Achten Sie mal auf die Gerste!

rd | 24. Mai 2014, 12:11 | 4 Kommentare
Eine Studie zur menschlichen Aufmerksamkeit (Foto © Duck Heek)

Eine Studie zur menschlichen Aufmerksamkeit (Foto © Duck Heek)

Die Gerste hat sich so viel Mühe gegeben. Sie liebt ihren Bauern innig und möchte schön ertragreich sein, auf dass ihm das Herz aufgehe. Und dann kommt da irgendein grellrot geschminktes Straßenrandpflänzchen, und ratzfatz ist alles aus. Nur noch Augen für die andere! Sei nicht garstig, du linksliegengelassene Gerste, so ist das Leben eben. Das Tausendkorngewicht zählt nicht in der Liebe!

(Dieser Beitrag ist sehr unpolitisch, trotz der offensichtlichen Rot-Grün-Anspielung im Bild. Es ist aber aussichtslos, den Autor mit einer NormenKonTrollKlage zu überziehen.)

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4 Kommentare - Sortierung: Neuester oben / Ältester oben
  1. 4. Fisch

    @3. rd

    Na ja, es soll auch Bauern geben, die genau so eine Mohnblume vorsichtig behandeln, da sie, wie hier, in der Unterzahl ist. Es kommt also auf die Sichtweise des Bauern an. 🙂

    Dieses Foto erinnert mich ein wenig an „Der Fuchs und der kleine Prinz“.
    („Le Petit Prince“ von Antoine de Saint-Exupéry)
    Dort ist es zwar unabhängig voneinander, eine Rose, die be- und geschützt wurde, und um ein Weizenfeld, das im Rauschen des Windes liebgewonnen wird.

     
  2. 3. rd

    @Fisch Stellen Sie sich den Bauern vor, der zu Gersti und Mohna sagt: Hey, ihr zwei, warum dieses Konkurrenzdenken?

     
  3. 2. Fisch

    Warum immer dieses Konkurrenzdenken…?

    Seit Menschen Felder oder Äcker bewirtschaften, gehör(t)en Gerste, Mohn- und Kornblume einfach zusammen.

    Ich persönlich betrachte diese natürliche Zusammengehörigkeit (Mischfruchtanbau mit Untersaaten) als wirkliche „Freundschaft“, oder wenn man unromatisch möchte, als „Zweckgemeinschaft“, um sich gegenseitig zu stützen und zu schützen.

    Es bot oder bietet viele Vorteile für Boden, Insekten und Ertrag.

     
  4. 1. Max Knippert

    Es schreibt und säht die Hand

    es laufen die Füße verbrennen das Land

    da trägt der Wind das Korn und bringt den Samen

    er legt sich nieder für die, die ihn nicht nahmen.

    Sind es tausend Körner oder tausend Täler

    haben wir die Wahl und sind auch Wähler

    erzählen wir uns und sind Erzähler

    bleibt es wie es ist oder sind wir Narren

    die nicht begreifen und weiter lallen

    Gertaten Normen außer Kontrolle

    verräht der Klatschmohn die Felder Flanderns

    lernen wir aus Fehlern unter unseren Füßen

    so last den Mohn schön grüßen

    Ein letzter Satz zur lieben Gerste

    wachse und gedeihe und finde den Hopfen

    verbindet euch mit tausend Tropfen

    und grüßt meinen Rachen