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Kies ist unser Öl

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3 Meter Hochsicherheitsradweg

28. Juli 2010 · 19 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Das Radwegekonzept in der praktischen Umsetzung

Auch auf die Gefahr hin, dass Kritiker zu der Erkenntnis gelangen, dass ich den lieben langen Tag nichts anderes zu tun habe, als am Opschlag herumzulungern und alles Erdenkliche abzulichten, sei dem Leser dieses kleine, aber feine Stück Radweg eingangs der unteren Herzogstraße nicht vorenthalten. Ich denke, die drei bis fünf Meter weiße Linien, in liebevoller Handarbeit angebracht, werden dem Klever Radfahrer das Leben sehr erleichtern. Danke für so viel Daseinsvorsorge, liebe Stadtverwaltung!

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In der Tat: Schweizerhaus steht zum Verkauf

27. Juli 2010 · 7 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Keine Ahnung, was das nun wieder zu bedeuten hat, aber die auf die Vermarktung von Objekten, die zwangsversteigert werden sollen, spezialisierte Firma Hudson Advisors Germany GmbH hat seit wenigen Tagen beim Onlinemakler Immobilienscout24.de ein “vielseitig nutzbares Hotel im Zentrum von Kleve” zum Verkauf angeboten – natürlich, das Schweizerhaus in der Oberstadt (hier der Link zur Angebotsseite). Wer drei Millionen Euro übrig hat, kann investieren. Was er dafür bekommen würde? Das:

Bei diesem Objekt handelt es sich um ein vollunterkellertes, bis zu viergeschossiges Hotel mit 126 Zimmern, Tagungsräumen, Restaurant, Kegelbahn etc. Parkplätze sind vorhanden. Für die Bevorratung stehen diverse Kühl- und Lagerräume zur Verfügung. Die sich im Keller befindliche Heizungstechnik und Warmwasserbereitung wurde im Jahre 2005 modernisiert. An der rückwärtigen Südwestecke befindet sich eine Diskothek, die erst 2003 eingerichtet wurde. An der Südseite zum Parkplatz gelegen ist ein Biergarten in Terrassenform vorgelagert. Insgesamt 126 Zimmer mit 311 Betten. Mieteinnahmen p.a. (Soll): 300.000,00 €

Erst am 12. März 2008 war es zum letzten Besitzerwechsel gekommen. Damals hatte das niederländische Investorenduo David Shemesh und Sabah Nissan mit großem Bohei im Saal D270 des Amtsgerichts Kleve das zuvor lange dahinsiechende Hotel für 3,75 Millionen Euro im Rahmen einer Zwangsversteigerung erworben. Nachdem der Auktionator den Betrag der beiden Holländer “zum ersten, zum zweiten und zum dritten” ausgerufen hatte, klatschten die beiden Unternehmer sich in Sportlermanier begeistert ab. Nissan erklärte: „Wir wollen (das Schweizerhaus) attraktiver machen. Es soll ein Klub werden und ein besseres Restaurant erhalten. Wir wollen hier investieren.“

Doch den ganz langen Atem hatten sie offenbar nicht.

Aus dem kleveblog-Archiv: Der Vergleich: Schweizerhaus vs Radhaus

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Ein Wort zur Herrensitzung

25. Juli 2010 · 20 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Steuern gehen nach Düsseldorf! Wir sind Brauchtum, die anderen Ballermann! Bei uns (im Schweizerhaus) herrscht noch Kultur, im Festzelt regiert der Kommerz! Wir sind Kleve, das ist Goch! Dumpfe Ressentiments dieser Preisklasse erfreuen seit ein paar Tagen die Zeitungsleser in Kleve, seit das von Günther Liffers geführte Comitee Klever Herrensitzung verkündet hat, dem Festzelt in der Unterstadt den Rücken zu kehren und wieder zurück ins Schweizerhaus zu ziehen.

Allerdings – und das muss auch der Autor dieser Zeilen anerkennen, was aber nichts an seiner persönlichen Sicht der Dinge und der handelnden Personen ändert – hat das Klever Warsteiner-Karnevalsfestzelt Zuspruch gefunden, bestusste Ballermannmusik hin, brachialer Unterdergürtelliniehumor her (viel Lob gab es übrigens für den gut organisierten Service).

Eigentlich klar, dass die Veranstalter es nicht leer stehen lassen, wenn das CKH auszieht. Gründen sie eben einen eigenen Verein – die Klever Club-Männekes (oje!) – und kaufen sich auch ein paar Büttenredner plus Tanztruppen ein. Gibt’s eben zwei Sitzungen, was soll’s?

Doch dann bricht plötzlich das larmoyante Gejammere der Veranstalter vom CKH los: Ihre Sitzung – mit eingekauften Büttenredner und ein paar barbusig tanzenden Mädchen – sei Kleve, sei Brauchtum?! Gar Kultur!? Also hier anhand der auf einer Pressekonferenz vorgestellten Mietkünstler der CKH-Klevekulturbrauchtumsbegriff, in der kommenden Session übrigens unter dem Motto “Döntjes än Loll – Man(n) findet’s toll”:

  • Die Erdnuss
  • Charly Katerndahl
  • Der Leo
  • Lieselotte Lotterlappe

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Eine Symphonie in Klinker, Stahl und Sand

23. Juli 2010 · 12 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Der neugestaltete Opschlag – ein gefundenes Fressen für ambitionierte Lichtbildner, denen es immer wieder gelingt, die Faszination dieses Geländes in eine Handvoll Pixel zu fassen. Hier – mit Dank an den Einsender – ein Schwung von vier Fotos, die gerade eben in mein Postfach flatterten (am besten auf die einzelnen Motive klicken oder “Mit PicLens anzeigen” auswählen, bei der Diashow werden die hochformatigen Motive abgeschnitten):

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Was über Kühe (keine Cash-Cows)

21. Juli 2010 · 16 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Was könnte diesen frühen Kühen blühen – außer Mühen?

Da fährt man so mit dem Rad durch den Niederrhein, sieht links und rechts saftige Weiden, und ab und an stehen da ein paar Kühe drauf rum. Und sofort denken solche großstadtgeschädigten Menschen wie ich: “Schön, dass es so etwas noch gibt! Glückliche Kühe, die auf der Weide stehen, den ganzen Tag Gras fressen und kauen und wiederkäuen – und abends den Bauer mit fetter Milch entlohnen, die noch so richtig nach saftigem Gras schmeckt.”

Genau das dachte ich auch Montag, als ich in Kalkar nahe des Kernwasserwunderlandes diese Kühe erblickte. Aber welch Irrtum!

Ein wissender Gesprächspartner holte tief Luft und sagte dann: “Du unwissender, großstadtgeschädigter Mensch mit romantisierenden und anthropomorphisierenden Vorstellungen von Landwirtschaft! Draußen auf dem Feld stehen nur die Kühe, die entweder noch nicht gekalbt haben (und somit noch keine Milch geben), trächtig sind oder solche, deren Milch bei einem sensorischen Test durchgefallen ist. Die Hochleistungskühe, die verwertbare Milch geben, stehen den ganzen Tag unter Dach in Boxen – bei einer Freilandhaltung würde die Qualität der Milch zu schwankend sein.”

Tja, noch eine Illusion weniger.

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Lindenhof-Erlebnisgastronomie (43 Minuten für einen Eiskaffee)

19. Juli 2010 · 1 Kommentar · Diesen Artikel drucken

Slow Food

“Zwischen Donsbrüggen und Mehr hat ein neues Café aufgemacht, sehr groß, mit schönem Garten.” So oder ähnlich hörte ich es seit zwei Wochen von Freunden, und auch eine kritische Stimme war dabei: “Lausiger Service.” Aber der Kritiker hatte unrecht – gar kein Service trifft die Sache eher. [Read more →]

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Kirmesdiät (mit 0 Kalorien)

18. Juli 2010 · 1 Kommentar · Diesen Artikel drucken

Abnehmen kann so einfach sein, liebe Brigitte-Leserinnen! Hier die aktuelle Trenddiät:

Man kaufe:

  • Lebkuchenherzen
  • Reibekuchen
  • Gebrannte Mandeln
  • Zuckerwatte
  • Liebesäpfel
  • Popcorn (größter Beutel)

… packe die Sachen in eine große Tüte und werfe sie vor dem Verzehr weg.

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Kirmesanekdote (mit 100 Toten)

18. Juli 2010 · 9 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Der zweifelsohne beste Kirmesstand in diesem Jahr ist der “Mäusezirkus” (zwei Euro). Draußen fährt eine (mechanische) Maus vergnügt Seilbahn, drinnen – so verspricht es die Werbung – erlebe der Besucher 300 Mäuse in einer ganz natürlichen Umgebung. Eine mir bekannte Mutter wagte am Familiendonnerstag mit ihren beiden Töchtern den Besuch.

Hier der Bericht: “Als erstes wird man von der Hitze in dem Wagen erschlagen – das waren gefühlte 60 Grad. Dann sieht man drei Playmobillandschaften, Fort Knox und ähnliches. Darin laufen dann die Mäuse rum – zumindest die, die noch leben. Für geschätzte hundert Tiere war die Hitze wohl auch zu viel geworden, die lagen rücklings mit von sich gestreckten Beinen in dem Plastikspielzeug rum. Da sind wir sofort wieder raus.”

Frage: Wenn 300 Mäuse angepriesen werden, aber nur noch 200 leben – darf der Besucher dann rückwirkend den Eintrittspreis um 30 Prozent mindern? Stiftung Warentest wird antworten.

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Der erste Zitronenadmiral

18. Juli 2010 · 4 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Aus der Serie beschaulicher Wochenendfotos voller Natur und Stimmung, deren Motive uns das wohlige Gefühl geben, eins zu werden mit der Schöpfung, nun hier ein in einer Art digitalen Heideggermanier verewigtes höchst seltenes Tier, das eben noch mein Frühstück bereicherte – ich denke mal, es ist ein Zitronenadmiral:

Dazu bitte Louis Armstrong laufen lassen

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Überlebenstipps (3)

17. Juli 2010 · 2 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Allein, allein, allein

Klever haben ein zwiespältiges Verhältnis zu allem, was ca. zehn Kilometer weiter südlich passiert. Aber: Das Freibad Goch Ness, morgens von zehn bis zwölf Uhr, ist unübertroffen im Kampf gegen alles über 30 Grad (Eintritt 2,50 Euro). Ein paar Klever sind da (vermutlich ebenso frustriert wie ich über die halsstarrigen Öffnungszeiten des Sternbusch-Freibads, aber die Stadtwerke Kleve müssen ja sparen, um das Geld für unsinnige Parkhäuser hereinzuholen). Die Besucher kommen in den Genuss eines menschenleeren Baggersees. Menschenleer! Und nebenbei kann man die Kunst der Kiesförderung studieren (“unser Öl” – aber nicht so gefährlich).

Mit der Ruhe vorbei ist es so gegen 12 Uhr, wenn die ersten Schüler aufschlagen. Aber auch dann bleibt’s spannend (so möchte ich dem 1.- FC-Kleve-Spieler, der kürzlich im Laufe der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, raten, seine schulische Ausbildung nicht zu vernachlässigen, die Freunde waren auch in Sorge) – und Vanessa sollte bitte ihren Beziehungsstatus nicht auf “vergeben” stellen, wenn sie noch zu haben ist. Sonst gibt’s noch Zickenkrieg.

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