Rhein-Rätsel-Fall: The winner is… (wie immer) Messerjocke (aber er ist nicht allein)

rd | 22. Oktober 2018, 11:57 | 9 Kommentare
Rhein gar nichts mehr: Der Pegel sinkt und sinkt

Während der Rhein so weit absinkt, dass bald schon das Lattenrost sichtbar werden müsste, auf dem er liegt (11 Zentimeter Pegelstand bei Stromkilometer 852, sagt Wetterbauer Hubert Reyers), wartet die Gemeinde unserer kleinen Informationsveranstaltung sehnsüchtig auf die Lösung eines der schwierigsten Rätsel, das je von Menschengeist zum Thema Pegelstand ersonnen wurde. Doch das Warten hat ein Ende, hier ist die Lösung: 

Die auf dem Foto abgebildete, rheinabwärts fahrende MS Vitesse hat eine länge von 10998 Zentimetern, also vereinfacht 110 Meter (Quelle: debinnenvaart.nl). Der Einfachheit halber hatten wir zudem angenommen, dass das Schiff komplett zu sehen ist. Der Pegelstand des Rheins zum Zeitpunkt der Aufnahme betrug 28 Zentimeter. Laut Peter Wanders, der in solchen Fällen immer sehr gut Bescheid weiß, bedeutet ein Pegelstand von Null nicht, dass der Rhein leer ist, sondern dass dann die Fahrrinne auf einer Breite von 150 Metern immer noch zwei Meter tief ist.

Das heißt, ein verlässlich errechenbarer Mindestwert ergibt sich aus einer einfachen Multiplikation: 110 Meter x 150 Meter x (0,28 Meter + 2 Meter). Der Tiefgang des Schiffes müsste streng genommen abgezogen werden, allerdings dürfte diese Menge durch das Wasser links und rechts der Fahrrinne mehr als ausgeglichen werden. Das heißt: 37620 Kubikmeter war der gesucht Wert.

Wer aber gehörte zu den schlauesten unter meinen schlauen Lesern, die genau diesen Ansatz verfolgten – natürlich Messerjocke! Er schrieb, fast ein bisschen übereifrig, wie ich finde:

Lösungsansatz:

Länge Schiff: 109,98m
Tiefe: Pegel – GLW + 2,8m = 0,26m – 0,8m + 2,8m
Garantierte Breite bei Pegel X = 150m

110m*2,26m*150m= 37.290m³ (na gut, dies wäre das garantierte Minimum!)

Rechnen wir für die Ufer (den Bereich neben der Fahrrinne) noch dazu, ∫7x³+5x²…dx, oder vereinfacht 25%, ergibt das weitere 12.710m³ Wasser.

Endergebnis: 50.000m³ Wasser sind garantiert zu sehen.

Mir hätten schon 37.290 Kubikmeter gereicht! Es gab aber noch weitere Lösungen, die allesamt unter dem fraglichen Artikel 1. Dürrerätsel nunmehr online stehen. Die Lösungen von Wacker (wegen eines ganz anderen, zu einem ähnlichen Ergebnis führenden Ansatzes), Meiner Einer und Andreas Bulkens werden ebenfalls anerkannt. Alle vier Gewinner dürfen sich ihr hochverdientes Exemplar der neuen Ausgabe des Magazins Der KLEVER am Dienstag ab 18 Uhr in der Gaststätte Zentrale, Gasthausstraße 16, abholen. 



Hochschule: Präsidentin/Präsident verzweifelt gesucht

rd | 22. Oktober 2018, 11:27 | 5 Kommentare
Hauptsache schnell: „nächstmöglicher Zeitpunkt“

Gesucht wird eine „integrative“, „kommunikations- und überzeugungsstarke“, „durchsetzungsfähige“, „verhandlungssicher Englisch“ sprechende, „engagierte“, „Mobilisierung der Potenziale“ schaffende, „vertrauensvoll zusammenarbeitende“, die „Zukunft der Hochschule“ gestaltende Person (m/w), die über „ausgezeichnete Führungsqualitäten“, „ausgewiesene Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit nach außen und innen“ sowie über „umfassende Kenntnisse und Erfahrungen im Wissenschaftsbetrieb“ verfügt: Per Stellenanzeige sucht die Hochschule Rhein-Waal nach einem neuen Präsidenten/einer neuen Präsidentin. Und damit wirklich keiner der möglichen Kandidaten durchs Rost fällt, erschien die Anzeige nicht nur in der Wochenzeitung Die Zeit (dort suchen solche Kandidaten standardmäßig), sondern zudem auch in der Süddeutschen Zeitung und in der Rheinischen Post. Weitere Inserate sollen Gerüchten zufolge in Kürze im Schwarzwälder Boten, im Modelleisenbahn-Report und im dm-Magazin al verde veröffentlicht werden. 



Steintürmchenmann, was ist da los?!

rd | 19. Oktober 2018, 18:17 | 14 Kommentare
Markus Gern mit Hund Floh vor seinen Steintürmchen in Tiergartenwald… ist nun Schluss damit?
Kompromissloses Verhalten, verbale Attacken… was ist passiert? (Foto: Rauno Vollrath)

Hat die Hochstapelei ein Ende?

Seit Jahren sind die Steintürmchen, die Markus Gern am nordwestlichen Ende des Tiergartenwaldes aufstellt, Spaziergängern ein steter Quell der Beschaulichkeit. Vor mehr als vier Jahren begann der 54-jährige Klever, ein Buddhist, damit Kieselsteine, die er im Wald findet, aufzutürmen. An einer Wegeskreuzung stehen mittlerweile so viele der filigranen Gebilde, dass man unwillkürlich an die Skyline einer Stadt aus irgendeinem Fantasyfilm denkt. Markus Gern selbst bezeichnet sein Werk als „dreidimensionales Mandala“, dessen Wesen einige der so genannten Vollkommenheiten aus der buddhistischen Lehre widerspiegele – Konzentration, Disziplin und Strebsamkeit.

Doch jetzt scheint die entrückte Tätigkeit in irdische Verstrickungen geraten zu sein. An einem Baum in der Nähe der vollgetürmten Wegeskreuzung entdeckten Spaziergänger gestern in einer Klarsichthülle einen handgeschriebenen Zettel:

Liebe Freunde!

Nach kompromisslosen Verhalten und verbalen Attacken gegen meine Person habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, das „Projekt Steine“ bis auf weiteres zu beenden! Viele Dank für jahrelange Freundschaft und Unterstützung und viele nette Begegnungen! 

Euer Markus und Floh

Was genau passiert ist, war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Allerdings regen sich nun die Freunde des Hoch-Staplers, die das Ende der friedvollen Waldaktivität zu verhindern suchen. Ein Anhänger brachte unterhalb des ursprünglichen Zettels eine Botschaft an: „Zum einen [muss ich] dir erst einmal sagen, wieviel Freude mir diese Gebilde die ganzen letzten Jahre über gemacht haben… und Dir danken, dass Du sie gegen alle anfänglichen Widerstände, wie Du uns einmal erzählt hast, jeden Tag gehegt und gepflegt hast… Leider gibt es immer diese Leute, die sich nur stark und gut fühlen, wenn etwas schlechtreden oder zerstören können. Aber ich glaube ganz fest, die Steinmännchen-Fans sind in der Überzahl! Daher, liebe Spaziergänger, schreibt Markus doch hier auch einmal, dass die Steinmännchen zum Klever Waldbild gehören und erhalten werden müssen. Ich hoffe sehr, dass Du Deine Meinung vielleicht nochmal überdenkst.“

kleveblog meint: Hoffentlich!


Neue Lounge in der Schlossstraße: Kleve erweitert außengastronomisches Angebot!

rd | 17. Oktober 2018, 14:50 | 12 Kommentare
Zeit zum Chillen

Die Weltstadt Kleve, Heimat von Stil und Geschmack, präsentiert sich der Öffentlichkeit in Wurfweite ihres Wahrzeichens mit einer neuen, chilligen Außengastronomie. Zwischen „Blauer Himmel“ und „Bar & Brot“ eröffneten zukunftsgewandte Wirte an der Schlossstraße eine Lounge, die dazu einlädt, sich einfach mal hinzufläzen und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen. Der Kunde hat die Wahl zwischen rostfarbenen Designsofas und coolen Matratzenlagern, die einem das längst verloren geglaubte Jugendheimgefühl zurückbescheren. Getränke bitte selbst mitbringen!