Schwanenburg: Zeiger weg (mal wieder)

Man weiß eh schon nicht mehr, welcher Wochentag ist. Jetzt auch noch das! (Foto: Andreas Schmitz)

Mehrere hundert Trillionen Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle, die seitlich mit einer Geschwindigkeit von 24,7 Metern pro Sekunde von der Seite gegen die güldenen Zeiger der Schwanenburguhr, die zur Großen Straße hin die Zeit künden) – das war mal wieder zuviel für die sensible Zeitmesseinrichtung im Klever Wahrzeichen. Beide Zeiger knickten ab, und bevor Schlimmeres passierte (das jemand zum Beispiel von einem herabstürzenden Stundenzeiger das Zeitliche segnet), entfernte ein Mitarbeiter der Burgverwaltung die beiden Teile, die nun einer sachgerechten Reparatur zugeführt werden, bevor sie wieder angebracht werden.

Die Zeiger bestehen im Kern aus einem Kupferrohr mit einem Durchmesser von ca. 1,5 cm und einer Wandstärke von ca. 2 mm.  Zu seiner Form findet der Zeiger durch das angeflanschte, vergoldete Kupferblech. Die zu den drei Außenseiten abgeknickten Ränder von jeweils rund 1 cm täuschen dem Betrachter, der vom Erdboden aus die aktuelle Uhrzeit in Erfahrung bringen möchte, ein Volumen vor, dass diese analoge Zeitindikatoren überhaupt nicht besitzt. Er hat den Kräften der Natur nicht wirklich etwas entgegenzusetzen.

Zum Glück ist es zurzeit ohnehin egal, wie spät es ist.

Weitere Infos zu den verheerenden Prozessen, die am Turm ablaufen, wenn der Wind an den Zeigern rüttelt, finden Sie in diesem historischen kleveblog-Beitrag: Den Glücklichen erschlägt kein Stundenzeiger.

Vom Winde verweht: Stundenzeiger (Archivfoto)
kleveblog-Grafik zum dramatischen Zeigerverlust vor drei Jahren
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3 Kommentare

  1. Mmuuuh, der Schwanenturm vom Kloppberg (oder nahe des Kloppbergs) aus gesehen, mmuuuhTeleobjektiv:
    Einfach typisch niederrheinisch ZEITLOS schön, mmuuuhWennEsDerWindNichtWar,DannDie(Nass-)Schneelast!

     

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