Sternbuschbad: Sommer der Rekorde

Blaues Juwel im Wald: Sternbuschbad

Wenn Mallorca das 17. deutsche Bundesland ist, dann ist das Sternbuschbad die 13. niederländische Provinz. Die Reihen der schwarz-gelben Autokennzeichen erstreckten sich schier endlos auf dem Parkplatz des Freibades, sobald die Sonne schien – was in diesem Sommer schon jetzt mehr als reichlich der Fall war. Die Folge: Die idyllisch im Wald gelegene Badeanstalt blickt, auch dank Zehntausender Besucher aus den Niederlanden, schon jetzt auf einen neuen Besucherrekord: 188.000 Gäste gingen bis jetzt im Sternbuschbad baden – das sind 33.000 mehr als im Vorjahr zur gleichen Zeit.

Die Freibadsaison, die traditionell am zweiten Mai-Wochenende beginnt und bis zum zweiten September-Wochenende dauert, lockte bereits 105.000 Besucher in die Becken des 2018 nach einem umfassenden Umbau neueröffneten Bades. „Normal liegt der Durchschnitt bei 75.000 Besuchern“, so Claudia Dercks, Geschäftsführerin der Stadtwerke Kleve, die das Bad betreiben. Normalerweise kalkuliert das Bad mit 150.00 Besuchern, jeweils zur Hälfte Hallenbad- und Freibadbesucher.

Jetzt ist das Jahressoll schon im August weit übertroffen. Trotz des Andrangs gab es zwar mitunter Schlangen vor dem Einlass, aber zu keinem Zeitpunkt war es erforderlich, das Bad wegen Überfüllung zu schließen. Allerdings war es insbesondere Bahnenschwimmern zu den hochfrequentierten Tagen kaum noch möglich, ihre Bahnen zu ziehen.

Rekordtag war der 26. Juni, als 5300 Menschen Einlass in das Sternbuschbad begehrten. Das sind 400 Prozent mehr als im Durchschnitt! An normalen Sommertagen besuchen ca. 1100 Menschen das Freibad.

Auch schön: Zwischenfälle gab es nur ganz selten. Einige wenige Hausverbote mussten ausgesprochen werden, weil die Anweisungen des Badepersonals nicht befolgt wurden, und in einem Fall musste auch einmal die Polizei gerufen werden, weil partout keine Einsicht eintreten wollte. Darüber hinaus gab es ein paar Vorfälle wegen unangemessenen Verhaltens, die aber vom Personal geklärt werden konnten. „Unser Personal ist sehr routiniert im Umgang damit“, so Dercks. Auch das Baden „oben ohne“, das in Großstädten mitunter für Diskussionen sorgt, verursacht am bodenständigen Niederrhein noch keine Erschütterungen. Im Sternbusch ist es verboten. Wenn Frauen sich ohne Bikini-Oberteil sonnen möchten, werde dies toleriert, sagt Dercks. „Unser Gelände ist groß.“

Einen großen Dank sprach sie den Mitarbeitern des Sternbuschbades aus. Claudia Dercks: „Sie sind alle mit großen Engagement dabei und sorgen als eingespieltes Team dafür, dass alle Gäste ein schönes Badeerlebnis haben. Darauf bin ich stolz.“

Die Freibad-Saison endet in diesem Jahr am 13. September. Nur, wenn sich in der Woche vorher noch ein stabiles Hochdruckgebiet aufbaut, könne eine Verlängerung um eine weitere Woche erwogen werden, so Dercks.

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