare

Diese Absage wird Wilfried Röth, Vorstand der Sparkasse Kleve und passionierter Langstreckenläufer, besonders schwer gefallen sein. Nach der massiven Erhöhung der Kontoführungsgebühren, die das Geldinstitut bundesweit in die Schlagzeilen brachte, musste die Bank nun auch noch ein Ereignis mit prestigeträchtiger Außenwirkung absagen: Der Klever Sparkassen-Triathlon fällt in diesem Jahr aus. Wie überraschend das Aus kam, lässt sich am Zeitpunkt der Absage erkennen – nur neun Tage vor dem geplanten Startschuss!

Auf ihrer Website teilten die Organisatoren mit: „Sowohl bei den Sponsoren als auch vor allem bei den Teilnehmerzahlen haben wir als Veranstalter Rückgänge zu verzeichnen… Mit dem jetzt vorliegenden Meldeergebnis lässt sich die Veranstaltung aber nicht kostendeckend ausrichten und an der Kostenschraube kann nicht zulasten der bisherigen Qualität der Veranstaltung gedreht werden.“ Fünfmal fand das Großereignis bisher statt, das Rennen im vergangenen Jahr hatte rund tausend Teilnehmer, und die RP berichtete unter der Überschrift: „Prima Stimmung im Herzen der Stadt“.

Auf der Website der Veranstaltung werden neben dem Hauptsponsor und Namensgeber Sparkasse 25 weitere Unternehmen und Einrichtungen als „Special Sponsor“ gelistet, darunter sowohl klingende Namen wie CurryQ, Aditus, Hochschule Rhein-Waal und die Erdinger-Brauerei. Veranstalter Detlev Ingenwerth hofft, dass 2017 wieder ein Triathlon ausgerichtet werden kann.


Jetzt ist’s raus: Der neue KLEVER, frisch auf dem Markt

rd | 13. Mai 2016, 15:09 | 7 Kommentare
Frisch aus der Druckerpresse…

Frisch aus der Druckerpresse…

Wer Pfingstlektüre sucht, wird hier fündig: Soeben ist die neue, nunmehr sechste Ausgabe des kleinen, aber feinen Stadtmagazins Der KLEVER erschienen! Das 68 Seiten starke Heft zeigt einmal mehr Kleves beste Seiten und versammelt eine Fülle von Geschichten über Klever Personen und Persönlichkeiten (Barbara Jacobs, Helga Diekhöfer u.a.), bietet die gewohnte opulente Optik (sogar zum Ausklappen) und wartet sogar mit einer kleinen Exklusivnachricht auf (wer hat denn nun die Altrheinbrücke gekauft?). Das Heft ist zum Preis von 3,50 € im Klever Zeitschriftenhandel erhältlich.

Die Redaktion dankt allen, die zum Gelingen der Ausgabe beigetragen haben, insbesondere der Druckerei Reintjes, die wieder eine hervorragende Qualität abgeliefert hat!

Übrigens ziehen die Geschichten aus dem Magazin Kreise: Der Bericht über die Multikulti-Fußballmannschaft der DJK Rhenania Kleve, erschienen in der zweiten Ausgabe des vergangenen Jahres, zog Veröffentlichungen in einer Zeitschrift des DJK-Verbandes, im dem Fußballmagazin „11 Freunde“ sowie in der zweitgrößten spanischen Tageszeitung „El Mundo“ nach sich. Alte Journalistenweisheit: Gute Geschichten setzen sich durch.