Bleibt Kleve angeschleust? Rat soll Eingabe an die Bezirksregierung machen, Online-Petition gestartet

rd | 26. September 2019, 15:19 | 52 Kommentare
Blick von Brienen in Richtung Kleve: Der Kanal ist noch voll, und die Schleuse hält dicht. Aber weitere Öffnungen sind nicht mehr vorgesehen – sondern der Abriss (Foto: Torsten Barthel)


 Die schöne Vision von der Marina in der Innenstadt, klackernde Takelagen vor dem Hotel Rilano, Yacht an Yacht in den Wendebecken des Spoykanals – sie kann vollständig in die Tonne gekloppt werden, wenn bei der Deichsanierung der linksrheinischen Rheinkilometer 857,54 bis 859,15 die „Vorzugsvariante“ der Planer zum Zuge kommt.

Die Deichverbände Xanten-Kleve und Kleve-Landesgrenze befürworten den vollständigen Rückbau der Schleuse in Brienen. Sollte es so kommen, wäre Kleve erstmals seit 1432 vollständig vom Rhein (und damit im Grunde auch von der Welt) abgeschnitten.

In den Jahren 1656 bis 1658 ließ Johann Moritz von Nassau-Siegen einen ersten, hölzernen Schleusenbau errichten, um die Schwankungen des Wasserspiegel zwischen dem Rhein und den über den Kanal angebundenen Altrheinarmen beherrschen zu können. Seitdem war Kleve über Jahrhunderte mit der Welt verbunden, Frachter löschten im Hafen Kohle, Holz, Palmöl und andere Waren aus allen Kontinenten.

Vom Hafen existieren heute lediglich ein paar pittoreske Schwarzweiß-Aufnahmen, ein Wendebecken wurde ins neue Hochschulgelände integriert, und der Getreidespeicher firmiert jetzt als „Wissensspeicher“ und beherbergt die Bibliothek der HSRW. Der Güterverkehr ist längst zum Erliegen gekommen, und auch die Freizeitschipperei hat seit nunmehr vier Jahren ein Ende gefunden – seit Gutachter zu der Erkenntnis kamen, dass das Bauwerk marode ist und aus Sicherheitsgründen nicht mehr betrieben werden darf. Im vergangenen Jahr installierte die Stadt Kleve am Eingang der Schleuse dauerhaft die Hochwasserschutzbarrieren. Seitdem ist nicht einmal mehr eine ausnahmsweise Öffnung möglich.

Und Kleve steht mit seinen Visionen irgendwie deppert da. „Stadt am Wasser“, die Formulierung ist längst zu einem Witz geworden. Nicht mal ein Kanuverleih konnte sich halten.

Doch gleichsam mit dem Mute der Verzweiflung kämpft die Verwaltung gegen die Versäumnisse der Vergangenheit ein. Nun soll der Rat am 9. Oktober, 75 Jahre und zwei Tage nach der Zerstörung Kleves durch einen Bomberangriff, eine Eingabe an die Bezirskregierung auf den Weg bringen, die die Verwirklichung von „Variante 3“, der vollständigen Zerstörung der Schleuse, verhindern soll. Am Mittwoch wurde das Thema im Hauptausschuss besprochen.

Ziel ist es, irgendwie eine Sportbootschleuse in das Bauwerk zu integrieren – und es auf diese Weise als Denkmal zu erhalten. Selbst in seiner jetzigen Form, nach mehreren Generalüberholungen, handelt es sich um eine der ältesten Schleusen in Deutschland. Für Frachter stellt sie allerdings keine Option mehr dar, der Hafen ist passé. Aber dass Freizeitskipper Kleve ansteuern (und vom Yachthafen im Althrein aus auch wieder verlassen) können, erscheint durchaus wünschenswert.

Die geplante Eingabe an die Bezirksregierung rechnet vor, dass der Rückbau der Schleuse 13,4 Millionen Euro verschlingen wird. Der Einbau einer Sportbootschleuse führe demgegenüber nur zu Rückbaukosten von rund sechs Millionen Euro. „Unter Berücksichtigung eines 50%igen Zuschusses aus dem Bundeshaushalt, der auch die Abrisskosten beinhaltet, wäre es unter wirtschaftlichen Aspekten für den Deichverband Xanten-Kleve erheblich günstiger (6,7 Mio. Euro), eine Sportbootschleuse in die Planungen einzubeziehen“, heißt es in der Vorlage. Die Stadt wirft dem Deichverband und der Wasser- und Schifffahrtrsverwaltung vor, die Variante mit einer Sportbootschleuse überhaupt nicht untersucht zu haben. 

Übrigens sehen die Planungen auch keinen Radweg vor. Das aber dürfte sich in heutigen Zeiten und angesichts der Beliebtheit der Deichstrecke Brienen-Millingen komplett verbieten. Auch eine Online-Petition zum Erhalt der Schleuse wurde gestartet, die mittlerweile 752 Unterstützer gefunden hat. 

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52 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 52. Seebär

    @50 Michael Bay
    „Ein Plan muss her, wie sich Kleve nachhaltig in den nächsten 10 Jahren entwickeln wird. Wohnraum, Arbeitsplätze, eine sehr gute Infrastruktur… Die Diskussion um die nicht mehr notwendige Schleuse verzögert und verhindert da nur.“
    Wenn Sie damit meinen, dass die Äußerungen von Herrn Haas und Herrn Rauer zum Thema Schleuse wenig hilfreich sind, ist das verständlich. Wenn Sie generell eine Diskussion über die Schleuse meinen, dann ist das schade. Wenn es in der Kommunalpolitik mal wieder stockt, liegt es vermutlich eher daran, dass die von einer Angelegenheit Betroffen zu spät oder gar nicht in die Diskussion eingebunden und schon gar nicht am Entscheidungsprozess beteiligt werden.

     
  2. 51. Benno

    @ Michael Bay:
    ja, und welche Wasserqualität hat nun der Kermisdahl? Warum war es richtig, dass der Kanuverleih geschlossen hat? Woraus wird nun der Kermisdahl gespeist? Könnten Sie das vielleicht mal erläutern/erklären?

    Und wichtigeres gibt es mit Sicherheit in der Klever Politik zu tun, aber nicht erst als 2013. Sondern schon vieeel früher! Wo waren Sie da?

    Benno

     
  3. 50. Michael Bay

    @jb… die Schleuse ist seit 2013 geschlossen, wie man der Machbarkeitsstudie entnehmen kann.
    Der Bund betont seit Jahren, er habe kein Interesse mehr, weder am Schleusenkörper,in den zu investieren sich aus mehreren Gründen nicht lohne, noch am Altrhein oder am Kanal. Falls Kleve nicht auf das Angebot eingehen wolle, werde man den Kanal renaturieren. Das heißt, der Kanal wird in seinen ursprünglichen Zustand versetzt- er wird zugeschüttet.
    Die Petition ist gefühlsmäßig nachvollziehbar, dennoch bleibt eine Unterschrift zumindest unvernünftig. Die Petition geht am eigentlichen Thema vorbei.
    Am Übergang Altrhein in den Rhein befindet sich eine Sandbank;um noch einen Mythos zu beseitigen: Der Rhein bringt kein Wasser in den Altrhein und in den Kanal. (Zumal die Sohle des Rhein inzwischen drei Meter tiefer liegt als die des Altrheins) Das Wasser kommt aus dem Kermisdahl und der wird gespeist aus?
    Woher nehmen einige Bauern in heißen Sommern das Wasser? Hat jemand einmal die Wasserqualität des Kermisdahls untersucht; der Kanuverleih hat richtig gehandelt und hat den Laden dicht gemacht.
    Aber wie gesagt- es gibt wichtigere Themen in Kleve, etwa jenes, dass endlich mit den Baumaßnahmen begonnen wird, damit die Schüler*innen der Gesamtschulen, der Gymnasien, deren Eltern und die Pädagog*innen in Gebäuden leben, lehren und lernen können, die ihrer Bestimmung auch richtig nachkommen können.
    Ein Plan muss her, wie sich Kleve nachhaltig in den nächsten 10 Jahren entwickeln wird. Wohnraum, Arbeitsplätze, eine sehr gute Infrastruktur… Die Diskussion um die nicht mehr notwendige Schleuse verzögert und verhindert da nur.

     
  4. 49. rd

    Das habe ich korrigiert.

     
  5. 48. otto

    @45,

    endlich eine Antwort, aus der Vernunft abgeleitet werden kann!

     
  6. 47. jean baptiste

    @45 Michael Bay
    Das ist ja eimal ein Statement. Danke dafür.
    Exakt so sehe ich das auch, ausserdem ist man ja inzwischen auch schon 4 Jahre ohne Schleuse ausgekommen.
    Übrigens, noch ein Tip zu den Fehlern wie falsches Datum der Drucksachen, und jetzt wieder der “ Darwin “ hinter meinem Namen (soll wohl einfach „darin“ heissen) , könnte es sein dass Sie Auto-Ergänzen und Auto-Korrektur eingestellt haben, das führt -jedenfalls bei mir- zu mehr unsinnigen, als zu sinnigen Verbesserungen.

     
  7. 46. ???

    Wieder kein „Alleinstellungsmerkmal“ für Kleve ………………., man sollte die krampfhafte Suche danach aufhören und einfach die Entwicklung abwarten. Es ergibt sich von selbst.

     
  8. 45. Michael Bay

    Ich bitte um Entschuldigung, ich hatte mich im Datum geirrt. Ansonsten kann den Drucksachen zu dieser Sitzung eine Machbarkeitsstudie mit den sechs Varianten eines Schleusenbaus mit Risikoanalyse, ökonomischen (Folge)Kosten, Anzahl der Schleusungen von 2004 bis zum Jahr 2013, ebenso entnommen werden wie die Einordnung der Schleuse in den Deichbau. Es wird auch deutlich, dass der Deichverbandsvertreter in dieser Sitzung darauf hingewiesen hat, die Varianten Nr. 3 und Nr. 5 seien die besten Möglichkeiten, wobei der Verand vorgeschlagen hat, die Variante Nr. 5 zu wählen.
    Er hat der Verwaltung und dem Rat sogar die Möglichkeit eröffnet, sich im Rahmen eines sogenannten Deckblattverfahrens den Planungen des Verbandes anzuschließen.
    Genau an dieser Stelle hat sich die CDU Fraktion dem Antrag der damals noch OK genannten Fraktionsgruppe angeschlossen, die (aus technischer abgängige, im Rahmen des Hochwasserschutzes für die Bewohner*innen der Stadt Kleve inzwischen sogar gefährliche) Schleuse weitestgehend als Denkmal zu erhalten.
    Zu einer Abstimmung über eine der genannten Varianten kam es dann nicht mehr. Nach damaliger Einschätzung des technischen Beigeordneten Herrn Rauer wäre das auch nicht notwendig, da das Verfahren länger dauern werde als die vom Verband angegebenen sechs Wochen.
    Die Machbarkeitsstudie war im Übrigen von der Stadt Kleve in Auftrag gegeben worden. Selbst die Variante Nr.5 (SBS) als günstigste Variante würde immer noch ca. Sechs Millionen kosten und um die 500 Tsd. Euro pro Jahr Folgekosten nach sich ziehen.
    Ich stimme mit Jean Baptiste darin überein, dass man dieses Geld in kommunale Aufgaben etwa bezahlbarer Wohnraum, vernünftige Kitas, ein besseres Mobilitätskonzept, bessere Schulen ohne Giftstoffe, dafür aber etwa mit Anlagen zur Gewinnung von regenerativen Energien investieren sollte. Also der Allgemeinheit zukommen lassen sollte.
    Noch eines: Kleve ist keine Stadt am Wasser; das mag vor 500 Jahren so gewesen sein. Heute ist das nicht mehr von Belang. Wir haben wichtigeres zu tun. Außerdem ist es doch lächerlich, wenn ich von Ratskolleg*innen angesprochen werde, doch zumindest nicht gegen die Schleuse zu reden, wenn ich schon nicht dafür sprechen könne. Das werde ich aber nicht machen, da ich bei meiner Verpflichtung als Stadtverordneter erklärt habe, zum Wohle der Stadt Kleve, zum Wohle der Allgemeinheit zu handeln und nicht im Interesse bestimmter Privatinteressen.

     
  9. 44. otto

    @43,

    geschätzter jean,

    endlich eine klare Aussage. Alle anderen Vorstellungen sind reine Illusionen, jetzt 4 Jahre nach dem
    neuen Deichbauplan, mit Baubeginn im kommenden Jahr.

    lg
    otto

     
  10. 43. jean baptiste

    Gut, keiner traut sich was, also lassen sie mich einmal den advocatus diaboli spielen.
    Ich weiss, ich mache mir hiermit keine Freunde, aber so langsam muss auch dem letzten Leser klar werden, dass hier im Bezug auf die Schleuse nur Wunschdenken und klippklarer Unsinn zählen soll.
    mit die älteste Schleuse :Lauenburg 1393 in Holz, 1724 in Stein. Brienen: 1656, 1843 nach zerstörung durch Hochwasser neu aufgebaut. 1906 völliger Neubau, nach dem 2. Weltkrieg erneut völlig neu aufgebaut, 2003 gründlich restauriert.
    Wo dort auch nur noch ein einziges ursprüngliches Element vorhanden sein soll, ist mir ein Rätsel, und rechtfertigt für mich nicht den Status eines Baudenkmals, es seid denn, nach einem Umbau, als Denkmal für unsinnige Geldausgabe.
    Es gibt in Kleve fürwahr andere Projekte, an die man Geld lohnender für Stadt und Bürger ausgeben könnte.

     
  11. 42. Joseph Johann

    37
    Auch 2018 war schon alles zu spät. Man hat den Notwendigkeiten zu wenig Beachtung geschenkt. Mit dem Abbau des Ladekranes hat sie Stadt bekundet, dass sie kein Interesse an der Wasserstraße hat.

     
  12. 41. fietser

    @38. Stefan Schuster; @37. Michael Bay

    Das richtige Datum der betreffenden Ratssitzung ist 28.06.2018!

     
  13. 40. Heinz Stegmans-Hunck

    Ich glaube der Hinweis des Herrn Bay bezieht sich auf die Ratssitzung vom 28.06.2018:

    https://rat.kleve.de/ris/ris-2014/niederschrift-oeffentlich-31.-x.-ratsperiode-sitzung-des-rates-7777667/

     
  14. 39. Seebär

    @38 Stefan Schuster
    „Beziehen Sie sich hier auf nichtöffentliche Unterlagen?“
    Es wäre absurd, etwas, was alle Einwohner im Kreis Kleve angeht, nicht öffentlich zu verhandeln.

    @Herrn Bay
    Es wäre vielleicht einfacher, wenn Sie die Passagen, die Sie gemeint haben, selbst heraussuchen und hier als Zitate posten.

     
  15. 38. Stefan Schuster

    @Michael Bay, Beiträge #35 und #37

    Herr Bay, ich habe mir aufgrund Ihres Hinweises die öffentlich zugänglichlichen Unterlagen und den veröffentlichten Verlauf der Ratssitzung vom 26.6.2019 sehr genau angegesehen, und kann keinen Hinweis entdecken, dass das Thema Schleuse dort behandelt wurde. Beziehen Sie sich hier auf nichtöffentliche Unterlagen? Oder fehlen Teile der Beratung im Sitzungsprotokoll?

    Die einzige zum Thema Schleuse relevante Information habe ich im Tagesordnungspunkt 1102/X (Projektziel 27) gefunden. Ich zitiere: „Die Aussage ‚Nicht die Bürger sollen laufen, sondern die Daten‘ ist aktueller denn je! Bürger und Unternehmen müssen nahtlos in elektronische Verwaltungsverfahren über das Internet eingebunden werden.“ Zitat Ende.

     
  16. 37. Michael Bay

    Ich kann meine Bitte, die Niederschrift vom 26.06.2018 zu lesen, nur wiederholen. In dieser Niederschrift stehen Pläne, Kosten, Folgekosten, usw.
    Es wird daraus auch klar, dass die Stellungnahme des Deichverbandes völlig richtig ist. Die Problematik der Schleuse in Brienen ist seit 10 Jahren bekannt.
    Der Ministerin für Heimat und Co wurde noch zum Tag des Denkmals die Situation an der Schleuse erklärt.

     
  17. 36. otto

    Mein Fragepost war ein rein rethorischer Post. Sieht man sich den Deichbauplan an, erübrigt
    sich jede weitere Diskussion.

    Ebenso erübrigt sich das erneute, sinnlose Palaver des Rates und der ganzseitige Artikel
    in der RP hierzu.

    Schade, dass der Tatbestand der Volksverdummung so einfach untergeht, ohne das der
    Schreiberling des besagten Artikels zur Rechenschaft gezogen wird.

     
  18. 35. Michael Bay

    Schauen Sie doch bitte einmal in die Niederschrift der Ratssitzung vom Juni 2018; ich glaube, diese Sitzung war am 26.06.2018. Dann werden sich viele Fragen von selbst beantworten.

     
  19. 34. otto

    @24 SteSchu,

    deinen Kommentar sehe ich als allgemein verständlich an, im Gegensatz zu der augenblicklichen Initiative
    des Klever Rates.

    Bleibt die alte Schleuse zukünftig hinter dem neuen Deich ein Denkmal? Wie stellt man sich die plötzlich
    angedachte Neu-Funktion eigentlich vor?

    Sportboot-Schleuse im neuen Deich, dahinter offenenes Tor der alten Schleuse?

    Für mich alles ein großes Rätsel? Gibt es im Rat überhaupt Mitglieder mit Sachverstand in dieser Sache?

     
  20. 33. Niederrheinstier

    Mmuuuuh, mmuuuh, Kopf hoch, mmuuuh. Auch ohne Schleuse und vorverlegtem Deich wird Kleve noch lange eine Stadt am Wasser und am Rhein bleiben, mmuuuuh. Da zahlt sich doch endlich die große kommunale Neuordnung von 1969 aus, mmuujuuuh: Eine auf circa 10 km Länge an den Rhein grenzende Stadt, mmuuuh. Vom alten Fährableger über den Rhein nach Emmerich in Kleve-Warbeyen bis zur Landesgrenze in Kleve-Bimmen, mmuuuuh. Alles am Rhein, mmuuuh! Extra mit Deich zum von oben herabgucken, mmuujuuh!

    Postmmuuuuhtum:
    Wer weiss, vielleicht kommt ja 2069 die nächste große Kommunalreform, mmuuuuh. Dann mit Ausweisung der neuen Ortsteilen Emmerich als Kleve-Nord, Bedburg-Hau als Kleve-Ost, Goch als Kleve-Süd und Kranenburg als Kleve-West, mmuujuuuh. Alle als Satellitenstädte der neuen Großstadt Kleve, mmuuujuuuh. Großstadt Kleve wie Großherzogtum Kleve im 17. Jahrhundert, mmuuuujuhhh. Das klingt richtig groß, mmuuujuuuh. Endlich wieder, mmuuuh! Und wieder mit Hafen, so groß wie nie zuvor im alten Kleve, mmuuuuh. Dank Klimawandel gar direkt an der Nordsee, mmuuuuh? Und dann schnell so groß wie Rotterdam? Mmuuubuuuuh!

     
  21. 32. H.Stegmans-Hunck

    @27 Ich glaube ganz so einfach kann man die Sache nicht sehen. Auch wenn dieser Vorschlag seitens des Schifffahrtsbundesamtes, den Spoykanal zuzuschütten, tatsächlich gemacht werde würde, würde das wohl nicht nur auf Widerstand des Deichverbandes stoßen. Denn dem Gewässersystem Wetering, Kermisdahl und Spoykanal incl. der angeschlossenen Entwässerungsgräben obliegt bei Hochwasser die Aufgabe, die gesamte Niederung ab dem Kalkarer Raum zu entwässern. Kontrolliert wird die Regulierung des Wasserspiegels über das Schöpfwerk neben der Schleuse. Bei Niedrigwasser wird gestaut, bei Hochwasser über Alt- und schließlich NeuRhein abgeführt.
    Dazu auch:
    https://www.bedburg-hau.de/c12575a6004c01e6/files/voltaire_weg_flyer_1.pdf/$file/voltaire_weg_flyer_1.pdf?openelement

     
  22. 31. ???

    @29. klevse jong

    Sie meinen den sterbenden Schwan? 😉

     
  23. 30. ???

    Woran liegt es, dass Kleve anstatt fortschrittlich und vorwärtsstrebend zu sein, zusehends immer mehr rückschrittlich wird?

     
  24. 29. kleevse jong

    @??? ihnen ist schon bewusst dass das Klever Wappentier, der Schwan, also die Gattung der Schwäne auch fliegen können, die benötigen weder Schleuse noch Kanal, obwohl diese vorzugsweise die Wasserung auf Gewässern beim Starten und Landen bevorzugen.

    Spassmodus aus 😉

    Kleve hat es vergeigt und mal ehrlich können wir die 6 – 11 Millionen nicht sinnvoller verwenden als für eine Schleusenanbindung die nur sehr wenige Klever (weniger als 1 Promille) letztlich auch nutzen können.
    Und was ist mit den Folgekosten für die Instandhaltung des Griethausener Altrhein bis zur Einmündung, wer bezahlt das dann jährlich. und bei Niedrigwasser ist doch für Boote außer den Kanuten vielleicht sowieso Feierabend im Kanal.

     
  25. 28. ???

    Wenn der Spoykanal zugeschüttet wird, ergibt die Geschichte mit dem Schwan und Lohengrin auch keinen Sinn mehr.

    Was macht man dann mit und aus Kleve, wenn sie keine Einkaufstadt und auch keine „Schwanenstadt“ mehr sein sollte?

    Da war noch Kleve die Hochschulstadt am Wasser …………

     
  26. 27. Husky

    @26

    In dem Fall? Die Stadt Kleve, ansonsten wird das Schifffahrtsbundesamt sicher den Vorschlag machen den Spoykanal zuzuschütten.

    Aber die Frage ist berechtigt. Das Schifffahrtsbundesamt wird ja auch sehen das es in Kleve keinen Hafen mehr gibt UND keinen Wirtschaftlichen Grund für einen Kanal

     
  27. 26. Wacker

    Im Planfeststellungsverfahren und der zugehörigen Kostenschätzung wird ja sowohl die Deichsanierung als auch der Schleusenrückbau zusammen behandelt.

    Meines erachtens müssen die Kosten für die Deichsanierung doch vom Deichverband und die Kosten für den Schleusenrückbau vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt getragen werden. Kann das jemand beurteilen/bestätigen?

    Dann noch eine Frage: Wer wird Eigentümer/Unterhaltungs- und Verkehrssicherungsplichtiger wenn der Spoykanal als Bundeswasserstraße entwidmet wird und das WSA nicht mehr zuständig ist?

     
  28. 25. kleevse jong

    Der Deichverband Xanten – Kleve geht wesentlich verantwortungsvoller mit den ihm anvertrauten Geldern der zwangseinzahlenden Bürger und Mitglieder um.

    Der Aufwand und der letztendliche Nutzen für dieses Schleusenprojekt stehen doch in keinem Verhältnis, als das die Allgemeinheit (Steuerzahler) hierfür noch die Kosten übernehmen sollte.
    Als die alte Schleuse noch funktionierte hat es Kleve immer wieder verschlafen, daraus touristisches Potential für Kleve und die Klever Geschäftswelt zu schöpfen, die zwei Hafenfeste kann man nun wirklich nicht zählen, die Jahre davor hat man ja auch ungenutzt verstreichen lassen!
    Also warum jetzt wo es Kleve zig Millionen eigenes Geld, dass Geld des Steuerzahlers, kosten soll und das für weniger als 1% der Klever Bürger die die Schleuse letztendlich auch im Jahr nutzen können?

    Im Jahr 2011 wurden noch ganze 70 Schleusungen vorgenommen und dokumentiert. 70 Stück und das meiste davon entfiel dabei auf die Segler die ihre Boote vom Winterquartier in den Altrhein und im Herbst wieder zurück in Winterlager verlegten.

    Nach 2011 wurden es ja jedes Jahr noch weniger bis zur endgültigen Schließung im Jahr 2015.
    Zumal etliche Bootsbesitzer zwischenzeitlich nach 2011 ihre Dauerliegeplätze auf dem Altrhein, auf Grund von immer wiederkehrenden Niedrigwasser im Griethausener Altrheinarm in den Sommermonaten und damit unbefahrbar, letztlich aufgaben und ihre Schiffe in den Emmericher Yachthafen oder in die Niederlande nach Byland verlegten

    Die damaligen Personalkosten beliefen sich für das Jahr 2011 auf 82.000,00€ das waren bei nur 70 Schleusungen fast 1.200,00 € pro subventionierter Schleusung.
    Dabei fehlten bei der damaligen Rechnung von 2011 noch die weiteren anfallenden Gemeinkosten wie für Strom, Heizung, Wasser, Kanalgebühren, Versicherung, Anstrich etc.. also ca. x-Hunderter pro damaliger Schleusung zusätzlich.

    Bei einem Schleusen-Neubau pro Million €uro eingesetzten Investitionskosten steigen also die Kosten pro Schleusung, wenn man die damaligen 70 Stück von 2011 zu Grunde legt, heutzutage nochmal kräftig auf 14.285 € pro Schleusung an, Diese Summe verteilen wir nun, sagen wir mal auf 30 Jahre herunter gerechnet
    (30 Jahre Betriebsdauer deshalb weil dann vermutlich wieder größere Investitions-, und Wartungskosten fällig werden).
    Dann würde nur an Investitionskosten (ohne zusätzliche Betriebskosten) dabei für 1 Million €uro auf 476,19 €uro pro Schleusung dann rechnerisch kommen..

    Bei nun 6 Millionen € Investitionssumme Minimum von Seiten der Stadt Kleve reden wir bei den 70 Schleusungen von 85.714 €uro pro Schleusung, dass auf 30 Jahre verteilt würde nun auf 2857,14 €uro pro Schleusung kommen.

    Bei den 11 Millionen €, wie veranschlagt die Kleve aufbringen sollte, reden wir bei den 70 Schleusungen von 157.142,00€ pro Schleusung, dass wiederum auf die 30 Jahre verteilt, würde dann auf 5238,10 €uro pro Schleusung kommen.
    Und das ohne die zusätzlichen Betriebskosten und Kosten für das Freihalten des Rheinarms Griethausen bis zur Einmündung.in den Rhein, die kämen ja nochmals oben auf diese Rechnung draufgesattelt hinzu.

    Und das sind nur die Zahlen die für die 50% Investitionssumme seitens der Stadt Kleve gerechnet sind!
    Dazu müsste man nochmals das Doppelte aufschlagen, denn der Bund gibt ja die anderen fehlenden 50% aus Steuermitteln hinzu.

    Bei all dem Frust über den Abriss der alten Schleuse, gibt es denn in Kleve keinen Politiker oder Partei, der diese Verschwendung von Steuergeldern, dem Bürger dann auch klar begründend erläutern kann?

    Bei dem, im Jahre 2016, durch die Stadtwerke Kleve eingestellten Fährbetrieb über den Altrhein zwischen den Klever Ortsteilen Düffelward und Schenkenschanz hatte man doch auch eine wirtschaftliche Güterabwägung vorgenommen und letztlich die 100 Jahre Fährverbindung alleine aus Kostengründen aufgegeben.

    Warum fällt das bei einer Schleuse, die noch nicht einmal 1% der Klever Bürger überhaupt verwenden und letztlich auch nutzen können, nun auf einmal so schwer.

     
  29. 24. Stefan Schuster

    Mein Problem bei der ganzen Debatte: Es tauchen immer wieder neue Zahlen auf, deren Belastbarkeit durch mich als normaler Bürger nicht prüfbar ist. Vor einigen Wochen hatte ich hier in einem anderen Thread gegen eine Sportbootschleuse argumentiert, mit dem Argument, dass eine überschlägige Kosten/Nutzen Betrachtung keinen derartigen Bau rechtfertigt.

    Danach, vor einer Woche, lernte ich eine neue Zahl kennen: 13 Mio € für den Abriss der alten Schleuse. Auch dabei ist mir unklar, welche Kosten für den reinen Abriss enthalten sind, und welche Neben/Folgekosten bzw. Einsparungen berücksichtigt wurden. Die Höhe der Zahl lässt mich staunen und zweifeln.

    Als recht simpel gestrickter Mensch bin ich am einfachsten durch Zahlen zu überzeugen. Aber diese dann bitte gut belegt und nachvollziehbar begründet – z.B. durch Offenlegung der zugrunde liegenden Gutachten. Welche der unterschiedlichen Zahlen sind wie miteinander verknüpft, welche Randbedingungen wurden einbezogen, und (sehr wichtig) wie genau ist die Verteilung der Gelder auf die unterschiedlichen öffentlichen Töpfe?

    Erst danach kann ich „weiche“ Daten wie eine gesteigerte Lebensqualität eines Teils der Klever Einwohner und Änderungen der städtischen Steuereinnahmen aufgrund vermuteter Mehreinnahmen durch eine Sportbootschleuse betrachten. Bis es soweit ist bleibe ich bei meiner alten Meinung, aufgrund von Informationsmangel: Eine neue Schleuse, egal in welcher Form, ist Unsinn.

    Es bleibt ein schalter Nachgeschmack. Die gesamte Debatte ist unnötig emotionalisiert. Politische Willensbildung und entsprechende Entscheidungen sind verspätet. Das eine Lager der Klever Beteiligten veröffentlicht Zahlen nur tröpfchenweise, wenn es gerade opportun erscheint, und handelt aus einem internen Konsens heraus, über den nicht demokratisch abgestimmt wurde. Dem anderen Lager fehlt der Wille, oder die Möglichkeit, oder die Fähigkeit, frühzeitig genügend Druck zu machen und sauber begründete Gegenpositionen aufzustellen.

    Es gilt weiterhin die Bemerkung von Herrn Schlüß, Geschäftsführer des Deichverbands Kleve-Xanten: „Ein Bauherr für eine Sportbootschleuse war/ist nicht erkennbar.“

     
  30. 23. Husky

    Fassen wir zusammen.

    Die Stadt Kleve labert Jahrelang rum. Ja Schleuse hier, Sportboote da. Ausser Dampfplauderei passiert genau gar nichts.

    Der Deichverband wartet, wartet, wartet, wartet und muss irgendwann seine Pläne machen. macht diese…

    Dann Stadt Kleve wieder, laber laber rhabarber, Sportbootschleuse und man gibt dem Deichverband die Schuld?

    Hätte ich beim Deichverband was zu melden wären spätestens morgen die roten Bagger an der Schleuse. Für das Schifffahrtsbundesamt geht das ja scheinbar klar das dort abgerissen wird.

    Erinnert sich noch wer an den Tweestrom wo die Stadt Kleve auch nägel mit köpfen machen wollte? Sollte der Deichverband mal an der Schleuse machen.

     
  31. 22. Der Laie

    Die Stadt Kleve hat doch innerhalb von 9 Monaten noch nie etwas zu stande gebracht das Hand und Fuß hat.
    Warum soll es bei der Schleuse hier anders sein.Wie lange ist Frau Dr. Hendricks schon keine Ministerin in Berlin mehr,die Weisheit wer zu spät kommt, den bestraft das Leben,trifft doch auf die Akteure in Kleve wieder einmal prima zu.Immer nur zaudern und zögern in der Hoffnung jemand anders erledigt die Aufgabe, in diesem Falle übernimmt die Kosten für Planung und Bau einer Sportbootschleuse.
    Warum sollte eine Schleuse, die von der Berufsschiffahrt nicht mehr genutzt wird,auf Dauer durch das Wasser und Schiffahrtsamt funktionsfähig erhalten werden.
    Anstelle Entscheidungen zu treffen, mäkeln die Klever Akteure nur herum, frei nach dem Motto, man bringe mir man reiche mir,in der Hoffnung, eine andere Behörde erfüllt ein paar Hobby Bootsführern ihren Wunsch nach einer Sportbootschleuse.
    Da geht der Deichverband wesentlich verantwortungsvoller mit dem Geld der Mitglieder um.
    Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis als das die Allgemeinheit hierfür die Kosten übernehmen soll.
    Bei der Fähre zwischen Düffelward und Schenkenschanz hat man auch eine Güterabwägung vorgenommen,warum fällt das bei der Schleuse so schwer.

     
  32. 21. Jens-Uwe Habedank

    Sieht verdammt danach aus, dass Herr Schlüß richtig liegt. Jahrelang wurde in Kleve posaunt, aber nichts getan…

     
  33. 20. kleevse jong

    Deichverband wehrt sich gegen Klever Vorwürfe
    Hintergrund, bis heute liegen dem Deichverband keine konkreten Planungen für eine Schleuse seitens der Stadt Kleve vor.

    Auf den Vorwurf des Klever Kämmerers Willibrord Haas, der Deichverband richte sich nicht nach der wirtschaftlichsten Variante bei der Planung des neuen Deiches und ignoriere die seit Jahren bekannten Bemühungen, die Schleuse in Brienen offen zu halten, reagiert Bernhard Schlüß, Geschäftsführer des Deichverband Xanten-Kleve.
    Zum Streithintergrund:
    Schon vor den konkreten Planungen zum neuem Rheindeich gab es eine lange Debatte um die marode Schleuse.
    Wolfgang Gebing (CDU) hatte die im Hauptausschuss damals zusammengefasst: „Das Schifffahrtsamt ist seiner Verpflichtung zur Instandhaltung des Bauwerks nicht nachgekommen“ und angefügt, dass er nicht einsehe, dass die Stadt jetzt die Kosten tragen solle.
    Schlüß hingegen sieht nach Auffassung des Verbandes in seiner Stellungnahme die „Aussage von Herrn Haas, dass der Deichverband nicht die wirtschaftlichste Lösung hat, nicht belegt“.

    Es würden von Haas sechs Millionen Euro Abrisskosten aus einer Machbarkeitsstudie der Stadt mit 13,4 Millionen Euro aus einer konkreten Genehmigungsplanung des Deichverbandes verglichen. „Eine Machbarkeitsstudie kann maximal eine überschlägige Kostenschätzung hervorbringen, die vorliegende Planung des Deichverbandes hingegen hat die Qualität einer Entwurfs- und Genehmigungsplanung inklusive einer Kostenberechnung“, schreibt Schlüß.
    Beide Zahlen zu vergleichen, sei daher nicht korrekt.

    Wenn die Stadt Kleve eine detaillierte Planung mit Abriss der Schleuse und Neubau einer Sportbootschleuse vorlegen würde, und aus dieser Planung wirklich günstigere Abrisskosten hervorgingen, könnte diese Ausarbeitung auch Grundlage für weitere Überlegungen des Deichverbandes sein, so Schlüß.
    „Solange dies aber nicht der Fall ist, können derartige Aussagen von Herrn Haas nicht glaubhaft sein“, schreibt er für den Deichverband in seiner Stellungsnahme.

    „Der Deichverband Xanten-Kleve hat auf Entscheidungen der Stadt bezüglich einer Sportbootschleuse gewartet“, heißt es in der Stellungnahme weiter.
    Da bis heute keine Entscheidung gekommen sei, habe man entsprechend planen müssen: Da die Schleuse nicht mehr in Betrieb sei und laut Eigentümer (Schifffahrtsamt) auch nicht mehr in Betrieb gehen werde, müsse sie bei einer Deichsanierung beseitigt werden, so Schlüß.
    Und: „Ein Bauherr für eine Sportbootschleuse war/ist nicht erkennbar“…….

    https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/kleve-deichverband-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-zur-schleuse-brienen_aid-46162071

     
  34. 19. Niederrheinstier

    Mmuuuuh, lang nix mehr gemmuuuuht hier, mmuuuuuh! aber ich bin noch da, mmuuujuuh!
    Daher, glaube ich, sollte ich hier mal etwas zur Schleuse mmuuuuuhen, mmuuuuh. Also, mmuuuuuh:
    1.
    Nee, @14 Husky, mmuuuuh, den Altrhein befahrbar machen (und halten), das muss nix kosten, mmuuuh.
    Das kann auch so pfiffig organisiert werden, dass dabei sogar noch ein erquickliches Sümmchen für die Reparatur der Schleuse herausspringt, mmuujuuuh. Das muss nur mal langsam jemand in die Hand nehmen und organisieren, mmuuuuh! Denn irgendwann bei einem früheren Gestreite über die Schleuse hatte ich hier doch schon recht genau beschrieben, wie es gehen könnte, mmuuuuh! Warum versucht das niemand, mmuuuuh?
    2.
    Irgendwie sträube ich mich, hier nur eine rein monetäre Betrachtung der Erhaltung der Schleuse vorzunehmen bzw. zuzulassen, mmuuuuh. Hätten die cleveren Clever das schon im 17. Jahrhundert so gemacht, mmuuuuh, dann wären weder die schönen Grünanlagen des Prinzen Moritz von Nassau noch jemals eine Schleuse als regulativ für die Wasserläufe in diesen Grünanlagen entstanden, mmuuuuh. Haben die cleveren Clever aber zum Glück (?) nicht, mmmuuuuh. Sonst wäre heute zu fragen, was denn aus Cleve so ohne seine Parkanlagen und seinen Wasseranschluss geworden wäre, mmuuuuh.
    3.
    In Zeiten der Rückbesinnung auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen aller Art, mmuuuuuh, vor allem mit all den Futterstocks in den Silos mit schmackhafter Gras- und Maissilage, mmuuujuhhh, aber auch mit Wald, Fauna, Artenvielfalt, Luft, Erde und so, mmuuuuh, sträube ich mich irgendwie dagegen, Kleve auf ewig den hohen Belastungen durch mitunter rüpelhaft fahrende und parkende Fern-LKW-Fahrer auszuliefern, mmuuubuuuh.
    Güter per Bahn? Geht nicht mehr, mmuuubuuh! Hat ein gewisser Herr Mehdorn auf dem Gewissen, mmuuubuuuh. Güter per Flugzeug? Keinesfalls, mmuuubuuuh! Also Güter per Schiff, mmuuuuh? Bei weiterer Rückbesinnung und starkem Willen noch nicht ganz außer Reichweite, mmuuuuh. Aber warum muss nun auch noch diese Retrovision platzen, mmuuubuuuh?
    Egal, mmuuuuuh. Ich muss dem Bauern unbedingt klar machen, dass er da, wo immer die Fern-LKW-Fahrer parken und nächtigen, meine grünen Weiden unbedingt mit einem engmaschigen, hohen Zaun sichern muss, mmuuuuuh, den er dann zusätzlich noch unter starken Weidezaunstrom setzten soll, mmuuuuh. Sonst pinkeln und kac… die nämlich einfach hinter meinem Rücken auf meine grünen Wiesen, mmuuuubuuuh. Klick, Weidezaunstrom marsch, mmuuujuhhh.

     
  35. 18. Chewgum

    Besser nur 6-7 Mill. als 13 Millionen ausgeben …

     
  36. 17. RK

    Die abstruse Vorstellung, das der maritime Tourismus Geld in die Klever Innenstadt bringen würde finde ich absolut lächerlich. Da könnte man besser auf weitere Wohnmobilplätze setzen, denn diese sind schon konstant gut besucht, und das trotz Lage.
    Oder man könnte den Platz verlegen und etwas Geld für eine Infrastruktur in die Hand nehmen, z.B. Duschcontainer.

    Ich fahre dort regelmässig lang und frage mich immer was für ein Bild die Besucher von dieser Stadt haben, die ihre Touristen auf dem Schotterplatz neben der „Fixerbude“ unterbringt.
    Die Schleuse wiederzu beleben wäre eine einzge Geldverschwendung, für das Geld könnte man eher die Spoy renaturieren…..vielleicht klappt es dann ja auch mit dem Kanu & Floßverleih……

     
  37. 16. rd

    @DHP Der ist nicht schlecht 😉

     
  38. 15. DHP

    Vor einiger Zeit – es mag schon zwei Jahre her sein – sprach ich am Fischstand mit einem Hobbysegler:
    Er: „Wir haben ein Angebot für einen Tieflader bekommen, mit dem wir das Schiff zum Rhein transportieren können, der soll 60- bis 70.000 Euro kosten“
    Darauf ich: „OK, was kostet denn eine neue Schleuse?“
    Er: „Hmm, so mit 6 bis 7 Millionen muss man rechnen“ (die Zahl war schon damals im Raum, passt ja offensichtlich ganz gut)
    ich: „Da ist der Tieflader ja erheblich billiger!“
    Er: „Nee, denn DEN müssen wir ja selber zahlen“

     
  39. 14. Husky

    Wie kommt diese seltsame Petition eigentlich drauf das die Schleuse 1656-bis-1688 gebaut wurd?

    Da Stand zu dem Zeitpunkt eine ja, diese ist aber mehrfach Zerstört, neu Aufgebaut worden und die jetzige hat damit (ausser halbwegs dem Ort) mal gar nichts mehr zu tun .

    Wenn ich diese Kommentare unter der Petition lese. Von wegen Sportboote, Tourismus? Wann war denn das letzte „Sportboot“ da? Vor 10 Jahren? Von Folgekosten wie den Altrhein ausbaggern damit das überhaupt Beschiffbar ist redet man da noch gar nicht. Selbst wenn da mal ein Boot durchschippern sollte. Wieviel kostet eine Schleuse im Unterhalt? Einfach nur zum Kopf schütteln

     
  40. 13. Dominik

    Liebe Verantwortlichen

    Lasst den Unsinn mit der Schleuse.

    Nehmt die Kohle und steckt diese in die Klever Spielplätze oder was anderes sinnvolles.

    Kein Mensch braucht die Schleuse. Stadt am Wasser? Kleve?Was fürn hirnverbrannter Gedanke.
    Was soll einen da anziehen? Kann ich dann am Rand des grossen Parkplatz sitzen den Abgasen der in den Kreisverkehren stehenden Autos ausgeliefert.?
    Gastronomie wird in kleve eh nix. Nix hält sich dauerhaft in kleve.

    Kleve kann nur Samstags das Einkaufszentrum für Holländer. Mehr nicht.

     
  41. 12. otto

    ……………….sehr interessant was du geschrieben hast!

     
  42. 11. Husky

    Diese „Onlinepetition“ ist glatter Humbug, man kann quasi einen Bot schreiben der sich jede Minute einträgt und keine Sau würde das merken.

    Ich bin absolut für den Abriss der Schleuse und auch gegen eine Sportbootschleuse. Warum sollte ich mit meinen Steuern das (teure) Hobby einige Neureichen und Schiffsbesitzer finanzieren? Sollen die doch ihre Sportbootschleuse selbst bezahlen? Von den Folgekosten reden wir da ja noch gar nicht. Oder Baggert uns das THW den Altrhein als „übung“ aus? Ich zweifel da aber dran 😀

    Ich sehe an der Schleuse auch nichts erhaltenswertes? Das Teil ist nach dem Krieg zusammengezimmert. Zig Gebäude in Kleve sind nach dem Krieg gebaut und längst wieder abgerissen.

    Ein Radweg sollte aber definitiv auf den Deich, besser dafür das Geld ausgeben.

     
  43. 10. fietser

    „Übrigens sehen die Planungen auch keinen Radweg vor.“

    Was die Planungen bzgl. des Radverkehrs auf dem Deich zwischen Griethausen und Brienen angeht, kann man sich hier informieren:
    https://rat.kleve.de/ris/ris-2014/x.-sachstandsbericht-zur-pruefung-der-belange-des-radverkehrs-auf-dem-deich-zwischen-griethausen-und-brienen-9860803/
    Es kann also keine Rede davon sein, dass die Belange des Radverkehrs nicht berücksichtigt werden.

     
  44. 9. Chewgum

    @8. J-U H Wenn es mal nur eine Lachnummer wäre

     
  45. 8. Jens-Uwe Habedank

    Zwei Dinge verstehe ich ja absolut nicht:
    Da steht heute ein Artikel in der RP, der wohl von Hr. Haas, seines Zeichens Stadtkämmerer, initiiert wurde/ ist.
    Demnach gibt es Vorwürfe, „Jemand“ hätte falsch bewertet oder gerechnet…
    Hr. Haas ist aber genau ein Teil des auch damaligen Verwaltungs-Trios, das seinerzeit wohl völlig unbedarft die Mär von der „Stadt am Wasser“ kursieren liess – ohne jeden Gedanken, was mit der Schleuse ist! Es war doch auch schon seit 2008/2009 erkennbar, dass man hier das Schleusen-Thema mit einbeziehen muss. Ein einziges Gespräch mit dem seligen Hr. Gietemann sr. hätte helfen können…

    Dass ein Deich völlig ohne Radweg ernsthaft geplant wird, ist wohl (leider) die Lachnummer schlechthin!

     
  46. 7. Joseph Johann

    Die Rheinische Post schreibt heute u.a.:
    CDU-Fraktionschef Wolfgang Gebing ärgert sich erneut darüber, dass das Schifffahrtsamt seiner Pflicht, die Schleuse instand zu halten, nicht nachgekommen sei und jetzt versuche, das Problem durch den Abriss zu lösen.
    Kann er sagen, dass die Verwaltungsleitung der Stadt Kleve über Jahrzehnte eine den Erfordernissen angemessene Kontaktpflege mit dem Schifffahrtsamt über die Schleuse betrieben hat?
    Hat nicht die Stadt Kleve u. a. durch den Abbau des Ladekrans am Hafen zum Ausdruck gebracht, dass ihr nichts an der Wasserstraße liegt?
    Der ganze Artikel in der RP zeichnet Probleme bei der Stadt auf. Man kann nur hoffen, dass nach der nächsten Wahl ein tüchtiger Rat Einfluss auf das Wirken der Verwaltung nimmt.

     
  47. 6. Lohengräm

    Millionengrab Flughafen.
    Millionengrab Schleuse.

    Aber die Reaktivierung einer lokalen Bahnstrecke ist zu teuer.

    Wobei wir hier mal festhalten wollen dass BM Northing bzgl. Bahn entgegen vollmundiger Ankündigungen in ihrer Amtszeit genau NULL,NIX bewegt hat.

    „17:54 Uhr: Bahnanbindung Nimwegen? “Da sind wir eins”, so Northing. “

    https://www.kleveblog.de/buergermeisterwahl-der-erste-kandidaten-gipfel-live/

     
  48. 5. pd

    Ich bin schon pro Schleuse und auch bereit für eine Infrastrukturmaßnahme, die uns mit dem Rhein verbindet, Geld zu bezahlen.

    Was mich aber wundert sind die veranschlagten Abbruchkosten die jetzt als Argument für die Sportbootschleuse herhalten. Ich habe gerade nachgeschaut, Fa Loock macht ca. 25Mio Umsatz im Jahr. Kann sich irgendjemand vorstellen, dass sämtliche roten Bagger, Lkw, Radlader … und die 80? Mitarbeiter jeden Tag ein halbes Jahr lang da rumwerkeln bis die Schleuse weggebaggert ist? Das Dingen ist doch angeblich so marode, dass es von selbst auseinanderfällt aber beim Abbruch kalkuliert man dann einen Atombunker? Mir kommt das komisch vor, kann man fas Gutachten wo einsehen? Ich bin branchenfern aber kann es sich um einen Zahlendreher handeln? So aus der Hüfte fände ich 3,1 Mio jetzt auch nicht wenig.

     
  49. 4. Alexander Bosmann

    Wer keine stinkende Brühe im Klever Stadtkern möchte mit Algenteppich wie in allen Vorjahren seit Schliessung der Schleuse sollte diese Petition unterschreiben

    Das Wasser muss Magnet und Anziehungspunt der neuen Unterstadt werden.

     
  50. 3. Jens-Uwe Habedank

    Hier kann man unterschreiben:
    https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-schleuse-in-brienen-erbaut-1656-bis-1688

     
  51. 2. jean baptiste

    so eine Onlinepetition ist wirklich ausschlussreich. Innerhalb der letzten zweieinhalb Stunden ist die Zahl der Unterstützer schon wieder um mehr als 50 angestiegen.
    Das zeigt, dass ganze Vereine über Facebook aktiviert wurden.
    Allerdings, so eine Petition ist auch verräterisch, neben vielen anonymen (Doppel-eintragungen?)verrät sie in der Statistik https://www.openpetition.de/petition/statistik/rettet-die-schleuse-in-brienen-erbaut-1656-bis-1688
    auch, dass nur ganze 8 von 800 bereit wären, sich finanziell zu beteiligen.

    Aber lassen wir die Sache etwas trockener betrachten, die heutige Schleuse hat nichts mit dem späten Mittelalter zu tun, sondern datiert in ihrer heutigen Form von nach dem 2. Weltkrieg,
    die genannten Kosten vernachlässigen total die Folgekosten,
    um sie sinnvoll nutzen zu können müsste auch der Altrhein ausgebaggert und stets unterhalten werden,
    und der finanzielle Nutzen für die Stadt (Gastronomie, Handel ….) amortisiert sich auch in 100 Jahren nicht.

     
  52. 1. otto

    Wo liegt die Petition zur Unterschrift vor? Alle Klever sind hier zu aktivieren.
    Ähnlich der Denkpause könnte zusätzlich eine Aktion in der Stadt durchgeführt- , bzw.
    ein Infostand aufgestellt werden, um weitere Unterschriften zu sammeln.

    Ich mache auf jeden Fall mit!!