HRW: Goch wechselt von Kleve nach Düsseldorf

rd | 19. Oktober 2013, 11:33 | 23 Kommentare

Es wird einsamer um die Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal…

Der Vizepräsident der Hochschule Rhein-Waal, Dr. Martin Goch, wird neuer Kanzler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – und verlässt damit mitten in der spannenden Gründungsphase die Hochschule Rhein-Waal. Für Goch, der in Düsseldorf als Leiter der zentralen Verwaltung die gleichen Aufgaben wie in Kleve haben wird, darf der Wechsel als Karrieresprung interpretiert werden – zugleich aber auch als Affront gegen die HRW-Präsidentin Prof. Marie-Luise Klotz.

Das Verhältnis der beiden war, wie aus der Hochschule durchdrang, mehr als zerrüttet, Gochs Wechselabsichten waren seit vielen Monaten bekannt. Der Vizepräsident soll sich unter anderem am autokratischen Führungsstil von Klotz gestört haben, der sich in einer zweifelhaften Auswahl von Studiengängen ebenso äußerte wie in einem merkwürdigen Finanzgebaren.

Ein Beispiel dafür ist die Kostenstelle 009001G, die direkt beim Präsidium geführt wird. Dazu sickerte durch, dass der HRW-Mitarbeiter G. Saha, der das Büro in der Hauptstadt von Bangladesh, Dhaka, leitet, für seine Dienste im Jahre 2012 monatlich 6300 Euro erhielt (was einer westeuropäischen Kaufkraft von rund 30.000 Euro entspricht), überwiesen auf dessen Konto bei The Hongkong and Shanghai Banking Corporation Limited – wobei nicht ganz klar ist, worin diese Dienste überhaupt bestehen, denn die Studenten aus dem asiatischen Staat können sich direkt via Internet um einen Studienplatz in Kleve bewerben.

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23 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 23. Genervter Fisch

    @22.

    Deshalb hatte ich unter Kommentar 18. nachgefragt!

     
  2. 22. Kle-Master

    @21

    Ja, geschmacklos – ich hab’s gesagt und wollte schocken.

    Aber wo ist der Unterschied zum Büro in Bangladesh ?

    Menschenverachtend sind die Geschäftemacher !

     
  3. 21. Genervter Fisch

    @20.

    So einfach ist das Ganze nun doch nicht zu sehen.

    Und schon alleine eine Idee, irgendeine Hochschule und Lampedusa in Verbindung zu bringen, ist nicht nur geschmacklos, sondern menschenverachtend und für mich total unverständlich………….
    (bitte vordenken….. denken……..nachdenken!)

     
  4. 20. Kle-Master

    Obwohl sich alle Hochschulen des Landes vor Einschreibungen nicht retten können und laut Presseberichten aus allen Nähten platzen, wirbt die HRW Kleve weiterhin in aller Herren Länder um Studenten – mit der offen naiven Begründung der Präsidentin, es „gehe um Millionen mehr an Fördergeldern“ sowie zusätzliche Hörsäle (NRZ vom 23.9.2013).

    Wenn es nicht so geschmacklos wäre, würde ich ihr empfehlen, ein weiteres Aussenbüro auf Lampedusa zu errichten.

     
  5. 19. Kle-Master

    Frau Klotz mag auch die Chinesen und gründete schon früh in Krefeld die „Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft“(GDCF) und wurde deren Vorsitzende. Als Textil-Fachfrau mit Kenntnis neuester Strickmuster war sie für China interessant und man bot ihr sicherlich mehr als nur chinesische Kochrezepte und eine Runde Alt-Schuss.
    KIK und H&M wussten das bis heute zu nutzen.

    Einen Ableger dieser Gesellschaft gibt es jetzt auch mit der HRW in Kleve und sie will chinesische Studenten werben.

    China bewundert das Deutsche Schulsystem und seine Hochschulen – möchte erklärtermassen aber Deutschland und den Westen als Wirtschaftsmacht auf dem Weltmarkt einholen, überholen und dominieren – immer lächelnd.

    Seit einigen Jahren wird von der Internat-Schule Gaesdonck berichtet, dass junge Schüler aus China eingeschult werden mit dem Ziel Abitur und Vorbereitung zur fixen Übernahme durch die HRW.
    Die Schüler werden als schwierig beschrieben, weil alles vertraglich geregelt erscheint und Pädagogen alt aussehen.
    Dazu passt der Bericht der NRZ vom 23.10.2013, demnach die HRW vertraglich bei der „Gaesdonck“ schon eingreift.

    Ein weiterer Deal des Systems Klotz, bei dem mit Steuergeld die Welt-Wettbewerber von morgen gefördert werden.

     
  6. 18. Genervter Fisch

    @17.rd

    Um welche Sparte bzw. Arbeitsfelder der „Textilarbeiter“ in Dhaka handelt es sich genau?

     
  7. 17. rd

    Nun berichtet auch die Rheinische Post, ein bisschen versteckt allerdings mitten in einem Text über die schillernde Internationalität der Hochschule Rhein-Waal. Fazit: Alles ganz normal, hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen Sie weiter! Dabei zeigt schon eine einfache Rechnung, dass das Geld, das der HRW-Mann in Dhaka monatlich erhält, ausreicht, um 225 (!!) Textilarbeiter zum Mindestlohn zu beschäftigen. 6300 EUR = 674.696 BDT. Mindestlohn 3000 BDT. Hier der Link zum RP-Artikel: http://feedly.com/k/1bgotET

     
  8. 16. Iwaw

    Schade,

    mit ihm geht ein „Guter“, davon haben wir nicht so viele.

    Wenn im Übrigen Gelder Richtung Indien transferiert werden, dient das lediglich zur Vorbereitung des Promotionsrechts für die HRW (vor Jahren hätte man diese noch Fachhochschule genannt). Siehe hierzu die Welt vom 02.05.2012. Gecovered werden diese Reisen Richtung Asien durch Bürgermeister, Unternehmerpreisträger und Bankchefs.

    Kleve als Geburtsort für Doktoren?

    Kleve wurde schon durch machen Größenwahn getroffen.

    Viel Glück, Martin Goch

    Iwaw

     
  9. 15. Bernd Derksen

    Der NRZ-Artikel von heute: http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-kleve-und-der-region/goch-kehrt-hochschule-rhein-waal-den-ruecken-aimp-id8592184.html
    ——
    In jedem Falle wird es interessant, wie genau die Mittelverwendung der Fachhochschule transparent gemacht wird.
    Ich habe von Frau Klotz einen sehr engagierten Eindruck. Dass da Neider auftauchen, gerade in Kleve 😉 , überrascht nicht.
    _________
    @ Kle-Master
    >alle Gutmenschen finden das und die neuen fremden Kulturen schön.>

    Sprechen Sie mal mit Vermietern in Kleve, über ihre Erfahrungen mit (manchen) Studenten aus Bangladesh. 😉
    Mir sagten mal Klever AStA-Leute, dass da etliche „Studis“ auch nur zum Arbeiten nach Deutschland/Kleve kommen. Ohne Pseudo-Studium könnte man das halt nicht.

    Ich finde es aber im Ganzen ziemlich gut für Kleve. Solange man nicht, wie so oft üblich, Teile der Realität aus vermeintlicher „politischer Korrektheit“ zum Tabu erklärt.

     
  10. 14. Heinz Goertz

    Die Fachhochschule ist für eine Zielzahl von 2500 Studenten geplant worden. Warum werden mit hohem finanziellen Aufwand, Studenten in Bangladesch und China Studenten angeworben, die die Kapazität der Fachhochschule sprengt? Es ist von mittlerweile 4300 Studenten die Rede.
    Studenten müssen in Kinos und Theater ausweichen, weil hemmungslos auf Wachstum gesetzt wird und die Qualität auf der Strecke bleibt.

     
  11. 13. Anwohner

    Das sind schon sehr interessante Geschichten. Hoffen wir mal, dass diese weitgereisten Studenten später auch deutschen Firmen ihre Märkte öffnen.

    @ 5. Heinz Goertz
    Die Raumnot ergibt sich u.a. weil Kurse zwischen Fakultäten nicht abgestimmt sind. So kommt es vor, dass inhaltliche vergleichbare oder identische Grundlagenkurse für jede Fakultät separat stattfinden anstatt den Studenten fakultätsübergreifend eine einzige Vorlesung anzubieten.

     
  12. 12. Kle-Master

    Frau Klotz hat es faustdick hinter den Ohren.
    Nicht per Zufall sind die asiatischen Rekrutierungsländer für ihre Studenten die Billig-Textil-Länder.
    Hat sie doch in ihrer Vergangenheit an der Hochschule Niederrhein – zuständig für Textil – fleissig Kontakte und Verträge mit den Südostasiatischen Ländern aufgenommen und das konkurrierende Gewerbe dort befördert. Bekanntlich ohne die entsprechende Gewerbe-Aufsicht. Die katastrophalen Folgen konnten wir alle in den Nachrichten verfolgen.
    Jetzt als Präsidentin in Kleve wirbt sie über diese alten Kontakte die Söhne der Näherinnen nach Krefeld und Kleve, um damit die leere Hochschule zu füllen – und alle Gutmenschen finden das und die neuen fremden Kulturen schön.
    Jetzt fehlt der Frau Klotz nur noch die Finanz-Aufsicht und möglicherweise eine Staats-Aufsicht.

     
  13. 11. rd

    @Im Schatten der Schwanenburg „Unerhört, was für Lügengeschichten hier verbreitet werden“, schreiben Sie. Dazu Dr. Martin Goch heute in der NRZ: Die Zahlungen (von 6300€/mtl.) an den HRW-Mann in Dhaka seien „absolut gerechtfertigt“! Das Büro werde von einem Selbständigen betrieben, der von der HRW bezahlt werde. Und wenn Dr. Goch nun noch die Fragen beantworten würde, wie die Wahl der Präsidentin auf diesen Mann gefallen ist und warum beispielsweise die Büros in China für deutlich kleinere Beträge betrieben werden, wäre das vergiftete Abschiedsgeschenk perfekt!

     
  14. 10. KeOla

    Bin gespannt, wie’s weiter geht… 😉

     
  15. 9. Weltenbummler

    @7.
    Wieso Lügengeschichten? Die für die „Betreuung“ der ca. 100 Studenten auf dem Gelände der Rh. Landesklink Bedburg-Hau zuständigen Professoren erzählen doch selbst von gezahlten „Handgeldern“ und „Vermittlungsprämien“.

     
  16. 8. rd

    @Im Schatten der Schwanenburg Wenn Ihre in dem Kommentar angegebene Mailadresse korrekt gewesen wäre, hätten Sie eine Mail von mir erhalten. Da steht neben der Kostenstelle wie von mir berichtet Präsidium. Mir liegen Dokumente vor, sodass hier wohl kaum von unbewiesenen Behauptungen oder was auch immer gesprochen werden kann.

     
  17. 7. Im Schatten der Schwanenburg

    Unerhört, was hier für Lügengeschichten verbreitet werden. Und will man das korrigieren, wird zensiert. Hier wird auf unverschämte Art und Weise Stimmung mit unbewiesenen Behauptungen gegen die Hochschule und deren Präsidentin gemacht.

     
  18. 6. scheinheiliger

    Aus der Politik hören wir ständig die Forderung nach mehr Geld für die Bildung, damit die deutsche Jugend in Zukunft wettbewerbsfähig ist.
    Ist eine aus deutschen Steuermitteln bestehende Finanzausstattung der Hochschule dazu da, im Ausland Studenten anzuwerben?
    Was soll dieser schon eher thematisierte riesige Aufwand für die ständige Suche nach Studenten in asiatischen Ländern?
    Dies Geld muss für qualitativ hochwertige (Aus-)Bildung und Forschung eingesetzt werden.
    Wenn eine Hochschule sich dann einen guten Namen erarbeitet, kommen die ausländischen Studenten ganz von selbst.

     
  19. 5. Heinz Goertz

    Kann Jemand erklären, warum eine nagelneue, noch nicht voll ausgelastete Hochschule, zu klein ist und die Studenten für ihre Vorlesungen ins XOX-Theater und ins Kino ausweichen müssen?
    Für wieviel Studenten ist diese Hochschule geplant worden? Warum ist nicht genügend Platz in der Hochschule? Wenn sie zu klein ist, warum werden dann noch durch externe Mitarbeiter, Studenten in Bangladesch und China angeworben. Ist es in Deutschland so, dass die Hochschulen sich ihre Studenten im Ausland besorgen, um die Sollzahlen zu erreichen?
    Welche Kosten verursachen die Requirierungen der ausländischen Studenten, die herzlich willkommen sind?
    Welche Kosten verursachen die externen Mitarbeiter in China und Bangladesch. Unterhält die HSRW dort Büros für die Anwerbung der Studenten. Werden den Studenten Geldbeträge für ihre Studienzusage an der HSRW ausgehändigt. Wenn ja, wieviel?
    Fragen über Fragen! Frau Professor Klotz sollte unbedingt zu den Vorgängen Stellung nehmen!

     
  20. 4. Kai Braun

    Die Stimmung leidet unter diesen Sonderausgaben, jetzt da sie sich an der Hochschule herumsprechen. Es gibt auch für China einen externen Mitarbeiter, um Studierende anzuwerben. Die Ausgaben für das Marketing überschreiten den Etat der kleinsten Fakultät. Und die Präsidentin leistet sich Oberklassefahrzeug mit Fahrer. Die übertriebenen Kosten für das Campuseröffnungsfest werden noch den Landesrechnungshof beschäftigen. Da kommen auf Gochs Nachfolger wichtige Aufgaben der Haushaltssicherung zu.

     
  21. 3. Heinz Goertz

    Glückwunsch für Dr.Martin Goch!
    Die andere Sache bedarf einer rückhaltlosen Aufklärung. Wie ist die Arbeitsplatzbeschreibung von Herrn G. Saha? Karten auf den Tisch, oder soll die Hochschule Rhein-Waal mit diesem Klotz am Bein leben?

     
  22. 2. Klever

    Wenn das stimmt ist das ein Skandal erster Güte. 6300 Euro für fadenscheinige Dienste. Und das aus Steuermitteln…. Soetwas schreit nach einer Lückenlosen Aufklärung. Und sollte sich das bewahrheiten, sollte DIE verantwortliche Person schnell ihren Rücktritt erklären.

     
  23. 1. Guilleaume Heuvens

    Dr. Goch wird seinen Weg machen, ein sympathischer, lieber Mitmensch, keine Höhenflüge, bescheiden. Viel Glück in der Landeshauptstadt.