Tiefflieger verunsichern/erstaunen/bewegen Klever Bürger

Zwei Eurofighter hinter einem Tornado

Als Kind des Niederrheins ist man groß geworden mit dem ohrenbtäubenden Krach der britischen Harrier-Bomber, die von der Militärbasis Weeze aus im Tiefflug über den Kreis Kleve donnerten. Lang, lang ist’s her, doch gestern und heute Mittag fühlten sich viele Klever an diese Zeiten erinnert, denn zum ersten Mal seit langer Zeit waren am niederrheinischen Himmel wieder Kampfjets zu sehen. Gestern waren es zwei Flugzeuge der Luftwaffe, heute sogar vier – zwei Eurofighter von der Basis Büchel (bei Koblenz) und zwei Tornados aus dem ostfriesischen Wittmund, die über Kleve und Emmericher hin- und herflogen. Die Flüge waren angemeldet, sodass die Jets noch tiefer fliegen durften als sonst, wie das Bürgertelefon Militärischer Flugbetrieb mitteilte.

Unangemeldet gelten 1000 Fuß Flughöhe, angemeldet 500 Fuß (also rund 150 Meter) als Untergrenze. Der Eurofighter ist seit 2006 in Diensten der Bundeswehr und fliegt (in großer Höhe) bis zu 2495 km/h (Mach 2,35) schnell, der Tornado wird seit 1980 von der Luftwaffe geflogen und ist je nach Modell bis zu 2414 km/h (Mach 2,27) schnell. Es waren Überflüge zu Ehren und Verabschiedung des alten und Einführung des neuen Luftwaffengenerals in der Kaserne Goch/Uedem (Nato-Luftwaffenkomandostand Nordeuropa).

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34 Kommentare

  1. 34

    Ich möchte nicht in einem Land leben, das sich nicht verteidigen kann.

    Welches Problem haben manche mit der Bundeswehr? Und wo bleibt der Respekt denen gegenüber, die sich schon in schwierige Situationen begeben haben, z.B. in Afghanistan? Ein Nachbar meiner Eltern war Leiter einer Einheit dort und hat nach Beschuss durch die Taliban jungen Soldaten die Hand halten müssen, damit sie einschlafen konnten.

    Die Abschaffung von Wehrpflicht und Zivildienst war ein großer Fehler.

     
  2. 33

    @25: Was läßt wohin tief blicken? Es interessiert mich was Sie da sehen.

    BW: Der Einsatz der Bundeswehr-LKWs und Pionierfahrzeuge wurde z. B. in Ahrweiler vielleicht deshalb nicht infrage gestellt, da der Grund ein anderer war, als ein unbedeutendes Personalereignis?

    @27: Das wir (leider) eine Armee brauchen, da bin ich bei Ihnen, zeigt uns der Rest der Welt. Insofern man dazu die diskutierten Überflüge “zu Ehren” tatsächlich als Übung verkaufen könnte, naja, dann läuft politisch mal wieder was schief. Und da wundert man sich, dass die Amerikaner mehr finanziellen Einsatz für das Militär von uns fordern, wenn Opa´s Abschied als Starterlaubnis zur Übung herhalten muss. Wenn am Balkan mal wieder die Hütte brennen sollte, geht dann prophylaktisch die halbe betagte Luftwaffe zur Ehrung und Übung in Rente? Höchstwahrscheinlich müssen die Amis wieder die Suppe auslöffeln, um Milosevic´s Kumpanen nach Den Haag ins Hotel Oranje´ zubegleiten.

    Quatsch beiseite:

    Wenn bei der BW nicht rumgeknappst werden würde und wir eine funkionierende Bundeswehr haben wollen, dann sollten wir jeden halben Kram und jede Rechtfertigung dafür beenden. Damit unsere Soldaten Übungen bzw. ihren zielgerichtet ausführen können.

     
  3. 32

    Ich stosse gerade erst auf die Diskussion und finde es sehr amüsant.
    Da hat es eine Verabschiedung von zwei hochkarätigen Generälen gegeben und zwei Überflüge, die für mich in Kleve ca. 20-30 Sekunden zu hören waren.
    Klimatechnisch war das sicherlich nicht neutral, aber jede andere zivile Verabschiedung/Begrüßung mit Schnittchen und Würstchen ist dies auch nicht – besonders wenn dafür noch Leute extra eingeflogen oder mit dem Auto angereist sind. Das gehört dann fairerweise auch verboten.

    Ich frage mich tatsächlich, was manche Kommentatoren hier von der Bundeswehr in Kalkar oder der NATO in Uedem so erwarten – sich zu verstecken? Natürlich gehören militärische Aktionen und Rituale zum Militär weltweit dazu.
    Wer das nicht möchte, müsste dafür plädieren, dass die Standorte aufgegeben werden. Ich bin sicher, dass das für die Region nur sehr schwer zu verkraften wäre…

     
  4. 31

    @29 Erikjohann

    Ich empfehle ihnen mal das GG zu lesen. Genauer den Artikel 120 GG. Zwinker/Smilie

     
  5. 30

    Letztens wurde schon mal jemand oder vielmehr Flugzeuge verabschiedet. Da hatten sich am Paulsberg die wichtigsten Leute mit den NATO-Flaggen ordnungsgemäß draußen positioniert, als die drüber hinweg donnerten. Sehr tief.

    Im Juli hatte AKK übrigens noch das Weltraumkommando der Bundeswehr dort eingeweiht. Jetzt wird von da aus auch das All beobachtet.

     
  6. 27

    21.) B.R. Diese “Unverschämheit” ist noch Garantie für ihre offensichtlich normale Freiheit. Ich bin immer fasziniert wie der deutsche 🧠- dumme Bürger der Meinung das sein “freies Leben” hier Normalität ist. Die Ukraine (3Std) + der unberechende Balkan (2Std) entfernt sollte all den Traumtänzern bewußt sein wie 🤏🏽wir von massiven Konflikten entfernt sind .Da sollte mann solche “Störungen” ,die auch unserer Sicherheit dienen, mal einfach akzeptieren.😎

     
  7. 26

    Kann ich mich nicht drüber aufregen! Damals als der „Engländer“ über Schneppenbaum abgestürzt ist, war ich draußen spielen. Ich sehe noch das brennende Flugzeug am Himmel, dann den Riesen Knall, den Feuerball vom Feld wo heute die Forensik steht. Alle Fensterscheiben wurden vom Druck rausgeschmissen in den angrenzenden Wohungen-die ganze Nacht Militär überall.Meine Mutter hat ganze Nacht Kaffee und Tee gekocht.
    Natürlich ist das Umwelttechnisch nicht dolle jetzt aber in mir weckt das Erinnerungen.Hauptsache stürzt keiner ab und ist eine einmalige Ausnahme.

     
  8. 25

    Ziemlich unsinnige Kommentare, die hier weiterhin abgegeben werden.
    Aber das lässt tief blicken. Haben die Kritiker hier etwas auch vor ein paar Wochen ähnliche Kommentare abgegeben und die Klimaverträglichkeit der Bundeswehr-LKWs und Pionierfahrzeuge infrage gestellt, als diese für den Hilfseinsatz nach dem Hochwasser eingesetzt wurden?

    Einfach nach unsäglich dumme Aussagen!

     
  9. 24

    @19 – das waren Formationsflüge im Rahmen der fliegerischen Ausbildung. Tief über Acker (so große zusammenhängende Flächen gibt es hier ja nicht) und über Wasser sind zwei völlig verschiedene Dinge… Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Auch muss so was immer wieder geübt werden.

    @20 – weil dann alles andere auch verboten werden müsste… Aber komisch nach der Elbe Flutkatastrophe und der Flutkatastrophe im Ahrtal hat sich niemand über den Einsatz der Bundeswehr beschwert…
    ……..

    Scheinbar ist die Nachrichtenlage echt dünn wenn wegen 4 Militarflugzeuge am Himmel und einem leider schlecht recherchierten Artikel (@rd – Sorry) jetzt so ein Gedrüss gemacht wird.

     
  10. 22

    Die Luftwaffen müssen üben. Die Pilotinnen und Piloten haben vorgeschriebene Mindestflugstunden – welche leider nur selten auch erreicht werden können. Geflogen wird eigentlich immer auch unter Beachtung des Emmissionsschutzes … ob Deutschland immer noch in GooseBay fliegt entzieht sich meiner Kenntnis.
    Wenn dann wirklich einmal etwas nicht Alltägliches ansteht und eine Verabschiedung/Begrüßung mit einer Übung verbunden wird, ist´s auch nicht recht?
    Es gibt durchaus andere “Spektakel”, zumeist für einen guten Zweck, aber einige dieser Veranstaltungen sind auch nicht unbedingt “klimaneutral” (der Begriff ist selten dämlich weil unrealistisch).
    Truck run, Moppedkorso (Krach für …), Karnevalsumzüge, …
    Sich an einer tieffliegenden Formation hochzuziehen läßt wirklich tief blicken.

     
  11. 21

    Es ist mehr, als eine Unverschämtheit! Hat mal einer von denen an alle Tiere gedacht??? Oder aber über Hörschäden? Ich nenne so etwas mehr als unverantwortlich! War das wirklich nötig? So wichtig kann kein Mensch sein, so ein Theater am Himmel zu veranstalten???

     
  12. 19

    @Zugereister: Eben weil es nur eine Verabschiedung des alten und Einführung des neuen Luftwaffengenerals zu Ehren war, sollte man im Jahr 2021 die Verhältnismässigkeit von Kriegsflugzeugen am Himmel und die damit verbundenen Kosten durchaus in Frage stellen.

    Üben kann man anzunehmend hervorragend auch über´m Acker oder Wasser. Das tief fliegen und tief in Formation fliegen wurde doch schon vorher geübt. Ansonsten wäre der akrobatische Aufwand mit +++500 Liter Kerosin pro Minute pro Flieger, gar nicht möglich gewesen.

    Wenn ich mal aufhöre zu arbeiten und irgendwann Löffel abgebe, möchte icht nicht dass dann Kampfflugzeuge am Himmel kreisen. Doch brauche ich mir wohl keine Sorgen machen 😉

     
  13. 17

    Die meisten sind mit Tornados, nicht mit Harryern groß geworden. 2. Goch hat schon lange keinen Lw Stützpunkt mehr es sind die von Seydlitz Kaserne in Kalkar und der Paulsberg, von wo aus der Luftraum, nicht nur militärisch, überwacht wird. 3. Die angegebenen Flughöhen stimmen nicht 4. Krieg ist grausam, aber der Sound ist geil.

     
  14. 16

    11.) Nur mal so. Das Kosovo bleibt “Serbisch solange es Serben gibt” !🤔.Es ist für die Serben die Wiege des Serbentums ihrer Religion und die Schlacht auf dem Amselfeld mit “Sieg über die Osmanen” ( Mythos ? ) ist tief in ihnen Seelen verwachsen. Das Feuer des Bürgerkriegs ist nie ganz verlöscht und wird auch in Zukunft noch viele Probleme machen,besonders seit zündelnde EU Politik + zunehmende Islamisierung des Südbalkan da die “Musik” macht .

     
  15. 15

    Es wurden zwei hochrangige Militärbedienstete verabschiedet, daher die Flugzeuge. Umweltschutz nein danke!!.

     
  16. 14

    „Klimaneutral“… wenn ich das schon lese.
    Der Schreiber dieses Kommentares wird aber dann doch hoffentlich auch niemals in den Urlaub fliegen, nur Fahrrad fahren, kein Auto haben und natürlich auch kein Fleisch essen, weil dessen Produktion ebenfalls nicht klimaneutral ist.

     
  17. 13

    Ob verunsichert oder erstaunt liegt wie so oft im Auge des Betrachters. Korrekt ist jedenfalls, dass es sich am Montag um 2 Eurofighter aus Wittmund handelte. Gestern war es eine Formation aus 2 deutschen Eurofightern und 2 belgischen F-16. Auch wenn die Flüge anläßlich von Verabschiedungen erfolgten, so werden solche Flüge in den normalen Trainingsflugbetrieb integriert und nicht zusätzlich angesetzt.

     
  18. 12

    @9 und 10 – hat ja nicht lange gedauert bis das Klima Argument hier ins Spiel gebracht wird. Auch wenn es “nur” eine Verabschiedung war, so war auch das eine Übung… Tief fliegen und tief in Formation fliegen muss ja auch geübt werden.

    Da gibt es ganz viele andere Aktivitäten die auch nicht klimaneutral sind… Kann man diese “Diskussion” vielleicht einmal einfach sein lassen.
    Es dürfte jedem klar sein, dass das Militär generell wenig bis gar nicht klimaneutral ist… Aber das ist auch nicht Sinn und Zweck des Militärs.

     
  19. 11

    Gibt es da eventuell einen Zusammenhang mit der aktuellen Situation zwischen Serbien und Kosovo?

     
  20. 10

    Tatsächlich lange nicht mehr gehört. Und ich fand es ein bisschen beängstigend. Wenn ich hier lese, dass der Zweck lediglich eine Verabschiedung war, also noch nicht mal wegen scheinbar notwendiger Übungen, werde ich leicht säuerlich. Mal davon abgesehen, dass diese Aktion sicher nicht klimaneutral war.

     
  21. 9

    Da wurde auf jedes Fall etwas versprüht, jede Menge CO2 und giftige Abgase. Die Teile werden wohl kaum einen Kat haben. Eine vermeidbare Umweltbelastung, hätte man sich schlicht auch sparen können.

     
  22. 8

    @2. Ann

    Ich gehe davon aus, dass Sie einen “Bufdi” meinen, einen Menschen, der einen sehr geschätzten Bundesfreiwilligendienst für die Gesellschaft leistet.

    Warum hat man ihm bisher nicht geholfen, aus diesem Trauma zu kommen?

     
  23. 7

    Wenn jemand dazu die wirklichen „Hintergründe“ lesen möchte….:

    Sucht mal bei Telegram die Gruppe „Corona – Kreis Kleve“. Hohe Schwachmatendichte und man kann auch ohne Gruppenbeitritt mitlesen, suchen, Mitglieder suchen usw.
    (interessant – hat was von nem Unfallgaffer, wenn man das mal überfliegt)
    Wirklich teils sehr bedenkliche, kranke Inhalte von recht vielen Spinnern… auch zum Thema Tiefflieger und das die da gestern und heute natürlich ordentlich was „versprüht“ haben. Ich merk auch schon was – mir ist so coronadiktaturmütig irgendwie….. huih

     
  24. 5

    Es waren vier Militär Jets, die sich zu einem Verband sternförmig formierten und dann über dem Gemeindezentrum in Richtung Kaserne Kalkar flogen.

     
  25. 3

    “Verunsichern”??? Warum??? “Erstaunen” Ja ,vielleicht weil es so selten vorkommt…

    Das erste Flugzeug auf dem Foto ist aber kein Tornado – der ist größer als ein Eurofighter… schade, ich habe die Flugzeuge weder gesehen noch gehört…

    Es kommt es regelmäßig und oftvor, dass Flugzeuge der niederländischen Luftwaffe knapp an Kleve und Kranneburg vorbei fliegen im Landeanflug auf Volkel/NL…die B9 Richtung Kranenburg ist die Richtung der Einflugschneise und ja, das macht mal kurz “Krach” ist aber nichts beunruhigendes.
    Und Kampfflugzeuge dürfen Städte nicht in 500 Fuß Höhe überfliegen… und mit Überschall-Geschwindigkeit schon gleich gar nicht. Jedenfalls nicht auf Übungsflügen…

     
  26. 2

    Wir haben ein Syrischen Bufti bei uns. Er hat ein Trauma noch von der Zeit & Panische Angst gehabt weil wenn die Jets flogen danach sind Bomben geflogen. Er hat mir so leid

     
  27. 1

    Klingt komisch, aber der britische Harrier zählt zu meinen Kindheitsgeräuschen, die mir Vertrautheit vermittelten