Innenstädte haben es schwer in diesen Tagen. Wer durch die Hagsche Straße geht, sieht derzeit einiges an Leerständen (aber es gibt einige interessante Entwicklungen, dazu später mehr), dazu kamen die absolut einkaufsbummelfeindlichen Temperaturen der letzten Wochen, und natürlich lockt allgegenwärtig die niemals schließende Phalanx der Kaufhäuser, die nur noch Lagerplatz benötigen, nicht aber Verkaufsflächen in Innenstädten. Doch Kleve hält dagegen – mit einer kleinen, aber dafür umso symbolträchtigen Aktion: Am heutigen Donnerstag, 2. Juli, öffnen die Klever Einzelhändler wieder bis 20 Uhr. Das etwas frischere Wetter schafft optimale Einkaufsbedingungen.
Das After-Work-Shopping reiht sich ein in eine Vielzahl weiterer Events, mit denen spürbar etwas mehr Schwung in die Innenstadt kommt. Zu nennen sind beispielsweise die Eröffnung der Strandbar von Tim Tripp, die Ausstellung der Klever Künstler im ehemaligen Möbelhaus Rexing und die ebenfalls durch Künstler erfolgte Bespielung des einstigen Kabinenkinos.
Premiere des „After-Work-Shoppings“ war im Mai. Beschlossen hatte die Händlerschaft auf einem ihrer nunmehr regelmäßigen Treffen, diesen Abend auf den ersten Donnerstag eines Monats zu legen. Im Juni fiel dieser Donnerstag allerdings auf einen Feiertag, sodass die heutige Aktion die zweite Auflage der Veranstaltung ist. 25 Händler beteiligen sich – viele nicht nur mit den längeren Öffnungszeiten, sondern auch mit besonderen Aktionen.
Karin van Kevelaer von der Klever Wirtschaftsförderungsgesellschaft WTM sagt: „Die Aktion des WTM in Zusammenarbeit mit den Klever Einzelhändlern etabliert sich zunehmend als fester Bestandteil des Eventkalenders und bietet Bürgern sowie Gästen die Möglichkeit, ihren Einkauf in entspannter Atmosphäre bis in die Abendstunden zu genießen. Die teilnehmenden Geschäfte öffnen an jedem ersten Donnerstag im Monat bis 20 Uhr ihre Türen.“
„Viele Kunden wünschen sich mehr Flexibilität beim Einkaufen. Mit dem After Work Shopping schaffen wir die Möglichkeit, auch nach Feierabend in aller Ruhe durch die Geschäfte zu stöbern“, erklärt WTM-Citymanager Tobias Nelke. Er sieht in dem Format einen wichtigen Impuls für die Innenstadt: „Regelmäßige Events wie das After Work Shopping schaffen attraktive Anlässe für einen Besuch in der City und tragen dazu bei, die Innenstadt langfristig lebendig und attraktiv zu gestalten.“
WTM-Geschäftsführerin Verena Rohde betont zudem die Bedeutung für den Standort Kleve: „Die Abendöffnung bietet die Chance, die Innenstadt aus einer neuen Perspektive zu erleben. Insbesondere auch deswegen, weil sich die Klever Einzelhändler besondere Aktionen für das After Work Shopping überlegt haben.“
So lädt beispielsweise die Buchhandlung Hintzen Literaturbegeisterte dazu ein, bei einem erfrischenden Getränk in entspannter Atmosphäre neue Geschichten und spannende Bücher zu entdecken. Besucher können ungezwungen vorbeischauen, stöbern und sich mit anderen Lesefreunden über aktuelle Lieblingsbücher und interessante Neuerscheinungen austauschen.
Auch für Sammelbegeisterte hält das After Work Shopping ein besonderes Angebot bereit: Beim LadenLokal.Shop Spielwaren findet von 17 bis 20 Uhr ein WM-Sticker- und Karten-Tauschtag statt. Sammler können ihre doppelten Sticker und Karten mitbringen, Alben vergleichen und gemeinsam nach fehlenden Motiven suchen. Im Mittelpunkt stehen WM-Sticker und Fußball-Trading-Cards, darüber hinaus sind auch andere Sammelkarten willkommen.
Bei yarndesign in der Kavarinerstraße lädt Inhaberin Gaby Kreusch zum Strick-Workshop ein. „Ein bestimmtes Thema gibt es nicht – jeder macht das, was zu ihm passt. Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, alle Wollbegeisterten sind willkommen“, freut sich Gaby Kreusch. Der Workshop dauert zwei Stunden, die Teilnahmegebühr liegt bei 12,50 €.
Das After Work Shopping findet noch bis Dezember 2026 an jedem ersten Donnerstag im Monat statt. Inzwischen beteiligen sich 25 Geschäfte an der Aktion. Eine Übersicht aller teilnehmenden Unternehmen ist unter kleve-erleben.de verfügbar.


Ich glaube, dass ist leider nur ein Teil des „letzten Zuckens“ der Klever Innenstadt.
Echt schade, aber vermutlich wahr.