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Kies ist unser Öl – Pflichtblatt des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes

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Bestes Brennholz – kein Thema für Grüne, oder?

8. März 2010 · 19 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Stoff für wohlig-warme Winterabende

Stoff für wohlig-warme Winterabende

Kommentator Aboguru wusste bereits im Vorfeld davon, der Naturschützer Karl-Heinz (”Charly”) Burmeister, Bevollmächtigter des BUND-Landesverbandes NRW, weist nun die rätselhaft apathische Fraktion der Grünen im Klever Stadtrat auf die jüngste unerklärliche Baumfällaktion im Stadtgebiet hin:

Schon wieder, liebe Leute, ist kurz vor dem Wochenende bei Fuiji eine prächtige Buche von den USK gefällt worden und wird so zerlegt, dass es Brennholz wird. Den Baum hatten wir in die Baumschutzsatzung aufgenommen! Seid ihr eigentlich noch über solche Aktionen informiert oder macht die Verwaltung, was sie will? Der Baum war völlig gesund. Bei der Stadt Kleve scheint derzeit die Narrenfreiheit, Beliebigkeit und Willkür ausgebrochen zu sein und ich frage euch, wer die Kontrolle übernimmt. Wer noch mitbekommen hat, wie schwer es war, eine Baumschutzsatzung einzurichten, muss von deren Effizienz masslos enttäuscht sein. Und von den GRÜNEN. Selbst wenn es einen sachlichen Grund für die Fällungen gegeben haben sollte, muss ihn die Stadt der Öffentlichkeit vorher erklären. Exponierte Bäume und Alleen haben Thema der GRÜNEN zu sein, und nicht der USK! Und nicht bei Nacht und Nebel.

Gruss Charly

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Er weiß ALLES

7. März 2010 · 13 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Nicht vergessen wollen wir, dass die Mitgliederversammlung des Ortsverbandes Kellen der CDU stattgefunden hat. Natürlich gab es das Übliche, also Wiederwahl des Vorsitzenden Werner Verhoeven, Grußwort des Stadtverbandsvorsitzenden, Wahlen von Beisitzern und Kassenprüfern. Aber dann – und hier wird die in die Niederrhein Nachrichten vom Mittwoch eingeflossene Pressemitteilung der Partei wörtlich zitiert – kam ER:

Bürgermeister Theo Brauer referierte anschließend über kommunalpolitische Themen wie die Finanzpolitik der Stadt Kleve, die kommunalen Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Lichte der Globalisierung, das Stadtentwicklungskonzept Kleve 2020, Werkstattverfahren sowie Unterstadtbebauung und die Schullandschaft mit Schwerpunkt Hochschule Rhein-Waal.

Kurze Frage: Wie lange dauerte das Referat? Drei Tage?

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Dehoganiveau – ein merkwürdiger Flughafenbriefwechsel

7. März 2010 · 21 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Muss die Erfolgsgeschichte des Flughafen Niederrheins neu geschrieben werden? Jedenfalls gibt es da einen merkwürdigen Briefwechsel zwischen dem Landrat Wolfgang Spreen und dem Geschäftsführer der Flughafen Niederrhein Gmbh, Ludger van Bebber, in dem die Situation der “Job-Maschine Airport” in erstaunlicher Offenheit geschildert wird. Und das klingt irgendwie ganz anders als die offizielle Jubelprosa aus den vergangenen Jahren. Erst schreibt Herr Spreen (am 14. Januar):

Sehr geehrter Herr van Bebber,

in der Sitzung am 17.12.2009 hat der Kreistag in nichtöffentlicher Sitzung dem Erwerb von 100 % der Geschäftsanteile an der Airport Gastronomie GmbH durch die FN zugestimmt. In diesem Zusammenhang wurde jedoch seitens der SPD-Kreistagsfraktion geschildert, dass ihr von Beschäftigten der Airport Gastronomie GmbH Entgelte zwischen drei und vier Euro in der Stunde genannt worden seien. Dies entspräche nicht der Entlohnung, die nach dem Mantel- und Entgelttarifvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Gaststätten- und Hotelgewerbe des Landes Nordrhein-Westfalen geschuldet sei. Ich habe der SPD-Kreistagsfraktion zugesagt, mich für eine tarifvertragsgerechte Entlohnung dieser Beschäftigten einzusetzen. In diesem Sinne, sehr geehrter Herr van Bebber, möchte ich Sie bitten, die angesprochenen Beschäftigungsentgelte zu überprüfen und ggfs. für die Einhaltung des geltenden Tarifvertrags Sorge zu tragen.

Mit freundlichen Grüßen

Eine Woche später, am 21. Januar, antwortet der sehr geehrte Herr van Bebber auf das Schreiben:

Sehr geehrter Herr Spreen,

vielen Dank für das o.g. Schreiben. Die darin enthaltenen Vorwürfe haben uns sehr verwundert.

Die in dem Schreiben genannten drei bis vier Euro entsprechen etwa der Hälfte des gültigen Tarifs für einfache Servicekräfte, den wir auch entsprechend vergüten. Daneben haben wir noch einige Mitarbeiter in anderen Positionen (beispielsweise Schichtleitung), die in der Regel 20-30% über dem Tarif bezahlt werden. Darüber hinaus greifen wir auch auf Kapazitäten im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung zurück. Hier werden die Mitarbeiter ebenso entsprechend dem gültigen Tarif entlohnt, der etwa dem Dehoganiveau entspricht.

Vor diesem Hintergrund können wir uns die Basis der genannten Behauptung nicht erklären. Es wäre sicher sinnvoll, uns das konkrete Beispiel zu nennen oder einfach sich von den angegebenen Beschäftigten eine anonymisierte Abrechnung geben zu lassen.

Obwohl wir über Jahre aufgrund der schwierigen Genehmigungssituation unter extremen betriebswirtschaftlichen Zwängen stehen(,) haben wir immer versucht(,) einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern zu pflegen. Selbst in den schwierigen Jahren 2005 und 2006 haben wir uns nicht von Mitarbeitern getrennt, obwohl dies eigentlich betriebswirtschaftlich geboten gewesen wäre. (…) Insofern unterscheidet sich das Projekt deutlich von anderen (oft kurzfristig orientierten) Projekten im Bereich des Private Equity. Aufgrund dieser langfristigen Orientierung waren wir allein in den letzten drei Jahren in der Lage(,) mehr als 800 neue Arbeitsplätze am Airport zu schaffen in einem mittlerweile extrem schwierigen konjunkturellen Umfeld. (…)

In vielen der mehrmals existenzbedrohenden Situationen waren für unsere Mitarbeiter und sicher auch für das Management die Grenzen der physischen und insbesondere der psychischen Leistungsfähigkeit erreicht und überschritten. Getragen hat uns in diesen Zeiten immer wieder der breite Konsens in der Öffentlichkeit und im politischen Raum des Kreises Kleve, die Unterstützung unserer Gesellschafter und natürlich aller Mitarbeiter am Airport. Diesen nachhaltigen Weg wollen wir auch zukünftig fortsetzen und das geht sicher nicht, wenn wir unseren Mitarbeitern drei Euro pro Stunde bezahlen.

Nur gemeinsam sind wir stark!

Mit freundlichen Grüßen

Was aber sagen uns diese Briefe? Die Diskussion ist eröffnet!

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Wieder eine Politiker-Ehe gescheitert

6. März 2010 · 13 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Armer Ronald Pofalla! Er steht im Zentrum der Macht – aber was macht sein Zentrum? Der Ex-FAZ-Herausgeber Hugo Müller-Vogg berichtet heute in der Bild-Zeitung unter der Überschrift “Wieder eine Politiker-Ehe gescheitert” vom schwierigen Leben der Spitzenpolitiker im Rampenlicht:

Mancher Bürger mag Spitzenpolitiker um ihr Leben auf der Überholspur beneiden: große Auftritte, viele Reisen, Blitzlicht und Blaulicht. Doch der Preis für die Karriere ist häufig das Ende einer Beziehung. Der eine Partner immer unterwegs, der andere zu Hause – da bleibt häufig die Liebe auf der Strecke.

Diesmal habe es den aus unseren Gefilden stammenden Kanzleramtsminister Ronald Pofalla getroffen, dessen Ehe mit Britta am Freitag vor dem Amtsgericht Geldern nach zehn gemeinsamen Jahren zu den Akten gelegt wurde. Die Scheidung sei einvernehmlich erfolgt, so Müller-Vogg. Britta Pofalla, die aus Emmerich stammt, ist wie Pofalla als Anwältin in der Essener Kanzlei von Stephan Holthoff-Pförtner (Helmut Kohl, WAZ) tätig.

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Aufstellung der Nebentätigkeiten 2009

5. März 2010 · 48 Kommentare · Diesen Artikel drucken

(Aktualisiert) Um es mal so zusagen: Von dem Geld, das Landrat Wolfgang Spreen (CDU) im Jahr 2009 noch so nebenbei verdient hat, könnten acht Verkäufer ein Jahr lang bei McPaper beschäftigt werden (Rechnung: 24.800/6 (Stundenlohn)/40 (Stunden/Monat)/12 (Monate/Jahr) = 8,6). (Wie auch schon in den Kommentaren steht, bleiben dem Landrat davon allerdings nur 6000 Euro. Alle über diesen Betrag hinausgehenden Einnahmen müssen laut Vorschrift an den Dienstherrn abgeführt werden (was auch geschehen ist, so Kreissprecher Eduard Großkämper).

Lfd. Nr. Art der Nebentätigkeit Pauschale/Vergütung (insgesamt)
1 Mitglied der Verbandsversammlung, des Verwaltungsrates sowie des Haupt- und Bilanzprüfungsausschusses der Sparkasse Kleve 10.910,00 EUR
2 Mitglied des Kommunalbeirates Geldern der Sparkasse Krefeld 400,00 EUR
3 Mitglied der Trägerversammlung sowie stellv. Mitglied des Verbandsvorstandes des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes 3.480,00 EUR
4 Mitglied des Regionalbeirates der RWE Energy AG 5.850,00 EUR
5 Mitglied des Kommunalbeirates Niederrhein der RWE Rhein-Ruhr 200,00 EUR
6 Mitglied des Aufsichtsrates sowie der Mitgliederversammlung der GVV-Kommunalversicherung und Mitglied des Regionalbeirates der GVV-Privatversicherung 3.480,00 EUR
7 Mitglied im Kommunalen Beirat der niederrheinischen Gas- und Wasserwerke 500,00 EUR

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Abenteuer Jobbörse: Bachelor of Love bei der LVA

3. März 2010 · 21 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Der Mann von der Bundeswehr im hellblauen Hemd wollte mich nicht als embedded Reporter, rechts ein Ausschnitt der aufblasbaren Kokosnuss, in der die Mitarbeiter von jobrapido Interessenten empfingen

Der Mann von der Bundeswehr im hellblauen Hemd wollte mich nicht als embedded Reporter, rechts ein Ausschnitt der aufblasbaren Kokosnuss, in der die Mitarbeiter von jobrapido Interessenten empfingen

Die Wirtschaftskrise! Da muss man sich auch mal umsehen, wenn’s so richtig nicht läuft. Zum Beispiel auf der vierten Klever Jobbörse in der Stadthalle, an deren Eingangstür der Hinweis auf die bevorstehende Aufführung von “Kein Job für Sünder” mich auch nicht abschrecken konnte. Ich wollte Arbeit. Hier. Jetzt.

1. Versuch: Nicole von der etablierten Klever Softwareschmiede db-central (wie sich herausstellen sollte, das einzige private Unternehmen – von Zeitarbeitsfirmen mal abgesehen) fragt mich: “Was können Sie denn?” “Schreiben.” “Und sonst?” “Nichts. Aber ich könnte vielleicht Programme schreiben.” “Beherrschen Sie denn Programmiersprachen wie PHP und C++?” “Ja, ich kann das Datum in PHP. Und ich habe schon mal eine Website gebaut.” “Mh, das wird schwierig. Aber ich gebe Ihnen trotzdem mal meine Visitenkarte, dann können Sie eine Initiativbewerbung schreiben.” Danke, Nicole!

Das fängt ja gut an. Eine Minute Konversation, und schon darf ich eine Bewerbung schreiben. Aber es kommt noch besser:

2. Versuch: Die Deutsche Rentenversicherung. “Die Rente ist sicher”, heißt es ja immer. Bestimmt auch als Arbeitgeber. Aber bin ich nicht zu alt? “Nein, wenn es Ihnen nichts ausmacht, neben 20-Jährigen die Schulbank zu drücken.” Bei der Rente gibt’s nämlich nur Ausbildungsplätze. Stimmt die Kohle denn? “Sie bekommen während der Ausbildung 870 Euro monatlich, und dazu studieren sie. Hinter sind Sie Bachelor of Love.” Das passt ja, dachte ich noch, aber dann klärte mich meine Begleiterin auf, dass es vermutlich Bachelor of Law hieße.

Trotzdem: Eine Bewerbung und einen fast schon sicheren Ausbildungsplatz nach fünf Minuten – Jobkrise, wo bist du? Hier:

3. Versuch: Bundeswehr: “Was können Sie denn?” “Schreiben, aber ich würde auch kämpfen.” “Wie alt sind Sie denn?” “44.” “Oh, das ist leider viel zu alt, wir nehmen nur bis zum Alter von 25, in Ausnahmefällen bis 31 Jahre.” “Aber ich könnte doch als embedded Reporter irgendwo mitfahren und schöne Kriegsberichte schreiben.” “Nein, dafür haben wir die freie Presse.” So schnell gebe ich natürlich nicht auf: “Die schreiben aber auch, was sie wollen. Ich würde schreiben, was SIE wollen.” Doch die Abwehrfront steht: “Das ist doch gut, dass es die freie Presse gibt, wenn die nicht schreiben würde, dass Soldaten rohe Schweineleber essen müssten, würde sowas nicht aufgedeckt.” Ein echter Demokrat, der Mann mit einer Raute auf der Schulter (Dienstrang? Leutnant – Danke, Marek!), aber für meine beruflichen Ambitionen allerdings eine Art MOAB. Immerhin, ich darf einen Handzettel mitnehmen.

4. Versuch: Flughafen: Die Firma AviSec, was vermutlich für Aviation Security steht, preist sich als eines der führenden deutschen Ausbildungszentren für Luftsicherheit. Luftsicherheit, das heißt in dem Fall Passagiere abtasten. Die Plätze am AviSec-Tisch sind gut besetzt, viele Männer und Frauen füllen ein Bewerbungsformular aus. Scheint ja durchaus begehrt zu sein – ich aber lande unsanft auf dem Boden der Tatsachen, denn Nebila von AviSec klärt mich darüber auf, dass die achtwöchige Ausbildung im Abtasten und Koffergucken 3390,00 Euro kostet (!), was aber evtl. vom Arbeitsamt übernommen werde. (Man erkennt das Geschäftsprinzip: Vom Arbeitsamt Geld für verlorene Seelen abgreifen. Ein Kurs mit 25 Teilnehmern bringt AviSec also 84.750 Euro. Er dauert 320 Stunden. Daraus ergibt sich ein Stundensatz von 264,84 Euro!!!) Nun wollte ich aber nicht das süße Leben der AviSec-Chefs finanzieren, sondern selbst etwas verdienen.

Deshalb der 5. Versuch: Die Herren des Verfahrens persönlich, die Agentur für Arbeit. Eine Frau hört sich meine interessante Biographie an, dann meint sie, vielleicht am besten Mal unter “Verschiedenes” nachsehen. Klar, mache ich sofort. Im Angebot: Büchsenmacher (kann ich nicht), Helfer in der Landwirtschaft (wäre machbar, wer sagt’s denn). Leider sind zu Verdienst etc. keine weiteren Angaben erhältlich, sodass die Offerte etwas diffus bleibt.

Also weiter zum 6. Versuch: Schreiben kann ich, da sollte reden nicht viel schwieriger sein – auf zum Stand von Antenne Niederrhein, auf zur Lösung all meiner Probleme. Volker sagt mir, dass Nachwuchsjournalisten gesucht werden. Ich entgegne: “Nachwuchsjournalisten, das ist doch nur ein anderes Wort für Praktikanten!” So sei das heute aber überall, erwidert Volker. Kann sein, aber ohne mich – ich möchte ja abends mit etwas Geld in der Tasche nach Hause kommen…

Zunehmend desillusioniert nimmt mich plözlich eine surreale Szenerie gefangen – eine aufblasbare Kokosnuss von den Ausmaßen einer Hüpfburg, in deren Inneren zwei junge Menschen ein Versprechen in einem Wort abgeben: jobrapido (es handelt sich übrigens um ein Angebot der Agentur für Arbeit). Treffer, hier bin ich richtig!

7. Versuch: “Hallo, ich suche einen Job. Sofort. Hauptsache Geld.” Eine junge Frau, ich glaube, sie hieß Sabine, füllt die Suchmasken ihres Rechners aus. Und da kommt es auch schon, mein persönliches Angebot: Aushilfe bei McPaper! 40 Stunden im Monat, auf Abruf bereitstehen, Sabine schätzt irgendwas zwischen fünf und sieben Euro pro Stunde. Als Arbeitsgeber tritt nicht einmal McPaper auf, sondern eine Firma aus Berlin, die Workstation AG (klingt nach Methode Schlecker). 40 mal sieben, das ergäbe einen Monatsverdienst von 280 Euro! Qualifiziert bin ich auch – denn ich weiß, dass am Ende des Verkaufsgesprächs immer noch dieses erzdämliche “In dieser Woche haben wir übrigens Tesafilm im Angebot, wollen Sie nicht noch ein paar Rollen kaufen?” kommt. Bingo! Schluss mit diesem nerv- und zeitraubenden Contentbergwerk kleveblog hier – ab jetzt wird gearbeitet!

***
ps. Materielle Bilanz: 3 Kugelschreiber, 2 Tüten Fruchtgummi, 2 Schlüsselbänder und eine Fahrradsattelhaube von der Euregio

pps. Der Fairness halber sei gesagt, dass das Angebot insgesamt informativ ist, wobei jedem Interessenten, der einfach nur einen Job sucht, schnell klar sein dürfte, dass sein Heil allein in der Zeitarbeit liegt (ca. die gesamte linke Hälfte der Stadthalle) und da vor allem in den Niederlanden (aufm Bau, mindestens fünf Anbieter).

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Goch: FH Kleve nach Emmerich – Studenten werden kaserniert

2. März 2010 · 40 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Freut euch, Studenten der Fachhochschule Rhein-Waal, Ihr werdet bis zum Sommersemester 2012 kaserniert! Der Weg zu eurem Bachelor oder Master führt euch demnächst geradewegs in die rund einen Kilometer vom Emmericher und neun Kilometer vom Klever Stadtzentrum entfernte Prinz-Moritz-von-Nassau-Kaserne. Das WAZ-Internetportal Der Westen meldet (hier der Link zur Geschichte):

Die Hochschule Rhein-Waal wird vermutlich bereits zum kommenden Wintersemester Räume der ehemaligen Moritz-von-Nassau-Kaserne in Emmerich anmieten. Das 326 000 Quadratmeter große Gelände sei derzeit die einzige Alternative, erklärte (FH-Vizepräsident) Martin Goch. Mit der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) werde bereits über einen entsprechenden Mietvertrag verhandelt (…) Allerdings müsse das zuständige Innovationsministerium in Düsseldorf vorab seine Zustimmung für Anmietung und vor allem die „durchaus kostspieligen“ Umbauten geben. Die würden sich nach ersten Schätzungen auf eine sechsstellige Summe belaufen. In Mannschaftsblocks und weiteren Räumen der ehemaligen Kaserne könnten zunächst zehn Hörsäle entstehen.

Mit anderen Worten: Statt süßem Stundenleben Kasernenhofton, statt WG Mannschaftsbaracke. Das rockt. Vor allem die Vermieter von Studentenwohnungen in Kleve dürften vor Freude Luftsprünge machen. Für die Studenten hier schon mal die wichtigsten Begriffe zum Umgewöhnen:

Studenten sagen üblicherweise… … aber an der FHRW heißt es künftig
BaFöG Sold
Asta-Vorsitzender Stubenältester
“Äääh.” “Jawoll, Herr Unteroffz.!”
c.t. 5 Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit
Hörsaal Baracke
Mensa Gulaschkanone
Vorlesung Briefing
Abschluss Abschuss
Umgekippter Kaffeebecher Kollateralschaden
Bachelor Unteroffizier
Master Brigadegeneral
Leopard Leopard II
Flyer Phantom

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Eine Frage der Größe

2. März 2010 · 26 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Kleiner Fotoservice für alle auswärtigen und exilierten Leser, die sich nicht richtig vorstellen können, was es bedeutet, dass Kleve eine Fachhochschulstadt geworden ist: Hier der – in der Abenddämmerung aufgenommene – Blick auf die “Großbaustelle Fachhochschule”. Mitarbeiter der auswärtigen Firmen werden mit großflächigen Wegweisern “Großbaustelle Fachhochschule Tor 1-3″ und “Tor 4-6″ schon weit vor der Stadt zielsicher zum Gelände geleitet. Und so viel ist sicher: Den schönsten Bauzaun haben wir schon – da traut man sich ja nicht mal mehr, ein Cinque-Plakat dranzukleben!

Am Ufer des Spoykanals erstreckt sich das Gelände der FH-Baustelle vom Klever Ring bis zur Unterstadt – Platz für ganz schön viele Dozenten und Studenten

Am Ufer des Spoykanals erstreckt sich das Gelände der FH-Baustelle vom Klever Ring bis zur Unterstadt – Platz für ganz schön viele Dozenten und Studenten

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Frauen und Arbeit. Es ist nicht leicht

2. März 2010 · 10 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Ludger Distelkamp schreibt (in der Rheinischen Post von heute in einem Artikel über “besonders arbeitsmarktferne Personen”): “Es sind häufig alleinstehende Männer, die länger als zwei Jahre ohne Beschäftigung sind.”

Ralf Daute meint: “Ist es nicht genau andersrum? Und zwar so: Es sind häufig länger als zwei Jahre beschäftigungslose Männer, die alleinstehend sind.” Denkt mal drüber nach, liebe Beziehungsexperten!

Morgen gehe ich zur Jobbörse. Na gut, erst ins City-Büdchen, aber dann zur Jobbörse in die Stadthalle. Kann ja so nicht weitergehen!

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Kleve, grüne geklinkerte Insel zwischen Rhein und Maas

2. März 2010 · 9 Kommentare · Diesen Artikel drucken

Bald schon reif…

Bald schon reif…

… für den Kamin

… für den Kamin

(Aktualisiert) Nun hat auch Xynthia kräftig Hand angelegt an den Baumbeständen der Stadt (minus ca. 40), aber was ist schon die Urgewalt eines Orkans im Vergleich zur ebensolchen der Kettensägen der Umweltbetriebe der Stadt Kleve? Hier die Übersicht über alles, was Bäumen in der Stadt und im Umland bereits gefällt wurde bzw. in naher Zukunft wegkommen soll, inkl. Begründung für Entgrünung, soweit erhältlich. Man staunt und denkt fast schon mit etwas Wehmut an den schön altbackenen Werbseslogan der Stadt “Kleve – grüne Insel zwischen Rhein und Maas”, der aber ohnehin eingemottet werden soll. “Und womit? Mit Recht.” (R. Kramer, Kranenburg)

Standort Bäume Kettensäge kommt, weil…
Opschlag 1 Platane (mehr dazu hier) Das Fundament der Mauer hat versehentlich das Wurzelwerk zerstört, angeblich war die Standsicherheit gefährdet. Wer sich das prachtvolle Ensemble am Spoykanal ansieht, wird vermutlich begeistert einstimmen in den Chor der Menschen, die da sagen: Diese Mauer war’s wert…
Krohnestraße ca. 40 Alleebäume Kanal muss saniert werden, doch das geht nur, wenn die Bäume verschwinden (allerdings liegt eine Genehmigung noch nicht vor)
Königsallee Alleebäume Ebenfalls eine angeblich unvermeidbare Kanalsanierung. Umbenennung in Königstraße nur noch eine Frage der Zeit
Haus Bernauer Eine Buche Dazu Theo Brauer im Rat: “Der Baum war tot… Alles war ordnungsgemäss”.
Stadthalle Mehrere Ahorn (?) Aus Lärmschutzgründen (!!) – wegen der bevorstehenden Sanierung der Stadthalle (kann man die nicht als Hörsaal nutzen (Audimax)?)
Eichenallee Eichen Womöglich die gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass durch irgendwelche Straßenbauarbeiten das Kleinod gefährdet wird, sinkt. Sollte der Rat der Stadt über Bau oder Nichtbau der Umgehungsstraße abstimmen (ich habe allerdings keine Ahnung, ob im Prozedere ein Votum überhaupt noch vorgesehen ist), dürfte sich nach derzeitigem Stand keine Mehrheit ergeben, weil bei den Grünen schätzungsweise alle bis auf Artur Leenders, bei der CDU die Hälfte und bei der SPD sowieso die meisten dagegen sind.
Rheinische Kliniken Eichen (300 Jahre), Rosskastanien (300 Jahre) “Wir haben den Eindruck, dass hier willkürlich ohne fachmännische Beratung Bäume gefällt werden um den örtlichen Bedarf an Brennholz zu decken.” Schreibt Wilfried Krüger, Vorsitzender der Grünen in Bedburg-Hau, an den Träger der Klinik, den Landschaftsverband Rheinland. Fotos von den gefällten Riesen auf dem Klinikgelände: siehe oben.

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