Als regelmäßiger Nutzer der Sporthalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums erlebte ich so einiges, von herabfallenden Deckenplatten bis hin zu abgerissenen Basketballkörben, aber am eindrücklichsten ist mir der Wassereinbruch in Erinnerung geblieben, der vor ca. vier Jahren die Halle flutete. Aus der Decke des Geräteraums lief das Wasser herunter, als ob darüber ein undichtes Schwimmbecken wäre. Irgendwo war was undicht geworden, und sofort leitete die Stadt die erforderliche Sanierung ein. In der Zwischenzeit begannen auch die Arbeiten für das neue Konrad-Adenauer-Gymnasium und die neue Joseph-Beuys-Gesamtschule. Beide Schulen nähern sich der Fertigstellung, nur am Stein-Gymnasium schirmte weiterhin ein Bauzaun die Baustelle ab. Die Schulleitung hatte schon Plakate daran aufhängen lassen, die auf schulische Veranstaltungen des Jahres 2025 hinwiesen.
Doch gestern, bei einer neuerlichen Ortsbesichtigung, war die Baustelle ausgeweitet, und die Plakate waren verschwunden – nach rund vier Jahren wird Kleves langwierigste Schulbaustelle offenbar abgeschlossen. Stadtsprecher Niklas Lembeck bestätigt: „Die Materialien für die Wiederherstellung des Bodenbelags sind bestellt und die Ausführung der Arbeiten ist für die letzten beiden Ferienwochen ab dem 17.08.2026 vorgesehen.“ All’s well that ends well, wie schon Shakespeare wusste.
Begonnen hatte das Drama damit, dass in den Geräteraum der Sportstätte Wasser eingedrungen war. Eine externe Fachfirma wurde unverzüglich mit der fachgerechten Sanierung beauftragt, damit anhaltende Feuchtigkeitsschäden und eine Beeinträchtigung der Bausubstanz verhindert werden können. Nachdem die Abdichtung des Daches durchgeführt wurde, verzichtete die Stadt vorübergehend bewusst darauf, im schadhaften Bereich einen neuen Oberboden zu verlegen. Damit sollte sichergestellt werden, dass der Baukörper ordnungsgemäß abgedichtet ist, um potenzielle Feuchtigkeitsschäden am neuen Boden zu vermeiden.

Bei einem weiteren Starkregenereignis ist tatsächlich an einer anderen Stelle erneut Wasser in den Geräteraum eingedrungen. Die Ortung des neuen Lecks nahm weitere Zeit in Anspruch. Zudem überschnitten sich die Bauarbeiten mit der sicherheitstechnischen Ertüchtigung des Gymnasiums, die ebenfalls Arbeiten an der Sporthalle nach sich gezogen hat.
In einem nächsten Schritt ließ die Stadt die Deckenplatte der Geräteräume neu abdichten. Um weitere Wasserschäden durch Fehlstellen in der Abdichtung zu vermeiden, wurde die Dichtheit der Deckenplatte eingehend überprüft. Nachdem die Abdichtungs- und Klempnerarbeiten nun abgeschlossen sind, erhält die Fläche einen neuen Bodenbelag.


@Michael Bay:
Danke für Ihre freundliche Antwort.
Ich möchte nicht bestreiten dass es Verzögerungen oder Fehlentwicklungen im Rat gegeben hat, da ich halt nicht dabei war. Einzelbeispiele und Ihre persönlichen Erinnerungen werden jedoch in Ihrerm Post – das ist mein Eindruck – recht verallgemeinert dargestellt. Besser wären vielleicht faktische Ausführung für konkrete Beschlüsse und ggf. dokumentierte Gründe, für die von Ihnen genannten Anekdötchen.
Nun ja, ich erlebe immer wieder die Grünen – insbesondere in der letzten Regierungsperiode – mehr Theorie, als denn als praktische, bezahlbare und realistisch umsetzbare Politik.
Mein Blick auf die Grünen in den 90er-Jahren war damals echt hoffnungsvoll. Ihr wart eine echte Alternative und standet für Aufbruch, für neue Ideen und dafür, den politischen Staub von Cholerikern wie Franz Josef, Weeeener & Co. abzuschütteln.
Von den Grünen und ihren ursprünglichen Grundgedanken ist aus meiner Sicht heute leider nicht mehr viel übrig geblieben. Das ist schade.
@ Steez: Es gibt Zeiten, da hat man den Eindruck, man kämpft wie Don Quichotte gegen Windmühlen. Es ist in der Tat so, dass seitens der Verwaltung die Tradition herrscht, Ratsbeschlüsse einfach nicht umzusetzen, herauszuzögern… Allein die Frage nach der Heizung/Kälteplanung zu Beginn der Planung rief heftige Kritik und den Vorwurf hervor, den Neubau des KAG verhindern zu wollen. Es könne nicht mehr neu geplant werden, weil sich die Kosten sonst um Millionen erhöhen würden. Die Frage nach den Folgekosten des Pellet- und Gassystems (2027 Einzug!!) führten zum Vorwurf, Udo Weinrich von den OK und ich als Teil der Grünen Fraktion hätten uns zusammengeschlossen, mit dem Ziel, das gymnasiale System in Kleve zu unterminieren.
Vor ein paar Wochen war in der RP zu lesen, das Schwimmbad in der Marienschule werde nun saniert. Schauen Sie doch einfach mal in den Ratsprotokollen nach, wann die Planungen dazu in Rat und Ausschüssen gelaufen sind; da war Willibrord Haas noch Kämmerer.
Ach ja und das als Passivhaus gedachte Rathaus aus dem dann ein Ziegelhaus wurde, warum auch immer…
Es gäbe viele solche Anekdötchen aus den letzten Jahrzehnten zu erzählen. Aber,- den Stammtisch sollen andere aufmachen. Bei Ihrer letzten Feststellung gebe ich Ihnen völlig recht: An dem, was sie tun sollt ihr sie messen. Nicht be- oder gar verurteilen, nur messen, was umgesetzt worden ist. Wenn es nicht umgesetzt wurde, immer nach den Gründen dafür suchen. Das bringt Klarheit.
Zahlreiche Gebäude und Schulhöfe erfordern teils Jahrzehnten umfangreiche Nachbesserungen. Und auch die Politik der Grünen – Herr Bay – hat in Kleve u.a. zu Ihrer Zeit, den immer noch bestehenden Sanierungsstau zur schleppenden Beseitigung bislang wenig an dessen Veränderung beigetragen.
Für unsere Kinder und Jugendlichen ist das ein klares Signal, wie achtlos (- von wegen Achtung, von wegen Achtsamkeit …) die alternativen Parteien dessen Generation „unterstützen“.
Da helfen auch keine wohlklingenden Sprüche aus dem Zen. Schon gar nicht, wenn diese ironisch in einen Kontext gestellt werden, der weit außerhalb dessen liegen, was an konkreter Erkenntnis, und vor allem an praktischen Ergebnissen erkennbar wäre. Dazu hatte auch Ihre Partei genug Zeit.
Am Ende zählen keine Kalendersprüche, sondern sichtbare Veränderungen. Und genau daran muss sich Politik messen lassen.
Das ist doch eine kurze Dauer, an der Joseph-Beuys-Gesamtschule wird doch schon seit 10 Jahren immer mal wieder was gebaut und fertig ist sie immer noch nicht.
Schön, da kennt jemand doch den Kurt Tucholsky!
Im Zen gibt es ein Sprichwort: „Wenn Du es eilig hast, dann mache einen Umweg!“
Umwege erhöhen die Ortskenntnisse
Im Zen gibt es ein Sprichwort: „Wenn Du es eilig hast, dann mache einen Umweg!“
Offensichtlich haben die zuständigen Mitarbeiter*innen diesen Spruch verstanden.
Das Stein braucht keiner!
Abreissen!
Wiese drauf!
Sebus forever!
🙂