Blutiger Unfall am Fischmarkt: E-Scooter-Fahrer kracht in Schaufenster, schwer verletzt

Spurensicherung um die Blutlache auf dem Pflaster

Die neue Mobilität gebiert neue Formen von Unglücken. Der Klever merkt dies zuallererst an den steigenden Zahlen von Unfällen mit E-Bike-Fahrern, die entweder stürzen oder mit anderen Verkehrsteilnehmern zusammenkrachen und meist erhebliche Verletzungen davontragen. Noch gar nicht so lange her ist es zudem, dass der Fahrer eines Elektromobils sein Gefährt versehentlich in den Kermisdahl steuerte, von wo aus er völlig durchnässt von Passanten an Land gezogen werden musste.

Die dritte Kategorie der neuen Mobilität betrifft die E-Scooter, deren Geschwindigkeit und Bremsvermögen oftmals falsch eingeschätzt wird. Die meisten dieser Unfälle verlaufen jedoch ohne dass die Polizei hinzugezogen werden muss – anders jedoch bei der jüngsten Karambolage, die sich gestern am frühen Abend mitten in der Stadt ereignete: Ein E-Scooter-Fahrer sauste mit seinem Gefährt die Kirchstraße hinab, wollte die Kurve um den Brunnen am Fischmarkt nehmen, verlor dabei jedoch die Kontrolle über sein Zweirad und krachte mit hoher Geschwindigkeit in das Schaufenster der O2-Filiale, die gerade umgebaut wird. Eine Scheibe ging zu Bruch, der Unfallfahrer zog sich erhebliche Verletzungen zu, verlor einiges an Blut und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden.

Laut Polizeibericht ist der Fahrer 34 Jahre alt. Hier die Meldung der Polizei im Wortlaut: „Am Montag (8. Juli 2024) kam es gegen 18:35 Uhr an der Kirchstraße in Kleve zu einem Verkehrsunfall. Ein 34-jähriger Mann aus Goch befuhr mit einem E-Scooter die Kirchstraße in Fahrtrichtung Große Straße. Aus bislang ungeklärter Ursache prallte der Mann an der Ecke Hasenberg gegen die Schaufensterscheibe eines leerstehenden Ladenlokals, verletzte sich schwer und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht. Die Schaufensterscheibe zersplitterte durch den Aufprall, während am E-Scooter und an einer Sitzbank Sachschaden entstand.“

Farbspuren markieren das Geschehen

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8 Kommentare

  1. 8

    Einfach an bestehende Regeln und Verordnungen halten und nicht wäre passiert. Denn bült si eiges schüldt.

     
  2. 7

    Das war sicherlich bisher das einschneidenste Erlebnis der verunfallten Person. Bleibt nur zu hoffen, dass er/sie daraus gelernt und keine dauerhafte Schäden davon getragen hat.
    Für mich stellen sich folgende Fragen:
    Wer verdient an den Elektrorollern und wer hat da was von?
    Wo werden diese Roller hergestellt/produziert und von wem?
    Wo geht der ausgediente Elektroroller hin? (es handelt sich hier um Sondermüll)
    Woher kommt der Strom für diese Roller? Aus der Steckdose zu 100% Öko-Strom?
    Für die Herstellung der Batterien sind seltene Erden notwendig und die werden zum Teil unter unerträglichen Bedingungen aus der Erde gekratzt.
    An all diesen Fragen scheiden sich die Geister. Es gibt aber eine Möglichkeit, diese „Gehhilfen“ aus dem Stadtbild zu entfernen. Die Stadt Gelsenkirchen hat es vorgemacht und die Betreiber gerichtlich dazu gezwungen, die persönlichen Daten der Nutzer festzustellen. Somit ist auch die Möglichkeit der „Fahrer:innenflucht“ im Falle eines Unfalls unterbunden. Die Betreiber haben sich nach und nach aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und ihre Elektroroller mitgenommen.
    Ich selbst empfinde diese „Rollerei“ als Hedonismus in einer seiner sinnentleertesten Formen.
    Wie reich muss eine Gesellschaft sein, die sich so etwas leisten kann?

    https://www.tagesschau.de/inland/gelsenkirchen-verbot-e-roller-100.html

     
  3. 6

    Genau das ist der Typus, der vernünftigen Zweiradfahrern die Benutzung der Innenstadt verwehrt.

    Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen.

     
  4. 4

    Mmmh, wäre der Fahrer einigermaßen bei Verstand, hätte ihm das Unglück geschwant.

     
  5. 3

    Es ist wohl nicht ohne Grund, warum die E-Scooter in den Niederlanden und in England verboten sind. In den Niederlanden sei in Erinnerung gerufen, dass es dort das Zweirad eine weit verbreitetes Fortbewegungsmittel ist und auch in den wohl meisten Fußgängerzonen gestattet sind.

    Nichts desto trotz an dieser Stelle gute Besserung und schnelle Genesung dem Verunfallten.

     
  6. 2

    Leider finden zu wenig Kontrollen dieser Fahrzeuge bzw. der Fahrer dieser Fahrzeuge statt, was meines Erachtens dringend erforderlich ist, da in erster Linie die jüngere Generation sich über sämtliche Vorgaben der StVO hinwegsetzen und meinen, der gesamte Verkehrsbereich gehöre ihnen.
    Gehwege sind kein Thema, Doppelbesetzung ebenfalls, und bei manchen Fahrer(innen) meint man, sie kämen aus der Kita auf dem Weg nach Hause. Dreikäsehoch und Frech wie Rotz. Vielleicht veranlasst dieser erneute Unfall die Polizeibehörde gegen diese Gerätschaften ernsthaft vorzugehen.
    Wenn ich helfen könnte, würde ich dies sehr, sehr gerne tun…
    Gute Besserung für den Verletzten.

     
  7. 1

    Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir diese E-Scooter Fahrer auf den Sack gehen. Fahren viel zu schnell, kreuz und quer wie es gerade passt und kommen auch nicht auf die Idee, zum Eigenschutz einen Helm aufzusetzen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis mal ein schlimmer Unfall passiert. Nur gut, dass keine unbeteiligten Personen zu Schaden gekommen sind.