Ein anderer Blick auf Kleve: Gruftstraße, 1960

rd | 28. April 2013, 11:50 | 16 Kommentare

Zuschauen, entspannen, nachdenken (vielleicht nicht gerade, wenn Sie nach Feierabend im Stau auf der Gruftstraße stehen). Dieses Idyll bot die heutige Hauptverkehrsachse noch 1960:

Ein verblüffendes Bild aus dem Familienarchiv von… (© U. Pauls)

Ein verblüffendes Bild aus dem Familienarchiv von… (© U. Pauls)

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  1. 16. allemensenpopo

    @MAria: genau!! Lag mir auf der Zunge! HAt jemand davon noch Bilder, fände ich ja mal interessant!

     
  2. 15. Maria

    @allemensenpopo : Das müsste der ‚ Waldfrieden ‚ gewesen sein.

     
  3. 14. Allesklever

    @rainer: Ich weiss es selber auch nur von einer ehemaligen Anwohnerin Gruft/Ecke Tiergartenstr., die mir erzählte, dass es Anfang des 20. Jahrhunderts die Gruft als Strasse angeblich noch nicht gab.

     
  4. 13. Kle-Master

    Alles zu seiner Zeit.
    Die Strasse von rechts ist die Bergstrasse und die Gruft hatte noch keine Verlängerung mit Klever Ring und schon gar keinen Zubringer zur Rheinbrücke mit wachsender Industrie.
    Der Hauptverkehr lief über die Grosse Strasse (heute Fussgängerzone) und nicht jeder hatte ein Auto – man fuhr Strassenbahn und Fahrrad.
    Die Gruft leidet unter dem Planungsfehler der Westumgehung von Kleve, die den Verkehr von unten nach oben und von Emmerich nach Goch mitten durch das Zentrum führt, statt mit der B220 im Osten an Kleve vorbei.

     
  5. 12. allemensenpopo

    könnte der Standort der Aufnahme kurz unterhalb der damaligen Gaststätte ? (wenn ich nur dn Namen noch wüsste!) sein! Das war so ein Ausfluglokal, wenn man mit der Familie mal im Wald spazieren ging! Wer hilft mir aus? DANKE!

     
  6. 11. Messerjocke

    Damals, Wolfgang, war alles besser- sogar die Zukunft!

     
  7. 10. Rainer Hoymann

    @Allesklever (Pkt.8)

    Leider ohne Quelle (Gorissen?):

    „Auf dem Gelände der „Gruftstraße“ und der „Gruftgasse“ hat noch niemals jemand die ewige Ruhe gefunden, der zuvor das Zeitliche gesegnet hatte. Die Bezeichnung leitet sich vielmehr von „Graben“ oder „Schlucht“ her. Die Straße … wurde schon von jeher als wichtige Verkehrsader genutzt. Einige Geschichtsforscher behaupten sogar, es handele sich bei der „Gruftstraße“ um eine „römische Verbindungsstraße“, die 13 v. Chr. von Drusus angelegt wurde. Über die Höhe hinweg sollte so eine Verbindung zu dem in der Niederung gelegenen Rindernschen Deich geschaffen werden.

    Die Theorie ist allerdings stark umstritten, da die Römer in der Regel ihre Militärstraßen nicht über lange Strecken durch Hohlwege führten und die Straße vor ihrer Verbreiterung in den Jahren 1826 und 1827 nur etwa 2,5 m breit war. Auch die Tiefe der Schlucht, aus der sich die Gruftstraße entwickelte, war nicht zu allen Zeiten gleich. Um 1825 hieß sie sogar noch „die Grube“ wegen des beträchtlichen Einschnittes, den sie in der Klever Landschaft bildete. 1827 entschloss man sich dann nicht nur zu einer Verbreiterung der Straße, sondern zusätzlich auch zu einer Art Aufschüttung, die das Niveau der Straßendecke veränderte. Entsprechend ließ der Klever Bürgermeister Heister am 4. Oktober 1827 im „Clevischen Wochenblatt“ (Nr. 40, Jahrgang 1827) eine Bekanntmachung veröffentlichen, die lautete: „Die Ausfüllung des Hohlweges, die Gruft genannt, soll an den Wenigstfordernden öffentlich verdungen werden.“

     
  8. 9. Wolfgang Look

    Irgenwie angenehm ruhiger, schöner, persönlicher, langsamer, geistlicher. Viele unserer Erfindungen, Errungenschaften und viel scheinbarer Fortschritt ist – menschlich gesehen – vielleicht gar kein Fortschritt? Waren wir zu dieser Zeit glücklicher?

     
  9. 8. Allesklever

    Mit dem Zuschauen und Entspannen ist das so eine Sache.
    Nach meinen Kenntnissen war auch die Gruftstrasse nicht immer schon da. Sie ist relativ jung und Anfang des vergangenen Jahrhunderts neu angelegt worden, sozusagen die Nordumgehung/Querspange der Preussenzeit.

    Vorher gab es nur die Tiergartenstraße und Wald. Ohne Gruft war es sicherlich viel ruhiger. Das Anlegen der Gruftstraße könnte man auch damals als Raubbau an der Natur empfunden haben.

     
  10. 7. Rainer

    Hallo, ja das war schön. Sieht aus wie ein Heimatfilm mit Willie Birgel aus den 50gern. Kann sich noch jemand an Elisabeth Flickenschildt aus den alten Wallace Filmen erinnern?

     
  11. 6. Martin Fingerhut

    @ 5. dingdung :
    ### verkehrsberuhigte Zone oder autofreier Sonntag? ###
    Dem SchattenWurf nach ein sonniger (Spät)NachMittTag.
    Dem Kleid nach möglicherweise ein SonnTag.
    Die 4 “ autoFreien SonnTage “ gab’s erst Ende 1973.
    Eine Art “ verkehrsBeruhigte Zone “ war 1960
    – obwohl diese Einrichtung offiziell erst 20 Jahre eingeführt wurde –
    noch ganz Kleve, sogar die ganze BRD,
    denn 1960 war generell noch ein autoArmes Jahr.
    Heute gar nicht mehr vorstellbar.

    Erinnere mich, daß direkt nachDem Gruft, Ring- und TierGartenStraße “autoGerecht” ausgebaut worden waren,
    dort kurz hinterEinander mehrere Kinder überfahren wurden.

     
  12. 5. dingdung

    verkehrsberuhigte Zone oder autofreier Sonntag? – immerhin, sehr schönes Zeitdokument.

     
  13. 4. Hoshimaru

    Erst wenn man es wieder sieht wird einem bewusst was man ein für allemal verloren hat.

     
  14. 3. Christian Heins

    Wäre das schön

     
  15. 2. William Heuvens

    Schöne Zeit, schöne Landschaft. Wohnte damals nicht hier, habe oft meine Tante in Kleve besucht, mit ihr dann diese Straße gegangen …. Kleve war damals für mich was Besonderes ….

     
  16. 1. Messerjocke

    Es gibt Argumente und es gab Argumente.