Lebendige Schwanenburg! Klever Händler fordern Stärkung der Innenstadt

Wahrzeichen wieder in den Mittelpunkt rücken

Lebendige Schwanenburg: Wahrzeichen soll wieder Touristen anziehen, Klever feiern lassen, Kultur und Begegnung fördern – mit einem besonderen Appell wenden sich knapp 30 Klever Geschäftsleute an die Politik. Ihre Forderung: die Schwanenburg und Umgebung wieder in den Mittelpunkt rücken und so die Innenstadt stärken. Erstmals kam das Thema auf dem Stammtisch der Klever Händler auf, die Initiative geht zurück auf Barbara Pauls (GastHaus, Gasthausstraße), die dann in der ganzen Stadt Unterstützer suchte und fand.

Hier der Aufruf im Wortlaut:

Wir, die Klever Händler, möchten dem Sterben der Innenstadt nicht weiter zusehen und appellieren deshalb, den „Hotspot Schwanenburg“ wieder mit neuem Leben zu füllen. Die Schwanenburg soll wieder ein echter Touristenmagnet werden und den Klever Bürgern die Chance geben, Geschichte zu erleben, Kultur zu genießen und Feste zu feiern. 

Die Verdienste des Klevischen Vereins, der Besichtigung und Beleuchtung ermöglicht, können gar nicht genug gewürdigt werden – allerdings muss es ein Anliegen aller Bürger der Stadt sein, ihr Wahrzeichen so attraktiv wie möglich zu präsentieren. Mehr Anziehungskraft bedeutet, dass eben auch mehr Besucher die innerstädtischen Laufwege nutzen und somit auch andere Bereiche der Innenstadt wieder neu für sich entdecken können.

Die Auszehrung der Innenstadt hat sich in vielen kleinen Schritten vollzogen – vom Umzug der Stadtbücherei über die Verlagerung der Kirmes, den Abriss des Kinos, den Wegzug des Weihnachtsmarkts bis zum kürzlich erfolgten Umzug der Volkshochschule. All diese Einrichtungen haben zum innerstädtischen Leben beigetragen und fehlen nun.

Was kann konkret unternommen werden?

Insbesondere im Hinblick auf die Landesgartenschau 2029, die bis dahin noch einige Einschränkungen für den Handel mit sich bringen wird, schlagen wir, die Klever Händler, folgende Punkte vor, um die Situation zum Besseren zu wenden:

  • Prüfung, ob sich die Gastronomie an der (oder im Umfeld der) Schwanenburg ausweiten lässt – beispielsweise mit einem Weingarten im Sommer
  • Öffnung des Turms an allen Tagen
  • Rückführung des Weihnachtsmarktes zum Heinz-Will-Platz
  • Belebung der Wege zur Schwanenburg – beispielsweise die Verbindung Stadthalle-Schwanenburg, die durch den neu eröffneten Spielplatz erheblich aufgewertet wurde und von den Bürgern sehr gut angenommen wird
  • Tagesgastronomie in der Stadthalle
  • Rückkehr der VHS in die Stadtmitte
  • Überlegungen für einen gut erreichbaren, zentrumsnahen Standort für den Wochenmarkt

Kleve ist eine bezaubernde, kulturell und topographisch besondere Stadt. Der Tourist kann im Umkreis von nicht einmal einem Kilometer das Museum, die Haupteinkaufsstraßen, die Gastronomie und als absolutes Highlight unsere Schwanenburg besuchen – und von dort sofort wieder in Kleves grünen Gürtel eintauchen. 

Vieles davon hatten wir schon. Die Stadt muss nur den Mut haben, das Bewährte in die neue Zeit zu übertragen. Das Land NRW ist der Ansprechpartner für unsere Burg und stand Aktivitäten bisher immer positiv gegenüber.

Dieser Appell sollte als Aufforderung an Politik und Verwaltung für eine lebens- und liebenswertere Innenstadt verstanden werden. Bedenken, Verhinderung, Finanzen werden Kleve nicht nach vorne bringen. Die Chance, die Klever Innenstadt auch im Hinblick auf die Landesgartenschau wieder zu einem belebten Zentrum zu machen, darf nicht ungenutzt verstreichen. Nur Mut!

Wir, die Händler der Klever Innenstadt

Pure, Rosi Hermsen, Tiergartenstraße 6

Geschenkgalerie Sanders, Dorothee Sanders, Kavarinerstraße 24

Goldschmiede Markus Breuckmann, Markus Breuckmann, Kavarinerstraße 31

Fotostudio Peschges, Jana Kathrin, Kavarinerstraße 29

New Cooking Style, Kavarinerstraße 12

Yarn-Design, Gaby Kreusch, Kavarinerstraße 17a,

Marions Schmuckkästchen, M. Wolters, Kavarinerstraße 11

GastHaus, Barbara Pauls,Gasthausstraße 7,

My Way, Mode und mehr, Astrid Verstegen, Gasthausstraße,

Zentrale, Ralf Daute, Gasthausstraße 16,

Goldschmiede Kostbar, Nora van den Hurk, Gasthausstraße 18,

Optik Bremer, Lohstätte 4,

Orthopädie-Schuhtechnik Buchwald, Wolfgang Buchwald, Gasthausstraße 22,

Hut Dreis, Christoph Dreis, Große Straße 30,

Kunsthaus Elbers, Fabian Becker, Große Straße 20,

Kindertraum, Kathrin Kersting, Große Straße 25,

Galeria, Große Straße 42-46,

Meyer Potz, Gisela Meyer-Potz, Große Straße 66,

Brillen Berghaus, Christoph Berghaus, Große Straße 43,

Rottler, Brillen-Hörgeräte, Große Straße 37,

Juwelier F. Sanders, Franz Sanders, Große Straße 69,

Betty Barclay, Schloßstraße 3-5,

Kulturwurst, Detlef van Gemert, Schloßstraße 7,

Turmalin, Monika Hufschmidt, Schloßtorstraße 9,

Pane e Vino, Chantall Groenewald, Schloßtorstraße 8,

LadenLokal.Shop Spielwaren, Sebastian Wessels, Hagsche Straße 16,

Buchhandlung Hintzen, Matthias Hintzen, Hagsche Straße 46-48,

Tobacco & More, Ingo Marks, Große Straße 75 u.a.

Wein Peters, Kilian Peters, Wasserstr. 10-12

Optik Bremer, Lohstätte 4, 47533 Kleve

Deine Meinung zählt:

88 Kommentare

  1. 87

    @86.
    Könnte es sein, dass 84. das wusste, und nur auf das Thema „Schleuse“ zurück kommen wollte?
    😉

  2. 86

    @83 Der Name Spoy stammt aus dem Altniederländischen. Die sprachliche Wurzel ist spia, was sich historisch zu spui (neuniederländisch) entwickelte und Wasserdurchlass, Schleuse oder Abzugsgraben bedeutet

  3. 85

    @ 83 Namensherkunft: Der Begriff setzt sich historisch aus zwei niederrheinischen/niederfränkischen Wortbestandteilen zusammen. „Kalf“ (Kalb) stand früher oft im übertragenen Sinne für „klein“ oder bezog sich auf angrenzende Weideflächen. „Lack“ (oder Lache) bezeichnet im Niederdeutschen ein stillstehendes Gewässer, einen Sumpf oder eine feuchte Senke.

  4. 84

    @83: das würde ich gerne. tatsächlich hat man mir es vor einigen Tagen auf die Schnelle erklärt, ebenso die Herkunft des Begriffs der Spoy.
    Aber ich muss leider gestehen, dass ich es so 1:1 nicht mehr wiedergeben kann. Pardon
    Wissen Sie es vielleicht doch?

  5. 82

    @80 und 81:

    vielen Dank für den guten Tipp und die Informationen! Es ist doch schön, wenn man mehr über die Umgebung vor der eigenen Haustüre weiß …
    Wissen Sie eigentlich, woher der Begriff Kalflack stammt?

  6. 80

    Wenn das für jemanden eine Option ist:

    Geopfade auf der Stauchmoräne: Zwölf geologische Wanderungen im Stauchmoränengebiet zwischen Kleve, Nijmegen und Mook
    von Henk Blaauw u. a.

    kann über die Stadtbücherei Kleve per Fernleihe bestellt werden.

    Es ist in der ULB Bonn und ULB Düsseldorf vorhanden.

    Eine Neuauflage durch den VerlagsRheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz wäre natürlich schön…

  7. 79

    Die einfachste, aber aktuell nicht wahrscheinliche Lösung wäre es, wenn eine beliebte Serie in Kleve und Umgebung spielen würde.

    Mittlerweile gibt es ja einen richtige Drehort-Tourismus…

  8. 74

    Vielleicht weiß Herr Hoymann ja noch eine Bezugsquelle für dieses Büchlein, falls er den Kommentar lesen sollte 🙂

  9. 73

    @72: so ein Zufall. Habe gestern noch nach diesem Buch geschaut, leider nicht mehr erhältlich! Oder kennen Sie hier noch eine Bezugsquelle?

  10. 72

    Das Buch „Geopfade auf der Stauchmoräne“ ist im Rahmen eines grenzüberschreitenden Kooperationsprojektes der Stiftung Geopfade Stauchmoräne, der Gemeinden Groesbeek, Ubbergen, Kranenburg und der Stadt Kleve entstanden.

    „Moränen-Wanderungen“ ließen sich vielleicht noch besser vermarkten. Müssen keine geführten Wanderungen sein. So gefährlich ist es ja nicht…

  11. 71

    „Die Leute kommen nicht nur zur Landesgartenschau, sondern sie verweilen vielleicht auch in der Innenstadt, lernen Kleve als attraktive Stadt kennen. Aber was viel wichtiger ist: die Menschen müssen für die Landesgartenschau brennen. Ein
    Projekt für ‚uns Kleverinnen und Klever‘.“

    Quelle: SPD Kleve

  12. 70

    @69. !!!
    Vielen Dank für die Erklärung.
    Vielleicht gibt es eventuell, hinsichtlich bis zur spätestens stattfindenen LAGA 29, Möglichkeiten zur Ausbildung zum haupt- oder nebenberuflichen Reiseleiter oder Touristenführer, mit IHK Zertifikat, ggf. mit Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters.
    Fernakademie für Tourismus und Hospitality (info@tourismus-fernakademie.de)

    Eventuell könnte man Interessierte mit Ortskenntnissen, Kleve betreffend, dafür gewinnen?

  13. 69

    @68 ???

    Aus Sicht der WTM Kleve und des modernen Tourismusmarketings dürfte die Nutzung der Plattform Outdooractive rein pragmatische Gründe haben:

    Reichweite und Sichtbarkeit: Kaum ein Tourist sucht auf der Website einer kleinen Stadt nach Wanderwegen. Plattformen wie Outdooractive oder Komoot werden von Millionen Wanderern genutzt. Die WTM stellt die Route dort ein, um überhaupt von auswärtigen Gästen gefunden zu werden.

    Ressourcen und Personalmangel: Die WTM Kleve verfügt nicht über die personelle Kapazität, um jeden Tag zu jeder Uhrzeit Wandergruppen oder Einzelpersonen „live“ auf einer vierstündigen Tour zu begleiten. Die App fungiert hier als digitaler, kostenloser Service für Individualtouristen. Der Mangel an Ressourcen und Personal ist auch auf die monetäre Ausstattung der WTM zurückzuführen, die im Stadtrat beschlossen wurde.

    Ergänzung, kein Ersatz: Die digitalen Routen sind als Zusatzangebot gedacht. Klassische, von echten Menschen geführte Stadt- und Themenführungen werden von der WTM weiterhin parallel angeboten und können über das Stadtmarketing gebucht werden.

  14. 68

    Warum wird
    „Kleve in vier Stunden“ (Wanderung)
    von „Outdooractive AG“ aus
    87509 Immenstadt angeboten, und nicht von WTM Kleve selbst?

  15. 67

    @66

    Das hatte ich nicht recherchiert und auch nicht gewusst. Diese Idee dürfte sicherlich viele unverbrauchte Nsmen bekommen…

  16. 66

    @62. HPL
    Sind Sie sicher? 😉
    Offiziell versteht man eigentlich unter „Nordic Shopping“ den Einkauf von Produkten aus den nordischen Ländern….

  17. 64

    @61.
    Natürlich kann ich nur aus meiner Sicht schreiben.
    Für mich selber ist seit jeher, immer diese einzigartige Topografie, der Stadt, die aus der Ebene herausragt, äusserst wichtig. Es war und ist für mich, eine, von der Natur geschenkte Gegebenheit, die sich für die Menschen als Nutzbarmachung anbot und genutzt wurde.
    Für mich bedeutet diese spezielle, eiszeitgeschichtliche Topografie, DAS „Identifikationsmerkmal“ für Kleve.

    Im Zeitalter der technischen Visualisierung, ist es bestimmt ganz einfach möglich, einen Imagefilm für Kleve, beginnend mit der ursprünglichen Steppenlandschaft mit kurzen Birken, Weiden, Moos und Flechten (u. evt. mit Mammut) mit nachfolgenden Gletscherbewegungen, ausgehend von Skandinavien über das Norddeutsche Tiefland bis an den Niederrhein (Niederrheinischer Höhenzug) …… Kliff /KLEVE auf der Endmoräne.

    Wie an anderer Stelle schon geschrieben, es ist alles da, man muss es nur beim Schopf packen.
    Zu meinen persönlichen „Genußblicken“, gehören die Aussichtspunkte in die Ebene, der „Sternberg“ und der „Kupferne Knopf“ mit Sichtachse nach Elten.
    Es gibt weiterhin sehr viele Möglichkeiten, die vorhandenen Gegebenheiten, mit Hinweisen zur Endmoräne, zu verbinden.

    Da in Kleve sehr viele sportliche Menschen unterwegs sind …… Tipp:
    „Moränen-Crosslauf“

  18. 63

    @60.
    Glückwunsch zum Amt des selbsternannten „Schriftführers“ ….. 🙂

    Sie schreiben u.a.
    „Beste Anbindungen über Autobahn, Bahn und Flughafen.“
    Über welche Stadt schreiben Sie?

  19. 62

    @61 Auch wenn Sie mich nicht gezielt gefragt haben, bringe ich trotzdem meine Gedanken mit ein:

    Körperliche Ertüchtigung – ein einzigartiges Shopping-Erlebnis am Niederrhein. Drehen wir den Spies um: Die Steigung der Fussgängerzone kann als lästig und anstrengend und somit als abstossend empfunden werden.

    Sie kann aber auch positiv ettikettiert werden. Körperliche Ertüchtigung zur Selbstverbesserung und Förderung der Gesundheit (Salutognese): „Nordic Shopping,“ (abgeleitet vom Nordic Walking) mit Stöcken und Ruhe- und Erfrischungszonen, Klima-Inseln, Blütenzonen, Essbare Pflanzen und das alles während der Klever Shopping-Tour. Ein Erlebnis für Jung bis Alt ubd für die ganze Familie. Welche Stadt am Niederrhein kann sowas oder etwas ähnliches bieten? Die Umsetzung der Vision lässt sich hervorragend mit Rabatt-Aktionen sowie Kombinations-Abos (Draisinenfahrt Spoykutter-Fahrt zur Schleusenbaustelle, später zum Schleusendenkmal o.a) verknüpfen.
    Die Einzelhändler haben die Fantasie, diese Idee mit immer neuen Impulsen aufzuladen.

    Aber grunsätzlich: Die Klever Topografie zur Gesundheitsförderung vermarkten.

  20. 61

    @59 Fußgängerin

    Welche Möglichkeiten sehen Sie, die besondere Topografie im Stadtmarketing bzw. fürs Storytelling zu verwenden?

  21. 60

    Großartig, dass dieser Dialog auf einer so konstruktiven und kreativen Ebene geführt wird!

    Wenn wir über einen Namenszusatz für Kleve nachdenken, sollten wir das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Ein solcher Zusatz ist die Essenz in Kurzform. Er beschreibt das, was Kleve besonders – ja, einzigartig macht. Deshalb steht am Anfang die Kernarbeit: das Herausarbeiten unseres Alleinstellungsmerkmals.Dafür lohnt sich ein Blick auf das Fundament, aufgeteilt in allgemeine und einzigartige Standortfaktoren.

    Die allgemeinen Grundlagen sind stark:

    Eine lebendige Mittelstadt am Niederrhein mit charakterstarken Ortsteilen

    Beste Anbindungen über Autobahn, Bahn und Flughafen

    Die inspirierende Grenznähe zu den Niederlanden

    Weite Natur-, Landschafts- und FFH-Schutzgebiete im Umland

    Eine multikulturelle Gesellschaft, ein lebendiges Vereinsleben und Kulturprogramm

    Die gelebte Tradition der Mundart im „Kleefs Platt“

    Die echten Einzigartigkeiten setzen dem Ganzen die Krone auf:

    Eine für den Niederrhein völlig außergewöhnliche Topografie

    Die stolze Geschichte als Herzogtum mit historischen Gebäuden und Gärten

    Die Nähe zum Rhein und das erlebbare Wasser in der Stadt

    Der Puls einer modernen Hochschule

    Das Erbe der Landesgartenschau

    Die gelebte Vision einer „15-Minuten-Stadt“

    Ein erstklassiges Rad- und Wanderwegenetz inklusive Radautobahn

    Da der Köder aber dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler, müssen wir radikal aus der Perspektive der Menschen denken. Was treibt sie an, einen „fremden“ Ort zu besuchen? Was sind ihre Träume und Erwartungen? Was schreckt sie ab, was hält sie zurück? Was missfällt ihnen?

    Dabei müssen wir gar nicht sofort zwischen Stadttouristen und Aktivurlaubern unterscheiden. Suchen wir lieber nach der großen, gemeinsamen Schnittmenge.

    Im Kern geht es Menschen immer um Selbstverbesserung – jeder Aufbruch ist der Versuch, sich etwas Gutes zu tun.

    Direkt danach folgt der Wunsch nach Entschleunigung. Die Menschen wollen der alltäglichen Hektik entfliehen, das eigene Tempo drosseln und ohne Termindruck durchatmen.

    Und sie suchen Authentizität: echte, ungestellte Begegnungen und das ehrliche Erleben einer Region mit all ihren typischen Facetten.

    Bringen wir diese Sehnsüchte mit unseren Standortfaktoren in Deckung, entsteht eine hochspannende Matrix. Sie zeigt uns genau, wo wir strategisch ansetzen müssen: Welche Faktoren behalten wir bei? Was müssen wir verändern oder mutiger kommunizieren? Wo müssen wir nachbessern oder sogar völlig neue Faktoren erschaffen?

    Das Ziel dieses Prozesses ist klar und inspirierend: Wir wollen herausfinden, was Kleve im Kern einzigartig macht, um Menschen und ihre Sehnsüchte mitten ins Herz zu treffen.

  22. 59

    Vielleicht wäre die ursprüngliche Geschichte der Stadt Kleve, interessanter als die des Herzogtums, denn das kann so schnell keine Stadt bieten.
    Kleve existiert überhaupt auf Grund seiner einzigartigen Topografie, auf einer Endmoräne aus der Saale-Eiszeit.
    Der Stadtname Kleve ist daher abgeleitet von Clef / Kliff.

  23. 58

    @57.
    Wir leben in einem Land der freien Meinungsäußerung ….. 😉
    Das Thema war übrigens schon einmal vor langer Zeit, was dann schnell wieder erledigt war.
    Man muss doch für eine Stadt nicht unbedingt einen erzwungenen Beinamen haben.
    Einfach …… KLEVE (Niederrhein)
    Es geht doch überhaupt in 1. Linie um die Menschen, die hier im JETZT leben!

    (Herzogtum Kleve, Territorium im „Heiligen Römischen Reich“.)

  24. 57

    Hochschulorte gibt es wie Sand am Meer…

    Und wer fährt wegen einer Hochschule in eine Stadt, wenn er oder sie da nicht studiert oder arbeitet?

    Btw: Herzogstadt und Moderne schließen sich nicht aus

  25. 56

    55.
    Kein Alleinstellungsmerkmal …… es gibt genügend davon 😊

    „Kleve, die herzogliche Hochschulstadt“ 😉

  26. 54

    @53. Helmuth Plecker

    Na ja, nur weil man im überschaubaren Kleve (15-Minuten-Stadt), nach außen hin unscheinbar, bewusst nachhaltig zu Fuß unterwegs ist, heißt das nicht gleichbedeutend, dass man unwissend, welt- und menschenfremd ist ……. das Gegenteil könnte der Fall sein ……. 😉
    Wie oft soll denn in und für Kleve ein „Roter Faden“ nach außen hin, propagiert werden?
    Das erzeugt nur Missverständnisse und Unglaubwürdigkeiten.
    Natürlicherweise verändert sich eine Stadt von Generation zu Generation. Auch das gehört zum modernen Stadtmarketing und Marketing im allgemeinen.

    Wo soll man mit Kleve beginnen?
    Etwa durch die urkundliche Ernennung im 11. Jahrhundert?

    Denken wir doch zurück an die krampfhafte Inszenierung „Kleve, die Einkaufstadt“, die sie nie wirklich war. Und jetzt?
    Noch gibt es hier in jeder Hinsicht, junge Talente, die Zukunft einer Stadt, die gefordert und gefördert werden müssen.
    Es sind schon zu viele junge, gut ausgebildete, Menschen abgewandert, weil man eben anderswo vielfältiger und glücklicher leben kann. Auch das wird natürlich propagiert, und natürlich kommen dorthin unweigerlich Gäste aus Nah und Fern, einfach so ……
    Das Motto, zur positiven, freien Entfaltung eines Menschen, für das Wohlergehen einer gemeinsamen Gesellschaft, sollte, unter Einhaltung der demokratischen Gesetzgebung, heißen ……
    „leben und leben lassen“.

    Wir können uns glücklich und dankbar schätzen, dass wir in einem freien, demokratischen Land leben! Das ist unser gemeinsamer „Roter Faden“!

  27. 53

    @52 Fußgängerin

    Das ist ein schöner Gedanke, der jedoch die Funktionsweise von modernem Stadtmarketing und Storytelling missversteht. Eine übergeordnete Story ist keine künstliche „Themenschublade“, die Menschen einsperrt oder die Vielfalt einschränkt. Das Gegenteil ist der Fall.

    Gutes Storytelling ist der rote Faden, der eine bereits vorhandene Vielfalt überhaupt erst sichtbar, sortierbar und erlebbar macht. Ohne eine solche Struktur bleibt Vielfalt für Außenstehende oft nur unübersichtlicher Wildwuchs. Erst wenn die verschiedenen Stärken einer Stadt – von der Schwanenburg über die Museen bis hin zum Einzelhandel – wie Kapitel eines gut geschriebenen Buches ineinandergreifen, entsteht ein klares Profil.

    Natürlich müssen sich die Bürger in erster Linie wohlfühlen. Aber Wohlbefinden entsteht nicht durch strategische Vagheit, sondern durch Identität, Orientierung und Qualität. Zudem darf man die wirtschaftliche Realität nicht ausblenden: Eine lebendige Innenstadt braucht Frequenz und Kaufkraft. Zu glauben, Besucher kämen ganz von alleine, nur weil die Einwohner zufrieden sind, ist im harten Wettbewerb der Städte eine Illusion.

    Man muss das Vorhandene tatsächlich „beim Schopf packen“ – aber eben professionell, kuratiert und mit einer klaren Richtung, statt auf den Zufall zu hoffen.

    Schön, dass wir ubs hier so friedlich und konstruktiv austauschen. Danke dafür

  28. 52

    @51. Helmuth Plecker

    Wenn man in Kleve genau hin- und zugehört hat, möchten sich die Menschen in einer
    „Stadt der Vielfalt“ wohlfühlen.
    Die Menschen möchten nicht in eine „Themenschublade“ gesperrt werden.
    In erster Linie geht es um die Menschen, die hier leben …….. wenn diese zufrieden und glücklich sind, kommen die auswärtigen Besucher von alleine.
    Das genau ist „Storytelling“ für Kleve. Man muss nicht angestrengt und verbissen suchen, es ist da ……. man muss es halt nur „beim Schopf packen“ …….

  29. 51

    @50 Fußgängerin

    Von ganzem Herzen meinen Dank für diese horizonterweiternden Erklärungen.

    Ja, wenn ich für mich reflektiere (ich trage gewöhnlich eine Armbanduhr (eine analoge) und hin oder wieder einer Taschenuhr (ebenfalls analog) stelle ich tatsächlich fest, dass öffentliche Uhren Aufmerksamkeiten auf sich ziehen. Bei mir allerdings nicht als Orientierungspunkt, sondern als ein Element, dass die Umgebung mitgestaltet. Da ich ein sehr detailverliebter Mensch bin, wirken Uhren im öffentlichen Raum ganz unterschiedlich auf mich. Manche „designs“ empfinde ich als sehr angenehm, andere als weniger angenehm und ansprechend.

    Sie sehen, wir heterogen die Wirkung solcher Dinge sind, die meist als nebensächlich abgetan werden.

    Ich erinnere mich gerade daran, wie aufwändig die Suche nach den Uhren für unser neu gestaltetes Institut war. Es sollte eine Uhr im mid-century-Stil sein. Schließlich haben wir nach langem Suchen ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Diese Uhren sind zwar nicht öffentlich, allerdings ist eine der beiden Uhren vom öffentlichen Raum aus zu sehen. Deshalb schreibe ich das hier. Wenn diese Uhr unter Umständen eine fehlende Uhr im öffentlichen Raum ersetzt.

    Vielen Dank. Unfassbar, wie sich die bisherige Diskussion nun zu diesem Detail hinorientiert.

    Es geht halt um Wahrnehmung, Emotionen und Wohlbefinden. Macht Spaß!!!!

    Vielleicht wird es auch irgendwann eine „Kleve-Uhr“ geben, wenn erst einmal das Storytelling für die Stadt durch die Wirtschaft, Tourismus, Marketing Stadt Kleve GmbH und /oder durch bürgerschaftliches Engagement gefunden sein wird… 🙂

  30. 50

    Thema: Öffentliche Zeitanzeiger/Uhren …..
    Es handelt sich um das schnelle und gut erkennbare Ablesen der tatsächlichen Uhrzeit.

    Eigene Erfahrungswerte:
    Da ich selber keine Uhr, außer meine „Innere Uhr“ (deswegen sind die Zeitumstellungen für mich nicht einfach) bei mir habe, sind die öffentlichen Uhren in Kleve, als unabhängige Wegeplanungs- und Wegekontrollpunkte sehr wertvoll.
    Mit einem schnellen Blick kann man erkennen, ob die Wegeplanung oder ein eventueller Anschluss im ÖPNV, zeitlich passt.

    Anscheinend hat am Bahnhof Kleve, die Zeit, in jeder Hinsicht, aufgehört zu schlagen. 😉

    Selbst wenn Mitmenschen mit technischen Zeitanzeigern ausgerüstet sind, blicken sie doch zu den öffentlichen Uhren.

    Meine Beobachtungen ergaben auch, dass öffentliche Zeitmesser/Uhren, jedem Menschen in unserer Miteinander-Gesellschaft helfen können, den Tagesablauf für Handel und Leben, aufeinander abzustimmen.
    Es ist nur meine persönliche Empfindung, dass öffentliche Uhren auch wirkungsvolle Bestandteile eines besonderen Gebäudes oder Architektur sein können, die die Gesellschaft miteinander verbinden und außerdem die städtische (hier Kleve) Identität prägen kann.
    Es gibt viele Beispiele in vielen Städten.

    Man könnte ….. öffentliche Uhren, als praktischen, wertvollen, nachhaltigen Bestandteil unseres Lebens, aber auch zugleich als optische, sinnvolle, zukunftsweisende Identität einer Stadt (Miteinander-Stadt Kleve), wertschätzen …… 🙂

  31. 49

    @ 46, 47. Ein interessanter Gedanke mit der Uhr. Eine schöne große Schuldenuhr, direkt am Rathaus installiert, würde bestimmt Orientierung bieten.

  32. 47

    @46 Fußgängerin

    „Nebenbei geschrieben ….. als Orientierungspunkte sind die öffentlichen Zeitanzeiger/Uhren“

    Darf ich dich bitten, das mal konkreter zu erläutern. Ich versuche es zu verstehen, warum öffentliche Zeitanzeiger/Uhren als Orientierungspunkte dienen? Ich gehe nicht davon aus, dass es ums Ablesen der tatsächlichen Uhrzeit geht, da m.E. nahezu jeder eine Uhr (Smartphone, Armband- oder Taschenuhr etc.) mit sich trägt.

    Mich interessiert dieser Ansatz tatsächlich, weil ich ihm so noch nie begegnet bin.

    Ich freue mich auf deine Schilderungen.

  33. 46

    Seit sehr, sehr vielen Jahren bin ich täglich, aus bewusster Überzeugung, sehr gerne als Fußgängerin in Kleve unterwegs.
    Aus meiner Sicht, kann man außer den eigenen Aspekten, die Umwelt, das tägliche Geschehen, die Menschen, mit allen Sinnen, genau und bewusst wahrnehmen.
    Deswegen beschäftige ich mich auch seit längerer Zeit, u.a. mit der „Lektüre“ und Studie bezüglich der „15-Minuten-Stadt“ von Carlos Moreno.
    In Kleve kann man zu Fuß schneller und nachhaltiger unterwegs sein, als mit dem Auto.
    Deshalb ist es zukunftsweisend sehr wichtig, Kleve für Zufußgehende sicherer zu gestalten.
    Vor allen Dingen müssen sich auch Menschen mit Kinderwagen, Gehhilfen, Rollator, Gehstock, usw., sich in Kleve für ihr Vorwärtskommen, sicher fühlen.

    Sehr zu begrüßen sind die „Fußgänger-Rettungsinseln“ auf der Ringstraße.

    Nebenbei geschrieben ….. als Orientierungspunkte sind die öffentlichen Zeitanzeiger/Uhren, z.B.
    Schwanenburg-Turmuhr
    Bensdorp-Turmuhr
    Markt Linde – Uhr
    Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Uhr
    wichtig.
    Leider konnte ich für mich am EOC bisher noch keine öffentliche, große Uhr entdecken.

    Es ist sehr erfreulich und zukunftsweisend, dass Kleve, vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz NRW, als Teilnehmer für den
    „Fußverkehrs-Check 2026, ausgewählt wurde, und dieser aktuell von der Stadt Kleve durchgeführt wird.

    Natürlich muss man bei der Stadt- und Verkehrsplanung auch bedenken, dass für bestimmte Berufsgruppen, wie Handwerker oder Pendler, im Alltag andere Voraussetzungen gelten.

  34. 45

    @44 Fußgängerin

    Es macht wirklich Spaß, Ihren Kommentar zu lesen. Er tut aufgrund seiner Kreativität und Konstruktivität gut.

    Sie bringen einen hervorragenden und absolut zukunftsweisenden Impuls hervor. Das Modell der 15-Minuten-Stadt von Carlos Moreno ist weltweit deshalb so erfolgreich, weil es die Lebensqualität radikal in den Mittelpunkt stellt. Wenn Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Gesundheit, Bildung und Erholung in direkter Nähe zueinander funktionieren, entsteht ein zutiefst lebendiger Raum.

    Spannend für unsere Stadtentwicklung wird es genau dann, wenn wir dieses funktionale Grundmodell mit den spezifischen Faktoren des Mikrostandorts Kleve zu einer echten Essenz verschmelzen lassen. Denn die reinen sechs Säulen von Moreno beschreiben erst einmal nur die funktionale Infrastruktur – sie sind die moderne Hardware.

    Was daraus das unverwechselbare Alleinstellungsmerkmal (USP) und das strategische Storytelling für Kleve macht, ist die emotionale Aufladung dieser kurzen Wege:
    In Kleve bedeutet eine 15-Minuten-Stadt eben nicht nur, dass der Supermarkt nah ist. Es bedeutet, dass der Weg vom inhabergeführten Einzelhandel in der Fußgängerzone über die historischen Kanäle und die Parkanlagen bis hinauf zur Schwanenburg ein fließendes, logisches und kuratiertes Erleben ist. Wir haben das seltene Privileg, dass Bildung (Hochschule), Kultur (Museen, Burg) und Erholung (Gärten) bereits physisch extrem nah beieinanderliegen.

    Wenn wir es schaffen, diese räumliche Nähe durch eine übergeordnete Story so zu verbinden, dass die Wege für den Bürger und den Besucher einen tieferen Sinn ergeben, kopieren wir nicht einfach nur ein urbanes Modell aus Paris. Wir erschaffen die ‚Klever 15-Minuten-Stadt‘ – ein Modell, das die modernen Ansprüche an Nachhaltigkeit und Lebensqualität perfekt mit unserer einzigartigen Identität verbindet. Das ist genau der strukturelle und ganzheitliche Ansatz, der Kleve langfristig und über die Landesgartenschau 2029 hinaus wirtschaftlich und sozial stärken wird.

    Was sagen Sie zu diesen weitergehenden Gedanken, Fussgängerin?

  35. 44

    Eine Stadt für die Zukunft, die nicht nur mit und in der Vergangenheit schwelgt, das wäre ein lebens- und liebenswertes Modell für Kleve.
    Carlos Moreno hat schon lange das Modell „15-Minuten-Stadt“/ „Ville du Quart d’heure“, erfolgreich entwickelt.
    Es beschreibt ein „6-Säulen-Modell“:
    Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Gesundheit, Bildung, Erholung.
    Jeweils in 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

    Dieses Konzept gewinnt weltweit an Bedeutung und wird von den Menschen positiv angenommen.
    Es wäre somit auch ein nachhaltiges Konzept.

  36. 43

    Die Stadt will ja 14 Mio für die Umgestaltung der Innenstadt ausgeben und das hört sich doch gut aber dann kommt mir der Gedanke: „Und was machen die für 14 Mio und warum machen Sie es so?“
    Kann man irgendwo im Detail einsehen was geplant ist und was für mich besonders wichtig ist warum sie es so machen?

    Man kann einfach umgestalten damit es schöner und modernern aussieht oder aber Umgestalten um es für einen Zweck zu optimieren.
    Jetzt wäre interessant zu erfahren ist es ein Verschönerung ohne etwas zu verbessern oder hat sich jemand etwas überlegt warum es so gemacht werden soll.

    Sehe das bei den Niederländer dass die Vorher richtig Geld in Hand nehmen und die Stadt / Stadteil analysieren lassen.
    Da erkennen Sie wo die Probleme liegen und was gemacht werden muss. damit es besser wird.
    Und Manchmal sind es Kleinigkeiten wie eine geänderte Abbiegespur oder Bänke um 5m versetzen usw.

    Habe die Befürchtung es wird nur „wir setzen ein paar schöne Bäume dahin“ weil das ganze ja ein Wettbewerb war mit 13 Entwürfen. Also schnell einen netten Entwurf anfertigen der nichts kosten darf und hoffen dass man genommen wird.

    Wäre wir 20km weiter im Westen hätte es erst den Auftrag einer Stadtanalyse gegeben und daraus wäre eine detailierte Aufgabenliste erstellt worden und dann hätte man ein Konzept dazu entwickeln müssen.

  37. 42

    @39.
    Nur zum Verständnis ….. es handelt sich bei mir NIE um „Beleidigtsein“ sondern um VERNUNFT und NACHGIEBIGKEIT! 🙂

  38. 41

    @40 A. Ritter

    Herzlichen Dank für diesen Auszug aus der Rheinischen Post. Der Artikel bringt die aktuelle Herausforderung für Kleve exakt auf den Punkt.
    Die 10,5 Millionen Euro für mehr Grün, Brunnen und Pflaster sind die dringend benötigte ‚Hardware‘. Und auch die genannten Ideen wie Pop-up-Galerien, Straßenkonzerte und Gastronomie sind genau die richtigen Bausteine, um dieses Wohnzimmer zu beleben.

    Aber hier müssen wir den entscheidenden Schritt weitergehen, um nicht im beliebigen Aktionismus zu landen: WIR BRAUCHEN DIE ÜBERGEORDNETE STORY!!!

    Warum? Weil Pop-up-Galerien, Gastronomie und schöne Bänke mittlerweile jede Stadt am Niederrhein und in ganz Deutschland versucht umzusetzen. Sie sind austauschbar geworden. Was Kleve braucht, ist ein Alleinstellungsmerkmal (USP), das eine echte Anreise- und Aufenthaltsmotivation weckt. Diese Tatsache liegt in Form von fachmännischen Handlungsempfehlungen bereits seit vielen Jahren in den Schubladen. Nun endlich greift die WTM genau diese Handlungsempfehlung endlich auf.

    Ein schönes Pflaster lädt zum Verweilen ein, aber die Story der Stadt liefert den Grund, warum Menschen überhaupt erst dorthin aufbrechen.
    Erst wenn die Schwanenburg, die Museen, der Einzelhandel und die Events wie Kapitel eines einzigen, spannenden Buches ineinandergreifen, entsteht das, was man „Kuratiertes Erleben“ nennt. Das macht die Stadt nicht nur für Touristen attraktiv, sondern stärkt auch die Identifikation der Klever mit ihrer eigenen Heimat als liebens- und lebenswerten Raum.

    Genau das ist der Kern meines Ansatzes (für den ich in diesem Blog von einigen Wenigen kritisiert werde): Die Hardware wird jetzt für viel Geld saniert. Aber wir müssen die richtige Software – eine tragfähige, strategische Story – programmieren, damit dieses 10,5-Millionen-Wohnzimmer an den restlichen 300 Tagen im Jahr auch wirklich voller Leben ist. Denn machen wir uns nichts vor: Auch die LAGA Kleve 2029 ist schließlich ein zeitlich begrenztes Event, das während seiner Austragung durchaus positive Auswirkungen auf den Einzelhandel sowie die Gastronomie und Berherbergung haben wird. Die Story Kleve muss aber auch nach der LAGA weitererzählt werden…

  39. 40

    Kleiner Auszug Artikel RP:
    Die Pläne sind gut – aber eine lebendige City braucht noch mehr
    Kleve · Kleve will seine Innenstadt für 10,5 Millionen Euro umgestalten – mehr Grün, neue Brunnen, neues Pflaster. Das ist eine große Chance für die Stadt, wenn man es richtig angeht.Wenn etwas in die Jahre gekommen ist, dann wird es Zeit für eine gründliche Renovierung. Das gilt für jedes heimische Wohnzimmer. Und wenn man wie Kleve in drei Jahren zur Landesgartenschau sehr viele Gäste in seinem Wohnzimmer, nämlich in der Innenstadt, empfangen wird, kann man vorher schon mal frisch streichen und die Möbel zurechtrücken.Genau das tut Kleve jetzt: Die vorgestellten Umbaupläne für die Klever Innenstadt sind ein richtiges Signal. Mehr Bäume, mehr Beete, neue und neugestaltete Brunnen, neue Bänke und Laternen, dazu ein neues Pflaster: All das ist mehr als reine Verschönerung. Es geht um Aufenthaltsqualität, um eine freundlichere Atmosphäre und um die Frage, wie zukunftsfähig eine Innenstadt wirklich ist. Diese Antwort suchen sehr viele Städte in ganz Deutschland. Niemand hat sie bisher als Blaupause für alle anderen gefunden, aber überall gehört doch zumindest mehr Grün dazu.Kleve allein könnte sich diese Renovierung für 10,5 Millionen Euro nicht leisten. Wenn davon aber wie geplant ein Großteil vom Land gefördert wird, dann fließt viel Geld in die Innenstadt, die dadurch neu aufblühen könnte. Das ist eine große Chance, wenn man es richtig macht. Und genau darauf kommt es jetzt an.Wer für eine lebendige Innenstadt ausschließlich Kunden beim Shoppen im Sinn hat, vergisst dabei den immer stärker werdenden Online-Handel. Gewiss sind Einkäufer für eine pulsierende City auch heute noch der wesentliche Impulsgeber, aber sie werden eben immer weniger. Deshalb braucht es noch andere Ideen für eine belebte Innenstadt, die mehr sein will als ein funktionales Einkaufszentrum. Ein schöner Aufenthaltsraum ist wichtig, bringt aber nicht viel, wenn man dort nichts erleben kann. Es braucht ein lebendiges gastronomisches Angebot, Freizeit-Möglichkeiten, kulturelle Impulse, mal ein kleines Straßenkonzert, mal eine kleine Pop-up-Galerie von Museen, die dringend mehr Publikum benötigen in leeren Schaufenstern, die sonst veröden – sehr vieles ist denkbar und machbar, wenn Kleve es angeht.

  40. 39

    @31 Anmerkung

    Wer eine nüchterne, wirtschaftliche Analyse mit „Vernichtung“ verwechselt, hat das Prinzip einer echten Debatte nicht verstanden.

    Es bleibt eine unumstößliche Tatsache: Ein temporäres Event rettet den Einzelhandel an den restlichen 300 Tagen des Jahres nicht. Wer das offen ausspricht, macht keine Ideen kaputt. Im Gegenteil: Es schützt das großartige Engagement der Händler davor, in wirkungslosen Strohfeuern zu verpuffen. Gute Ideen brauchen kein emotionales Schutzschild gegen Kritik, sondern den Stresstest der wirtschaftlichen Realität.

    Dass diese strukturierte, langfristige Herangehensweise der richtige Weg für unsere Stadt ist, zeigt sich auch abseits von Blog-Kommentaren hier bei Kleveblog: Erst vor wenigen Tagen hatte ich dazu ein sehr produktives und vorwärtsgerichtetes Gespräch mit der WTM-Geschäftsführerin Verena Rohde. Das Ergebnis: Mein Ansatz zum strategischen Storytelling für die Innenstadt geht genau in die Richtung, an der das WTM-Team derzeit arbeitet. Frau Rohde hat sich meinen ausgearbeiteten Eingaben und dieser Sichtweise gegenüber extrem aufgeschlossen gezeigt; die Gespräche werden in Kürze vertieft.

    Ihre Aufforderung, ich solle „konkret mitmachen“, läuft daher völlig ins Leere. Schade ist nur, dass sachliche Denkanstöße in diesem Blog von Ihnen sofort mit persönlicher Aggression und dem Versuch der Diskreditierung beantwortet werden. Dieses reflexartige Niedermachen anderer Meinungen ist das Gegenteil von konstruktiv. Es trägt absolut nichts zur Lösung der Probleme in Kleve bei, sondern vergiftet lediglich die Diskussion.

    @ Klevefan

    Nein. Kein Spiegel und auch kein Grund für so viel Drama. Sie haben eine gute Studie ins Spiel gebracht, ich habe sie inhaltlich weitergedacht. Das nennt man Diskussion, nicht ‚Zerpflücken‘.

    Es geht hier nicht darum, wer wem das Wasser reichen kann, sondern wie wir das Beste für Kleve herausholen. Wenn wir bei jedem sachlichen Argument sofort beleidigt den Rückzug antreten, kommen wir in dieser Stadt keinen Schritt weiter.

  41. 38

    Leute, wir sind hier doch nicht bei X (vorm.Twitter)! Seit respektvoll zueinander.

  42. 36

    „Gemeinsam sind die Standortbesonderheiten Kleves erörtert worden, die eine wichtige Basis für unser gezieltes Storytelling bilden.
    Von Kleves europaweiter Vorbildfunktion in der barocken Gartenplanung über die Bedeutsamkeit der einstigen Schuhindustrie bis hin zu vielen weiteren stadtidentiätsstiftenden Faktoren – wir haben sie im Blick und steuern eine starke Marketingkommunikation an.“

    Quelle: https://de.linkedin.com/posts/wirtschaft-tourismus-%26-marketing-stadt-kleve-gmbh_socialmedia-socialmediamarketing-wtmkleve-activity-7364529316686176257-0ilD

  43. 35

    Schwanenburg beleben , Weihnachtsmarkt verlegen usw, alles gute Vorschläge aber ob so dem Leerstand in der Fußgänger geholfen wird ?
    Vielleicht wäre es ja auch möglich kleinere Outletgeschäfte wie zB Kneipp oder Lindt oder was es sonst noch alles so gibt nach Kleve zu locken , eine Dachterasse wäre auf dem Kaufhof, ähnlich wie in Aarhus (für Kleve kleiner) oder wie in Nimwegen auch toll.
    Ideen gibt es viele aber es muss auch immer ein Investor gefunden werden.Für das alte Gebäude auf dem Uniongeälnde gab es auch viele Ideen ,leider steht das Gebäude immer noch leer.

  44. 34

    @31 + 33

    Ihre Dünnhäutigkeit gegenüber Menschen, die selbstbewusst ihren Standpunkt vertreten und noch dazu nicht ihrer Meinung sind, ist ihr Problem nicht meins.

  45. 33

    @27. Helmuth Plecker
    Ja, natürlich war das von mir ein Gedankenfehler, zu vermuten, dass Sie etwas nicht kennen. Entschuldigung … ich werde hiermit einsichtig sein, dass Ihnen eben niemand das Wasser reichen kann.
    Hiermit ziehe ich mich zerpflückt zurück …..

  46. 32

    Ergänzung zu 29: Ich meinte, so wie der Mittelalter-Markt in Telgte früher war, im Ort. Jetzt ist er auf einer Wiese außerhalb des Ortes.

  47. 31

    @30 HPL, merken Sie nicht, was Sie machen?

    Sie loben die Initiative in den ersten zwei Zeilen.

    Dann kommt aber, ich fasse mal zusammen, dass die Einzelhändler nicht genug Mut haben, die Vorschläge „gut gemeint“ sind (kling ekelhaft) und nicht genau hingeschaut wird, dass sie „Geschäftsmodelle“ vorschlagen, deren Effekt verpufft, dass sie die Dinge nicht zu Ende denken, dass sie kein „strukturelles Konzept“ haben und sie „wertvolle Energie“ in „Strohfeuern“ verbrennen statt das Fundament zu stärken.

    Ja, das steht in Ihren Sätzen.

    Wenn ich in einem Meeting wäre und Vorschläge vorstellen würde und mir käme jemand so wie Sie es hier tun, dann wären diese Person für mich erledigt.

    Das ist nicht konstruktiv, das hat etwas Vernichtendes. Und deshalb haben Sie die volle Breitseite verdient.

    Wahrscheinlich werden Sie jetzt lang und breit ausführen, warum das alles ganz anders ist und Sie einfach der Beste.

    Dann machen Sie mal ganz konkret mit. Oder besser nicht.

  48. 30

    @28 Anmerkung

    Hier liegt ein grundlegendes Missverständnis vor: Die Initiative und das Engagement der Händler stehen überhaupt nicht zur Disposition – sie sind großartig und absolut notwendig für Kleve.

    Aber wir müssen den Mut haben, die Dinge beim Namen zu nennen: Gut gemeint ist nicht automatisch wirtschaftlich nachhaltig. Wenn wir die Fehler der Vergangenheit korrigieren wollen, müssen wir genau hinschauen, wo das Geld und die Energie hinfließen.

    Ein Weinstand oder ein Event am Burgberg sind wunderbare Belebungen für den Moment. Sie sind aber kein Geschäftsmodell für die restlichen 300 Tage im Jahr, an denen die Händler in der Fußgängerzone ihre Mieten und Gehälter zahlen müssen. Wenn der Weg vom Burgberg in die Innenstadt für den Besucher keinen Sinn ergibt, verpufft der Effekt für den Einzelhandel.

    Es geht nicht darum, gute Ideen kleinzureden, sondern sie zu Ende zu denken. Wer anfangen und ausweiten will, braucht von Tag eins an ein strukturelles Konzept. Sonst verbrennen wir die wertvolle Energie der engagierten Bürger in kurzfristigen Strohfeuern, anstatt das Fundament der Stadt langfristig zu stärken.

    Und wenn Ihnen das alles als „abgehobenes Gesülze“ vorkommt, nur um mich und meine Meinung zu alledem zu diskreditieren, dann ist das Ihr Problem. Lesen Sie dann doch einfach das, was ihrem Niveau mehr entspricht.

  49. 29

    Mittelalter-Jahrmarkt an der Schwanenburg (Vorschlag in Kommentar 18) ist auch eine gute Idee. Passt. Aber Ritterspiele lassen sich nur auf breiter freier Fläche aufführen, das gibt die City nicht her.

    Der Mittelalter-Jahrmarkt in Telgte bei Münster wäre ein gutes Vorbild für den begrenzten Platz rund um die Schwanenburg. Es gibt ja genügend Leute, die auf solche Märkte spezialisiert sind.

    Einen Galgen kann man im Innenraum der Schwanenburg auch noch aufbauen. Kleiner Scherz.

  50. 28

    „Das Problem dieser Vorschläge ist ihre rein mechanische Natur. Sie basieren auf dem Prinzip der Verlagerung und der Sehnsucht nach Vergangenem („Vieles davon hatten wir schon“). Doch ein Weihnachtsmarkt am Burgberg oder ein Weinstand im Sommer sind temporäre Strohfeuer. Sie steuern Kaufkraftströme und Besucherfrequenzen für wenige Wochen oder Stunden um, generieren aber keine nachhaltige Strukturverbesserung für das gesamte Jahr. Wenn Menschen die Schwanenburg besuchen, führt das nicht automatisch dazu, dass sie die Fußgängerzone als lebendigen Raum wahrnehmen – es sei denn, die Wege dorthin ergeben einen tieferen Sinn.“ (HPL)

    Ihr abgehobenes Gesülze ist nur schwer erträglich.

    Da haben sich Leute zusammengeschlossen, weil sie etwas ändern möchten, für die Situation des Einzelhandels und für Kleve überhaupt, und dann kommen Sie mit so was?

    Man muss mit etwas anfangen und das dann ausweiten. Fehler der Vergangenheit müssen korrigiert werden.

    Die Vorschläge sind gut.

  51. 27

    @25 Klevefan

    Herzlichen Dank für den Tipp. Ich kenne die Ramboll-Studie.

    Deshalb sehe ich mich auch in der Lage, um auszuführen, dass sich mein Ansatz der „Story“ mit der Ramboll-Studie vereinen läßt. Wir müssen uns vorstellen, dass der Story-Ansatz als das „Warum“ zu betrachten ist und Ramboll als das „Wie“.

    Ramboll liefert die harten Daten (Infrastruktur, Nähe, soziale Funktionen), aber mein Story-Ansatz liefert den Grund, warum Menschen dort an den Orten (z.B. in meinem Fall das umgebaute Gebäude und allgemein dei Klever Innenstadt) Zeit verbringen wollen. Ohne Story bleibt die „lebenswerte Stadt“ nach Ramboll ein steriles Reißbrettmodell.

    Sehen wir uns das „Place-Making“ als wirtschaftlicher Überlebensfaktor genauer an:
    Ramboll zeigt auf, dass lebenswerte Städte wirtschaftlich erfolgreicher sind, weil sie Talente und Kaufkraft binden.

    Der Ramboll-Fokus: Lebensqualität zieht Menschen an.

    Mein Story-Ansatz: Einzelhandel allein ist keine Story mehr.

    Die Story von Kleve muss „Kuratiertes Erleben“ sein. Wenn die Schwanenburg, die VHS, der Einzelhandel und ein Weinfest auf dem Heinz-Willi-Platz wie Kapitel eines Buches ineinandergreifen, entsteht eine Verweildauer, die sich in Umsatz verwandelt.

    Synthese: Ramboll liefert den Beweis, dass Lebensqualität Geld bringt. Mein Story-Ansatz liefert das Alleinstellungsmerkmal (USP), das Kleve von einer austauschbaren Stadt am Niederrhein unterscheidet. Und genau aus diesem Grunde der Erfordernis wurde der „Story-Ansatz“ in der Vergangenheit wiederholt in verschiedensten Expertisen der Verwaltung und der Politik als Handlungsempfehlung ausdrücklich dargelegt. Die Stadt hat die Hardware (Burg, Kanäle, Plätze etc.), nutzt aber die falsche Software (Verwaltungslogik statt Storytelling).

    @26 A. Ritter

    Herzlichen Dank für Ihre treffende Ergänzung! Sie sprechen einen entscheidenden Punkt an: Verkaufsoffene Sonntage sind oft nur Symptombekämpfung. Sie bekämpfen den Leerstand nicht dauerhaft, weil sie das fundamentale Problem ignorieren – den Mangel an Aufenthaltsqualität im Alltag. Ein reines „Verkaufsregal“ zieht heute niemanden mehr vom Sofa weg.

    Was Sie als Wohlfühlfaktor beschreiben, ist in der modernen Stadtplanung als der wichtigste Faktor für lebendige Innenstädte verankert. Menschen suchen Orte, die eine Geschichte erzählen, emotionale Sicherheit bieten und zum Verweilen einladen.

    Diese damit verbundene Aufgabe wird seit vielen Jahren im Klever Rathaus ignoriert.

  52. 26

    Sehr geehrter Herr Plecker,
    ihrer Argumentation ist nichts hinzuzufügen.
    Leider gehören dann aber auch die viel kritisierten verkaufsoffene Sonntage zum Strohfeuer. Ich gehe davon aus, das sich die Gewinne der Ladenlokalbetreiber auch an diesen Tagen in Grenzen halten.
    Angenommen wird hätten keine Leerstände in unserer Innenstadt. Ein ausgewogener Mix an Ladenlokale, ohne Konkurrenz zueinander.
    Kommen dann wirklich mehr Besucher in unsere Heimatstadt? Was fehlt- und da haben Sie recht- ist der Wohlfühlfaktor. Was nützen die tollsten Geschäfte, wenn sich unsere Gäste und auch wir Klever uns nicht wohlfühlen?? Wir hoffen mal das sich mit der Umgestaltung der Innenstadt zur LAGA die Situation etwas entspannt.

  53. 25

    @23. Helmuth Plecker
    Bei Interesse ….. Tipp
    „Ramboll-Studie zur Lebensqualität“
    „Was macht eine Stadt lebenswert?“

  54. 24

    Begrüßenswerte Initiative und sehr gute Vorschläge!

    Höre schon die Bedenken gegen einen neuen alten Weihnachtsmarkt unterhalb der Schwanenburg (mit Ausläufer zum Fischmarkt hin). Die Bühne könnte am Rathaus bleiben, zusammen mit dem Glühweintreff, der am Koekkoekplatz sonst so lange alleine rumsteht. Dazu noch eine Fressbude…

    Aber das Lauschige zwischen Schwanenburg und Marstall lässt sich nun mal nicht toppen. Das ist einfach schön(er)…. In der Weihnachtszeit werden auch viele Menschen romatisch, die es sonst eher nicht sind. Und auch die Niederländer fänden es wohl gut.

    Und es generiert die für die Einzelhändler/innen so wichtige Laufkundschaft

    Auf dem Heinz-Will-Platz könnte auch ein Weinfest stattfinden (oder der ständige Weingarten) oder ein Feierabendmarkt im Sommer… oder vielleicht ein Wochenmarkt? Ein Wochenmarkt aber sonst auch gerne wieder unten in Kleve.

    Die VHS zur Landwehr zu verfrachten war ein Fehler der größeren Art. Bin gespannt, wie sich das auf die Anmeldebilanz auswirkt. Wer ohne Auto möchte schon abends an einer abseits gelegenen Bushaltestelle rumstehen…

    Wer hat sich das überhaupt ausgedacht? VHS und Stadtbücherei gehören ins Zentrum einer Stadt, eines Ortes.

  55. 23

    @22 Klevefan

    Der Einwand ist berechtigt: Eine Stadt mit 53.000 Individuen auf 98 km² ist kein geschlossenes Gebäude. Doch der Vergleich hinkt nicht – er schärft den Blick für das Wesentliche.

    Es geht nicht um die Quadratmeter, sondern um die Reize

    Ob ein Mensch einen Raum von 20 oder eine Stadt von 20.000 Quadratmetern betritt: Die psychologischen Mechanismen, nach denen wir entscheiden, ob wir uns wohlfühlen, verweilen oder fliehen, sind dieselben. Menschen reagieren auf Texturen, Licht, Wegeführungen und vor allem auf die „Lesbarkeit“ ihrer Umgebung. Wenn eine Stadt keine Story hat, erzeugt sie Stress durch visuelles Rauschen.
    Wenn es gelingt, an einem Ort in einen Gebäude der maximalen emotionalen Ablehnung Wohlbefinden zu erzeugen, dann ist dieses Prinzip auf den öffentlichen Raum – den Ort der Begegnung – erst recht übertragbar.

    53.000 Individuen brauchen einen gemeinsamen Nenner

    Gerade weil 53.000 Menschen individuell leben, braucht ein lebendiger Lebensraum eine Identität, mit der sie interagieren können. Ohne eine übergeordnete Story bleibt Stadtplanung Stückwerk: Hier ein Spielplatz, dort ein Poller, da ein Förderprogramm. Das Ergebnis ist ein identitätsloser Flickenteppich, der niemanden einlädt. Die Story ist nicht die Schablone für das Leben der Menschen, sondern die Bühne, auf der dieses Leben stattfinden kann.

    Lebendigkeit braucht Führung

    Ein „lebendiger Lebensraum“ entsteht nicht durch Zufall oder durch das bloße Vorhandensein von Menschen. Er entsteht durch Anziehungspunkte und Schwellenängste, die abgebaut werden. Wenn die Menschen die Innenstadt meiden, dann nicht, weil sie nicht „lebendig“ sind, sondern weil die Umgebung ihre Bedürfnisse nach Sicherheit, Ästhetik und Orientierung ignoriert.

    Fazit:

    Natürlich kann man ein Gebäude nicht mit einer Stadt gleichsetzen. Aber man kann – und muss – die Methodik übertragen. Wer behauptet, Stadtplanung brauche keine „Story“, der überlässt die Entwicklung dem Zufall. Und der Zufall hat in den letzten Jahrzehnten für die Verödung gesorgt, die der Einzelhandel heute beklagt.

    Der von mir geplante und begleitete Umbau war das Laboratorium. Die Stadt ist die Anwendung. Die Psychologie dahinter ist universell.

  56. 22

    @21.
    Einspruch!
    Sie haben sich sehr viel Mühe und Zeit gegeben …….. aber bitte, man kann doch nicht ein lebloses Gebäude, mit einem lebendigen Lebensraum von ca. 98 km² mit etwa 53.000 individuell lebenden, Menschen vergleichen.

  57. 21

    Von der Vision zur Realität:

    Warum Kleves Innenstadt eine Geschichte braucht – und keine Nostalgie-Pflaster

    Ein in die Jahre gekommenes Einzelhandelsgeschäft an einer der Haupteinfahrtsstraßen in Richtung Klever Zentrum: Das war der Ausgangspunkt für ein Umbauprojekt im Bestand, das zeigt, wie tiefgreifende Veränderung durch die Kraft eines klaren Konzepts gelingen kann. Heute befindet sich dort ein moderner Dienstleistungsbetrieb – ein Ort, der von Natur aus mit sehr sensiblen, emotionalen und schweren Lebensumständen verknüpft ist. Dennoch ist es gelungen, einen Raum zu schaffen, den die Menschen trotz aller traurigen Hintergründe und Perspektiven heute gerne betreten. Der Umbau des Erdgeschosses hat bewiesen, dass Architektur und Raumgestaltung Emotionen lenken und selbst tief sitzende Barrieren abbauen können.

    Erst die Story, dann der Strich

    Der Schlüssel zu diesem Erfolg lag in einer radikalen Umkehrung des klassischen Planungsprozesses. Noch vor dem allerersten gezeichneten Strich stand eine fertige Geschichte – eine Story, die diesen Ort fundamental von allen vergleichbaren Angeboten im Umfeld abhebt. Erst nach der Definition dieser Identität folgte die Frage: Wie lässt sich diese Erzählung wortlos durch Gestaltung transportieren?

    Aus diesen strategischen Überlegungen heraus entwickelten sich die logischen Raumfolgen und der präzise Zuschnitt der Flächen. Die anspruchsvolle Geometrie des Bestands – geprägt durch tragende Rundsäulen und wenige feste Wände – wurde dabei nicht als Hindernis, sondern als Rahmen für das Konzept genutzt. Darauf aufbauend entstand ein harmonisches Farb- und Texturkonzept, das die Kernbotschaft des Hauses visuell und haptisch spürbar macht.

    Die Eröffnung nach dem Umbau hat die Richtigkeit dieser Vision eindrucksvoll bestätigt. Die Erfolge spiegeln sich zwar deutlich in der steigenden Zahl der Kunden wider, viel entscheidender ist jedoch die menschliche Komponente: Die Hemmschwelle der Besucher ist drastisch gesunken. Die Menschen fühlen sich in den neuen Räumlichkeiten sichtlich wohl, verweilen länger als früher und die grundlegende Motivation, das Haus zu besuchen, ist spürbar gewachsen. Das Design hat einen Raum des Vertrauens und des Wohlbefindens geschaffen.

    Symptombekämpfung statt Strukturverbesserung

    Was hier im Kleinen erfolgreich praktiziert wurde, lässt sich eins zu eins auf ein weitaus größeres Sorgenkind übertragen: die in die Jahre gekommene Klever Innenstadt.

    Aktuell formuliert die Klever Händlerschaft einen dringenden Appell an Politik und Verwaltung und schlägt eine Reihe konkreter Maßnahmen gegen die Verödung der Innenstadt vor:

    Der Fokus auf die Schwanenburg: Ausweitung der dortigen Gastronomie (z.B. durch einen sommerlichen Weingarten) sowie die tägliche Öffnung des Schwanenturms.

    Frequenzbringer durch Events: Die Rückführung des Weihnachtsmarktes vom Rathaus zum Heinz-Will-Platz.

    Belebung von Wegen und Institutionen: Die Aufwertung der Verbindung Stadthalle-Schwanenburg über den neuen Spielplatz, Tagesgastronomie in der Stadthalle sowie die Rückkehr der Volkshochschule (VHS) in die Stadtmitte.

    Infrastruktur: Die Suche nach einem gut erreichbaren, zentrumsnahen Standort für den Wochenmarkt.Im Kern sind diese Ansätze gut gemeint und als Akutmaßnahmen nachvollziehbar. Sie reichen jedoch bei weitem nicht aus.

    Das Problem dieser Vorschläge ist ihre rein mechanische Natur. Sie basieren auf dem Prinzip der Verlagerung und der Sehnsucht nach Vergangenem („Vieles davon hatten wir schon“). Doch ein Weihnachtsmarkt am Burgberg oder ein Weinstand im Sommer sind temporäre Strohfeuer. Sie steuern Kaufkraftströme und Besucherfrequenzen für wenige Wochen oder Stunden um, generieren aber keine nachhaltige Strukturverbesserung für das gesamte Jahr. Wenn Menschen die Schwanenburg besuchen, führt das nicht automatisch dazu, dass sie die Fußgängerzone als lebendigen Raum wahrnehmen – es sei denn, die Wege dorthin ergeben einen tieferen Sinn.

    Der städtische Raum als zusammenhängende Erzählung

    Städtische Transformation scheitert fast immer daran, dass sich Akteure in bürokratischen Details verlieren oder isolierte Teilbereiche reparieren. Was Kleve stattdessen braucht, ist derselbe mutige, narrative Gestaltungsansatz, der auch das ehemalige Ladenlokal transformiert hat. Bevor Institutionen verschoben, Pflastersteine ausgetauscht oder Märkte verlegt werden, bedarf es einer übergeordneten Story.

    Die Forderungen der Händler dürfen keine isolierten Einzelprojekte bleiben. Sie müssen zu Kapiteln einer einzigen, großen Geschichte werden. Dabei muss bei der Entwicklung dieser städtischen Story radikal hinterfragt werden, ob die Klever Innenstadt heute überhaupt noch dem reinen Zweck des Einkaufens dienen kann und soll.

    Die Story darf kein künstliches Marketing-Konstrukt sein. Sie muss direkt darauf eingehen, was die Menschen im 21. Jahrhundert wirklich von einem urbanen Raum erwarten, damit sie sich dort wohlfühlen: Verweilqualität, Begegnung, Entschleunigung, Inspiration und emotionale Sicherheit. Gleichzeitig muss die Strategie präzise analysieren, was die Menschen heute meiden, was sie abschreckt und aus welchen Gründen sie die Innenstadt bewusst meiden. Wenn wir die Innenstadt beleben wollen, müssen wir sie wie eine Raumfolge planen:

    Das Fundament (Die Story): Warum sollten Menschen im Zeitalter des Online-Handels nach Kleve kommen? Die Antwort darf nicht lauten: „Weil der Markt jetzt wieder am alten Platz ist.“ Es braucht eine emotionale Kernbotschaft der Stadt, die auf den echten Bedürfnissen der Bürger basiert.

    Die Logik der Bewegung (Die Raumfolge): Die geforderte Aufwertung des Weges zwischen Stadthalle und Schwanenburg ist ein richtiger Impuls. Aber dieser Weg darf keine bloße Verkehrsader sein. Er muss den Besucher wie ein roter Faden physikalisch und emotional von einer Zone in die nächste leiten – vorbei an Handel, Kultur und Gastronomie.

    Die wortlose Botschaft (Das Farb- und Texturkonzept): Diese Story muss sich an jeder Ecke, in jedem Park und auf jedem Platz im Stadtbild spiegeln. Von der Möblierung über die Beleuchtung bis hin zur Materialauswahl muss die Stadt dieselbe gestalterische Sprache sprechen.

    Erst wenn die Menschen – genau wie im umgestalteten, ehemals so schwer zugänglichen Ort an der Einfahrtsstraße – eine sinkende Hemmschwelle spüren und an jeder Ecke wortlos erleben, warum diese Stadt ein lebenswerter Aufenthaltsort ist, verweilen sie länger. Nur durch eine solch stringente, identitätsstiftende Vision wird aus dem bloßen Verwalten von Leerstand wieder ein lebendiger urbaner Raum.

    Reden wir drüber!

  58. 20

    @19 Andre Gerritzen

    „Statt „die Stadt mal machen lassen“ sollten sich vielleicht ein paar Interessierte Bürger zusammen tun und selber die Gestaltung der Innenstadt planen. Was ein halbes Dutzend Klever mit guten Ideen in 3 Monaten schaffen dafür braucht die Stadt 2+ Jahren. Und dann was durchdachtes Vorlegen wären die Verwaltung noch am Entwurf zum Antrag der Durchführung der Planung arbeitet.“

    Wir sollten uns dazu mal austauschen!!!

  59. 19

    @17 Helmuth Plecker
    Wo sie gerade Utrecht schreiben ist mir dieses Video über Aachen und Masstricht in den Sinn gekommen.
    https://youtu.be/8_FQPysligE?si=LcoelROVAZJ2t9nK&t=173

    Hat etwas von Kleve und Nijmegen, wobei Kleve nicht ganz wie Aachen ist.
    Interessant in den Video finde ich den Teil das vor allem Studenten in der Maastrichter Innenstadt wohnen.

    Weiter unten steht der Satz „Auch sollte man darüber nachdenken, ob die Große Straße wirklich weiter Fußgängerzone bleiben soll.“
    Jetzt mal keine schlechte Idee wenn man von der Herzogstrasse bis zur Böllensteege hochfahren könnte, aber (Aber ist in den Fall wichtig) die gesamte Strecke zu umgestaltet so das eine Slalomstrecke entsteht, die man nicht hochbrettern kann. Alle 20m muss man die Seite wechseln weil ein Insel im weg steht die zu den Geschäften neben der Insel passt. Gastro bekommt Sitzplätze vorbereitet, Andere Geschäfte bekommen Pflanzen, Bänke etc.
    So das aus dieser langen gerade und ziemlich hässlichen Strasse viele kleine Abschnitte werden und man von unten garnicht mehr bis oben ohne Hinderniss hochschauen kann. Das ist dann auch eine Entschleunigung fürs Auge.
    Und auch nur E-Autos damit nicht alte Stinker oder BMW-Angeber da hochbrettern. Mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Dafür kann ja bei der Einfahrt eine Kamera das Fahrzeug erfassen und bei der Ausfahrt ebenfalls und Fahrzeugtyp und Zeit messen.
    Wer zu schnell die Strecke geschafft hat oder einen Dieseltraktor da hochgefahren hat unterstützt mit einer kleinen Spende die Stadtkasse.
    Jetzt nur 1 Idee.

    Könnte man die HSRW dazu bewegen bestimmt Ladenlokale anzumieten und zu Vorlesungs- oder Projekträumen zu machen. Die HSRW hat vor Jahren schon ein Platzproblem und die Leerstände wären doch ideal bestimmte Bereich auszulagern und die Innenstadt zu beleben.

    Besonders erwähnenswert finde ich des sich der Leerstand bei Rexing jetzt zu einer Kulturstätte entwickelt. Das Gebäude ist dafür Ideal für sowas und belebt die Innenstadt.
    https://www.kleveblog.de/rexing-einst-heimat-fuer-schoene-moebel-jetzt-raum-fuer-kunst/

    Statt „die Stadt mal machen lassen“ sollten sich vielleicht ein paar Interessierte Bürger zusammen tun und selber die Gestaltung der Innenstadt planen. Was ein halbes Dutzend Klever mit guten Ideen in 3 Monaten schaffen dafür braucht die Stadt 2+ Jahren. Und dann was durchdachtes Vorlegen wären die Verwaltung noch am Entwurf zum Antrag der Durchführung der Planung arbeitet.

    Habe noch mehr im Kopf, aber auch noch Arbeit auf dem Schreibtisch und heute Abend ein Treffen wegen https://klevetag.de für das ich noch was vorbereiten muss.

  60. 18

    Man könnte ja mal versuchsweise einen mittelalterlichen Jahrmarkt im Hof und an der Schwanenburg stattfinden lassen. Welche Umgebung ist dort besser geeignet? Wenn es gut angenommen wird baut man diesen aus. Spinnerei meinerseits: man könnte die Straße Stechbahn mit Sand aufschütten, den die kriselnde Sand und Kies Industrie kostenlos zur Verfügung stellt und anschließend entsorgt. Somit versucht diese ihr ranponiertes Image aufzubessern.Kommt bestimmt gut an! Dann könnten dort Ritterspiele stattfinden. Der Name Stechbahn kommt seinem geschichtsträchtigem Name zu Gute. Dort könnten dann Stechen mit Ross und Reiter nachgestellt werden.
    Mit Erzählungen aus vergangener Zeit.
    Armbrust schießen, Bogen schießen o. ä..
    Feuerschlucker.

  61. 17

    @13 Klevefan

    Vielen Dank für diesen ehrlichen Einwand – ich kann Ihre Sorge absolut nachvollziehen. Wenn man das Wort ‚Entschleunigung‘ hört, denkt man in Kleve verständlicherweise sofort an den wahrgenommenen Stillstand der letzten Jahre. Aber genau hier müssen wir unterscheiden: Der aktuelle ‚Tiefschlaf‘ ist das Ergebnis einer Profillosigkeit, in der Kleve versucht hat, von allem ein bisschen zu sein und dabei seine Identität verloren hat.
    Das Konzept der ‚Gesundheits-Erlebnis-Stadt‘ ist jedoch kein Schlafmittel, sondern ein strategisches Fitnessprogramm.

    Es geht nicht darum, weniger zu machen, sondern das Richtige mit einer radikalen Qualität zu tun, die Kleve aus der Austauschbarkeit herausholt. Echte Entschleunigung ist ein hochmoderner Luxuswert und ein knallharter Standortvorteil: Sie zieht genau die Fachkräfte, Studenten und Investoren an, die der Hektik der Metropolen entfliehen wollen, aber einen wachen, inspirierenden Ort suchen. Als Referenz verweise ich auf Utrecht. Die Stadt zeigt uns par excellence, dass eine Stadt durch den Fokus auf Lebensqualität und ‚Healthy Urban Living‘ wirtschaftlich nicht einschläft, sondern zur dynamischsten Region Europas aufsteigen kann.

  62. 16

    @9 Frage

    Darauf bekommen Sie von Mitarbeitern der Stadt keine „gescheite“ Antwort.
    Gute Lage, ökonomisch renditeträchtig, deshalb vermute ich, dass die bekannten lokalen Inverstoren
    da schon den Daumen drauf haben.

  63. 15

    Als ehemaliger Leiter der Verwaltung des Landgerichts Kleve und als Klever Bürger kann ich der Anregung der Klever Händler nur zustimmen.
    Seinerzeit fanden in und um die Burg herum regelmäßig wunderbare Feste statt, an denen auch die Klever Bürger gerne teilgenommen haben. Sowohl der Klevische Verein, die Vertreter der Justiz wie auch der seinerzeitige Pächter der Kantine haben bestens und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Das sollte doch auch heute möglich sein. Kleve als Stadt würde davon profitieren. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das die Justizverwaltung etwas dagegen hätte, würde man zumindest an den Wochenenden im Innenhofbereich der Schwanenburg eine gastronomische Einrichtung betreiben. Die Kantine bietet sich da doch an.
    Mit gutem Willen aller Beteiligten könnte in und um die Burg herum etwas wunderbares entstehen. Ich jedenfalls würde mich darüber freuen und auch aktiv teilnehmen.

  64. 14

    Die Ideen unserer Händler*innen sind nachvollziehbar und gut. Problem ist natürlich die Hanglage am Heinz-Will-Platz. Aber ich fand dort auch den Weihnachtsmarkt sehr gut aufgehoben. Warum nicht dort auch den Wochenmarkt integrieren oder hinter Galerie Kaufhof am Großen Markt? Kurze Fußwege zur Innenstadt sind dort gegeben..
    Auch fand ich die Kirmes am Großen Markt gut aufgehoben. Alles hatte ein stimmiges Umfeld. Allerdings ist die Kirmes auch immer größer, die technischen Anforderungen ebenso, geworden. Die VHS könnte in den Marstall einziehen. Ein charakteristisches und geschichtsträchtiges Gebäude, das der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden muss. Oder die Stadtbücherei zieht hierher. War diese nicht mal dort sogar untergebracht? Bin Jahrgang 1971 und meine, dort meine Bücher ausgeliehen zu haben? 🤔 Was in der Innenstadt auch fehlt, ist ein Ladenlokal in dem man eine Reise in die Vergangenheit und die Geschichte unserer Stadt per VR Brille erleben kann,wetterunabhängig.Als Attrappe könnte die alte Straßenbahn dienen. Time Ride bietet solche Zeitreisen an. Warum nicht in kleineren Städten auch? Daneben das Touristik Info Lokal der Stadt Kleve. Daneben wiederum ein kleines Musseum das auf die bedeutende Industrie unserer Stadt hinweist Ausgestellt werden könnten Utensilien und Bilder unserer Schuster, XOX Keks Dosen usw. Nicht zu vergessen die Magerine Werke Union.
    Möglich ist vieles. Auch das wertet unsere Innenstadt auf.

  65. 13

    @11. Helmuth Plecker
    Ich weiß, Sie meinen es gut ……. aber Kleve ist seit Jahren viel zu viel entschleunigt und bereits in einen Tiefschlaf gefallen. Das genau ist das Problem …..

  66. 12

    Wenn man die Innenstadt stärken möchte, dann muss man vor allem nicht eine ca. 18 Mio teure, völlig überdimensionierte Unterführungsanlage am Bahnhof bauen, die dort zum Verweilen einladen soll!

  67. 11

    Meine Gedanken niedergeschrieben in einem Kleve-Manifest: Resonanz-Raum (vor 13 Jahren noch bezeichbet als „Die Gesundheits-Erlebnis-Stadt“)

    Kleve: Atme tief. Lebe echt. Wachse gesund.

    Die Stadt als Heilraum (Salutogenese)

    Wir hören auf, Stadt nur als Beton und Logistik zu begreifen. Kleve wird zum aktiven Gestalter von Gesundheit. Wir bauen nicht nur Straßen, wir erschaffen Resonanzräume. Jede Ecke unserer Stadt soll die Frage beantworten: „Was hält den Menschen hier gesund?“ Wir fördern Verstehbarkeit, Bewältigbarkeit und Sinnhaftigkeit in unserem urbanen Gefüge.

    Die Luxusgüter der Moderne: Zeit & Stille

    In einer Welt der permanenten Beschleunigung ist Entschleunigung unser höchstes Gut. Kleve ist kein Ort des Durchgangs, sondern ein Ort des Ankommens. Wir kultivieren die „langsame Stadt“. Unsere Parks sind keine Dekoration, sondern Tankstellen der Seele. Wir schützen die Stille und feiern die Achtsamkeit als Standortvorteil.

    Radikale Authentizität statt Kulisse

    Wir jagen keinen kurzlebigen Trends hinterher. Unser USP liegt in unserer DNA: Die Barockgärten, der Schwanenturm, die weite Landschaft des Niederrheins. Wir laden diese historischen Orte mit neuem Leben auf – nicht als Museum, sondern als Bühne für Selbstverbesserung und echte Begegnung. Wir sind echt, rau und herzlich.

    Die Symbiose aus Geist und Natur

    Die Hochschule Rhein-Waal ist unser Labor für das Leben von morgen. Hier trifft akademische Exzellenz auf die Ruhe der Natur. Wir verknüpfen Wissen mit Wohlbefinden. In Kleve wird Forschung erlebbar – in Projekten, die zeigen, wie Technik und Natur den Menschen dienen, anstatt ihn zu stressen.

    Co-Creation: Die Marke lebt durch Handeln

    Dieses Manifest ist kein totes Papier. Es ist eine Einladung an alle Klever:

    . An die Gastronomie: Schafft Orte des bewussten Genusses.

    . An den Einzelhandel: Werdet zu Kuratoren für Qualität und Handwerk.

    . An die Eventplaner: Erschafft Erlebnisse, die stärken, statt nur zu unterhalten.

    . An die Bürger: Seid die Botschafter einer Stadt, die sich traut, das Wohlbefinden an erste Stelle zu setzen.

    Kleve macht den Unterschied

    Wir messen unseren Erfolg nicht nur an Gewerbesteuern und Zentralitätskennziffern, sondern am Glück und der Resilienz unserer Bewohner und Gäste. Wir sind der Gegenentwurf zur anonymen Metropole.
    Wir sind die Stadt, die zeigt, dass Fortschritt und Entschleunigung keine Gegensätze sind

  68. 10

    Wie wär’s, wenn die Händler sich unter einer bei den Kunden, weiter empfehlen ?

  69. 8

    Das man die VHS ausgelagert hat, befürworten wohl eher die Mitarbeiter, nicht Kursteilnehmer…

  70. 7

    Mal eben ! Die historische Macht Klever Herzöge, die selbst den mit Pocken + *Syphilis 😁verwöhnten + gesalbten 👍🏼😳 englischen Heinrich VIII min. Schweißausbrüche bereitete sollte in einer LGS einen schönen Platz finden .☝🏼 Nicht vergessen zum Fest , wurde die A.H. Straße ,Große Straße eigentlich schon… Ex ? 🚮 🤭 😇. .. 🍺 🥳 ( *ob er Anna von Kleve …evtl. 😱 🙄 )

  71. 6

    Alter Klever
    Als Erstmassnahme würde ich die romantische Schloßtorstraße von Fahrzeugen aller Art sowie den Urwaldbewuchs am Schloßberg entrümpeln. Als Nächstes müsste die Treppe an der Schlosstorstrasse zur Gerwin restauriert und attraktiver gestaltet werden, damit Besucher von Kleve den historischen Wert erkennen und genießen können.

  72. 5

    Gut so. Das ist der richtige Weg. Klar, das Burgtheater ist leider Geschichte, aber einiges lässt sich garantiert wieder zurückdrehen. Auch sollte man darüber nachdenken, ob die Große Straße wirklich weiter Fußgängerzone bleiben soll. In der Hagschen Straße geht das doch auch. Und, ganz wichtig, keine öffentlichen Parkplätze mehr vor der Schwanenburg. Ein zugeparktes Wahrzeichen…das geht gar nicht…..Vorschläge hätten wir ja genug, aber wer setzt das um ? Fehler sind erlaubt, die lassen sich korrigieren. Aber Nichtstun wäre tötlich für die Innenstadt.

  73. 4

    Eine Art Kantine mit Hausmannskost zu sehr niedrigen Preisen wäre fantastisch. Ein Ort also, wo auch sehr arme Menschen sich und andere regelmäßig zum Essen treffen und am sozialen Leben teilhaben können. Finanzieren könnte man das durch eine Verdopplung der Parkgebühren in der Stadt Kleve.

  74. 3

    Der Klevische Verein dankt für die Wertschätzung. Gerne stehen wir für Gespräche bereit. Die museale Neuausrichtung des Schwanenturms verfolgen wir seit einigen Jahren. Seit heute – nennen Sie es Fügung – liegt uns das beauftragte Grobkonzept vor. Im Turm soll die reiche Geschichte unserer Region auf „frische“ Art präsentiert werden. Eine Umsetzung bis 2029 ist angestrebt, aber insbesondere eine finanzielle Herausforderung.

  75. 2

    Sehr schöne Ideen, ich bin dafür, insbesondere den Weihnachtsmarkt wieder an die Schwanenburg und Elsabrunnenplatz zurückzuholen!!!
    Ich drücke die Daumen, dass etwas bewegt wird!
    Viel Erfolg!

  76. 1

    Endlich!!!
    Dieser offizielle Aufschrei ist sehr, sehr nötig und dringlich!
    Hoffentlich wird er von allen Verantwortlichen auch dringlich wahrgenommen!
    Dass man u.a. die VHS Kleve ausgelagert hat, ist eine Katastrophe.
    Man möchte Kleve fußverkehrsfreundlich gestalten und stärken, und dann so etwas.

    Aktuell wird von der Stadt Kleve, in und für Kleve der „Fußverkehrscheck 2026“, angeboten und durchgeführt.
    Das ist prinzipiell sehr gut und wichtig, damit auch in Kleve mehr Menschen die ursprünglichste, gesündeste und umweltfreundlichste Form der Fortbewegung wieder für sich entdecken.