Ist Sonja noch zu retten? Die FDP empfiehlt Gebing, OK ohne Präferenz

rd | 16. September 2020, 14:38 | 57 Kommentare
Wahlplakat von Sonja Northing in der Klever Innenstadt

Sie glaubt an die Demokratie – aber glaubt die Demokratie noch an sie? Bei der Kommunalwahl am 13. September 2015 erhielt Sonja Northing 10.705 Stimmen, damit war die Kandidatin von SPD, FDP und Offenen Klevern mit einem Stimmenanteil von 64,5 % im ersten Wahlgang zur Klever Bürgermeisterin gewählt worden. Sie hatte etwa doppelt so viele Stimmen auf sich vereinigt wie die beiden anderen Kandidaten (Udo Janssen, CDU, Dr. Artur Leenders, Grüne).

Als auf den Tag genau fünf Jahre später erneut Sonja Northing auf dem Stimmzettel stand, fand die Spitze des Kugelschreibers nur noch selten in den Kreis, der neben ihrem Namen anzukreuzen war. 5002 Wähler entschieden sich für die Amtsinhaberin, also nur noch die Hälfte derjenigen, die ein halbes Jahrzehnt zuvor für sie votiert hatten – und dies trotz eines Wahlkampfes, in dem am Ende alles Sonja war, vom Mischlingshund, der auf die Herzen der tierlieben Wähler gehetzt wurde, bis zur ältesten Bürgerin der Stadt, die anlässlich ihres 107. Geburtstages einen Besuch der Bürgermeisterin erhielt.

Dennoch, von der Euphorie des Jahres 2015 war nicht mehr viel geblieben, was im wesentlichen damit zusammenhängt, dass die Freien Demokraten und die Offenen Klever ihrer einstigen Kandidatin eine neuerliche Unterstützung versagt hatten. Nun kommt es am 27. September, übrigens an einem verkaufsoffenen Sonntag, was die Sache nicht unbedingt einfacher macht, zu einer Stichwahl zwischen Wolfgang Gebing (CDU, 5851 Stimmen) und Northing. Und die Wahlempfehlungen der Parteien bzw. Wählervereinigungen, die vorher einen eigenen Kandidaten hatten, könnten den Ausschlag geben.

Gleich am Wahlabend vorgeprescht war Hedwig Meyer-Wilmes, Fraktionsvorsitzende der Grünen, die pauschal befand: „Sonja Northing hat der Stadt nicht gut getan.“ Angesichts der komplizierten Konstellation im Ortsverband der Klever Grünen lässt sich allerdings nicht mit Gewissheit sagen, ob die Anhängerschaft der Partei Hedwig Meyer Wilmes’ Einschätzung teilt. Es soll auch immerhin schon ein Telefongespräch zwischen Sonja Northing und Hannes Jaschinski, dem Vorsitzenden der Grünen in Kleve, gegeben haben. Die jungen Grünen werden nicht vergessen haben, dass Sonja Northing einer ökologisch ausgerichteten Klimapolitik immer aufgeschlossen gegenüber stand. Ihnen wird ein Realitätstest abverlangt.

Eindeutiger ist die Gemengelage bei der FDP. Ihre Mitglieder sind, vorsichtig ausgedrückt, ein wenig enttäuscht davon, wie die Bürgermeisterin in ihrer ersten Amtszeit agiert hat. Nach kleveblog-Informationen werden sich die Klever Liberalen heute ihren Anhängern empfehlen, in der Stichwahl für Wolfgang Gebing zu stimmen. Das Potenzial dieser Empfehlung lässt sich gut quantifizieren: Daniel Rütter kam bei der Bürgermeisterwahl auf 882 Stimmen (4,9 %).

Die Offenen Klever wiederum konnten sich zu keiner eindeutigen Empfehlung durchringen. Sie verbreiteten heute die folgende Stellungnahme: „Die Offenen Klever stellen fest, dass weder Herr Gebing noch Frau Northing [unserem] Anforderungsprofil entsprechen. Herr Gebing wird von einer Koalition getragen, die den Rat beherrschen und noch weniger auf andere Stimmen hören wird als bisher. Frau Northing steht für die Fortsetzung der etablierten Politik in Kleve. Angesichts dieser ernüchternden Konstellation verbietet sich für alle, die Kleve verändern wollen, die Wahl des ,kleineren Übels‘. Denn wer auch immer die Stichwahl am 27.09.2020 gewinnen wird: Transparenz, Klimaschutz, Kulturzentrum, Jugendmitwirkung und Freiflächenschutz werden an der Spitze der Stadtverwaltung ohne Fürsprecher bleiben. Die Offenen Klever hatten ein solches Dilemma geahnt. Durch unser frühzeitiges Angebot an alle demokratischen Kräfte in Kleve, die Möglichkeit einer parteiübergreifenden Bürgermeisterkandidatur ernsthaft zu prüfen, wollten wir diese Zwickmühle vermeiden. Zu dieser Realpolitik waren andere nicht bereit. Zur Bürgermeister-Stichwahl am 27.09.2020 kann und wird es keine Wahlempfehlung der Offenen Klever geben.“

Um 15:22 Uhr kam die offizielle Pressemitteilung der FDP pro Gebing: „

Die FDP in Kleve positioniert sich im Vorfeld der Stichwahl zum Amt des Bürgermeisters am Sonntag, 27. September. „Die Bürgermeister-Wahl verlief für uns schwer enttäuschend. Wir hätten mit einem deutlich besseren Ergebnis für unseren Kandidaten Daniel Rütter gerechnet, der sich große Verdienste für die Klever Kommunalpolitik erworben hat. Nach einer internen Aufarbeitung der Wahlergebnisse im Ortsverband möchten wir unseren Wählern nun eine Empfehlung zur Wahl des CDU-Kandidaten Wolfgang Gebing aussprechen. Es braucht nämlich dringend einen Wechsel an der Spitze der Stadtverwaltung“, sagt der Parteivorsitzende Maarten Oversteegen.

Immerhin gebe es durchaus inhaltliche Schnittmengen mit den Zielen von Wolfgang Gebing. Auch er fordere die zügigere Umsetzung der Digitalisierung und des Ausbaus der Klever Schulen. Zudem sei man sich einig, dass die Verwaltung eine engere Abstimmung mit der Klever Wirtschaft finden muss. Auch in Sachen Klimaschutz seien die Liberalen von den Äußerung Wolfang Gebings im Wahlkampf durchaus angetan. Der CDU-Kandidat wolle den beschlossenen Klimaschutzfahrplan engagiert umsetzen sowie Anreize für Bürger schaffen – und eben nicht aktionistisch auf Verbote setzen.“ 

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57 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 57. Benno

    @ 56: auch wenn es nun paradox klingt: ja, Sie haben Recht nicht wählen gehen ist keine Option.
    Und wenn wir aktuell nach Belarus schauen, sollte jeder wissen, welches Glück wir haben.

    Nun, es ist eine Stichwahl und und ich sehe nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Alle Kandidaten, ob für Kreis oder BM stehen nicht in meinen Augen für sinnvolle Veränderungen. Daher “wähle” ich das erste Mal die Partei der Nichtwähler. Und die hat, so wie Sie und ich aus der Presse erfahren habe, leider regen Zulauf.

    Irgend etwas läuft schief. Nehmen wir das Beispiel Flughafen. Keiner kann eine genaue Auskunft geben wie viel Mitarbeiter dort fest beschäftigt sind. Der ehemalige Geschäftsführer gründet mit dem weiteren Besitzer eine Firma und vergeben sich selbst Aufträge (siehe http://www.sgf-do-un.de/index.php/8-neuigkeiten/85-ludger-van-bebber-soll-neuer-flughafen-geschaeftsfuehrer-werden). Da frage ich mich, wer hat dort dem GF mal auf die Finger geschaut. Aber Steuergelder fleißig reinpumpen.

    Es geht aber auch ganz anders: apropos Provinzflughafen: Paderborn meldet Insolvenz an. Der Kreis Lippe steigt aus. http://www.sgf-do-un.de/index.php/8-neuigkeiten/103-paderborn-pleite-insolvenz-droht

    Wann ist es bei uns soweit?

    Benno

     
  2. 56. Frage

    @54 Benno 51 klang nach OK.

    Sehr viele Menschen auf dieser Welt würden sich freuen, wenn sie frei wählen könnten.

    Nicht zu wählen ist deshalb meiner Meinung nie eine Option. Damit schiebt man die Verantwortung Anderen zu.

    Wenn alle nicht wählen, wäre das auch keine Lösung. Für OK aber anscheinend schon.

    #DuhastdieWahl

     
  3. 55. Friedrich Muhs

    @51. Benno „die Analyse wird wahrscheinlich deswegen nicht gemacht, da es die eigenen Fehler bzw. Fehlverhalten ans Tageslicht bringen könnte.“

    Die Fehler sind m.E. oft schon offensichtlich wie z.B. im Fall Airport Weeze. Eine Analyse von politischen Fehlentscheidungen und Fehlverhalten meinte ich nicht. Das wäre wahrscheinlich vergeblich und würde großen Arbeitsaufwand für wenig Nutzen bedeuten. Dann lieber daran arbeiten wie es in Zukunft besser werden kann. Eine Analyse in den Wahlbezirken, die von niedriger oder mittlerer Wahlbeteiligung betroffen sind, kann Aufschluss geben was in der Kommunikation zwischen Politik und den Menschen vor Ort schiefläuft und welche Gemeinsamkeiten, Überschneidungen oder Unterschiede es im Alltagsleben zwischen Lokalpolitikern und den verschiedenen Menschen in den Stadtteilen gibt. Die Gemeinsamkeit beim Lebensmitteldiscounter einzukaufen wird kaum ausreichend sein, um von einer gleichen oder ähnlichen Lebenswirklichkeit sprechen zu können.

     
  4. 54. Benno

    @52: ich bin weder Ok-Mitglied noch folge ich deren oder anderen Empfehlungen. Ich habe das Glück, dass ich noch selbst entscheiden kann, wen und ob ich wähle und benötige dazu auch keine Empfehlungen.

    Und wie schaut es sonst bei Ihnen aus?

    Benno

     
  5. 53. Berthold

    Dass Northing nur noch knapp 12% der wahlberechtigten klever Bevölkerung für sich gewinnen kann, ist als Amtsinhaberin ein Armutszeugnis. Allein das sollte unabhängig irgendwelcher Empfehlungen zu denken geben. Es ist mir auch nicht verständlich, warum die SPD lieber eine parteifremde Kandidatin unterstützt an Stelle eines/einer eigenen Kandidaten/Kandidatin. Kann mir jemand erklären, was die SPD sich davon versprochen hat?

     
  6. 52. Frage

    @51 Benno OK-Mitglied oder Opfer der OK-Nichtwähl-“Empfehlung”?

     
  7. 51. Benno

    @50: die Analyse wird wahrscheinlich deswegen nicht gemacht, da es die eigenen Fehler bzw. Fehlverhalten ans Tageslicht bringen könnte.

    Ich zum Beispiel werde nicht zur Stichwahl gehen, da zum Glück kein AfD-ler es soweit gebracht hat. Sonst müsste ich gehen.
    Ein weiterer Grund ist, dass weder Herr Gebing noch Frau Northing den Kurs im Rathaus verändert werden. Frau N. hatte 5 Jahre Zeit und wenn wieder ein CDU-ler dran ist, geht es im gleichen Trott weiter. Also kann ich keine Veränderung wählen.

    Bei den Landratskanditaten habe ich das gleiche Problem. Flughafen Weeze ist in meine Augen ein Steuergrab. Die CDU wird dieses Grab weiter pflegen. Herr Driessen schwafelt, dass der Flughafen für die Logistik wichtig sei. Die einzige Ware, die dort verladen wird, sind Urlaubskoffer. Und dann sein Verhalten in Sachen Klinikwald…. warum toleriert er, dass Angestellte mit dem Investor gemeinsam auf die Jagd gehen? Was wird dann erst im Kreishaus los sein. Daher ist er auch raus und es steht da mir auch keine Person zur Verfügung, in die ich Hoffnung auf Veränderung setzen könnte.

    Benno

     
  8. 50. Friedrich Muhs

    In den Medien wie z.B. Grenzland Post/RP und NRZ wurde über die niedrige Wahlbeteiligung in Kleve eine Kolumne geschrieben bzw. berichtet und zum Wählen aufgefordert. Das finde ich gut. Was aber m.E. wichtig wäre, ist möglichst direkt mitzubekommen, was Menschen zum Nichtwählen treibt. Wer regelmäßig die Berichte und Kommentare zu lokalpolitischen Themen im Kleveblog liest, kann sich schon vorstellen, warum das so ist. Fragt sich aber ob diese Informationen den Weg in den Sitzungssaal unseres Rathauses finden oder genauer gesagt werden diese Informationen dort aufgenommen und verarbeitet? Alle in Politik und Medien wünschen eine hohe oder jedenfalls deutlich höhere Wahlbeteiligung. Wie sieht es mit der Analyse und Lösungsansätzen aus?

     
  9. 49. Mit dem Kopf durch die Wand

    @47. Benno

    Zitat Anfang nur jeder sollte zwischen dem politischem Ziel/ Wille und der Musik unterscheiden. Zitat Ende

    Deswegen habe ich sie trotzdem gewählt.

     
  10. 48. Guenther Hoffmann

    41.SB ) 10 “Gehirne” mehr 🙄 Der Bundestag (709) “bemüht” 😂 sich schon länger, sicher nur um dem Wahlvieh ein gutes Gefühl zu geben ,😎 die Anzahl zu reduzieren . Kleve gönnt sich 10 mehr mag es § passen halte ich es besonders in der heutigen Zeit schlicht für eine Sauerei.🤮 Nur die BM zu wählen machte für mich schon Sinn.

     
  11. 47. Benno

    @43: das stimmt, nur jeder sollte zwischen dem politischem Ziel/ Wille und der Musik unterscheiden. Jeder kann in der Diskussion äußern, dass der gerade im Meinungsaustausch vorherrschende Ton suboptimal, nicht zielführend ist.

    Sollten die OK’ler schon öfters darauf hingewiesen worden sein (es entzieht sich meiner Kenntnis) kann ich die andere politische Seite durchaus verstehen.

    Aber das geht nun in das Reich der Mutmaßungen. oder wissen Sie da etwas mehr?

    Benno

     
  12. 46. jean-baptiste

    @44. Anmerkung “Abwertung von Frauen”
    Auch ich würde den Post von rd. vollumfänglich, und mein thread war auch keineswegs so gemeint, wie Sie ihn auffassen, sondern einfach bewusst provokant wie das ja auch in #23 von Wählerin gemeint war.

    Die Antwort von #39 zeigt ja auch, dass sie mir das nicht allzu übel nimmt , wer austeilt, sollte auch einstecken können.

     
  13. 45. Husky

    Ich sehe das genau wie die Nummer 42 hier

    Die Schleuse ist völlig obsolet. Eine Sportbootschleuse ebenso. Es gibt keinen der die Benutzen könnte. Der Altrhein verlandet gerade. Wer soll den schiffbar machen? Das THW? Ich glaube die haben anderes zu tun. Das entsprechende Bundesamt? Die werden keinen Cent daran verschwenden eine obsolete Schleuse schiffbar zu machen.

    Und wenn ich jetzt lese das noch kein Konzept vorliegt? Seit wann ist die Schleuse dicht? Seit wann ist bekannt das der Deich neu gebaut wird? Dann kommt man nachdem der Deichverband alles geplant hat und das ganze alles genehmigt ist mit “Aber wir wollen die Schleuse behalten, wir wissen zwar nicht wofür aber wir wollen das so”

    Alleine die Schleuse wieder “Benutzbar” zu machen würde einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Selbst wenn man mit Förderungen (wo der Förderungssinn sein soll weiss ich aber aucht nicht) die hälfte der Kosten zusammen bekommen würde. Da bleiben immer noch zig Millionen Euro über. Die können ein paar kleine Firmen und Privatleute nicht zusammen bekommen. Von den laufenden Kosten reden wir noch gar nicht.

    Die Stadt Kleve hat für sowas auch kein Geld. Woher auch. Die müssen erstmal ein paar Schulen bauen. Arbeitsplätze erhalten. Gerade im Bezug auf die CoronaSache.

    Man hätte vor ein paar Jahren vielleicht verhandeln können das man den Deich ein paar Meter vorversetzt. Dann bliebe die Schleuse als Industriedenkmal stehen, wäre dann zwar vom Altrhein abgeschieden aber gut. Aber das wollte man auch nicht. Jetzt kriegt man halt gar nichts

    Das Pferd ist nicht nur tot. Da ist schon Seife raus gemacht. Es ist nicht 5 vor 12 für die Schleuse. Es ist 20 nach Eins…

     
  14. 44. Anmerkung

    @36 jean-baptiste Ich schließe mich den Ausführungen von rd an.

    Sie sollten in Ihrem fortgeschrittenen Alter doch wissen: Abwertung von Frauen führt nicht zu einem besseren Selbstwertgefühl, sondern nur zu einer kleinen narzisstischen Genugtuung, die nicht von Dauer ist.

    Es wäre schön, wenn kleveblog frei bleibt von solchen Posts.

     
  15. 43. Mit dem Kopf durch die Wand

    @10. Benno (unterster Absatz)

    Ja, aber der Ton macht die Musik. Wird wohl schon mal vergessen.

     
  16. 42. jean-baptiste

    @40. Helmuth Plecker “Der Gaul …. tot”
    Herr Plecker, ihren Kommentar lesend muss ich Ihen zugestehen, dass Sie viel Energie in der Befeuerung des Projektes stecken und dagegen ist ja auch nichts einzuwenden.
    Von der Stadtspitze, ob deren Name nun zukünftig mit G oder mit N beginnt zu erwarten, dass sie darin mehr Energie und Aufwand (Zeit und Geld) investiert, als in jedes andere Projekt zur Freizeitförderung, finde ich nicht gerechtfertigt.
    Den/die neue(n) BürgermeisterIn erwarten schon soviel Aufgaben, die für Stadt, und einen erheblich grösseren Anteil der Bevölkerung, mehr, die Gemeinschaft fördernde Resultate liefern können, daß die Rangfolge der Schleuse unter ferner Liefen angesiedelt werden dürfte.
    Der Abbau von Stellen in der hiesigen Wirtschaft, prominent herausragend bei der Ipsen Ofenbau, aber ebenso zu erwähnen bei zahlreichen anderen Unternemen und Betrieben wegen der aktuellen Covid19-Krise, wird ein nicht unerhebliches Loch im Gemeindesäckel hinterlassen.
    Ausser einem kurzen Aufschrei nach Bekanntgabe der Pläne des Ipsenmanagements habe ich keine Reaktion aus der hiesigen Politik und Stadtführung vernommen.
    Aufgabe wäre es, sich für die Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen und Neuinvestitionen stark zu machen, um die Wirtschaftskraft der lokalen Ökonomie wieder erstarken zu lassen.
    Auf dem Freizeitsektor wartet eine Fülle von Projekten, die, weil sie durch einen erheblich breiteren Teil der Bevölkerung getragen werden, eine tatkräftige Unterstützung aus der Stadt benötigen und verdienen, als es die Förderung eines doch recht exklusiven und Kapitalaufwendigen Hobbys des Wassersports, über den jetzt schon bestehenden Rahmen der Kanuvereine hinaus, bedarf.
    Die Kanuvereine haben sich ja nolens volens mit der geschlossenen Schleuse arrangiert, und scheinen damit recht gut zurehtzukommen.
    Ein zwingender Schleusenbetrieb ist eigentlich doch nur für Inhaber grösserer Freizeitboote notwendig.
    Dass deren längerfristige Verwendung nicht nur durch die geschlossene Schleuse und die geringe Durchfahrhöhe der Brücke B9 neu/Klever Ring nicht bis zur Hochschule/Spoy möglich ist, sondern saisonal durch Wassermangel im Altrheinarm schon weitab der Schleuse stets häufiger Widerständ erfährt, brauche ich Ihnen ja wohl nicht zu erklären.
    Dahingegen muss man konstatieren, dass selbst bei Sportvereinen, die sich breiten öffentlichen Interesses erfreuen, die ideelle tatkräftige Förderung durch Stadtrat/BürgermeisterIn (aus Zeitmangel?) nicht adequat gegeben ist.
    Bestes Beispiel sind die aktuellen Querelen/Pachtverlängerung rund um den Damenfussball Warbeyen, bei dem pikanterweise die Hausherrin des Verpächters der Rat/BürgermeisterIn ist.
    So sollte man eigentlich annehmen sollte. dass eine unbürokratische Unterstützung auf der Ebene erheblich mehr Interessierten am Herzen liegt, als die Unterstützung eines obsoleten, baufälligen Konstrukts.
    Natürlich hat ihr Plan, ein Konzept rentable Tourismusprojekte zu entwickeln, seinen Reiz, allerdings dokumentieren Sie quasi schon selbst, dass dabei ein Schleusenbetrieb als Ertragsquelle höchstens ein rentables Abschreibungsprojekt sein könnte, das aber vermutlich sehr schnell vom Finanzamt als Hobbyaktivität, und somit steuerlich nicht berücksichtbar abgelehnt werden würde.
    Ein solches Projekt ohne erhebliche öffentliche Mittel anzugehen ist auf lange Sicht nicht von Realitätssinn gestützt.
    In sofern würde ich sagen, der Gaul ist längst tot, aber eine Neuansiedlung von Pferden wäre nicht Aufgabe der Politik/Stadtführung.
    Deshalb wäre auch Dieses eines der wenigen Projekte, nämlich der Erhalt der Schleuse, die nicht wirklich verpennt, sondern aus realistischen Überlegungen heraus einfach nicht weiter verfolgt wurden.
    Deshalb nun gleich den Kermisdahl zuzuschaufeln fände ich aber übertrieben, das wäre quasi das Kind mt dem Bade ausschütten.

     
  17. 41. Seebär

    @30. rainer
    Und dazu kommt noch die Vergrößerung des Rats von 44 auf 54 Sitze. Klar, ist genau vorgeschrieben unter welchen Bedingungen die Anzahl der Sitze erhöht werden muss. Dennoch muss das für Nichtwähler der reinste Hohn sein.

    Naja, jetzt hat der Rat ja zehn Gehirne mehr und kann dann mal gründlich darüber nachzudenken wie die Wahlbeteiligung größer werden kann 😉

     
  18. 40. Helmuth Plecker

    @35 Husky: Es ist vollkommen in Ordnung, dass Sie die Siuation so sehen, wie sie schreiben. Es mag auch so sein, dass sich die Mehrheit der befragten Bürgerschaft entsprechend Ihrer Hypothese bei der von Ihnen formulierten Fragestellung für die Beseitigung der alten Infrastruktur aussprechen würde. Ja, auch ich wäre bestimmt dabei, wäre da nicht die Idee, das ganze Areal in der Weise inwertzusetzen, dass sich nach einem Pre-Opening eine Rentabilität einstellen könnte. Ich schreibe heute noch “könnte”, weil eine solches Konzept erst erarbeitet werden muss. Noch ist alles ergebnisoffen. Mir ist dabei heute schon bewusst, dass durch die Freizeitbeschiffung des Spoykanals alleine eine Schleuse nicht rentabel sein kann in Kleve. Da sind wir uns einig. So viele Schiffe würden gar nicht in den Kanal passen, um eine Wirtschaftlichkeit begründen zu können.

    Es müssen also zusätzliche Erträge generiert werden, bzw. die erforderliche Infrastruktur und ein Angebot geschaffen werden, die eine Rentabilität fördern. Ab der Stelle braucht es Mut, Fantasie, Weitsicht, Kreativität und unternehmerisches Denken. Der Blick über den berühmten Tellerrand.

    Der Klever Förderverein Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. (bitte nicht zu verwechseln mit dem Uedemer Schleusen Verein Brienen e.V.!!!) hat sich dieser Aufgabe angenommen. Ein Konzept zu kreieren, das dann einen Impuls- und Leitfaden-charakter hat. Er verfügt inzwischen über ein Netzwerk an Stakeholdern aus Wirtschaft, Tourismusentwicklung und -forschung, Kultur, Wissenschaft etc. So kann bei der Entwicklung des Konzepts sicher gegangen werden, dass alle Interessen Berücksichtigung finden. Wie gesagt, es ist alles noch ergebnisoffen. Der Gaul ist noch nicht tot, deshalb kann er noch beritten werden.
    Zur Zeit beginnen in der Spoy Forschungstauchungen des SDA e.V. aus Kiel. Die festgestellten Ergebnisse können der Sache zuträglich sein oder vielleicht hinderlich. Es ist also aus Sicht eines Unternehmens sinnvoll, mögliche nachteilige Rahmenbedingungen zu ergründen, bevor Investiert wird – vlt in ein Fass ohne Boden. Deshalb hat einer unserer Unterstützer des Klever Förderverein den Kontakt zwischen der SDA e.V. und unserem Verein geknüpft und deshalb liegt die Forschungsinitiative in den Startlöchern. Sie warten auf die Sondertauchgenehmigungen. Das nur ein Beispiel.

    Und jetzt wieder der Bogen zur Bürgermeister-Kandidatur. Durch meine Vorstandsarbeit in dem Klever Förderverein Stadt erkenne ich täglich, wie facettenreich die Konzepterarbeitung ist und wie viele unterschiedliche Interessen in der Weise miteinander verknüpft werden müssen, damit der Kurs auf Rentabilität gehalten werden kann. Ich erkenne, was in all den Jahren zuvor verpennt wurde. Ich erkenne aber auch, wie viele tolle neue Impulse und Ideen beigesteuert werden und wie viele Menschen ein Interesse an Erhalt der Schleuse pp haben und bereit sind, selbst etwas dafür zu leisten. Und damit verbunden, welchen der beiden übrig geblieben Kandidaten traue ich es zu, sich über die Verwaltungs- und Ratsarbeit hinaus vielversprechend zu engagieren? Theo Brauer, das spreche ich ihm zu, hat sich über Gebühr eingesetzt, versucht die betroffenen Wassersportvereine in die Verantwortung zu nehmen. Gleichzeitig habe ich aber auch Kenntnis davon, an welchen Stellen seine Verwaltung damals mit dem Fuss auf der Bremse stand und auch unter Northing nicht davon herunter genommen wurde.
    Insofern darf man mir meine Zweifel durchaus zusprechen, dass ich es beiden Kandidaten nicht richtig zutraue, die Bremspedale wieder zu lösen.
    Ich hätte jetzt beinahe geschrieben, dass nun ZWEI Vereine einige Arbeit übernehnen um wieder Fahrt und Geschwindigkeit aus dem alten Gaul herauszuholen, aber ich kann leider so richtig erkennen, wie und wo sich der Uedemer Verein zielgerichtet engagiert, deshalb halte ich mich mal lieber zurück. Für mich und meine Mitstreiter ist es jetzt nur wichtig, dass der/die neue Bürgermeister*in und dessen Verwaltung unseren Verein nicht ausbremst und ein Stück weit ideell unterstützt. Und daß traue ich eher Sonja Northing zu.

     
  19. 39. Wählerin

    @36.j.-b.

    Wenn es Ihnen Spaß macht. Ihr Kommentar kostet mich ein kleines Lächeln …………. sonst nichts.

     
  20. 38. rd

    @all Vielleicht ein paar abschließende Gedanken zu dem Thema: Eigentlich war die Gesellschaft schon mal weiter, gerade aber brechen viele latent und auch offen frauenfeindliche Ansichten durch, die einen staunen lassen. Keine davon sollte auch nur im geringsten toleriert, bagatellisiert oder belächelt werden, solange die gesellschaftlichen Verhältnisse immer noch so ungleich sind, wie sie sich derzeit darstellen. Man denke nur an die Gehaltsunterschiede oder den Anteil von Frauen in Führungspositionen, aber auch daran, wie Frauen in solchen Positionen oftmals kritisiert und attackiert werden (was bei einem Mann als „Führungsstärke“ durchgeht, ist bei Frauen gleich „Zickigkeit“ oder Ähnliches, z. B.). Insofern halte ich es für berechtigt, solche Angriffe öffentlich zu machen. Die sozialen Netzwerke sind in dieser Hinsicht alles andere als sozial, und ich wundere mich immer wieder darüber, dass die Konzerne als Plattformen für derlei Asozialität dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden können. Das Geschäftsmodell beruht ja um Grunde darauf, dass es nicht möglich ist, dem Treiben Einhalt zu gebieten (andernfalls würde es sich nicht rechnen). Das Fatale ist m. E., dass die Netzwerke den Resonanzboden bilden, der einer fehlgeleiteten Minderheit den Eindruck vermittelt, sich tatsächlich so benehmen zu dürfen, als hätte es weder die Jahre 33-45 noch die letzten 2000 Jahre abendländischer Zivilisation gegeben.

     
  21. 37. Helmuth Plecker

    @27 jb: An dem, was uns der Blick zurück zeigt, können wir nichts mehr ändern. Die Welt dreht sich weiter in Richtung Zukunft. Und genau dahin richte ich meinen Blick und versuche das Beste draus zu machen. Ausgehend von der Gegenwart.

    @31 Sf: Du scheinst gut informiert zu sein.

     
  22. 36. jean-baptiste

    @23. Wählerin
    Eigentlich sind mir sexistische# Gedanken fremd, aber anscheinend liefer Sie gerade ein typisches Beispiel weiblicher Umkehrlogik.
    Frei nach dem Motto : von 100 Frauen erklären 85 Frauen, MaierCola nicht zu mögen.
    Also folgt daraus, dass MaierCola keine Frauen mag, und deshalb sexistisch ist ?????????????????????
    Jo mei, kenn sich da noch einer mit die Frauenzimmer aus. GSTAAT seits !!!!
    Übersetzung ins Hochdeutsche : xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx this was censured xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    Übersetzung ins Niederländische: vrouwen dus …. ga toch een eindje fietsen !

     
  23. 35. Husky

    Schon wieder dieses Schleusenthema?

    Welcher “touristische Mehrwert” soll das bitte sein? Die 100 Hochseekapitäne täglich, die plötzlich vor verschlossenem Schleusentor stand.. oh moment, die gabs ja gar nicht. Das ding ist ein zweckbau, aus den Nachkriegsjahren, nicht schön, aber funktionierte solange man ihn brauchte.

    Dazu kommt, in 5-10 Jahren (wenn nicht bei anhaltendem Dürresommern noch früher) ist der Altrhein nur noch eine Pfütze, bestenfalls ein Rinnsaal wo man schon mit der Luftmatratze auf Grund laufen würde. Da kommt nicht ein Paddelboot mehr zur Schleuse.

    Die Stadt Kleve hat kein Geld für irgendein “Ich will das aber so haben” Projekt von einer Handvoll Leute. Wir können ja gerne eine Umfrage machen in Kleve. Aber bitte mit Korrektuer Fragestellung

    “Sind sie dafür die Schleuse zu erhalten, wenn es der Stadt 10 Millionen Euro Jährlich kostet, die sie über ihre Steuer bezahlen müssen” ich wette drauf 99,5% der Klever sagen “Blos schnell abreissen” Nicht mal diese ominöse “Sportbootschleuse” bin ich bereit zu zahlen, sollen doch die Bootsbesitzer das zahlen, ich habe kein Boot. Warum soll ich das Hobby von irgendwelchen reichen Leuten mitfinanzieren? Die Stadt Kleve zahlt mir ja auch keine Computerspiele…

     
  24. 34. jean-baptiste

    @31. Schleusenfahrer ” Uedemer Verein…Unterstützt die eigenen Mitglieder”
    Ist mir noch nicht über den Weg gelaufen, aber was Sie so schlidern klingt das nach CDU-regierter Alibiverein.
    Warum Gemeinnützigkeit aberkennen? Sind die Ihnen niccht gemein, oder nicht nützlich genug ?
    Eine Rabattvereinbarung mit dem Tiergarten kann auch jeder schliessen, der genügend Besucher garantiert, und sich über eigene Quellen den Heimatpreis antragen zu lassen ist doch auch nichts Verwerfliches.
    Da kann ich nur sagen Willkommen in Kleve, dort wo Politik noch Spass macht und nutzt.
    Verstehe ich nur immer noch nicht, wo der Link von Uedem mit der Schleuse liegt, aber vielleicht ist das ja auch das Spannende.

     
  25. 33. Benno

    @ 24 J.B.: genau Ihrer Meinung! Viele schreiben hier sinngemäß, dass Sie freie Bürger sind, lassen Ihnen aber von Parteien indirekt sagen, wen Sie wählen sollten. Und wie der schwarze Kater schon unter 21 geschrieben hat, die Empfehlung der Ok’ler ist ein unglücklich formuliert. Ich alleine entscheide frei, wo und ob ich das Kreuz mache und keine Partei oder sonst wer.

    @ 23 Wählerin: Ihr Zitat “Die Offenen Klever stellen fest, dass weder Herr Gebing noch Frau Northing (unserem) Anforderungsprofil entsprechen.” Die Ok’ler haben eine gewisse Vorstellung, wie Kleve sinnvoll nach vorne zu bringen ist. Beide Stichwahlkandidaten erfüllen in Ihren Augen aber deren Vorstellung nicht. Daher geben Sie keine Empfehlung ab. Ich fühle mich deswegen nicht geohrfeigt.

    Apropos “Das ist ein “Schlag ins Gesicht” für Menschen, die für Demokratie und für Kleve einstehen”. Wie stehen Sie denn dazu, dass der Bürgerwunsch zur Bebauung des Minoplatzes Astoc-Vorschlag gar nicht umgesetzt wurde? Hier das Ergebnis von damals: https://www.kleve.de/ris/inhalt/buergerbefragung-der-stadt-kleve/ Genau das Gleiche mit dem Rathaus. 43,77 % der befragten Bürger waren für die Sanierung. Und, was ist davon übrig geblieben? Der Bürgerwille zählt nur dann in Kleve, wenn er den Stadtverwaltern in den Kramm passt.
    Wäre es nicht so, wäre schon lange der Minoritenplatz wie von den Bürgern damals gewünschten Astoc-Vorschlag bebaut und das Rathaus saniert und nicht ein Neubau. Wofür gehe ich dann zur Abstimmung, wenn mein Bürgerwille noch nicht einmal ein Cent in Kleve wert hat?

    Benno

     
  26. 32. Guenther Hoffmann

    Ich sehe das mal so 😢 SN wird gegen den alten schwarzen KLEVER “Adel” 🤢 keine Chance haben, aber als Bürgermeisterin einen GANZ besonderen Platz 👍🏽..👏🏽👏🏽 in der Klever Historie haben ,als Frau mit 🥚🥚 🤫.😎 wenn von den “Männern” kein 🐷 mehr redet. 🤔..🍻

     
  27. 31. Schleusenfahrer

    @27 jean-babtiste: Dieser Uedemer Verein ist so manchem ein Dorn im Auge. Der rettet nix. Viel lieber macht er Geschenke an seine Schirmherren und Bürgermeisterin. Unterstützt die eigenen Mitglieder beim Eintritt des Kleve Tiergartens und schiebt den wegen Corona abgesagten Vortrag in unendliche Weiten. Die halten Schritt mit der Stadt. So retten die nix. Und die Gemeinnützigkeit sollte auch in Frage gestellt werden. Theo und Barbara lächeln hin und wieder als Schirmträger in die Kameras und weiter nix. Und dafür haben die den Heimatpreis gewonnen. Alles unglaubwürdig. Da wird weder Gebing noch Northing etwas ändern.

     
  28. 30. rainer

    REKORD, lt. RP vom 15.09.2020.
    Mein Wahlbezirk 117 (Kleve Oberstadt, tröpfelnde Schuhfabriknostalgiker wissen wo das ist).
    Wahlbeteiligung 25,35%.
    Bietet jemand weniger?

    https://wahl.krzn.de/kw2020/wep540/erg/540-226-BUW-KW-d117.html

     
  29. 29. Anmerkung

    @26 Klaus “Noch spitzer formuliert, ein Verbot zur Wahl zu gehen.”

    Für ein Verbot es die Befugnis geben, ein Verbot auszusprechen. Das haben OK nicht. Deshalb ist es auch kein Verbot, sondern eine manipulative Aufforderung, nicht wählen zu gehen – denn in der Logik der OK-Stellungnahme sind alle, die jetzt Northing oder Gebing wählen, Leute, die Kleve nicht verändern wollen.

    Für mich macht das OK unwählbar.

     
  30. 28. jean-baptiste

    @25. Anmerkung ” die Wahl des ,kleineren Übels‘ ” “verbietet sich für alle”
    Ich bin fürwahr kein Germanist, aber Ihre Interpretation des “verbietet sich für alle…” als eine Art des Verbotes zu deuten, gibt der deutsche Sprachgebrauch meiner Meinung nach weder im bundesrepublikanischen Deutsch, noch im österreichischen , luxenburgischen, liechtensteinische, belgischen, oder im Italien gesprochenen Deutsch her, und in der Schweiz könnten Sie für diesen Affront eventuell sogar verzeigt werden.
    Jetzt können Sie noch froh sein, dass meine Sprachexkursion nicht auch noch in den Pazifik nach Neuginea führt, wo Rabaul Creole German gesprochen wird, bei uns kurz `Unserdeutsch` genannt.
    Was ich damit sagen möchte ist, dass nicht Alles, was sich verbietet, auch tatsächlich einem Verbot gleichkommt, sondern eher mit dem englischen “not done” , in unserem Fall aber mit “unklug” zu übersetzen wäre.
    Trotzdem steht natürlich jedem frei, der mit keinem der zur Wahl stehenden Kandidaten einverstanden ist, entweder gar nicht wählen zu gehen oder als Zeichen der Unzufriedenheit einen leeren Zettel abzugeben, bzw. den Wahlzettel üngültig zu markieren.
    Bei der Stichwahl zum Bürgermeisteramt wird´s eventuell noch spannend, bei der Entscheidungswahl zuLandrat/rätin würde ein unerwarteter Ausgang schon einer kompletten Überraschung gleichkommen.

     
  31. 27. jean-baptiste

    @16. Helmuth Plecker “verpennt”
    Genau das meine ich doch, den Bedarf nicht nur verpennt, sondern erst jetzt mit fadenscheinigen Selbstlos-Argumenten vorgaukeln wirkt nicht überzeugend.
    Das ist ja fast so, wie wenn niemand je die K3 Richtung Bimmen benutzt, und jetzt, wo sie gesperrt ist, ein grosser Aufschrei entsteht. Dem ist aber nicht so, es entsteht jetzt kein Bedarf an einer durchgängigen K3, sondern der besteht schon seit Ende des Krieges, als endlich wieder Verkehr von Millingen nach Kleve möglich war.
    Genau so ist es am NOK über die Eider zum Meer v.v geht und täglich dutzende, wenn nicht hunderte Schleusungen der Plaisierfahrt stattfinden.
    Dass sich jetzt sogar noch ein Unterstützerverein in Uedem gebildet hat, macht das Begehren nicht realistischer, und die Anrkennung der Gemeinnützigkeit erlangen Sie sogar mit einem Verein zur Erstürmung der#Schwanenburg. Die Gemeinnützigkeit wird nämlich bereits vom Finanzamt zuerkannt, wenn ein Verein keine kommerzielle Ziele verfolgt, Jedem offensteht, und sich an die bestehenden Gesetze hält.
    @10. Benno “Marina”
    An das Projekt Marina erinnere ich mich noch all zu gut.
    Das hatte allerdings, wie Sie schon anmerkten, einige grössere Unwägsamkeiten nicht bedacht, war aber nach meiner Einschätzung der Hauptakteure der Präsentation, David Wiederholt und Wido Buller auch nicht als fertiger Plan, sondern mehr als futuristisch visionäre Studie gedacht, die zwar verbal von Jedem, der meinte, in Kleve etwas zu sagen zu haben oder sagen zu müssen, hochgelobt, aber hinter vorgehaltener Hand mehr als dummer Quatsch aus der Feder einiger Spinner abgetan.
    Hätte man damals eine Bedeutung der Schleuse und einer Marina für die Entwicklung Kleves bejaht, sähe es vielleicht ganz anders aus, aber jetzt gilt der Spruch von Michael Gorbatschow über zu spät kommen und Bestrafung durch das Leben unverkürzt.

     
  32. 26. Klaus

    @21. Schwarzer Kater
    Ihre Nachsicht in Ehren, wenn man als Spitzenkandidat/Partei/Wählervereinigung eine Stellungnahme öffentlich verbreitet, dann sollte man zu jedem Zeitpunkt genau wissen was man da von sich gibt und welche Wirkung man damit erreichen möchte. Ich glaube nicht, dass dieses Verbot in dieser kommunal hochpolitischen Phase ein Versehen war, sondern, lobenswerterweise, ein ganz klares Meinungsbild der OK ist.

    Das war der eindeutige Aufruf nicht zur Wahl zu gehen. Noch spitzer formuliert, ein Verbot zur Wahl zu gehen. Das Verbot wird zwar vermeintlich etwas eingeschränkt auf “alle, die Kleve verändern wollen”, jedoch unterstelle ich allen Bürgern, dass sie wollen, dass sich in Kleve etwas ändert. Was genau, ist bei jedem Bürger individuell unterschiedlich, aber Änderungen möchte jeder Mensch und zwar zum (noch) Besseren.

    Last but not least unterstellt die Vitamin-C-OK allen demokratischen Kräften, dass diese “nicht zur Realpolitik bereit waren”. Ich glaube das Wahlergebnis bestätigt, dass die anderen demokratischen Parteien dieses (angebliche) Angebot garnicht nötig hatten. Die Wahlsieger sind eindeutig erkennbar und werden hoffentlich mit einer stabilen Mehrheit umgehend die Arbeit beginnen, die in den letzten Jahren nur schleppend bis garnicht vorangekommen ist. Das ist dann Realpolitik!

    Die FDP hat es vorgemacht, wie man mit einem unerwünschten Wahlergebnis umgehen kann und trotzdem zukünftig an der Realpolitik mitwirken kann. Verbote und Vorwürfe sind da bestimmt nicht der richtige Weg.

    @rd
    Die von Ihnen zitierte Stellungnahme der Ok finde ich nicht auf der Internetseite der OK, die ansonsten sehr aktuell erscheint, u.a. liest man dort die Unterstützung für Peter Driessen vom 16.09.2020. Wie ist die zitierte Stellungnahme verbreitet worden? Stand sie auch online? Ist sie zurüchgezogen worden?

     
  33. 25. Anmerkung

    “Angesichts dieser ernüchternden Konstellation verbietet sich für alle, die Kleve verändern wollen, die Wahl des ,kleineren Übels‘.”

    Das ist nur eins: Selbstbeschädigung der Wählergemeinschaft OK.

     
  34. 24. jean-baptiste

    @20. Willi Winzig “Das Verhalten der OK”
    Was Sie, kleiner Mann, für total daneben halten, nennen Andere, und auch ich, Respekt vor dem mündigen Bürger.
    Für wie doof halten die anderen kleinen bis großen Parteien, die ihren eigenen Kandidaten nicht durchbringen konnten , eigentlich, dass sie sich gemüssigt fühlen, eine Empfehlung auszubringen.
    Ein Wunsch an ihren Anhang, eine bestimmte Person in der Stichwahl zu unterstützen, weil man meint, mit diesem Kandidaten seine Ziele besser durchbringen zu können, würde ich noch gerade so eben tolerabel erachten, aber eine Empfehlung? Das bedeutet in Meinen Augen so viel wie: wir entscheiden das für Euch.
    Da zeigt sich der Schiri schon viel mehr Politiker durch zu signalisieren, ‘ich wäre die richtige Entscheidung gewesen, aber wodie Mehrheit anders entschieden habt, müsst Ihr selbst wählen, wen ihr haben wollt’ .
    Wie schon eher gesagt, kann eine Wahlempfehlung nicht nur Einen, sondern auch sehr schnell einen Riss durch eine gerade erst wachsende Parteifront erzeugen.

     
  35. 23. Wählerin

    “Die Offenen Klever stellen fest, dass weder Herr Gebing noch Frau Northing (unserem) Anforderungsprofil entsprechen.”

    Als demokratische Wählerin verstehe ich diesen Satz so, dass alle Wählerinnen und Wähler, die diese beiden Wahlkandidaten gewählt haben, nicht dem Anforderungsprofil der Offenen Klever entsprechen.

    Das ist ein “Schlag ins Gesicht” für Menschen, die für Demokratie und für Kleve einstehen.

    @21. Schwarzer Kater

    Unglückliche Formulierungen kann man bei Laiendarstellern großzügig entschuldigen, aber bei Qualifizierungen in und für eine Kommunalpolitik, bei der man das Wohl von Menschen ausdrücken sollte…….. ?

     
  36. 22. jean-baptiste

    @15. Rüdiger Weizenkeim “Vermesser”
    Soll das nicht eher Versprecher heissen?
    Momentan zwischen Rindern zu schnell zu fahren scheint mir schwierig zu sein, da ich zumindest von Kleve kommend schon in Düffelwardt beim Fussballplatz an der Kreuzung links in die Stegstrasse abgedrängt wurde und dann meinem Instinkt folgend über irgendwelche Qerfeldeinwege mit jeder Menge Gegenverkehr, auch Traktoren, Erntemaschinen und LKW, irgendwann nahe der alten Molkerei in Keeken endete.
    Das hat mich so groggy gemacht, dass ich mich glatt an rd. ´s Quelle für leckere Sahnetorten nicht mehr erinnert habe und frustriert mit leerem Magen den Heimweg angetreten habe, wie ich ihn auch auf der Hinfahrt schon benutzt habe.
    Den mobilen Kreis-Blitzer habe ich nicht bemerkt, allerdings war ich beide Male nicht an der Gärtnerei eingangs Rindern vorbeigefahren, wo sich der Blitzer normalerweise versteckt, weil ich aus Sightseeing-Gründen einmal den Weg durch die Wasserburgallee/Hohe Strasse gefahren bin, sowie den Rückweg über Tweestrom Spyckscher Baum gefahren bin.
    Was mir allerdings auf meiner Tour sauer aufgestossen ist, ist, dass die einzig möglichen Umwege irgendwo immer über Wege führten, wo laut Beschilderung nur landwirtschaftlicher Verkehr zulässig ist, und wo man es nicht einmal für nötig befindet, diese Beschilderung zeitweise außerkraft zu setzten.

     
  37. 21. Schwarzer Kater

    @19. Es ging nicht um das Wählen an sich, sondern um die Empfehlung. Wer eine Empfehlung ausspricht muss ja selbst erstmal zwischen Gebing und Northing wählen. So würde ich das verstehen. Ist etwas unglücklich formuliert.

     
  38. 20. Willi Winzig

    Der Wähler hat entschieden und lässt nun nur noch die Wahl zwischen Gebing und Northing zu. Das ist Demokratie.
    Das Verhalten der OK nach dem Motto “Alle doof außer uns”, halte ich für total daneben, bestätigt aber mein Bild von dieser Gruppierung.
    Der Umgang der FDP mit ihrem Ergebnis scheint mir da wesentlich souveräner zu sein. Ich finde es gut, dass sie zu der Stichwahl offen erklären, wer der aus ihrer Sicht bessere der beiden Kandidaten ist.

     
  39. 19. Wählerin

    Ich lasse mir von niemandem mein absolutes freies Recht, in einem demokratischen Land, verbieten, frei zu wählen!

    Auch brauche ich bei bester Gesundheit, keine angeordnete “Vitamin-C-Kur”. Das macht höchstens KO.

     
  40. 18. Friedrich Muhs

    Die Wahlbeteiligung war schlecht, knapp 10% niedriger als im Landesdurchschnitt. DAS ist das Problem! (siehe dazu auch Leser-Fragen, die nicht an die Politiker weitergeleitet wurden (@rd das ist keine Kritik, sondern einfach deshalb erwähnt damit es keine Verwechslung mit den offiziellen Fragen gibt)). Ist es möglich, dass alle demokratischen Kräfte ohne sich gegenseitig den „schwarzen Peter“ zuzuschieben dieses Problem energisch angehen? Vielleicht auch mit den Bürgerinnen u. Bürgern zusammen? Ist aber nur meine persönliche Meinung bzw. Wunsch (vermutlich realitätsfern)

     
  41. 17. Benno

    @ 14 Klaus: wie kommen Sie darauf, dass die Ok’ler beleidigte Wahlverlierer sind?
    Könnten Sie das erläutern?

    Benno

     
  42. 16. Helmuth Plecker

    @13 jb. Auch wenn es hier nicht der richtige Kommentar- und Diskussionsstrang ist, den von mir angeführten Vergleich mit SH zu erflücken. Dennoch begründet sowohl die Gieselau-Schleuse und die Briener Schleuse die Aufrechterhaltung vom touristischem Potenzial. In SH ist es selbstverständlicher höher, was die Zahl der Schleusungen angeht, aber deshalb ist die schiffbare Anbindung des Spoykanals an den Rhein für Kleve nicht minder von Belang. Es besteht derzeit immer noch die Chance, das “Verpennte” nachträglich zu heilen. Es ist kein Geheimnis, wenn ich anführe, dass hier eine Vielzahl an Leuten in gleich zwei dazu gegründeten Vereinen (der Uedemer Schleusen Verein Brienen e.V. und der Klever Förderverein Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V., beide gemeinnützig anerkannt und mit unterschiedlichen Strategien aktiv) sehr engagiert sind. Natürlich gibt es auch eine Vielzahl Menschen, die eher die Beseitigung der Schleuse und sogar des Spoykanals favorisieren. Das ist in Ordnung, aber nicht das Ziel derer, die sich engagieren. Und nun den Lückenschluss zum/zur Bürgermeister/in: Ich bleibe dabei, dass beide Kandidaten nicht deutlich vorgebracht haben, mit entsprechender Weitsicht zur Sache zu schreiten und sich um den Erhalt der touristischen Ressourcen einzusetzen. Was nicht heisst, dass Sonja Northing bisher untätig war. Der Fall in SH zeigt die Handlungsdefizite aus, die nun der Klever Förderverein (nachträglich) schließen möchte.

     
  43. 15. Rüdiger Weizenkeim

    @11 + 12:

    Laut Antenne Niederrhein wurde gestern morgen zwischen “Keeken und Rindern” geblitzt 😳ich kann das nicht glauben..

    Vielleicht ein Vermesser ?

     
  44. 14. Klaus

    Das ist also das Demokratieverständnis der neuen Vitamin-C-OK:

    “Angesichts dieser ernüchternden Konstellation verbietet sich für alle, ….., die Wahl …….”

    Die Möglichkeit für alle wählen zu gehen, ist die größte Errungenschaft der Demokratie. Verbote haben wir wahrlich schon genug, aber ich werde mir bestimmt nicht von beleidigten Wahlverlierern mein Wahlrecht verbieten lassen.

    P.S. Von hohen Rössern, fällt man tiefer.

     
  45. 13. jean-baptiste

    @9. Helmuth Plecker “Schleuse”
    Schön probiert, Herr Plecker, aber ist Ihnen aufgefallen, dass der Kreis derjenigen, die von der Schleuse nahe am NOK gebrauchmachen um ein Vielfaches höher ist, als das bei der Brienen-Schleuse vor Schliessung je gewesen ist?
    Kleve hat es verschlafen, die Bedeutung der Schleuse durch intensive Bewerbung in den Zeiten, wo sie noch im Betrieb war, zu steigern, und jemandem die Notwendigkeit einer Schleuse, die in der Bausubstanz gerade einmal 80 Jahre alt ist, und seit mehreren Jahren geschlossen ist, zu erläutern wird auch nicht einfach sein.
    Auch das Pochen auf den Denkmal-Status zieht natürlich nicht.
    Eine kältere, zweckgebundene Architektur, die natürlich klar der Notwendigkeit, aber nicht dem historischen Gehalt, die Schleusenfunktion möglichst schnell nach dem Krieg wiederherzustellen geschuldet war, kann man sich ja keum vorstellen.
    Ausserdem entscheidet bei der Gieselau- Schleuse der Erhalt einer touristischen Rundfahrtstrecke, die durch sehr viele Nutzer befahren wird, während die Schleuse Brienen gerade einmal eine Sackgassen- Strecke von nicht einmal drei Meilen erschliesst.
    Hätte man die Schleuse wirklich erhalten wollen, hätte man daran politisch bereits vor 20 Jahren arbeiten müssen, aber dem steht ja wie bei Allem der niederreinische Gleichsinn “wat löppt dat löppt” entgegen.

     
  46. 12. rd

    @j.b. Da ich bekanntlich zuweilen auch nach Keeken fahre, habe ich die Baustelle und die Umleitung auch mal betrachtet. Ergebnis: Völlig verdreckte und überlastete Umleitungsstrecke, für Radfahrer lebensgefährlich. Autos auf Radwegen und gleich mehrere, die einfach durch die Baustelle fahren. Der verantwortliche Planer gehört entlassen. Er hat das einfach auf einer Karte geplant (wahrscheinlich mit Google Maps), ohne sich die Verhältnisse vor Ort einmal anzuschauen. Peinlich, wirklich peinlich!

     
  47. 11. jean-baptiste

    @7. iwaw ” Motorschaden, bevor die grüne Lampe brennt”
    Wär´s mal eine grüne Lampe. Beim KFZ ist die gelb, weil sie nicht sicher anzeigen kann, ob der Schaden groß genug ist, um in die Katastrophe zu führen, oder weniger groß um noch ein wenig weiter zu machen, bevor die rettende Reparatur erfolgt.
    Was das betrifft, wäre es an der Zeit, die gelbe Lampe für eine rote auszutauschen. Denn weder ein Personalwechsel im Bürgermeisteramt, noch eine Verlängerung der Amtszeit lassen auf eine fachgerechte Reparatur hoffen.
    Ich bin ganz ehrlich, ich bin froh, das Recht zu haben, in demokratischen Wahlen an der Zukunft unserer Stadt teilnehmen zu dürfen.
    In diesem Sinne habe ich mich denn auch gestern in die Düffelt aufgemacht, um mir die K3 Baustelle und deren Umleitungsstrecke einmal anzuschauen, und kurz mit Betroffenen zu diskutieren. Die Baustelle betrifft mich nicht, zeigt aber deutlich das Engagement unserer Stadt- und Kreisführung für Belange ihrer Bürger.
    Im Hintergrund hatte ich dabei das Bild des CDU-Fähnleins Männer und Frauen, unter Führung von Herrn Gebing, und ich muss zugeben, jemand, der die Bürger der Stadt repräsentieren will, der dann das in Augenschein genommen hat, und dann da auf dem kleinen Parteiweg keinen Einfluss auf ein schnellen und vertretbaren Ablauf der Baumassnahme nimmt,zeigt, auch nicht in der Lage zu sein, andere Aufgaben im Sinne der Bürgerschaft erfolgreicher organisieren zu wollen.
    Bevor ich nun weiter auf Herrn Gebing einhacke, komme ich aber auch zu dem Schluss, dass Frau Northing sich hier genauso scheiternd profiliert hat.
    Klar liegt die eigentliche Verantwortung für die Maßnahme beim Kreis Kleve (Frau Gorißen , wo waren Sie und die Kreis-CDU denn eigentlich in dieser Sache für die Bürger tätig ?) aber wenn Menschen in Führungspositionen solch eklatante Missstände wissentlich ignorieren, haben sie einfach nicht meine Wahlbeteiligung verdient.

    Deshalb, so sehr mich die eigene Vernachlässigung meiner demokratischen Wahlrechte schmerzt, ich bin einfach nicht in der Lage, jemandem meie Stimme zu geben, von dem ich jetzt schon weiss, dass ihm meine eigenen Bedürfnisse total egal sind.

     
  48. 10. Benno

    @ 9 Helmuth Plecker: danke für die Ausführung und auch den Vergleich mit einem ähnlichen Fällen, hier in SH.

    Um, es mal vorsichtig zu formulieren, ärgert mich so eine Kurzsichtigkeit. Können Sie sich noch daran erinnern, wie von einer Marina am Hotel 130 uns Bürgern vorgeschwafelt wurde? Nicht, dass unsere Stadtverplaner die Brücke am ehemaligen Hokovitgelände, dem jetzigen Kirmesplatz, vergessen haben (Durchfahrtshöhe mit dem gelegten Mast), nein, schon alleine die Fahrwassertiefe den Altrhein bis zur Schleuse wurde schlichtweg vergessen.

    Und dann soll Herr Gebing der Allheitsbringer sein, der das alles ausbügelt? Ich weiß ja nicht, wo FDP- Parteivorsitzender Maarten Oversteegen, die letzen Jahrzehnte gelebt hat und ob die FDP-Ratsmitglieder überhaupt an den Sitzungen mental dabei gewesen sind, als dieses Thema besprochen und darüber entschieden wurde.

    Und das ist es, was in der Klever Politik fehlt, eine Person mit Weitsicht, die das Ganze im Blick hat. Aber, gibt es nicht schon welche? Auf den Seiten der OK’ler steht etwas von einem Gestaltungsausschuss und weisen auf verschiedene problematische Bauprojekte in Kleve hin. Die Ok’ler sind wohl schon etwas weiter, werden aber, so mein Eindruck, nicht als politischer Gegner auf Augenhöhe wahrgenommen, sondern gerne nur belächelt. Siehe auch hier im Blog bezüglich des Gesprächsangebots an die Grünen https://www.kleveblog.de/kleveblog-wahlanalyse-ii-wird-wolfgang-buergermeister-von-hedwigs-gnaden/#comment-389465 .

    Schade…

    Benno

     
  49. 9. Helmuth Plecker

    @3. Benno. Die Entwicklung zur Schließung der Briener Schleuse nahm in der Tat schon vor Amtsantritt von Sonja Northing ihren Lauf. Es war Theo Brauer, der sich als Bürgermeister der Stadt Kleve um den Erhalt der Schleuse und – noch viel wichtiger für den Erhalt von Entwicklungs-Potenzialen der Stadt – die Öffnung der schiffbaren Verbindung zwischen Rhein und Spoykanal einsetzte und dabei die örtlichen Wassersportvereine antrieb.

    Nun gibt es in Schleswig-Holstein die Gieselau-Schleuse im Gleiselau-Kanal, der den Nord-Ostsee-Kanal mit der Eider verbindet. Touristisch von Wert, aber marode. Und so wundert es nicht, dass die dort zuständige Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wie auch in Kleve daran “arbeitet”, durch Unterlassen von Instandsetzungsarbeiten sie Schleuse aufzugeben und die Bundeswasserstrasse zu entwidmen. Dort ist man noch nicht ganz so weit, wie in Kleve, denn die Schleusentore öffnen sich dort noch. Man kann also sagen, die Norddeutschen sind aktuell soweit, wie Kleve damals zur Zeit des Herrn Brauer angekommen war.

    Und jetzt darf der Vergleich gezogen werden, denn die Norddeutschen lassen sich das Handeln der WSV nicht gefallen und sind schon sehr aktiv geworden: Zunächst galt die Frage zu klären, ob eine WSV pflichtwidrig handeln, wenn sie sie die Instandsetzungsarbeiten an einer Schleuse in einer Bundeswasserstrasse aussetzt mit der Folge, dass das Bauwerk derart stark marodiert, so dass es – wie in Brienen – für den Schiffsverkehr gesperrt werden muss. Eine Frage, die nicht einfach mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. Es spielen dabei einige fallbezogene Parameter eine Rolle. Deshalb hat das Land SH ein Rechtsgutachten bei einer renommierten Rechtsanwaltsgeselkschaft in Auftrag geben, das nun seit Dezember 2019 vorliegt. (Wie gesagt, die Schleuse ist noch im Betrieb!). Auf 164 Seiten wird die Frage untersucht und beantwortet. Die Tendenz für alle ähnlichen Fälle ist erkennbar: Eine WSV kann nicht ohne Weiteres einseitig die Unterhaltung einer Schleuse aufgeben.
    Und Kleve? Was würde hier unternommen, um eine Rechtssicherheit zu fördern?

    Damit nicht genug: Die von einer möglichen Schließung der Gieselau-Schleuse betroffenen Kommunen und Kreise haben zur Dokumentation und Erarbeitung der gefährdeten Tourismus-Potenziale eine Potenzial-analyse bei einer Hamburger Fachagentur beauftragt.
    Und Kleve?

    Ähnlich wie in Kleve haben es zwei Mitglieder des Bundestags geschafft, die Zusage zu erhalten, dass der Bund die Kosten für ein Gutachten zählt, das Auskunft über die erforderlichen Instandsetzungsmassnahnen und dessen Kosten geben soll (Verlängerung des Schleusrnbetriebs um 30 Jahre), als Entscheidungsgrundlage für eine Evtl. Übernahme der Schleuse durch einen Kreis oder eine Kommune. Wie gesagt, die Schleuse ist noch in Betrieb?

    Wer also bitte hat hier die erforderliche Weitsicht?

    Ich kann bislang keinen der Kandidaten ausmachen, der eine solche Weitsicht wie in Schleswig-Holstein hat.

     
  50. 8. Nl

    Es ist schon ein Trauerspiel, was da in der Kreisstadt Kleve passiert. Kleve hat ca. 54000 Einwohner. Noch nicht einmal 6000 von denen haben Gebing gewählt und noch viel weniger die aktuelle Bürgermeisterin. Das ist die „Auswahl „ am 27.9.20. Wir werden also bald von jemanden vertreten, der oder die von ganz wenigen Klevern gewählt wurde. Aber wenn nur ca. 40 % letzten Sonntag gewählt haben……danach kommen die Nöhler wieder aus den Löchern.

     
  51. 7. iwaw

    Das ist keine Wahl sondern eine Qual,

    nüchtern betrachtet wählt man entweder einen Bürgermeister, den keiner mag und kaum einer will, wenn man das Ergebnis analysiert. Eine ganz objektive Betrachtung: Ansonsten hätte er mehr Stimmen bekommen als seine Partei. Also Motorschaden, bevor die grüne Lampe brennt. Mal sehen, wie er den Wagen durch die Kurven schiebt. Und mit so einer Niederlage sich auch noch als klarer Sieger darstellen, ist ein Spiegelbild seiner Person und der Partei, die mal wieder vor Arroganz strotzt. Ich hätte meine Brötchen kleiner gebacken und nicht viel mehr gesagt, als dass ich die Wahl gewonnen hätte.

    Die Politik seiner Partei hat Kleve bestimmt und nichts anderes und diese hat die Verwaltung ausgesucht und eingestellt. Man kann sich also nicht über die eigenen Kinder beschweren, aber das ist in Wahlzeiten ja wohl üblich.

    Auf der anderen Seite jemand, der auf den Schild gehoben wurde und alle, die sich mit dem Thema beschäftigt haben, wissen was die letzten 5 Jahre gebracht haben.

    Warum sich jetzt auch noch die FDP so klar raushängt, ist verwunderlich, nach der krachenden Niederlage hätte ich erst einmal Selbstanalyse gemacht und mich nicht in den Schatten einer Großpartei begeben.

    Da sollte man sich lieber an den Worten von Guido Winkmann orientieren, der sagte, dass er keinen Kandidaten für die Stichwahl empfiehlt, sonst wäre er nicht selber angetreten.

    Ich bleib zuhause, war das erste Mal wählen und bin meiner Pflicht nachgekommen. Schade, dass die anderen Parteien es nicht verstanden haben, wie man das Spiel spielt.

     
  52. 6. Justin

    @5., Chewgum

    „“Das Sagen haben die mit den meisten Stimmen” – dass Sie diesen Satz als “Einpeitschen” auffassen, erstaunt mich.“

    Das habe ich damit auch nicht gemeint, merke aber anhand Ihrer Interpretation des 4. Kommentars, dass das Zitat, das ich von Ihnen im 4. Kommtar am Anfang eingefügt habe und mein Text nicht ganz zusammenpassen.

    „Mit einer Mehrheit regieren oder eine Mehrheit bilden und regieren.

    Können kleinere Parteien und Wählergemeinschaften auch versuchen. Wenn es so einfach wäre, mehrheitstechnisch und inhaltlich, hätte es das sicher schon öfter gegeben.

    Ich wollte darauf hinaus, dass es einfacher ist oder einfacher zu sein scheint, wenn zwei Parteien mit vielen Stimmen trotz inhaltlicher Differenzen die Mehrheit bilden als wenn mehrere Parteien mit weniger bzw. wenig Stimmen und ebenfalls inhaltlichen Differenzen versuchen eine Mehrheit zu bilden.

    „Menschen scheinen damit überfordert zu sein in einer größeren Gruppe zusammenzuarbeiten ohne dass irgendwer den „Einpeitscher“ spielt.“

    Wenn in Kleve die GRÜNEN mit der SPD, der FDP und den OK zusammenarbeiten würden, wer übernimmt dann die Führung dieser großen zusammengestückelten Gruppe? „Einpeitscher“ hatte ich als Wort für die Person gewählt, die dafür sorgt, das in der Gruppe (damit ist nicht die Gesamtheit aller Parteien gemeint, sondern die „Koalition“ zusammenarbeitender Parteien) einzelne Gruppenmitglieder nicht zu sehr aus der Reihe tanzen. In Form von einer Koalition funktioniert eine Zusammenarbeit von mehreren z.B. in Kleve von vier Parteien meiner Meinung nach eher nicht. Eine lockere Zusammenarbeit ohne formalen Rahmen könnte mit mehreren kleinen Parteien funktionieren, wenn der Wille zu einer Zusammenarbeit bei Sachthemen da ist und auf Profilierung zu Lasten kooperierender Parteien weitestgehend verzichtet wird. Genau das ist aber meiner Meinung nach der Knackpunkt. Gelingt es sachlich zu bleiben?

     
  53. 5. Chewgum

    @4 Justin

    “Das Sagen haben die mit den meisten Stimmen” – dass Sie diesen Satz als “Einpeitschen” auffassen, erstaunt mich. Der beschreibt doch nur, worum es nach einer Wahl geht: Mit einer Mehrheit regieren oder eine Mehrheit bilden und regieren.

    Können kleinere Parteien und Wählergemeinschaften auch versuchen. Wenn es so einfach wäre, mehrheitstechnisch und inhaltlich, hätte es das sicher schon öfter gegeben.

    Wie würden Sie sich das für Kleve vorstellen?

     
  54. 4. Justin

    @2., Chewgum

    „Das Sagen haben die mit den meisten Stimmen.“

    Menschen scheinen damit überfordert zu sein in einer größeren Gruppe zusammenzuarbeiten ohne dass irgendwer den „Einpeitscher“ spielt. Deswegen ist es verlockend, dass sich CDU und Grüne zusammentun. Aber mit einer anderen Einstellung könnte auch eine Zusammenarbeit mehrerer kleinerer Gruppen in diesem Fall Parteien und Wählergemeinschaften möglicherweise funktionieren. Mindestens für konkrete Themen kann das klappen.

     
  55. 3. Benno

    “Nach einer internen Aufarbeitung der Wahlergebnisse im Ortsverband möchten wir unseren Wählern nun eine Empfehlung zur Wahl des CDU-Kandidaten Wolfgang Gebing aussprechen. Es braucht nämlich dringend einen Wechsel an der Spitze der Stadtverwaltung“, sagt der Parteivorsitzende Maarten Oversteegen.”

    Welcher Wechsel soll denn an der Stadtverwaltung kommen, wenn die Mehrheit im Stadtrat von der CDU gestellt wird und bis auf Frau Northing nur die Stadtverwaltung von einem CDU-Bürgermeister gestellt wurde? Etwa, dass Bauanträge und Auflagen besser geprüft werden (Hotel 130)? Das der Minoplatz doch so bebaut wird, wie von den Bürgern gewünscht?
    Das, was in den Jahren vor Frau Northing passiert ist, ist das Werk von CDU-Bürgermeistern (Steuergeldverschwendung Gutachten über Gutachten für Minoplatz, Spoycenter, Hotel 130, Träumerei von Stadt am Wasser – Mist, Schleuse in Brienen ohne Funktion-, Steinwüste am Koekkoek-Platz, Neue Mitte (wenn dort Saturn mal geht, war es da auch) etc. Auch ein Herr Gebing wird die Stadtverwaltung nicht auf Vordermann bringen.

    Da finde ich die Aussage von den OK’lern gradlinig. FDP und Grüne biedern sich, in meinen Augen an, der CDU an.

    Für mich heißt es bei der Stichwahl, wie auch beim Landrat: wähle ich Pest oder Cholera…

    Benno

     
  56. 2. Chewgum

    Die OK kritisieren: “Herr Gebing wird von einer Koalition getragen, die den Rat beherrschen und noch weniger auf andere Stimmen hören wird als bisher.”

    Klingt nach … Demokratie: Das Sagen haben die mit den meisten Stimmen.

    An Klimaschutz kommt keiner mehr vorbei, wobei Kleve nicht Köln ist und es mindestens ebenso dringliche Themen gibt: Digitalisierung der Schulen (wer weiß, was noch kommt), Verglasfaserung, ÖPNV (es soll Leute geben, die damit zur Arbeit fahren), Kinderbetreuung, Wirtschaftsförderung (ohne Arbeitsplätze ist alles nix), Kulturförderung.

    Wenn dies alles angegangen wird, ohne den Klimaschutz aus den Augen zu verlieren (= Flächenversiegelung möglichst gering halten und keine Bäume abholzen, gute Gründe sind nur die eines Forstkundigen u.a.), ist das viel.

     
  57. 1. Bert

    Northing ist und war keine Bürgermeisterin, die die Demokratie als oberste Maxime sah. Dies fällt ihr jetzt auf die Füße. Das Wahlvolk lässt die Muskeln spielen.