FHRW: Durchatmen nach Einführungswoche

rd | 28. September 2009, 15:52 | 4 Kommentare

Vor ca. 3 Trillionen Jahren habe ich auch mal studiert, Germanistik in Köln. Mit mir fingen ca. 5000 andere Studenten an. Zur Einführung lud ein Privatdozent die ca. 200 Teilnehmer seines Proseminars Neuere Deutsche Literatur zu einem Bier ein. Ich fragte ihn, warum er in seiner ersten Veranstaltung das falsche Todesdatum von Goethe an die Tafel geschrieben habe. Selten blickte ich in fassungslosere Augen. (Ich hatte mich vertan.)

Wie viel besser haben es die Studenten heute! Hier der Überblick über die Aktivitäten der ersten Woche:

  • Montag, irgendwann nach dem Aufstehen: Zettel vom Schwarzen Brett 30mal kopieren (es gibt noch keinen Stundenplan)
  • Montag, irgendwann nach dem Aufstehen: Fahrrad und Laptop in Empfang nehmen
  • Montag Kneipentour (mit rund 70 Teilnehmern, pro Laden zwei Getränke auf den Deckel von Frau Rektorin Klotz): Start im Früh (überlieferte Dialoge: “Warum studiert ihr hier?” “Keinen anderen Studienplatz bekommen…” “Wegen dem Laptop…”), Le Journal, Marställchen, Coffeehouse, Café Country – vor allem das Marställchen scheint als zukünftige Studentenkneipe prädestiniert, so ab dem 60. Semester etwa
  • Dienstag Party (gesponsert von der Sparkasse Kleve!)
  • Freitag Vormittag Werkbesichtung: Kao Chemicals in Emmerich
  • Freitag Nachmittag Flughafenbesichtigung: Airport Weeze

Kein Wunder, dass die Überschrift des RP-Artikels über diese stressigen Tage “Durchatmen nach der Einführungswoche” hieß. Kein Wunder auch, dass Student 001, Pascal T., bereits ganz konfus ist. Laut Artikel freute er sich wie folgt über seinen Rechner: “Schon chic das Teil, ein HP-Compaq-Notebook mit 2,1 Gigaherz Arbeitsspeicher.” Bleibt die Frage, wie viel auf die Festplatte passt: 7 Liter? Und hier ein paar Infos zum Thema Hertz (ja, mit “T”)…

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4 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 4. piepsi

    @capslock

    genau, aber ich tu mal so alsob:

    http://www.soriac.de/checkwin.html

     
  2. 3. Capslock

    Ach Gigahertz, Gigabyte, was solls, sind ja keine Informatiker hier in Kleve, dem Internet-Outback Deutschlands…

     
  3. 2. afrika

    Naja, aller Anfang ist schwer. Und die Kölner Kneipenszene ist eine andere als die von Kleve. Unsere Einführungswoche wurde von einem Pubcrawling in 12 (!) Kneipen gekrönt. Gleichzeitig ein Bruchteil der hiesigen Möglichkeiten. So und morgen schreib, nein heute, ich meine fünft- und viertletzte Klausur… Also Kleveblog noch vor dem Einschlafen gecheckt. Nichts was man noch nicht weiß und trotzdem ein Stück Heimat. Gute Nacht.

     
  4. 1. killerplautze

    Wer wissen will, was Gigaherz ist oder will, findet hier ausreichende nein geradezu erschöpfende Informationen. Vorher bitte aber den Alu-Hut aufsetzen.

    > http://www.gigaherz.ch/

    Insbesondere wenn es um Leserbriefe geht. Derjenige, dessen Namen wir nicht erwähnen wollen ist (leider) nicht darunter.