Freigabe der Ringstraße frühestens Donnerstag

Jungfräulicher Zustand mit zarten Fahrbahnmarkierungen: Ringstraße, Dezember 2023

Noch vor Weihnachten… das wird knapp:

Nach 18-monatiger Bauzeit steht die Ringstraße vor ihrer Freigabe für den Straßenverkehr. Seit dem 20. Juni 2022 wurden an der wichtigen innerstädtischen Verkehrsader in zwei Bauabschnitten Versorgungsleitungen sowie Kanäle saniert. Zusätzlich ist auch der Verkehrsraum umgestaltet worden: die Bushaltestellen und Gehwege sind nun barrierefrei und die Laternen wurden ebenfalls modernisiert. Außerdem wurden in beide Fahrtrichtungen Schutzstreifen für Radfahrende aufgebracht.

Zwar konnten die eigentlichen Bauarbeiten an der Straße bereits Ende November fristgerecht beendet werden. Die anhaltend ungünstigen Witterungsverhältnisse hatten jedoch ordnungsgemäße Markierungsarbeiten auf der neuen Asphaltschicht lange Zeit unmöglich gemacht. Damit die Straße möglichst zeitnah für den Straßenverkehr geöffnet werden kann, wurden nun zunächst temporäre Markierungen aufgebracht.

Am morgigen Mittwoch, 20. Dezember 2023, findet die Bauabnahme statt. Eine Freigabe der Ringstraße wird jedoch aller Voraussicht nach erst am Donnerstag oder am Freitag erfolgen können: Vor der Freigabe müssen noch einzelne Restarbeiten erledigt werden, unter anderem in Bezug auf die Schaltungen und die Induktionsschleifen der Lichtsignalanlagen.

Die Ringstraße ist die wichtigste innerstädtische Verkehrsader. Zu normalen Zeiten passieren rund 13.000 Kraftfahrzeuge täglich den Straßenzug in beide Richtungen. Diese wurden für die Zeit der Bauarbeiten über die Römerstraße und Lindenallee und über den Klever Ring umgeleitet. Die alternative Wegeführung verursachte zu den Hauptverkehrszeiten längere Wartezeiten, funktionierte aber im Grunde reibunglos. Weihnachten haben die geplagten Bewohner der Römerstraße nun endlich wieder die ersehnte Ruhe.

Deine Meinung zählt:

21 Kommentare

  1. 21

    Bei Superblocks muss ich sofort an Cyberpunk 2077 denken…. Nungut, in meiner Freizeit bin ich da gerade Mitbürger…. 😉

     
  2. 20

    @ Drahteseldompteur

    Ca. 15 Min.

    Meine Eltern packe ich dann anschließend für die Fahrt zum Arzt, zur Fußpflege und zum Physio in den Fahrradanhänger – aber nur bei gutem Wetter! Die Besorgungen für die beiden erledige ich zwischendurch unterwegs. Und was brauchen die beiden Alten schon?! Ein paar Hipp-Gläschen und ne Rolle Klopapier – dafür ist auf dem Lastenrad ja immer noch Platz…

     
  3. 19

    ☝🏽 Also ! Mir fehlt die Sonderspur ( siehe Moskau 👍🏽) für Klever Polit Personal das ihnen garantiert, ohne lästigen Aufenthalt durch den Pöbel ,ihre Pflicht gegenüber dem Bürger / in zu erfüllen 😂.

     
  4. 18

    Ja verdammt nochmal, wann wird die scheiss Straße denn jetzt freigegeben?? Kann ich morgen da fahren oder nicht ??

     
  5. 17

    @11,13,14:
    Sorry, aber ihr habt den Punkt nicht verstanden.

    Es geht (auch bei den superblocks) doch nicht darum, das Auto zu verbieten! Ich verstehe auch nicht, warum dass jedes Mal wieder so verstanden werden muss.

    Um bei deinem Beispiel zu bleiben: du schreibst zurecht, dass du quasi keine Wahl hast als das Auto zu nutzen für die 5,6km. Nun bist du in der glücklichen Lage ein Auto und einen Führerschein zu besitzen. Was aber ist mit all den Menschen, die sich kein Auto leisten können oder wollen? Oder denen die Aufgrund ihres Alters oder sonstiger Einschränkungen kein Auto fahren können? Oder denen ohne Führerschein? Auch das ist ein Großteil der Bevölkerung!

    Derzeit herrscht ein Zwang zum Auto. Der ÖPNV hier ist schlicht keine Alternative um das zu pendeln. Wenn es Lösungen gaebe, zwingt dich doch keiner die zu nutzen. Du kannst dein Auto doch gern weiterhin haben, bezahlen und benutzen. Es geht aber darum auch anderen Teilhabe zu ermöglichen.

    Und dazu braucht es nun einmal mehr als Straßen, die auf dein für dich passendes Mobilitätssystem ausgerichtet sind.

    Es geht darum, möglichst allen verkehrsarten ein sicheres und zügiges Vorankommen zu ermöglichen. Davon würde übrigens auch der Autoverkehr profitieren. Das habe ich im letzten Post zur Straße hier schon beschrieben.

    Woher kommt immer diese heftige Aggression gegen alles, was auch nur im Ansatz den Status quo in Frage stellt? Kann man da nicht sachlich reden?

     
  6. 16

    Schon interssant: Bei den aktuell 33 Posts unter dem ersten Bericht und den aktuell 14 Kommentaren hier hat noch niemand etwas dazu geschrieben, dass es im Gegensatz zu früher keine Mittellinie mehr zu geben scheint. Das könnte – bei den besonderes in Kleve typischen Verhaltensweisen vieler Verkehrsteilnehmer – zu viel mehr unerwünschten Begegnungen mit abgefahren Autospiegeln (aber hoffentlich nicht zu an Radfahrern abgeknickten Spiegeln) führen. Ob Mönks und Scheers daher wohl in Kürze auch Autospiegel (zu den Rückspiegeln für die von rd schon mehrfach aufs Korn genommenen Mobilty Scooter) ins Programm aufnehmen wird???

     
  7. 14

    @MK

    Genau – einfach nach Saudi-Arabien auswandern und in „The Line“ einchecken!
    Hört sich doch super an:

    „Der Plan sah ein 170 km langes schnurgerades unterirdisches Transport- und Versorgungssystem („spine“) auf drei Ebenen vor: eine oberirdische für Fußgänger, eine unterirdische für die Infrastruktur und eine weitere unterirdische für den motorisierten Verkehr.[3] Letztere kombiniert eine Hochgeschwindigkeits-U-Bahn mit Röhren für KI-gesteuerte Fahrzeuge. Die U-Bahn soll eine Geschwindigkeit von 512 km/h erreichen, sodass eine Fahrt von einem Ende der Stadt zum anderen nur 20 Minuten dauert.“ (wikipedia)

    Am Reißbrett entworfen, dreidimensionales Verkehrskonzept, autofrei, 100% Erneuerbare…

    Ach so – wird nur leider auch kritisiert: „Kritiker befürchten, das Projekt werde eine dystopische und künstliche Anlage schaffen, die sich auf die Migration von Vögeln und anderen Wildtieren auswirkt“

    Andere Kritikpunkte mal außer Acht gelassen.

     
  8. 13

    Ein kleiner Tipp für alle Meckernden und sich Aufregenden:
    lasst Kleve hinter Euch und zieht in die Wüste, da ist verkehrstechnisch alles bestens durchdacht und es gibt keine Gründe zu klagen. Gute Reise…

     
  9. 12

    Ja, und da stellt sich einfach die Frage: Was war zuerst da: Die Henne oder das Ei? (Ich bin realistisch genug, um einschätzen zu können, dass das zumindest zu meinen Lebzeiten in Kleve nichts mehr gibt, aber irgendwann werden sich unsere Enkel vielleicht fragen, welcher Teufel uns damals geritten hat.)

     
  10. 11

    „(…) es gibt die fixe Idee, dass man ohne Auto im ländlichen Raum verloren ist“

    Ich fahre täglich 2x von Bedburg-Hau nach Kellen zu meinen pflegebedürftigen Eltern – 5,6 km einfache Strecke. Mit dem Auto je nach Verkehrsaufkommen 10-12 Min pro Strecke.

    Mit dem Bus wäre ich pro Strecke 45 min unterwegs, inklusive 1 x Umsteigen und 16 min Laufweg.
    2 x am Tag – hin und zurück – macht 65.700 Minuten im Jahr – bzw. 45 Tage meiner Lebenszeit im Bus!

    Diese grünen Spinnereien von der „lebenswerten“ autofreien Stadt kann ich nicht mehr hören!
    Superblocs, ja klar, tolle Sache. Hört sich alles super an – sieht auf den computergenerierten Hochglanzbildchen auch immer alles ganz toll aus – aber nur wenn meine komplette Infrastruktur, meine Familie, meine Freunde, mein Job fußläufig zu erreichen sind. Ansonsten eine Städteplanung, die an der Lebenswirklichkeit eines Großteils der Menschen einfach vorbei geht.

    Zur Ringstraße: 13.000 Fahrzeuge täglich! Die fahren da sicher alle nur zum Spaß rum… Ironie aus.

     
  11. 10

    @Andere Rheinseite Das ist das klassische „One more lane will fix the thing“-Denken. Es führt zu nichts. Einfach mal nach „Barcelona Superblocks“ googeln, dann ist man in der Moderne angelangt. (Ich weiß, Kleve ist nicht Barcelona, und es gibt die fixe Idee, dass man ohne Auto im ländlichen Raum verloren ist, aber dieses Mantra kann nur gedeihen aufgrund bewusster Entscheidungen, die Lebensqualität zu verschlechtern, siehe zum Beispiel Kranenburg oder Emmerich, altes Kasernengelände.)

     
  12. 9

    @8

    Emmerich ist mit Abstand das hässlichste was man sich vorstellen in Sachen Stadtentwicklung, da würden mich keine 10 Pferde hinbekommen. Aber was Kleve hinlegt ist doch unfassbar. Haben ne Hochschule, die Stadt wird immer voller, es gibt nur zwei Straßen die ober und unterstadt verbinden, und eine wird praktisch lahmgelegt.
    Bei aller Liebe für Radfahrer, die Ringstraße macht es weder für sie noch für den Autofahrer besser. Herzlichen Glückwunsch zu einer Verwaltung ohne Weitblick und Verstand.

     
  13. 7

    Fern jeglicher Realität und Gedanken an die Zukunft plante man in Kleve eine Straße die ganz und gar nicht zum Verkehrsaufkommen der Stadt passt. Also alles wie immer in Kleve. Bin ich froh das seit 10 Jahren nicht mehr ertragen zu müssen. Ich wünsche euch allen viel Spaß in den Staus.

     
  14. 6

    Ein aufschlussreiches Foto!

    Von der maximalen Breite der Ringstrasse – gemessen von Vorgartengrenze zu Vorgartengrenze – sind lediglich 35% für den fließenden Kfz-Verkehr vorgesehen. 65% des zur Verfügung stehenden Raumes teilen sich Fußgänger, Radfahrer und Bäume.

    Ein klarer planerischer Entscheid gegen einen reibungslos fließenden Verkehr auf der wichtigsten Achse zwischen Ober- und Unterstadt.

     
  15. 5

    20m vor den Inseln hört jeweils der Schutzstreifen (gestrichelte Linie) StVO-konform auf (nicht genug Platz).
    Empfehlung an Radfahrende (An die die es sich zutrauen): Nutzen Sie ab da die Rechte Fahrbahn komplett aus damit Kfz. gar nicht erst auf die Idee kommen sie zu überholen. Nur so gewöhnen sich die Kraftfahrerinnen daran daß Radfahrerinnen gleichberechtigt AUF der Fahrbahn fahren.

     
  16. 3

    Ich habe aus verlässlicher Quelle( Facebook und TikTok) gehört, dass die Ringstraße ganz feierlich von unserem Bundespräsidenten Walter Steinmeier eröffnet werden soll. Wahrscheinlich musste deswegen der Öffnungstermin der Ringstraße kurzfristig verschoben werden.

     
  17. 1

    These

    Wir lassen die Straße gesperrt, oder bauen sie zu einer verkehrsberuhigten Straße für Fußgänger, Radfahrer und Busse um, Anlieger frei.

    Ich habe mich derart an den Zustand gewöhnt, es geht auch ohne.