Ein Blick in den Kornspeicher

rd | 20. Oktober 2009, 11:41 | 37 Kommentare
Bald ein Google in Klinker

Bald ein Google in Klinker

Der einzige Wissensspeicher, den unsere lieben FH-Studenten bisher haben, ist das üppig bestückte Zeitschriftenregal bei Pfeifen Bossmann. Naja, und die Stadtbücherei natürlich, wenn echtes Praxiswissen wie “Windows 95 – leicht und schnell installiert” gefragt ist. Doch das soll sich bekanntlich bald ändern, wenn aus dem als “Kornspeicher” bekannten Allgemeine-Gebäude der so genannte Wissensspeicher der Fachhochschule werden soll, so eine Art Rhein-Waal-Google also. Nur die wenigsten wissen allerdings, wie es drinnen derzeit aussieht – nämlich so:

Nürnberger Trichter?

Nürnberger Trichter?

Freunden statischer Finessen sei mitgeteilt, dass die kantigen Silos aus Beton zur tragenden Konstruktion gehören. Da wird der Umbau ein zweifelsohne ein aufwendiger Spaß, der mich an den eines Badezimmers in einem früheren Heim von mir erinnerte, als der Sanitärbauer, der relativ forsch das Abtragen einiger Wände empfohlen hatte, am Morgen danach etwas zerknirscht zu mir kam: “Ähem, da war wohl doch eine tragende Wand dabei.” Das sind Momente, die man nie vergisst.

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  1. 37. rainer

    hallo, ich hab mal vor dekaden bei enem bauern gearbeitet. damals schon hatten die milchkühe sender um den hals. je nach milchergiebigkeit der rechnerisch erfassten kuh, sendete der sender dem kraftfutterspendeautomaten die nötige kraftfuttermenge. Diese trichter von oben, haben mich wohl daran erinnert. Ein Wissensspeicher……. blue motion… green technology…………. Kennt ihr den: Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter….. Ein Schweinchen namens Tod.

     
  2. 36. Bernos

    @Meiner Einer

    Die “Betuwe” allein läuft auch nicht durchs Stadtgebiet, sondern die Eisenbahnlinie Arnhem-Oberhausen. Da läuft ja auch der komplette Personenverkehr drauf.
    Und, viel entscheidender: Die Bahnlinie war schon lange vorher da. Um die Bahnlinie haben sich einige Stadtteile erst entwickelt.

    Man hätte natürlich auch eine neue Eisenbahn-“Umgehung” um Emmerich bauen können (gabs da nicht sogar Diskussionen?) , aber das hätte wohl noch mehr Ärger gegeben. Noch mehr Fläche verschenken für zusätzlichen Verkehr? Das kommt nur für die Strasse in Frage…. 🙂

    Liegt sicher auch daran, dass der Betuweverkehr auf die vorhandene Strecke noch “draufpasst”. Die Beförderungskapazität pro Quadratmeter ist bei der Eisenbahn viel höher als auf der Strasse.

     
  3. 35. Meiner Einer

    @ Bernos

    Es ist richtig, dass Emmerich nichts vom Transitverkehr auf der A3 hat. Aber im Gegensatz zur Betuwe läuft die A3 nicht durchs ganze Stadtgebiet, trennt ganze Stadtteile und z. B. das Krankenhaus und den zugehörigen Hubschrauberlandeplatz (nachdem man den alten mit einem Altenheim überbaut hat…).

    Rückbau von Strassen bedeutet für mich, eine Strasse zu sperren und nicht eine alte Trasse durch eine Neue zu ersetzen. Das macht z.B. am Forstgarten Sinn, würde auch bei der Umgehung Kellen Sinn machen, Umgehung Uedem usw. Aber wer soll das bezahlen? Wenn in Deutschland Experten regieren würden, dann hätten wir z.B. statt einer Draisine wieder eine Verbindung nach Nimwegen. Oder eine Umgehung für Kellen. Dann bräuchte man auch über Fahrverbote nicht nachzudenken. Bei dieser Gelegenheit fällt mir da gerade ein ehemaliger Stadtdirektor ein, der mal eine Zufahrt zur Realschule Kellen mittels eines Sandberges sperren ließ, weil ihm das Verhalten mancher Eltern, Ihre Sprößlinge mit dem Auto zu bringen, gestört hat. Gibbet den Haufen eigentlich noch?

    Besonderlich ärgerlich ist m.E. am Transitverkehr, dass außer den paar Maut-Euro kaum etwas für die deutsche Wirtschaft abfällt. Der litauische/polnische/niederlänische Lkw tankt in seiner Heimat voll, und fährt dann mal los. Durch halb Europa, bringt sein Essen mit. Tank und Rast verdient so nichts. Und andere auch nicht. Nur der Staat kassiert Maut und wir den Dreck, Ruß und Abgase. Und das Alles, weil der ausländische Spediteur billiger anbieten kann. Um den Wettbewerb zu entschärfen, wie wäre es denn, wenn nur ausländische Pkw/Lkw Maut bezahlen. Ich bezahle schließlich schon Kfz-Steuer usw. Aber dann fehlen ja wieder Mrd. Euro um andere Löcher zu stopfen.

    Deutsche Pkw und LKW decken ihre Wegekosten (auch schon vor der Maut(!)), was man von der Bahn im Güterverkehr nicht behaupten kann.

    Um aber wieder auf´s Thema zurückzukommen: Ich bin mal gespannt, um wieviele Mio. Euro die geplanten Baukosten überzogen werden. Man wird wieder mit dem Geld aasen und dem Bürger dann wieder erklären, das man das Alles nicht vorhersehen konnte. Aber vielleicht schaffen die FH und der Kreis es ja, was TB und seinem Rathhaus-Workshop verwehrt blieb: Ein Eintrag ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes….

     
  4. 34. L.Seerden

    @MeinerEiner

    Der Hafen Emmerich profitiert ausserordentlich als Hinterland-Umschlagpunkt für Seecontainer von Rotterdam und Antwerpen.
    Natürlich spielt hier der Linirndienst per Schiff die entscheidende Rolle.

    Das ist auch gut so, denn das Binnenschiff ersetzt viele Lkw.
    Containerzüge aus oder von beiden Seehäfen lohnen sich daher nicht.
    In Venlo und Tilburg setzt man Containerzüge ein da der Transportweg per Schiff zu umständlich ist.

    Zum Thema Transit kann ich wiederum nur auf die Schweiz verweisen. welche eine Strassenbenutzungsgebühr von 40 Rappen je Tonnenkilometer verlangen.
    Da wird das Fahren mit einem Nutzfahrzeug schnell zum teuren Vergnügen.
    Ausserdem gilt landesweit ein Nachtfahrverbot bis um 5 Uhr morgens.

    Warum bekommt der Kreis es nicht auf die Reihe, die B220 und die B9 bis zur As Goch bzw Wyler für Transitfahrten von 20-6 Uhrzu sperren? In Hessen, Thüringen und Baden Württemberg wird so etwas gemacht.

     
  5. 33. KlePeter

    @Müller, falsch verstanden. Das genannte Bauvorhaben ist später geplant worden und hat weder mit S+K, noch mit der Polizei zu tun.

    Der Argumentation, dass man nur lange genug ein Grundstück in der Fläche mit hohen Lasten belegt und damit eine Verbesserung des Baugrundes erhalte, konnte ich aus fachlicher Sicht schon damals nicht folgen. Meinem Hinweis, dass es ein Unterschied sei, ob ich Lasten punkt-, bzw. linienförmig ableiten muss oder diese über eine große Fläche verteilen kann, wollten die Verantwortlichen Personen bei der Stadt nicht verstehen.
    Versuch mal Wasser zu verdichten, bis Du drüber laufen kannst. 😉

     
  6. 32. Müller

    KlePeter, bitte Vorsicht mit Ihrem dienstlichen Wissen.

    Das Bvh der Erweiterung Verwaltung S + K bzw. der Polizei ist doch aufgrund der Vornutzung der Grundstücke (S + K nutzte das Grundstück vorher zur Lagerung von Betonwaren usw.) anders als die Bvh der FHS zu sehen.

    Was Sie damals als Bauherr nicht für erforderlich hielten (?) wird vom Bauherrn der FHS für notwendig erachtet!

     
  7. 31. Bernos

    @ Meiner Einer :

    Nach meinen Recherchen erwirtschaftet der Hafen Emmerich nach wie vor einen Grossteil des Umsatzes über den Containerumschlag Strasse/Schiff Schiene. Der Gleisanschluss sichert also Arbeitsplätze.

    Mit Deinen übrigen Ausführungen hast Du natürlich Recht, sie gelten allerdings genauso für die Schiene:

    “Emmerich hat nichts von der Betuwe, außer Lärm und der Gefahr, die der Transport von Gefahrgut eben so mit sich bringt.”

    Emmerich hat auch nichts von den (99%) Transit- LKW-Verkehr auf der A3, außer Lärm und der Gefahr, die der Transport von Gefahrgut eben so mit sich bringt.

    “Der Rückbau von Strassen mangels Profit ist reine Illusion, da diese dem Staat und somit dem Volk gehören.”

    Das gilt 1. genauso für die Schiene (siehe meine Vorrede) und stimmt 2. gar nicht, denn natürlich werden auch in Deutschland Strassen zurückgebaut (allerdings meistens in Rechnung für eine neue Strasse).
    Wenn die Eichenalleequerspange kommen sollte, wird die B9 am Forstgarten natürlich auch zurückgebaut.

    “Wir werden uns aber daran gewöhnen müssen, dass wir in Zukunft für die Nutzung der Strassen zahlen müssen”

    Da gebe ich Dir Recht und das ist ein ganz zentraler Satz. Der Transit ist nämlich der einzige “Rohstoff” im Sinne von Standortvorteil, den Deutschland hat. Wir haben keine Bodenschätze und Bildung als Rohstoff können auch andere Länder. Aber wer in Europa von Ost nach West und von Nord nach Süd will, kommt in 90% der Fälle an Deutschland nicht vorbei. Und das muss Deutschland nutzen, um über Transitgebühren besonders für ausländische Nutzer Devisen ins Land zu holen.

    Im Prinzip ein Rückfall ins Mittelalter wo jeder deutsche Kleinstaat Wegezoll kassiert hat. Aber eigentlich auch der richtige Weg, um am der wirtschaftlichen Dynamik Europas teilzuhaben.

     
  8. 30. Trotzkopf

    @Bernos: Das Spoycenter musste ebenfalls gegründet werden. Das wurde zunächst in der Planung nicht berücksichtigt und musste dann nachträglich gemacht werden. Soweit ich weiß war die Klever Firma Mütter damals GU und konnte wegen der nicht geplanten Kosten Insolvenz anmelden.

     
  9. 29. Meiner Einer

    @ Bernos:

    Zum Thema Emmerich: 90% der Güterzüge durchfahren Emmerich ohne Halt. Selbst der ICE hält nicht mehr. Der Hafen profitiert vom Rhein, nicht von der Schiene. Unternehmen wie Konica-Minolta laden dort um auf Lkw´s. Der Rest kommt über die Autobahn. Emmerich hat nichts von der Betuwe, außer Lärm und der Gefahr, die der Transport von Gefahrgut eben so mit sich bringt. Deutschland ist ein Transitland. Der Rückbau von Strassen mangels Profit ist reine Illusion, da diese dem Staat und somit dem Volk gehören. Wir werden uns aber daran gewöhnen müssen, dass wir in Zukunft für die Nutzung der Strassen zahlen müssen. Zusätzlich zur Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, MwSt auf Mineralölsteuer usw….

    @ L.Seerden:

    Zum Thema SBB: Die hatten eben keine Vorsitzenden wie Herrn Mehlhorn, der alles weggespart hat, inklusive Moral und Hirn, um einen Börsengang vorzubereiten. Aber die Schweizer sind uns ohnehin voraus: Besseres Gesundheitssystem, besseres Steuersystem, keine Dauerlasten aus Kriegsreparationen (ist eben klüger, wenn man sich neutral verhält) usw. Und das, obwohl das Land keinen tatsächlichen Standortvorteil hat, insbesondere ein direkter Zugang zum Meer und damit ein Seehafen fehlt. Wenn man unseren Volks- Betriebs- und sonstigen Wirten glaubt, hätte das Land sich gar nicht so entwickeln können. Tja, Fehleinschätzung. Aber das kennen wir ja auch von Wertpapieranlagen. Aber die Kohle ist ja nicht weg, sie gehört nur jemand anderem.

    Es ist mir ein Rätsel, warum alle anderen Städte im Kreis aufstrebende Gewerbegebiete haben, nur in Kleve herrscht Rückbau. Wir haben (mehr theoretisch) einen Zugang zum Rhein, einen Bahnanschluss, zwei Autobahnen nebst Bundesstraßen als Zubringer, einen Airport in kurzer Entfernung. Zivile Preise beim Bauland. Eigentlich Top, aber…

    Ob es dann die FH bringt, bleibt abzuwarten.

     
  10. 28. Bernos

    >Ach ja, wer erinnert sich noch daran, dass die DB die Stadtwerke dazu verdonnern wollten, den Rückbau der Anschluss-Weiche am Hafen zu bezahlen?

    Das wusste ich nicht und finde ich den absoluten Gipfel der Unverschämtheit. Mit welcher Begründung wurde das gefordert?
    Hätte die Bahn dann in diesem Fall den Stadtwerken auch den ausgebauten Stahl zurVerwertung überlassen? Oder den auch noch einkassiert?
    Wie ist die Geschichte ausgegangen?

    Beim Bahnhof Kleve hat die Bahn (wie bei im Prinzip allen Bahnhofsumbauten) alles und jeden über den Tisch gezogen, den man ziehen konnte.

    Die Bauanträge werden an die Land+Bund so geschickt gestellt, dass der maximale Fördersatz bei minimalem Aufwand erreicht wird. Ich bin aber fast sicher, dass niemand an den Schrottwert der Gleise im Bahnhofsvorfeld Kleve gedacht hat (bestimmt 100.000 Euro), den die Bahn sich klammheimlich unter den Nagel gerissen hat. Vom Grundstücksverkauf -wenn er kommt- ganz abgesehen. Aber da muss die Bahn wahrscheinlich erst eine Bodensanierung durchführen und berechnet gerade das günstigste Aufwand/Fördermittel-Verhältnis.

     
  11. 27. KlePeter

    Soso, 800 Pfähle. Aus einem Schreiben der Stadt Kleve aus dem Jahr 2004 zu einem Bauvorhaben auf einem benachbarten Grundstück:

    „Eine Notwendigkeit dies zu tun, wird aus technischer Sicht von uns in Ihrem Falle nicht als notwendig angesehen, da der Untergrund über Jahrzehnte mit tonnenschweren Lasten verdichtet wurde.“

    Das Schriftstück liegt mir natürlich vor.

     
  12. 26. L.Seerden

    @MeinerEiner

    Im der Tat lohnt der sogenannte Wagenladungsverkehr nicht mehr.

    Die Bundesbahn brauchte damals schon sage und schreibe zwei Tage um einen (oder mehrere) Wagen von Hemeyer nach Krefeld ins Bayerwerk zu befördern.

    So vergrault man die liebe Kundschaft. Am Standort Bad Lauterberg hat die DB die gleiche Nummer durchgezogen – Gleisanschluss gekündigt und Ende der Geschichte.

    DB fährt ja lieber Ganzzüge von den Niederlanden bis nach Sizilien oder von Shenzen nach Hamburg Waltershof.
    Der Rest bleibt bei den Privaten oder noch lieber bei Schenker. Und Schenker ist ja auch DB – alles wird gut!

    Manchmal wünsche ich mir wirklich die SBB – warum funktioniert es dort und hier ist spätestens ab Krefeld Schicht im Schacht?

    Ach ja, wer erinnert sich noch daran, dass die DB die Stadtwerke dazu verdonnern wollten, den Rückbau der Anschluss-Weiche am Hafen zu bezahlen?

     
  13. 25. Bernos

    Und im übrigen will kein Anwohner Güterverkehr (weder auf der Bahn noch auf der Strasse), weil er “stört”. Nur die Arbeitsplätze, die er bringt (z.B. Emmerich Hafen), die hätte man gerne.

    Die Konsequenz die Du daraus ziehst, nämlich den Gleisabbau, ist unlogisch, denn der Güterverkehr ist nun mal ein notwendiges Übel.

    Nach Deiner Logik hätte man bei Kranenburg, das den massiven LKW-Verkehr aus dem Ort haben wollte, keine B9N-Umgehung gebaut, sondern einfach die Grosse Str. / Nimweger Str. komplett zurückgebaut. Oder schlicht und einfach für den LKW-Verkehr gesperrt.

    Eigentlich ein interessanter Gedanke.

     
  14. 24. Bernos

    Man überlege sich mal, was los wäre, wenn TollCollect die Bundestrassen besitzen würde und entscheidet, die Zufahrtsstrassen bspw. zum Gewerbegebiet Kranenburg abzubinden und zurückzubauen, weil ihr dort die Einnahmen aus Gebühren zu gering sind.

    Das würde in einen Bürgerkrieg ausarten.

     
  15. 23. Bernos

    Es geht nicht darum, ob Kleve ein Hafengleis braucht oder nicht. Sondern wer darüber zu sagen hat, also ums Prinzip.
    Und das Gleis ist EINDEUTIG Infrastruktur, und über Infrastrukturfragen hat AUSSCHLIESSLICH das Volk resp. der Staat zu entscheiden, -das wollte ich sagen.

    Mag in meinem konstruierten Fall ja dann durchaus sein, dass der Verkehrsausschuss die entsprechende Kommune anhört und deren Votum folgt, und dass die Stadt Kleve dann für sich entscheidet, das Gleis nicht zu brauchen. Aber der Vorgang wäre demokratisch, – im Gegensatz zu jetzt, wo ein privates Unternehmen privaten Unternehmen wie Hoheitsträgern meint sagen zu können, wie es mit Volkseigentum umzugehen gedenkt.

    Ob ein solches Gleis in Kleve keiner brauchen würde,kannst Du wahrscheinlich gar nicht beurteilen und deshalb auch nicht so absolutistisch in den Raum stellen. Du weisst es nicht.
    Vielleicht würde die Wirtschaftsförderung im Übrigen das anders sehen.

     
  16. 22. Bernos

    Zu den Kesseln:

    Es gibt ein cooles Luftbild auf http://www.winkels-kleve.de -> Wir über uns

    Da sind nicht nur alle Gleisanlagen des Klever Bahnhofs noch intakt, sondern auch mit Güterwaggons und einem Schnellzug fast voll belegt. Mann, da war noch was los in Kleve. Wahrscheinlich hat da noch die Union über die Eisenbahn geliefert.

     
  17. 21. Meiner Einer

    @ Bernos:

    Deine Foderung ist zwar offtopic, daher nur eine ganz kurze Gegenfrage:

    Wer sollte denn Deiner Meinung nach ein solches Gleis in Kleve nutzen wollen? Clever Stolz, Ipsen, Fuji, National Starch, Lightex? Vielleicht kann man dann mit der Draisine von Groesbeek via Kranenburg bei Deutmeyel chinesisch Essen gehen. Ein solches Gleis braucht in Kleve keiner. Frag doch mal bei Hemeyer nach, wie das Verhältnis Transport LKW / Schiene war. Frag mal in Emmerich nach, wie die Bürger eine Gütertransportverbindung per Bahn finden. Da hat die Stadt nix davon, nur Transit via Ruhrgebiet.

    Es ist sicherlich für Kleve eine gute Sache, dass die Hochschule kommt. Aber man sollte das Ganze auch nicht überbewerten. Wegen der paar Studenten wird sicherlich kein Großunternehmen in Kleve eine Niederlassung bauen.

     
  18. 20. De Brabantse Leeuw

    Aus Mitleid zu Einstein gehen. Wieder was gelernt…..

     
  19. 19. ralf.daute

    @arabeskenzart Ich, das Gutmenschentum in Person, bin doch nicht käuflich – wo kämen wir denn da hin??

     
  20. 18. arabeskenzart

    Hey Ralf!

    Was zahlt Norbert Einstein Dir für die Schleichwerbung?

     
  21. 17. Bernos

    >Der Vertrag wurde von der DB gekündigt.

    Es ist einfach unglaublich, wie frei ein Konzern, der privatwirtschaftlich arbeiten will und an die Börse will, in Infrastrukturfragen eingreifen kann und das Sagen hat.

    Infrastruktur MUSS aussschließlich staatlicher Hoheit unterliegen. Es ist echt nicht zu fassen, wie sich Volk und Politik von der Bahn über den Tisch ziehen lassen. Grauenhaft.

    Gehört zwar nicht zum Thema hier, aber meine Forderung:

    1.) Auflösung DB Netz, Übertragung von Personal und Aufgaben an das Eisenbahnbundesamt

    2.) Parlamentarische Kontrolle: Jede Änderung der Eisenbahn-Infrastruktur, auch die kleinste (Gleisabbau, Stillegung, Entwidmung) MUSS das EBA letztinstanzlich dem Verkehrsausschuss des Bundestages zur Prüfung vorlegen. Der Ausschuss kann genehmigen oder ablehnen.

     
  22. 16. MichaelZ

    @ Seb:
    Die Gasleitung sieht man unter http://www.gasnetzkarte.de, für die Navigation braucht man allerdings Kenntnis im Umgang mit der Seite, am bseten geht es über die Ortseingabe und dann die Karte einzoomen. An der Leitung hängt u.a. die Ölmühle Spyck (ADM)

    @Bernos:
    Wir haben immer 12 oder 16 m schlagen müssen, aber es hängt davon ab, was man draufstellt, die Gebäude sind ja nicht sehr hoch, so das die Flächenlast ggf. auf 7 m schon abgefangen wird. Besser mehr Pfähle und nur bis 7 m kann dann die Devise sein. 800 Pfähle heisst etwa 24.000 t Gewicht…

    Zu den Tanks von Winkels: Die bauen bis 8 m Durchmesser und mehr, das geht weder über Gleis noch in Brienen durch die Schleuse oder unter den Brücken durch. Solche Durchfahrthöhen gibt es nur auf den großen Schiffahrtsrouten.

    Heinz Gietemann war früher der Schleusenmeister in Brienen/Wardhausen

     
  23. 15. L. Seerden

    Der Gleisanschluss war bis 1993 in Betrieb und wurde von der Firma Hemeyer für Waggonladungen genutzt. Der Vertrag wurde von der DB gekündigt.

     
  24. 14. Bernos

    Komisch eigentlich, dass der Kornspeicher nicht zur Zivilen Notfallreserve genutzt wird.

    7m scheint mir nicht sehr tief. Weiss jemand, wie der Boden in Kleve geologisch aufgebaut ist und wo und wie weit die Gundwasserströme vom Rhein reichen?

    Gab übrigens ähnliche Probleme damals bei dem Haus neben Woolworth wo der Kodi drin war (ist?). Beim Bau in den 80ern hat man festgestellt, dass da irgendwie damals der Spoykanal langfloss. Der Bau hatte ziemliche Schwierigkeiten bereitet und es war auch eine intensive Pfahlgründung nötig. Wie es beim Spoycenter war weiss ich nicht.

     
  25. 13. ralf.daute

    @Afrika Natürlich in den Korn- resp. Nobeltjespeicher in der Gasthausstraße!

     
  26. 12. afrika

    Und darüber dass die Strandbar weg muss spricht keiner oder wie? Wo soll man denn dann im Sommer hin in Kleve?

     
  27. 11. ralf.daute

    Die Pfähle wurden jedenfalls nicht vergessen: “”Nächster Schritt ist dann die Pfahlgründung. Will heißen: Mehr als 800 Pfähle werden sieben Meter tief in die Erde gebohrt und mit Beton gefüllt. Ein notwendiger Schritt, denn das Gelände sei Schwemmland und damit nicht sonderlich standfest. „Jedes Gebäude wird auf Pfähle gebaut”, erklärt Wilfried Suerick. Die dafür notwendigen Mehrkosten von 4,75 Millionen Euro habe das Land bewilligt, sie seien allerdings in den Baukosten von 122,3 Millionen Euro bereits enthalten.””
    Aus: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/kleve/2009/10/20/news-137703313/detail.html

     
  28. 10. Bernos

    Wobei mich wundert, dass es für Winkels offensichtlich billiger ist, halb Kellen sperren zu lassen als die Kessel per Gleis bis zum Spoykanal zu transportieren und dort auf Schiffe zu verladen.

    Wahrscheinlich passen die dann auch nicht unter die Ringbrücke (und die neu B9neu-Brücke) durch.

    P.S.: Ich glaub, der Vater von OB-Kandidat Gietemann war früher der Schleusenmeister in Wardhausen.

     
  29. 9. Bernos

    @DerLaie
    Vielen Dank! Das habe ich nicht gewusst, vor allen Dingen das mit dem Altrhein. Das weiss ein Laie aber verdammt professionell Bescheid.
    (Und dabei rühmt sich die Klever Wirtschaftsförderung in ihren Hochglanzprospekten immer des Anschusses auf der Wasserstrasse!)

    Bensdorp und XOX habe ich leider nicht mehr miterlebt. Aber Die Erdnussfabrik kannte ich noch. Die stand doch direkt an der Rampenbrücke. Warum ging die eigetlich pleite? Wobei ich vermute, dass der Menke heute Millionär ist. 🙂

    Aber was ich auch nicht wusste, ist, dass die “Pittjes” dort herkamen! Ich kannte nur die Dosen aus dem Aldi (oder wars famka?) die auch von Menke kamen.
    Gibts Pittjes eigentlich noch?

     
  30. 8. Der Laie

    @ Bernos
    mit der Aufgabe von Bensdorp, Menke -Pittjes, XOX, lohnte sich ein Hafenbetrieb mit Zollamt und Gleisanschluss nicht mehr,da durch die unbestimmten Wasserstände im Altrhein nur kleine
    Frachtschiffe den Spoykanal nutzen konnten. Als letztes fuhren
    noch Tankschiffe mit Heizöl im Auftrag der Fa.Mineralöl
    Claassen den Klever Hafen an.
    Heute wird die Schleuse in Brienen nur noch für einen Ausflugsdampfer und für Hobby Kapitäne betrieben.
    Wann der Betrieb genau eingestellt wurde,kann ich nicht sagen,aber gefühlte Zeit ca. 1980+.

     
  31. 7. Bernos

    @MichaelZ

    Und heute? Wird das mit LKW’s gemacht oder wie? Wann und warum ist das Silo denn aufgegeben worden?

     
  32. 6. Seb

    @ MichaelZ
    Wo kann man die Pläne sehen? Sind die online?

    @ Ralf
    Das FRÜH ist eher ein NobeltjeSpeicher. Was freu ich mich auf die Semesterferien, dann gehts wieder ins früh 🙂

     
  33. 5. MichaelZ

    @Bernos

    Früher wurde da Getreide eingelagert und von dort mit Schiffen abtransportiert.

    @alle:
    Noch viel besser ist aber, das lt. Herrn Rauer unter dem FH-Gelände die Ferngasleitung Rotterdam-Ruhrgebiet läuft, die für den Bau verlegt werden muß. Eigentümer des Grundstücks ist die Stadt Kleve…..(Erbpacht an Kreis…) Dagegen ist der Zusammenbruch dse Speichers beim Weghauen der Trichterspitzen ein Klacks.

    Allerdings läuft die Leitung laut Gasnetzkarte am anderen Kanalufer, es bestünde noch die Chance, den Architekten zur Änderung der Planung zu bewegen, damit wenigstens dieser Kelch am Klever Steuerzahler vorbeigeht…

    Es zeigt sich, das auch dieser Wettbewerb wieder – wie beim Rathaus – alle technischen Details außer acht gelassen hat und sich einfach nur aufs “Schöne” konzentriert hat. Pfahlgründung hat wahrscheinlich auch wieder keiner gerechnet.

    Ansonsten sehen die Gebäude, die um den Speicher drumherum kommen, aus wie das AVZ meiner Uni in Dortmund aus den 60er Jahren….

     
  34. 4. Bernos

    Kann mir einer sagen, wofür der Kornspeichergenutzt wurde und warum er nicht mehr genutzt wird?

     
  35. 3. RumsdieKuh4ever

    @RD

    meinste den Wirt? Stimmt!

     
  36. 2. ralf.daute

    @Seb Der wahre Kornspeicher ist aber doch wohl das Gasthaus Früh, oder?

     
  37. 1. Seb

    Ich finde es cool. Welche FH kann denn behaupten einen Kornspeicher zu besitzen!