Diese Holländer aber auch! Krunekroane in Sorge

rd | 19. März 2007, 14:03 | 3 Kommentare

Bittere Karnevalsnachwehen. Offenbar war beim Umzug in Kranenburg ein holländischer Wagen mit folgendem Motto unterwegs: „Erst erobern wir Kranenburg und dann ganz Deutschland!“ Fand offenbar nicht jeder lustig. Die Karnevalsgesellschaft Krunekroane ist in großer Sorge. Für weitere entscheidende Minuspunkte in der zweistaatlichen Nachbarschaft in der „Grenzfeste“ sorgten zwei niederländische Familien „am Ende der Straße“ (steht heute so in der RP). Ihr Vergehen: Sie haben die Silvesterraketen alleine angezündet! Wenn man sich daran noch am 19. März erinnert, muss es lange gebrodelt haben.

Droht ein Bürgerkrieg? Man weiß es nicht, aber aus meinen Recherchen, die ich vor Jahren zum gleichen Thema für die Süddeutsche Zeitung machte, erinnere mich des ungeheuren Zwiespalts in den Herzen vieler Kranenburger: Auf der einen Seite möchte man nicht „zu viele“ Holländer im Ort haben, aber auf der anderen zahlen die eben viel mehr für die Grundstücke als die Einheimischen…

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3 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 3. ralf.daute

    Naja, immerhin wird der Vorsitzende der Vereinigung in dem Artikel so zitiert:

    „Doch statt offen über Streit zu reden, geht man sich aus dem Weg“, sagt Hermsen. Das würde Vorurteile schüren und Spannungen aufbauen. „Ein offenes Gespräch wäre wichtig für diese Gemeinde. Damit sie nicht in zwei Lager zerfällt.“

    Es istwohl nicht überinterpretiert, dem Mann Sorge zuzuschreiben – es sei denn, er hat sich emotional bereits aus seiner Heimatgemeinde verabschiedet und sieht das Ganze aus der Perspektive eines Völkerkundlers.

     
  2. 2. eb

    Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass die Karnevalsgesellschaft Krunekroane keineswegs in großer Sorge ist. Sie hat nämlich bereits seit Ihrem Bestehen beste Verbindungen in die Niederlande und besucht dort zahlreiche Veranstaltungen. Mit dem Orden „Kranich“ werden bereits seit vielen Jahren sowohl Niederländer, als auch Deutsche, für ihre Verdienste im grenzüberschreitenden Zusammenleben gewürdigt.

    Zweitens sollte man Zitate nicht aus dem Zusammenhang reißen. Schon gar nicht Zeitungszitate, da diese durch die Reporter allzuoft falsch zusammengefasst werden.

    Mit den „Sylvester-Raketen“ wird der Redakteur wohl nach einem konkreten Beispiel gefragt haben und hat den Zusammenhang später aufgrund von Kürzungen nicht hinreichend darstellen können.

    Und wenn man den RP-Artikel zu diesem Thema aufmerksam liest stellt man fest, dass nicht auf die Meinung der Krunekroane bezuggenommen wird, sondern auf das Gefühl der in Kranenburg lebenden Bevölkerung.

    Von einer „Sorge“ der Krunekroane zu sprechen ist also inhaltlich nicht richtig und völlig haltlos!

    Man sollte doch erwarten können, dass man als Betreiber einer Internetseite die Grundlage der Veröffentlichungen gründlich prüft und liest bevor man auf der eigenen Seite etwas veröffentlicht!

     
  3. 1. dls

    Das mit dem vielen Geld für Grundstücke hat sich aber seit dem letzten Jahr geändert – weil die Holländer wohl vom niederländischen Staat und auch der deutschen Seite Zuschüsse erhalten haben. (Holland war froh, da die kaum noch Land zum bauen haben!) Das ist nun vorbei … soweit ich gehört habe, müssen sogar alle „Doppelbezieher“ zurückzahlen – Kranenburg kann also aufatmen und müssen so allerdings auch in ihren Häusern bleiben – die ebenfalls gerne von den Holländern gekauft wurden.

    In einer mir sehr bekannten Straße (mit 20 Häuschen) stehen seit Monaten 3 Häuser zum Verkauf und es sieht schlecht aus!!!

    Ach ja – über Krune Kroane möchte ich mich jetzt lieber nicht äußern!